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Burgen

-, Weiblich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Burgen am 08.10.2026 20:38


Habe gerade nochmal vorhin in Lukas 4, 1-44 gelesen. Ua zeigt das Kapitel den Grund seines Kommen auf Erden auf. Wobei die Szene seiner Lesung mit den Worten aus dem Propheten Jesaja wichtig ist: "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; ... " 

Vermutlich schneiden wir uns selbst von der Überzeugung, dass er der Messias ist ab - und er dies in seiner Sabbatlesung ganz klar macht, warum er in V21 sagt: "Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt." Von da an wird er von höchster Stelle abgelehnt, und eben auch von denen, die ihn als Zimmermann kannten. 

Voraus ging jedoch in Lukas die Versuchung Jesu, in anderen Evangelien wird noch die Taufe hervorgehoben und Gottes Stimme, die ihn legitimiert - und sein neues Leben bestätigt. Ähnlich wie die heutige Taufe als Legitimation für das neue Leben mit ihm. Die Säuglingstaufe ist eher ein anderes 'Unterthema', obwohl sie natürlich auch zählt. 

Vermutlich sahen die Menschen Jesus damals genauso wenig als Messias, Retter und Heiler wie wir in der heutigen Zeit. Und vielleicht sehen und hoffen wir meist auf Besserung, Heilung, Nähe mit Jesus als dass wir glauben, dass er das alles tun kann - nur nehmen wir uns wirklich jeder die Zeit ihn anzubeten während wir die Zeit um uns herum vergessen? 

Jesus liebt die Menschen. Lieben wir Jesus auch mit der innigen Beziehung wie er uns? Oder wollen wir nur mehr oder weniger seine Gaben, die er ja eigentlich reichlich darbringt. Nur haben wir vor lauter Arbeit, Stress, und Ablenkung, sowie eigenes Kopfkino soviel zu tun, dass wir eher im Laufe des Weltlebens aufgehen? 

Genau wie vor tausenden Jahren - Gott Jesus kann man nicht tun sehen mit den Augen. Deswegen tun wir uns vielleicht schwer damit, seine Heilungen zu empfangen? Uns fehlt vielleicht auch das Vertrauen und Abwarten bzw. aktiv auf Jesus zu warten? 


>>>Wo bleibt da jener einfache und kindliche Glaube, der von Gott, dem Schöpfer, Heil und Leben erwartet?

Daher meine Frage, ob nicht eine Art kollektiver Unglaube (der Moderne, der Neuzeit) das Denken und Leben heute kennzeichnet.Und die heutigen Denkvoraussetzungen unsere Erwartungshaltung in ähnlicher Weise blockieren wie es damals in Nazareth geschah. 
Merciful<<<

Es gibt ganz sicher Gemeinden, die ihre Glieder anleiten zu dem wirlichen Vertrauen in Beziehung mit Jesus zu leben und ihn nicht nach dem Kirchgang schon wieder vergessen. Sein Wort - er selbst - will vom Kopf unbedingt im Herzen bewegt und auch in Zwiesprache mittels dem Wort der Bibel verändern was wir selbst nicht sehen können. 
Aus der Geschichte wissen wir, dass Gott ausserhalb unsere Zeitlinie agiert, handelt, plant und verhindert indem er schon oft Unfall und Gefahr unsichtbar eingreifend verhindert hat. Heilung hatte damals zu Jesu Zeiten eine wichtige Funktion seines Auftrags. Heute ist vielleicht diesbezüglich Gottes Leine etwas länger als damals. Jetzt scheint anderes wichtiger, obwohl er jeden einzelnen sieht und ihm auch helfen will. 

Manche Prediger predigen so als ob sie direkt im Umfeld Jesu stehen, sitzen und sprechen - ganz als sei Jesus während der Predigt der Sprecher. Und so eine Verbindung mit und zu ihm möchte natürlich auch - vermutlich kostet dieses etwas meiner bisherigen Lebensgewohnheiten. Weiß nicht wie es bei euch ist. Man sagt ja manchmal, nach oben hin sei noch Luft ... 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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pausenclown

-, Männlich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von pausenclown am 08.10.2026 17:20

Hallo.

