Neueste Beiträge

1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  6967  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 69669 Ergebnisse:


pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 579

Re: biblische Nächstenliebe

von pausenclown am 05.09.2026 09:21

Hallo und Off Topic.

Jeder von uns hat ein Vorverständnis, was erstmal nicht falsch ist, aber jeder Satz der Bibel ist in einer Zeit geschrieben und Kultur geschrieben, die uns heute fremd ist.
Kannte eine Jude zur Zeit das Wort Grenzüberschreitung im Sinne von: In zwischenmenschlichen Beziehungen?
Nein, z.B. Familien sahen sich als ein Kollektiv und der Zusammenhalt ist ein hoher Wert und nicht das Individuum, was sich selbst verwirklicht.
Gab es überhaupt das Einmischen und wenn ja, ist das negativ oder positiv?
In der jüdischen Tradition und der Troah wird dieses „Einmischen“ nicht negativ gesehen, sondern als eine der Formen von sozialer Verantwortung und Nächstenliebe definiert.

Die jüdische Tradition widmet diesem Thema ein eigenes Konzept: die sogenannte Tochecha übersetzt: die Zurechtweisung oder das konstruktive Feedback
Die Pflicht zur Zurechtweisung geht auf die Bibel zurück.
Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen...“
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

In einer Midrasch heißt es dazu: 
„Jede Liebe, mit der nicht auch Zurechtweisung einhergeht, ist keine wahre Liebe.“ Sich nicht einzumischen, wenn der Nachbar oder der Bruder einen Fehler macht, galt als Gleichgültigkeit und somit als Sünde. 

Das heutige Prinzip von Grenzüberschreitung kommt aus der modernen Psychologie.
Der Maßstab hat sich geändert, nicht die Bibel ist der Maßstab und die Gebote Gottes sondern:
Das Individuum und seine Rechte, es geht weniger um Sünde und die Folgen für ein Kollektiv, sondern: Mein Trauma, meine Verletzungen, mein Leben, meine Grenzen, meine Selbstverwirklichung und was eine Kirche/Gemeinde bringt.

Zurück zur Zeit Jesu.
Kollektive Mitverantwortung.
Im Talmud wird das Prinzip gelehrt: Ganz Israel bürgt füreinander.
Die jüdische Tradition vergleicht die Gemeinschaft oft mit Menschen in einem Boot: Wenn einer unter seinem eigenen Sitz ein Loch in den Bootsboden bohrt, kann er nicht sagen: „Das ist meine Privatsache, es ist doch mein Sitz.“ Das Boot sinkt für alle. Da das Verhalten des Einzelnen das Schicksal der gesamten Gemeinschaft beeinflusst, hat jeder das Recht und die Pflicht, das Handeln des anderen zu hinterfragen.

Jetzt zum praktischen “Wie”.
Weil das Einmischen so alltäglich war, hat die jüdische Tradition extrem strenge Regeln aufgestellt, wie man sich einmischen darf, um den anderen nicht zu verletzen:
Keine Beschämung: Wer jemanden öffentlich kritisiert oder bloßstellt, begeht nach dem Talmud eine schwere Sünde. Das Gespräch muss immer unter vier Augen, sanft und aus echter Sorge heraus geschehen.
Selbstreflexion: Bevor man sich einmischt, muss man sich selbst prüfen. Im Talmud diskutieren die Rabbinen: „Gibt es in dieser Generation überhaupt noch jemanden, der weiß, wie man richtig zurechtweist? Und gibt es überhaupt noch jemanden, der Zurechtweisung annehmen kann?“

Die jüdische Tradition und bestimmt schon Zeit Jesu, verurteilt ein öffentliches Demütigen eines Menschen:
Wer das Gesicht seines Nächsten in der Öffentlichkeit erblassen lässt (ihn beschämt), ist so, als ob er Blut vergossen hätte.
Schaut man jetzt in die Evangelien und auf Jesus…
Darf jeder für sich einordnen.

Shabbat Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.09.2026 09:23.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 05.09.2026 08:53


Samstag  Sabbat  


Psalm 25,3 
Keiner wird zuschanden, der auf dich harret; 
aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.  

