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Niederrheiner

27, Männlich

  Neuling

Beiträge: 1

Mein Weg zurück ins Christentum

von Niederrheiner am 08.09.2026 20:38

Guten Abend zusammen,

ich möchte gerne meinen Weg zurück zum Christentum mit euch teilen. Der Glaube ist in den letzten Jahren ein fester Bestandteil meines Alltags geworden und ich versuche ihn auch so auszuleben.

Im Jahr 1999 habe ich das Licht der Welt erblickt und bin in dem Jahr auch noch getauft worden seit dem habe ich die römisch-katholische Konfession inne. Meine Mutter und Großmutter mütterlicherseits sind sehr gläubig und haben mir ihren Glauben näher gebracht.

Als Kind wurde sehr viel gebetet. Ob am Tisch beim Mittagessen mit "lieber Gott sei unser Gast und segne was du uns bescheret hast" oder vor dem zu Bett gehen mit dem Vater unser oder gegrüßet seiest du Maria. Es wurde generell sehr viel zu Gott und Mutter Maria in unserer Familie gebetet.

In der Schule habe ich mich sehr für den katholischen Religionsunterricht interssiert und war auch eine Zeit lang in unserem Dorf als Messdiener tätig. 

Leider hat mich dann in meiner Pubertät der Glaube so ziemlich verlassen. Ich wurde nachlässig und mir war in der Zeit alles egal. Ich fiel in eine tiefe Krise und hatte ziemliche psychische Probleme und Depressionen. 

Ich habe wieder angefangen zu beten, so wie es meine Mutter getan hat. Meine Großmutter ist 2016 leider verstorben, aber so schwer der Abscheid auch war, weil sie mir sehr viel bedeutet hat, weiß ich, dass sie jetzt bei Gott ist und auf uns herabschaut. 

2022 ist mein Onkel an einer Lungenembolie plötzlich verstorben, als ich das erfuhr bin ich sofort in unsere Kirche St. Nikolai gegangen und habe für ihn gebetet, dass seine Seele nun Ruhe findet und er nicht leiden musste.

Genauso wie beim Tod meiner Großeltern väterlicherseits im Jahr 2024 und 2025. Es gibt mir Kraft zu wissen, dass sie jetzt nicht mehr leiden müssen. Ich habe auch in den Stunden vor dem Tod meiner Großmutter drauf bestanden, dass der Pastor nochmal kommt und sie beim Sterben begleitet, das hat ihr glaube ich sehr geholfen und mir auch, da mein Vater leider nicht gläubig ist. 

Durch die Verluste meiner Familienmitglieder weiß ich nun, dass sie im Himmel weiterleben. Der Gedanke stützt mich immer und macht die Trauer ein wenig verkraftbarer. Seitdem habe ich auch immer ein Kruzifix in meinem Auto am Rückspiegel hängen sowie ein Kruzifix in meinem Zimmer. Ich steh zu meinem Glauben und dem Christentum. Nun mehr als jemals zuvor und ich bin froh ein Teil in der christlichen Gemeinde zu sein.

Einen schönen und gesegneten Abend wünsche ich euch allen.

Liebe Grüße
Niklas

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Cay

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 1

Ich habe die Bibel von 397 AD also zur Zeit des Kanons ins Deutsche übersetzt

von Cay am 08.09.2026 19:04

Unter https://fruehchristlichebibel.com/ habe ich aus den Manuskripten die damals existierende Septuaginta für das alte Testament und die bis 397 AD vorhandenen Teile des Neuen Testament ins Deutsche übersetzt. Dabei habe ich all Bücher des Kanons übernommen. Mir ist das wichtig weil dies die einzige Fassung war auf die sich damals alle Christen einigen konnten. Schreibt mir einfach ob das eine gute oder schlechte Idee ist?

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Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3080

Re: Träume - gelebte Wirklichkeit

von Burgen am 08.09.2026 06:58


BIn vor einiger Zeit durch die Bibellese bei dem Traum von Jakob 'gelandet'. 
Die Geschichte ist verortet in den Vätergeschichten, 1.Mose 12-50 
und dort Kap 25-36 (Jakob / und Esau) gefolgt Kap 37-50 von Josef und seinen Brüdern. 

