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nennmichdu

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 28.04.2018 11:01

Hallo Cleopatra,


nur der Form mal halber. Wenn ich im Gespräch mit Beroeer auf ihn Bezug nehme, dann kann ich lediglich IHM etwas "unterstellen" und nicht wie du es mit dem "WIR" ausgedrückt hast, mehreren anderen auch noch.

Ich nehme Bezug auf Beroeers Gedanken. Stelle fest, das er Hiobs Rechtschaffenheit und Frömmigkeit in den Vordergrund stellt und weise dann daraufhin, das Hiob trotz seiner Rechtschaffenheit und Frömmigkeit und Untadeligkeit ein Sünder ist und bleibt und darüberhinaus auch kein Anrecht auf Gottes Segen hat.

Und daraufhin fragst du mich, ob ich es vielleicht so verstehen würde, das Beroeer behauptet hätte, das Hiob sündlos war.
Nein, denn hier stelle ich lediglich fest, das Beroeer aussagt, das Hiob unschuldig ist und unverdienter Weise hier geprüft wird. Und der eigentliche Punkt ist ja, das Beroeer hier ursächlich den Teufel sieht. Der hier die Prüfung will und einfordert.

Und hier sage ich, das es nicht der Teufel ist, der Hiob prüft, sondern Gott. Er lenkt die Aufmerksamkeit Gottes im Gespräch mit Satan auf Hiob ("Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob..) und er bestimmt wieweit Satan bei Hiob gehen kann. In welchem Umfang er Hiob Leid zufügen darf.


Thomas

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 27.04.2018 13:16

Hallo Cleopatra,


Kann es sein, dass du es so verstehst, als würden wir behaupten, dass Hiob sündlos und quasi "heilig" war? Also quasi ein Anrecht auf den Himmel, weil er so gut war?


Ersten habe ich mich allein auf Beroeer bezogen. Insofern verstehe ich dein "als würden WIR behaupten" nicht. Zweitens ging es darum, das Berooer sehr darauf herum ritt, das Hiob untadelig, fromm und rechtschaffen war. Das bestreitet auch keiner.  Aber er sollte halt Gott noch besser kennen lernen. Und erfahren, das er aufgrund seines untadeligen Lebenswandels halt kein Anrecht auf Segen hat. Und hier kommt dann die Gnade ins Spiel.

Hiobs Prüfung hatte also einen Grund. Und es war halt nicht die Idee vom Satan, hier Hiob einfach mal zu quälen, sondern Gott verfolgte einen Plan mit Hiob.

Thomas

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nennmichdu

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 27.04.2018 13:04

Hallo Beroeer,


unsere Ausgangsfrage war ja, ob der Teufel eigenmächtig Hiob prüft - um ihn zu verderben, oder ob Gott den Teufel dazu benutzt, Hiob einer Prüfung zu unterziehen, die letztendlich in Gottes Sinne ist, auf das Hiob am Ende etwas dazu lernen möge.

Ersteres kann ich aus dem Bibeltext nicht ableiten. Gott ist derjenige, der das Augenmerk Satans auf Hiob lenkt ("Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob..."). Nicht umgekehrt. Gott bestimmt den Umfang des Leides - nur seine Gesundheit taste nicht an ... nur sein Leben verschone...

Wichtig war mir hier festzuhalten, das der Teufel, der Satan, nicht schalten und walten kann, wie er will. Es werden ihm klar Grenzen gesetzt - von Gott. Auch die Offenbarung zeugt davon, das in den Gerichten Gottes den Finsternismächten klare Zeiten und Grenzen gesetzt werden, wo, wann und in welchem Umfang sie den Menschen Schaden zufügen dürfen.


Wieso weist Gott dann zu Beginn des Dialogs mit Satan nicht auf einen Makel Hiobs hin, den es zu korrigieren gilt – durch ihn?


Das Hiob in seiner Vorstellung, das seine Frömmigkeit nichts anderes als den Segen Gottes verdienen würde, falsch lag, hier ein Makel behoben werden musste, ist doch Fakt. Das er kein Anrecht auf Segen hat, nur weil er untadelig lebte.
Die Prüfung führte Hiob am Ende ja dahin, das er sein "Geschwätz" verwarf. Das er sagen konnte, nun hat mein Auge dich gesehen. Nun erkenne ich klar, wer und wie du bist. Das war ja das Ziel Gottes mit Hiob, das er am Ende seiner Prüfung dahin gelangte. Gott besser kennenzulernen. 
Alles diente hier Hiob am Ende zum Guten. Er ging gesegneter aus der Prüfung hervor. Hatte am Ende mehr Besitz als zuvor.



