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Plueschmors
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Plueschmors am 15.11.2014 21:07Hallo Henoch,
"Glauben" im biblischen Verständnis ist eher ein Vertrauen, "eine herzliche Zuversicht auf Gottes Gnade", wie Luther sich ausdrückte nach Hebr 11,1: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."
Das "Wort" hat nicht allein die Bedeutung "Bibel". Gottes Wort ist Ausdruck der Dynamik Gottes und seiner Macht, die die Welt erschaffen hat. Gottes Wort ist das Wort der Propheten als die Boten seiner Verkündigung. Gottes Wort finden wir auch in der Bibel, sofern es lebendig ist und nicht auf den tötenden Buchstaben reduziert wird. Gottes Wort im Neuen Testament ist Jesus Christus, ausgenommen Mk 7,13; seine Person samt seinem Evangelium sind nun "Wort Gottes", ein für allemal, das letzte Wort Gottes: Jesus, die menschgewordene Liebe Gottes, der Abgrund der Gnade, der Fürst des Friedens. Die Botschaft von Jesus ist Gottes Wort, das die Jünger freimütig verkündeten.
Daß oft Unklarheit herrscht über den Begriff "Wort Gottes", tja, das ist auch so mancher Angst geschuldet.
Ich interpretiere das Wort Gottes auch nicht, Jesu Leben und Werk ist klar genug.
Die Strafe, die das mosaische Gesetz für sexuelle Verirrungen vorsieht, ist klar: Ausrottung. Gesetzliche Christen, die meinen, sich ans Gesetz halten zu müssen, können durchaus in der Lage sein, zu hetzen, das nennen sie aber nicht hetzen, sondern "eintreten für Gottes Wort" oder "Sünde beim rechten Namen nennen" oder "scharfe Barmherzigkeit üben" oder "den Arm abschneiden, daß nicht der ganze Leib verderbe" usw. Wenn sie schon nicht in der Tat töten und ausrotten dürfen, töten und rotten sie halt mit Worten aus, das ist ja legal.
Liebe Grüße, Plueschmors.
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Henoch am 15.11.2014 20:34Hallo Plueschmors,
ich denke, wenn jesus Christus das Wort ist, dann können wir nicht sein Wort in der Bibel nicht glauben und zugleich sagen, wir glauben an Jesus Christus. Denn "Glauben" im biblischen Verständnis ist, Gott zu glauben, was er sagt. Und hat er hat ja versprochen, sein Wort für uns zu erhalten.
Lk 21,33 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.
Deshalb versuche ich eben, das Wort Gottes nicht zu interpretieren und meide daher möglichst auch die verschiedenen Tendenzen dazu.
Insofern bin ich für christlichen Fundamentalismus, wenn das Fundament stimmt, und dagegen, wenn Gottes Wort dazu missbraucht wird, um schreckliches oder auch nur liebloses zu rechtfertigen, weil man Teile der Bibel aus dem Zusammenhang herausreißt und damit böses Handeln rechtfertigen will.
Was ich meine ist, dass Menschen viel Schreckliches tun im Namen Gottes, aber ihr Fundament ist weder Gottes Wille, noch seine Offenbarung (die Bibel), sondern Eigenwille. Steht man wirklich auf dem Fundament des Wortes Gottes, dann gibt es so etwas nicht. Müssen wir dann das Wort Gottes antasten, wenn es mißbraucht wird, oder sollten wir es dann nicht erst recht hochhalten, um gegen solchen Missbrauch aufzustehen? Was meinst Du?
Wie kann es denn biblisch begründet sein, gegen andere Menschen zu hetzen?
Henoch
Plueschmors
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Plueschmors am 15.11.2014 20:32Moin cipher, hallo Solana,
mir ist Deine Position nicht ganz klar: Bist Du nun für oder gegen religiösen Fundamentalismus?
Homosexualität ist zumindest nicht die Regel. Die Ursachen sehe ich freilich woanders.
Danke soweit für Deine Meinung, die ich natürlich akzeptiere. Ich schrieb ja anfangs schon, daß dies ein sehr schwieriges und kontroverses Thema ist, die Threads enden immer auf dieselbe Weise: Jeder beharrt auf seiner Meinung. Ist ja auch in Ordnung, es geht auch nicht darum, irgendwen zu überzeugen, sondern die unterschiedlichen christlichen Standpunkte einmal zu beleuchten. Das ist nämlich so ein Thema, das die Homosexuellen unter sich diskutieren sollten. So ist es, als würden sich Blinde über Sonne und Farben unterhalten.
Wo siehst Du da denn Homosexuelle? Das sind Pärchen, Männer mit ihren Frauen, die - typisch für Rom - an einer Orgie teilnehmen. Du hast recht, das ist definitiv verkehrt, weil hier allein die gottvergessene Lust das Sagen hat. Diese Stelle kann man aber nicht für Homosexualität im heutigen Sinne hernehmen, wo Pärchen ihre Sexualität verantwortlich leben. Keiner hier hat Orgien und sexuelle Ausschweifungen gut geheißen. Aber Liebe, Zärtlichkeit und Partnerschaft heiße ich aussdrücklich gut. Und wenn ein Mann einen anderen Mann von ganzem Herzen liebt und mit ihm in Treue leben will, dann sehe ich keinen Grund, diese Partnerschaft nicht zu segnen als Christ.
