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solana

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Re: Noch eine Neue

von solana am 14.01.2018 23:17

Hallo VerlorenesSchaf und herzlich Willkommen! Schön, dass du zu uns gefunden hast.

Wir können zwar kein Ersatz sein für eine Gemeinde, aber Gemeinschaft können wir schon minteinander haben, hier im Forum und auch im Chat.
Vielleicht magst du da auch mal reinschnuppern?

Eine Art "Gottesdienstbesuch" ohne in eine Kirche gehen zu müssen könntest du auch im Fernsehen haben, auf Bibel-TV. Dort werden live Gottesdienste übertragen oder auch aufgezeichnete. In der Mediathek kannst du ältere Sendungen einsehen, auch andere interessante Sendungen.
Ich sehe mir gerne die Gottesdienste an, da ich auch oft nicht in der Gemeinde teilnehmen kann und finde es sehr schön, dass es diese Moglichkeit gibt.

Und mit der Zeit wird dir die Atmosphäre vielleicht vertrauter und wirkt wenige bedrückend?

Ich wünsche dir, dass du auch Anschluss an eine Gemeinde vor Ort findest, wo du dich wirklich wohlfühlen kannst.

Gruss
Solana

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Re: jovetodimama will dabeisein

von solana am 14.01.2018 23:02

Hallo jovetodimama und herzlich Willkommen bei uns!
Ich wünsche dir, dass du dich hier wohlfühlst und freue mich auf schöne Gespräche miteinander.

Du bist ja gleich voll eingestiegen mit einem ganzen Fragenkatalog , das gibt eine Menge Gesprächsstoff.

Vielleicht wäre es gut, die einzelnen Themenbereiche in gesonderten Threads zu besprechen, dann kann man sich besser auf das jeweilige Thema konzentrieren.

Im Moment scheint ja das Thema "Gemeinde" das brennendste.
Ich kann gut nachempfinden, wie dich das schmerzt, was du dort erlebst - du möchtest dich mit viel Freude und Engagement einbringen und es wird nicht Wert geszchätzt, im Gegenteil.
Ja, es "menschelt" in vielen Gemeinden, insbesondere dann, wenn sich bestimmte Gruppenstrukturen herausbilden und über Einzelinteressen das Eigentliche immer mehr in den Hintergrund tritt. Einerseits drängt es einen dann, zu sagen: "Wer nicht will, der hat .... wenn ihr nicht zu schätzen wisst, was ich euch geben kann und will, dann bringe ich mich halt woanders ein, wo man das mehr schätzt."
Aber andererseits menschelt es halt anderswo auch. Und das, was du in dieser Gemeinde dann nicht einbringst, fehlt dann dort. Und es fehlt anderen Menschen, die nicht in diesen Gruppen sind.

Es ist nicht leicht, einen Ratschlag zu geben.
Wenn es dein Platz ist, dann wird dir Gott auch die Kraft und Freude für deine Aufgabe schenken, trotz aller Schwierigkeiten, ja gerade in diesen Schwierigkeiten- vor einem dunklen Hintergrund kann Licht besonders hell leuchten. Und wenn du trotz allem die Freude, den Frieden und den Mut nicht verlierst, kann das ein besonders gutes Zeugnis sein, insbesondere für diejenigen, die gegen dich intrigieren.

Wenn Gott dich lieber anderswo haben will, wird er dir das sicher deutlich genug zeigen und Möglichkeiten eröffnen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Freude und Mut.

Gruss
Solana

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Re: wem gehört die Erde - was tat Jesus eigentlich am Kreuz?

von solana am 13.01.2018 19:05

LittleC schrieb:

die bei jeder Anmeldung zwingend anzuerkennenden AGB's

Hallo LittleC
Die AGBs, die jeder bei der Anmeldung akzeptiert, besagen (u.a.), dass bei den Diskussionen bestimmte gemeinsame Werte vorausgesetzt werden, die nicht zur Diskussion stehen.
Es wird darauf verwiesen, dass die Mitarbeiter hinter diesen gemeinsamen Werten stehen, auch wenn sie zT aus ganz unterschiedlichen Gemeinden kommen.