Davor, Kap 11 wird die Urgeschichte über Noah bis Abraham und Terach erzählt. 
Alles sehr spannend ... 

::: 

Kap 25 Nachkommen Isaaks: Esau und Jakob: 

Die Umstände des Traums von Jakob: 
Ihre Mutter liebte Jakob, den Fersenhalter 
Ihr Vater liebte Esau, den Erstgeborenen. 

Esau war ein Jäger, aus Hunger (vielleicht abgespannt sein?) verkaufte er sein Erstgeburtsrecht seinem Bruder - freiwillig!. Erstgeburtsrecht war damals, zu der Zeit eine große, verantwortungsvolle Zeit. Das sollte man verstehen und der Geschichte im Hinterkopf behalten für das was dann folgte. Bis Kap 28,9 

Jakobs Traum und Gelübde: 1.Mose 28 ab V10 - 22 
Traum ab V12: 
Eine Leiter war auf die Erde gestellt und ihre Spitze berührte den Himmel; 
und siehe, Engel Gottes stiegen darauf auf und nieder. 
Und siehe, der HERR stand über ihr und sprach: 
Ich bin der HERR, 
der Gott deines Vaters Abraham 
und der Gott Isaaks; 
das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft. 

Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, 
und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden 
und nach Süden hin; 
und in dir und deiner Nachkommenschaft sollen gesegnet werden 
alle Geschlechter der Erde. 

Und siehe, ich bin mit dir, 
und ich will dich behüten überall, wohin du gehst,
und dich in dieses Land zurückbringen; 
denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan habe, 
was ich zu dir geredet habe.  12-15 

16 Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: 
Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, 
und ich habe es nicht erkannt. 
17 Und er fürchtete sich und sagte: 
Wie furchtbar ist diese Stätte! 
Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes 
und dies die Pforte des Himmels. 

V18-22
18 Und Jakob stand früh am Morgen auf ... 
19 und goß Öl auf seine Spitze ...
19 gab der Stätte den Namen Bethel ... 
20 legt ein Gelübte ab ... 
21 wenn - Gott mit mir ist ... 
21 und ich in Frieden zurückkehre zum Haus meines Vaters, 
21 dann soll der HERR mein Gott sein. 
22 und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, 
22 soll ein Haus Gottes werden; 
22 uns alles, was du mir geben wirst, 
22 werde ich dir treu verzehnten. 

Welch eine wunderbare Wendung seines Lebens, aber ... Es folgen 
ja noch sehr schwere Jahre, dennoch ! 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

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Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 08.09.2026 06:06


Dienstag 


Wer auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen.   Psalm 32,10 

Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!   Offenbarung 22,21 


Friede sei mit euch allen, die ihr bittend vor Gott steht; 
denn mit Händen voller Segen Christus durch die Reihen geht, 
reichlich zu beschenken jeden, der seinen Segen fleht.  
Lied, BG 663,1  
(c) Jakobus-Liturgie/Gerad Moultrie/Erich Griebling 

TagesL: Galater 5, 22-26 
Die Frucht des Geistes 
aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, 
Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. 
Gegen diese ist das Gesetz nicht . 

Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt 
Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 
Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns dem Geist folgen! 
Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander 
herausfordern, einander beneiden! 

Zefanja, Prophett (ca. 622 v.Chr) (Name d.h. "Jahwe hat schützend verborgen")
dessen Abstammung vom judäischen König Hiskia (ca 728-697 v.Chr.) 
vermutet wird, da er als einziger Prophet mit einem vier Generationen 
langen Stammbaum versehen ist. (c) ELB m Erklärungen 
Kap 1-3 
1,2 - 2,3: Der Tag des HERRN wird angekündigt 
2,4 - 3,7 Der Tag des HERRN bricht an 
3,8 - 20 Der Sieg des HERRN 
die Völker werden Gott dienen 
der Rest Israels wird Gottes Herde sein 
Das neue Jerusalem 

Inhalt ... Absatz 15 Zeilen 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.09.2026 06:10.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 791

Re: biblische Nächstenliebe

von nusskeks am 07.09.2026 15:59

Sterntaler: Ich vermute, ihr meint nichts Übergriffiges, aber das Wort ‚Einmischung' klingt nach Grenzüberschreitung oder ungefragter Kontrolle. Könnt ihr vielleicht genauer erklären, was ihr damit meint?