Wenn aber Gott Menschen prüft, dann geht er angemessen vor und er bedient sich vieler „feiner Abstufungen" der Korrektur.


Auch die Prüfung bei Hiob bleibt stets angemessen. Denn Gott sagt ja immer ganz klar, wie weit der Satan gehen darf. Was er tun darf und was nicht.



Über Gott heißt es im Gegensatz dazu interessanterweise: Jakobus 1 13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand.


Das sind zwei verschiedene Sachen. "Versucht" werden wir von unseren eigenen Begierden. Prüfungen kommen dann aber von Gott.



Wenn Gott prüft (wie weiter oben beschrieben) , will er veredeln, wenn Satan prüft, will er sadistisch quälen und vernichten.


Ich möchte hier nocheinmal festhalten, das alles, was geschieht, von Gott aus geht. Nicht vom Satan.

Klagelieder 3,
37 Wer darf denn sagen, dass solches geschieht ohne des Herrn Befehl
38 und dass nicht Böses und Gutes kommt aus dem Munde des Allerhöchsten?


Der Gedanke, dass Satan hier Macht hat, seinen freien Willen ausleben darf, scheint mit der Allmacht Gottes zu kollidieren. Nur, im anderen Fall, sollte der Teufel und auch alle anderen Geschöpfe nicht (relativ) frei handeln können, weil dies Gottes Pläne stören würde, ruft das natürlich eine andere Überlegung hervor: Dann könnte man behaupten, Gott sei nicht allmächtig, weil er keine Geschöpfe mit einem freien Willen schaffen kann.


Dürfte er ihn wirklich ausleben, wäre Hiob wohl sehr schnell gestorben. Der Teufel und die Engel haben zwar die Möglichkeit zu entscheiden, wem sie dienen wollen. Und der Teufel hat sich ja hier gegenüber Gott verweigert. Rebelliert. Aber was sie dann tun können, das geschieht nur in den genau festgelegten Grenzen, die Gott ihnen zur Verfügung stellt. Und das ist zumindest für mich ein sehr tröstlicher Gedanke.

Gottes Allmacht würde dann weiterhin auch nicht ausschließen, wenn Gott Wesen schafft, die keinen freien Willen hätten. Deswegen kann ja Gott trotzdem allmächtig bleiben. Es kann ihm ja keiner vorschreiben, wie er die Welt und Menschen/Engel erschafft.
Und ganz so frei, wie wir oft meinen, ist der Wille ja dann auch nicht. Wenn ich allein daran denke, was Paulus schreibt (das Gute was ich tun will, tue ich nicht, sondern das Böse, was ich nicht tun will, tue ich).


Gruß
Thomas

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nennmichdu

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 22.04.2018 11:37

Hallo Beroeer,


ich kann noch nicht recht verstehen, wie du dem Satan soviel Souveränität und Machtfülle einräumen willst, als ob er willkürlich Menschen Schaden zufügen kann, sie in leidvolle Prüfungen führen dürfte.

Der Satan tritt vor Gott und bittet um Erlaubnis Hiob prüfen zu lassen. Ja, letztendlich bleibt es Gott selbst, der hier die Prüfungen kommen lässt:

Hiob 1,
11 Strecke (du, Gott!) jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht!

Gott möge also seine Hand ausstrecken und Hiobs Prüfungen einleiten - nicht der Teufel. Und Gott erlaubt es dann dem Teufel, hier ganz gezielt - erst Hab und Gut und Kinder und dann Leib und eigene Gesundheit anzutasten.

Hiob 1
12 Da sprach der HERR zum Satan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur gegen ihn selbst strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN fort.


Und das finde ich nun wieder sehr tröstlich, das alles, was einem Menschen an leidvollen Prüfungen wiederfahren kann, an Gott zuvor vorbei muss. Von ihm abgesegnet und gebilligt werden muss. Das hier der Teufel nicht nach eigenem Gutdünken Menschen quälen darf.


Weiterhin sprichst du immer davon, das Gott Hiob als rechtschaffen und fromm bezeichnet. Vergisst aber, das auch Hiob ein Sünder wie jeder andere Mensch auch war. Und damit halt nicht durch seine guten gerechten Taten vor Gott bestehen kann, oder hier ein Anrecht auf Segen geltend machen kann.

