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pausenclown

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Re: biblische Nächstenliebe

von pausenclown am 09.09.2026 17:32

Hallo Sterntaler.

Danke für deine Gedanken.
Ich glaube, Zurechtweisung ist und war zu jeder Zeit heikel.

Mit 19 Jahren ging ich auf eine Jüngerschafts/Lebenschule, die zugleich eine Lebensgemeinschaft war.
Dass man Auskunft über sich bekommen hat, also wie ich auf andere wirken, war ein Bestandteil der Schule.
Seit dieser Zeit begleitet mich ein Satz: Gemeinschaft ist eine Versammlung von Sündern und ich denke, das stimmt auch außerhalb von einer Gemeinschaft.

Du hast mit der gegenseitigen Wechselwirkung Recht und meine Lösung in all den Jahren ist Vergebung.
Ich persönlich habe keine erfolgreiche Strategie, wie ich zum Beispiel nicht verletzt werde und auch keine, wie ich niemanden verletze.

Am Freitag ist im jüdischen Kalender Neujahrsfest und es ist der Monat Elul.
In diesem Monat geht es um Zeit der inneren Einkehr. Selbstprüfung, Reue und Umkehr. Man nutzt die Tage, um das vergangene Jahr zu reflektieren, Mitmenschen um Verzeihung zu bitten.
Mir gefällt die Idee und sicherlich brauche ich einen Monat Zeit.

Sterntaler, deine Gedanken generell dazu, oder ne Idee was und wie helfen kann?

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.09.2026 17:41.

Sterntaler

38, Weiblich

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Re: biblische Nächstenliebe

von Sterntaler am 09.09.2026 16:38

@Pausenclown, Dein Bild vom Boot mit dem Loch unter einem Sitz illustriert es sehr schön. Ja, mein Tun verändert mich, Beziehungen, Gemeinschaften, es beeinflusst die ganze Lebensumwelt; ich lebe zugleich mit den Folgen dessen, was andere tun. Es gibt eine gegenseitige Wechselwirkung und damit eine Mitverantwortung. Ich meinte deshalb nicht „Mein Leben ist ausschließlich meine Privatsache".

Mitverantwortung heißt jedoch nicht, dass ich mich einfach in das Leben anderer „einmischen" darf. Dass es in jüdischer Tradition offenbar schon früh ein Bewusstsein dafür gab, wie heikel Zurechtweisung anderer ist und mit wieviel Bedacht sie einzusetzen ist, zeigt das ja sehr schön.

Zurechtweisung setzt sowieso voraus, dass es einen einigermaßen gemeinsamen religiösen (rechtlichen o.Ä.) Bezugsrahmen geht und man einander auf diesen verweist. In einer pluralistischen Gesellschaft könnte man allenfalls Hinweise geben.
Zurechtweisung ist aber auch kein „einmischen", denn man wird zwar der eigenen Verantwortung gerecht, lässt dem anderen gleichzeitig aber die Freiheit.

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pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 582

Re: Clownis Welt

von pausenclown am 09.09.2026 15:27

Hallo Sterntaler.

Danke für deine Rückmeldung.

Hallo Nusskeks.
Es geht mir nicht um eine Aussage, sondern dass ich ab und an diese einfach übernehme und irgendwann den Punkt und das Gelernte überprüfet.
Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.09.2026 15:28.

nusskeks

56, Männlich

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 09.09.2026 14:38

pausenclown: Kennt ihr solche Momente auch?
Ja. Sowohl bei mir als auch bei anderen Jesusnachfolgern. Es ist erhellend, manchmal leicht erschütternd und immer lehrreich. Ein Ansporn, es Apg 17,11 nachzumachen. Alles prüfen. 

pausenclown: Und das sei damals so gewesen, quasi historischer Fakt.
Der Autor selbst (falls wir von der selben Person sprechen) hat seine Aussagen in den aktuelleren (englisch-sprachigen) Ausgaben seines vier bänbigen Werkes angepasst. Er spricht jetzt von einer eigenen Rekonstruktion dessen, was er in den Evangelien vorfindet.

Spannend finde ich, dass es eine Prüfungen tatsächlich gibt, wenn jemand solche oder ähnliche Anspreüche erhebt, aber eben anders, als der Autor es besonders in den älteren und kurzen Versionen seines Werkes beschreibt. 