Die auf dem Fels sind die, welche das Wort hören und freudig aufnehmen. 
Doch sie haben keine Wurzeln: 
Eine Zeit lang glauben sie, in der Zeit der Versuchung aber fallen sie ab. 
Lukas 8,13 




Lied 295,3 

Mein Herz hängt treu und feste an dem, was dein Wort lehrt. 
Herr, tu bei mir das Beste, sonst ich zuschanden werd. 
Wenn du mich leitest, treuer Gott, so kann ich richtig laufen 
den Weg deiner Gebot. 

(c) Cornelius Becker 1602 

TagesL: Judas 1,2.20-25  Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Freude  ... 

fortlL: 2.Johannes 1-13  Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, 
dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters,
sei mit uns in Wahrheit und in Liebe (LUT) 

V3 Mit uns wird sein: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, 
und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe (ELB) 

V7 Denn viele Verführer sind in die Welt hinaus gegangen, die nicht 
Jesus Christus, im Fleisch gekommen; bekennen; 
dies ist der Verführer und der Antichrist. 

V9 Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt,
hat Gott nicht; 
wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 

V13 Es grüßen euch die Kinder deiner auserwählten Schwester. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: biblische Nächstenliebe

von Burgen am 05.09.2026 00:51


Hallöchen, 

habe noch nie den Begriff Einmischung speziell so gesehen im Zusammenhang mit Jesus. 

Eher so, dass Worte, die er aussprach eine Wirkung auf andere hatten. 

Was zB seine Auseinandersetzungen mit den Pharisäern ausmachte, war vielleicht eher so, dass er zB die Erfahrung ansprach als sie die Frau, ohne den Mann, beim Ehebruch fanden, sie aus dem Haus schleppten und im Kreis um sie herum standen, mit der Forderung sie zu steinigen, weil das Gesetz es so forderte. 
Jesus griff ein und die Umstehenden zogen sich zurück. Denn niemand war ohne Sünde. Das war die Wahrheit, der zeigende Finger zeigte auf sie selbst zurück. 

Heutzutage, wenn jemand verprügelt wird, aus welchen Gründen auch immer, und jemand unbeteiligtes hilft dem angegriffenen Menschen, muss derjenige selbst davon Ausgehen, seinerseits verprügelt oder angepöbelt zu werden. 

Jesus jedoch war eigentlich immer im Rampenlicht, wenn auch manche fragten, wer er denn sei. Er hatte eine Ausstrahlung, wie ein Licht, welches Motten anzieht oder so. 

Aber wenn jemand im Gespräch etwas ausspricht, ein anderer die Aussage korrigiert oder seine Meinung sachlich äußert, mischt er sich doch nicht ein, oder tun wir das hier nicht auch oft? Ich denke, dass das eine legitime Beziehung und manchmal Richtigstellung ist. 

Ich meine, um das Wort nochmal auf die Bibel und den Glauben zu benutzen - die Worte der Schrift mischen sich ein in jeden Lesenden, der auf der Suche nach einer Antwort ist, weil schon durch das Lesen in ihr, das Herz des Christen oder werdenden Christen, durch den Heiligen Geist im Innersten verändert wird. 
Allein schon merkbar, je öfter man in der Schrift liest und mit ihr betet, nachdenkt, wird mit Frieden beschenkt und erhält vielleicht eine Offenbarung, die ihn selbst für den Moment oder die zukünftige Zeit betrifft. 
Das kann manchmal verstörend wirken auf einen anderen oder einen selbst, weil: heute ist heute, gestern ist vorbei und morgen ist noch nicht da. Genauso kann es im Herzen sein und Entscheidungen beeinflussen. 
Das sehe ich nicht als Einmischung, kann es aber so stehen sein, weil wir leben und einen lebendigen Heiligen Geist erlösend und schaffend in uns haben. 

Gott ist ein Gott der Wunder, der Schöpfung - Schaffung und ein Erlöser, was selbst schon ein Wunder tatkräftiger Treue und Liebe ist. Und es ist Jesus, der dies alles bewirkt und es wert ist, fortwährend angebetet zu werden. 

Vermutlich sollten wir sogar um diese Einmischung bitten - falls es mal zum Stillstandoder so im Leben kommt  


Nachtrag: 
Habe gerade in Logos, smarte Suche gefragt nach der Einmischung und erhalte viel zur Einmischung des Heiligen Geistes in die Welt, den Glauben und die Menschen. 

