"Leidet Christus weiter?"

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geli

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Re: "Leidet Christus weiter?"

from geli on 03/17/2021 01:37 PM

Heute kam mir zu diesem Thema Matth. 11,28 in den Sinn.
Da sagt Jesus: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehm auf euch mein Joch und lernt von mir... so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."

"Mühselig und beladen" - damit meint er unsere Sünde. Die kann er uns vollständig abnehmen.

Aber wir sollen an dieser Stelle ein "Joch" auf uns nehmen. Hier hatte ich vor einigen Jahren das innere Bild, in dem ich gemeinsam mit Jesus im Joch ging- denn ein Joch ist für zwei gedacht, die miteinander verbunden sind und zusammen gehen, um eine ganz bestimmte Aufgabe zu erledigen.

Jesus steht also vor uns, er hat ein Joch auf sich liegen, und ein "Platz" in diesem Joch ist frei - frei für denjenigen, der einwilligt, sich zusammen mit Jesus dieses Joch auf den Hals legen zu lassen, um mit ihm untrennbar verbunden zu werden.

Ich lasse mich also "einspannen" für seine Ziele, für seine Aufgaben, für seine Pläne, die er hier auf dieser Erde noch durchzuführen hat. Dabei geht es nicht - wie oft behauptet wird - um "Sieg, Vollmacht, Herrschaft, Bewahrung, Schutz und Wohlergehen" - sondern Jesus geht auch durch Leid, durch Schmerz, durch Ablehnung und Verfolgung.
Jesus ist bereit, all das auf sich zu nehmen, damit die gute Botschaft von der Errettung weitergetragen werden kann und alle Menschen damit in Berührung kommen.

Sind also wir - bin ich - bereit, mit ihm zusammen durch Verfolgung, Anfeindung, durch Leid und Schmerz zu gehen? Sind wir - bin ich - bereit, mit ihm zu "arbeiten", damit er Menschen begegnen kann und sie bei ihm Rettung finden?

In diesem Sinne meine ich mein Thema: Leidet Jesus heute noch? Und ich meine: Ja, er leidet auch heute noch. Er weint auch heute noch über die verlorenen Menschen, so wie er damals über Jerusalem weinte, weil sie ihn ablehnten und er wußte, was nun auf sie zukommen würde.
Er leidet auch heute noch - solange, bis alles zu Ende ist. Und uns stellt sich die Frage: Sind wir bereit, seinen Schmerz und sein Leiden mit ihm zu teilen? 
Die Jünger damals im Garten Gethsemane schliefen - und Jesus fragte sie: "Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?"
Sie konnten es damals (noch) nicht - sind wir heute dazu bereit, sein "Joch" auf uns zu nehmen und zu ihm zu stehen?
Oder lassen wir ihn auch heute - wie die Jünger damals - im Stich und machen es uns lieber in unseren schönen Gemeinderäumen bequem und genießen die "schönen" Seiten des Glaubens?

Ich persönlich glaube, dass uns große Veränderungen bevorstehen, und denke, dass die Zukunft eine Beantwortung solcher und änlicher Fragen notwendig machen wird.

Ich bin dabei, durch Gottes Gnade das zu werden, was ich seit meiner Wiedergeburt schon bin

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