Meine Beobachtungen und Gedanken dazu.

Ich glaube an Gottes Souveränität. Ich wüsste nicht, wie Gottes Handeln beeinflussen könnte.
Soll ich 10 Vater unser beten oder xy 1000 Euro spenden und Gott und dafür heilst du mich?

Lukas 9 
Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist’s erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben? .
Der Mann mit der verdorrten Hand ist der Hintergrund.
Jesus fragt ja nicht, ob es erlaubt ist zu heilen, sondern zu retten.
Diese Einschränkung damals und heute ist ein großer Unterschied.
Viele Erkrankungen waren damals eben tödlich und heute behandelbar. Man denke zB an eine Blinddarmentzündung. 

Viele der Wunder Jesu geschahen im Rahmen der Verkündigung und Sündenvergebung. Das setzt sich in der Apostelgeschichte fort.
Naja, nur nicht bei Paulus, der würde blind.
Und daraus eine Frage, wer ist heute noch als Gemeinde aktiv an den Hecken und Zäunen?

Meine letzte Beobachtung, Lazarus wird von den Toten auferweckt, welchen Anteil hatte jetzt sein Glauben daran?


Shalom Pausenclown.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 17:21.

nusskeks

56, Männlich

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Beiträge: 801

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von nusskeks am 08.10.2026 12:33

Offtopic: Bei längeren Texten wird es sehr unübersichtlich, wenn man für jeden Satz einen Absatz macht. 

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Merciful

55, Männlich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Merciful am 08.10.2026 10:58

Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er davon und kam in seine Vaterstadt
und lehrte sie in ihrer Synagoge, sodass sie sich entsetzten und sprachen:
Woher hat dieser solche Weisheit und solche Machttaten?
 
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas?
Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er denn dies alles? Und sie ärgerten sich an ihm.
 
Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Hause.
Und er tat dort nicht viele Machttaten um ihres Unglaubens willen.
 
(Evangelium nach Matthäus 13,53-58; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
          Wegen ihres Unglaubens tat er dort in Nazareth nicht viele Machttaten.
 
In heutiger Zeit würde ich einem Menschen, der nicht geheilt wird, nicht zu verstehen geben, er habe keinen Glauben.
 
Eine solche Unterstellung wäre problematisch:
 
1. Es lässt sich nicht sicher beweisen, dass Glaube oder Unglaube über den Verlauf einer Krankheit entscheiden.
 
2. Der Glaube lässt sich nicht messen, ein vermeintlicher Unglaube kann nicht sicher festgestellt werden.
 
3. Der unterstellte Unglaube würde im Sinne einer persönlichen Schuld interpretiert werden.
 
Der Mensch hätte dann durch seinen Unglauben eine ansonsten mögliche Heilung verhindert.
 
Aber umgekehrt erwartet doch der Glaube Heil und Rettung gerade nicht von sich selbst.
 
Der Heilung suchende Mensch unterstellt sich dem Christus: Wenn du willst, so kannst du mich reinigen.
 
Wenn also der Mensch sich nicht selbst zu heilen vermag, wie sollte er dann seine Heilung verhindern können?
 
          Etwas anderes ist es meines Erachtens, wenn der Unglaube nicht so sehr als persönliche Schuld angesehen wird.
 
Den Menschen in Nazareth fiel es schwer, auf den zu vertrauen, der über Jahre hinweg als Zimmermann bekannt war.
 
Die Menschen waren irgendwie gefangen in ihren Gedanken.
 
Wie sollte jener Zimmermann nun der Messias sein?
 
Wir heutigen Menschen sind seit vielleicht 300 oder 400 Jahren durch Aufklärung, Rationalismus, Materialismus geprägt.
 
Wir halten es heute mit der Urknalltheorie, der Evolutionsbiologie, der Psychoanalyse, mit künstlicher Intelligenz.
 
Wir können vieles erklären, begründen, können Ursachen und Wirkungen benennen.
 
Wohlgemerkt, ich bin nicht gegen wissenschaftlichen Fortschritt oder technologische Innovation.
 
Der Mensch sollte seine Möglichkeiten, etwa auf dem Gebiet der Medizin, innerhalb ethischer Grenzen nutzen.
 
