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Re: Gibt es Schutzengel
von matthias.h am 31.10.2026 21:56Noch ein kleiner Gedanke zu Michael und Gabriel:
In Judas 1,9 wird Michael ausdrücklich als der Erzengel bezeichnet. Gabriel hingegen wird in der Bibel zwar mehrfach erwähnt, aber niemals Erzengel genannt.
Interessant finde ich auch 1. Thessalonicher 4,16. Dort lesen wir in der Lutherübersetzung von der „Stimme des Erzengels".
Für mich liegt der Gedanke nahe, dass es nur einen obersten Engel geben kann, nämlich Michael. Zumindest ist er der einzige, den die Bibel ausdrücklich als Erzengel bezeichnet.
Aber zurück zum eigentlichen Thema, den Schutzengeln. 
Ich denke, die Schrift zeigt uns an mehreren Stellen sehr schön, dass Gott seine Engel auch zu unserem Schutz aussendet. In Psalm 91,11–12 wird uns sogar gesagt, dass Gott seinen Engeln befohlen hat, uns auf unseren Wegen zu behüten.
Auch Daniel durfte diesen Schutz erfahren, als Gott seinen Engel sandte und den Löwen den Rachen verschloss (Daniel 6,22). Und denken wir an Petrus, der durch einen Engel aus dem Gefängnis befreit wurde (Apostelgeschichte 12,7–11).
Besonders interessant finde ich auch Matthäus 18,10, wo Jesus von den Engeln der Kleinen spricht, die allezeit das Angesicht seines Vaters im Himmel sehen.
In Hebräer 1,14 werden Engel schließlich als dienstbare Geister bezeichnet, die ausgesandt werden, um denen zu dienen, die das Heil ererben sollen.
Für mich gibt es daher keinen Zweifel, dass Engel auch einen Schutzauftrag haben. Ob allerdings jedem Menschen ein ganz persönlicher Schutzengel zugeteilt ist, lässt die Schrift meines Erachtens offen.
Und dann gibt es noch einen Gedanken, den ich wirklich ehrfurchtgebietend finde!
In 1. Korinther 6,3 schreibt Paulus:
„Wisset ihr nicht, daß wir über die Engel richten werden?"
Ist das nicht gewaltig? Wir, die wir heute noch so viel lernen dürfen und selbst auf Gottes Gnade und Hilfe angewiesen sind, werden eines Tages sogar Engel richten!
Welche Engel Paulus damit genau meint, darüber kann man sicherlich noch nachdenken. Aber allein dieser Gedanke lässt mich staunen.
Wie groß muss doch das sein, was Gott durch Jesus Christus für uns vorbereitet hat!
Re: Clownis Welt
von Sterntaler am 31.10.2026 21:11Ja. =)
Interessanterweise im Schlechten wie im Guten, mhm.
☆
Eine Reise voller Zufälle
von Amber am 31.10.2026 16:21Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und möchte meine Geschichte mit euch teilen.
Ich bin in eine auf dem Papier evangelische Familie hineingeboren (auf dem Papier deshalb, weil der Glaube bei uns nie eine große Rolle gespielt hat), bin auch mit 15 konfirmiert worden, wie man das halt so macht. Ungefähr in dem Alter hab ich mich zum ersten Mal näher mit dem christlichen Glauben beschäftigt, davor ... als Kind, war mir das relativ egal. Ich wusste warum wir Weihnachten, Ostern und Pfingsten feiern und darüber hinaus hab ich mich nicht damit beschäftigt. Meine Oma war vermutlich die einzige wirklich gläubige Person in meiner Familie, aber sie war eher verurteilend als unterstützend. Ich kann mich gut erinnern wie sie einmal vorwurfsvoll zu mir meinte „du betest bestimmt auch nie!", während ich mir dachte, du hast keine Ahnung was ich tue oder nicht tue und es geht dich auch überhaupt nichts an... (schwieriges Verhältnis damals) Jedenfalls war meine Oma kaum jemand, dem ich mich anvertraut hätte.
