Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes

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nennmichdu

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Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes

von nennmichdu am 28.03.2018 10:07

Hier noch ein weiterer hilfreicher Link zur Bedeutung der Evangelistensymbole:


https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelistensymbole

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nennmichdu

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Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes

von nennmichdu am 11.04.2018 19:49

Gedanken zur Offenbarung Kapitel 8 und 9 (teils mit Gedanken und Ausführungen aus einem Buch von Johannes Schneider "Die Offenbarung Jesu Christi")


In diesen beiden Kapiteln der Offenbarung wird von den ersten 6 von 7 Posaunengerichen Gottes berichtet. Die immer wieder schon in der Weltgeschichte partiell als Zorngerichte Gottes über die Menschheit einher gingen. Hier - zur letzten Zeit - dann aber noch einmal in besonderem Ausmaße und Umfang.

Kapitel 8 beginnt mit den ersten 4 Posauen, die die Erde, das Meer, die Wasserquellen und die Gestirne betreffen. Hier in einer Zeit der sich zuspitzenden Menschheitsgeschichte, in der der Satan zum Schluss immer mehr Zulauf und Einfluß gewinnt und die Menschheit, die von Christus nichts wissen will, in diesen Verführungen Satans gestraft wird.

Die Erde, die mit Hagel, der mit Blut und Feuer vermischt ist, verbrennt, steht nicht nur für das Ackerland sondern auch im weiteren Sinne für die Landwirtschaft, Industrie, Technik und den Handel. All das, was dem Menschen aufgetragen war zu bebauen, zu bewahren, sich untertan zu machen im Sinne die Erde zum Nutzen aller zu hegen und zu pflegen durch all die technischen Errungenschaften, ist am Ende der Zeit pervertiert worden vom Menschen. Habsucht, Geldsucht, Genußsucht, zu schrankenlosem Sichausleben, zur Selbstverherrlichung, ja, zur Selbstvergottung, ganz im Stil eines Nebukadnezars: "Das ist mein Babel (meine Welt), das ICH erbaut habe mit MEINER Macht und MEINER Herrlichkeit". Ja, das ist die Signatur der Welt in dämonischer Steigerung: eine Höherentwicklung, der Hölle zu! Ein (endzeitlicher) Aufstieg in rasendem Tempo, der dem furchbarsten Absturz ins Verderben entgegenrast.

Ein Drittel der Kultur wird zerschmettert. Industrie und Technik, eigentlich zum Segen gedacht, dienen der Zerstörung. Rohstoffe werden ausgebeutet und einseitig verteilt zum Krieg und zur Zerstörung verwendet.

Das Meer im zweiten Posaunengericht steht dann auch für das Völkermeer. Die Nationen in ihrer Vielgestaltigkeit und Mannigfaltigkeit, die sich aber nun zunehmend nicht mehr achten und anerkennen, sondern gegenseitig unterdrücken. Die Stärkeren über die Schwächeren herrschen. Die Freiheit wird unterjocht. Die Macht wird zum Gott der Nationen. 
Im zweiten Posaunengericht fällt nun ein großer Berg - eine neues gewaltiges Reich, eine neue Großmacht - ins (Völker) Meer. Die Verbindungen zwischen den Nationen brechen ab. Jedes Land wirtschaftet zunehmend nur noch für sich selbst (wie sehen das aktuell in den USA und in vielen anderen Ländern als Trend).

Das dritte Posauengericht trifft die Wasserquellen der Menschheit. Ein Sinnbild für die geistige Quellen, die den Lebensdurst der Menschheit stillen sollen. Jesus, für uns die Quelle lebendigen Wassers. Der nun nicht mehr gesucht wird, sondern sich die Menschen "angehauene Brunnen, die löricht sind und kein Wasser haben" graben. Süßvergiftete Quellen (Wermut - Bitterkeit) stehen für falsche widergöttliche Irrlehren und Weltanschauungen, die den Geist des Menschens vergiften, verzaubern und täuschen.

Das vierte Posaunengericht betrifft Sonne, Mond und Sterne, wovon der dritte Teil verfinstert wird. Die Gestirne, besonders die Sonne werden in der Schrift öfters genannt als Bild der Erkenntnisquellen der Menschen: als Bild des Verstandes, der Vernunft, der Wissenschaft. Aber hier dient es nicht dazu Gott, Jesus Christus zu erkennen. In der menschlichen Hochmut, selbst so sein zu wollen wie Gott, fällt die Menschheit hier zurück, nicht nur ins grobe Heidentum, auch nicht nur in ein christlich gefärbtes Neuheidentum, sondern sinkt in das Antichristentum, den größten Betrug Satans, von dem in den nächsten drei Posaunengerichten die Rede ist. "Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden". - "Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, das sie glauben der Lüge, das sie gerichtet werden, alle die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit."