Aber ist es nicht so, dass der Mensch der Neuzeit Gott aus seinem Weltbild mehr und mehr hinausgedrängt hat?
 
Heutige Gesellschaften haben sich weitgehend von Glaube, Bibel und Kirche distanziert und emanzipiert.
 
Dies mag freilich von Land zu Land, von Nation zu Nation unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
 
Aber tendenziell wachsen heutige Menschen in diese Prägung hinein.
 
Wo bleibt da jener einfache und kindliche Glaube, der von Gott, dem Schöpfer, Heil und Leben erwartet?
 
Daher meine Frage, ob nicht eine Art kollektiver Unglaube (der Moderne, der Neuzeit) das Denken und Leben heute kennzeichnet.
 
Und die heutigen Denkvoraussetzungen unsere Erwartungshaltung in ähnlicher Weise blockieren wie es damals in Nazareth geschah.
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 19:01.

pausenclown

-, Männlich

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 08.10.2026 09:13

Hallo.

Nebenan wird das Thema Heilung und Glaube diskutiert.
Ich schreibe hier etwas darüber, natürlich mit aus einer anderen Perspektive und da ich nicht nerven möchte, kann man ab hier lesen oder aufhören zu lesen.
Ich glaube, du glaubst, wir glauben, was bedeutet eigentlich glauben?

In der jüdischen Tradition bedeutet der Glaube Emuna. Das Neuen Testament verwendet das Wort Pistis für Glaube.
Aus meiner Erfahrung und Beobachtung wird das Wort Glaube in christlichen Kreisen mit einem Fürwahrhalten definiert. Richtig Glauben, dass richtige Glauben und oft ein Anhäufen von Wissen. Glaube, eine intellektuelle Leistung.
Der Zweifel ist der Gegensatz zum Glauben und befindet sich im Wettstreit.
Du wurdest nicht geheilt, weil dir Glaube fehlt, oder du zweifelst zu sehr, kein Wunder wirst du nicht geheilt….

Das hebräische Wort Emuna, ist mehr ein Konzept.
2.Mose 17.12
Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging
Die meisten Bibeln übersetzen mit: „...so blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging.“ Eine präzisere Übersetzung lautet jedoch: „...und seine Hände waren Glaube (Emuna) bis zum Untergang der Sonne.“

Es geht nicht darum, sich im Kopf krampfhaft anzustrengen, eine biblische Formel ganz fest für wahr zu halten, damit das Wunder oder die Heilung passiert. 
Emuna bedeutet stattdessen, sich trotz der sichtbaren Umstände und Ängste fest in Gott zu verankern,wie die gestützten Arme von Mose und die Treue zu ihm zu halten – unabhängig davon, wie die Situation im Moment aussieht.
Vielleicht kann man es so ausdrücken: Aus dem Kopf hin zu taten.

Emuna und Zweifel.
Zweifel im Kopf und Emuna in den Füßen, eine Zusammenfassung rabbinischer Theologie.
Da Emuna eine Handlung ist, zeigt sie sich nicht darin, was du gerade fühlst oder denkst, sondern darin, was du tust.
 
Markus 9, 24
Ein Vater, dessen Kind schwer krank ist bzw. besessen, geht zu Jesus. Seine Gedanken sind voller Angst und Zweifel. Er schreit: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Wir wissen nicht was und welche Zweifel er im Kopf hatte konkret, aber Emuna hat ihn in Bewegung gebracht, er brachte das Kind zu Jesus, trotz Zweifel oder Unglaube im Kopf.

Emuna braucht Gemeinschaft und Unterstützung.
So wie Moses seine Arme gestützt wurden, brauchen wir diese Unterstützung aus der Gemeinschaft.

Emuna braucht Training.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen… kennt jeder.
Erst Lehrling, dann Geselle (Handwerker) dann die Meisterprüfung. Das Hebräische Wort Handwerker und Emuna haben dieselbe Wurzel. Der Handwerker Uman.
Emuna ist wie der Seelenmuskel der trainiert wird.

Emuna ist die Kraft, in der Wartezeit nicht umzukippen. 
Natürlich kann ich dafür beten, Emuna zu empfangen.