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Sterntaler

38, Weiblich

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Beiträge: 20

Re: Clownis Welt

von Sterntaler am 09.09.2026 10:35

Lieber Pausenclown,
ja, das kenne ich auch. Ich finde es am Ende eine wertvolle Erfahrung, die einen vorsichtiger macht, weil man aus eigener Erfahrung weiß, wie sehr sich der Mensch irren kann. 
Liebe Grüße
★★

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Cleopatra
Administrator

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Forenleitung

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Re: Mein Weg zurück ins Christentum

von Cleopatra am 09.09.2026 09:22

Hallo Niklas, 
willkommen bei uns, danke, dass du uns von deinem Glauben und deinem Erleben erzählst.
Ich finde es so erstaunlich, wie unterschiedlich Gott seine Schäfchen zu sich zieht, bei dir scheint es ja so zu sein, als würde Gott seine Aufmerksamkeit quasi durch so tragische Ereignisse bekommen zu haben.
Ich finde es sehr gut, dass du dich wieder Gott zuwendest.
Darf ich fragen, ob du auch in deinem privaten Leben mit Gott sprichst, mit ihm lebst?
Das geniale an Gott ist ja, dass wir heute schon mit ihm leben dürfen, dass er uns die Möglichkeit gegeben hat, heute mit ihm zu sprechen und er wirkt auch ganz aktiv in unserem Leben ein.
Hast du eine Bibel?
Ich lese im Moment wieder mehr im neuen Testament, die Evangelien, angefangen bei Matthäus, denn dort lernt man nochmal ganz klar Gottes Prinzipien und das Herz Gottes durch Jesus eben kennen.
Es ist so spannend, zu lesen, wie Jesus sich schon für Minderheiten eingesetzt hat und ganz klar gesagt hat, was Richtig und was Falsch ist zum Beispiel.

Wenn du möchtest, dann kannst du auch mit uns über Bibeltexte oder Bibelthemen diskutieren und wir lernen so immer mehr von Gott kennen.

Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen

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Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19

von Burgen am 09.09.2026 08:50


Mittwoch 

Unser Gott wandte den Fluch in einen Segen.   Nehemia 13,2 

Christus hat uns freigekauft vom Fluch des Gesetzes, 
indem er für uns zum Fluch geworden ist - es steht 
nämlich geschrieben: 
Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.  Galater 3,13 


Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden;  
dieses Unmögliche ist der Segen Gottes. 

(c) Dietrich Bonhoeffer   

TagesL: Philemon 1-16 (17-22) 
 
Paulus dankt für den Glauben Philemons und 
bittet ihn in Fürsprache um Barmherzigkeit für einen 
früher, in seinen Augen nutzlosen Diener Gottes, 
der aufgrund der Verkündigung des Paulus zum lebendigen 
Glauben gekommen war - und nun ihm 'nützlich' sein könnte.  

fortlL: Zefanja 1,14-2,3  
Der Tag des HERRN als Gerichtstag für Juda 
Ruf zur Umkehr an Juda  
2,1: 
Rafft euch zusammen, rafft euch auf,
du Nation, die nicht <nach> Gott verlangt, 
bevor der Ratschluss sich verwirklicht 
- wie Spreu geht der Tag vorüber -, 
bevor die Zornesglut des HERRN über euch kommt, 
bevor der Zornestag des HERRN über euch kommt. 
2,3: 
Sucht den HERRN, 
alle ihr Demütigen des Landes, 
die ihr sein Recht getan habt, 
sucht Gerechtigkeit, 
sucht Demut! 
Vielleicht werdet ihr geborgen am Zornestag des HERRN. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Burgen

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Re: Ich habe die Bibel von 397 AD also zur Zeit des Kanons ins Deutsche übersetzt

von Burgen am 09.09.2026 08:28


Hallo Cay 

herzlich Willkommen hier. 

Habe gleich eine Frage: Welche Unterschiede gibt es in deiner Übersetzung zu den heutigen Bibeln? 

Kannst du uns ein Beispiel geben, aufzeigen? 

Braucht es denn noch eine neue Übersetzung oder Übertragung? 

Welche persönlichen Entdeckungen hast gemacht, erlebt mit Gott, während du an diesem Projekt gearbeitet hast? 