Wenn Gott uns segnet, uns ansieht, uns zu ihm zieht, uns in den Stand von Gotteskindern bringt, dann ist das alles Gnade und nicht auf den Verdienst unserer Werke zurückzuführen. Und hier liegt auch ein Irrtum Hiobs begründet. Das er halt meinte, Gott müsse ihn segnen. Weil er sich nichts hat zu schulden kommen lassen.


Gruß,
Thomas

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 21.04.2018 18:55

Hallo Beroeer,


wenn Satan hier der Urheber von Hiobs Prüfung wäre, würde Gott nicht allmächtig sein und hilflos den Forderungen Satans ausgeliefert sein, Menschen Schaden zu fügen zu wollen.
Gott lässt es zu, das der Teufel Hiob prüfen darf. Weil Gott selbst hier diese Prüfung will, aus der Hiob ja gestärkt und gesegnet hervor geht, letzten Endes. Was auch im Plan Gottes lag. Das Hiob am Ende sagen konnte, nun hat mein Auge dich gesehen. Das Hiob erkennt, das vor Gott jeder Mensch schuldig ist und hat kein Anrecht auf Segen hat, wenn er gute Taten vorweist.

Und auch wenn Hiob von Gott als rechtschaffen, fromm und gottesfürchtig herausgestellt wird. Er bleibt ein Sünder. Ein Mensch, der immer wieder auch einmal fehlen wird, der nicht nur Gutes tut (wie es in Prediger 7,20 heißt). So wie es seit dem Sündenfall für alle Menschen gilt - Hiob eingeschlossen. Und wie es auch in Jesaja 53,6 heißt: Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

Züchtigung erfahren, oder durch Prüfungen Gottes gehen, betrifft nun alle Gottes Kinder (Offb 3,19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Heb. 12,6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt).
Hiob ist hier ein Beispiel. Und ich kann nicht sagen, das Gottes Prüfung mit Abraham (als dieser seinen Sohn opfern sollte) hier - wie Du sagst - angemessener und schonender war, als bei Hiob. Abraham muss das Schlimmste auf diesen mehrtägigen Marsch zum Opferplatz durchgemacht haben. Da würde ich Hiobs Leid und Prüfung noch hinten anstellen.


Wenn Gott Hiob „beispiellos „untadelig" bezeichnete, wieso sollte er dann überhaupt geprüft werden, noch dazu beispiellos?


Hierzu fällt mir Jesu Aussage aus Johannes 15 ein:

2 Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe.


Das also auch ein Hiob am Ende Gott noch tiefer kennenlernen konnte. In seinem weiteren Leben noch mehr Frucht bringen konnte. Weil er erkannt hatte, das er sich Segen nicht verdienen konnte. Das es nicht auf seine guten gerechten Taten ankam. Das es um Gnade geht. Seine Fürbitte bei Gott um Gnade seinen drei Freunden dann half. Auf das Gott ihnen nicht schimpfliches antat. Das es dem Gerechten im Leben ergehen kann, wie dem Ungerechten (Prediger 8,14). Und das kein Mensch letztendlich vor Gott bestehen kann, wenn Gott ihm nicht gnädig ist.  Wenn er letztendlich in Jesus nicht einen Fürsprecher findet, der ihn mit Gott versöhnt.


Gruß
Thomas

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 14.04.2018 11:09

Hallo Beroeer,



mein Punkt war der, inwieweit der Satan aus eigenem Ermessen und Gutdünken die Menschen, die fromm leben wollen, Gottes Gebote zu halten suchen, versuchen und quälen darf. Oder ob es nicht vielmehr Gott selbst ist, der hier den Anfang und das Ende bestimmt. Dem Treiben und Wirken Satans Grenzen setzt.

Und du schreibst es ja selbst:

Gott lässt die aufgeworfene Frage klären, indem er Satan gestattet, Hiob unter Druck zu setzen – wobei er eine Grenze setzt: Das Leben dürfe er ihm nicht nehmen.


Gott muss erst dem Satan erst grünes Licht geben, damit dieser dann - als Werkzeug Gottes - zur Prüfung des Glaubens Menschen in Nöte bringen darf.


Nein, nicht Gott pickt sich einen seiner Treuen heraus und veranlasst dann, dass er auf sadistische unbarmherzige Weise gequält wird. Das macht eher Satan und er kann noch viel mehr entscheiden - was nicht heißen muss, das Gott nicht der eigentliche „Herr des Verfahrens" ist.


