Sündenvergebung an erster Stelle des Glaubens an Jesus? Oder ihre Wichtigkeit?

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Burgen

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Sündenvergebung an erster Stelle des Glaubens an Jesus? Oder ihre Wichtigkeit?

von Burgen am 19.02.2026 23:17


Cleo schrieb: Wir machen einen Unterschied, wie groß eine Sünde ist, wie schwer sie wiegt.
Aber da Gott heilig ist, kann keine einzige Sünde bestehen, und sei sie auch so klein.

 

ja, dieser Satz von Cleo ist schwer - sie zu verstehen noch schwerer ;)

Warum? Weil er den großen Unterschied zwischen dem AT ohne der Geburt Jesus und dem NT mit der Geburt Jesus verdeutlicht.

Man könnte es auch so ausdrücken:
Im ersten Bundesteil lesen wir die Geschichte, wie Gott 'ursprünglich' wollte, dass der Mensch zusammen mit IHM leben sollte. Da jedoch durch eine Schlange, einem Tier scheiterte. Dabei hatte der Mensch den Auftrag bekommen - über Tiere zu herrschen, sie zu bewahren und behüten. Jedoch hat er auf das Tier gehört und war ihm letztlich gehorsam. Der Mensch entdeckte für sich, dass es ausserhalb Gottes Gehorsam etwas gab, welches er über das Leben mit Gott stellte.
Seine Seele wurde 'vergiftet'. Wir sehen, lesen die Folgen danach bis in das Buch Maleachi hinein. Nun war der Mensch Gott (und anderen) gegenüber als sündig definiert.

Allein würde der Mensch nicht aus diesem Zustand, nirgendwo in dieser Welt, da jemals herauskommen. Und schon innerhalb der ersten Kapitel der Bibel, wobei die Kapitel und Versangaben jahrtausende später hinzukamen, hatte Gott der Schöpfer, Richter, König, Vater schon beschlossen, die Menschen zu lieben, ihnen Treue zu erweisen - er verfluchte, und dieser Fluch reichte eigentlich bis in die Zeit der Kreuzigung Jesu hinein. Jesus zertrat der Schlange den Kopf.

Und das was dann geschah, Jesus liebte, zeigte sich den verlorenen Seelen in der Unterwelt, kam sichtbar in seinem neuen Leib seinen ehemaligen Jüngern usw. nachzulesen und neu zu lesen in der Apostelgeschichte.

Ja, Sünde blieb Sünde. Jedoch kam nun Gnade in die ganze weitere Zeitenwende hinein, hinzu. Er war jetzt nicht mehr der Verurteiler, der Rächer. Das blieb weiterhin den 'normalen' Menschen überlassen.
Jetzt jedoch kann Jesus seine Liebe zu Menschen ausleben, in dem er die ursprünglichen Sünden, Flüche, Verdammnisse, und auch Krankheiten auf seinen eigenen Leib, in seine eigene Seele der Toten und Lebenden auf sich genommen hat.

Er hat, sein Leben für die nachgeborenen ebenfalls gegeben. Und jetzt leben wir aus seiner Gnade Gottes heraus, Gottes Geist in uns, wenn wir IHM glauben und nachfolgen, lebt wie ein Hauch in uns, den Menschen, die mit ihm und in ihm leben wollen. Das ist eine Entscheidung und macht uns alle zu Priestern, Evangelisten, Missionaren. Die ursprüngliche Sünde ist vergeben, vergessen, mit seinem Blut sozusagen eigenhändig bedeckt, abgedeckt.

Jetzt richten wir unser Denke und Handeln auf IHN uin uns aus. Fällt jemand in alte sündige Denkweisen und Handlungen, wird der Heilige Geist ihm das 'mitteilen', und sofort oder nach vier Wochen oder so, kann der Mensch sich erneut durch Worte, der Liebe und Dankbarkeit sich IHM zuwenden. Ähnlich wie in einer lebendigen, gottesfürchtigen menschlichen Familie. Denn das ist es, was Gott Vater ursprünglich mit seinen Kindern leben wollte.

Inzwischen sind wir zwar Kinder, wachsen jedoch zu gottesfürchtigen, liebenden, teuen und wahrhaftigen erwachsenen Menschen heran. Der Geist Gottes ist nicht als männlich, weiblich oder kindlich zu bezeichnen. Das ist die von Menschen gemachten Einteilung und hatte Unterdrückung der Frauen und auch Kinder zur Folge.
Der Geist ist Geist von Jesu Geist.
Die Seele hingegen jedes Menschen entwickelt sich - seine Gefühle, seine Erfahrungen, sein Verstand usw. Man weiß, dass das Gehirn und seine Verschaltungen erst so ungefähr ab 30 Jahren voll ausgebildet sind.

Und wer innerhalb dieser Zeit Jesus kennenlernt ist klar auf der eigentlich besseren Seite ;)


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

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Re: Sündenvergebung an erster Stelle des Glaubens an Jesus? Oder ihre Wichtigkeit?

von Burgen am 19.02.2026 23:56


Sündenbewusstsein, Sündenvergebung  

Habe an Jesus in seinem Erdenleben gedacht.
Dazu fiel mir ua der sogenannte reiche Jüngling ein und andere Beispiele. Es ist wohl nicht bekannt, dass er je gesagt hat, bevor du mit mir auf Wanderungen gehen kannst, bevor ich dich heilen werde, musst du zu allererst deine Sünden bekennen. Erst dann werde ich für dich der Herr und der Heiland sein. 