Liebe Grüße, Plueschmors.
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Alte Kirchenlieder gesucht
von marjo am 15.11.2014 19:53Also was ich mal gehört hatte waren Lieder vom Chor des Mitternachts Rufs. Der Chor ist musikalisch grenzwertig, aber völlig ohne Schnörkel. Vielleicht ist das was?
gruß, marjo
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Alte Kirchenlieder gesucht
von cipher am 15.11.2014 19:49Oh, ich wollte auch kein Fass, eine CD würde mir schon genügen. 
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Alte Kirchenlieder gesucht
von marjo am 15.11.2014 19:32Nur um mich zu melden: Leider kann ich da nicht helfen.
Das Thema Musik ist ein spannendes Thema, aber ich werde nicht noch ein Faß aufmachen. Im Forum haben wir davon schon eine ganze Wagenladung.
einen schönen abend wünscht,
marjo
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von cipher am 15.11.2014 19:30Für meinen Teil möchte ich mich aus diesem Thread erst einmal ausklinken. Was ich zu sagen hatte, habe ich im wesentlichen gesagt und eine Wiederholung der Standpunkte bringt uns nicht weiter.
Dir wünsche ich Gottes Segen, ob Du nun hier im Forum bleibst oder Dich zum Verlassen entscheidest. Alles Gute!
Plueschmors
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Plueschmors am 15.11.2014 19:09Hallo Henoch, hallo cipher,
was meinst Du denn genau? Jesus ist das Wort, das Alpha und das Omega, womit hast Du denn Probleme? Ich glaube an das Wort Gottes: Jesus Christus, den Anfang und das Ende.
Der christliche Fundamentalismus entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf die historisch-kritische Auslegung der Bibel, manifestiert hat er sich in den "Fundamentals" der Brüder Stewart, die heute als Grundlage des fundamentalistischen Bibelverständnisses gelten, siehe etwa auch die Chicago-Erklärung von 1978. Diese amerikanische Theologie hat vor allem die europäischen Freikirchen geprägt.
Hm, im CS-Thread hast Du noch recht leidenschaftlich gegen den - allerdings islamischen - Fundamentalismus geschrieben.
Absolut nicht! Das ist reines Wunschdenken, nicht erst seit den Versuchen an der Oregon State, als Wissenschaftler nachwiesen, Schafe beliebig umpolen zu können per Hormonspritze. Ich behaupte, man braucht nicht mal die Wissenschaft, der klare Verstand sollte schon genügen, zu sehen, daß Homosexuelle nicht freiwillig homosexuell sind oder sich das irgendwie antrainiert haben.
Liebe Grüße, Plueschmors.
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von solana am 15.11.2014 19:07Irrt die Bibel also? Ich sage nein! Die Verse, die für gewöhnlich gebraucht werden, um Homosexualität als Sünde zu "belegen", müssen also etwas anderes bedeuten. Ist überhaupt von Homosexualität im heutigen Sinne die Rede in der Bibel? Das ist doch sehr die Frage.
Hallo Plueschmors
Die Stelle im Römerbrief, auf die Micha hingewiesen hat, ist da schon recht eindeutig:
Röm 1, 26 denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben
Aber - was nicht übersehen werden darf:
Das wird nicht als "Ursache" angeführt, sondern als "Folge" - Ausdruck der "Verkehrtheit" in die die Welt gerät, wenn die Menschen sich vom Schöpfer abwenden.
Die eigentliche Sünde sitzt tiefer:
20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, 25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
Wer nicht Gott in seinem Leben an die erste Stelle setzt, sondern "das Geschöpf" und dem Geschöpf "dient" statt dem Schöpfer, den übergibt Gott auch der Herrschaft des Herren, den er sich selbst erwählt hat. nämlich "den Begierden ihrer Herzen".
Wer sich den Begierden ausliefert, der muss ihnen dienen:
Röm 6, 16 Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
HS dient nur als "Anschauungsbeispiel" dafür, wie das von Gott ursprünglich gut Geschaffene "verkehrt" wird in etwas "Widernatürliches", das allein der Bedürfnisbefriedigung dient und damit "dem Geschöpf", der "Selbstverwirklichu,g des Egos.
Aber das ist nur ein Beispiel für die "Verkehrtheit", die Menschen "in ihrem verkehrten Sinn" tun das, was "nicht recht" ist - können gar nicht anders, weil sie diesem verkehrten Sinn und ihrer Gier ausgeliefert sind:
Röm 1, 28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. 32 Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Nur wer dem Herrn von ganzem Herzn dient, in dem allein die wahre Freiheit ist, der kommt aus dieser "Knechtschaft der Begierden" heraus, kann in anderer Weise mit der Schöpfung umgehen, ohne in Knechtschaft zu verfallen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
MichaR
Gelöschter Benutzer

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