Die Einehe in der Bibel

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geli

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 09.07.2018 10:04

Cleo:
Hat Gott hier gesagt "Weil ihr etwas zurückbehalten habt, seid ihr in Gefangenschaft?" Nein, aber wir sehen es.

Du meinst sicher die Geschichte von der Eroberung Jerichos?
Dort jedenfalls spricht Gott ganz klar die Sünde an und auch, warum es bei der anschließenden Eroberung von der Stadt Ai so schief gelaufen war.

"Achan ... nahm etwas vom Gebannten. Da entbrannte der Zorn des Herrn über die Israeliten." - Jos. 7,1

Und als später Josua dem Herrn etwas vorjammerte deswegen, da sagte Gott zu ihm: "Steh auf!...Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem Gebannten genommen und gestohlen und habens es verheimlicht und zu ihren Geräten gelegt. 
Darum kann Israel nicht bestehen vor seinen Feinden.
..ich werde hinfort nicht mehr mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt." - Jos. 7,11 und 12

Ja, die Sünde klar ansprechen - das ist eigentlich immer Gottes Art. Ich weiß nicht, wie oft man liest: "Weil... deshalb... (kommt eine Konsequenz von Gottes Seite).

Deshalb ist es für mich etwas befremdlich, dass man an keiner Stelle in der Bibel (soweit ich weiß) einen Tadel über die Vielehe findet, und auch keine Strafe oder Konsequenz dafür. Auch Jesus äußerte sich an keiner Stelle dazu, obwohl ich mir denken kann, dass es auch zu Jesu Zeiten noch Männer mit mehreren Frauen gab. Ich schließe das daraus, dass bei der "Dienstbeschreibung" für Bischöfe und Diakone das extra erwähnt wurde, dass sie nur Mann einer Frau sein sollten.

Das Einzige, was man sehen kann, ist, dass die Vielehe immer zu Problemen geführt hat - Hanna und Penninna, Rahel und Lea, Abrahams "Deal" mit der Magd und Sara... es gibt sicher noch mehr Beispiele dafür. 

Aber es wurde von Gott nie als Sünde angesprochen oder irgendwie geahndet.

Heißt das für uns, dass Gott es uns freistellt, ob wir in Ein- oder Vielehe leben wollen?

LG, geli

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geli

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 09.07.2018 23:19

So, jetzt habe ich nochmal in der Bibel gesucht - vor allem im Neuen Testament, was Jesus zu diesem Thema sagt.
Gefunden habe ich dabei Matth. 19,5 - hier bestätigt er die Schöpfungsordnung aus 1. Mose 2,24:

"Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.

Interessant ist, dass in 1. Mose nur steht: ..."und sie werden ein Fleisch sein", während Jesus dann sagt: "...und die zwei werden ein Fleisch sein."
(Vielleicht weil er ja wußte, wie oft man das nicht ernst genommen hatte?  )

Jesus bestätigt auch bei dem Thema Scheidung die Einehe:
"Ich aber sage euch: "Wer sich von seiner Frau (Einzahl) scheidet,..."

Paulus hat ja auch so einiges über Ehe gesagt - meist spricht er allgemein "die Männer" und "die Frauen" an, oft steht es aber auch in der Einzahl, wie z.B. 
Eph. 5,31-33 (Hier bezieht er sich wieder auf die Stelle in 1. Mose):
"...die zwei werden ein Fleisch sein", und: "...ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann."

Ja, ich finde also kein explizites Verbot, mehrere Frauen zu heiraten, weder im AT noch im NT. Wir haben jedoch die Schöpfungsordnung, auf die immer wieder Bezug genommen wird, und die sich nicht verändert hat.

Dennoch bleibt es für mich rätselhaft, warum Gott nicht die vielen Brüche seiner Ordnung reagiert hat?

Soweit mal meine Gedanken...