Gruß 
Burgen 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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pausenclown

-, Männlich

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 09.09.2026 07:26

Hallo.

Mein Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

Vor etlichen Jahren habe ich in einer Vortragsreihe folgendes gelernt.
Die Schriftgelehrten hatten drei Phasen, in denen sie den Messias (Jesus) prüfen.
Und das sei damals so gewesen, quasi historischer Fakt. 
Mir geht es eigentlich nicht um die Aussage eines Prüfverfahrens, sondern ich höre das und glaube es einfach und übernehme es.
Vor gar nicht allzu langer Zeit kam ich aus Neugier auf Idee, lässt sich die Aussage mit der jüdischen Tradition vereinbaren, ist diese Idee, so ein Verfahren zb. Im Talmud verankert? Nein.
Dann habe ich mich bei meinen Lehrern erkundigt, ebenfalls negativ.

Irgendwie bin ich über mich selbst erstaunt und suche die Gründe weshalb ich einfach übernommen habe, vielleicht hat es sich gut angehört, vielleicht weil diese Theorie so exklusiv klang, oder plausibel?
Deshalb kommt es vor, mein Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

Kennt ihr solche Momente auch?

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.09.2026 07:27.

Niederrheiner

27, Männlich

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Mein Weg zurück ins Christentum

von Niederrheiner am 08.09.2026 20:38

Guten Abend zusammen,

ich möchte gerne meinen Weg zurück zum Christentum mit euch teilen. Der Glaube ist in den letzten Jahren ein fester Bestandteil meines Alltags geworden und ich versuche ihn auch so auszuleben.

Im Jahr 1999 habe ich das Licht der Welt erblickt und bin in dem Jahr auch noch getauft worden seit dem habe ich die römisch-katholische Konfession inne. Meine Mutter und Großmutter mütterlicherseits sind sehr gläubig und haben mir ihren Glauben näher gebracht.

Als Kind wurde sehr viel gebetet. Ob am Tisch beim Mittagessen mit "lieber Gott sei unser Gast und segne was du uns bescheret hast" oder vor dem zu Bett gehen mit dem Vater unser oder gegrüßet seiest du Maria. Es wurde generell sehr viel zu Gott und Mutter Maria in unserer Familie gebetet.

In der Schule habe ich mich sehr für den katholischen Religionsunterricht interssiert und war auch eine Zeit lang in unserem Dorf als Messdiener tätig. 

Leider hat mich dann in meiner Pubertät der Glaube so ziemlich verlassen. Ich wurde nachlässig und mir war in der Zeit alles egal. Ich fiel in eine tiefe Krise und hatte ziemliche psychische Probleme und Depressionen. 

Ich habe wieder angefangen zu beten, so wie es meine Mutter getan hat. Meine Großmutter ist 2016 leider verstorben, aber so schwer der Abscheid auch war, weil sie mir sehr viel bedeutet hat, weiß ich, dass sie jetzt bei Gott ist und auf uns herabschaut. 

2022 ist mein Onkel an einer Lungenembolie plötzlich verstorben, als ich das erfuhr bin ich sofort in unsere Kirche St. Nikolai gegangen und habe für ihn gebetet, dass seine Seele nun Ruhe findet und er nicht leiden musste.

Genauso wie beim Tod meiner Großeltern väterlicherseits im Jahr 2024 und 2025. Es gibt mir Kraft zu wissen, dass sie jetzt nicht mehr leiden müssen. Ich habe auch in den Stunden vor dem Tod meiner Großmutter drauf bestanden, dass der Pastor nochmal kommt und sie beim Sterben begleitet, das hat ihr glaube ich sehr geholfen und mir auch, da mein Vater leider nicht gläubig ist. 

Durch die Verluste meiner Familienmitglieder weiß ich nun, dass sie im Himmel weiterleben. Der Gedanke stützt mich immer und macht die Trauer ein wenig verkraftbarer. Seitdem habe ich auch immer ein Kruzifix in meinem Auto am Rückspiegel hängen sowie ein Kruzifix in meinem Zimmer. Ich steh zu meinem Glauben und dem Christentum. Nun mehr als jemals zuvor und ich bin froh ein Teil in der christlichen Gemeinde zu sein.

Einen schönen und gesegneten Abend wünsche ich euch allen.

Liebe Grüße
Niklas

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