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2.Kor 12,7-9 : Was kann mit dem Dorn im Fleisch bei Paulus gemeint sein?
von Burgen am 07.10.2026 22:09Hallöchen
in dem Thread zu den Heilungsgeschichten Jesu wurde der Dorn im Fleisch des Paulus genannt.
Vor einigen Tagen fragte im Logos Team nach, ob es erlaubt ist, Suchkriterien hierher zu kopieren.
Es ist erlaubt, Text und Quelle sind erlaubt zu kopieren.
:::
Das Thema zum Dorn im Fleisch des Paulus hatte ich zB immer in dem Zusammenhang seiner Schläge, Gefängnisse und Ablehnungen, also Schmerzen gesehen. Denn immerhin war er von einem dekorierten Christenverfolger zu einem ünerzeugten und kompromisslosen Nachfolger Jesus des Christus geworden.
Meine Frage in der logos-Suche, aus meiner dortigen Büchersammlung:
2.Kor 12,7-9 ist mit dem Dorn im Fleisch die Misshandlung, Gefängnis und Schläge des Pauls gemeint?
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Nein, der Dorn im Fleisch wird als "ein Engel Satans" beschrieben, der Paulus "mit Fäusten schlägt" (2. Kor 12,1–10)—nicht als die Verfolgungen, die Paulus später erlitt. Die Interpretationen sind tatsächlich vielfältig und umstritten.
Vier Hauptdeutungen werden diskutiert: fleischliche Versuchungen, Schuldgefühle aus seiner Zeit als Verfolger, eine körperliche oder nervliche Erkrankung, oder ein persönlicher Gegner1. Seit Tertullian vertreten die meisten Ausleger die Ansicht einer körperlichen Krankheit—etwa Malaria—, die andauernde Qualen verursachte, offensichtlich war, aber Paulus' missionarische Arbeit nicht behinderte2.
Allerdings gibt es auch eine gegensätzliche Position: Einige Ausleger argumentieren, dass "Dorn im Fleisch" wahrscheinlich eine Person meint, nicht eine Krankheit, da "Dorn" im Alten Testament ein verbreitetes Idiom für menschliche Feinde war1. Ein Bibelkommentar deutet darauf hin, dass "ein Engel Satans" möglicherweise einen dämonisierten Menschen bezeichnete, der Paulus' Leben schwer machte, und dass die Wendung "mit Fäusten schlagen" in der Bibel normalerweise Misshandlung durch Menschen beschreibt3.
Allerdings kann keine einzelne Deutung mit Sicherheit nachgewiesen werden4. Paulus selbst gibt keine klare Erklärung ab—möglicherweise absichtlich, da er sich nicht für die genaue Natur des Dorns interessierte, sondern für dessen theologischen Ursprung, seine Ursache und seinen Zweck: Paulus vor Hochmut zu bewahren4.
Quellbücher:
1
John Rea, „Thorn in the Flesh", in The Wycliffe Bible Encyclopedia, hg. von Charles F. Pfeiffer und Howard F. Vos (Moody Press, 1975). [Siehe hier, hier.]
2
Graham H. Twelftree, Paul and the Miraculous: A Historical Reconstruction (Grand Rapids, MI: Baker Academic, 2013), 160.
3
Nicola Vollkommer, Was bleibt, wenn Gott schweigt: Biblische Erfahrungen von unerhörten Gebeten und unerschütterlichem Vertrauen (Hänssler, 2026). [Siehe hier.]
4
Derek R. Brown, E. Tod Twist, und Wendy Widder, 2 Corinthians, hg. von Douglas Mangum und John D. Barry, Logos Research Commentaries (Bellingham, WA: Logos Bible Software, 2026). [Siehe hier, hier.]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Bin echt erstaunt darüber, dass meine obige Frage mit einem klaren "nein" beantwortet wurde. Obwohl die weiteren Ausführungen dennoch darauf schließen, dass Paulus mit seiner Vergangenheit, vielleicht sogar sein Charakter in der Vergangenheit mehr oder weniger durch Satan angegriffen wird.
Paulus äussert sich ja nicht direkt zu dem, was er durch Satan zu erleiden hat. Und Gott dies sogar zulässt. Immer wieder jedenfalls muss er sich vor Gott demütigen damit er nicht stolz oder hochmütig würde, war zu lesen.
Das ist vielleicht die Gefahr, er wird ja als Intellektueller und schwer verständlicher Mensch sogar von Petrus bezeichnet. Rein menschlich könnte man sagen, dass er von Zeit zu Zeit etwas über die Mütze bekommen müsse.
Wir wissen aber auch, dass wirklich alles zum Besten dient.
Es also niemals Strafe durch Gott ist. Es ist eher nützlich um geistlich zu wachsen und Jesus immer besser lennenzulernen und in Ihn durch ein erneuertes Herz und Denken zu verändern.
Mir fällt da Mose ein. Und eben Paulus. Beide Männer werden sehr demütig bezeichnet.
