Suche nach Beiträgen von solana

1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  345  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 3442 Ergebnisse:


solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Geistesgaben

von solana am 26.06.2017 10:14

Cleo schrieb:

Ja, ich denke, das haben wir gestern gut sehen können, egal ,welche Geistesgabe man nun hat, wenn die Liebe fehlt, dann ist sie doch nutzlos.

Geli schrieb: "Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." Joh. 13,35

Da steht nix von Sprachenrede als Erkennungszeichen...


Ich denke, ohne denHeiligen Geist kann niemand überhaupt Christ sein - so wie es im Römerbrief steht: Röm 8,9  Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.

Wenn wir diesen Heiligen Geist haben, dann sollte man das auch erkennen an seinen Früchten, die er in uns bringt. Mt 7,16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?

Dh also insbesondere an dieser "Frucht":  Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,23 Sanftmut, Keuschheit;

Man kann nicht einfach statt der Frucht ein anderes Erkennungszeichen wählen und nun behaupten, nur diejenigen, die das haben, haben auch wirklich den Geist.

"Gaben" sind Geschenke, die uns dazu anvertraut sind, damit wir mir ihnen Gutes bewirken.

Genau so wie die "Talente" im Gleichnis
Die Knechte bekamen das Geld nicht, um damit vor anderen zu prahlen und zu zeigen, was für reiche Männer sie sind .....

Mir kommt jemand, der sich mit seinen Geistesgaben über andere erhebt und dabei aber vergisst "Frucht"zu bringen - insbesonder Liebe, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut " und auch Demut im Umgang mit anderen - so ähnlich vor, wie der "faule" Knecht im Gleichnis, der seine Gabe keine Frucht bringen lässt.

Gerade wenn uns viel anvertraut ist, wird auch viel von uns erwartet.
Gerade wenn wir grosse und grossartige Gaben haben, sollen wir anderen ganz besonders dienen und Gott die Ehre geben - nicht uns damit über andere stellen und unsere eigene Ehre suchen.
Eine Gabe bringt besondere Verantwortung mit sich und der richtige Umgang mit dieser Gabe erfordert besondere Demut - denn nur so kann man in der richtigen Weise empfangen und weitergeben. (Jak 4,3 ihr bittet und empfangt's nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt.)

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Seine Echtheit erweist sich nicht durch das Prahlen mit Gaben.
Echtheit wird durchs "Feuer" geprüft und dann zeigt sich, ob da auch immer noch die "Frucht" erkennbar ist - ob auch in schweren Zeiten Friede und Freude bleibt.
Und ganz besonders zeigt sie sich im Umgang mit anderen Menschen, wenn es mal schwierig wird - ist dann da auch noch "Liebe" erkennbar? Ist dann da "Geduld, Freundlichkeit, Güte Sanftmut" und Demut des Dienenden?
Oder herrscht Überheblichkeit, Unduldsamkeit und herablassender Tonfall vor? Oder sogar Streitsucht? 

Und wie ist es mit der eigenen "Empfindlichkeit" dabei? 
Wenn ich mich durch Äusserungen anderer "persönlich verletzt" fühle und "zurück schlage" - um wessen Ehre ging es mir dann im Grunde? Habe ich dann nicht in Wirklichkeit meine eigene Ehre gesucht (und bin nun enttäuscht und wütend, dass  sie angegriffen wurde)? Anstatt die Gaben im Dienst Gottes und zu seiner Ehre einzusetzen und das "Ergebnis" getrost in seine Hände zu legen im Wissen darum, dass er genau das Richtige daraus wirken wird?

Es gibt so vieles, an dem man das Wirken des Heiligen Geistes im Alltag erkennen kann.
Und es sind gerade diese eher "unscheinbare" Dinge, in denen sich die "Echtheit"erweist, nicht das grosse, herausragende, mit dem man sich über andere erhebt.
(meine Ansicht)

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?

von solana am 25.06.2017 13:09

Cleo schrieb:

Wir haben ja hier die Ableitung von Lamm zum Licht gesehen.