Der Einwand gegen das Wort „Einmischung" trifft einen Punkt, aber er zeigt zugleich, weshalb der Begriff hier etwas deutlich machen kann. In unserer Gesellschaft wird Selbstbestimmung sehr hoch bewertet. Ich würde den Begriff „Selbstbestimmung" in seiner Ausprägung in unserer Gesellschaft sogar eher kritisch sehen. Deshalb klingt „sich in das Leben eines anderen einmischen" fast automatisch nach etwas Unberechtigtem: jemand überschreitet Grenzen, die ihm nicht zustehen. Hinzu kommen geschichtliche Erfahrungen, bei denen Staaten, Kirchen und einzelne Christen tatsächlich Macht missbraucht, Menschen bevormundet oder sogar mit Gewalt zu einem bestimmten Verhalten oder Glauben gezwungen haben. Solche „Einmischung" war falsch.

Bei Gott liegt die Sache aber grundsätzlich anders. Gott ist nicht ein Mensch unter anderen Menschen, der sich unerlaubt Zutritt zu einem fremden Lebensbereich verschafft. Wenn Gott Schöpfer ist, dann gehört unser Leben ihm überhaupt erst seine Existenz. Deshalb ist die Vorstellung etwas schief, wir könnten Gott grundsätzlich das Recht absprechen, in unser Leben hineinzureden. Die Bibel kennt keine menschliche Autonomie gegenüber Gott im Sinne eines Bereiches, über den der Mensch sagen könnte: „Hier hast du nichts zu suchen." Gott ruft, warnt, richtet, korrigiert, führt und rettet. In diesem Sinne ist das Evangelium tatsächlich eine gewaltige Einmischung Gottes in das menschliche Leben: Gott überlässt den Menschen nicht einfach seiner Schuld, seiner Verlorenheit und seinem Tod.

Gerade das Kreuz macht das deutlich. Gott respektiert unsere Entfernung von ihm nicht so, dass er uns einfach darin belässt. „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist" (Röm 5,8). Die Initiative geht von Gott aus. Er misch sich ein. Auch Jesus tritt Menschen oft ungefragt entgegen, ruft sie zur Umkehr, deckt Schuld auf und beansprucht ihr Leben. Das kann aus heutiger Sicht geradezu anstößig wirken. Aber wenn Jesus tatsächlich Herr ist und wenn das Evangelium tatsächlich rettet, wäre ein Gott, der sich aus Respekt vor unserer Selbstbestimmung völlig heraushielte, kein besonders liebevoller Gott.

Der entscheidende Unterschied kommt allerdings bei unserer eigenen „Einmischung". Aus Gottes Recht, in das Leben seiner Geschöpfe hineinzureden, folgt nicht, dass Jesusnachfolger dasselbe Recht in gleicher Weise hätten. Wir sind nicht Gott. Wir dürfen Menschen nicht beherrschen, manipulieren oder ihren Glauben erzwingen. Das Evangelium gibt uns den Auftrag, zu reden, zu bezeugen, zu bitten, zu warnen und zu helfen – aber nicht, uns an die Stelle Gottes zu setzen. Paulus kann deshalb einerseits schreiben: „So sind wir nun Gesandte an Christi statt" und geradezu flehen: „Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2Kor 5,20). Andererseits sagt er: „Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben" (2Kor 1,24).

Vielleicht liegt genau darin die brauchbare Unterscheidung: Gott darf unser Leben beanspruchen. Wir dürfen unseren Nächsten auf diesen Anspruch Gottes aufmerksam machen. Wir dürfen aber nicht selbst Anspruch auf sein Leben erheben.

