1. Petrus 4,1:

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pray

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1. Petrus 4,1:

von pray am 09.06.2018 20:14

1. Pt. 4,1-2:
Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe.

Wie versteht ihr diesen Vers?

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Burgen

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Re: 1. Petrus 4,1:

von Burgen am 09.06.2018 23:09

Liebe pray 

vielleicht eröffnet die Basisbibel die Erklärung zu 1.Petrus 4,1 

1 Weil also Christus als Mensch gelitten hat, müsst auch ihr euch seine Haltung aneignen. 
So seid ihr innerlich gewappnet. Denn nur wer als Mensch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen. 

2 Er gehorcht dann für den Rest seiner irdischen Lebenszeit nicht mehr den menschlichen Begierden. 
Sondern er wird tun, was dem Willen Gottes entspricht. 

3a In der Vergangenheit habt ihr ja lange genug so gehandelt, wie es heidnischen Vorstellungen entspricht. ... 

*** 
Finden wir uns nicht in den obigen Worten wieder? 
V1 wer durch das Leiden, oder dem starken eigenen Willen, hindurch gegangen ist mit Hilfe Christus Jesus, lernt letztlich, 
dass es nicht lohnt in Sünde zu verharren. Er wird immer schneller erkennen, was gut und richtig ist und sein Handeln 
entsprechend danach ausrichten. Und der innere Schmerz wird von Mal zu Mal weniger. 
Bis hin, dass er sagen kann, mit Hilfe Jesu bin ich ein Überwinder (geworden). 

LG 
Burgen 


Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

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pray

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Re: 1. Petrus 4,1:

von pray am 10.06.2018 18:08

Liebe Burgen,
ja die Basisbibel verdeutlicht das, wie ich es verstanden habe. Aber es bleibt immer noch die "Praxis" offen.
Jetzt mal krass gesagt: Der Christ, der von Andersgläubigen geschlagen und misshandelt wurde, der wird nicht mehr sündigen?
Ich habe gestern für mich folgendes "Gleichnis" konstruiert, aber weiß nicht, ob man es so auf die Bibelstelle anwenden kann? :
Also, wenn man eine Sünde erkannt hat, kann es ja u.U. schwer sein, davon zu lassen. Als ich z.B. noch geraucht habe, habe ich irgendwann nach Gottes "Ansprache" den Entschluss gefasst: "Ich muss das jetzt aufhören!" Und kaum gedacht, ging ich innerlich in ein ganz tiefes Leiden hinein, ging innerlich in die Knie...ich wusste, das wird hart, ich wusste, ich werde leiden, aber ich habe mich mit diesem "Leidensgeist" gewappnet und bin da durch gegangen - bewusst nicht mehr in Sünde zu fallen. Das mit dem Rauchen hinkt natürlich gewaltig hinter Jesus Leiden hinterher, aber mit fiel kein besseres Beispiel ein.
Kann auch das gemeint sein?

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Burgen

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Re: 1. Petrus 4,1:

von Burgen am 10.06.2018 22:14


Liebe pray 

die Praxis liegt doch im Alltag, denke ich. 
Ja, was die Zigaretten anbelangt, einmal nahm ich die Tabletten zu Hilfe während des Urlaubs und wunderte mich über den Wasserdurst. 
Hatte den Beipackzettel nicht studiert. 

Dann einige Jahre später begann ich wieder zu rauchen, ohne Not oder Bedürfniss. Einfach weil es irgendwie 'schick' war. 
Und mit einem Mal bekamen die Gedanken Klarheit. Vorbei, einfach so. Seither nie wieder geraucht und auch kein Verlangen danach. 
Eher Ekel, aber nicht immer. Meist empfinde ich gar nichts, obwohl die Augen ihre eigenen Gedanken führen wollen. 
Kann ich aber meist verhindern. 

Wir haben hier ja schon oft über ähnliche Thematik gesprochen. 

Erstmal soweit 
LG
Burgen 



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Burgen

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Re: 1. Petrus 4,1:

von Burgen am 10.06.2018 22:47

Eine Ergänzung 
In der Studienbibel wird zu obigem Vers Bezug zu 1.Petr. 3,18 genommen als Erklärung.

Der Vers heisst
18 Denn auch Christus hat gelitten, ein für alle Mal um der Sünden willen,
der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führe;
er wurde zwar getötet im Fleisch, lebendig gemacht aber im Geist.

Christus hat ungerechtfertig leiden müssen, nur weil er Gutes getan hatte. Und genau darauf sollten die Nachfolger vorbereitet sein.
In einem erklärenden Satz steht:
Die Menschen, die um Christi willen geduldig Widerstand und auch Leid ertragen können, können leichter der Sünde widerstehen
und dem Plan und Ratschluss Gottes für ihr Leben folgen. Und das ist wahr, weil sie sich ganz auf Gott verlassen. ...

Ich glaube, dass die meisten Menschen ein Problem damit haben sich 100%, wirklich in allen Situationen auf Jesus zu verlassen.
Das Problem liegt vielleicht einerseits darin, dass jeder Mensch die Bibel als Gotteswort vielleicht unterschiedlich versteht.
Und anderseits es für den Mensch allgemein sehr sehr schwer ist, sich, sein Denken und was damit zusammenhängt, zu ändern.
Es heißt, dass eine Gewohnheit mindestens 3 Wochen benötigt, um neu gebildet werden zu können.

Tiere dagegen sind sehr viel leichter neu zu konditionieren, bei konsequenten liebevollem Training.
Bei uns Menschen kommt dann vielleicht noch die individuelle Kompfortzone mit ins Spiel.
Ja, es ist ein grosses Glück für uns, dass Jesus uns liebt ...

Grüsse
Burgen


 

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