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StefanS

66, Männlich

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Beiträge: 441

Re: Unterschied zwischen Ermahnen und Urteilen

von StefanS am 10.06.2014 15:43

Liebe solana,

solana schrieb:
wir sollten uns doch bewusst bleiben, dass wir nicht Jesus sind und dass er uns nicht aufgefordert hat: "Geht in die Gotteshäuser (Bauwerke oder übertragen) und schlagt alles kurz und klein, was da nicht reinpasst.

so denke ich auch.

Wir haben oftmals die "Wild-Wild-West-Manier" - erst schießen, dann denken.

Nach dem Motto: Falls es nicht stimmt, kann ich mich ja immer noch entschuldigen.
Wenn dann mein Gegenüber es nicht annimmt ist es sein Problem.
Mein Problem bin ich jedenfalls los und ich kann wieder ruhig schlafen!

Nein, mein Problem bin ich nur los, wenn ich es auf den HERRN werfe.
Und wenn mir Liebe mangelt, dann halte ich meinen Mund, bis ich voller Liebe auf meinen Bruder/meine Schwester zugehen kann.
Den Rest lenkt Jesus ganz allein.

LG StefanS



So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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StefanS

66, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Religiöse Heuchler

von StefanS am 10.06.2014 15:33

Lieber marjo,

danke für Deine Gedanken!

marjo schrieb:
Was, wenn sich hier auf der einen Seite nur solche Christen bisher gemeldet haben, die sich ihrer eigenen Fehlbarkeit durchaus bewusst sind aber trotzdem die Notwendigkeit sehen sich gegenseitig zu ermahnen, eben gerade weil ein Teil ihrer Fehlbarkeit ja auch durch die Geschwister im Glauben aufgedeckt werden?

Auf der anderen Seite hätten wir dann solche Christen, die sich ebenso ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst sind, sich aber nicht zutrauen im Leben der Geschwister aufgetretene faule Früchte anzusprechen.

Sind wir eher von Übereifer und Lieblosigkeit auf die Seite der Überängstlichen gewechselt, oder durch gesellschaftlichem Konsenz geprägter Nichteinmischung schlicht aus der Übung, tröstliche Ermahnung zu leisten?

Vielleicht geht es auch einfach darum, einen Menschen aus der Ferne nicht negative Dinge zu unterstellen und im ganzen Rest herrscht latente Einrigkeit?

Da ist eine ganze Menge Wahrheit in Deinen Aussagen.

Ich kann mich nur selbst prüfen und geh davon aus, dass ich in die Kategorie derer gehöre, die sich nicht trauen, überängstlich sind, sich grundsätzlich nicht einmischen und/oder aus der Übung sind. Ich kann damit leben, so eingeordnet zu sein. 

Und nun? Sagst Du mir jetzt, dass ich mich schuldig mache, wenn ich meinen Mund halte, wohlwissend, dass Geschwister möglicherweise in heuchlerischer Weise handeln? Lieber den Mund aufreissen und was sagen, obwohl ich spüre, dass meine Gesinnung eben NICHT von Liebe geprägt ist?

Was ist wichtiger? Die Liebe oder die Wahrheit?

 

LG StefanS

 

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Unterschied zwischen Ermahnen und Urteilen

von Rapp am 10.06.2014 15:30

So kommt es: wir schrieben gleichzeitig!

Ja, was mache ich denn mit einem Heiden? Ich versuche ihn als Freund zu gewinnen und in die Gemeinde herein zu lieben... Das soll also wie ich es verstehe auch mein Umgang mit Menschen sein, die sich mal nichts sagen lassen und damit vom Weg der Nachfolge weichen.

Da habe ich Nachholbedarf, ich lerne.

Willy

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Religiöse Heuchler

von cipher am 10.06.2014 15:26

Solana schrieb: Wenn sich jemand durch mein kämpferisches Auftreten persönlich verletzt fühlt, so bitte ich, das zu entschuldigen.
Das ist ein Wort - ok, danke!

Solana schrieb: ...durch das Erlebte und die Sorge um die "neue Ausrichtung" , in die das Forum womöglich gelenkt werden sollte...
Soweit es in meinen Möglichkeiten liegt, würde ich an Deiner Seite dafür arbeiten, dass eine solche "Neuausrichtung" nicht stattfindet - das ist ein Versprechen! Aber - und hier liegt meine Kritik aus sieben Jahren Erfahrung im Moderationsbereich - ich halte es in diesem Zusammenhang für immens wichtig, koordiniert, sachbezogen und konsequent zielgerichtet zu arbeiten. Dazu gehört, Fragen sachbezogen zu beantworten und eben nicht "zu kämpfen", wo es vielleicht nichts zu "kämpfen" gibt - das wirkt sonst - das ist auch nicht persönlich gemeint - wie "Dreschflegelkämpfen". Einfach die Arme mit geballten Fäusten wirbeln lassen, bis jeder aus der Reichweite verschwunden ist. Freilich ist dann nichts und niemand mehr da, gegen den man "kämpfen" könnte. Weil sie verschwunden und ausgewichen sind oder flachliegen.