Satan hat sich alle Menschen auf der Erde angeschaut. Und nun spricht Gott Satan auf Hiob an. Nicht der Satan ergreift hier die Initiative, sondern Gott stellt dem Satan Hiob vor Augen. "Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob...?" Und dann erlaubt Gott dem Satan Hiob zu prüfen. Er ist es wieder, der dem Teufel es erst zulassen muss, wenn dieser Menschen in Anfechtungen und Prüfungen bringt. Der Teufel kann also nicht aus eigenem Ermessen und Gutdünken handeln. Das fand ich wichtig festzuhalten. Das hinter allem, was uns wiederfährt, Gott steht. Das nichts geschieht, ohne das Gott selbst es zulässt und für gut erachtet. Denn sonst wäre auch nicht Gott der Allmächtige, der alles in seinen Händen hält, sondern der Teufel.


Wenn Gott Treue prüft, dann aus anderen Gründen und auf ganz andere Weise.


Diese Aussage verstehe ich jetzt nicht. Gott prüft Treue aus anderen Gründen? Und auf andere Weise?  Im Buch Hiob wird doch sichtbar, das Gott sich des Satans bedient, um Hiob zu prüfen. 
Und auch deine Aussage zuvor - " und Satan kann noch viel mehr entscheiden..." verstehe ich nicht. Satan kann nur das tun und machen, was Gott zulässt. Und das ist für uns Gläubige ein großer Trost. Das nichts geschieht, was Gott nicht will und für gut heißt.


Thomas

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Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes

von nennmichdu am 11.04.2018 19:49

Gedanken zur Offenbarung Kapitel 8 und 9 (teils mit Gedanken und Ausführungen aus einem Buch von Johannes Schneider "Die Offenbarung Jesu Christi")


In diesen beiden Kapiteln der Offenbarung wird von den ersten 6 von 7 Posaunengerichen Gottes berichtet. Die immer wieder schon in der Weltgeschichte partiell als Zorngerichte Gottes über die Menschheit einher gingen. Hier - zur letzten Zeit - dann aber noch einmal in besonderem Ausmaße und Umfang.

Kapitel 8 beginnt mit den ersten 4 Posauen, die die Erde, das Meer, die Wasserquellen und die Gestirne betreffen. Hier in einer Zeit der sich zuspitzenden Menschheitsgeschichte, in der der Satan zum Schluss immer mehr Zulauf und Einfluß gewinnt und die Menschheit, die von Christus nichts wissen will, in diesen Verführungen Satans gestraft wird.

Die Erde, die mit Hagel, der mit Blut und Feuer vermischt ist, verbrennt, steht nicht nur für das Ackerland sondern auch im weiteren Sinne für die Landwirtschaft, Industrie, Technik und den Handel. All das, was dem Menschen aufgetragen war zu bebauen, zu bewahren, sich untertan zu machen im Sinne die Erde zum Nutzen aller zu hegen und zu pflegen durch all die technischen Errungenschaften, ist am Ende der Zeit pervertiert worden vom Menschen. Habsucht, Geldsucht, Genußsucht, zu schrankenlosem Sichausleben, zur Selbstverherrlichung, ja, zur Selbstvergottung, ganz im Stil eines Nebukadnezars: "Das ist mein Babel (meine Welt), das ICH erbaut habe mit MEINER Macht und MEINER Herrlichkeit". Ja, das ist die Signatur der Welt in dämonischer Steigerung: eine Höherentwicklung, der Hölle zu! Ein (endzeitlicher) Aufstieg in rasendem Tempo, der dem furchbarsten Absturz ins Verderben entgegenrast.

Ein Drittel der Kultur wird zerschmettert. Industrie und Technik, eigentlich zum Segen gedacht, dienen der Zerstörung. Rohstoffe werden ausgebeutet und einseitig verteilt zum Krieg und zur Zerstörung verwendet.

Das Meer im zweiten Posaunengericht steht dann auch für das Völkermeer. Die Nationen in ihrer Vielgestaltigkeit und Mannigfaltigkeit, die sich aber nun zunehmend nicht mehr achten und anerkennen, sondern gegenseitig unterdrücken. Die Stärkeren über die Schwächeren herrschen. Die Freiheit wird unterjocht. Die Macht wird zum Gott der Nationen. 
Im zweiten Posaunengericht fällt nun ein großer Berg - eine neues gewaltiges Reich, eine neue Großmacht - ins (Völker) Meer. Die Verbindungen zwischen den Nationen brechen ab. Jedes Land wirtschaftet zunehmend nur noch für sich selbst (wie sehen das aktuell in den USA und in vielen anderen Ländern als Trend).