LG, geli



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Cleopatra
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Re: Die Einehe in der Bibel

von Cleopatra am 10.07.2018 07:26

Das sind sehr wertvolle Gednaken, vielen Dank liebe geli.
Tatsächlich habe ich neben dem Richterbuch die Probleme mit Ai gemeint. Danke, dass du mich da korrigiert hast, das hatte ich garnicht mehr so in Erinnerung ;-D
Heute Morgen, als ich noch im Bett lag, musste ich an den Streit von Paulus und Barnabas denken.
Sie gingen ja auch unterschiedliche Wege, nachdem sie sich gestritten hatten ("jaget dem Frieden nach...").
Aber ich glaube, beide- Paulus und Barnabas- waren gesegnet. Wenn man das nach so viel Verfolgung und so sagen kann, aber innerlich hatten sie auf jeden Fall beide Frieden.
Liebe geli, deine Ausführungen zum neuen Testament finde ich auch wichtig.
Hier wäre vielleicht mal ganz gut, sich die griechischen Texte hinzuzuziehen, um mal zu sehen, was für ein genaues Wort dort steht.
Und weißt du was? Vermutlich werde ich morgen Mittag eine solche Bibel sehen können. Bei einer Frau, die ich letzte Woche auf der STraße kennengelernt habe, die ein Theologiestudium begonnen und abgerochen hatte. Vielleicht kann sie mir da auch helfen.
Wenn ja, werde ich mich auf jeden Fall melden.
Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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geli

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 10.07.2018 09:46

Cleo:
Hier wäre vielleicht mal ganz gut, sich die griechischen Texte hinzuzuziehen, um mal zu sehen, was für ein genaues Wort dort steht.

Ja, das wäre super - mich würde auch sehr interessieren, was dort im griechischen Text steht!

LG, geli

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Burgen

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Re: Die Einehe in der Bibel

von Burgen am 10.07.2018 17:22


Liebe Geli, 

wie verstehst du die Schöpfungsordnung ? Was verstehst du unter dem Wort ? 

Nehmen wir das Wort auseinander, lesen wir den Begriff Schöpfung und den Begriff Ordnung. 

Beides kann ohne das andere stehen und verstanden werden, nimmt aber Bezug zu einander auf. 

Ordnung kann dem Gesetz zugeordnet werden #Ordnungshueter. 
Schöpfung ist als ein neues Geschehen, etwa Kreativität, betrachtet werden. 

Die Ordnung kommt schon durcheinander, wenn es mehr als ein Kind aus Abermillionen Spermien zur Geburt schafft. 

Die schöpfende Kreativität hingegen weiss schon vor Grundlegung der Welt, dass es der Gnade Gottes bedarf. 

Ohne Gnade Gottes am Kreuz ist die Welt sonst ziemlich bald dem Untergang geweiht. 

Jetzt jedoch leben wir durch die Vergebung auf Hoffnung hin durch die Gnade Jesus Christus. 

Nur in ihm sind wir die Gerechtigkeit Gottes. Der Heilige Geist ist ein Pfand dafür. Gottes Geduld, ohne Zorn. 

LG 
Burgen 



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geli

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 10.07.2018 20:45

Liebe Burgen,
unter der "Schöpfungsordnung" verstehe ich die Dinge, so wie Gott sie angeordnet hat und wie er es gesagt hat, dass es sein soll!

LG, geli

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.07.2018 20:50.

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Re: Die Einehe in der Bibel

von Burgen am 10.07.2018 23:09


Schöpfung 

Römer 1,20 damit dass Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man das wahrnimmt, an den Werken, 
nämlich an der Schöpfung der Welt, also dass sie keine Entschuldigung haben. 

Hebräer 9,11 Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Höherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch die größere und vollkommenste Hütte, 
die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist. 

Ordnung (43) 
1.Chronik (17) 
2.Chronik (3) 
Nehemia 
Hiob 
Joel 

Ordnungen (25) im AT 

Quelle: online Konkordanz     zur "Schöpfungsordnung" gibt es dort keinen Eintrag 


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geli

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 11.07.2018 22:06

Burgen:
zur "Schöpfungsordnung" gibt es dort keinen Eintrag

Liebe Burgen,
ich weiß nicht so recht, worauf Du hinauswillst? So richtig zum Thema trägt es ja eigentlich nicht bei?
Was mit "Schöpfungsordnung" gemeint ist, ist, glaube ich, schon klar - auch wenn dieses Wort so nicht in der Bibel steht.

