jovetodimama will dabeisein

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jovetodimama

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jovetodimama will dabeisein

von jovetodimama am 14.01.2018 16:42

Hallo, liebe Geschwister im Glauben!

Ich suche den gedanklichen Austausch mit Christen aller Konfessionen, die ihr Christsein ernst meinen und sich aufrichtige Gedanken machen über Themen, die Nichtchristen, wenn überhaupt, dann nur oberflächlich interessieren.
Im "echten Leben" (also in der Familie, im Wohnort, in der Kirchengemeinde) finde ich derzeit nur wenige, mit denen ich über solche besonderen Themen sprechen kann.

Ein Themengebiet, das mich aktuell interessiert - "Wiedergeburt" - umfasst folgende Fragen:
- Woran kann man erkennen, ob man wiedergeboren ist im Sinne von Joh. 3,3?
- Woran kann man dies bei anderen erkennen?
- Wozu ist es notwendig, dies zu erkennen?
- Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Aktuell interessiert mich auch das Thema "Gemeinde":
- Woran erkenne ich, ob eine Gemeinde auf einem guten oder schlechten Weg ist?
- Wie kann ich (m)eine Gemeinde von innen stärken, wenn ich den Eindruck habe, dass sie auf keinem guten Weg mehr ist?
- Ab wann bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Gemeinde zu wechseln?
- Wie findet man, hat man sich für einen Wechsel entschieden, eine Gemeinde, die nicht nur auf einem anderen, sondern auf einem besseren Weg ist?

Mich interessiert außerdem das Thema "Gebet":
- Wie sprecht Ihr Gott an im Gebet?
- Bei welchen Gebetsformen habt Ihr schon einmal spontane Gebetserhörungen erlebt?
- Gibt es Eurer Meinung nach Konfessionen, die ein nicht-biblisches Gebetsverhalten tradieren?
- Kennt Ihr Menschen, die Euch aufgrund Eurer Gebetsgewohnheiten das rechte Christsein absprechen?

Natürlich gibt es noch viel mehr, worüber ich gerne Eure Meinungen und Erfahrungen lesen und von Euch dazulernen würde. Ich freue mich daher, wenn Ihr mir recht bald und zahlreich antwortet und mir helft, mich rasch hier im Forum zurechtzufinden.

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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nennmichdu

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Re: jovetodimama will dabeisein

von nennmichdu am 14.01.2018 18:29

Hallo,


auf die hier gestellten Fragen möchte ich gerne eingehen:


- Woran kann man erkennen, ob man wiedergeboren ist im Sinne von Joh. 3,3? - Woran kann man dies bei anderen erkennen? - Wozu ist es notwendig, dies zu erkennen? - Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?


Wiedergeboren bin ich, wenn ich Frieden mit Gott gefunden habe, Vergebung meine Sünden empfangen habe und mein Gewissen mich nicht mehr anklagen tut in dem was ich mache/denke.....

Bei anderen würde ich das gar nicht beurteilen wollen. Ich kann hier mit anderen lediglich Gemeinschaft (im heiligen Geiste) haben - selbst durch andere Glaubensgeschwister erbaut werden oder diese durch meinen Glauben erbauen.


- Woran erkenne ich, ob eine Gemeinde auf einem guten oder schlechten Weg ist?


Für jeden könnte ein Kriterium sein, ob er in einer Gemeinde Liebe erfährt, Gottes Wort hört und dieses ihn nährt und im Glauben stärkt und wachsen lässt.

Hier sich dann in eine Gemeinde mit seinen Gaben einbringen wird bei denen, die auf dem guten Wege sind gute Frucht bringen, bei denen die vielleicht (noch) nicht auf einem "guten" Wege sind, eher Anstoß und Unverständnis erregen.



- Ab wann bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Gemeinde zu wechseln?