Und wie Jesus freiwillig nach Jerusalem hoch geht um seinem leiblichen Tod in die Augen zu sehen, ebenso geht später Paulus nach Rom offenen Auges seinem schlimmen Tod entgegen.
Beide wissen, dass danach etwas viel Besseres kommen wird.
Und ich denke bezüglich Heilung, die wir erbeten, aber nicht kommen sehen, dennoch Gott loben und preisen - die Herzen erheben voll Vertrauen, weil er es gut mit seinen Kindern meint. Unser gesunder Körper wartet im Himmel, dem dritten Himmel auf uns.
Deshalb können wir natürlich schon jetzt in allen anderen Lebenszusammenhängen allein durch Gewissheit seiner unendlich wahrhaftigen Liebe glauben, beten und trotzdem danken dass er ist der er ist. So denke und empfinde gerade.
burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von nusskeks am 07.10.2026 14:37Hm. Gute Frage. Man könnte, so man in die Schriften schaut, fast darauf kommen. Es scheint einen Zusammenhang zu geben, aber keine Kausalität. Denn längst nicht alle Menschen die in der Schrift durch Gott geheilt wurden, hatten einen erkennbaren Glauben. Auch im genannten Beispiel "Hilf meinem Unglauben" stehen die Zweifel ausdrücklich im Raum. Was ich zum Beispiel in der Heimatstadt Jesu sehe, ist nicht nur Unglaube, es ist Ablehnung. Vielleicht kommen wir damit weiter?
Direkt zu der Frage würde ich zunächst sagen: Ja, Unglaube kann ein Hindernis für Gottes Wirken sein, wenn damit die Weigerung gemeint ist, Christus zu vertrauen, ihn anzurufen oder sich seinem Wirken zu öffnen. Nazareth zeigt das deutlich. Aber nein, unser Glaube ist nicht eine notwendige Voraussetzung, ohne die Gott nicht heilen könnte.
Eine Kausalität von Gottes Möglichkeit zur Heilung zu einer geheilten oder nicht geheilten Krankheit können wir hingegen nicht eindeutig nachvollziehen. Gott und sein Geist wirken wo sie wollen. Auch der eindeutige Zusammenhang zwischen dem "Tun und dem Ergehen" lässt sich in der Schrift nicht erkennen. Das wird an diversen Stellen auch klar abgelehnt.
Allein die Größe des Glaubens ist also kein Gradmesser für die Häufigkeit göttlicher Heilung. Das Beispiel aus Mark 9,22-24 ist da sehr anschaulich. Manchmal ist auch die Krankheit selbst der Wille Gottes und klares Zeichen seiner Liebe.
Mir kommt eine andere Frage in den Sinn: Rechnen wir tatsächlich mit Gottes Handeln und bitten wir ihn darum – ohne aus unserem Glauben eine Bedingung zu machen, an die Gott gebunden wäre?
Hm, hier sollte ich erstmal enden.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von Sterntaler am 07.10.2026 14:31Aber Merciful hat nicht behauptet, die Bibel sei leblos.

Das ist ja ein Kern des ganzen Themas:
Ich denke, das bedeutet es im Umkehrschluss nicht zwangsläufig:
Wasser lässt Pflanzen wachsen. Daraus folgt nicht: Weil die Pflanze nicht wächst, fehlt ihr Wasser - ihr könnte auch Sonne oder etwas anderes fehlen.
Oder: Ein Kind bittet seine Mutter im Vertrauen um etwas Gutes. Die Mutter sagt trotzdem Nein, weil sie einen Grund dafür hat, den das Kind vielleicht gar nicht kennt.
Gerade Paulus ist ja interessant: Großer Glaube + dreimalige Bitte + die Belastung blieb (Stachel, was auch immer es war)
Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.
Die Formel Du hast zu wenig Glauben, deshalb bist du noch krank finde ich im Neuen Testament so nicht.
Re: Israel braucht unser Gebet. Terror, Gazastreifen, Jerusalem 2. Versuch
von nusskeks am 07.10.2026 14:07Der Terror ist nicht vergessen und die Aufarbeitung hat kaum begonnen. Die meisten Videos von den Taten der Hamas die es zu diesem Tag gibt, traue ich mich nicht anzusehen. Was ich weiß, erschüttert mich und lässt mir die Augen überlaufen.
Was da heute von nicht wenigen Deutschen verharmlosend als "Akt des Widerstandes" bezeichnet wird, kannte an unmenschlicher Ekelhaftigkeit und Blutrausch keine Grenzen. Durch nichts zu rechtfertigen sind die Taten der Hamas.
Heute ist der 07.10. Israel braucht unser Gebet und Deutschland ob der Entwicklung hier auch.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von Burgen am 07.10.2026 09:32
Ja, Merciful. Verstehe deinen Einwand.