Zum Schluss ein Zitat von Rabbi Nachmann.
"Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke, und das Wichtigste ist, sich überhaupt nicht zu fürchten.“ Das bedeutet praktisch: Die Füße gehen voran, auch wenn der Kopf zittert.

Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 09:15.

Burgen

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Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 08.10.2026 08:30

Donnerstag ,  immer noch in der Ernte-Dank-Woche: 


Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit. 
Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer.  Habakuk 2,3  

[Frage: welche Weissagung?
interessant ist, in welchem biblischen Zusammenhang 
diese Aussage steht. --> Gott unterscheidet zwischen 
Gerechten und Ungerechten (Erklärung ELB)
Habakuk 2,1-5]

Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde 
und ist dabei geduldig, 
bis sie empfange den Frühregen und Spätregen.  Jakobus 5,7 


Gebet Julia Esquive'l 

Einstweilen bitte ich dich, Herr, mache tief in meinem Herzen 
die Botschaft lebendig vom Fest des Lebens! 
Vom leeren Grab! Vom siegreichen Kreuz! 
Auf dass deine Stimme jeden Morgen neu meine Ohren öffne 
mit der immer neuen Botschaft: 
Geh und sage meinen Brüdern, dass ich den Tod besiegt habe. 

(c) Julia Esquive'l 

:::  

TagesL: Markus 3,31-35 
V33 Und Jesus antwortete: 
Wer sind meine Mutter und meine Brüder? 
V34 Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden 
und spricht: 
Siehe, meine Mutter und meine Brüder! 
V35 Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und 
<meine> Schwester und <meine> Mutter. 

fortlL: Galater 4,8-20 
V9 jetzt aber habt ihr Gott erkannt - vielmehr seid ihr von Gott erkannt worden. 
Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, 
denen ihr wieder von Neuem dienen wollt? ... 

V16 Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? 
V19 Meine Kinder, um die ich abermals Geburtswehen erleide, 
      bis Christus in euch Gestalt gewonnen hat - 
V20 ich wünschte aber, jetzt bei euch anwesend zu sein und 
      meine Stimme zu wandeln, denn ich bin wegen euch im Zweifel   ELB 

 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

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2.Kor 12,7-9 : Was kann mit dem Dorn im Fleisch bei Paulus gemeint sein?

von Burgen am 07.10.2026 22:09

Hallöchen 

in dem Thread zu den Heilungsgeschichten Jesu wurde der Dorn im Fleisch des Paulus genannt. 

Vor einigen Tagen fragte im Logos Team nach, ob es erlaubt ist, Suchkriterien hierher zu kopieren. 
Es ist erlaubt, Text und Quelle sind erlaubt zu kopieren. 

::: 

Das Thema zum Dorn im Fleisch des Paulus hatte ich zB immer in dem Zusammenhang seiner Schläge, Gefängnisse und Ablehnungen, also Schmerzen gesehen. Denn immerhin war er von einem dekorierten Christenverfolger zu einem ünerzeugten und kompromisslosen Nachfolger Jesus des Christus geworden. 

Meine Frage in der logos-Suche, aus meiner dortigen Büchersammlung: 
2.Kor 12,7-9 ist mit dem Dorn im Fleisch die Misshandlung, Gefängnis und Schläge des Pauls gemeint?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nein, der Dorn im Fleisch wird als "ein Engel Satans" beschrieben, der Paulus "mit Fäusten schlägt" (2. Kor 12,1–10)—nicht als die Verfolgungen, die Paulus später erlitt. Die Interpretationen sind tatsächlich vielfältig und umstritten.

Vier Hauptdeutungen werden diskutiert: fleischliche Versuchungen, Schuldgefühle aus seiner Zeit als Verfolger, eine körperliche oder nervliche Erkrankung, oder ein persönlicher Gegner1. Seit Tertullian vertreten die meisten Ausleger die Ansicht einer körperlichen Krankheit—etwa Malaria—, die andauernde Qualen verursachte, offensichtlich war, aber Paulus' missionarische Arbeit nicht behinderte2.