Hier gibt es keine Pauschalantwort. In der Bibel heißt es, das man denen, die einen Gottes Wort gebracht haben (seinen Lehrern)  auch vertrauen kann. Das wenn sie als Gemeindeleitung oder Älteste - wenn sie denn von Gott dafür eingesetzt sind - über die Seelen und den Glauben und das Wachstum "ihrer Schäflein" wachen.

Andererseits wird kein Schaf - kein Gottes Kind - einem falschen Hirten folgen - da es auch die Stimme des guten Hirten (Jesu) - Gottes Stimme kennt. 



- Wie findet man, hat man sich für einen Wechsel entschieden, eine Gemeinde, die nicht nur auf einem anderen, sondern auf einem besseren Weg ist?


Wäre dann auch die Frage, wo findet man eine Gemeinde, wo Gottes Wort einen noch persönlich erreicht und anspricht. Hier könnte man dann erstmal klassisch bei christlicher Literatur/Biographien oder Predigten anfangen und dann umliegenden Gemeinden einen Besuch abstatten.


- Wie sprecht Ihr Gott an im Gebet?


Gott ist ja da, als Vater - im Himmel. Aber uns als seinen Kindern auch nahe - durch den heiligen Geist. Als die Jünger Jesus selbst nach dem Gebet gefragt hatten, gab er ihnen als Adressat den gemeinsamen Vater - den Jesus und wir als seine Jünger gemeinsam hier im Himmel wissen. Und den wir dann um alles bitten können, was seinem Reich dient - es hier auf Erden mehr und mehr Gestalt annehmen zu lassen, in den Menschen, die uns begegnen. Durch die er dann verheißt - wo wir als seine Jünger zusammen kommen - das er miten unter uns ist.



- Bei welchen Gebetsformen habt Ihr schon einmal spontane Gebetserhörungen erlebt?


Wo ich völlig sicher war, das Gott dies jetzt auch tun wird/will. HIer ist die Gebetsform aber nicht entscheidend. Als das es hier einer bestimmten Formulierung oder dem Nachsatz "in Jesu Namen" extra bedüfte. In Jesu Namen zu beten heißt ja nur das zu erbitten, was auch Jesus selbst erbitten würde - was in seinem Interesse/Willen ist. Das macht uns dann der heilige Geist deutlich.


liebe Grüße,
Thomas

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jovetodimama

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Re: jovetodimama will dabeisein

von jovetodimama am 14.01.2018 22:11

DLieber Thomas,

vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort!

Was Du zu der Frage, wie man erkennt, ob eine Gemeinde auf gutem oder schlechtem Wege ist geschrieben hast, spricht auf besondere Weise in meine Situation:

