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Merciful

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Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 16.08.2017 16:03

HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht; deine Wahrheit währet für und für.
Du hast die Erde fest gegründet, und sie bleibt stehen.
Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute; denn es muss dir alles dienen.
Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.
Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickst mich damit.
Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle.
Frevler lauern mir auf, dass sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.
Ich habe gesehen, dass alles Vollkommene ein Ende hat, aber dein Gebot bleibt bestehen.

(Psalm 119, 89 - 96; Lutherbibel 2017)

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 16.08.2017 09:59

solana schrieb:
Ja, natürlich, wenn du das so erlebst, legt sich diese Betrachtungsweise nahe.

Mit meinem persönlichen (momentanen) Erleben hat das nichts zu tun.

Merciful schrieb:
Es ist hier gerade entscheidend, bei dieser ersten Erfahrung zu verweilen und nicht schon zur zweiten Erfahrung zu eilen.

Diese Notwendigkeit ergibt sich von der Sache her.

Ich gebe ein Beispiel.

Themen wie Rechtfertigung und Heiligung gehören zusammen. Dennoch sind es unterschiedliche Themen.

In einem Thread, der das Thema Rechtfertigung behandelt, würde ich daher Beiträge zum Thema Rechtfertigung erwarten.

In einem Thread aber, der das Thema Heiligung zum Inhalt hat, würde ich Beiträge zum Thema Heiligung erwarten.

Die Zusammenführung der beiden Themen könnte dann in einem dritten Thread erfolgen.

Ähnlich sehe ich es hier in diesem Thread.

Mit Gott nie mehr allein - das ist ein Thema.

Gemeinschaft mit Gott verändert die Lebenseinstellung - das ist ein anderes Thema.

Mehr möchte ich hierzu nun nicht mehr schreiben.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.08.2017 11:00.

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 16.08.2017 09:01

Cleopatra schrieb: Äußerlichkeiten wie eben andere Menschen sind hierfür nicht Vorraussetzung, sondern die Beziehung zu Jesus.

So würde ich es nicht ausdrücken.

Geschwister im Glauben sind keine Äußerlichkeiten.

Geschwister im Glauben bilden gemeinsam den Leib Jesu.

Eine Rebe am Weinstock braucht die Verbindung zum Weinstock.

Der Weinstock zwar ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, Heiland und Herr.

Da die Gemeinde der Leib Jesu ist, kann und muss aber auch die Gemeinde als Weinstock gesehen werden.

Die Alte Kirche prägte den folgenden Spruch.

extra ecclesiam salus non est. Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.

Dies ist doch zumindest auch unsere Erfahrung, dass die Gemeinschaft der Liebe in der Gemeinde den Glauben an Gott stärkt.

Daher würde ich in Hinblick auf Glaubensgeschwister nicht von Äußerlichkeiten sprechen.

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 15.08.2017 15:25

Die Erfahrung, dass ich nicht allein bin in der Welt einerseits

und die Erfahrung, dass Gott mich verändert andererseits,

sind für mich zweierlei Erfahrungen und daher zweierlei Themen.

Gott ist mit mir, er hat mich angenommen, ich gehöre zu ihm. Dies ist die Voraussetzung.

Gott verändert mich, mein Denken, mein Wollen, mein Tun. Das ist die Folge.

Hier in diesem Thread war und ist das Thema jene Erfahrung, dass ich als Kind Gottes nicht allein bin.

Es ist doch gerade wichtig zu sehen und zu glauben, dass Gott mit mir ist aus Gnaden durch Glauben.

Selbst dann, wenn ich noch keine Veränderung an mir feststelle, will ich mir der Liebe und Nähe Gottes gewiss sein.

Es ist hier gerade entscheidend, bei dieser ersten Erfahrung zu verweilen und nicht schon zur zweiten Erfahrung zu eilen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.08.2017 15:26.

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 15.08.2017 13:48

solana schrieb: Das sind jetzt nur 2 Beispiele, wie uns die Gemeinschaft mit Gott in unserer ganzen Lebenseinstellung verändert.

Dies wird wohl kaum jemand hier bestreiten, dass die Gemeinschaft mit Gott unsere Lebenseinstellung verändert.

Etwa im Sinne von weniger eigensüchtig und mehr liebend.