Also biblisch betrachtet ist Einmischung nicht übergriffig. 
Während im zwischenmenschlichen Bereich es manchmal anders aussehen oder erlebt werden kann, denke mir. Da muss wohl jeder ein bisserl aufpassen oder an sich arbeiten. Jedoch sich nicht klein machen lassen. 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.09.2026 01:06.

Sterntaler

38, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 18

Re: biblische Nächstenliebe

von Sterntaler am 04.09.2026 10:06

Mhm... 

Einmischung


Ich vermute, ihr meint nichts Übergriffiges, aber das Wort ‚Einmischung' klingt nach Grenzüberschreitung oder ungefragter Kontrolle. Könnt ihr vielleicht genauer erklären, was ihr damit meint?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.09.2026 10:43.

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 04.09.2026 09:49


Freitag   


Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN !  Psalm 113,3. 

Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen.  Offenbarung 14,7 



Lied: BG 849,3  

Wir leben, Herr, noch immer vom Segen der Natur. 
Licht, Luft und Blütenschimmer sind deiner Hände Spur. 
Wer Augen hat, zu sehen, ein Herz, das staunen kann, 
der muss in Ehrfurcht stehen und betet mit uns an. 

(c) Detlev Block (c) Karin Block 


TagesL: Jakobus 2,5-13  Warnung vor Ansehen der Person  
    V 5 Hört, meine geliebten Brüder. Hat nicht Gott die vor der Welt Armen auserwählt, 
reich im Glauben und Erben  des Reiches zu sein, das er denen  verheißen hat, 
    die ihn lieben? 
    V6 Ihr aber habt den Armen verachtet. 
Unterdrücken euch nicht die Reichen, und ziehen nicht sie euch vor die Gerichte ? ... 

fortlL: 1.Johannes 5,13-21 Zuversicht im Gebet und in der Bewahrung vor der Sünde 
V14 Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, 
wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. 
V15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, 
so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. ... 

















Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 03.09.2026 07:32


Donnerstag 


Auf dich, HERR, sehen meine Augen; ich Trau auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.   Psalm 141, 8 

Tod, wo ist dein Sieg? 
Tod, wo ist dein Stachel? 
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!   1.Korinther 15,55.57   

Lied BG: 321 

Gott sei gedankt, der uns den Sieg nun in den Tod - und Lebenskrieg aus Gnaden hat gegeben durch unsern Herren Jesus Christ, der von dem Tode auferstanden ist und hat uns bracht das Leben. 
Schande, Bande, Schmach und Ketten sind zertreten und vernichtet; Jesus hat die Tat verrichtet. 
(c) Johann Friedrich Strobel 


TagesL: 2.Korinther 8,10-17 = 8,1-17 / Aufforderung zur Sammlung für die Gemeinde in Jerusalem. 
V7 Aber so wie ihr in allem überreich seid: 
in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Eifer und der Liebe, 
die von uns in euch geweckt ist, so sollt ihr auch in diesem Gnadenwerk überströmend sein. 

fortlL: 1.Johannes 5,13-21 Zuversicht im Gebet und in der Bewhrung vor der Sünde 
V14 Und dies ist die Zuversicht (Freimütigkeit), die wir zu ihm haben, 
dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. 
V15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, 
so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. 

[Das, dieses Wissen, dieser jeweilige Umstand, zeigt auf, wie kostbar das Denken und sprechen, Aussprechen sind, sagt er doch ein einer anderen Stelle, wir Christen, sollen Gottes Denken lernen. Und er hat uns immer wieder schon Hilfen im Wort gegeben ... und doch ist es oft so schwer dranzubleiben] 


par: Mk 11,24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, 
glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es euch werden. 
par: Joh 14,13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, 
das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht wird im Sohn. 
Steigerung: 
V14 Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: biblische Nächstenliebe

von Burgen am 03.09.2026 06:55


Guten Morgen, 

denke, die fortlaufende Bibellese von gestern 2.9. gibt uns einen sehr guten Einbick, ja Verständnis von dem, was biblische Nächstenliebe ist. Hier jedoch aus christlicher Jesus Sicht. Und diese Jesussicht ist Tat, denn er ist Liebe in Person. Und ich meine, diese Liebe ˋbewirkt' durch zB Gebet 🤲 immer auch für den Für-betenden ebenfalls Gutes. 