Für jeden könnte ein Kriterium sein, ob er in einer Gemeinde Liebe erfährt, Gottes Wort hört und dieses ihn nährt und im Glauben stärkt und wachsen lässt. Hier sich dann in eine Gemeinde mit seinen Gaben einbringen wird bei denen, die auf dem guten Wege sind gute Frucht bringen, bei denen die vielleicht (noch) nicht auf einem "guten" Wege sind, eher Anstoß und Unverständnis erregen.
Ich erfahre derzeit in meiner Gemeinde einerseits viel Ermutigung, Trost und Zuspruch, andererseits erlebe ich aber auch, dass anscheinend hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet wird, in einer Weise und Intensität, dass die Gemeindeleitung eingegriffen hat, leider mit einem vorläufigen Ergebnis, das für mich momentan sehr unbefriedigend ist und mich persönlich belastet.
Wäre ich allein auf die Predigten und die Verkündigung meiner Gemeinde angewiesen, ich wäre, glaube ich, geistlich schon verhungert. Darum höre und lese ich viele Predigten im Internet.
Was Du zur Reaktion auf das Sich-einbringen in die Gemeinde schreibst, finde ich besonders interessant. Denn tatsächlich gibt es in unserer Gemeinde, so kommt es mir vor, verschiedene Gruppen: Die größte Gruppe bestehet aus Menschen, die sehr selten einen Gottesdienst besuchen oder neu in der Gemeinde sind, die sich über die Mitarbeit freuen und dankbar konsumieren, was sie angeboten bekommen. Eine kleinere Gruppe, bestehend aus Menschen, die früher einmal sehr aktiv in der Gemeinde waren, sich aber aktuell kaum noch einbringen, übt sich abwechselnd im Kritisieren, Einfordern und Ausbremsen. Und eine sehr, sehr kleine Gruppe von Menschen arbeitet mit sehr viel Liebe und großer Einsatzbereitschaft daran mit, dass ein vielfältiges Gemeindeleben, wo Menschen sich willkommen fühlen und im Glauben wachsen können, möglich wird.
Zu dieser letzteren Gruppe gehöre ich, doch um den kritischen Stimmen aus der mittleren Gruppe zu begegnen, hat die Gemeindeleitung mir nun Kompetenzen entzogen, die ich mehrere Jahre innehatte, und Mitgliedern der mittleren Gruppe übertragen. Das hat zum Erfolg, dass die betreffenden Arbeitsbereiche derzeit nicht regelmäßig und nicht in der gewohnten Qualität abgedeckt werden. Das tut mir angesichts der Menschen aus der ersten Gruppe leid, da man nie weiß, wann sie in die Gemeinde kommen. Ich finde, sie sollten sich so willkommen fühlen und einen solchen Eindruck bekommen, dass sie Lust haben, wiederzukommen.
Diejenigen aus der mittleren Gruppe, die nun als Gruppe die Aufgaben übertragen bekommen haben, die ich bisher alleine erledigt habe, sind im Gegensatz zu mir nicht jeden Sonntag im Gottesdienst und kriegen daher gar nicht so genau mit, was abläuft. Sie wollen auch nicht regelmäßiger am sonntäglichen Gemeindeleben teilnehmen, aber sie wollen mitreden und vor allem mitbestimmen. Sie dürften jetzt von der Gemeindeleitung aus sogar über mich bestimmen und festlegen, was ich wann in welchem Umfang in der Gemeinde tue, wenn ich dazu nicht klar Nein gesagt hätte.
Nun habe ich einen Teil meiner bisherigen Aufgaben in der Gemeinde behalten und einen Teil abgeben müssen. Daraufhin habe ich für zwei weitere Bereiche, für die ich bisher keine Zeit hatte und die derzeit von niemandem erledigt werden, meine Mitarbeit angeboten, was die Gemeindeleitung jedoch abgelehnt hat.
Abschließend würde ich also sagen, dass mein Engagement in der Gemeinde teils geschätzt wird, teils tatsächlich Anstoß und Unverständnis erregt, insbesondere, was meine Motivation dazu betrifft. Ich habe den Eindruck, dass bis in die Gemeindeleitung hinauf kaum jemand etwas damit anfangen kann, wenn ich sage, dass ich soviel mitarbeite, weil ich Jesus liebe.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir hier schreibst, wie Du über diese spezifische Situation denkst.
Auch über alle anderen Antworten, wer auch immer hier mitliest!




 

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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solana

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Re: jovetodimama will dabeisein

von solana am 14.01.2018 23:02

Hallo jovetodimama und herzlich Willkommen bei uns!
Ich wünsche dir, dass du dich hier wohlfühlst und freue mich auf schöne Gespräche miteinander.

Du bist ja gleich voll eingestiegen mit einem ganzen Fragenkatalog , das gibt eine Menge Gesprächsstoff.

Vielleicht wäre es gut, die einzelnen Themenbereiche in gesonderten Threads zu besprechen, dann kann man sich besser auf das jeweilige Thema konzentrieren.

