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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von nusskeks am 13.07.2026 16:33Hm. Dann wird es aber schwierig. Denn gleichzeitig besteht Deine Frage darin, wie man ohne Erfüllung Frieden finden kann. Geht es da denn überhaupt ohne das konkrete Beispiel, wenn man konkret und praktisch werden möchte?
Ich zum Beispiel habe eine Behinderung. Etwas, von dem mich Jesus mit Leichtigkeit befreien könnte. Er tut es nicht und zwar schon sehr lange nicht, da ich diese Behinderung seit meiner Kindheit habe. Ich bin mit etwa 22 Jahren von Jesus errettet worden. Meine Behinderung hat Gott dafür genutzt, dass ich ihn kennenlernen durfte. Puh. Harter Stoff. Ich kann Jesus also nach meinem Empfinden nicht einmal böse sein, da er mein Leid dazu benutzt hat, den größten Schatz der Menschheitsgeschichte zu finden. "Alle Dinge müssen zum Besten dienen..." diesen Vers habe ich also nicht aus blanker Theorie zitiert. Da ist es ganz konkret geworden, in meinen Leben.
Das meine ich. Man muss konrket oder zumindest konkreter werden.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von pausenclown am 13.07.2026 16:32Hallo Sterntaler.
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Sterntaler am 13.07.2026 16:10Schmerz über einen gescheiterten Lebensentwurf ist aus meiner Sicht nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Loslassbereitschaft, falscher Bindung oder fehlender Bereitschaft, Gottes Weg anzunehmen. Die Deutung, mein fortbestehender Schmerz könne bedeuten, dass ich den Wunsch nicht genügend loslasse und dadurch selbst meinen Frieden verhindere, empfinde ich als sehr belastend.
Meine Frage wurde damit aus meiner Sicht ins Gegenteil verkehrt: Ich habe nicht danach gefragt, wie ich den Wunsch doch noch erfüllt bekomme, sondern wie ich auch ohne seine Erfüllung gut leben und Frieden finden kann. Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied.
Ich merke, dass diese Diskussion für mich nicht der richtige Rahmen ist. Ich hatte auf Erfahrungen und Weisheit dazu gehofft, wie Frieden trotz eines bleibenden Mangels wachsen kann. Stattdessen fühle ich mich zunehmend in die Position gebracht, meinen Wunsch und meinen Schmerz rechtfertigen zu müssen.
Deshalb möchte ich die Diskussion an dieser Stelle beenden.
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 13.07.2026 15:04Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Sterntaler am 13.07.2026 13:42Lieber Merciful,
den Blick bewusst auf das Gute im Leben zu richten, kann sicher helfen und dem Schmerz weniger Raum geben. Ich glaube nur nicht, dass der Schmerz dadurch verschwindet. Wenn etwas wirklich wehtut, bleibt es oft spürbar, auch wenn man die Aufmerksamkeit immer wieder auf anderes lenkt.
Meine Frage ist deshalb: Kann sich das Leben irgendwann wieder geborgen und tief gut anfühlen, auch wenn es an einem wichtigen Punkt dauerhaft anders verläuft, als man es sich selbst erhofft hat und als viele Menschen es für gut und selbstverständlich halten?
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 13.07.2026 12:55Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Sterntaler am 13.07.2026 12:33Hallo Pausenclown,
danke für deine Rückfrage. Den konkreten Wunsch möchte ich hier lieber nicht öffentlich benennen. Mir geht es bewusst um die allgemeinere Frage, wie man mit einem tiefen, länger unerfüllten Wunsch so leben kann, dass er nicht dauerhaft das ganze Lebensgefühl bestimmt.
Herzliche Grüße
Sterntaler
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von pausenclown am 13.07.2026 10:57Hallo Sterntaler.
Ich tue mich schwer mit pauschalen Antworten.
Vielleicht magst du deinen Wunsch hier schreiben?
Ein herzliches Shalom Pausenclown
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Sterntaler am 13.07.2026 10:41Danke für eure Gedanken. Ich merke, dass die bisherigen Antworten vor allem auf die theologische Einordnung und teilweise auch auf die Prüfung des Wunsches eingehen. Das ist wertvoll.
Wenn wir all das nun voraussetzen: Wie wird daraus gelebte Erfahrung? Wie können aus Gottvertrauen tatsächlich spürbare Ruhe, Geborgenheit und Entspannung im Alltag wachsen?
Nach meiner Erfahrung genügt es leider nicht, sich diese Wahrheiten nur gedanklich bewusst zu machen. Ein unerfüllter Wunsch kann das Lebensgefühl trotzdem – vielleicht auch nur unterschwellig – prägen. Genau das möchte ich nicht. Ich habe nicht in der Hand, ob sich ein wichtiger Wunsch erfüllt. Aber wenn er unerfüllt bleibt, möchte ich nicht mein ganzes Leben darunter leiden.
Den Gedanken, Gott nicht nur den Wunsch selbst, sondern auch die mit seiner möglichen Nichterfüllung verbundenen Sorgen anzuvertrauen, fand ich bereits hilfreich. Vielleicht kennt jemand darüber hinaus konkrete Wege oder Erfahrungen, die dabei helfen können.
Vielen Dank für eure bisherigen Beiträge.


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