Jedenfalls hatte ich mit 15 die etwas absurde Vorstellung, dass ich mit meiner Konfirmation bestimmt eine Art Offenbarung hätte und dann wirklich an Gott glauben würde (so war es natürlich nicht). Stattdessen hab ich in der Zeit danach sogar am stärksten gezweifelt, ob es überhaupt einen Gott gibt. Ich hatte zu der Zeit auch die größten Schwierigkeiten in der Schule, vor allem mit Mobbing, Pubertät und wie das halt so ist in dem Alter. Keine Ahnung warum ausgerechnet die Frage ob Gott existiert für mich zu dem Zeitpunkt so eine Rolle gespielt hat, es macht im Nachhinein eigentlich keinen Sinn, ich hatte ja ganz andere Probleme. Gebetet hab ich trotzdem, manchmal. Eher so nach dem Motto „ich weiß nicht ob du überhaupt existierst, aber falls doch, dann..." Ich habe immer wieder verlangt, dass er mir doch ein Zeichen geben soll, wenn es ihn wirklich gibt.
Eines Tages war ich mit einer Freundin auf einem Bücherflohmarkt. Ein Kilo Buch ein Euro. Ich liebe ja diese Flohmärkte. Ich habe nach nichts bestimmtem gesucht, einfach die Kartons durchgesehen. Es waren bestimmt hundert Kartons, alle voll mit Büchern, unsortiert. Ich hab garantiert nicht mehr als fünf Kartons überhaupt angeschaut. Und auf dem Boden von einem, ganz unten, lag das Buch „Gespräche mit Gott" (von Neale Donald Walsch). Man muss sicher nicht allem zustimmen, was er so schreibt, aber ich kann mich noch gut erinnern, wie absurd mir dieser Zufall vorkam. Ich hab das Buch gekauft und mir hat das einen völlig neuen Zugang eröffnet. Ich hatte wirklich das Gefühl als hätte sich Gott mir in dem Moment zugewandt, als hätte ich eine Einladung bekommen. Es war wild.
Etwas später nach der Lektüre dieses Buchs trat das Leben wieder in den Vordergrund und Gott in den Hintergrund. Es war eine Zeit voller Umbrüche – ich habe die Schule abgeschlossen, mein Vater ist gestorben, meine Mutter landete in der Psychiatrie. Ich bin in eine andere Stadt gezogen, um dort zu studieren. Das Studium war toll und ich fand viele neue Freunde, aber gleichzeitig bekam ich Depressionen, die sich immer weiter verschlimmerten. Ich war wie zwei Personen. Tagsüber das blühende Leben und nachts aufgelöst in Tränen. Schließlich beendete ich mein Studium, hatte aber noch keine Arbeit, sodass ich gezwungen war, aus dem Wohnheim auszuziehen und zurück zu meiner immer noch schwer psychisch kranken Mutter zu ziehen. Ein fataler Fehler, aber es gab nicht wirklich eine andere Option. Ich war psychisch am Ende und wollte sterben. Seit langem habe ich wieder gebetet, diesmal um den Tod. Ich wollte nicht mehr, ich konnte nicht mehr. Alles was ich durch meine Zeit fern von zuhause verdrängt hatte, holte mich nun ein und ich sah keine Zukunft mehr für mich.
So richtig aufgegeben hatte ich wohl trotzdem noch nicht, denn ich versuchte immer wieder, irgendwo Hilfe zu finden. Ich stieß auf die Internetseite einer psychiatrischen Ambulanz in meiner Stadt. Ich rief an und bekam sofort einen Termin, irgendwer musste wohl abgesagt haben. Ich sprach mit einem Psychiater, der mich sofort in eine ambulante Klinik einwies. Ich konnte direkt zum Beginn der neuen Woche kommen. Auch das war wild. Muss man sonst nicht immer endlos auf einen Therapieplatz warten? Randbemerkung: Schon im Studium wurde mir nahegelegt, einen Therapieplatz zu suchen, die Wartezeit wurde aber auf 8 Monate beziffert. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir, bis dahin brauche ich keinen Platz mehr (ich dachte, die Depression wäre nur vorübergehend). Aus eigener Erfahrung: denkt niemals, dass eine Depression von alleine verschwindet. Das tut sie nicht.
