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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Sklaverei - warum wurde sie abgeschafft | Sollen Frauen in der Gemeinde schweigen?

von Burgen am 17.10.2020 13:25



Hallöchen, 

vor ein paar Tagen habe ich den ersten Teil eines Predigtvortrags gehört zum Thema: Männersache. 

Zitat "Erlebe auf diesem Zweiteiler eine praktische, humorvolle, aber auch phasenweise zu Tränen rührende Botschaft an die Männerwelt. Fast nebenbei werden die Areale männlicher Konflikt-und Spannungsfelder aufgezeigt und mit Gottes Lösungsweg verbunden. Der gewinnbringende Einblick in das Leben, die Gefühlswelt und Kämpfe von Männern hat vielen Männern echte Heilung und vielen Frauen ein größeres Verständnis gebracht.
Denn: Männer sind einfach unersetzlich!" Zitat Ende

Männer 

Die einleitenden Worte von dem Prediger haben mich sofort an diesen Thread denken lassen. 
Und ganz sicher haben Frauen wie eben auch die Männer Gewinn davon dieses sich anzuhören. 
Da keine Bibelstellen während der Predigt eingeblendet sind, der Prediger aber voller Energie 
hin und her läuft, denke ich, dass die CD zuhause gut das Thema beleuchtet. 
*** 

Eva, wo bist du?
Die andere CD/DVD in derselben Kategorie heißt: Eva, wo bist du ? 

Zitat: "Inmitten einer dominanten Männergesellschaft sieht Gott in der Frau so viel mehr,
als wir es uns jemals vorstellen können. Gott hat eine Berufung und eine Bestimmung für die Frau,
die grenzenlos ist. Erfahre in dieser Predigt, wie du dein Potenzial entfalten kannst,
das Gott schon lange in dir sieht." Zitat Ende  


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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von geli am 17.10.2020 11:31

Burgen:  Jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Jesus allein mein Helfer ist.

Ja, genau, ohne ihn würde es in manchen Fällen unmöglich sein.

Bei mir gab es einmal einen "Fall", wo ich merkte, dass ich eigentlich gar nicht wirklich vergeben will.
Und ich denke, genau darum geht es beim Vergeben: Um das Wollen. Aber selbst wenn - wie bei mir damals - das "Wollen" fehlt, dann kann ich immer zu Gott kommen, denn da darf ich ehrlich sein. Ich weiß, dass er Vergebung von uns fordert - es ist sein Wille, dass wir versöhnt leben. Deshalb kann ich ihn bitten, dass er mir das "Wollen" schenkt. Dass er mich bereit macht, vergeben zu wollen. 

Und das tut er auch - hat er uns doch gesagt: "Er schenkt das Wollen und das Vollbringen".

Der zweite Schritt wäre dann das "Vollbringen".

Aber auch hier sind wir in vielen Fällen nicht fähig zum echten Vergeben. Und wieder dürfen wir hier bitten, dass Gott selbst in uns die Fähigkeit zum Vergeben schenkt.

Das alles kann allerdings manchmal eine ganze Zeit dauern - es geht nicht immer "von Heute auf Morgen". Es kann manchmal auch ein langer Prozess sein - aber Gott schenkt auf jeden Fall am Ende den Sieg.

Für mich ist immer so ein "Test", ob ich wirklich von Herzen vergeben habe, dass ich die Person, um die es geht, von Herzen in den Arm nehmen kann - oder könnte. Denn vielleicht würde diese es gar nicht wollen...  dazu würden nämlich zwei gehören.

Denn es ist nicht immer gesagt, dass nach der Vergebung auch (wieder) eine vertrauensvolle Beziehung entstehen muss. Dazu gehören zwei - aber ich glaube, darüber wurde in Beiträgen vorher schon geschrieben.

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Cleopatra
Administrator

39, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 5395

Re: Sklaverei - warum wurde sie abgeschafft | Sollen Frauen in der Gemeinde schweigen?

von Cleopatra am 17.10.2020 09:49

Burgen schrieb: Der "Apfel" des Gartens in Eden lauert uns auch heute überall auf. Und jetzt haben wir Jesus, der uns durch sein Wort - die Schrift - uns hilft, bewahrt, und Gier zB in echte Liebe Gottes verwandeln kann. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes sind wir Menschen meist nicht in der Lage dazu.