Gerade hier habe ich ja nachgehakt, bei dem, was Jonas dazu geschrieben hat:


Lamm n. 'Schafjunges', ahd. lamb (8. Jh.), mhd. lamp, lam, asächs. aengl. engl. anord. got. lamb, mnd. mnl. nl. lam, schwed. lamm. Germ. *lambaz (ie. *lonbhos)  entspricht formal weitgehend griech. élaphos (ἔλαφος), lat. Lumen = Leuchte, Licht


Das ist keine etymologische Ableitung!
Man kann nicht einfach ein alt- oder mittelhochdeutsches Wort, das  im Angelsächsischen noch das ursprüngliche "b" erhalten hat, neben ein griechisches Wort (élaphos (ἔλαφος),) stellen und sagen: "entspricht formal weitgehend" .
Das ist alles andere als eine etymologische Herleitung.

Deshalb habe ich im Internet nachgesehen, ob es da Zusammengehörigkeiten im Wortstamm gibt oder irgendeinen anderen Hinweis auf einen gemeinsamen Ursprung.
Gab es nicht.

Und auf meine konkrete Nachfrage antwortete Jonas:


Ich denke schon dass das, was ähnlich klingt, ähnliches bedeutet.
...
 Die Sprache ist leider durch ein ständiges um- und falschdefinieren einem stätigen Wandel unterzogen. Ich denke sprachwissenschaftlich gesehen hat vieles keine Bedeutung,

Tut mir leid, mit solchen Aussagen kann ich nichts anfangen.

Wenn man den Anspruch hat, etymologisch zu arbeiten und einen Text auf dieser Grundlage zu interpretieren, dann muss man sich schon an gewisse wissenschaftliche Regeln und Grundlagen halten und kann nicht einfach frei assoziieren - und das auch noch über Sprachgrenzen hinweg - und dann behaupten, das sei "Etymologie". 

Damit führt man sich selbst und andere in die Irre!

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?

von solana am 25.06.2017 09:57

Hallo Jonas


Das ist kein Spiel und das sind nicht meine Assoziationen und Aleitungen, sondern das nennt man Etymologie.


Etymologie ist eine exakte Wissenschaft, die Kenntnis der Sprachentwicklung voraussetzt und die "Verwandschaft" belegen kann durch Nachweis der Zugehörigkeit zur selben Wortwurzel und erklären kann, durch welches Lautverschiebungsphänomen sich Worte im Laufe der Zeit wie genau verändert haben.

Nach solchen Erklärungen habe ich dich gefragt, aber keine solche Antwort bekommen.

Wenn man stattdessen einfach Gleichklingendes irgendwie verbindet (wie du mit "Lamm" und "Lampe" und das dann auch noch in einer anderen Sprache als die Originaltexte, um die es geht), dann ist das kein wissenschaftliches Arbeiten, sondern eine naive Gleichsetzung wie in der sogenannten "Volketymologie":


Bei einer Volksetymologie, auch Fehletymologie,[1] Paretymologie und Eindeutung,[2] handelt es sich laut Meyers Großem Universallexikon um eine naive Verdeutlichung bzw. Motivation eines isolierten, nicht mehr verstandenen Wortes durch Anlehnung an ein klangähnliches Wort. Der etymologische Zusammenhang, der dabei hergestellt wird, ist historisch falsch, z. B. Armbrust (siehe unten).[1]Dies ist ein historischer Wortbildungsprozess, bei dem ein unbekanntes Wort (manchmal auch ein Fremdwort) nach dem Vorbild eines vertraut klingenden Wortes gebildet wird. Hierbei kann sowohl der Wortkörper phonologisch verändert werden, als auch durch das Mittel der Analogie eine phantasievolle Neubildung entstehen.

Im engeren Sinn ist eine Volksetymologie eine falsche Deutung der ursprünglichen Bedeutung eines Wortes nach der Lautform, z. B. Maulwurf (siehe unten).[1]

Der Begriff der Volksetymologie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem 1852 erschienenen Aufsatz Ueber deutsche volksetymologie von Ernst Förstemann geprägt.[3][4] Volksetymologien kommen häufig in mündlich überlieferten Erzählungen vor. Dabei handelt es sich zumeist um homophone (gleich klingende) Namensdeutungen von Pflanzen, Orten oder Heiligen (zum Beispiel Augustin bei Augenleiden).

(zitiert aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Volksetymologie)

Es gibt sehr viele solcher "volkstümlicher" Erklärungen von nicht mehr verstandenen Flurnamen, bei der im Nachhinein hübsche Erklärungesgeschichtchen den Namensurspung erklären sollen. Sprachwissenschaftlich sind diese erstellten Verbindungen und Verknüpfungen nicht haltbar, entstammen der Phantasie.
Auch diese Menschen gingen nach der Devise vor: 


Ich denke schon dass das, was ähnlich klingt, ähnliches bedeutet.