Alle Mitarbeiter haben zwar unterschiedliche christliche Hintergründe und Ausrichtungen, jedoch auch viele gemeinsame Werte. Diese sind: Die Bibel, Zehn Gebote und Gott in der Dreieinigkeit (Vater, Sohn-Jesus Christus und Heiliger Geist) und die Notwendigkeit der Errettung durch den Glauben an die Sündenvergebung durch das Sterben und Auferstehen Jesu am Kreuz.

Wer nun hier mit diskutieren möchte, unterschreibt bei seiner Anmeldung nicht diese Werte als eine Art Glaubensbekenntnis. Er kann persönlich zu einzelnen Punkten durchaus eine abweichende Meinung habe - und dies wird auch immer wieder deutlich bei einzelnen Usern. Die werden dann nicht rausgeworfen, weil sie nicht "meinungskonform" sind.

Aber die User verpflichten sich, diese Werte als Grundlage für die Diskussionen anzuerkennen; als Werte, die vorausgesetzt werden und selbst nicht zur Diskussion stehen.


Fragen, Zweifel, Anregungen und Diskussionen in dieser Community lehnen sich daher immer an diese Werte an. So wird sichergestellt, dass die Gespräche in einem gewissen Rahmen bleiben und keine Diskussion gestört wird durch Infragestellen dieser Werte. Denn dies führt oft vom Thema weg.

Wer alles in Frage stellen will ohne jegliche Basis, der ist besser aufgehoben in einem allgemeinen Religionsforum, in dem es gar keine verbindliche Glaubensgrundlage gibt und grundsätzlich alles hinterfragt werden kann.

Es geht bei dieser Grundlagenfestlegung nicht darum, ängstlich Themen zu vermeiden, die unbequem werden könnten.
Es ist vielmehr eine sinnvolle Beschränkung, die mit dem Ziel dieser Community zu tun hat. Sie will eine Plattform bieten, um Fragen des christlichen Glaubens auf dieser Grundlage zu erörtern, nicht um allgemeine Diskussionen über "Gott und die Welt" ohne jede Verbindlichkeit.

Wenn dir die eine oder andere Formulierung nicht klar genug erscheint, finde ich es sehr gut, wenn du das ansprichst; man kann über alles reden und Missverständnisse beseitigen.

Gruss
Solana

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.01.2018 19:43.

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Re: Was ist "Sünde" - oder die Freiheit eines Christenmenschens

von solana am 12.01.2018 23:54

Nennmichdu schrieb:

Gibt es für uns einen Verhaltenskatalog, was wir alles tun dürfen und was nicht, wo wir nun peinlichst darauf zu achten haben, jetzt nicht das zu tun, wovon wir wissen, das Gott es nicht für gut heißt?

Hallo Thomas

Du hast das sicherlich mit Absicht ein bisschen überspitzt formuliert.
Denn die Gebote sind ja nicht irgendein willkürlich aufgestelltes Regelwerk, ein"Knigge" für Gläubige, den man auswendig lernen muss und dann peinlich genau befolgen, um nicht in der "feinen Gesllschaft" einen Fehler zu begehen und zB das falsche Glas für ein Getränk zu nehmen oder das falsche Besteck usw

Man kann sie vielleicht eher mit der Strassenverkehrsordnung vergleichen, deren Regeln ein reibungsloses Miteinander im Strassenverkehr gewährleiten sollen und die schwächeren Verkehrsteilnemer schützen und ihre Rechte sichern.
Ohne solche Regeln gäbe es Chaos und die Schwächsten würden untergebuttert.
Natürlich könnte man sich die Regeln auch sparen und sagen: "Jeder muss so fahren, dass er weder sich selbst noch andere gefährdet."
Aber die konkrete Ausformulierung ist schon auch  nützlich und hilfreich. 

Und zum Gehorsam gegenüber den Geboten steht:

5Mo 30,19 Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhangest.