Ich blieb drei Monate in der Psychiatrie. Es ging mir deutlich besser. Kurz vor meiner Entlassung bekam ich meine erste Jobzusage, nachdem dieselbe Stelle mir bereits abgesagt hatte. Warum? Ihr Favorit war abgesprungen. Wieder ein Zufall.
Der Vertrag war befristet und ich bewarb mich um ein weiteres Studium in einer anderen Stadt. Es war schon damals schwer, eine Wohnung zu finden, und ich wohnte 800 km entfernt von dieser Stadt. Ich inserierte selbst, wurde angerufen und für eine Wohnung „ausgewählt". Es war die einzige Wohnung, die ich besichtigte. Zufall.
Ich hatte zuvor noch nie einen Partner gehabt, wie auch, hatte die meiste Zeit ja genug mit mir selbst zu tun. Nach zwei Jahren in der neuen Stadt traf ich jemanden in einer Studentenkneipe, der mir von Anfang an sympathisch war. Ich sprach ihn an, fragte nach seiner Nummer, im Endeffekt die Liebe meines Lebens. Zufall.
Auch der Job in dem ich jetzt arbeite war ziemlicher Zufall. Eigentlich habe ich etwas anderes studiert, aber einen Quereinstieg gemacht, da ich nach dem Studium mal wieder arbeitslos war und Optionen rar waren. Stellt sich raus, es gefällt mir ganz gut dort.
Dann hatte ich ein anderes psychisches Problem, eine extreme Schlafstörung, wodurch ich kaum mehr zwei Stunden pro Nacht schlafen konnte. So wie immer bete ich erst dann, wenn es mir richtig schlecht geht. Besser wurde es deshalb trotzdem nicht. Über Tage nicht. Also gehe ich zum Hausarzt, der mich zu einem Psychiater überweist. Ich rufe an und erkläre das Problem und bekomme wieder sofort den Termin. Nein, ich bin nicht privat versichert. Mit Schlafmitteln und anschließenden Beruhigungsmitteln überstehe ich diese Krise und bin nach nur zwei Wochen geheilt und wieder frei von Medikamenten.
Und dann blicke ich zurück und stelle fest, dass Gott sich immer um mich gekümmert hat. Klar hab ich viel scheiße erlebt aber der anschließende Aufstieg war ... beispiellos? Richtig begreifen kann ich es nicht. Warum ich? Es geht auch anderen Menschen schlecht. Anderen, die es vielleicht mehr verdient hätten, dass Gott ihnen hilft. Die gläubiger sind als ich. Besser sind. Aber mein Glaube hat sich weiterentwickelt dadurch. Für mich zeigt sich, dass ich nie wirklich allein war, dass Gott immer mir zugewandt war. Und seitdem wende ich mich tatsächlich auch Gott zu. Nicht mehr nur weil ich irgendetwas möchte, sondern einfach so. Es ist ein bisschen wie das biblische „Gott hat uns zuerst geliebt" (ich bin nicht gut im Bibel zitieren) und ich hab das Gefühl, gerade eine Beziehung zu Gott zu entdecken, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.
Trotzdem hab ich das Gefühl, so vieles nicht zu wissen und immer noch dazuzulernen, weshalb ich mich sicher noch an anderen Stellen im Forum melden werde, um sich darüber auszutauschen.
Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes
von matthias.h am 31.10.2026 10:17

Und Jesus sagt in Johannes 15,7: „So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben [...]"
Für mich bedeutet das, dass unsere Beziehung zu Jesus nicht auf bestimmte Gebetszeiten oder den Gottesdienst beschränkt sein sollte. Wir dürfen lernen, ständig in seiner Gegenwart zu leben, ob bei der Arbeit, in der Alltagszeit oder bei ganz alltäglichen Dingen.
Nicht, dass wir pausenlos bewusst beten müssen, sondern dass wir innerlich mit ihm verbunden bleiben und sein Wort immer mehr unser Denken und Handeln prägt.
"Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des HERRN Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn." (Kolosser 3,17)
So nehmen wir Jesus nicht nur mit in unsere Freizeit, sondern lassen ihn an unserem ganzen Leben teilhaben. ❤️
Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von Burgen am 31.10.2026 09:40
Als Christen haben wir die Möglichkeit täglich Gott Jesus Christus
zu loben und zu preisen ihm zum Gedächtnis,
mit Brot (meist Oblate) und Wein oder Traubensaft oder gesegnetes Wasser.
Wofür steht das, ist es 'nur' eine seelenlose Zeremonie? Nein.
Wir feiern das, dass Jesus am Kreuz den Tod besiegt hat.
Das ist zB ein Bild aus dem ersten Mosebericht nachdem Adam & Eva,
jämmerlich versagt haben und als Folge den wunderschönen
Garten verlassen mussten, wo sie ohne Not bisher leben konnten.
(die erste Familie, den lebenden Schlüssel an Satan abgegeben hat,
und die Menschen versklaven will.)
ER, Christus hat der Schlange den Kopf zertreten ... und damit ist Jesus
weiterhin der Sieger.
Leider dauert der geistliche und materielle Kampf um das Leben nun
schon etliche Jahrtausende - und als Christen sind wir ebenfalls getroffen.
Heute dürfen wir symbolisch unsere Not, unsere Sünden und Probleme
zB an das nun leere Kreuz heften, im glaubenden Aufblick auf Jesus,
nämlich, dass sein Blut uns bedeckt und Gott mit demjenigen Menschen
versöhnt ist, weil Jesus der aktive Mittler ist.
Er hat seinen Leib für die Menschen hingegeben, zerbrechen lassen
und ausbluten lassen bis zu dem Schrei: Es ist vollbracht!
Das geht ehrlicherweise über unser verstehen meist hinaus.
Jeden Tag. Immer wieder neu, dass verändert denjenigen Menschen,
sein Herz. Viele werden tatsächlich dadurch innerlich verändert, geschützt, geheilt.
Manche jedoch werden diese Frucht erst später sehen - mit neuen Augen.
Dieser obige Satz vom Kreuz wird von seiner Wirklichkeit sozusagen eingeholt.
Bei Gott, so gestern gut erklärt gehört, obwohl schon oft gehört, ist schon
alles geschehen -, kaum vorstellbar, aber das Ergebnis ist, weil Gott
ausserhalb unserer Zeitlinie aktiv ist. Das sind zB die geistlichen Kämpfe
zwischen oder über unserer Zeitlinie.
In unserer Zeit ist alles 'verlangsamt', obwohl Jesus oft in unserer Zeit
vielfältig eingreift und wir Menschen selbst an uns und durch geschehene
Wirkungen eingegriffen hat.
Er lebt ja in uns und somit mit uns erlebt er das was uns beschäftigt.
Er hat versprochen, dass er uns nicht verlassen wird - darum dürfen wir aushalten,
dass er seinen Leib bewusst am Kreuz für uns, die Menschheit und auch ganz
persönlich hingegeben hat. Gestern wie heute.
Anbetung ist alles - Überwindung in Dankbarkeit zur Anbetung geben ...
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: TagesL (33) Die Hoffnung haben wir als einen sicheren Anker unserer Seele. Hebräer 6,19
von Burgen am 31.10.2026 09:09Reformationstag :
danke, dass Luther damals dies unter Lebensgefahr 'durchgezogen' hat -
mit Gottes, des Christus Hilfe! und anderen Menschen in Führungsposition
Samstag Sabbat
~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einen andern Grund kann niemand legen
ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1.Korinther 3,11
Lied: 341 oder 360
Ev: Matthäus 5,1-10 (11-12) Seligpreisungen
Ep: Römer 3,21-28 Gottes Gerechtigkeit aus Glauben
AT: 5.Mose 6,4-9 Anforderung zur Verehrung des einen Gottes
(heute: durch Christus Jesus ...)
V4 / 5: "Höre, Israel:
(gilt auch heute: höret Nationen und Völker dieser Erde,heute, wie damals
(er ist derselbe, der von Anfang war und ist heute derselbe, wer kann das sagen?
(die etlichen Theorien des Anfangs? oder Religionen, nein, )
Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!
Und du sollst den HERRN deinen Gott lieben
mit ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele
und mit deiner ganzen Kraft. ..."
Pr: Matthäus 10,26b-33 Ermutigung zum Bekenntnis in Verfolungen
fortlL: Offenbarung 7,1-8 Die Erlösten aus Israel und allen Völkern dieser Erde (LUT84)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
LOSUNG des Tages:
Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. Sprüche 10,2
Alle, die glauben, werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade
durch die Erlösung, die durch Christus geschehen ist.
Römer 2,24
Luther:
Herr, ich bin vor dir ein Sünder, du aber bist meine Gerechtigkeit.
Darum bin ich fröhlich und singe unerschrocken.
Denn meine Sünde vermag Deiner Gerechtigkeit nichts anzuhaben,
auch wird Deine Gerechtigkeit mich nicht ein Sünder sein noch
bleiben lassen.
(Feier des Abendmahls, zeitlos)
Gelobt seist Du, Herr, mein treuer Gott,
mein Erlöser und mein Erbarmer.
(c) Martin Luther
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Weltbevölkerungsuhr - Jesus kommt wieder ... - weck die tote Christenheit?
von Geist-Licht am 30.10.2026 22:21Alles was zu Christus lenkt, bringt den Geist und lebendiges Leben.
Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von Geist-Licht am 30.10.2026 22:01Alles was zu Christus lenkt, bringt den Geist und lebendiges Leben.
Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes
von nusskeks am 30.10.2026 10:46Irgendwann wurde mir klar, dass Gottesdienst sich nicht im sonntäglichen Besuch der Ortsgemeinde und Lobpreis sich nicht in Gesang erschöpft. Im Gegenteil. Ich lernte aus der Schrift, dass mein ganzes Leben Gottesdienst und ein Lobpreis Gottes Herrlichkeit ist und sein soll (Rö 12,1ff und Eph 1,1ff).
Seitdem habe ich mein Leben dem angepasst. Jesus kann und muss überall dabei sein. Daheim, im Job, auf Reisen und in meiner Freizeit. Natürlich singe ich auch geistliche Lieder, jedoch ist dies aus meiner Sicht keine besondere Lobpreiszeit, zumindest nicht besonderer als der Rest meines Lebens. Denn mir ist klar, dass Gott meinen Gesang nicht sonderlich gut findet, wenn der Rest meines Lebens kein Lobpreis ist, ich den Nächsten nicht ganz praktisdch liebe oder Jesus gar aus Bereichen meines Lebens ganz herauszuhalten suche.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes
von matthias.h am 30.10.2026 09:49Wir haben beispielsweise begonnen, regelmäßig ein Altenheim zu besuchen. Da eine Freundin meiner Frau dort lebt, haben wir einen wunderbaren Einstieg in diesen Dienst gefunden. Während meine Frau ihre Freundin besucht, geselle ich mich gerne zu den älteren Damen, scherze ein wenig mit ihnen, höre ihnen zu und interessiere mich für ihre Geschichten. Es ist schön zu erleben, wie viel Freude man manchmal schon mit ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit schenken kann.
Dabei denke ich an die Worte Jesu aus Matthäus 25,40: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Aber auch im Alten Testament finden wir diesen Gedanken. In Jesaja 58,7 geht es darum, sein Brot mit den Hungrigen zu teilen, Bedürftige aufzunehmen und Menschen in ihrer Not nicht allein zu lassen.
Ich glaube, dass beides zusammengehört: die persönliche Zeit in Gottes Gegenwart, in der wir uns von seiner Liebe erfüllen und verändern lassen, und die gelebte Nächstenliebe, in der wir diese Liebe weitergeben.
Wir stehen da selbst noch am Anfang und möchten weiter darin wachsen. Deshalb danke ich dir für deinen Denkanstoß!


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