Gott versuchen?

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Gott_allein

47, Männlich

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Gott versuchen?

von Gott_allein am 11.02.2018 21:19

Hallo liebe Gemeinde,
brüte seit ein paar Tagen über einer Bibelstelle. Und zwar Maleachi 3 Vers 10. ´Stellt mich auf die Probe«, sagt der Herr, der Herrscher der Welt, »macht den Versuch, ob ich dann nicht die Fenster des Himmels öffne und euch mit Segen überschütte!´ Das Zitat ist aus der Gute Nachricht Bibel. Bedeutet Gott auf die Probe zu stellen das Gleiche wie Gott zu versuchen? Das sollen wir doch nicht.
Freue mich auf Eure Antworten zu diesem Problem.
LG und Gottes Segen

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.02.2018 21:20.

Burgen

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Re: Gott versuchen?

von Burgen am 11.02.2018 23:01


Hallöchen, herzliches Willkommen hier. 

Gott ist nicht zu versuchen. Eher auf die Probe zu stellen.

Das ist sehr gut zu sehen bei Gideon. Er wollte wissen, ob Gott wirklich ihn dazu berufen hatte, sein Volk zu retten.

Jedoch die Menschen lassen sich mehr oder weniger leicht versuchen.

Ua denn sie sehen meist das was vor Augen ist. Jedoch sieht auf des Menschen Herzensgrund.

Und da tummelt sich so allerlei.

Die Maleachistelle bezieht sich darauf von seinem Einkommen den 10. zu geben.
Aus Glauben in das Reich Gottes.
Das ist jedoch ein freiwilliges Geben.
Im Umkehrschluss kann der Mensch oder die Familie feststellen, dass Gott sie nicht untergehen lässt.

Das kann jeder für sich anwenden. In Freikirchen ist dies vielleicht grundsätzlich üblich?
10% des Einkommens in die Gemeinde zu geben.

Es liegt wohl ein Unterschied darin, ob jemand mal eine Spende gibt oder eben regelmässig, egal wie die
Umstände des Lebens gerade sind.

Gruß
Burgen


 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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Pal

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Re: Gott versuchen?

von Pal am 12.02.2018 06:35

Es kommt eben auf die Gesinnung drauf an.
Denn Gott selbst versucht ja auch, doch niemals zum Bösen, sondern eben zum GUTEN! - Ja, zum Allerbesten, wie zB bei Hiob...

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nennmichdu

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Re: Gott versuchen?

von nennmichdu am 12.02.2018 07:00

Prüft mich darin und erfahrt - zur Stärkung eures Glaubens - das ich das zu tun gewillt und imstande bin - was ich hier verheißen habe..




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solana

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Re: Gott versuchen?

von solana am 12.02.2018 11:03

Herzlich Willkommen auch von mir.

Um zu verstehen, was es bedeutet, Gott zu versuchen, ist es gut, die entsprechenden  Bibelstellen aufzuschlagen:

5Mo 6,16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versucht habt in Massa,

Hier die Geschichte dazu:

2. Mose 17, 1 Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. 2 Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? 3 Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt? 4 Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen. 5 Der HERR sprach zu ihm: Geh vor dem Volk her und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. 6 Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. 7 Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht?

Auf dieses - wiederholt berichtete "Murren" des Volkes Israel wird auch im NT Bezug genommen:

1. Kor 10,9 Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie etliche von ihnen taten und wurden von den Schlangen umgebracht.
10 Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. 

Zu den erwähnten feurigen Schlangen steht im AT:

Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege
4. Mose 21,5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise.
6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben. 

Diese Einstellung wird mit "Gott/Christus versuchen"  beschrieben.

Unzufriedenheit, Verdruss und Murren über Gott, ihm nicht vertrauen, nicht dankbar sein für das, was er schenkt ("uns ekelt vor dieser mageren Speise") und ihn quasi so herausfordern und zum Handeln zwingen wollen, Ansprüche stellen.
So ein Umgang mit unserem Schöpfer und Herrn steht uns nicht zu.

In der Maleachi-Stelle ist es anders herum: Gott lädt sein Volk ein, ihm zu vertrauen und das zu tun, was er ihnen sagte. Und dann sehen, wie Gott dieses Vertrauen und den Gehorsam segnet.

Nicht das Geld zurückbehalten, das für Gott, die Priester und den Tempeldienst bestimmt war. Sich nicht dadurch bereichern und so absichern, indem man nichts hergibt.
Sondern zu geben, auch wenn man dadurch erst mal auf etwas verzichtet. Und dann sehen, wie Gott das segnet, ob das Vertrauen belohnt wird:

ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11 Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth. 12 Dann werden euch alle Völker glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth. 

Du hattest bei deiner Frage wahrscheinlich diese Stelle im Hinterkopf:

Mt 4,5 Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels
6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«
7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«

Auch hier wäre es ein Auftreten gegenüber Gott mit einem Anspruch gegangen, mit der Forderung: "Du kannst mich ja nicht sterben lassen, das ist gegen die Verheissung und du brauchst mich ja für dein Erlösungswerk - also jetzt zeig mal, was du machst, wenn ich einfach springe!"
Eine Herausforderung an Gott, mutwillig und ohne Not.

