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Pal

68, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Hiob

von Pal am 27.02.2016 16:57

Henoch:
Hiob wollte sich den Segen irgendwie erarbeiten und das tat er wohl sogar recht erfolgreich...

Liebe Henoch, ich denke mir die Problematik liegt in der falschen Perspektive. Was er als großartiges Gnadengeschenk von Gott bekam, verwandelte sich mit der verkehrten (im Grunde verlogenen) Fokusierung zu einem "Eigenprodukt".

Es könnte sein, das Hiob da so eine Art "Gabe der Vollkommenheit/Ganzherzigkeit" bekommen hatte, vergleichbar wie Simson seine "Gabe von Kraft".

Auch Simson hantierte diese Gabe nicht, wie es sich gehört hätte mit großer Dankbarkeit für Gott, sondern mißbrauchte sie für sein "Hallelu-Ego", bei den Philister-Huren....
Wohl immer auch mit dem Hintergedanken => ich bin, mit meiner Gabe, besser als alle anderen Menschen. Ich bin etwas ganz besonderes....

Aber genau dieses =>
Ric 16:17 ...daß ich schwach würde und wie alle anderen Menschen.

wurde zu Simsons => "Essig ist die Medizin"... (wäre auch nicht so übel für @J4e)

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marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob

von marjo am 27.02.2016 16:53

Hallo Henoch,

Deine ersten Erklärungen zum Hiob fand ich besser als die letzte. In der letzten Erklärung spekulierst Du zu viel.

Gruß, marjo 

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob

von Henoch am 27.02.2016 16:09

..ja, Pal, Hiob wollte sich den Segen irgendwie erarbeiten und das tat er wohl sogar recht erfolgreich, denn Gott selbst sagte:

Hiob 1, 8 Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Nun macht dieses Leistungsprinzip eher Stress und Glaubens- und Vertrauensprobleme, als dass es einer innigen Liebesbeziehung zu Gott förderlich wäre.

Wie Rapp so schön schildert, ist einfaches Annehmen der Dinge aus der Hand Gottes sowie festhalten an seinen verheißungen weit Vertrauensförderlicher, denn dann wirkt eine so wonnige Verheißung Gottes: Ich will Euch trösten, wie eine Mutter ihre Kinder tröstet. Das Herz wird ruhig.

Henoch

 

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Hiob

von Pal am 27.02.2016 15:39

Sabine:
Mir ist beim Lesen auch nicht wirklich aufgefallen, warum seine Freunde bei Gott in Ungnade gefallen sind und Hiob selbst ihnen letztlich vergeben musste. Da mir diese Frage jetzt schon eine ganze Zeit lang im Kopf rum geistert, wäre es lieb, wenn mich mal jemand zu dem Thema aufklären würde

Hio 42:7 Als nun der HERR diese Reden an Hiob vollendet hatte, sprach der HERR zu Eliphas, dem Temaniter: Mein Zorn ist entbrannt über dich und deine beiden Freunde, denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob. Hio 42:8 So nehmt nun sieben Farren und sieben Widder und geht zu meinem Knecht Hiob und bringt sie als Brandopfer dar für euch selbst; mein Knecht Hiob aber soll für euch bitten; denn nur seine Person will ich ansehen, daß ich gegen euch nicht nach eurer Torheit handle; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

Ich denke mir die ursächliche Problematik liegt in der Gesinnung.
Man kann vieles inhaltlich richtig oder falsch sagen. Aber dann ist es immer noch die große Frage, aus welcher Herzenseinstellung sage ich das, was ich sage.

Hiob hatte "recht geredet", aber auch viel  =>
Hio 42:3 Wer ist's, der den Ratschluß Gottes verdunkelt mit seinem Unverstand? Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, was mir zu wunderbar ist und ich nicht begreifen kann!

So sehe ich Hiobs Grundproblem in seinem SELBST. Ja, Gott hatte ihm das Zeugnis von Vollkommenheit gegeben!
Doch dann verbog er dieses Gnadengeschenk von Gott in eine Art "Leistungsprodukt" seiner selbst, wie wenn Hiob von sich aus (selbstständig) so vollkommen geworden wäre. - Genau da liegt für mich des Trudels Kern.

Voll von sich selbst konnte Hiob (fehlerhaft) behaupten:
Hio 27:2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt hat: Hio 27:3 Solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch Gottes in meiner Nase, Hio 27:4 sollen meine Lippen nichts Verkehrtes reden und meine Zunge keine Lüge aussprechen. Hio 27:5 Ferne sei es von mir, daß ich euch Recht gebe, ich werde mir meine Unschuld nicht nehmen lassen bis an mein Ende! Hio 27:6 Ich habe an meiner Gerechtigkeit festgehalten und werde sie nicht loslassen, mein Gewissen straft mich über keinen meiner Tage;

Nicht einen Tag seines Erdenlebens hatte er die geringsten Gewissensbisse! (Das klingt schon nach @J4e)

Da möchte man fast ausrufen => da klingt kein Hallelu-jah - sondern eher nur ein Hallelu-ego!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.02.2016 16:58.