Deshalb würde ich das Wort „Einmischung" nicht zurücknehmen. Es hat sogar eine gewisse Schärfe, die etwas Wahres sichtbar macht: Das Evangelium ist keine unverbindliche Information, die Gott höflich neben unsere Lebensentwürfe legt. Gott begegnet uns darin mit einem Anspruch. Aber bei menschlicher „Einmischung" müsste sofort erklärt werden, was damit gemeint ist: liebevolles Hinsehen statt Gleichgültigkeit, Ansprechen statt Wegsehen, Zeugnis statt Schweigen, und gerade keine Kontrolle, Bevormundung oder Gewalt. Darin liegt die Grenze.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.09.2026 06:49.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

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Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 07.09.2026 06:52


Montag 


Ich Preise dich, HERR; denn du hast mich aus der Tiefe gezogen.  Psalm 30,2 

Jesus ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: 
Talita kum! - das haißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, 
steh auf! 
Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher. 



Lied BG: 737,1 

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe. 
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin. 
Ehre sei Gott auf der Erde in allen Straßen und Häusern, 
die Menschen werden singen, bis das Lied zum Himmel steigt. 
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden auf Erden. 
(c) Hans-Jürgen Netz. 

TagesL: 5.Mose 26,1-11 Darbringung der Erstlingsfrüchte
V1 Und es soll geschehen, wenn Du in das Land kommst, 
das der HERR, dein Gott, als Erbteil dir gibt, 
und du es hast in Besitz genommen und wohnst darin ... 


fortlL: 3.Johannes 1-15 Rechtes und falsches Verhalten
gegenüber fremden Brüdern ,
damit sind andere Gemeinden gemeint 
(vielleicht Gemeinschaft der Gläubigen aus anderen Dörfern ... ) 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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chestnut
Administrator

63, Weiblich

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Chatleitung

Beiträge: 734

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 06.09.2026 09:08

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim 1.7  


Gottes Geist ist ein Geist der Kraft, der Liebe und Besonnenheit. Das ist etwas Unerklärbares. In den Religionen der Antike musste man die Götter besänftigen, sie waren launisch und man wusste nicht, woran man mit ihnen war.
Welch ein Unterschied zu unserem Gott.

Sonntag 6. September 2026, 20 Uhr Raum Hauskreis-miteinander.

Herzliche Einladung zum Hauskreis
Chestnut und Team

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Burgen

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Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 06.09.2026 07:00


14. Sonntag nach Trinitatis 

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103,2 

Wochenlied: 333 Danket dem Herrn! WIr danken dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich, sie währet ewiglich. 

Ev: Lukas 17,11-19  aus: Gleichnis vom ungerechten Verwalter ... 
Ep: Römer 8,14-17 aus: Wandel im Geist und Gotteskindschaft der Gläubigen 
AT: 1.Mose 28,10-19 (19b-22) aus: Tafel des: Segen und Fluch 
Pr: Lukas 19,1-10  aus: Zachäus, der Oberzöllner. 

Psalm 146 Halleluja! lobe den HERRN, meine Seele!  V1 - 10 

::: 

Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, 
und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen!  Jesaja 51,7 

Gott hat uns nicht gegeben, den Geist der Furcht, 
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7 


Im Licht des Glaubens bin ich stark, standhaft und beharrlich. 
Im Licht des Glaubens hoffe ich. 
Das lässt mich nicht schwach werden auf meinem Lebensweg.  
(c) Katherina von Siena 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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pausenclown

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Re: biblische Nächstenliebe

von pausenclown am 05.09.2026 09:21

Hallo und Off Topic.

Jeder von uns hat ein Vorverständnis, was erstmal nicht falsch ist, aber jeder Satz der Bibel ist in einer Zeit geschrieben und Kultur geschrieben, die uns heute fremd ist.
Kannte eine Jude zur Zeit das Wort Grenzüberschreitung im Sinne von: In zwischenmenschlichen Beziehungen?
Nein, z.B. Familien sahen sich als ein Kollektiv und der Zusammenhalt ist ein hoher Wert und nicht das Individuum, was sich selbst verwirklicht.
Gab es überhaupt das Einmischen und wenn ja, ist das negativ oder positiv?
In der jüdischen Tradition und der Troah wird dieses „Einmischen“ nicht negativ gesehen, sondern als eine der Formen von sozialer Verantwortung und Nächstenliebe definiert.