Die Gebote sind also keine willkürliche Schikane, sondern zum Leben und zum Segen gegeben.
Aber das hat - zwangsläufig - die Kehrseite, dass Ungehorsam Tod und Fluch bringt.
Und zwar allen Menschen, die es nicht schaffen, die Gebote so zu erfüllen, dass sie sich Leben und Segen "verdienen":

Röm 7,10 ich aber starb. Und so fand sich's, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war.

Die Gnade hebt nun das Gesetz nicht auf, im Gegenteil.
Die Gnade versetzt uns in die Lage, Leben und Segen zu bekommen, obwohl wir es nicht verdienen.
Und versetzt uns in die Lage, nun in Freiheit zu gehorchen, aus Liebe - nicht mit der Androhung von Strafe, Fluch und Tod im Nacken.

Und weil es nicht unsere peinlich genaue Gesetzeserfüllung ist, die uns rechtfertigt und gerecht macht vor Gott, können wir uns - unbelastet - an den Geboten orientieren und unser Bestes geben, ohne Angst vor dem Versagen. Aber auch ohne Stolz auf unsere Gesetzestreue.

Paulus schreibt dazu: 1Kor 4,4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt;

Unsere Rechtfertigung geschieht nicht durch unseren Gesetzesgehorsam.

Röm 4,24 die wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten,
25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Da wir die Gottes-Kindschaft schon geschenkt bekommen haben, sind wir dazu befreit, unserem Vater in Liebe zu gehorchen, so wie der Heilige Geist in uns ruft:

Gal 4,6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.

Der Gehorsam, den du beschrieben hast, wäre der eines Knechtes. 

Gruss
Solana

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Re: Oase (42) Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer - Sacharja 9,9

von solana am 12.01.2018 23:10

Liebe Oasis

Gestern gab es diesen schönen Regenbogen:










Das sind die schönen Seiten des reichlich feuchten Wetters .....

Ja, es ging in der letzten Zeit etwas turbulent zu.
Erst 2 Stürme und dann viel Regen bei sehr milden Temperaturen, die den Schnee bis auf 2200 m hoch schmelzen liessen und einen starken Anstieg des Flusses brachten - wir sind wieder mal knapp an einer Überschwemmung vorbeigeschrammt. Die Pegel sinken jetzt sehr langsam, weil es fast jeden Tag noch (wenigstens leicht) weiter geregnet hat .....und obwohl aller Schnee bis in die Gipfel weggetaut war, liegen jetzt dort schon wieder bis zu 85 cm Schnee.

Heute war es erstmals ganz trocken (nach ein paar Tröpfchen am frühen Morgen).

Die Schneeglöckchen blühen auch schon:




Ich hoffe, ihr könnt auch möglichst viel von der schönen Natur geniessen; die Luft ist schon richtig frühlingshaft und lädt zum Spazierengehen ein.

Gruss
Solana

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Re: Härtefälle

von solana am 10.01.2018 11:22

Cleo schrieb:

Wir wissen ja, als brave Christen sollen wir immerwieder vergeben, dem Frieden hinterherlaufen und so weiter.

Hallo Cleo
Es gibt ja ein Sprichwort "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt."

Man kann niemanden dazu zwingen, seine Streitsucht aufzugeben und in Frieden mit anderen zu leben.
Ich denke auch nicht, dass das unsere Aufgabe ist.
Wir sind nur dafür verantwortlich, was unsere Seite betrifft, die andere Seite bleibt in der Hand des Nachbarn, darauf hast du keinen Einfluss.

Paulus schreibt: Röm 12,18 Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

Das, was nicht an dir liegt, das kannst du auch nicht ändern.

Das finde ich erst einmal sehr befreiend - dass sich niemand ein schlechtes Gewissen darüber machen muss, wenn er es nicht schafft, einen Streithammel in einen friedlichen Menschen zu verwandeln .

"Vergeben" bedeutet ja eigentlich: Schuld erlassen; den Anspruch aufgeben, den man gegen einen anderen hat.