Im Moment scheint ja das Thema "Gemeinde" das brennendste.
Ich kann gut nachempfinden, wie dich das schmerzt, was du dort erlebst - du möchtest dich mit viel Freude und Engagement einbringen und es wird nicht Wert geszchätzt, im Gegenteil.
Ja, es "menschelt" in vielen Gemeinden, insbesondere dann, wenn sich bestimmte Gruppenstrukturen herausbilden und über Einzelinteressen das Eigentliche immer mehr in den Hintergrund tritt. Einerseits drängt es einen dann, zu sagen: "Wer nicht will, der hat .... wenn ihr nicht zu schätzen wisst, was ich euch geben kann und will, dann bringe ich mich halt woanders ein, wo man das mehr schätzt."
Aber andererseits menschelt es halt anderswo auch. Und das, was du in dieser Gemeinde dann nicht einbringst, fehlt dann dort. Und es fehlt anderen Menschen, die nicht in diesen Gruppen sind.

Es ist nicht leicht, einen Ratschlag zu geben.
Wenn es dein Platz ist, dann wird dir Gott auch die Kraft und Freude für deine Aufgabe schenken, trotz aller Schwierigkeiten, ja gerade in diesen Schwierigkeiten- vor einem dunklen Hintergrund kann Licht besonders hell leuchten. Und wenn du trotz allem die Freude, den Frieden und den Mut nicht verlierst, kann das ein besonders gutes Zeugnis sein, insbesondere für diejenigen, die gegen dich intrigieren.

Wenn Gott dich lieber anderswo haben will, wird er dir das sicher deutlich genug zeigen und Möglichkeiten eröffnen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Freude und Mut.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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jovetodimama

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Re: jovetodimama will dabeisein

von jovetodimama am 15.01.2018 05:59

Liebe Solana,

vielen Dank für Deine Antwort!

Ich fühle mich durch sie getröstet und auch ermutigt, in der Gemeinde zu bleiben. Denn es fehlen jegliche Hinweise darauf, dass Gott mich anderswo haben will - abgesehen von der Familie zu Hause.

Ich habe vier Kinder - Johannes, Verena, Tobias und Dia - deshalb nenne ich mich hier "jovetodimama" - und vielleicht möchte Gott einfach, dass ich weniger Zeit in die Gemeinde investiere und statt dessen wieder intensiver für meinen Mann und meine Kinder dabin.

Gott schenkt mir auch weiterhin Kraft und Freude bei meinen Aufgaben, aber es hat sich eine große Unsicherheit eingestellt bei mir. Seitdem sich die Dinge so entwickelt haben, frage ich mich bei allen möglichen kleinen Handgriffen, ob ich das so tun darf, oder lieber nicht tun sollte, oder wen ich fragen muss. Bei den Menschen, die mir in der Gemeinde begegnen, frage ich mich, ob sie auch zu denjenigen gehören, denen es innerlich lieber wäre, ich würde Dinge nicht oder ganz anders machen, während sie nach außen hin freundlich sind. Manchmal ergibt sich die Glegenheit, sie zu fragen. Da habe ich dann schon viel Liebevolles, aber auch viel Verletzendes zur Antwort bekommen und auch erlebt, dass die Antwort ganz verweigert wurde. Immerhin sind die Antworten unterschiedlich. Man kann also nicht sagen, dass die ganze Gemeinde gegen mich wäre.

Gestern hat mich ein Gemeindeglied sehr für meine Arbeit gelobt und mir anvertraut, sie würde sogar nur deswegen kommen, aber das dürfe man ja nicht laut sagen. (Sie sagte es auch leise, sich verstohlen umblickend.) Das hat mich bewegt, und ich dachte mir im Stillen: Welches Spiel wird hier gespielt? - Sollte es noch ein paar geben, die mein Tun in der Gemeinde derart schätzen, und sollte das Personen, die sich durch mich an den Rand gedrängt fühlen, aufgefallen sein, könnte dies natürlich schon zu Neid und Eifersucht geführt haben.

Dabei habe ich niemals im Sinn gehabt, andere in der Gemeinde an den Rand zu drängen. Ich bin nur immer in die Lücken gesprungen. Dabei wurden die übrigen immer träger und verließen sich immer mehr darauf, dass ich schon an alles denke.