Marjo schrieb: Heuchelei unter Christen wird niemand bestreiten wollen.
Nein, sicher nicht. Das schrieb ich ja auch schon an Merciful. Aber was hier teilweise geschehen ist, wirkt etwa wie folgt: Ich ermahne eines unserer damals noch kleinen (sechs, sieben Jahre alten) Kinder: "Horch! Du weißt, dass Du nicht mit den Fingern essen sollst! Benimm dich bitte, wie du es gelernt hast", und meine Frau spricht mich dann an: "Schatz, denk' mal an den Tag damals in ... am ..., da hast du auch mit den Fingern gegessen".

Für das angesprochene Kind könnte das "spaßig" sein. Und ich habe nicht vergessen, dass ich mich auch mal daneben benommen habe. Aber in diesem Zusammenhang hat das nichts verloren.

Jeder von uns weiß, dass wir, obschon wiedergeboren und von Jesus gerecht gemacht, nicht frei von Sünde sind. Dennoch sollen und müssen wir EINANDER beurteilen! Denn nur so kann es zu Ermahnungen und in dem Zusammenhang, den Du, marjo, gestellt hast, auch zum Trost, zum Auferbauen kommen.

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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Unterschied zwischen Ermahnen und Urteilen

von Rapp am 10.06.2014 15:21

Ja, wieder einmal steht in einem griechischen Wort weit mehr drin , als im Wort, das bei der Übertragung in unsere Sprache übrig bleibt. Im Wort ermahnen steckt doch antippen, den Drohfinger heben... Tja, im Griechischen steckt aber vielmehr ermuntern, ermutigen, bei der Hand nehmen und führen, trösten, vertreten, in eine bestimmte Richtung drängen, warnen, wenn jemand falsch liegt.

Hieraus könnt ihr ersehen welch ein Wunderwerk die Übersetzung der Bibel eigentlich ist. Hier überhaupt noch sinnvolles zu schreiben ist an sich ne Höchstleistung!!

Urteilen mag ich nicht - höchstens über mich selbst und was bleibt dabei? Einiges, das ich euch lieber nicht mitteile...! Da flieh ich schließlich in die Arme Jesu, der mich liebt, obwohl er mich kennt!

Willy

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Greg

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 707

Re: Religiöse Heuchler

von Greg am 10.06.2014 15:09

Ich persönlich sehe Dich bisher nicht als Heuchler.
Ich trage den Cipher auf meine persönliche liste der zu überwachenden potentiellen heuchler ein. 

Ich bin eine fröhliche Knackwurst! 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2014 15:09.

marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Religiöse Heuchler

von marjo am 10.06.2014 14:53

cipher schrieb: Marjo, hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, nachzusehen, wo in der Bibel von "Heuchlern" die Rede ist? Und in welchem Zusammenhang? Was denkst Du - sind es die Christen, die da in erster Linie angesprochen werden ? Werden Christen überhaupt als "Heuchler" angesprochen? Oder welche Personengruppe ist es, welche mit diesem "ehrenvollen" Begriff überwiegend tituliert wird?

Hallo cipher,

Deine Frage lässt sich leicht beantworten (Luther 84):

Gesamtvorkommen: 30 
Davon Christen betreffend: 3

Dieser Zahlen ergeben sich dadurch, dass es Christen ja erst ab Apg 2 geben kann und die Gesamtmenge an Text vor diesem Kapitel naturgemäß ungleich größer ist, als die folgenden Texte, was jedoch quasi bei jedem Thema der Bibel so ist. Da Heuchellei kein Thema der Heilsgeschichte ist gehe ich davon aus, dass sie in ihrer Natur unveränderlich besteht. Ein Heuchler bei den Juden legt also das selbe Verhalten an den Tag wie bei den Christen. Andernfalls hätten zumindest Petrus und Jakobus eine Neudefinition vorgenommen, da in ihren Schriften der Begriff der Heuchelei vorkommt.

Heuchelei unter Christen wird niemand bestreiten wollen. 

cipher schrieb: Verrät mir jemand, wie es kommt, dass insbesondere in diesem Thread Christen als "latente" Heuchler gehandelt und mir "latente Heuchelei" oder ein "icht freisein von Heuchelei" nahegelegt wird?