Das dritte Posauengericht trifft die Wasserquellen der Menschheit. Ein Sinnbild für die geistige Quellen, die den Lebensdurst der Menschheit stillen sollen. Jesus, für uns die Quelle lebendigen Wassers. Der nun nicht mehr gesucht wird, sondern sich die Menschen "angehauene Brunnen, die löricht sind und kein Wasser haben" graben. Süßvergiftete Quellen (Wermut - Bitterkeit) stehen für falsche widergöttliche Irrlehren und Weltanschauungen, die den Geist des Menschens vergiften, verzaubern und täuschen.

Das vierte Posaunengericht betrifft Sonne, Mond und Sterne, wovon der dritte Teil verfinstert wird. Die Gestirne, besonders die Sonne werden in der Schrift öfters genannt als Bild der Erkenntnisquellen der Menschen: als Bild des Verstandes, der Vernunft, der Wissenschaft. Aber hier dient es nicht dazu Gott, Jesus Christus zu erkennen. In der menschlichen Hochmut, selbst so sein zu wollen wie Gott, fällt die Menschheit hier zurück, nicht nur ins grobe Heidentum, auch nicht nur in ein christlich gefärbtes Neuheidentum, sondern sinkt in das Antichristentum, den größten Betrug Satans, von dem in den nächsten drei Posaunengerichten die Rede ist. "Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden". - "Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, das sie glauben der Lüge, das sie gerichtet werden, alle die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit."

In der fünften Posaune (Kapitel 9) fallen nun ungebremst die dämonischen Mächte (das, was zuvor noch durch den heiligen Geist gebremst/zurückgehalten wurde) über die Menschen ein. Das sie gequält und dann in der Zeit der sechsten Posaune zu einem Drittel dann auch getötet werden.
Heuschreckenschwärme die hier sinnbildlich in unsere Gedankenwelt einfallen und Zweifel an Gott, Auflehnung und Ungehorsam hervorrufen. In den Menschen dann eine Gottesferne hervorrufen, die einst schon einen Judas, nachdem er Jesus verraten hatte und der Satan in ihn fuhr, dann keinen Ausweg und Sinn mehr im Leben erblicken ließen und in größter Verzweiflung in den Selbstmord trieben.

So trachtet Satan je und je danach, auch heute, ganze Völker und Zeiten durch satanische Geistesströmungen, Gedankensuggestionen, Ideologien zu überschwemmen, wie mit Heuschreckenschwärmen, um so das göttliche Wahrheitslicht zu verdunkeln, die Herzen und Sinne und Gewissen der Menschen zu verfinstern, zu bezaubern, zu betören.

Die beschriebene Gestalt der Heuschrecken, Kronen wie aus Gold, verweisen auf Täuschung (Glanz ohne Eigenlicht), Lüge, - "ihr Antlitz gleicht einem Menschenantlitz" scheinen nur vernünftig, natürlich, menschlich und sind doch satanisch. Verknüpft mit verführender betörender Sinnlichkeit (Frauenhaar). Zähne wie Löwen - reden von sozialer Gerechtigkeit und Verbrüderung, um sich hernach gegenseitig umso besser zerreissen zu können und Beute an sich zu ziehen. "Sie rasseln mit Flügeln"  - prahlerisch, anspruchsvoll, hochtönend - der Lärm und das Getue, was die innere Leere zu verbergen sucht.
Sie stehen "wie die Skorpione" von hinten her mit ihren Schwänzen. Man kann diese satanische Geistesbewegungen nicht von vorne fassen, in ehrlichem Kampf. Sie sind, wie ihr Urheber, der Vater der Lüge, lügenhafte Gebilde, voller Ränke und Betrug. 

Die Versiegelten (an der Stirn) sind dann die Menschen, die hier noch von Gottes heiligem Geist versiegelt, zu Gott finden/gefunden haben. Die christliche Gemeinde als ganzes ist zuvor schon entrückt (beiseite genommen) worden. Die in und bei all diesen Plagen und Gerichten bewahrt werden und hindurchgehen. So wie auch die Israeliten unter Mose von den Plagen, die die Ägypter traf, verschont blieben.