Also in deinem Fall: den Anspruch aufgeben, dass der Nachbar freundlich und friedlich die gegenüber ist.
Dass du dein Verhalten ihm gegenüber nicht an diesem Anspruch orientierst, also einen Austausch von Freundlichkeiten erwartest und deine Freundlichkeit an seine Freundlichkeit knüpfst.
Stattdessen sollte deine Freundlichkeit ihm gegenüber aus deinem Herzen kommen - unabhängig, ob er sie verdient oder wie er darauf reagiert.

Das ist nicht leicht, weil der erste Impuls immer ist, zurück zu schlagen. Weil man sich darüber aufregt und ärgert und weil sein Verhalten eben ungerecht ist, durch nichts gerechtfertigt, was du ihm getan hättest.
Das, was du hier tun kannst, ist, diesem Impuls zu widerstehen, ihn aushalten, dem Gefühl nicht nachgeben.
Erst mal innehalten und dich davon distanzieren.
Und dich dann stattdessen auf das Gute besinnen, das in deinem Herzen ist und dein Tun bewusst von dem Guten von da her motivieren lassen.

Lk 6,45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen.

Dann machst du dein Tun nicht abhängig von seiner Bosheit, lässt die böse Saat, die dein Nachbar sät, nicht in deinem Herzen aufgehen und Früchte hervorbringen.

Mir hilft dieses Bild sehr im Umgang mit schwierigen Menschen.
Aber es ist und bleibt trotzdem jedes Mal eine neue Herausforderung, dem ersten Impuls nicht nachzugeben.

Gruss
Solana


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Re: Handelt Gott "nur" wenn jemand Gott kennt?

von solana am 06.01.2018 19:35

Ich wäre auch sehr skeptisch, wenn mir gegenüber jemand behauptet, er habe für mich eine Mahnung oder Warnung von Gott erhalten in einer Sache, in der Gott mir selbst aber gar nichts gesagt hat.

Denn so etwas wäre ja nicht das, was im NT unter "Ermahnung" beschrieben ist. 
Eine Ermahnung betrifft Dinge aus dem Lebenswandel, die offenkundig falsch sind - gemessen an der Lehre der Bibel. Dazu braucht es keinen extra Auftrag von Gott; wir sind alle gehalten, unsere Geschwister zu ermahnen, wenn wir den Eindruck haben, dass es nötig ist. In aller Demut, nicht von ober "abkanzeln" und im Gebet um die richtigen Worte, Einfühlungsvermögen usw und begleitet durch Fürbitte für den zu Ermahnenden.

Das, was du beschreibst, Geli, hört sich eher an wie ein "prophetisches Wort", das jemand von Gott erhalten hat für jemand anderen.
So wie es hier beschrieben ist:

1. Kor 12, 4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 7 Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. 8 Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will.

Und da stellt sich die Frage, ob jemand wirklich so ein "Amt" hat und berufen ist zur prophetischen Rede oder ob er sich das nur anmasst, um seiner eigenen Ansicht mehr Gewicht zu verleihen. Vielleicht in guter Absicht, weil er "das Beste" für den anderen will und meint, das kann ja nur von Gott kommen, was ihm dazu eingefallen ist .....
Ich denke, da wird manchmal viel zu leichtfertig mit umgegangen und kann viel Schaden angerichtet werden.

Am besten prüft man alles und fragt Gott selbst. Wenn das wirklich eine Botschaft von ihm war, wird er sie auch demjenigen bestätigen, den es direkt betrifft, nicht nur durch andere Geschwister ausrichten lassen.

Gruss
Solana

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Re: die "erste Liebe" - Offb 2,1-7

von solana am 30.12.2017 11:35

Ja, die Werke sind Ausdruck der Liebe, der sie entspringen.
Liebe ist ja nicht nur etwas, das in uns ist, in unserem Herzen, sondern von dort aus schlägt sie sich nieder in allem, was wir fühlen, denken und tun.
Und an dem, was wir aus unserem Herzen hervorbringen, können wir selbst (und auch andere ) prüfen und erkennen, was im Verborgenen darin regiert - zB in unserem Reden:

Lk 6,45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

Oder auch in unseren Werken:

Jak 2,18 Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.

oder:

1Joh 3,17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?

