Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

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Cleopatra
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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von Cleopatra am 13.04.2018 07:50

Ja, der Meinung bin ich auch.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von Burgen am 13.04.2018 10:07

Gerade spricht ein Mann darüber, wie Jesus ihn im Heimatland und in Deutschland behütet, der viele Fragen stellte um Jesus und den Glauben stellte. 

Inzwischen hat er sich eine Unterkunft außerhalb des Asylantenheims gesucht, zB ein leerstehendes Haus, in dem er ohne Angst, umgebracht zu werden schlafen kann. Auch lernte er durch die Deutschkurse hin und wieder jemanden kennen, dem er ohne Todesdrohung zu erhalten Fragen nach Jesus stellen kann. Das führte dazu, dass er Glaubenden Herzens konvertieren könnte. Seine Frau ließ sich scheiden, seine beiden Kinder leben bei einer Schwester. Die Familie selbst würde ihn töten, würde sein Antrag abgelehnt werden. 

Ich meine, hört und liest man solche Lebensschicksale, kommen mir manche Beiträge wie an den Haaren herbeigezogen vor. 
Der Heilige Geist hat alle Eigenschaften einer Person und weiß Menschen zuleiten und schützen 1. Kor 1 . Er, der Heilige Geist ist der einzige, der Gottes Stimme und Gedanken kennt. Und das hilft uns jeden Tag neu den Alltag zu meistern, wenn er in uns lebt.  1.Kor 12 

Er lebt und schützt. Er kommuniziert mit uns in unseren Gedanken und Bildern. Er gibt Sicherheit, das richtige zu tun, unserem Verstand entgegen. 

LG
Burgen 





Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
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Burgen

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von Burgen am 13.04.2018 10:10

Liebe Solana, 

dein Erlebnis lese ich zum ersten Mal. Das könnte Jesus selbst erzählt haben.  Aus dem Leben genommen und vor Augen ins Herz gemalt. 

Einfach wunderbar hilfreich und lehrreich. 

Danke, dass du es mit uns teilst. 

LG 
Burgen 



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Burgen

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von Burgen am 13.04.2018 11:02

Hier ist nochmal von Petrus sehr gut beschrieben, wie es ist, wenn wir als Christen leben wollen. 

1.Petrus 2, 1-3 (4-5) und ff

So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede 
und
Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, 
auf dass ihr  durch sie wachset zum Heil. 

Das nimmt uns doch tatsächlich in die Verantwortung ! 
Es ist also unser Part, verantwortungsvoll nicht auf uns selbst, unsere Gefühle und Neigungen , zu verharren.
Nicht immer zu denken, o weia, jetzt habe ich schon wieder meiner unerlösten Neigung Raum gegeben ...
Dem Fleisch nachgegeben.

Viel mehr ist die Kommunikation mit dem Geist Gottes aktiv zu sein, nämlich, wie in den Worten des Petrus:
Wenn du hinfallen wirst, halte dich am Tisch fest (dem Wort Gottes, dem Gebet des Herzens), steh wieder auf
und geh weiter - versuch es noch einmal.
Das neugeborene Kind wird nach der fütternden Hand greifen, solange, bis es selber gut Messer und Gabel nutzen kann.

Genau das tun wir auch und dabei werden wir immer mehr erstarken und dem Geist Gottes aktiven Raum geben und aus Glauben, 
nicht aus Vorstellungen oder den Gefühlen leben.  

All dieses haben wir, lerntechnisch gesehen, Abraham zu verdanken.
Er wurde durch seinen Gottesglauben gerecht gesprochen.  Und wir entstammen ihm. 
Jetzt sind wir gerechtgesprochen vor Gott in Jesus Christus.
Weil er uns liebt, können wir ganz gewiss, obige Schlechte Eigenschaften, ablegen und Neues anziehen.
Auch wenn wir vielleicht immer mal wieder hinfallen, die Geduld bewahren, aufstehen, abwenden vom alten.
Die Bibel nennt dies auch umkehren.
Minütlich, stündlich usw. Ohne Krampf und Niederlagengefühle. Es ist der Geist, der uns regieren wird, letztendlich.
Das Vertrauen hab ich in Jesus jedenfalls. 