Aber ich sehe den Zusammenhang dieser Aussage mit dem Thema dieses Threads nicht.

Wenn ich an Jesus glaube, bin ich nicht allein, auch dann nicht, wenn es sonst keine Menschen gibt, die mich kennen und lieben.

Dies kann mir zum Trost werden, auch da und dann, wo und wenn Gefahr und Not bedrohlich werden.

Die Veränderung meiner Lebenseinstellung aber ist für mich eher ein anderes Thema.

Aber es mag sein, dass die Geborgenheit in Gott direkt eine positivere und zuversichtlichere Lebensgestaltung ermöglicht.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.08.2017 13:57.

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 15.08.2017 08:25

Ich vermute, diese beiden Menschen sind schon längere Zeit Mitglieder der Gemeinde.

Sie kennen die Gemeinde, die Menschen, ihre Liebe.

Sie wissen sich in der Gemeinde geborgen.

Und natürlich wissen sie, dass es da Menschen gibt, die für sie beten.

Diese Erfahrung der Liebe der Geschwister bestärkt auch den Glauben und die Zuversicht in Gott.

Die Liebe Gottes, seine Nähe, seine Kraft kann dann leichter geglaubt und erfahren werden.

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Re: Jünger Jesu sein _ wie setzen wir den Befehl um? Was ist ein Jünger Jesu?

von Merciful am 14.08.2017 13:08

Ich denke, Jünger bedeutet zunächst einmal so viel wie Schüler.

Jesus sagte: Lernt von mir!

(Evangelium nach Matthäus 11, 29; Lutherbibel 2017)

Jünger Jesu zu sein bedeutet daher von Jesus zu lernen und seine Worte zu bewahren.

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten.

(Evangelium nach Johannes 14, 23; Lutherbibel 2017)

Sicherlich ließe sich noch weit mehr schreiben.

Aber für den Anfang ist dies für mich der entscheidende Gedanke.

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Re: Nie mehr allein!

von Merciful am 14.08.2017 08:44

Cleopatra schrieb: Es geht ihnen nicht gut nein, aber sie spüren, dass sie nicht allein sind und von Gott getragen werden.

Dies ist ein Beispiel für das, was ich meinte.

Diese beiden Menschen erfahren die Hilfe Gottes dadurch, dass Menschen da sind, die sie begleiten und für sie beten.

Merciful schrieb: Ich denke, so will Gott auch heute noch durch Menschen Menschen helfen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.08.2017 08:48.

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Re: Kleiner Glauben - Großer Glauben

von Merciful am 13.08.2017 20:15

Ich sehe in der Bibel den Gegensatz von Glaube und Unglaube.

Es geht nicht darum, einen möglichst großen Glauben zu haben.

Jesus sagte ausdrücklich, dass ein Glaube, so groß (klein) wie ein Senfkorn, Berge versetzen kann.

Es genügt, an Jesus zu glauben.

Petrus sank, weil er angesichts der Wellen zweifelte und nicht auf Jesus vertraute.

Er war kurzgläubig.

In dem einen Moment verhielt er sich gläubig und sprach mutig: Jesus, lass mich auf dem Wasser zu dir gelangen.

Im nächsten Moment zweifelte er und fürchtete sich vor Sturm und Wasser.

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Re: Sie werden alle von Gott gelehrt sein

von Merciful am 12.08.2017 13:17

Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.

(1. Brief des Paulus an die Korinther 11, 5; Lutherbibel 2017)

Auch, was die Frauen und deren Verhalten betrifft, gibt es ja Stellen in der Schrift, die schwierig zu deuten sind.

Nimmt man diesen Vers einfach so, wie er da steht, müsste man sagen: Eine Frau muss, wenn sie betet, z.B. ein Kopftuch tragen.

Aber welche Christin heutzutage trägt, wenn sie betet, ein Kopftuch?

Offensichtlich sind sich die heutigen Christinnen darin weitgehend einig, dass sie, wenn sie beten, kein Kopftuch tragen müssen.

Diese Haltung erfordert aber eine Deutung der Worte, ein Verständnis, das nicht so offensichtlich ist.

Auch hier wieder, ich möchte nicht eine Diskussion über diese Thematik entfachen.

Es ist nur ein Beispiel, dass die Bibel durchaus nicht immer einfach zu deuten und zu verstehen ist.

Merciful


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