Allerdings gibt es auch eine gegensätzliche Position: Einige Ausleger argumentieren, dass "Dorn im Fleisch" wahrscheinlich eine Person meint, nicht eine Krankheit, da "Dorn" im Alten Testament ein verbreitetes Idiom für menschliche Feinde war1. Ein Bibelkommentar deutet darauf hin, dass "ein Engel Satans" möglicherweise einen dämonisierten Menschen bezeichnete, der Paulus' Leben schwer machte, und dass die Wendung "mit Fäusten schlagen" in der Bibel normalerweise Misshandlung durch Menschen beschreibt3.

Allerdings kann keine einzelne Deutung mit Sicherheit nachgewiesen werden4. Paulus selbst gibt keine klare Erklärung ab—möglicherweise absichtlich, da er sich nicht für die genaue Natur des Dorns interessierte, sondern für dessen theologischen Ursprung, seine Ursache und seinen Zweck: Paulus vor Hochmut zu bewahren4. 

Quellbücher:

1
John Rea, „Thorn in the Flesh", in The Wycliffe Bible Encyclopedia, hg. von Charles F. Pfeiffer und Howard F. Vos (Moody Press, 1975). [Siehe hier, hier.]
2
Graham H. Twelftree, Paul and the Miraculous: A Historical Reconstruction (Grand Rapids, MI: Baker Academic, 2013), 160.
3
Nicola Vollkommer, Was bleibt, wenn Gott schweigt: Biblische Erfahrungen von unerhörten Gebeten und unerschütterlichem Vertrauen (Hänssler, 2026). [Siehe hier.]
4
Derek R. Brown, E. Tod Twist, und Wendy Widder, 2 Corinthians, hg. von Douglas Mangum und John D. Barry, Logos Research Commentaries (Bellingham, WA: Logos Bible Software, 2026). [Siehe hier, hier.] 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Bin echt erstaunt darüber, dass meine obige Frage mit einem klaren "nein" beantwortet wurde. Obwohl die weiteren Ausführungen dennoch darauf schließen, dass Paulus mit seiner Vergangenheit, vielleicht sogar sein Charakter in der Vergangenheit mehr oder weniger durch Satan angegriffen wird. 

Paulus äussert sich ja nicht direkt zu dem, was er durch Satan zu erleiden hat. Und Gott dies sogar zulässt. Immer wieder jedenfalls muss er sich vor Gott demütigen damit er nicht stolz oder hochmütig würde, war zu lesen. 

Das ist vielleicht die Gefahr, er wird ja als Intellektueller und schwer verständlicher Mensch sogar von Petrus bezeichnet. Rein menschlich könnte man sagen, dass er von Zeit zu Zeit etwas über die Mütze bekommen müsse. 

Wir wissen aber auch, dass wirklich alles zum Besten dient.
Es also niemals Strafe durch Gott ist. Es ist eher nützlich um geistlich zu wachsen und Jesus immer besser lennenzulernen und in Ihn durch ein erneuertes Herz und Denken zu verändern. 

Mir fällt da Mose ein. Und eben Paulus. Beide Männer werden sehr demütig bezeichnet. 
Und wie Jesus freiwillig nach Jerusalem hoch geht um seinem leiblichen Tod in die Augen zu sehen, ebenso geht später Paulus nach Rom offenen Auges seinem schlimmen Tod entgegen. 

Beide wissen, dass danach etwas viel Besseres kommen wird. 

Und ich denke bezüglich Heilung, die wir erbeten, aber nicht kommen sehen, dennoch Gott loben und preisen - die Herzen erheben voll Vertrauen, weil er es gut mit seinen Kindern meint. Unser gesunder Körper wartet im Himmel, dem dritten Himmel auf uns. 

Deshalb können wir natürlich schon jetzt in allen anderen Lebenszusammenhängen allein durch Gewissheit seiner unendlich wahrhaftigen Liebe glauben, beten und trotzdem danken dass er ist der er ist. So denke und empfinde gerade. 

burgen 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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nusskeks

56, Männlich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von nusskeks am 07.10.2026 14:37

Merciful: Könnte es nicht sein, dass unser Unglaube ("Hilf meinem Unglauben!") Gottes Wirken in heutiger Zeit blockiert?