Ich bitte Euch alle, die Ihr hier mitlest, mir Eure Gedanken dazu zu schreiben und auch für mich und die Gemeinde, in der ich bin, zu beten.

"Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?" (Mt. 5, 13) - Kann es möglich sein, dass man als Christ durch Überengagement versehentlich die Gemeindesuppe versalzt?


Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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nennmichdu

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Re: jovetodimama will dabeisein

von nennmichdu am 15.01.2018 15:21

Hallo Jovetodimama (ein Vorname wäre mir vielleicht langfristig lieber zur Anrede...?...aber nur wenn du magst natürlich und es nicht wichtige Gründe gibt, die dagegen sprechen...),



ich kann nur für meinen Teil sprechen. Schon kurz nach dem ich vor rund 29 Jahren mit 24 Jahren erkannt habe, Jesus Christus ist der Herr und Heiland - ihm will ich gehören, habe ich mich in meiner ersten Gemeinde in alle Bereiche eingebracht, wo Not am Mann war. Von Aufräum/Kaffeekochdiensten über Kinderstundenarbeit, Musikdiensten im Hauskreis/Bibelstunden bis zur Teestuben und Obdachlosenarbeit - nach ca. 6 Jahren dann alles parrallel - alledings ohne das ich hier negativ angeeckt wäre. Nach ca. 7 Jahren sah ich dann vieles, was mich anfangs noch begeistert hat nun bei den Verantwortlichen der Gemeinde (einer evangelischen Freikirche mit ca 120 Mitgliedern) zunehmend skeptisch. Äußerte meine Kritik - und wurde -- aufgrund meiner Kritik gegenüber dem Gemeindepastor von der Gemeinde ausgeschlossen. In einer Phase von zunehmendem Orientierungsverlusten und Enttäuschungen.

Daraufhin trat ich wieder in die evanglische Landeskirche ein und war parrallel dann noch Teilnehmer und Mitarbeiter einer anderen Freikirche.

Nun - ich will das hier mal abkürzen und festhalten, das Gemeinde nur so gut funktionieren kann, wie jedes Gemeindemitglied sich aktiv nach seinem Vermögen und mit seinen Gaben in der Gemeinde einbringt. Das es Verantwortliche braucht, die mehr als nur einen exklusiven Kuschelclub pflegen wollen und von Gott in ihrem Dienst gesegnet sind.

Unsere Aufgabe kann dann weniger ein Bemühen darstellen möglichst eine nette Athmosphäre zu schaffen wo sich jeder wohl fühlt (das würde der Fall sein, wenn wir es mehr und mehr lernen und praktizieren einander zu lieben und zu (er)tragen).  Unsere Aufgabe ist das zu tun, wo Gott uns Wege zeigt und eröffnet und in den Bereichen zu arbeiten, die wir mit Freude auch tun wollen. Und dann ist es Gott selbst, der Menschen zur Gemeinde hinzuführt. Nicht wir.

Weiterhin müssen wir uns natürlich immer alle Fragen, aus welcher Motivation ich einen Dienst in der Gemeinde tue. Will ich hier nur (an)gesehen werden oder tue ich es ganz selbstlos in der Haltung, die Jesu seinen Jünger vermittelt hier nur eine schuldige Pflicht zu tun(getan zu haben). Ehre bei Menschen sollten wir nicht suchen. Trotzdem sind wir natürlich auf Anerkennung und Wertschätzung angewiesen, was wir wohl dann in dem Maße erfahren, wie es Menschen in der Gemeinde gibt, die hier in Liebe zuerst den anderen sehen und nicht vorerst auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse (noch) angewiesen sind.

