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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von nusskeks am 27.08.2026 08:07Weshalb auch nicht? Wenn euer Verhältnis zu dem Prediger in Ordnung ist, kann er auch Geld von euch annehmen. Muss ja nicht bei jeder Gemeinde so sein, wie bei Paulus und Korinth. Von den Korinthern wollte Paulus nichts annehmen, weil einige Gemeindemitglieder sich bereits von irgendwelchen "Super-Aposteln" hatten auf eine falsche Vorstellung bringen lassen. 1Korinther 9 berichtet da ausführlich drüber.
Es gibt zwar die Ansicht, für das Evangelium dürfe mein kein Geld verlangen, dabei wirft man jedoch oft verschiedene Dinge zusammen. Denn natürlich ist die Botschaft selbst nicht durch eine Art von "Bezahlschranke" zu blockieren. Der Bruder, dessen Berufung die Verkündigung ist, muss jedoch trotzdem von irgendwas Essen und Kleidung kaufen können.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Cleopatra am 27.08.2026 07:36Guten Morgen,
erstmal das Formelle: Pausenclown hat Recht, in den AGBs wird klar (sogar mehrmals) geschrieben, dass wir hier über Themen, nicht über Personen diskutieren.
Diese Tatsache ist nicht Diskussionspunkt, das muss ich so ganz klar schreiben, wir haben da ganz ganz doofe Erfahrungen mit gemacht und wenn User, die schon lange da sind und diese Regeln kennen, dies ansprechen, ist es nichts Negatives, ich finde das sogar angenehmer für alle, als wenn jemand aus der Forenleitung dann damit ankommt, das ist doch viel mehr auf Augenhöhe.
Lasst uns also weiter ganz entspannt über Themen sprechen, dieses Thema hier an sich ist ja ein ganz interessantes Thema.
Ich gebe auch mal meinen Senf dazu:
Katechon, deine Meinung ist mir persönlich neu, ich muss deine Argumentation mal noch etwas sacken lassen und etwas darüber nachdenken.
Insgesamt kenne ich als Fernsehevangelisation BibelTV als Sender und ich habe mal gesehen, dass sonntags auf einigen "weltlichen" Sendern auch Predigten oder Gottesdienste ausgestrahlt werden.
Und das finde ich soooo gut!
Denn die Welt und die Zeit verändert sich, meiner Meinung nach zum Schlechten. Jeder Lichtblick, jede Sendung oder jede halbe Stunde, in der mal in den Medien auf Jesus hingewiesen wird ist für mich viel besser als das Geschreie, Gestreite, agressive oder traurigmachende, was man sonst so sehen kann.
Ich erlebe die sozialen Medien allgemein auch als enorme Gefühlsmanipulation, meistens in Richtung Wut und Hass auf Andere, da erscheint mir dieses hier doch als so viel angenehmer und erbaulicher.
Zum Thema Spendenaufruf: Wir haben immer wieder mal externe Prediger bei uns in der Gemeinde. Mal sonntags, mal sogar an mehreren Abenden.
Wir überweisen als Gemeinde dieser Person auch Geld, denn diese Person hat oft einen weiten Weg auf sich genommen, der Sprit ist sehr teuer geworden.
Diese Person nächtigt meistens bei einem Ehepaar aus der Gemeinde und wird dort verwöhnt, aber wir sehen es keinenfalls als negativ, dieser Person dann Geld zu geben. Das war oft, wenn wir ganze Themenabende hatten, zu denen außerdem offiziell und algemein eingeladen wurde (auch als Evangelisation, oder andere Gemeinden-AUstausch, Gemeinschaft).
Die Technik und Co kostet ja auch enorm, deshalb finde ich es erstmal grundsätzlich nicht falsch, wenn um Spenden gebeten wird, denn das ist ja auch freiwillig.
Die genauen Inhalte der Predigten muss man natürlich wie in jeder Predigt anhand der Bibel prüfen, aber allgemein sehe ich das Thema nicht als negativ.
Wir müssen eben auch sehen, dass wir im 2026 leben. Und alles, was erstmal neu erscheint, ist nicht zwingend schlecht, sondern muss neu betrachtet werden- das meine ich jetzt allgemein.
Das sind meine 2-3 Strophen zu diesem Thema 
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Katechon am 26.08.2026 18:09Nomen est Omen.
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von pausenclown am 26.08.2026 18:07Schau mal, mir fehlt die Zeit und die Lust um auf darauf einzugehen.
Weiter viel Spaß beim Aufklären usw.
LG
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 26.08.2026 18:03Hallo Weateyd.
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Katechon am 26.08.2026 17:50… si tacuisses, philosophus mansisses …
»Wie lange, Gott, soll der Gegner schmähen, soll der Feind deinen Namen ewig lästern?« -- Psalme 74:10
Dieser (Dein) ›fromme Wunsch‹ spricht Bände. Was wohl Luther dazu zu sagen hätte?
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Katechon am 26.08.2026 17:43Ich lade Dich herzlich dazu ein dies zu tun.
Ich habe den ersten Schritt getan um ein Gespräch in Gang zu bringen. Dazu habe ich metaphorisch meine Thesen an die Pforte genagelt. Die erste Antwort (Pausencloun) darf als Versuch gewertet werden das Gespräch abzuwürgen, bevor das zarte Pflänzlein überhaupt Zeit hatte zu wachsen und gedeihen Jetzt ist es an den geneigten Lesern die Thesen zu studieren, sie der hochnotpeinlichen Prüfung zu unterziehen und ggf. eine Gegenrede zu formulieren.