Das war vor seiner Auferstehung nicht das Thema. 
Später, nach Ausgießung des Heiligen Geistes konfrontierte Petrus die umstehenden Menschen, Männer von Judäa und die, welche in Jerusalem wohnten, mit den Ereignissen um Jesus herum und stellte klar, welch Bedeutung Jesus bis über den Tod und die Auferstehung hat. 
Petrus predigte, die Menschen hörten zu. 
Seine Predigt war derart 'einschlagend', dass die Reaktion total war und fragten, was sie denn nun tun sollten - um ihre aufgewühlten Herzen samt Verstand zur Ruhe und zum Frieden kommen könnte. 

Apg 2, 37b - 38.39  40-41
Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?  

Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. 

Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. 

Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte und sprach: 

Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! 

Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen. ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.  

Weiterhin wird erzählt, dass sie beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten blieben. V42  


Die Predigt des Petrus enthielt die Wahrheit, ihnen wurde vor Augen gemalt, wie verderbt, verdreht  sie vorher gelebt, gedacht und gehandelt hatten. 

Das ist natürlich nicht heute ebenso. Aber ähnlich. Besonders in Afrika und Asien teilweise, wo die Menschen so auf Predigten reagieren. 

Und bei uns geht es gerade darum, dass im öffentlichen Raum Kreuze und andere Zeichen des Christseins abgeschafft werden soll. Die Gerichte sind gerade dabei, dies zu beschließen. 






Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Re: Sündenvergebung an erster Stelle des Glaubens an Jesus? Oder ihre Wichtigkeit?

von Burgen am 20.02.2026 09:42



 Ist Gott ein Rächer?  Diese Frage könnte man mit 'Ja', natürlich, beantworten. 
Aber das ist nicht so, obwohl es auf den ersten Blick so aussehen könnte. 

mit KI nachgefragte Antwort

Das Kreuz markiert tatsächlich einen entscheidenden Wendepunkt 
zwischen Altem und Neuem Testament, allerdings nicht als radikaler Bruch, 
sondern als Erfüllung und Transformation.

 

Der Akt des Bundesschlusses im Neuen Bund wird durch das Kreuz konstituiert1,
während das Alte Testament auf diesen Moment hinweist. 
In Jesu Kreuz offenbart sich Gottes Liebe 2 auf eine Weise,
die das Alte Testament vorausschattete, aber nicht vollständig enthüllte. 
Paulus betont die Unvollkommenheit des Alten Bundes und argumentiert, 
dass Christen unverhüllt auf die Herrlichkeit des Neuen Bundes blicken können—auf Jesus selbst 1

(Selbst hier könnte man die Kluft zwischen uns erkennen?)

Der entscheidende Unterschied liegt in der Qualität der Offenbarung. 
Es besteht ein bedeutsamer Unterschied,
ob man mit den Psalmen in der Zeit der Verheißung oder in der Zeit der Erfüllung steht; 
wer den Rachepsalm in der Erfüllungszeit betet,
weiß, dass Gott sich in seinem zornigen Gericht 
am Kreuz Recht verschafft hat und dieser Zorn uns zur Gnade geworden ist 2.

Bei Paulus findet sich eine Theologie des Kreuzes: 
Das Kreuz ist für Nichtglaubende ein "Ärgernis" und eine "Torheit", den Glaubenden aber 
das durch den Geist geoffenbarte Geheimnis der göttlichen Weisheit 3.
Dies zeigt, dass das Kreuz nicht einfach das Alte Testament negiert, 
sondern dessen tiefere Bedeutung enthüllt—besonders hinsichtlich 
Gottes Gerechtigkeit und Liebe, die sich in der Stellvertretung Christi manifestieren. 

zu 1
Klaus Berger, Paulus (München, Germany: C.H.Beck, 2016), 53–54.
zu 2
Dietrich Bonhoeffer, Gemeinsames Leben; Das Gebetbuch der Bibel, hg. von Gerhard Ludwig Müller und Albrecht Schönherr, Dietrich Bonhoeffer Werke (Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2015), 130.
zu 3
Herbert Vorgrimler, „Kreuz", in Neues Theologisches Wörterbuch (Freiburg; Basel; Wien: Herder, 2008), 373. 

Zum Thema las heute eine Andacht, die die 'ismen' bezüglich des Terrorangriffs auf die Towertürme im Blick hatte. Und Folgen bis in die Gegenwart aufzeigt, wie zB Traumen der Überlebenden und betroffenen Familien, ja des Volkes, sich wie eine Decke über unglaublich viele Menschen zudeckte.  

Da fragt man sich doch auch, wie ist es möglich,
dass Jesus selbst diese ganzen Schulden auf das Kreuz damals, heute und übermorgen legen kann? 

Wie kann man mit so einem gewaltigen Trauma, sei es groß oder scheinbar klein, weiterleben? 






Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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