Das kann mal zufällig hinhauen.
Man kann damit aber auch total auf die Nase fallen und völligen Blödsinn behaupten.

Deshalb kann ich nur davor warnen, mit biblischen Texten so zu verfahren.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.06.2017 09:58.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?

von solana am 24.06.2017 23:54

Jonas schrieb:

Ich denke schon dass das, was ähnlich klingt, ähnliches bedeutet.

Tut mir leid, das muss ich doch stark bezweifeln - dazu gibt es einfach zu viele Gegenbeispiele. (Vielleicht kennst du ja das "Teekesselchen-Spiel" oder lustige Rätsel wie: "Welchen Satz kann man nicht schreiben?" - Antwort: "Kaffeesatz", die sich Gleichklingendes zu Nutze machen, das überhaupt nichts miteinander zu tun hat)

Darauf eine Textinterpretation aufzubauen ist - gelinde ausgedrückt - sehr gewagt.
Ausserdem waren Lämmer nicht die einzigen Tiere, die geopfert wurden.
Du hast ja die Geschichte von Abraham und Isaak erwähnt; hier steht bspw nichts von "Lamm", sondern "Widder".

Als Sündopfer wurden neben Lämmern auch andere Tiere geopfert, vgl zB:

2Mo 29,36 und täglich einen jungen Stier zum Sündopfer schlachten zur Sühnung und sollst den Altar entsündigen, indem du die Sühnung an ihm vollziehst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde.


3Mo 4,13 Wenn aber die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sich versündigte und die Tat vor ihren Augen verborgen wäre, wenn sie gegen irgendein Gebot des HERRN gehandelt hätten, was sie nicht tun sollten, und so sich verschuldet hätten,
14 und sie würden danach ihrer Sünde inne, die sie getan hätten, so sollen sie einen jungen Stier darbringen als Sündopfer und vor den Eingang der Stiftshütte stellen
....
22 Wenn aber ein Stammesfürst sündigt und aus Versehen irgendetwas gegen des HERRN, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet 23 und wird seiner Sünde inne, die er getan hat, so soll er zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehler
...

27 Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen sündigt, dass er gegen irgendeines der Gebote des HERRN handelt, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet 28 und seiner Sünde innewird, die er getan hat, so soll er zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde, die er getan hat,
...

32 Will er aber ein Schaf zum Sündopfer bringen, so bringe er ein weibliches, das ohne Fehler ist,
...

3Mo 5,7 Vermag er aber nicht ein Schaf zu geben, so bringe er dem HERRN für seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, die eine zum Sündopfer, die andere zum Brandopfer,
....


Also, die Gedankenassoziationen, die du bei dem Wort "Lamm" an "Lampe" hast, hatte die Israezliten wohl kaum, zumal in der hebräischen Sprache das ganz andere Wörter sind.

Aber bei dem Wort "Lamm" in Verbindung mit Jesu Kreuzestod kam dem Israeliten, der das AT kannte, sicherlich diese Bibelstelle in den Sinn: 

Jes 53,7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

Und bei dem Wort "Licht" wohl solche Stellen:

Jes 9,1 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Jes 60,1 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Aber nicht deshalb, weil in einer ganz anderen Sprache die Worte "Lamm" und "Lampe" ähnlich klingen, sondern weil es Verheissungen aus dem Buch Jesaja sind und dort zusammen stehen . 

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2017 23:55.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?

von solana am 24.06.2017 14:05

Hallo nochmal, Jonas

Mit der Theorie der sprachlichen Verwandtschaft von "Lamm" und "Lampe" bzw "Licht" hast du mich neugierig gemacht.
Im Internet findet sich da leider keinerlei Zusammengehörigkeit von der Wortwurzel oder Sprachfamilie. 