Ich sehe dies kritisch, weil es sich um das selbe Prinzip wie dies des Telemarketing ist. Mit den selben Methoden, denn beide ›Verkaufskanäle‹ haben voneinander gelernt. Jesus hat die Geldwechsler aus dem Haus seines Vatersvertrieben, der Glaube ist keine Ware und erbraucht kein Telemarketing.
In dem Moment, in dem man eine Kontonummer einblendet … oder via Telefon mit Kreditkarte. PayPal, GooglePay, AmazonPay oder ApplePay dem Prediger Geld zukommen lassen kann … ist es eine Verkaufsveranstaltung.
»Und sie kommen nach Jerusalem. Und als er in den Tempel hineinging, begann er, alle hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften. Die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer stiess er um.« -- Markus 11:15
Man kann natürlich allen Telefonverkäufer pauschal einen Ablassschein ausstellen, weil eventuell ein oder zwei ehrliche Seelen unter ihnen sein könnten (aber wahrscheinlich nicht sind) … und nur weil es auf diesen Zug bereits so viele Trittbrettfahrer aufgesprungen sind, dass ich unter vielen Kanälen auswählen kann, macht die Sache nicht besser.
Ein Gläubiger braucht nicht mal ein Gotteshaus oder Geistlich … ja nicht einmal ein körperliche Stimme … um zu beten und mit zum Herren zu sprechen. Seine Gedanken reichen, der Herr kann sie lesen. Oder möchtest Du widersprechen?
Spendenaufrufe sind nich verwerflich, als ich noch regelmäßiger Besucher von Gottesdiensten war wurde mir regelmäßig der Klingelbeutel hingehalten. Wenn die Münz' im Beutel klingt, die arme Seel aus'm Feuer springt. Aber die Methoden der Fernsehprediger haben regelmäßig Finanzaufsicht und Regierungsstellen bewogen genauer anzusehen.
Abscließend der deutlichste Hinweis: Zeige mir den Prediger, der in Sack und Asche geht, und ich schwöre ab und preise ihn als Heiligen.
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Weateyd am 26.08.2026 17:01
Ich habe dein Referat nicht auf die Richtigkeit der umfangreich genannten Fakten überprüft. Daher kann ich dazu nichts sagen. Wenn du über diese Fakten reden möchtest, müsste ich sie noch prüfen.
Allerdings hast du, deine Meinung und Hypothesen eingebracht, die mich interessiert und die du auch noch ausführen kannst.
Warum siehst du das kritisch bzw. was siehst du konkret negativ? Warum denkst du, dass sich der Prediger in den Stand eines Götzen setzt? Denkst du so über alle Fernsehprediger oder nur über bestimmte? Fernsehprediger alle Pauschal als Scharlatanerei zu bezeichnen ist nicht fair.
Um auch die positive Seite zu beleuchten: Wir haben mit dem TV ein wunderbares Medium die frohe Botschaft zu verkünden. Jeder Prediger/Kirche hat im TV seinen Bereich. Ich kann vor dem TV ein Bibelstudium machen wenn ich möchte, Lobpreis oder in das Gebet gehen. Es soll schon Leute gegeben haben, die durch eine Fernsehpredigt zum Glauben gekommen sind. Auch ich sehe regelmäßig solche Sendungen und schöpfe Kraft daraus (oder auch demut, je nachdem ;) ). Zumal haben wir mit dem TV auch die Möglichkeit wirklich heilige Prediger Reden zu hören (v.a. auch den Papst um den bekanntesten zu nennen). Es gibt soviele Möglichkeiten mit diesem Medium, ich sehe es als Bereicherung.
Um den Punkt "Spendenaufrufe" aufzugreifen: Auch das ist erstmal m.E. nichts verwerfliches. Jede Ortsgemeinde tut das. Jede Kirche muss sich finanzieren. Und offenbar reicht es vielerorts leider nicht, sodass immer mehr Kirchen nicht mehr gewartet werden können usw.
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von pausenclown am 26.08.2026 16:56Hallo Katechon.
Nein, ich habe mit der Forenleitung nichts zu tun, es war nur ein Hinweis, mehr nicht.
Viel Spaß beim aufklären...
LG
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von Katechon am 26.08.2026 16:44Streit findet derjenige, der ihn sucht, denn:. »Hochmut führt nur zu Streit, Weisheit aber ist bei denen, die sich beraten lassen.«-- Sprüche 13:10
Demnach sehe meine Posts bitte als Beratung und Aufklärung.
Es ist müßig darüber zu diskutieren ob eine thematische und fokussierte Diskussion über evangelikale Erweckungstheologie in den Telemedien zu Streit führen kann, es sei denn diejenigen, die den kritischen Dialog fürchten, bevorzugten es sich gegenseitig anzuschweigen. Über Personen zu schweigen und nicht zu urteilen, hieße Luther, Calvin, Zwingli, Hutter, Hus, Melanchton, Menno Simons … und sogar Jesus Christus … aus den Diskussionsthemen zu verbannen … denn alle haben gepredigt und nur in diktatorischen Umgebungen darf nicht offen über sie diskutiert werden. Befürwortest Du Diktaturen?
Wissen und Bildung schaden nicht, also schadet die Diskussion und der Austausch in gebildeter Manier und Sprache dem Diskurs nicht. Es wäre auch ein äußerst schlechter Stil für Dritte das Wort zu führen. Mir wurden bei der Anmeldung im Forum gute und anregende Gespräche sowohl gewünscht als auch zugesichert. Also warum sprichst Du nun gegnsätzliches im Namen der Forumsleitung? Bist Du dazu befugt? Falls ja beuge ich mich natürlich.
in diesem Sinne!
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]


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