LG, geli

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Burgen

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Re: Die Einehe in der Bibel

von Burgen am 12.07.2018 01:00

30. Ehe (AT)

... liegt gemäß der Erzählung vom sog. → Sündenfall (Gen 3,16) nicht in der Schöpfungsordnung. Das Rechtsinstitut der Ehe wird im Alten Testament nicht eigens...
Datum: 10-10-17

Quelle: www. bibelwissenschaft.de zum Thema: „Schöpfungsordnung“ Dort kann man fündig werden.
::::::::;;;;

Das alles ist recht interessant zu betrachten. Aber vielleicht passt dies nicht hierhin.
Jedoch ist es mM nach wichtig, Begriffe zu beleuchten und sich im Denken korrigieren und erneuern zu lassen.
Vom Heiligen Geist natürlich, und in die Wahrheit leiten zu lassen. Dann passt es wieder.

Grüße
Burgen

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Re: Die Einehe in der Bibel

von geli am 12.07.2018 12:03

Burgen:
Jedoch ist es mM nach wichtig, Begriffe zu beleuchten

Liebe Burgen, genau das tun wir ja hier in diesem Thread - wir wollen herausfinden, was die Bibel, bzw. Gott dazu zu sagen hat.

Quelle: www. bibelwissenschaft.de zum Thema: „Schöpfungsordnung“

Was die "Bibelwissenschaft" dazu zu sagen hat, ist vielleicht ganz interessant, aber kommt für mich nicht an erster Stelle, um Gottes Meinung zu erforschen.
Schon die Aussage: "...der Erzählung vom sog. "Sündenfall"..." - das klingt für mich so, als würde man den Sündenfall schon mal in Frage stellen. Denn warum sonst der "sogenannte" Sündenfall?

Rechtsinstitut der Ehe wird im Alten Testament nicht eigens...

...nicht eigens erwähnt, soll es wahrscheinlich heißen.
Ja, das Wort "Ehe" wird vielleicht nicht erwähnt, aber es wurden auch im AT sehr wohl "Ehen" geschlossen. Nur werden "Ehen" dann anders bezeichnet.
"Zur Frau nehmen", Maria z.B. war "vertraut" mit einem Manne namens Josef, oder auch: "der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhängen".

Eine gute Erklärung liefert zum Thema "Ehe" liefert das Bibellexikon:

"Ehe meint das nach jeweils geltendem Brauch und Recht zustande gekommene feste Verhältnis von Mann und Frau, das durch klprerliche und geistige Gemeinschaft ausgezeichnet und dessen Sinn und Ziel nach dem Schöpfungsbericht die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft ist.
Angesichts der sehr verschiedenen Formen ehelicher Gemeinschaft, die sich im AT finden, ist es nicht verwunderlich, dass die hebr. Bibel eigentlich keinen Begriff für Ehe kennt...es wird von ihrem praktischen Volllzug, ihrer Schließung, ihrer Gefährdung usw. gesprochen. Sie ist vielleicht am ehesten vergleichbar mit dem Bund, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat."

Und:
"Obgleich 1. Mose 1 und 2 deutliche Hinweise auf die Einehe, also die Verbinden eines Mannes und einer Frau enthalten, ist es erstaunlich, wie lange Zeit in Israel praktisch die Vielehe geherrscht hat...obwohl andererseits schon bei den Propheten eine deutliche Stellungnahme gegen die Vielehe vorliegt, die im NT eindeutig zu Gunsten der Einehe entschieden ist."

"Im AT ist das Eingehen einer Ehe nahezu eine Selbstverständlichkeit."

Ja, das ist im Wesentlichen das, was wir hier auch gemeinsam zu dem Thema herausgefunden haben!

Nein, ich verlasse mich dabei lieber auf die Aussagen, die ich in der Bibel finde. 

LG, geli


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