In der fünften Posaune (Kapitel 9) fallen nun ungebremst die dämonischen Mächte (das, was zuvor noch durch den heiligen Geist gebremst/zurückgehalten wurde) über die Menschen ein. Das sie gequält und dann in der Zeit der sechsten Posaune zu einem Drittel dann auch getötet werden.
Heuschreckenschwärme die hier sinnbildlich in unsere Gedankenwelt einfallen und Zweifel an Gott, Auflehnung und Ungehorsam hervorrufen. In den Menschen dann eine Gottesferne hervorrufen, die einst schon einen Judas, nachdem er Jesus verraten hatte und der Satan in ihn fuhr, dann keinen Ausweg und Sinn mehr im Leben erblicken ließen und in größter Verzweiflung in den Selbstmord trieben.

So trachtet Satan je und je danach, auch heute, ganze Völker und Zeiten durch satanische Geistesströmungen, Gedankensuggestionen, Ideologien zu überschwemmen, wie mit Heuschreckenschwärmen, um so das göttliche Wahrheitslicht zu verdunkeln, die Herzen und Sinne und Gewissen der Menschen zu verfinstern, zu bezaubern, zu betören.

Die beschriebene Gestalt der Heuschrecken, Kronen wie aus Gold, verweisen auf Täuschung (Glanz ohne Eigenlicht), Lüge, - "ihr Antlitz gleicht einem Menschenantlitz" scheinen nur vernünftig, natürlich, menschlich und sind doch satanisch. Verknüpft mit verführender betörender Sinnlichkeit (Frauenhaar). Zähne wie Löwen - reden von sozialer Gerechtigkeit und Verbrüderung, um sich hernach gegenseitig umso besser zerreissen zu können und Beute an sich zu ziehen. "Sie rasseln mit Flügeln"  - prahlerisch, anspruchsvoll, hochtönend - der Lärm und das Getue, was die innere Leere zu verbergen sucht.
Sie stehen "wie die Skorpione" von hinten her mit ihren Schwänzen. Man kann diese satanische Geistesbewegungen nicht von vorne fassen, in ehrlichem Kampf. Sie sind, wie ihr Urheber, der Vater der Lüge, lügenhafte Gebilde, voller Ränke und Betrug. 

Die Versiegelten (an der Stirn) sind dann die Menschen, die hier noch von Gottes heiligem Geist versiegelt, zu Gott finden/gefunden haben. Die christliche Gemeinde als ganzes ist zuvor schon entrückt (beiseite genommen) worden. Die in und bei all diesen Plagen und Gerichten bewahrt werden und hindurchgehen. So wie auch die Israeliten unter Mose von den Plagen, die die Ägypter traf, verschont blieben.

Kapitel 9 endet dann:

20 Und die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer Hände, dass sie nicht anbeteten die bösen Geister und die goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Götzen, die weder sehen noch hören noch gehen können,
21 und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.

Mit der Verstockung der Menschen, die von diesen Gerichten geplagt wurden. So wie auch der Pharao immer wieder verstockt wurde - sich verstocken ließ - Israel nicht ziehen zu lassen. Sie hatten einst die Möglichkeit noch gehabt. Aber es gibt dann wohl für jeden Menschen einen Zeitpunkt im Leben, wenn er wiederholt sich dem Reden Gottes verschließt, das er dann irgendwann keine Möglichkeit zur Umkehr - zur Hinwendung zu Gott mehr finden kann.

Tröstlich in all diesen Gerichtsworten ist, das Gott selbst Zeit und Stunde bestimmt. Das die Engel Gottes den satanischen Mächten in genau bestimmtem Umfang Freigabe erteilen - das es nicht in Satans eigenen Möglichkeiten und Ermessen liegt, wann er was an Menschen tut/entfesselt.
Und das wir, wenn all dies um uns herum geschieht, wissen dürfen, das es so kommen muss. Das Gott uns durch trägt. Darin bewahrt. Das er das letzte Wort hat. Das Alpha und das Omega. Der Anfänger und der Vollender.

Der verheißen hat, das er "bald" - sprich ohne Verzug - kommen wird -- ohne das ihn etwas aufhalten könnte oder das jemand in seinen Zeit- und Fahrplan hineinpfuschen könnte.
Unser Herr, der auferstanden ist, der zur Rechten Gotten sitzt als priesterlicher König in Herrschaftsmacht, wird - so wie er zum Himmel gefahren ist auch von dort wieder kommen. Zur Freude all derer, die ihn erwarten. Und zum Weh und Leidrufe all derer, die ihn bisdahin abgelehnt haben.

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