Die "positive" und die "negative" Seite

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geli

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Die "positive" und die "negative" Seite

von geli am 06.01.2017 16:36

Ich lese gerade von D. Prince das Buch: "Fundamente des christlichen Glaubens" und finde da viele Themen, die Anlass zum Nachdenken geben.

Z.B. das Thema Heiligung - ein Thema, das alle Christen angeht.
"Heiligung" hat zwei Seiten: einmal die "negative" Seite - nämlich das Getrenntwerden von Sünde und von der Welt und von allem, was unrein ist.
Die "positive" Seite bedeutet, dass wir an Gottes ureigenem, heiligen Wesen teilhaftig werden.

Wir Christen (und dabei beziehe ich mich mit ein) beschäftigen uns aber meistens mehr mit der "negativen" Seite, das, was man "loslassen" soll, das, was man "nicht tun" soll - darüber wird auch meistens öfters gepredigt als über die positive Seite.

Aber als Christ zu leben bedeutet mehr als nur die negative Seite der Enthaltung von Sünde und Unreinheit - wir sollen als Gottes Kinder seiner Heiligkeit teilhaftig werden.

Ich stelle auch  bei mir fest, dass ich mich meistens mehr mit der negativen Seite beschäftige und dabei zu wenig beachte, wieviel von der positiven Seite das Wort für mich bereit hält.

Wie geht es euch damit?

Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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Burgen

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von Burgen am 06.01.2017 20:51

Hallo Geli

Jesus liebt. Wie, wo und wodurch kommt nun ein ganz normaler Mensch dazu, Jesus zu lieben, ihn lieben zu wollen ?

Was ist der Grund, dass jemand völlig zusammenbricht und Jesus sein menschliches Herz, sein Leben übergibt ?

Was wird der nächste Schritt sein, wenn man rein menschlich in Schritten denkt ?

Das, was der Mensch ständig denkt und im Herzen hin und her bewegt, dem folgt der Mensch.

Z.B., wenn ein Mensch unablässig davon überzeugt ist und immer wieder in seinem Herzen bedenkt, wie schlecht er ist,

kann es sein, dass es seinem Körper und seiner Seele in Folge immer schlechter geht.

Und das bestätigt ihn darin, dass die Schrift öfter davon spricht, dass das menschliche Herz böse von Jugend ist.

Umgekehrt ist es jedoch so, dass Jesus bereit ist, jeden neuen Tag die Sünde dessen gerne vergibt, der ihn darum bittet

und den ehrlichen Wunsch hat, sich ändern zu wollen und sich ändern zu lassen.

LG
Burgen


 

Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes, Jesus Christus.
1. Korinther 1,9 /  Luther Bibel 2017

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geli

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von geli am 07.01.2017 11:53

Liebe Burgen,
ich verstehe jetzt nicht ganz den Zusammenhang zu dem, was ich geschrieben habe?

LG, geli

Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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StefanS

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von StefanS am 07.01.2017 13:40

Liebe Geli,

Ich stelle auch bei mir fest, dass ich mich meistens mehr mit der negativen Seite beschäftige und dabei zu wenig beachte, wieviel von der positiven Seite das Wort für mich bereit hält.

Etwas ähnliches lese ich gerade auch.
Es geht dabei um unsere Gedanken.

Wir beschäftigen uns oft damit, unsere negativen Gedanken auszuräumen und loszulassen.
Und dann konstatieren wir, dass wir es nicht schaffen.

Stattdessen sollten wir uns mit positiven Gedanken füllen, denn nur damit verschwinden die negativen Gedanken.
Gute Gedanken sind wie das Licht, das die Dunkelheit unserer negativen Gedanken auslöscht.

Schön, oder?

LG Stefan



So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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geli

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von geli am 07.01.2017 18:44

Ja, genau, das hab ich gemeint.

Als Christen ist oft Thema, was wir nicht sollen, was wir loslassen müssen, wie wir unser Fleisch bekämpfen... aber man hört wenig über das, was Gottes Wort über uns als Reingewaschene, Geheiligte, Gerechtfertigte sagt. Wer wir in Gottes Augen sind.

Welchen "Spiegel" uns Gottes Wort im Positiven vorhält.

LG, geli

Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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StefanS

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von StefanS am 07.01.2017 19:04

Ich fand es in "meinem" Buch übrigens sehr schön (und für meine Begriffe revolutionär) beschrieben.

Da heisst es in etwa so,
"Wenn mich schlechte, negative Gedanken umtreiben und ich versuche, sie loszuwerden - lass es sein!
Diese Gedanken sind nur zu ersetzen! DAS ist der Beginn der Heilung!"

Ich möchte lernen, über göttliche Wahrheiten zu meditieren.

Ein Beispiel:
Jesus nahm meine Krankheiten auf sich und ER trug meine Schmerzen.
ER wurde gestraft, damit ich Frieden habe.
Durch Jesu Wunden bin ich geheilt!
(frei nach Jesaja 53,4-5)
Wenn ich das über mich sage und immer wieder sage, dann ist das eine Wahrheit, die dunkle, negative Gedanken "beleuchtet".