saschaw
Gelöschter Benutzer

Re: Mitglieder kommen und gehen

von saschaw am 27.02.2016 15:31

Liebe alles.durch.ihn,
ich glaube du bringst einiges durcheinander, ich versuche es Dir zu erklären.
Schau, meine Erwartungen hatte ich aufgrund dessen, dass ich dieses Forum von damals kannte. Nun habe ich festgestellt, diese Erwartungen, nähmlich das vorzufinden was hier mal vor 8 Jahren war nicht erfüllt werden. Damit hat sich die Sache mit meinen Erwartungen auch erledigt. Um auf deine Frage direkt zu antworten: ich habe keine Erwartungen mehr!!! Wie kommst du darauf das ich hier etwas einfordere? Kannst du mir das bitte erklären? Dann versuche ich darauf einzugehen. Übrigens, meine Signatur derart zu zerlegen finde ich etwas geschmackslos. Aber auch das können wir klären, wenn du mir erläuterst wie du zu dieser Interpretation kommst?
lg
sascha

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Zeugnis unverdienter Rettungs-Gnade

von Pal am 27.02.2016 15:18

Oh ja, @Henoch machte mich darauf aufmerksam =>

Nach der Matrosen Geschichte ist hier noch die Pharisäer Story =>
Der allerbeste Vater - Zurück zur ersten Liebe

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alles.durch...

62, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 967

Re: Mitglieder kommen und gehen

von alles.durch.ihn am 27.02.2016 13:57

ok, ihr Lieben, nochmal zum Thema.. :- ) 

Es mag Gründe geben, wie die von Sascha, dass man Erwartungen hat, die nicht erfüllt werden, oder Neugier, Interesse, ohne an "Langzeitteilnahme" interessiert zu sein. Genauso kann ich mir auch vorstellen, dass es Einzelne gibt, die sich anmelden, weil sie mal in den Profilen stöbern wollen - sehen, was das für "komische Leute" sind, die hier schreiben...  
Fände ich auch nicht wirklich schlimm - ich gebe dort nicht mehr preis, als ich hier im Open tue und tun würde.. 
Übrigens, Sascha, hatte ich während deines Postings zu meinem ersten Beitrag etwas hinzugefügt. Vielleicht hast du es noch nicht gelesen... 
lsg, alles.durch.ihn

..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


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alles.durch...

62, Weiblich

  fester Bestandteil

Beiträge: 967

Re: Mitglieder kommen und gehen

von alles.durch.ihn am 27.02.2016 13:32

hm, schau mal Sascha: "Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer"  sagt deine Signatur.. 

Dieses "will" sagt doch so einiges. Du forderst und hast lt. eigener Aussage Erwartungen.Vielleich ist das ja deine Grundhaltung - ich weiß es nicht... 
Also... Was "erwartest" du??? Mit welchem "Recht" kann man (hier) etwas einfordern? 

lsg,
alles.durch.ihn

 

..ich will den Herrn loben allezeit und seinen Namen preisen! <3


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saschaw
Gelöschter Benutzer

Re: Mitglieder kommen und gehen

von saschaw am 27.02.2016 13:21

@alles.durch.ihn
dass ich andere Erwartungen an das Forum hatte habe ich geschrieben, du kannst es auch Unzufriedenheit nennen. Mit dem Wort "insgesamt unzufrieden" meinst du wohl unzufrieden mit meinem Leben!? Wie du das aus meinem Beitrag herauslesen konntest ist mir ein Rätsel. Meine Frage hast du glatt ignoriert, stellst dafür Gegenfragen! Natürlich verändert sich vieles, habe ich dazu was geschrieben? Die ursprüngliche Frage war: " Warum sich neue User nach kurzer Zeit wieder abmelden?"

@Cleo
ok Cleo, die Angelegenheit mit den AGB haben wir geklärt.

Gottes Segen
sascha

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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob

von Rapp am 27.02.2016 13:19

Hallo Sabine,

ich weiß nicht ob du dir ein Leben mit ständigen Schmerzen vorstellen kannst? Das erlebe ich und mir hat Hiob sehr geholfen damit klar zu kommen.

Hiob dachte, dass Gott sich gegen ihn gestellt hätte. Dabei sehen wir zu Beginn des Buchs, dass Satan versuchte Hiob von Gott wegzuziehen. Ich begreife Hiob in seiner Auflehnung. Gott aber hatte sich nie von ihm abgewandt. Die Freunde Hiobs kommen mir vor wie einige Bibelschüler die immer so genau wußten, was ich verkehrt machte, dass Gott meine Schmerzen nicht wegnahm. Sie hörten Gottes Antwort nie als ich ihn bat mir meine Schmerzen zu nehmen. Er sagte mir sehr deutlich: "Wie willst du andere verstehen, wenn du nie Schmerzen erlebst? Du kannst nur den Trost weiter geben, den du selbst empfangen hast! Dann aber überschüttet mich Vater mit unbändiger Freude und Kraft, dass ich meinen schwierigen Allteg wegstecken und ihn anbeten kann.

Dermaßen selbstsicher die Wege Gottes für andere zu kennen ist Anmaßung und damit Sünde. Gott wartete aber auf Hiobs Gebete für seinen Freunde, um auch ihnen zu vergeben. Eine weitere Lektion. Meine Vergebung kann für andere Leben bedeuten. Das ist wahrlich höhere Glaubensschule.

Willy



Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.02.2016 14:04.
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