 
Ja, die Versuchungen jeder Art sind bei uns.
Und deshalb finde ich es eben auch so wichtig, in die Bibel zu sehen, was Gott uns zur Hilfe gegeben hat.
Dein beispiel, als Jesus in der Wüste war udn Satan ihn versucht hat, zeigt ja ganz genau, wie nur das Wort Gottes hilft.
Deshalb ist es ja auch so enorm wichtig, in Gottes Wort zu schauen, und das Wort Gottes eben so anzunehmen.
 
So ganz habe ich de Zusammenhang zum Thema hier nicht verstanden, denn beim Thema Rolle der Frau in der Gemeinde würde dies ja in der Umsetzung bedeuten, dass wir das Wort Gottes ernst nehmen und bei der Versuchung, uns dagegen zu entscheiden, oder Passagen nicht mehr für uns anzuwenden, eben aufzuhorchen und nur Gottes Wort als "Waffe" anzunehmen, oder..?
 
geli schrieb: Eigentlich könnte ja der Bruder oder die Schwester auch Rat oder Trost geben - allerdings geht das auch manchmal schief. Ich erinnere mich an eine Situation......
 
Oh man, was du liebe geli da beschreibst, hat mich total traurig gemacht.
Ja, es zeigt, wie eben auch Christen nicht davor verschont werden, wirklich verletzt zu werden.
Manche "Ratschläge" und "Meinungen" können soooo böse weh tun, da wünschte ich mir wirklich mehr Einfühlungsvermögen dabei.
Ich glaube nämlich, das in der Bibel ganz zuRecht das "in Liebe ermahnen" betont wird. Ermahnen übrigens- ich habe mich schlau gelesen- kommt vom "parakalein" und ist verwandt mit dem Wort  "parakletos". "Parakletos" wird in der Bibel für den Heiligen Geist gebraucht und das heißt "Tröster oder Beistand".
 
"Ermahnen" bedeutet nicht "gnadenlos mit der Meinungskeule um uns hauen und dabei meinen, wir seien im Recht".
Der Schaden der dabei entsteht, kann soooo groß sein.
 
Ich dachte noch etwas über deine Worte nach, als ich einen Anruf bekam.
Eine Freundin hatte Not.
Natürlich schreibe ich jetzt nichts inhaltliches rein, aber was mir zu Denken gab war ihr Feedback am Ende, nämlich, dass es ihr gut tat, dass ich zuhörte und zu ihr stehe und ihr gegenüer positive Worte hatte.
Und ich denke, dafür braucht man keinen Seelsorger, dafür braucht man Freunde.
 
Oder die Menschen, die dir geholfen haben geli. Ich denke, da benutzt der heilige Geist selbst die Person, die er für richtig hällt.
 
Ich sehe mich selbst nur nicht in der Position, bei Eheproblemen Ansprechpartner beider zu sein, das hatte ich damit gemeint.
 
Aber ja- unbedingt, wenn es um Ermutigung geht, um Begleitung, um Stärkung- dafür sind Freunde da.
 
Vorgestern hatten wir da einen sehr schönen Losungsvers aus Sprüche 17,17: "Ein guter Freund steht immer zu dir, und ein Bruder ist in Zeiten der Not für dich da".  Ich nehme an, das ist die Hoffnung für alle Übersetzung.
 
Sternenreiterin: Was mich angeht, so bezog ich das "Jesus zu sehr losgelassen" auf mich persönlich, inwieweit das andere betrifft ist eine andere Sache.
Oh ja, also so schreibe ich selbst auch meistens- ich gehe im Gespräch und vor allem bei den "Forderungen" von mir selbst aus.
Man ist schließlich selbst verantworlich für das, was man tut.
Kleiner Tip, vielleicht, damit du nicht immer wieder das Gefühl hast, dich rechtfertigen oder Missverständnisse korrigieren zu müssen: Mir selbst hat es sehr geholfen, wenn ich dann viel in der "Ich-Form" schreibe. Ist jetzt kein Gesetz, mir hilft es auf jeden Fall
 