Wobei dies nicht nur aus moralischem Selbstverständnis getan wird, sondern eben aus der Agape-Liebe, welche das Bindeglied zwischen Mensch(en) und Gottesliebe im Glauben durch Jesus wirkt und Gestalt annimmt. 
Dieses wird ausführlich in den ersten drei Evangelien ausgeführt und äußerst schlicht, einfach erzählt, sodass dies schon beim Lesen Wirkung zeigt. Diese Wirkung könnte den kommunikativ Lesenden in eine Handlung für einen Nächsten in gewisser Weise zwingen. 

Ich denke immer, selbst jemand, der zB im Bett einen großen Teil seines Lebens verbringen muss, kann aktive Nächstenliebe ausüben. Das würde evtl eine Auswirkung haben, indem der Besucher hinterher getrost, und evtl frohen und freudigen Herzens wieder nach Hause geht. 
Im Gegenzug der im Bett liegende Mensch sein Herz weiterhin mit dem Wasser, Öl, Blut und Brot im Gebet und versinken im Schriftwort auffüllt. Denn das bewahrt ihn vor zB Selbstmitleid oder auch Zorn gegen Gott. 

Alles hat irgendwie eine Wechselwirkung, die wir vermutlich oft unterschätzen. Dabei hat es Jesus sowie die anderen es uns doch gesagt. Und in diesem Fall, der Geschichte von Cleo, so denke ich, führt dies Verhalten der älteren, anspruchsvollen Person eher in die Barmherzigkeit. 

Es ist wichtig zu lernen, sich nicht von einem anderen Menschen voll einnehmen zu lassen. Wir haben nun mal zwei Beine auf denen wir stehen sollten. (Selbst dann, wenn eines amputiert werden musste) 
Unter Druck kommt meist etwas über einfache Wahrheiten hervor - dann mit Worten der Schrift dagegenhalten finde ich jedenfalls, ist unseriös. 

::: 

Aus dem Missionsfeld von früher gab es mal einen Bericht eines Missionars, der wollte, dass ein fremdländischer Mann das "Vater unser" auswendig lernen sollte. Der jedoch verstand nicht, was der Chef von ihm wollte. 
Daraufhin wurde der Chef total böse und verdonnerte ihn zu Sklavenarbeit. 

Das fiel mir während des Kaffeekochens vorhin ein - indem ich daran dachte, was die einzelnen Übersetzungen von Bibelworte uUmständer für Folgen haben können. In diesem Fall meiner Gedanken ging es um das Schriftwort Jesus: Machet zu Nachfolgern alle Menschen ... 
Einerseits ein Befehl und andererseits eine Wahrheit, die nichts mit Einprügeln Worte Gottes zu tun hat. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten

Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3076

Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 02.09.2026 10:56


Mittwoch 


So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.  Sacharja 2,12   

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist.  1.Korinther 1,28  


In Gottes Namen wollen wir finden, was verloren ist,  
in Gottes Namen wollen wir suchen, was verirrt ist, 
in Gottes Namen wollen wir heilen, was verletzt ist, 
in Gottes Namen wollen wir stärken, was geschwächt ist, 
in Gottes Namen wollen wir hüten, was lebendig ist, 
wie einen Augapfel, 
wie mein Kind,  
wie eine Quelle in Gottes Namen. 

(c) Friedrich Karl Barth/Peter Horst  (c) Stube Verlag München 


TagesL: 5.Mose 24,(10-15) 17-22  : {erstaunlich wer alles zu den Schwachen laut Bibel gezählt wird}
   [6 - 22] Schutz der Schwachen  

fortlL: 1.Johannes 5,1-5  Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; 
   und jeder, der den liebt, der geboren hat, liebt den, der aus ihn ihm geboren ist. 

---> dieser 1. Satz Kap 5, liest sich zunächst vermutlich kompliziert. 
       Denke, das kommt aus der griechischen Denkweise. 
       In diesem Fall der Satzbedeutung ist es auf Gott Vater, Schöpfer, aller Höchster bezogen (denke ich) = aus Gott geboren ... 

V2 Hieran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, 
wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen. 
V3 Denn dies ist die Liebe zu Gott: 
dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 

[manche sagen, denken, dass das Gewissen schlägt als Mahnung, dass wir dies Gebot übertreten usw. ] 

Der weltüberwindende Glaube an das Zeugnis Gottes über seinen Sohn 
V4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; [auch im Inneren des Menschen] 
und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser [persönlicher und allgemeiner] Glaube. 
V5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet?, wenn nicht der, 
der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? 