Lg 
Burgen  

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solana

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von solana am 13.04.2018 11:33

Liebe Burgen, ich freue mich, dass du mit dieser Geschichte etwas anfangen kannst. 

Es ist immer sehr schön und eindrucksvoll, wenn uns Gott gerade in dem, was wir im Alltag erleben, Erkenntnis schenkt, die "gleichnishaft".
Daran versteht man oft viel mehr, als wenn man bspw eine biblische Aussage auseinander nimmt und "theoretisch" überlegt, was das im Einzelnen bedeuten könnte.
Jesus selbst hat ja sehr viel in Gleichnissen gesprochen. 
Und wir können so viel lernen durch das, was wir erleben - auch an ganz benalen Dingen unseres Alltags; das muss nicht ein aufregendes Abenteuer sein mit der Gefahr eines Absturzes.

Vielmehr ist die Voraussetzung dafür unser "Hinhören" und dass wir unseren Alltag bewusst mit Gott gehen, ihn einbeziehen und damit rechnen, dass er da ist und mit uns redet, durch den Heiligen Geist.
Mir sind auch schon viele Dinge klar geworden bei ganz banalen Alltagstätigkeiten. ZB bei Routinearbeiten, die einem lästig sind und die man am liebsten so schnell wie möglich hinter sich bringt, um sich dann "lohnenderen" und "erfreulicheren" Tätigkeiten zuwenden zu können ...
Dabei hat mir Gott sehr viel Freude geschenkt, die unabhängig davon war, wie "schön" die Arbeit war, die ich gerade tun musste. Und mich dabei viel darüber erkennen lassen, woher meine Freude kommt und dass sie dann fehlt, wenn ich sie vom Falschen erwarte .... und was das für Auswirkungen auf mein Verhalten hat, wenn ich unzufrieden werde, weil das, was ich tue, unbefriedigend ist ....

Wenn wir mit Gott in ständiger Verbindung bleiben in unserem Alltag, dann haben wir "sicheren Halt". (nie zu viele "Haltepunkte" loslassen und allein "wurschteln", weil wir es gerade allein können und Gottes Hilfe nicht unbedingt brauchen ....)
Und dann redet er mit uns und führt uns durch den Heiligen Geist, schenkt Erkenntnisse und vor allem ganz viel Freude und inneren Frieden.
Und der Heilige Geist bringt in uns seine Frucht hervor.
Da bleibt dann kein Raum mehr, in dem das Fleisch unbemerkt seine Herrschaft aufbauen könnte.

Und das Schöne ist, dass wir dann "aus der Fülle leben und aus dem Vollen schöpfen" - wenn unser Blick so ausgerichtet ist.
Wenn wir dagegen auf das fokussiert sind, was uns noch fehlt und was uns evtl zu Fall bringen könnte, dann setzt uns das unter Druck, schwächt uns, treibt uns in Angst und Sorge, die viel Energie rauben und richtiggehend lähmen können. Dann leben wir nicht aus der Fülle, die uns geschenkt ist, sondern aus dem "Mangel".

2. Petr 1, 5 So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis
6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit
7 und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe.
8 Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.
9 Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden.

Joh 10,10 Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Cleopatra
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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von Cleopatra am 14.04.2018 10:31

Mir fällt gerade auch ein "Gleichnis" ein.

Gestern haben wir unser Beet wieder schön bestückt.
Schöne, bunte Pflanzen.
Um Unkraut etwas zu verhindern, haben wir das Beet mit Rundenmulch belegt und dann die schönen Pflanzen reingesetzt.