Vielleicht wird so der Unterschied deutlicher?

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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JeanS

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Re: Gott versuchen?

von JeanS am 13.02.2018 17:56

Hallo, hier habe ich auch noch was gefunden, das zum Thema passt:


Was versucht ihr denn nun Gott mit Auflegen des Jochs auf der Jünger Hälse, welches weder unsre Väter noch wir haben können tragen? Apostelgeschichte 15.10


Darum sagte wohl auch Jesus Christus unser Herr bezüglich Joch:

Matthäus 11, 28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Jesus versuchte niemanden,  wie die Schriftgelehrten immer wieder versuchten Jesus zu versuchen um einen Grund zu haben ihn töten zu lassen zu können.

Gruss Hans

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Pal

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Re: Gott versuchen?

von Pal am 14.02.2018 05:49

Der Teufel / die bösen Menschen versuchen zum Bösen.
Gott versucht zum Guten, zu mehr Liebe, Hingabe, Heiligkeit etc.

So ist es möglich, das Gott Abraham versuchte (1.Mo22,1) und Jesus vom Geist (Gottes) in die Wüste geführt wurde, um dort (zum Guten, zur Bewährung) versucht zu werden. Aber die Motivation dahinter war rein positiv...

Der Teufel hingegen meint es, mit seinen Versuchungen, rein negativ!

mM

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nennmichdu

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Re: Gott versuchen?

von nennmichdu am 14.02.2018 07:12

Guten Morgen Pal, liebe Leser,


in der Eingangsfrage stand das Wort "prüft mich darin - versucht mich darin doch zu testen" im Zusammenhang damit, das man Gottes Verheißungen auch im nachhin als gut erfahren kann, wenn man sich darauf einlässt, ihm erstmal (in Maleachi den Zehnten) zu geben, um dann zu erfahren , das er einen dann auch segnen tut (finanziell).


Versuchung - im Sinne von den Ausführungen im Jakobusbrief - ist dann etwas ganz anderes.
Hier werden wir von den Begierden unseres alten Adams versucht, etwas zu tun (Augenlust, Fleischeslust, Stolz) was - wenn wir diesen Begierden nachgeben, dann zur Sünde werden kann.  In eine Position zu Gott uns führt (in eine Trennung von Gott uns hinein begeben lässt - Sünde=Trennung) aus der heraus  wir dann etwas tun können (siehe auch: wer in Gott bleibt, der sündigt nicht), worin wir  dann Gottes Gebote verletzten (schuldig am Nächsten/an Gott werden).

Der Teufel nun klagt uns in diesen Sünden an. Dort wo unser Gewissen dann nicht mehr zur Ruhe kommt.

Nun aber ist der Verkläger unserer Sünden gerichtet und besiegt worden von Jesus Christus. Er kann uns nicht mehr verklagen - dort, wo wir unsere Sünden Gott bekennen und nun Vergebung empfangen - weil wir wissen das Jesus uns unsere Sünden vergeben hat. Sühnung dafür erwirkt hat. Damit bringen wir unser Gewissen und den Teufel dann zum schweigen.

Also der Teufel wird immer wieder mal - wie auch bei Jesus - uns in Situationen, die uns begegnen mit unseren Begierden konfrontieren, sodass wir hier immer wieder aufgefordert sind, ganz auf Gott zu vertrauen und alles aus seiner Hand zu nehmen.

Aber grundsätzlich ist der Teufel durch Jesus Christus - seinen Tod am Kreuz - entmachtet worden. Und wir werden ihn dadurch den Kopf zertreten - ihm seine Anschuldigungen in den Boden stampfen, weil sie dort, wo wir unsere Schuld bekennen, jegliche Möglichkeit verloren haben, uns bei Gott - nach oben - zu verklagen.

Abraham wurde von Gott geprüft auf die Echtheit und die Tiefe seines Glaubens, als Gott von ihm wissen wollte, ob er (Gott) Abraham wichtiger war, als sein Sohn Isaak (als er diesen opfern sollte). Wieder etwas anderes.


liebe Grüße,
Thomas

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Burgen

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Re: Gott versuchen?

von Burgen am 14.02.2018 10:20

Hallöchen 

Joh 8,6 
Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, aufdass sie eine Sache wider ihn hätten. 
Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.

Apg 5,9 
Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins geworden, zu versuchen dan Geist des HERRN? 
Siehe, die Füsse derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden dich hinaustragen.

Offb 3,10 
Dieweil du bewahrt hast das Wort meiner Geduld, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung,
die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. 


Hier leuchtet auf, wie leicht wir selbst versucht werden können,
Gott aber belohnt, welche fest in seinem Wort verankert sind und seinem Sohn vertraut. 



 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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Gott_allein

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Re: Gott versuchen?

von Gott_allein am 17.02.2018 09:41

Vielen lieben Dank für all Eure Antworten. Ich werde darüber nachdenken und beten.
LG

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