Die jüdische Tradition widmet diesem Thema ein eigenes Konzept: die sogenannte Tochecha übersetzt: die Zurechtweisung oder das konstruktive Feedback
Die Pflicht zur Zurechtweisung geht auf die Bibel zurück.
Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen...“
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

In einer Midrasch heißt es dazu: 
„Jede Liebe, mit der nicht auch Zurechtweisung einhergeht, ist keine wahre Liebe.“ Sich nicht einzumischen, wenn der Nachbar oder der Bruder einen Fehler macht, galt als Gleichgültigkeit und somit als Sünde. 

Das heutige Prinzip von Grenzüberschreitung kommt aus der modernen Psychologie.
Der Maßstab hat sich geändert, nicht die Bibel ist der Maßstab und die Gebote Gottes sondern:
Das Individuum und seine Rechte, es geht weniger um Sünde und die Folgen für ein Kollektiv, sondern: Mein Trauma, meine Verletzungen, mein Leben, meine Grenzen, meine Selbstverwirklichung und was eine Kirche/Gemeinde bringt.

Zurück zur Zeit Jesu.
Kollektive Mitverantwortung.
Im Talmud wird das Prinzip gelehrt: Ganz Israel bürgt füreinander.
Die jüdische Tradition vergleicht die Gemeinschaft oft mit Menschen in einem Boot: Wenn einer unter seinem eigenen Sitz ein Loch in den Bootsboden bohrt, kann er nicht sagen: „Das ist meine Privatsache, es ist doch mein Sitz.“ Das Boot sinkt für alle. Da das Verhalten des Einzelnen das Schicksal der gesamten Gemeinschaft beeinflusst, hat jeder das Recht und die Pflicht, das Handeln des anderen zu hinterfragen.

Jetzt zum praktischen “Wie”.
Weil das Einmischen so alltäglich war, hat die jüdische Tradition extrem strenge Regeln aufgestellt, wie man sich einmischen darf, um den anderen nicht zu verletzen:
Keine Beschämung: Wer jemanden öffentlich kritisiert oder bloßstellt, begeht nach dem Talmud eine schwere Sünde. Das Gespräch muss immer unter vier Augen, sanft und aus echter Sorge heraus geschehen.
Selbstreflexion: Bevor man sich einmischt, muss man sich selbst prüfen. Im Talmud diskutieren die Rabbinen: „Gibt es in dieser Generation überhaupt noch jemanden, der weiß, wie man richtig zurechtweist? Und gibt es überhaupt noch jemanden, der Zurechtweisung annehmen kann?“

Die jüdische Tradition und bestimmt schon Zeit Jesu, verurteilt ein öffentliches Demütigen eines Menschen:
Wer das Gesicht seines Nächsten in der Öffentlichkeit erblassen lässt (ihn beschämt), ist so, als ob er Blut vergossen hätte.
Schaut man jetzt in die Evangelien und auf Jesus…
Darf jeder für sich einordnen.

Shabbat Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.09.2026 09:23.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3080

Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 05.09.2026 08:53


Samstag  Sabbat  


Psalm 25,3 
Keiner wird zuschanden, der auf dich harret; 
aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.  

Die auf dem Fels sind die, welche das Wort hören und freudig aufnehmen. 
Doch sie haben keine Wurzeln: 
Eine Zeit lang glauben sie, in der Zeit der Versuchung aber fallen sie ab. 
Lukas 8,13 




Lied 295,3 

Mein Herz hängt treu und feste an dem, was dein Wort lehrt. 
Herr, tu bei mir das Beste, sonst ich zuschanden werd. 
Wenn du mich leitest, treuer Gott, so kann ich richtig laufen 
den Weg deiner Gebot. 

(c) Cornelius Becker 1602 

TagesL: Judas 1,2.20-25  Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Freude  ... 

fortlL: 2.Johannes 1-13  Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, 
dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters,
sei mit uns in Wahrheit und in Liebe (LUT) 

V3 Mit uns wird sein: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, 
und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe (ELB) 

V7 Denn viele Verführer sind in die Welt hinaus gegangen, die nicht 
Jesus Christus, im Fleisch gekommen; bekennen; 
dies ist der Verführer und der Antichrist. 

V9 Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt,
hat Gott nicht; 
wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 

V13 Es grüßen euch die Kinder deiner auserwählten Schwester. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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