Aber auch im Umgang mit unseren Lebensumständen, besonders dann, wenn nicht alles wünschgemäss verläuft:

Röm 5,3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Wenn wir so mit "Bedrängnissen" umgehen können, dann bezeugen wir dadurch die Liebe Gottes in uns, die durch den Heiligen Geist in unser Herz ausgegossen wurde. Und lassen sie so in unserem Leben konkret sichtbar und wirksam werden.

Vielleicht ist auch das der Grund, warum das "Murren" in der Bibel immer wieder so scharf verurteilt wird.
Es ist ein Aufbegehren, ein Zweifel an Gottes Liebe, ein Zweifel daran, dass er alles in seiner Hand hat und zum Besten führen wird. Es erstickt die antwortende Liebe in unserem Herzen.

Gruss
Solana


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Re: die "erste Liebe" - Offb 2,1-7

von solana am 30.12.2017 00:41

Pray schrieb:

Frage: Was da in fett geschrieben ist, WAREN das die ERSTEN Werke, die sie jetzt wieder tun sollten?


Oder war/ist das der DERZEITIGE Zustand, dass sie das zwar noch alles taten - aber eben ohne die erste Liebe zu Jesus, sondern vielleicht aus Pflichtgefühl oder Gewohnheit???

Hallo Pray

Aus dem Text geht das nicht eindeutig hervor, denke ich.
Aus dieser kurzen Ansprache an die Gemeinde kann ein Aussenstehender wohl nicht genau wissen, worauf hier angespielt wird.
Aber die angesprochene Gemeinde wusste sicherlich, wovon hier die Rede war.

Mich erinnert diese Ermahnung an den ersten Brief des Paulus an die Korinther.
Auch Paulus wirft der Gemeinde eine gewisse "Übersättigung" vor:

1Kor 4,8 Ihr seid schon satt geworden? Ihr seid schon reich geworden? Ohne uns seid ihr zur Herrschaft gelangt? Ja, dass ihr doch herrschen würdet, damit auch wir mit euch herrschen könnten!

Auch bei den Korinthern sind immer mehr andere Dinge in den Vordergrund gerückt worden und wichtiger geworden als die Liebe, zB Zungenrede, prophetische Rede, Erkenntnis usw.
Paulus erinnert sie daran: 

1. Kor 12, 27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied. 28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. 29 Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun, 30 haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen? 31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.

Und dann folgt in Kap 13 das "Hohelied der Liebe" - das einzige, was bleibt, wenn alles "Stückwerk" aufhören wird (8 Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.)

Auch die von den Korinthern so hoch geschätzte Erkenntnis ist kein Ersatz für die Liebe und kann nich das leisten, was die Liebe vollbringt:

1Kor 8,1 Die Erkenntnis bläht auf; aber die Liebe baut auf.

Die Frage ist nun: Wir kommen wir zu dieser Liebe, wir können wir auf den "besseren Weg" (1. Kor 12, 31) gelangen? und solche Liebe haben, wie sie in 1. Kor 13 beschrieben wird?

Ich denke, die können wir nicht aus uns selbst hervor bringen; sie ist eine Frucht des Heiligen Geistes, steht bei der Aufzählung in Gal 5,22 an erster Stelle.
Durch den Heiligen Geist wird sie in unser Herz "ausgegossen" (Röm 5,5) und durch den Heiligen Geist werden wir befähigt zum oben beschriebenen liebenden Gehorsam (Gal 4,6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!).

An solchen Beschreibungen wie in 1. Kor 13 kann man sich selbst prüfen - und wahrscheinlich wird jeder von uns dann sehr kleinlaut und beschämt .....