Zum Schluß möchte ich noch feststellen, das wir manchmal vielleicht den Eindruck bekommen könnten, in dem was wir tun unentbehrlich zu sein. Dann wird Gott hier seinen Finger drauflegen und uns vielleicht erst unseren Hochmut nehmen müssen, damit wir irgendwann wirklich brauchbar sind für das Reich Gottes.


liebe Grüße,
Thomas




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jovetodimama

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Re: jovetodimama will dabeisein

von jovetodimama am 15.01.2018 16:15

Lieber Thomas,

 

ich danke Dir sehr für Deine Antwort!

Mein Vorname ist Birgit, Du kannst mich hier gerne so ansprechen.

Dass Du aufgrund von Kritik aus der freikirchlichen Gemeinde ausgeschlossen wurdest, war sicher eine harte Erfahrung. Diese Praxis bei Freikirchen und Zeugen Jehovas und die der Exkommunikation in der katholischen Kirche befremdet mich immer wieder, auch wenn sie vermutlich auf Stellen im Matthäus-Evangelium zurückzuführen ist (z.B. Mt.5, 23-24 oder Mt. 18, 15-17).

Gemeinde nur so gut funktionieren kann, wie jedes Gemeindemitglied sich aktiv nach seinem Vermögen und mit seinen Gaben in der Gemeinde einbringt. Das es Verantwortliche braucht, die mehr als nur einen exklusiven Kuschelclub pflegen wollen und von Gott in ihrem Dienst gesegnet sind.

Da hast Du absolut recht, genauso ist es.
Glücklicherweise haben wir - neben denen, die träge sind oder im Geheimen intrigieren - durchaus auch einige solcher Gemeindeglieder. Manche von ihnen arbeiten nicht nur für zwei oder drei, sondern schier für fünf.

 

dann ist es Gott selbst, der Menschen zur Gemeinde hinzuführt. Nicht wir.
Danke für diesen Hinweis, denn das ist etwas, was ich noch besser lernen muss: Dinge aus meiner Verantwortung zu nehmen und Gott zu überlassen, speziell da, wo sich Türen für mein eigenes Handeln schließen oder nie geöffnet haben.

Danke für alle Gedanken, die Du hier niedergeschrieben hast. Sie sind für mich wertvolle Impulse zum Weiterdenken und zum Verarbeiten der gegenwärtigen Situation.

Kurz nach Ostern soll in der Gemeinde mit allen, die wollen, eine Sitzung zur Evaluierung stattfinden. Bis dahin gilt es, die eigene Motivation zur Mitarbeit und die Prioritäten zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren und dabei das Unbefriedigende, das Bedrückende und das Belastende geduldig auszuhalten.

LG, Birgit

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pray

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Re: jovetodimama will dabeisein

von pray am 15.01.2018 19:01

Birgit schrieb: Ich habe vier Kinder - Johannes, Verena, Tobias und Dia - deshalb nenne ich mich hier "jovetodimama" - und vielleicht möchte Gott einfach, dass ich weniger Zeit in die Gemeinde investiere und statt dessen wieder intensiver für meinen Mann und meine Kinder dabin.

Hallo liebe Birgit,

wie viele Stunden am Sonntag und auch noch in der Woche(?) hattest du denn in besonders starken Zeiten investiert?

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jovetodimama

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Re: jovetodimama will dabeisein

von jovetodimama am 15.01.2018 20:10

Es waren durchschnittlich wohl 8 Stunden pro Woche, genau kann ich es nicht sagen.
Es gab Spitzenzeiten mit 25 Stunden pro Woche.
Es gab Magerwochen mit 5 Stunden pro Woche.
Derzeit sind es vielleicht 6 bis 7 Stunden pro Woche.

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Cleopatra
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Re: jovetodimama will dabeisein

von Cleopatra am 18.01.2018 08:06

Hallo Birgit (ich schreibe mal Birgit, weil das ein bisschen einfacher auszuschreiben ist ;-D)

Du bringst dich ja schon toll bei uns ein.

Schön, dass du hierher gefunden hast. Wir werden bestimmt noch tolle Gespräche mit dir haben ;-D

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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