Ein Segensgruß an Dich
Stefan


So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Burgen

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von Burgen am 07.01.2017 23:15

Liebe Geli

vielleicht setzt du innerlich meine Gedanken vor den Satz "Fundamente des Glaubens"?
Dann mag es zu deinem schönen Thema passen.?
Wir haben hier ja oft mit diesen Themen zu tun, oder was meinst du?

Die Gefahr in die Negativseite abzugleiten und ihr soviel Raum zu geben geschieht ja leider leicht.
Daher sind die Gedanken von StefanS sehr wertvoll.

LG
Burgen 

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Burgen

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von Burgen am 08.01.2017 09:18

Hallöchen,

um auf der positiven Seite zu sein und zu bleiben braucht es gesunde Nahrung.
Dazu wäre es hilfreich, sich damit zu beschäftigen, was hilft, im Wort Gottes einzuwurzeln,
wie eine fundierte Glaubenskunde zu lernen.

Das wäre z.B. eine berufsbegleitende Bibelschule zu besuchen. Da werden gute fundierte Grundlagen des Glaubens gelegt.
Das ist allerdings nicht so einfach durchzuhalten für manch einen Menschen.
Einerseits ist der 'Arbeitsstoff' recht nüchtern, andererseits könnte die enge Gemeinschaft der Menschen wie zu einem
Dampfkochtopf werden.

Wir sind ja normalerweise vielen Umständen, Anfechtungen, Verführungen, Ablenkungen ausgesetzt.
Und wenn man sich rundumdie Uhr mit den Fundamenten des Glaubens beschäftigt, können wir das wohl nur
mit Gottes Hilfe schaffen.

Jesus, Gebet, Bibelkunde, Glaubenskunde, evtl. Sprachkunde wie Englisch oder gar Hebräisch und Griechisch,
Gemeinschaft mit Glaubenden, gesunde Lehre.
All das gehört zu den Fundamenten des Glaubens.

LG
Burgen
 

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geli

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von geli am 08.01.2017 12:46

Liebe Burgen, danke für Deine Antworten.
Aber mir ging es eigentlich gar nicht so sehr um Belehrung oder gute Ratschläge, sondern einen persönlichen Austausch darüber, wie es den Einzelnen mit diesem Thema geht.

Wenn ich das über mich sage und immer wieder sage, dann ist das eine Wahrheit, die dunkle, negative Gedanken "beleuchtet".

Genau das ist mir auch wichtig geworden.
Wie oft orientieren sich meine Gedanken an Dingen, die ich erlebt habe und die vielleicht schlechte Gefühle ausgelöst haben. So schaue ich in den "Spiegel" der Gefühle, der sichtbaren Tatsachen und dem Spiegel dessen, was andere über mich denken oder sagen.

Aber diese "Spiegel" geben nicht die Wahrheit wieder.

Wenn andere Fehler suchen, sagt Gottes Wort: "Siehe, meine Freundin, du bist schön, und kein Makel ist an dir" Hld. 4,7

Mir wurde dazu die Stelle in 2. Kor. 3,18 wichtig:

"Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht wie in einem Spiegel die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht."

D. Prince schreibt dazu: "Sobald wir aufhören, in den Spiegel des Wortes zu schauen, kann der Geist nicht mehr auf diese Weise an uns arbeiten."

LG, geli

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Burgen

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Re: Die "positive" und die "negative" Seite

von Burgen am 08.01.2017 14:18

Liebe Geli

für mich spielen z.B. Glaubenskunde oder Bücher, die die Hintergründe erschließen eine große Rolle, auch in der täglichen Bibellese sind die Informationen nicht wegzudenken. Z.B. manche Namenbedeutungen usw.

Eine gute Erfahrung ist die Aussage Epheser 5, 26
eingebettet in 25 und 27.
... gereinigt durch das Wasserbad des Wortes. ...

Das ist und war schon eine besondere Erfahrung für mich, wenn ich nicht von einem Buch und Vers zum anderen Buch und Vers springe, sondern da bleibe, wo gerade mein Herz beim Lesen des Abschnittes oder Kapitels Raum und Zeit vergesse.
Dann ist manchmal zu spüren, wie Gott in mir tätig ist.
Das ist so wunderbar und ich möchte es immer mehr und tiefer genießen.
Doch dann ist es auch schon vorbei.

Derek Prinz verwendet wohl das Bild vom Spiegel aus dem Korintherbrief. Das ist natürlich auch eine gute Aussage.
Er war ja Dr. der Philosophie und hat bestimmt jeden Tag die Bibel studiert und seinen Erfahrungsschatz mit eingebracht in seine Bücher.
Ich finde es ganz toll, dass seine Arbeit bezüglich Übersetzung immer noch weitergeführt wird.

So fromm würde ich auch gerne sein !
Jeder hat ja dieselbe Chance, sich immer wieder im Glauben Gott zu nähern und die Schrift zu studieren ohne sie zu zerpflücken und Lieblingsverse rauszupicken.
Doch hoffnungsvolle, reinigende Verse tun gut und helfen der Seele sich dem innewohnenden Geist mit Dank zu äußern.

Sagt Paulus doch auch: ich jage dem gesteckten Ziel entgegen ... , tun wir es auch und bitten um Vergebung, wenn wir wieder mal den Blick und das Herz haben verrutschen lassen.

LG
Burgen

 

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