Aber gerade diese Erkenntnis ist ein Anlass, sich wieder neu dafür zu öffnen und sich beschenken zu lassen mit dieser Liebe.
Bereit werden, festgefahrene Denk- und Handlungsstrukturen in Frage stellen und aufweichen zu lassen und sich stattdessen von Gottes Liebe antreiben und leiten zu lassen, von Gott erwarten, dass er uns diese Liebe ins Herz ausgiessen will und bereit werden, sie zu empfangen und weiter zu geben.

Wir können diese Liebe nicht selbst "machen", sonden nur wie die Rebe am Weinstock empfangen und in uns Frucht bringen lassen.
In einer lebendigen, immer neuen Interaktion mit Gott, indem wir mit ihm rechnen und ihn in alles mit einbeziehen. (Vielleicht ein bisschen so, wie frisch Verliebte auch in Gedanken den Partner in alles mit einbeziehen).

Gruss
Solana

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Re: die "erste Liebe" - Offb 2,1-7

von solana am 29.12.2017 10:50

SMart schrieb:

Es ist wohl nicht anders wie bei Verliebten. Sie erleben, spüren und freuen sich über ihr Kennenlernen, bevor dann im Wachstum später die Erwartungen und der Alltag sie auf den Boden stellt und prüft.

Ja, SMart, ich finde es auch immer sehr hilfreich, sich an der zwischenmenschlichen Liebe Zusammenhänge verdeutlichen  zu lassen - so auch den Zusammenhang zwischen Liebe und Gehorsam.

Man kann ja aus verschiedenen Gründen gehorchen, zB weil man Angst vor Strafe hat oder weil man sich später Vorteile davon erhofft.

Man kann aber auch aus Liebe gehorchen.
Das setzt voraus, dass man demjenigen vertraut, dem man gehorcht; dass man weiss, er wird mir nur das befehlen, was mir zum Besten dient und er hat den grösseren Überblick und kann das viel besser einschätzen als ich. Und er hat alles - auch die Konsequenzen - in seiner Hand.

Also zuerst komm Gottes Liebe und seine Allmacht. Die erkenne ich und das macht mich bereit, im Gegenzug zu vertrauen und seinem Willen entsprechend zu handeln, auch dort, wo es meinem eigenen Gefühl und meiner Einschätzung nach (und auch nach dem Urteil "der Welt") für mich "ungünstiger" erscheint.
Aber indem ich - trotzdem - Gott vertraue und seinen Anweisungen folge, antworte ich auf seine Liebe und drücke damit mein Vertrauen und meine Liebe zu ihm aus.

Und das ist mit um so mehr Freude verbunden, je mehr die Liebe dazu antreibt.

Wir können das auch ganz praktisch im zwischenmenschlichen Bereich erfahren, zB hatten wir über Weihnachten liebe Gäste zu Besuch, verbunden mit viel Arbeit ..... Aber diese Arbeit macht viel Freude, wenn ich sie aus Liebe tue, um den Gästen eine Freude zu bereiten und damit wir alle miteinander eine schöne Zeit haben.
Wenn ich dagegen nur darauf sehen würde: "Ich habe die ganze Arbeit, keiner hilft, das ist alles anstrengend und lästig, ich würde mich viel lieber auch bedienen lassen und nichts tun ..... " - dann würde die Arbeit viel schwerer fallen, würde keine Freude bereiten, sondern Frust und ich wäre vielleicht am Ende sogar sauer auf die Gäste, weil sie schuld daran sind, dass ich arbeiten muss und sie faulenzen .... 

Vielleicht kann man sogar so weit gehen, zu sagen, dass das Fehlen der Freude beim Gehorsam ein Anzeichen dafür ist, dass die Liebe abkühlt?
Oder ginge das zu weit, was meint ihr?

Gal 4 verstehe ich in diese Richtung - dass wir nicht den Gehorsam in "knechtischer Pflichterfüllung" Gott gegenüber ableisten, sonder getrieben von der Liebe, die er in uns entzündet hat: 

Gal 4,1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter;
...
6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!

Gruss
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