  Ich persönlich sehe Dich bisher nicht als Heuchler.

lieben gruß,
marjo  

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2014 14:56.

solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Religiöse Heuchler

von solana am 10.06.2014 14:42

Jesus hat gerade die "Kleinen" und "Schwachen", die Sünder und "Beladenen" eingeladen, sich bei ihm zu erquicken und sie gesegnet.
Und hat sich gegen diejenigen gewandt, die meinten, sie hätten ein "Exklusivrecht" auf das Himmelreich und könnten es vor anderen zuschliessen.

Wenn "Richten" nicht bedeutet: "diese oder jene Aussage ist "sachlich falsch",
sondern
"ihr müsst draussen bleiben, weil ihr anders glaubt als wie ich es für richtig erkannt habe",
dann ist das in meinen Augen genau dieselbe Vorgehensweise.
Derjenige, der so spricht, mag "sachlich" "Recht" haben, aber er hat keine Liebe und keine Barmherzigkeit und "tut dem Himmelreich Gewalt an".

Das ist ausdrücklich auf niemanden persönlich bezogen - jeder ist in seiner Vorgehensweise  sowieso nicht mir gegenüber verantwortlich sondern nur Gott.
Das ist mein Verständnis, so wie ich es sehe.

Und wenn man mir vorwirft, zu hart für die Schwachen zu kämpfen, dann nehme ich das gerne hin.
Aber es ist nun mal Schaden angerichtet worden (und ich weiss, dass dieser Schaden grösser ist als derjenige, der das Schwert geführt womöglich ahnt).
Und ich möchte nicht, dass in Zukunft das der neue Umgangston hier wird.
Wenn sich jemand durch mein kämpferisches Auftreten persönlich verletzt fühlt, so bitte ich, das zu entschuldigen.
Das war nicht meine Absicht, sondern den aufkochenden Emotionen durch das Erlebte und die Sorge um die  "neue Ausrichtung" , in die das Forum womöglich gelenkt werden sollte, geschuldet.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Religiöse Heuchler

von cipher am 10.06.2014 14:37

marjo schrieb: Erkennt eigentlich irgend jemand von den Lesern dieses Threads heuchlerische Tendenzen bei sich.

Marjo, hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, nachzusehen, wo in der Bibel von "Heuchlern" die Rede ist? Und in welchem Zusammenhang? Was denkst Du - sind es die Christen, die da in erster Linie angesprochen werden ? Werden Christen überhaupt als "Heuchler" angesprochen? Oder welche Personengruppe ist es, welche mit diesem "ehrenvollen" Begriff überwiegend tituliert wird?

Verrät mir jemand, wie es kommt, dass insbesondere in diesem Thread Christen als "latente" Heuchler gehandelt und mir "latente Heuchelei" oder ein "icht freisein von Heuchelei" nahegelegt wird?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2014 14:40.

Greg

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 707

Re: Religiöse Heuchler

von Greg am 10.06.2014 14:12

Es ist schlichtweg eine tyrannei des glaubens was stattgefunden hat.

Heuchler sind sehr oft auch tyrannen. Es gibt die einen (also eine erste gruppe), die Jesaja ansprach, die nur ein lippenbekenntnis des glaubens geben aber im herzen fern von Gott sind. Jesaja kritisierte die leute, die vorgaben Gott zu folgen aber es nicht taten. Mit ihren werken ziehen sie andere mit, die es nicht besser wissen. Sie werden zu tyrannen der gleichgültigkeit, denn wenn einer wie damals Jesaja ermahnt, das etwas nicht in richtig läuft, wird dieser von den gleichgültigen tyrannisiert.

Es gibt aber auch andere tyrannen des glaubens (also eine zweite gruppe), die sich an ihre mischna klammern und gerne andere kritisieren, die nicht konform der eigenen mischna sind. So hat es Jesus auch in einigen fällen erlebt. es gab pharisäer, die Jesaja damals gelobt hätte für ihren eifern, aber die dann soweit gingen, das sie andere niedermachten, wenn sie einen misstand sahen. Und diese übereiferer hat Jesus wiederum kritisiert und auch attakiert und die angegriffenen in schutz genommen.

Ich denke, die tyrannen aus der zweiten gruppe sehen allzu gerne manch anderen andersdenkendend als ein tyrann der ersten gruppe. Wir nicht meine mischna hat, der ist fern von Gott, fleischlich, nur ein lippen-christ. Es gibt für sie nur zwie extreme, und wer nicht zu dem einen extrem passt, dem darf man eine ladung "ermahnung" im sinne von Jesaja verpassen.

Ich bin eine fröhliche Knackwurst! 

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