Für "Lampe"  habe ich keine indogermanische Wurzel gefunden. (nur solche Beschreibungen: https://books.google.fr/books?id=orUgFrSL3VsC&pg=PA30&lpg=PA30&dq=indogermanisch+Lampe&source=bl&ots=zv4-JLu5tD&sig=j-RFKwv_Ikl-g1nXTMAb9gpH5OM&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiOovywt9bUAhWmK5oKHcmzCkUQ6AEIJjAA#v=onepage&q=indogermanisch%20Lampe&f=false )

Für Lamm bzw Licht das hier - und das hat nichts miteinander zu tun:

https://books.google.fr/books?id=XaWdCgAAQBAJ&pg=PA39&lpg=PA39&dq=indogermanisch+Lamm&source=bl&ots=J7VcXAm0j0&sig=_wT5mDKrRIdVTPdbEyw48ZCY_rc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi6msavsdbUAhUDBcAKHdViD6kQ6AEIKzAC#v=onepage&q=indogermanisch%20Lamm&f=false


https://books.google.fr/books?id=KmQSAAAAYAAJ&pg=PA756&dq=indogermanisch+Licht&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjUi-D0sdbUAhWNHsAKHaGmCioQ6AEIPDAE#v=onepage&q=indogermanisch%20Licht&f=false

Was meinst du genau mit : 

entspricht formal weitgehend


Meinst du, dass es so ähnlich klingt/geschrieben wird? Das hat sprachwissenschaftlich gesehen keinerlei Relevanz.

Und was den Wortscchatz des AT angeht, Hebräisch gehört nicht zu den indogermanischen Sprachen .....

Ich kann nicht nachvollziehen, wie du das zusammen bringst....

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?

von solana am 24.06.2017 10:18

Jonas schrieb:

Nun ich würde nicht sagen das der Text verschlüsselt ist, sondern dass sich die babylonische Sprachverwirrung im Laufe der Zeit weiter fortgesetzt hat und der Mensch ist mittlerweile so verbildet, das er diese "einfache" bedeutungsvolle, treffende Sprache nicht mehr versteht.

Lamm n. 'Schafjunges', ahd. lamb (8. Jh.), mhd. lamp, lam, asächs. aengl. engl. anord. got. lamb, mnd. mnl. nl. lam, schwed. lamm. Germ. *lambaz (ie. *lonbhos) entspricht formal weitgehend griech. élaphos (ἔλαφος), lat. Lumen = Leuchte, Licht

Hallo Jonas

Willst du damit sagen, dass die Israeliten vor der babylonschen Sprachverwirrung griechisch gesprochen hätten - oder wie ist das mit dem griechischen Wort zu verstehen?

Gruss
Solana

Hier ein link zum entsprechenden Vers mit dem Widder bei Abraham: http://biblehub.com/interlinear/genesis/22-13.htm

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2017 10:26.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 20.06.2017 10:19

Joh 7,37 Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.

Im Heiligen Geist steht uns die ganze Fülle dessen, was Gott uns schenkt, zur Verfügung.

Wir müssen nur "kommen und trinken".
Dann wird unser Durst gestillt.
Und dann werden wir auch zum Segen für andere, nicht nur ein bisschen, sondern "in Strömen".

So etwas kann nicht unbemerkt bleiben, gerade in einer Zeit, in der so viel Durst und Unzufriedenheit herrscht.
Da müssten Christen doch eigentlich dadurch auffallen, dass sie "sich satt trinken" können und den Frieden und die Freude ausstrahlen, die wie Wasser für ein dürres Land wirken.
Warum vermisst man das bei Christen sehr oft so sehr, dass es direkt auf die Verkündigung der frohen Botschaft zurück fällt und dem Zeugnis eher Glaubwürdigkeit nimmt als es zu bekräftigen?
Sind wir nicht alle auch dazu aufgerufen:  Gal 5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
So, dass man es auch merkt?

Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: der Zauberer Simon aus Samaria - Apg 8, 4-26

von solana am 17.06.2017 10:52

Cleo schrieb:

Die Reaktion von Petrus finde ich da schon etwas heftig.

Dabei muss ich an diese Stelle denken: Mt 16,23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Petrus selbst hat so eine noch viel heftiger Reaktion von Jesus erlebt.
Und er wusste, dass manche Dinge so klar abgewiesen werden müssen, um falsches Denken im Keim zu ersticken. Denn es kann viel Schaden anrichten.
Auch heute gibt es unter Christen die Versuchung, den Glauben mit Geld zu verknüpfen, zB wenn propagiert wird, dass - nach man dem "Saat-Ernte-Prinzip" nur genug Geld spenden müsse, um dadurch reichen "Geldsegen" zu ernten ..... So etwas verdreht total alle Prioritäten und führt in eine ganz falsche Ausrichtung. Die Idee selbst wirkt aber sehr anziehend auf Menschen, die gerne mehr Geld haben wollen (und das sind wohl die meisten ).