Kapitel 9 endet dann:

20 Und die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer Hände, dass sie nicht anbeteten die bösen Geister und die goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Götzen, die weder sehen noch hören noch gehen können,
21 und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.

Mit der Verstockung der Menschen, die von diesen Gerichten geplagt wurden. So wie auch der Pharao immer wieder verstockt wurde - sich verstocken ließ - Israel nicht ziehen zu lassen. Sie hatten einst die Möglichkeit noch gehabt. Aber es gibt dann wohl für jeden Menschen einen Zeitpunkt im Leben, wenn er wiederholt sich dem Reden Gottes verschließt, das er dann irgendwann keine Möglichkeit zur Umkehr - zur Hinwendung zu Gott mehr finden kann.

Tröstlich in all diesen Gerichtsworten ist, das Gott selbst Zeit und Stunde bestimmt. Das die Engel Gottes den satanischen Mächten in genau bestimmtem Umfang Freigabe erteilen - das es nicht in Satans eigenen Möglichkeiten und Ermessen liegt, wann er was an Menschen tut/entfesselt.
Und das wir, wenn all dies um uns herum geschieht, wissen dürfen, das es so kommen muss. Das Gott uns durch trägt. Darin bewahrt. Das er das letzte Wort hat. Das Alpha und das Omega. Der Anfänger und der Vollender.

Der verheißen hat, das er "bald" - sprich ohne Verzug - kommen wird -- ohne das ihn etwas aufhalten könnte oder das jemand in seinen Zeit- und Fahrplan hineinpfuschen könnte.
Unser Herr, der auferstanden ist, der zur Rechten Gotten sitzt als priesterlicher König in Herrschaftsmacht, wird - so wie er zum Himmel gefahren ist auch von dort wieder kommen. Zur Freude all derer, die ihn erwarten. Und zum Weh und Leidrufe all derer, die ihn bisdahin abgelehnt haben.

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Re: Wo der Geist regiert, da hat das Fleisch keine Macht.

von nennmichdu am 07.04.2018 08:01

Hallo PAL,

Was aber nicht heißt, das ich Angst um mein Heil, meine Erlösung, haben muss. Denn Gott selbst hat in seiner Treue sich zur Aufgabe gemacht, seine Kinder auch zur Buße- zur Umkehr- zur führen. Wir sind zwar gefordert immer wieder mit unseren Verfehlungen zu Gott zu kommen. Das wir es aber dann auch tun, ist wiederum ausschließlich Gottes Gnade zu verdanken, der uns selbst zur Umkehr leitet.

Gruß
Thomas

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von nennmichdu am 31.03.2018 10:56

Hallo ihr Lieben,

ein frohe Osterzeit wünsche ich euch. Hier auf der Insel Hiddensee gerade mit Schnee - aber die letzten Tage auch immer wieder Sonne.


Hiob war ja kein schlechter Mensch. Er war eben super und wurde von Satan deshalb eben rausgepickt.


Was ich dazu ergänzen wolle. Nicht Satan pickte Hiob heraus. Gott war es, der sein Augenmerk auf Hiob richtete und Satan darauf aufmerksam machte. Sonst kommen wir am Ende noch dahin, das Satan darüber entscheidet, wer einer (Glaubens)Prüfung unterzogen wird und wer nicht.

Hiob 1
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen.
8 Der HERR sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.


Hiob wird hier zwar von Gott gelobt. Aber dieser Glaube von Hiob musste sich dann auch im Leiden erst bewähren. Hiob musste von Gott an den Punkt geführt werden, wo sein Wissen über Gott nicht lediglich nur vom Hörensagen bestimmt war. Er kam dann an den Punkt, wo er sagen konnte, nun hat mein Auge dich gesehen.
Und ein Problem Hiobs war es dann, das er meinte, Gott müsse ihn ja segnen, wegen seiner gerechten guten Taten. Darin irrte Hiob aber. Gottes Segen erfahren wir nicht aufgrund unserer guten Werke sondern allein aufgrund Gottes Gnade. Und er erbarmt sich wem er will und er verstockt wen er will. Einen Anspruch auf Gottes Gnade können wir nicht geltend machen.

LG
Thomas

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Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes

von nennmichdu am 28.03.2018 10:07

Hier noch ein weiterer hilfreicher Link zur Bedeutung der Evangelistensymbole:


https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelistensymbole

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