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Kayla
Gelöschter Benutzer

Re: Paris: Lästerungen mit dem Tode bestraft

von Kayla am 08.01.2015 14:19

Was ich vermisse, wirklich vermisse bei den Moslems, die friedlich gesinnt sind ist die vorbehaltlose Verurteilung solcher Terrorakte und barbarischer Morde. Wo sind die Aufmärsche der Moslems, die sich von diesen, wie es immer wieder heißt, einigen wenigen Extremisten ganz klar distanzieren?

Ich glaube, da ist immer das Problem, die Leute aus den "eigenen Reihen" öffentlich zu kritisieren. Ich habe von Christen auchschonziemlichschreckliche Äußerungen mitbekommen - was zugegebenermaßen noch etwas anderes ist, als gezielte Hinrichtungen, aber es waren schonmalÄußerungen oder Aktionen dabei, die mich erschreckten. Eine Frau kannte ich aus einem Internetforum und wenn es um gesundheitliche oder persönliche Probleme ging, hatten wir uns immer gut verstanden. Doch auf Facebook schrieb sie eines Tages, "wir" (die Christen) sollten alle Moslems töten. Sie löschte das, nachdem ich sie erschrocken angeschrieben hatte, aber viele nicht ganz so drastische, aber dennoch hasserfüllte Äußerungen ließ sie stehen. Ähnlich habe ich schon unglaublich verachtende Äußerungen über arme oder kranke Menschen gehört, über Homosexuelle, Atheisten oder nicht ganz so perfekte Christen.

Warum stelle ich mich nicht öffentlich dagegen? Weil ich Angst hätte vor dem, was mir von vielen Christen vorgeworfen würde. Ich könnte mir zwar sagen, dass es mir egal sein kann, was solche extremen Menschen wie die erwähnte Frau aus dem Forum über mich sagen, aber ich glaube, ich hätte schon Angst davor, unter den Mitchristen irgendwie als Verräterin dazustehen.

Vielleicht geht es vielen Moslems ähnlich?

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Kayla
Gelöschter Benutzer

Re: Füße waschen

von Kayla am 08.01.2015 14:11

Spontan dachte ich mir, ich fände das extrem unangenehm, wenn es jemand bei mir tun würde, aus einer ganzen Reihe von Gründen. Würde das anderen ebenso gehen?

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von solana am 08.01.2015 14:02

Henoch schrieb:

Früher hatte ich auch das Gefühl, dass mir der Herr nun nicht mehr so nahe wäre. Heute ist das nicht mehr so.

Hallo Henoch
Ja, das finde ich auch interessant.
Bedeutet das, dass du gleichzeitig tiefen inneren Frieden seine sprudelnde Freude in dir haben kannst, während da gleichzeitig negative Gedanken, evtl sogar Wut und Hass auf jemanden noch in dir sind?

Bei mir geht das nicht.

Aber natürlich ist Gott mir in dem Moment genauso nahe, sogar ganz besonders nahe,indem er mich drauf aufmerksam macht. Um mich in seiner Liebe davon zu befreien, damit ich daran nicht leiden muss.
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 13:50