V6 Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut: Jesus Christus; 
nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und Blut. 
Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. 
V7 Denn es sind drei, die es bezeugen: 
V8 der Geist und das Wasser und das Blut: und die drei sind einstimmig. 

{ich glaube - hilf meinem Unglauben - meinen Zweifel, mein Nichtverstehen können / wollen} 
Nachtrag: Er tut es! Auch wenn manches Gotteskind ein Leben braucht, um dieses persönliche Schöpfungswunder glauben, annehmen zu können. Warum ist es so, u.a. weil wir in einer Welt leben, die fortwährend unseren Fokus und damit das Vertrauen, ablenken und auch zerstören will. Und das kann und könnte sogar Stress verursachen - auch dann ist er da und fängt uns wieder auf durch seine Liebe und Zartheit seiner Person, die er ist. 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.09.2026 11:19.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 790

Re: biblische Nächstenliebe

von nusskeks am 02.09.2026 09:28

Cleo: Welche Art Nächstenliebe wird im neuen Testament beschrieben?

Es ist die praktische Art. Wie ich darauf komme? Zum Beispiel durch Gal. 5,22+23, wo neben Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit auch Liebe als Frucht des Geistes bezeichnet wird.

Eine Frucht ist das sichtbare Zeichen eines lebendigen Organismus. Wir Menschen können nichts ins Herz schauen, aber Frucht können wir erkennen (Math. 7,16) Da tut sich also was. Das passt gut, denn der Heilige Geist ist Leben (Rö 8,10). Liebe ist also das sichtbare bzw. praktische Zeichen des Glaubens.

Deshalb ist fehlende Frucht in der Bibel auch keine harmlose Angelegenheit. Wenn uns nachhaltig intrinsisch, also aus uns selbst heraus, der Drang zu den Dingen aus Gal 5,22+23 fehlt, ist das ein ernstes Zeichen, welches bis zum Fehlen des Heiligen Geistes und damit nicht vorhandener Erlösung gehen kann.

Cleo: Hat Jesus sich aber dann in das Leben anderer eingemischt?

Das ganze Evangelium ist eine Einmischung in der Leben von Menschen. Gott mischt sich bei uns ein und wir sollen uns bei unserem Nächsten einmischen. Das Einmischung in unserer Gesellschaft sehr negativ gesehen und in einigen Bereichen sogar bestraft wird, erschwert unseren Auftrag und es erfordert generell die genannte Frucht, um nicht in jeder Hinsicht unangemessen zu sein.


Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.09.2026 09:30.

pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 579

Re: biblische Nächstenliebe

von pausenclown am 02.09.2026 07:46

Hallo Cleo.

Natürlich hat sich Jesus in das Leben anderer eingemischt.
Zb. denk nur mal an Berufungen der Jünger, komm und folge mir nach.
Oder, Jesus im Tempel wo er etwas randaliert hat usw usw

 
Deine Frage ist, welche Art der Nächstenliebe im neuen Testament beschrieben wird?
Das Problem ist die Brille, mit der man einen Text liest, du mit einer christlichen Brille und ich mit einer jüdischen Brille und vermutlich zwei unterschiedliche Ergebnisse.
Für mich sind Jesus und z.B Paulus, Kinder ihrer Zeit und kennen nur das Verständnis der Nächstenliebe ihrer Zeit.
Natürlich kann man schreiben, Jesus war ganz anders als die damaligen Juden und vor allem Pharisäer, aber stimmt das?

Zurück zum Thema:
Jeder kennt doch nur die Liebe zählt, Liebe geht vor das Gesetz, aus Liebe darf man Gebote brechen, all you need is Love.
Das Hebräische Wort für Liebe ist Ahava, die Wurzel Hav und bedeutet übersetzt: „Gib!“ oder „Geben“.Aus jüdischer Sicht zeigt das Wort selbst: Wahre Liebe existiert nicht durch Gefühle, sondern durch die Tat des Gebens
Und das Wort Nächstenliebe verdichtet es: Ahavat Re'a oder vollständig Ahavat Re'acha 
Liebe und dein Nächster oder der Nächste.

Shalom Pausenclown 

P.S. und schaut man ins AT, wird ja formuliert was und wie Nächstenliebe ist, oder konkret: In den 613 Geboten geht es oft um Nächstenliebe.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.09.2026 07:53.
1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  6967  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite