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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Burgen am 18.08.2026 09:19
interessant.
Vielleicht sollten wir mal danach lesen, was die Bibel dazu sagt?
Wie wird das Wort dort verstanden und gebraucht.
Im Evangelium wird von Pharisäer und Schriftgelehrte gesprochen und unterschieden.
Und auch wird zB der Pharisäer dem einfachen Soldaten bzw. Zöllner unterschieden / gegenübergestellt
usw.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Impulse
von nusskeks am 18.08.2026 09:19Stimmen prüfen.
1Könige 13 berichtet aus einer geistlich unruhigen Zeit. Nach der Teilung des Reiches hat König Jerobeam im Norden Israels einen eigenen Gottesdienst aufgebaut. Bethel, nur wenige Kilometer nördlich der Grenze Judas, wird zu einem religiösen Zentrum. Alles sieht nach Gottesdienst aus – Altar, Opfer, Priester –, und doch entspricht es nicht dem, was Gott seinem Volk gegeben hat. Jerobeam schafft einen neuen Ort der Anbetung, um seine Macht zu erhalten. Gerade in diese religiöse Verwirrung hinein sendet Gott einen namenlosen Propheten aus Juda.
Das Kapitel handelt wesentlich von einer Frage, die bis heute aktuell ist: Woran halte ich mich, wenn verschiedene Stimmen beanspruchen, im Namen Gottes zu reden?
Der Mann Gottes hatte einen eindeutigen Auftrag erhalten. Er sollte Gottes Gericht über den Altar in Bethel ankündigen und anschließend ohne Essen und Trinken wieder gehen. Zunächst lässt er sich selbst von König Jerobeam davon nicht abbringen. Später genügt jedoch ein anderer Prophet. Dieser behauptet, ein Engel habe ihm eine neue Botschaft Gottes gebracht. Der Mann aus Juda glaubt ihm und kehrt zurück.
Sein Problem war nicht, dass er die Lüge sofort hätte durchschauen müssen. Der Text verlangt von ihm keine Fähigkeit, in das Herz eines anderen Menschen zu sehen. Aber er besaß bereits ein klares Wort Gottes. Und genau dieses gab er zugunsten einer fremden Behauptung auf.
Darin liegt eine ernste und zugleich hilfreiche Lektion. Geistliche Offenheit bedeutet nicht, jeder geistlich klingenden Aussage offen gegenüberstehen zu müssen. „Gott hat mir gesagt" ist noch kein Beweis dafür, dass Gott gesprochen hat. Auch die Frömmigkeit, Erfahrung oder Stellung eines Menschen macht seine Worte nicht unfehlbar. Was Gott klar offenbart hat, darf nicht leichtfertig durch neue Eindrücke, vermeintliche Botschaften oder die Autorität anderer Menschen verdrängt werden.
Das kann sogar entlastend sein. Wir müssen nicht ständig befürchten, irgendeine verborgene Stimme Gottes übersehen zu haben. Gott hat uns sein Wort gegeben. Daran dürfen wir uns halten.
Das Kapitel zeigt allerdings noch etwas Unbequemeres. Ausgerechnet der alte Prophet, der gelogen hat, empfängt anschließend tatsächlich ein Wort Gottes. Daraus dürfen wir nicht schließen, Gott habe seine Lüge gebilligt. Vielmehr zeigt sich: Dass Gott einen Menschen gebraucht, bedeutet noch nicht, dass alles in dessen Leben richtig ist. Geistliche Begabung und geistliche Treue sind nicht dasselbe.
Und dann stehen am Ende des Kapitels drei Menschen vor uns. Der Mann Gottes hat gehorcht und ist doch an einem Punkt gefallen. Der alte Prophet hat schwer gesündigt; danach trauert er um den Toten, nennt ihn seinen Bruder und bindet sein eigenes Schicksal an dessen Grab. Der Text nennt das nicht ausdrücklich Buße, aber er zeigt zumindest einen Menschen, den das Geschehen nicht unberührt lässt.
Jerobeam dagegen erlebt Gottes Zeichen, Gottes Gericht und sogar Gottes heilende Güte. Und dann heißt es: „Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg."
Vielleicht ist das die bedrängendste Warnung des ganzen Kapitels. Das größte geistliche Problem ist nicht, dass wir niemals irren oder fallen dürfen. Gefährlich wird es dort, wo Gottes Reden uns nicht mehr verändert.
1Könige 13 ruft deshalb nicht zu ängstlicher Selbstbeobachtung auf, sondern zu einer nüchternen Treue: Gottes Wort ernst nehmen, geistliche Stimmen prüfen – und wenn Gott uns unseren falschen Weg zeigt, nicht wie Jerobeam einfach weitergehen. Treue zeigt sich nicht darin, niemals zu fallen, sondern darin, dass Gottes Wort auch dann noch das Recht behält, uns zu korrigieren.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Tageslese (32) Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch, mit uns allen.
von Burgen am 18.08.2026 09:10
Dienstag
Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Jesaja 50,5
[ dass ich höre, wie ein Jünger hört]
Maria setzte sich dem Herrn Jesus zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Lukas 10,39
[ihre Schwester hingegen machte sich in der Küche zu schaffen]
LIed: 198,2
Halleluja. Ja und Amen!
Herr, du wollest auf mich sehn,
dass ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn.
Lass mich eifrig sein beflissen,
dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen,
wie Maria tat. Luk 10,39
(c) Joachim Neander/Christian Gregor 1725 nach 1680 Joachim Neander.
Strophe 1 von Ludwig Nikolaus Zinzendorf 1725.
Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir;
denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für.
Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist's nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.
TagesL: 1.Samuel 17,38-51
König Saul legte David, dem Jüngling, Schafhirten, seine eigene Rüstung an
und setzte einen bronzenen Helm auf sein Haupt und legte ihm einen Schuppenpanzer an,
gürtete sein eigenes Schwert über Davids Rüstung ...
Er konnte jedoch nicht damit gehen,
nahm nur seine eigene Steinschleuder und bezwang den Riesen mit Gottes Wort ...
Johannes 10, 22-30 ... der gute Hirte, Jesus spricht: Ich und der Vater sind eins. V30
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 17.08.2026 14:49Man hat mir in jungen Jahren eingeimpft, mich bildungssprachlich zu artikulieren. Es gab eine Vielzahl an Schimpfnamen für derart unliebsame Menschen, man sollte sie aber nicht nutzen, weil dies ›Gossensprache‹ sei. Und wurde nicht geduldet. Das dieser Begriff heute so negativ aufgefasst werden würde, wäre mir nie in den Sinn gekommen.
»Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn Du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und Dein Hirtenstab geben mir Trost.« - Psalme 23:4 NGU
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von nusskeks am 17.08.2026 14:27Außerhalb der Bibel ist mir "Pharisäer" als ein Kaffeespezialität und als ein veraltetes Schimpfwort bekannt. Ich selbst nutze dieses Wort nicht ebenso wie ich die anderen von Dir genannten und die mit noch bekannten Redewendungen nicht nutze. Also auch kein "ToiToiToi" kein "Herrje!" oder ähnliches mit nahem oder fernen religiösem Bezug.
Ich nutze den Begriff "Pharisäer" halt, wenn er in einem Gespräch vorkommt. Beispielsweise im Hauskreis oder wenn ich mit anderen Menschen über Pharisäer rede, wie ich es hier gerade mache. Meiden tu ich also nur den negativen Kontext, der in wenigen Kreisen noch dazu vorhanden ist. Die Jugend kenne "Pharisäer" gar nicht mehr. Spreche ich also mit meinen inzwischen erwachsenen Kindern, so kennen (kannten) sie den historisch negativen Gebrauch des Wortes gar nicht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 17.08.2026 13:33Seid mir gegrüßt! 👋🏼🧔🏼♂️
Meine seelige Großmutter pflegte bei Erschrecken, Überraschung und zur Bekräftigung einer Ablehnung ein kräftiges Jesses, Maria und Josef von sich zu geben, wobei Jesses für unseren Herrn Jesus stand. Jeder von uns hat schon Himmel Herrgott oder Oh mein Gott gesagt oder von sich gegeben.
Solche Ausrufe meine ich nicht, sondern Aussagen wie
- etwas ist ketzerisch / jemand ist ein Ketzer
- jemand ist ein ungläuber Thomas
- jemand ist ein Guter Samariter
- jemand ist ein Pharisäer
- ...
Die Pharisäer seien ein hochgeschätzer Teil der jüdische Gemeinschaft und den "schlechten Ruf" hätten sie der 2000jährigen Verunglimpfung und üblen Nachrede des Christentums zu verdanken. Die Nutzung des Wortes wäre, in diesem Kontext, antisemitisch und sogar rassistisch.
Wie denkt die geschätzte Forumsgemeinschaft darüber? Ist der Begriff zu vermeiden? Gibt es weitere derartige Stolersteine, an denen man sich stoßen oder Anstoß nehmen könnte?
Ich wünsch euch allen einen gesegneten Tag!
»Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn Du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und Dein Hirtenstab geben mir Trost.« - Psalme 23:4 NGU
Re: Tageslese (32) Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch, mit uns allen.
von Burgen am 17.08.2026 09:54
Montag
Der HERR hat das Recht lieb. Psalm 37,28
Jesus sprach: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Markus 12,17
Lied BG 568,4
Dem Kaiser gebt, was seines ist, und Gott, was Gott gebühret,
den Nächsten Herzen ohne List, wie's Jesu Vorbild lehret.
Den Herren dieser Welt verwehrt,
was nur dem Himmelbürger gehört.
[zB Anbetung ?]
(c) Nikolaus Ludwig von Zinzendorf
TagesL: Matthäus 23,1-12 Warnung vor den Schriftgelehrten und Pharisäern
fortlL: Johannes 10,11-21
V11 Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. [hat er am Kreuz vollbracht ...]
17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wieder zu nehmen [Auferstehung von den Toten als Erstling]
19 Es entstand wieder ein Zwiespalt unter den Juden dieser Worte wegen.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von Katechon am 17.08.2026 08:08Gott hilft jenen, die sich selbst helfen. Man kann sich von allen schädlichen und selbstzerstörerischen Ideologien, Neigungen und Orientierungen abwenden und für diesen Schritt eine Handreichung und Anleitung finden … und für die Nachsorge Stecken, Stab und Trost. Voraussetzung: Der ehrliche eigene Wille.
Götzendienst und Okkultismus sind schwere Sünden und dem Herrn ein Greul ! 😖
»Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn Du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und Dein Hirtenstab geben mir Trost.« - Psalme 23:4 NGU
Re: Seid gegrüßt!
von Katechon am 17.08.2026 07:36@Cleopatra Ich wünsche Dir einen Guten Morgen und danke Dir herzlich für die nette Begrüßung. 👋🏻🧔🏼♂️
»Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn Du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und Dein Hirtenstab geben mir Trost.« - Psalme 23:4 NGU
Re: Seid gegrüßt!
von Cleopatra am 17.08.2026 07:13Guten Morgen,
herzlich Willkommen Katechon, fühl dich wohl bei uns, ich freue mich auf angenehme, anregende Gespräche 
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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