Nun haben wir die Wahl: Erfreue ich mich über die wunderschönen, bunten Pflanzen?
Und wenn ich einmal Unkraut sehe, zupfe ich es eben weg und freue mich weiter?
Oder bin ich in ständiger Sorge, ob nicht doch noch Unkraut wächst und achte die ganze Zeit darauf, sehe an den Pflanzen entlang, ob nicht irgendwo ein böses Unkraut herauswachsen möchte?
Dann verliere ich doch total die Freue über die bunten Pflanzen.

Nein, aloso ich bin mehr der Typ, der eben durch Rindenmulch vorsorgt und sich erfreut.
Und sollte mir dann doch mal etwas auffallen, dann mache ich es eben ganz ohne Sorgen weg und freue mich weiter.

Der Blickwinkel kann schon ganz viel auch mit unserer Haltung und unserer Freude oder eben Sorge machen.

Lg Cleo

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.04.2018 10:32.

solana

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von solana am 14.04.2018 11:24

Ja, Cleo, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch erfahren habe:

Es ist ganz wichtig, was/wen wir "im Auge haben" bei dem, was wir tun - denn davon hängt ab, wie wir uns dabei fühlen und ob unser am Ende Tun erfüllend war oder ob es ein schales Gefühl der Leere hinterlässt oder im Extremfall sogar ganz sinnlos scheint bzw sogar noch negativ, weil es Negatives bewirkt hat, wo wir doch etwas ganz anderes, Positives, damit beabsichtigten ....

Wenn wir etwas tun, um etwas ganz bestimmtes damit zu erreichen, dann ist unser Tun nur dann sinnvoll, wenn es auch den gewünschten Erfolg bringt - sonst war es "umsonst" (oder sogar "kontraproduktiv").
Je mehr von diesem "Erfolg" für uns abhängt, um so grösser wird der Druck auf uns - die Freude beim Tun kann sich nur dann einstellen, wenn der Erfolg kommt, vorher arbeiten wir auf den Erfolg hin, setzen etwas ein an Mühe, Zeit und Energie, von dem noch gar nicht sicher ist, ob es sich überhaupt "lohnt oder vielleicht "verschwendet" ist. Also können wir uns noch gar nicht freuen, sondern müssen uns um den Erfolg sorgen (wir leben dann quasi "in die Spardose": Freude kommst später, jetzt ist Arbeit ...)

Genauso ist es, wenn wir etwas tun, um dafür Anerkennung von anderen Menschen zu bekommen und quasi das Getane "durch die Augen der anderen (in die wir uns hineinversetzen) beurteilen". Und unsere Freude von ihrem Urteil abhängig machen ....

Nur 2 Beispiele.
Aber so ist das, das ist der Normalfall, wenn jemand ohne Gott lebt.
Von irgend woher muss ja der "Sinn" kommen und die Freude, das, was einen im Leben glücklich macht.
Und wenn ein Mensch Christ wird und das in seinem Leben ganz genau so weiter macht, seine Freude und den Sinn seines Leben in den Idealen "der Welt" sucht, dann lebt er "fleischlich".

Als Christen haben wir etwas anderes im Blick, wenn wir ganze Sache mit Gott machen:

Kol 3,17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

1Thess 5,16 Seid allezeit fröhlich,
17 betet ohne Unterlass,
18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Wir tun alles, was wir tun, in "Interaktion" mit Gott. Er ist im Blick, wir tun es für ihn, wir kommunizieren dabei mit ihm und tun es aus seiner Kraft, die wir dabei empfangen und konkret umsetzen.
Dann ist auch nichts "umsonst" getan, wenn es so getan wurde - in Liebe, dankbar und fröhlich auf Gottes Liebe antwortend, die wir in jedem Augenblick erfahren können. Und in dem Wissen:

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Das gibt eine wunderbare Freiheit und inneren Frieden, eine Zufriedenheit, in der ganz automatisch immer mehr Freude aufsteigt und die Augen immer mehr auf all das Schöne hin geöffnet werden, das Gott uns schenkt.

Ich wünsche uns allen, dass wir das immer mehr erleben.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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