Hm. Gute Frage. Man könnte, so man in die Schriften schaut, fast darauf kommen. Es scheint einen Zusammenhang zu geben, aber keine Kausalität. Denn längst nicht alle Menschen die in der Schrift durch Gott geheilt wurden, hatten einen erkennbaren Glauben. Auch im genannten Beispiel "Hilf meinem Unglauben" stehen die Zweifel ausdrücklich im Raum. Was ich zum Beispiel in der Heimatstadt Jesu sehe, ist nicht nur Unglaube, es ist Ablehnung. Vielleicht kommen wir damit weiter?

Direkt zu der Frage würde ich zunächst sagen: Ja, Unglaube kann ein Hindernis für Gottes Wirken sein, wenn damit die Weigerung gemeint ist, Christus zu vertrauen, ihn anzurufen oder sich seinem Wirken zu öffnen. Nazareth zeigt das deutlich. Aber nein, unser Glaube ist nicht eine notwendige Voraussetzung, ohne die Gott nicht heilen könnte.

Eine Kausalität von Gottes Möglichkeit zur Heilung zu einer geheilten oder nicht geheilten Krankheit können wir hingegen nicht eindeutig nachvollziehen. Gott und sein Geist wirken wo sie wollen. Auch der eindeutige Zusammenhang zwischen dem "Tun und dem Ergehen" lässt sich in der Schrift nicht erkennen. Das wird an diversen Stellen auch klar abgelehnt. 

Allein die Größe des Glaubens ist also kein Gradmesser für die Häufigkeit göttlicher Heilung. Das Beispiel aus Mark 9,22-24 ist da sehr anschaulich. Manchmal ist auch die Krankheit selbst der Wille Gottes und klares Zeichen seiner Liebe. 

Mir kommt eine andere Frage in den Sinn: Rechnen wir tatsächlich mit Gottes Handeln und bitten wir ihn darum – ohne aus unserem Glauben eine Bedingung zu machen, an die Gott gebunden wäre?

Hm, hier sollte ich erstmal enden.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.10.2026 14:53.

Sterntaler

38, Weiblich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Sterntaler am 07.10.2026 14:31

Ich will dich ja nicht verärgern. Aber die Bibel ist ein lebendiges Wort und nicht ein lebloses Bücherregal.

Aber Merciful hat nicht behauptet, die Bibel sei leblos.

Das ist ja ein Kern des ganzen Themas: 
Und meistens, oder oft begründet er die Heilung damit, indem er sagt: dein Glaube hat dich geheilt, gehe hin - sündige nicht mehr oder anderes. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir nicht 'richtig' glauben.

Ich denke, das bedeutet es im Umkehrschluss nicht zwangsläufig:
Wasser lässt Pflanzen wachsen. Daraus folgt nicht: Weil die Pflanze nicht wächst, fehlt ihr Wasser - ihr könnte auch Sonne oder etwas anderes fehlen.

Oder: Ein Kind bittet seine Mutter im Vertrauen um etwas Gutes. Die Mutter sagt trotzdem Nein, weil sie einen Grund dafür hat, den das Kind vielleicht gar nicht kennt. 

Gerade Paulus ist ja interessant: Großer Glaube + dreimalige Bitte + die Belastung blieb (Stachel, was auch immer es war) 
Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.

Die Formel Du hast zu wenig Glauben, deshalb bist du noch krank finde ich im Neuen Testament so nicht. 

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

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Re: Israel braucht unser Gebet. Terror, Gazastreifen, Jerusalem 2. Versuch

von nusskeks am 07.10.2026 14:07

Der Terror ist nicht vergessen und die Aufarbeitung hat kaum begonnen. Die meisten Videos von den Taten der Hamas die es zu diesem Tag gibt, traue ich mich nicht anzusehen. Was ich weiß, erschüttert mich und lässt mir die Augen überlaufen.

Was da heute von nicht wenigen Deutschen verharmlosend als "Akt des Widerstandes" bezeichnet wird, kannte an unmenschlicher Ekelhaftigkeit und Blutrausch keine Grenzen. Durch nichts zu rechtfertigen sind die Taten der Hamas. 

Heute ist der 07.10. Israel braucht unser Gebet und Deutschland ob der Entwicklung hier auch. 

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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