Jedoch, so denke ich, die Gewissheit darüber, mit Jesus "geistlich" in Jesus im Himmel zu sitzen, schenkt dem Glauben auf Heilung eine tiefere Wahrheit. Denn wir verfügen nicht über die Heilung. Heilung ist einerseits, mMn eine geistliche Angelegenheit, geboren aus der Gewissheit des Glaubens.
Es wird von früheren Glaubensvätern erzählt, dass der Mann einen anderen Menschen berührte und er sofort gesund war.
Die herbeigeholten Briten konnten dies nicht glauben. Der Helfer jedoch legte seine infizierte Hand oder einen Abstrich, unter das Mikroskop, den Schaum der Infektion, und da war alles tot.
Die Gesundheit geschah durch Glauben.
Ein englischer Pastor, glaube er lebt nicht mehr, war selbst schwerkrank mit Krebs, dennoch ging er während des Betens durch Krankenhäuser mit seinen Begleitern. Die darin liegenden Patienten wurden bis auf wenige, gesund und konnten das Krankenhaus verlassen - manche wurden selbst zu Evangelisten. Der englische Prediger jedoch bekam Hausverbot und musste das Land verlassen...
Ich will dich ja nicht verärgern.
Aber die Bibel ist ein lebendiges Wort und nicht ein lebloses Bücherregal.
Das muss ich selbst noch viel mehr lernen - täglich Jesus sozusagen anzapfen,
und durchgängig mit ihm verbunden sein.
Da ist es eine große Hilfe, sich vorzustellen,
dass er einerseits geistlich permanent im Herzen ist und
andererseits als (wiedergeborener und) glaubender Christ
mit ihm zur rechten Seite des Vaters ruht, sitzt.
Heilung dürfte demnach eine wichtige Tatsache sein,
selbst wenn er zuerst an unserem Herzenszustand
interessiert ist. Und dieses auf jeden Fall heilen wird.
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von Merciful am 07.10.2026 08:59Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 07.10.2026 08:53Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19
von Burgen am 07.10.2026 08:42Mittwoch
Suchet das Gute und nicht das Böse, aufdass ihr lebet. Amos 5,14
Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte,
sondern jagt allezeit dem Guten nach,
füreinander und für jedermann. 1.Thessalonicher 5,15
Lied 419,2
Hilf, Herr meiner Tage, dass ich nicht zur Plage meinem Nächsten bin.
(c) Gustav Lohmann 1962 = Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht
vergebens hier auf Erden bin. 1-5
:::
TagesL: Hoheslied 8,4-7 Ich beschwöre euch, Töchter Js. :
Was wollt ihr wecken, was aufstören die Liebe,
bevor es ihr <selber> gefällt? V1-7
[gibt Raum an die junge nachwachsende Generation zu denken]
5 Wer ist sie, die da heraufkommt aus der Wüste,
an ihren Geliebten gelehnt?
Unter dem Apfelbaum habe ich dich geweckt,
[kurzes innehalten ...]
[vielleicht der ua himmlische Same gemeint?]
dort empfing dich deine Mutter,
dort empfing sie dich, die dich gebar.
[es könnte auch die Gegenwart Jesu sein,
vor seiner Geburt und vorausschauend
in dieser schönen 'Geschichte' verpackt.]
6 Leg mich wie ein Siegel an dein Herz,
wie ein Siegel an deinen Arm!
Denn stark wie der Tod ist die Liebe,
hart wie der Scheol die Leidenschaft.
Ihre Gluten sind Feuergluten,
eine Flamme Jahs.
[viele Gedichte und Lieder in der Welt erzählen davon, der Liebe ...]
7 Mächtige Wasser sind nicht in der Lage, Liebe auszulöschen,
und Ströme schwemmen sie nicht fort.
Wenn einer den ganzen Besitz seines Hauses für die Liebe
geben würde, man würde ihn nur verachten.
fortlL: Galater 4,1-7 Befreiung
aus der Knechtschaft des Gesetzes
zur Sohnschaft durch Jesus Christus .
{Danke, Jesus!}
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von Burgen am 07.10.2026 08:02
Hallo Pausenclown,
danke für deine beiden Post von eben. Sehr wichtig, sehr interessant.
Habe gehört oder gelesen, dass, glaube, in Rumänien Lepra aufgetreten sei.
Die Meldung war nur ganz kurz in einem Satz verbreitet - und ist schon hängengeblieben in der Seele.
Könnte man vielleicht bei deinen Worten zur "Zunge" heute das "Herz", welches oft in der Bibel genannt wird, gemeint sein? Da frage mich gerade, war erst das Herz oder erst die Zunge da? Ei oder Küken, so ähnlich.
Wobei Herz sehr oft Herzinfarkt oder Zusammenziehen des Herzens zur Folge hat, sowie Stress am Herzen und in Gedanken und Worten - Zunge sich niederschlagen kann und anderes - wie zB die Haut, Ohren, Augen, Magen ....
Gruß
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)


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