Hallo Solana,

ja, das ist interessant. Auch bei mir ist es erst einmal das "überführt werden". Ein "Was machst Du da?". Früher hatte ich auch das Gefühl, dass mir der Herr nun nicht mehr so nahe wäre. Heute ist das nicht mehr so. Ich weiß, dass ich in Christus angenommen und geliebt bin, immer! Deshalb wende ich mich gleich an ihn. Ich danke, dass mir vergeben ist, ich bitte um Segen für den, der mich verletzt hat und ich bitte darum, dass ich ihm völlig vergeben kann. Es hilft mir auch, zu wissen, dass ich gebeten habe, dass allen immer vergeben ist, die an mir gesündigt haben. Der zweite Schritt ist auch wie bei Dir, der Herr zeigt mir, dass ich deshalb negativ denke, weil sich hier und da das alte ich meldet (Eifersucht, verletzter Stolz, ...). Nun weiß ich, dass ich es als tot betrachten darf. Ich darf es ihm hinhalten und ihn bitten, dass er mich da verändert. Was für mich so schön, so inniglich und so heilig ist, ist, dass ich weiß, dass der Herr und ich jetzt Hand in Hand sind. Ganz nah. Ich weiß, dass er mein Innerstes verändern wird. Ich bin dann ganz glücklich über meinen Heiland, weil sich seine Liebe für mich wieder ganz neu erschließt und weil ich mich da als abhängiges Geschöpf ganz auf ihn verlassen kann. Ja, ich bin sein Werk, alleine IHM zur Ehre. Dieses Wissen, dass ich seine Neuschöpfung bin, auch wenn er mir zuliebe langsam macht, das nimmt mich an sein Herz, lässt mich selig sein und vertrauen, dass er dafür sorgen wird, dass ich in seine königliche Familie eines Tages passe.

Was mir dann bleibt ist "Danke", und die Freude, dass er denjenigen segnen wird, der mich verletzt hat.

Manchmal zeigt er mir auch, dass ich etwas gut machen muss, oh das mag ich nicht so....da brauche ich oft viel Gebet, bis ich bereit bin. Aber mein Heiland ist stärker....Ihm sei Dank. Und ich weiß ja, dass er da mit mir durchgeht - immer. Er hilft mir die rechten Worte zu finden und glättet die Wogen in beiden Herzen.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.01.2015 13:55.

solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von solana am 08.01.2015 13:28

Henoch schrieb:

aber nun nehmen wir mal an, Du bemerkst eine Sünde in Dir. Z.B. dass Du negativ über jemanden denkst. Was machst Du dann praktisch?

Hallo Henoch
Ganz praktisch läuft das bei mir so ab, dass Gott mir in dem Moment bewusst macht, dass das falsch ist. Ich weiss es ganz genau und spüre es auch durch die Veränderung, die in mir durch diese negativen Gedanken ausgelöst wird.
Es fühlt sich so an, wie in dieser Bibelstelle bechrieben:

Mt 5, 23 Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe.

So als ob mir Gott seine Gemeinschaft, seinen Frieden und seine Freude entzieht, solange ich nicht bereit bin, von diesen negativen Gedanken meinem Nächsten gegenüber zu lassen.

Ich kann Gott dann um Hilfe bitten und sie wird mir gewährt.

Aber so richtig los komme ich erst dann, wenn ich "erkannt" habe, was in meinem Ego diese negativen Gefühle geschürt hat.
Und diese Erkenntnis wächst meistens in einer Anfechtungssituation heran und wenn ich dann bereit bin, das "los zu lassen", werde ich so frei davon, dass es mich nicht mehr in der Art angreifen und das negative Denkren mich beherrschen kann.

In dem Sinne, dass die Erkenntnis der Wahrheit mich hier frei macht und die (durch einen Mitmenschen) verletzte Seele heilen kann, auch wenn ich keine "Genugtuung" oder ähnliches von diesem Menschen erhalte.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 13:21

Hallo Micha,

ja, das Bewustsein wächst, dass alles IHM gehört und von IHM nur geliehen ist. Trotzdem ertappe ich mich beim "Haben wollen". Praktisch mache ich es so, dass ich froh bin, dass mir vergeben ist und dass ich angenommen bin mit dieser sündigen Wesensart. Und dafür danke ich. Und dann bitte ich darum, dass der Herr meine innere Haltung zum Mammon verändert und mir hilft, einfach nur dankbar zu sein, aus tiefsten Herzen. Ich danke dafür (notfalls mit gemischten Gefühlen), was ich habe und bitte darum, dass er derjenige sein soll, der mein Innerstes satt macht und nicht der Mammon. Immer mehr erlebe ich, dass er mich da verändert. Und immer mehr erfahre ich, dass ich einverstanden sein kann, mit dem, was er mir schenkt und auch mit dem, was er mir nimmt. Ich bleibe im Vertrauen, dass er es gut mit mir meint. Das wächst ganz langsam und das macht mich innerlich ruhig.