Auch bei solchen "Lehren" ist eine ganz klare Distanzierung mit deutlichen Worten nötig.  
Toleranz ist nicht angebracht, wenn Gott zur "Gewinnmaximierung" instrumentalisiert werden soll und materieller Reichtum ins Zentrum des Glaubens gerückt wird.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von solana am 14.06.2017 12:37

Pal schrieb:

wenn sie nicht unausgeglichen, die andere "Seite der Medallie" außer acht läßt.

Genau das ist es, was wir bei dir vermissen!
Die "andere Seite der Medaille" - wo kommen denn in deinen Beiträgen "Freude, Friede, Zuversicht" usw vor?

Dein Blick scheint am "Sterben" hängen zu bleiben ..... und immer wieder nur darauf hin zurück zu kehren .....

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 3473

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von solana am 14.06.2017 10:20

Pal schrieb:

Wie ungeheuer schrecklich verlief diese Volksgeschichte!

Hallo Pal
Ich habe den Eindruck, wir sprechen hier von 2 verschiedenen "Leben".

Das Leben, das uns Jesus verheisst:

Joh 10,10 Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.

Bedeutet doch nicht: keine Probleme mehr, keine Krankheit, Wohlstand usw (wie es in einer bestimmten Gruppierung propagiert wird , ich weiss, dass du mit dieser Lehre nicht übereinstimmst).

Vom irdischen Leben heisst es do an anderer Stelle: 

Joh 12,25 Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's bewahren zum ewigen Leben.

Dieses "Leben und volle Genüge" ist uns doch verheissen gerade inmitten von all dem, was um uns herum kaputt geht durch "den Dieb, der nur kommt , um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen."

2Kor 4,7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.
8 Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf dass auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch.

Und worauf hat Paulus seinen Blick gerichtet, wodurch liess er sich bestimmen in seinen Gefühlen und Gedanken?
Hat er auf seine Entbehrungen geschaut und immer davon geschrieben, wie schecht es ihm doch geht?
Oder war "Freude" sein bestimmender Grundton - gerade besonders in Briefen aus der Gefangenschaft mit dem nahen Todesurteil vor Augen?

Und wenn er von Leiden und Schwachheit spricht - rückt er dann diese in den Mittelpunkt oder sind sie ihm ein Anlass, noch um so stärker die Kraft Gottes hervor zu heben, die besonders in den Schwachen mächtig ist?

Geht es darum, auf das Leid zu sehen oder auf den, durch den wir dieses "weit überwinden", von dem uns nichts trennen kann?

Röm 8, 37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Diese Zuversicht ist Ausdruck des Vertrauens auf Gott, der alles in seiner Hand hat.

Vertrauen, dass er nichts zulassen wird, das er uns nicht zum allerbesten dienen lassen wird - auch wenn wir im tiefen Leid das noch nicht erkennen können, wozu das gut sein soll.
Es ist ein Ausdruck des Vertrauens und der Liebe, weil wir uns seiner Liebe gewiss sind. 
Und in diesem Vertrauen geht unser Blick auf seine ausgestreckte Hand und bleibt nicht an all dem Schrecklichen kleben, das uns mutlos machen und runterziehen will.
Und wir erfahren gerade in "der Wüste", wo nichts mehr zu sein scheint, das uns "Leben" geben kann, seine sprudelnde Quelle, die eine eine blühende Oase im dürren Tal entstehen lässt. (Ps 84, 7 Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, / wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. 8 Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. 9 HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.)
Und Gott läd uns ein, zu "sehen und schmecken, wie freundlich er ist" und sich am Tisch zu laben, den "er im Angesicht unserer Feinde" bereitet und zu geniessen, was er uns "voll einschenkt" (Ps 23).

Wir können natürlich stattdessen auch uns an den ässersten Rand der Oase stellen und unseren Blick auf die "Wüste da draussen" fokussiert halten und uns weiter arm und elend vorkommen, weil uns das Leid bedeutender erscheint als die Fülle des Lebens, die uns angeboten ist ......

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten
1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  345  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite