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Re: biblische Nächstenliebe
von Sterntaler am 10.09.2026 22:06Ich finde deinen Post sehr schön. Es ist gar nicht so leicht, dem etwas hinzuzufügen.
Mir wäre es auch lieber, wir Menschen würden einander nicht verletzen. Manchmal denke ich, wir sind wie kleine Igel – wenn wir nicht einsam sein wollen, suchen wir Nähe zu den anderen Igeln – nur das piekst dann halt sehr. Wenn man den anderen Igeln deshalb Vorhaltungen macht, muss man sich oft gleichzeitig ans eigene Schnäuzchen fassen. Wenn es aber sehr ungünstig piekt, an eine sehr verletzliche Stelle piekt oder jemand extra piekt, muss man, finde ich, schon etwas sagen dürfen. Und manchmal merkt man, dass sich vielleicht ein anderes Igelchen etwas zurückzieht und man ist traurig darüber - offenbar hat man selbst zu sehr gepiekst.
Oder in einem anderen Bild gesprochen, das die Eigenverantwortung noch mit hineinnimmt: Durch unsere Kindheitsprägungen und weitere Erfahrungen haben wir uns, denke ich, ein bestimmtes Repertoire an Mustern angeeignet – wie einen Werkzeugkoffer (das Bild habe ich mal gehört), mit dem wir das Thema Beziehungen (zu einem Gegenüber oder in einer Gemeinschaft) angehen. Einige der Werkzeuge im eigenen Koffer sind hilfreich und führen, wenn man sie einsetzt, zu einem guten Miteinander, z.B. das Tool „ehrlich zuhören und den anderen verstehen wollen". Aber vermutlich hat jeder auch so manches in seinem Werkzeugkoffer, das nicht so förderlich für das Miteinander ist (so einen kleinen Vorschlaghammer zum Beispiel). Und dann ist man wohl nicht dafür verantwortlich, dass ursprünglich unpassendes Werkzeug im Koffer gelandet ist – wohl aber dafür, dass man sich dessen mit den Jahren bewusst wird und lernt, destruktives Werkzeug auszusortieren und aus seinem Repertoire zu entfernen. Was natürlich nicht so einfach ist, wie es klingt.
Und ich finde es weise, dass im jüdischen Kalender eine Zeit im Jahr für diese Reflexion vorgesehen ist. Dass hierfür ein ganzer Monat vorgesehen ist, zeigt viel Menschenkenntnis auf jüdischer Seite. Wenn es bei euch vielleicht auch Traditionen gibt, die dabei helfen, würde mich das z.B. auch interessieren.
Ich fand mal folgenden Gedanken sehr hilfreich: Sich zu überlegen, in welchen Bezügen man lebt – Vater, Tochter, Freundin, Sohn, Enkelin, Bruder, Schwester – und sich einen davon herauszunehmen, z.B. Freundin sein, und zu reflektieren: Wie würde es aussehen, eine gute Freundin für diese eine bestimmte Freundin zu sein? Und lebe ich das? Wo lebe ich das nicht? So hat man vielleicht eine Chance, blinde Flecken überhaupt zu sehen. Aber du hast recht: Eine ehrliche Rückmeldung kann helfen, sich zu reflektieren, zu verstehen, wie das eigene Verhalten beim anderen angekommen ist - manchmal kommt man selbst nicht darauf, weil man es ganz anders gemeint hat. Sie kann einem die Chance geben, daran zu wachsen und sich vielleicht zu versöhnen.
Vielleicht haben die anderen auch noch weitere Ideen: Wie kann man Gemeinschaft leben, obwohl das auch Verletzung bedeutet? Habt ihr einen Umgang damit gefunden? Und wenn dir noch Gedanken kommen, Pausenclown, immer sehr gerne!
Liebe Grüße und dir, Pausenclown, auf jeden Fall schon mal ein schönes Neujahrsfest! ★★★★★★
Internationales 24 Std Gebet , seit 20 Jahren ...
von Burgen am 10.09.2026 10:08
Hallöchen
24 Std Gebet weltweit
Gerade findet das größte Gebetstreffen der Welt statt.
Etwa 75 Länder gibt es bereits, die Tag - und Nacht beten.
Gruß
Burgen
Nachtrag: obiges ist vielleicht bei euch englisch zu lesen. ___> ihr könnt euch bei Deepl anmelden.
Das ist ein super Übersetzungsprogramm.
Auch "free" gibt es zur Anmeldung.
Muss man zunächst etwas suchen, sollte aber klappen.
Mein Compi übersetzt automatisch aufgrund der dortigen Anmeldung.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 10.09.2026 09:38Hallo Burgen.
Danke für deine Antwort.
Nein, es treibt mich nicht wirklich um, es ist einfach ein Beispiel.
Ich könnte unzählige Beispiele aufzählen und auch aus meinem Unterricht, inklusive Kopfklatscher.
Shalom Pausenclown
Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19
von Burgen am 10.09.2026 09:27
Donnerstag
Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt. Sprüche 16,32
Hier ist von den Heiligen Standhaftigkeit gefordert,
hier sind gefordert, die festhalten an den Geboten Gottes und am Glauben an Jesus! Offenbarung 14,12
Lebendiger Gott, wir sind manchmal auf der Erde wie Fremde,
verstört von der Gewalt, der Härte der Auseinandersetzungen.
Bereite uns darauf vor, Versöhnung zu stiften, wo du uns hinstellst,
bis sich unter den Menschen Hoffnung auf Frieden regt. (c) Aus Taize
TagesL: 1.Chronik 29,9-18 Beisteuer zum Tempelbau
V9 Und das Volk freute sich über ihre Bereitwilligkeit,
denn mit ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig für den HERRN;
und auch der König David freute sich mit großer Freude.
V17 Ich habe erkannt, mein Gott, dass du das Herz prüfst,
und an Aufrichtigkeit hast du gefallen.
Ich nun, in Aufrichtigekeit meines Herzens habe ich das
alles bereitwillig gegeben;
und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, dass auch dein
Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.
V18 HERR, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel,
bewahre dieses für ewig als Streben der Gedanken im Herzen
deines Volkes, und richte ihr Herz zu dir!
fortlL: Zefanja 3,9-20 Gegen die Führer des Volkes Juda
V20 In jener Zeit werde ich euch herbeiholen und zu jener Zeit euch sammeln.
Denn ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde,
wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde, spricht der HERR.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Clownis Welt
von Burgen am 10.09.2026 08:54
Hallo Pausenclown,
das was dich 'umtreibt' kann ich sehr gut verstehen.
Denke es mir so: Gerade für Menschen, die sehr viel mit Lesen beschäftigt sind.
Und je nachdem, was wir lesen, möchten wir vermutlich eine Bestätigung dafür, 'selbst richtig zu liegen' und übernehmen den Satz, usw in das eigene Verständnis.
Das was etwas Neues ist findet in der Seele als Gewissheit Anklang - und wird eben als wahr, aufbauend oder dazu gelernt, anklang.
Das ist ja eigentlich nicht ungewöhnlich. Vielleicht gehört solches ins allgemeine Lernen und für wahr, so ist es, abzuspeichern.
Im Gespräch mit einer anderen Person wird dann vielleicht genau dies abgelehnt , denn derjenige sieht dies anders.
Denke, dass dies dazu gehört. Kommt es doch auch immer darauf an, mit welchem Ohr ich dieses gerade höre und aufnehme oder es anders empfinde.
:::
Ausgehend von diesem Thema hier beschäftige ich mich gerade damit, welche Unterschiede zwischen Seelenwissen und Geistwissen bzw. Gewissheit durch den Heiligen Geist hat, sofern man aus Glauben im Geist Gottes lebt usw.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
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Re: biblische Nächstenliebe
von pausenclown am 09.09.2026 17:32Hallo Sterntaler.
Sterntaler, deine Gedanken generell dazu, oder ne Idee was und wie helfen kann?
Re: biblische Nächstenliebe
von Sterntaler am 09.09.2026 16:38@Pausenclown, Dein Bild vom Boot mit dem Loch unter einem Sitz illustriert es sehr schön. Ja, mein Tun verändert mich, Beziehungen, Gemeinschaften, es beeinflusst die ganze Lebensumwelt; ich lebe zugleich mit den Folgen dessen, was andere tun. Es gibt eine gegenseitige Wechselwirkung und damit eine Mitverantwortung. Ich meinte deshalb nicht „Mein Leben ist ausschließlich meine Privatsache".
Mitverantwortung heißt jedoch nicht, dass ich mich einfach in das Leben anderer „einmischen" darf. Dass es in jüdischer Tradition offenbar schon früh ein Bewusstsein dafür gab, wie heikel Zurechtweisung anderer ist und mit wieviel Bedacht sie einzusetzen ist, zeigt das ja sehr schön.
Zurechtweisung setzt sowieso voraus, dass es einen einigermaßen gemeinsamen religiösen (rechtlichen o.Ä.) Bezugsrahmen geht und man einander auf diesen verweist. In einer pluralistischen Gesellschaft könnte man allenfalls Hinweise geben.
Zurechtweisung ist aber auch kein „einmischen", denn man wird zwar der eigenen Verantwortung gerecht, lässt dem anderen gleichzeitig aber die Freiheit.
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 09.09.2026 15:27Hallo Sterntaler.
Re: Clownis Welt
von nusskeks am 09.09.2026 14:38Spannend finde ich, dass es eine Prüfungen tatsächlich gibt, wenn jemand solche oder ähnliche Ansprüche erhebt, aber eben anders, als der Autor es besonders in den älteren und kurzen Versionen seines Werkes beschreibt.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Clownis Welt
von Sterntaler am 09.09.2026 10:35Lieber Pausenclown,
ja, das kenne ich auch. Ich finde es am Ende eine wertvolle Erfahrung, die einen vorsichtiger macht, weil man aus eigener Erfahrung weiß, wie sehr sich der Mensch irren kann.
Liebe Grüße
★★


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