Henoch

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von Henoch am 08.01.2015 12:54

Hallo Solana,

aber nun nehmen wir mal an, Du bemerkst eine Sünde in Dir. Z.B. dass Du negativ über jemanden denkst. Was machst Du dann praktisch?

Henoch 

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von MichaR am 08.01.2015 12:52

interessant auch in dem Zusammenhang der Vers aus Phil. wo es heist, das ER es nicht für einen "RAUB" erachtete Gott gleich zu sein...

ist das unsere Einstellung bereits?

Also wenn ich ehrlich bin, was wir ja sein sollen, damit kein "heuchlerischer" Sauerteig reinkommt, dann wäre manches durchaus noch ein Raub, wenn ich dies oder das nicht mehr hätte - allerdings nicht mehr soo schlimm wie früher, wo mir irdisches alles bedeutete. 
Aber ich hab ihm alles anbefohlen und in seine Hände gegeben, meine Anlage, mein PC, mein TV, mein Teleskop uvam. Aber ich durfte es behalten und verwalten...naja meine Autos hab ich nimmer, aber ist schon ok so. derzeit.

und bei euch,- wie ist das bei euch?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.01.2015 12:56.

solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?

von solana am 08.01.2015 12:47

Hallo Henoch
Ganz praktisch ausgedrückt - aber nicht von mir  - kommt dies für mich dem am Nächsten:

Ps 73, 25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Wer das aus vollem Herzen sagen kann, ist in Gott "zur Ruhe gekommen" und aus diesm inneren Frieden kann ihn nichts anderes mehr so verlocken, so dass eine ungestillte Begierde ihn dahin treibt, ihr in die Sünde zu folgen. So dass dies passieren würde:

Jak 1,15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Solange Begierden lebendig sind, ist das Fleisch noch nicht ganz tot.
Das heisst nicht, dass wir dann noch nicht gerettet wären oder sonstwie einen Makel hätten.

Nur dass darin eben die Quelle der Versuchung steckt (wie Jakobus das so schön beschreibt) und dass wir wissen, was da vor sixch geht und uns nicht gegen das "Absterben" wehren, das durch diese Anfechtungen herbei geführt wird.
Denn es führt uns nicht in "Verlust", sondern in Freiheit. Das erkennen wir aber erst im Rückblick. Dann sehen wir, was uns noch gefangen gehalten hat und erkennen erst, wie wunderbar sich die Freiheit davon anfühlt.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung dazu.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Füße waschen

von MichaR am 08.01.2015 12:47

Johannes 13,5 im Kontext:


Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,
Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging,
da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.
Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.
Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen?
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.
Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.

Hier wusch der Herr den Jüngern die Füße.
Wann? 
Nach dem letzten Abendmal
warum?`
Damit - etwa bei Petrus - er "Teil" hatte an ihm. (!)

Was bedeutet Waschung? Die Hebräer hatten viele Waschungen. vllt. mag das wer mal kurz aufklären (?)
- hier jedenfalls bedeutet es den täglichen "Staub" von den Füßen zu bekommen, mit dem man den ansich reinen Leib beschmutzte. So sehe ich das jedenfalls. - Also ein Sinnbild auf "Reinigen auf unseren Wegen" sozusagen.

Aber es bedeutet mE. noch vieles mehr, etwa die Demut des Meisters, oder des größeren Bruders unter den kleinsten und auch die Hilfestellung beim Saubermachen - (etwa ein Seelsorgerliches Gespräch?) in dem man auch die "kleinen" Sünden voreinander bekennt und "abwäscht".

doch hier mal Stop von mir.

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