Sternenreiterin: Doch wie wir es annehmen und letztlich erleben, das hängt meiner Erfahrung nach sehr davon ab, ob wir Jesus kennen und wie eng verbunden wir mit IHM leben und uns von IHM leiten lassen, und Freude und Stärke und Kraft geben lassen.
Da schreibst du etwas total weises, finde ich.
Denn ich denke, je näher wir bei Gott sind ,desto eher sind wir auch bereit, Lasten und Krankheiten zu tragen.
Bei mir hatte es zB fünf Jahre Kampf bedeutet, voller Hoffnungen und wiederholter Enttäuschung (alle drei Monate), als ich versucht habe, die chronischen Kopfschmerzen loszuwerden. Es wurden alle drei Monate neue Medikamente ausprobiert, Jahrelang täglich Kopfschmerztagebuch geführt (mehrmals am Tag) und so weiter.
Als dann klar wurde, dass es kein medikament gibt, welches mir helfen kann, da wurde ich im Vorfeld von Gott vorbereitet.
Als ich ihm dann sagte, dass ich bereit bin, es zu akzeptieren und nicht mehr dagegen anzukämpfen, hatte ich noch Jahre später (teilweise heute noch, wenn jemand es neu erfährt) Probleme, dass andere versuchen, mi "Tips" zu geben, als würde ich sie nicht schon alle nach 13 Jahren kennen. Aber es ist ja gut gemeint.
Diese "Akzeptanz" ist für mich ein großer Glaubenschritt, ein "Beweis", ein bewusster Scritt, Gott die Ehre zu geben, nicht nur in guten Tagen, sondern eben auch in schweren Tagen.
Ein Happy-End wäre natürlich jetzt, dass dann als "Belohnung" die Kopfschmerzen weg gehen könnten, aber das ist nicht so ;-D
 
Trotzdem glaube ich nicht, dass das jemand machen könnte, der Gott und seine Weisheit und Liebe und Gnade nicht kennt.
Selbst manche Christen können es nicht verstehen, weil sie mir heute noch weis machen wollen, Gott würde auf jeden Fall heilen wollen. (ich bin mir 100% sicher- sobald er es will, dann wird es in genau der Sekunge passieren. Aber es gibt wohl einen Grund,  und die Tatsache, dass ich den Grund nicht kenne, bedeutet nicht, dass der Grund nicht exestiert).
 
Ich denke außerdem nach der letzten gehörten Predigt, dass auch unser Christenleben, und die Anbetung nicht nur Heiter-Gefühle bedeuten, sondern unser ganzes Leben, unsere Besonnenheit und vor allem unser Vertrauen in schweren Zeiten ausmacht.
 
Sternenreiterin: Der zweite Punkt ist folgender: Nein, zu einer Scheidung gehören nicht zwangsläufig immer zwei. ....... Aber zu einer gelingenden glücklichen guten - gottgewollten - Beziehung gehören immer zwangsläufig zwei (logisch?).
Ja, gut, das stimmt, da muss ich meine Worte etwas "revidieren".
Meistens ist es ja so, dass zwei beteiligt sind, natürlich gibt es auch immer die Möglichkeit, dass einer die Ehe nicht mehr möchte- warum auch immer. Aber die Schlussfolgerung der guten Ehe ist sehr gut und richtig.
 
Liebe Grüße, Cleo
 

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Sternenreit...
Gelöschter Benutzer

Re: Sklaverei - warum wurde sie abgeschafft | Sollen Frauen in der Gemeinde schweigen?

von Sternenreiterin am 17.10.2020 09:39

@ Dörte:
Danke für Deine Worte und Deinen Bibelvers.
Ja, das ist mir auch wichtig geworden in meinem Leben, dass Gott uns Heil gibt, dass ER es uns versprochen hat.
Und dass ER es uns in Jesus gegeben hat und gibt.

Daher glaube ich fest an diese Zukunft, die uns bereits im Jeremia verheißen ist und im NT durch Jesus vollendet, so dass uns im Himmel einmal (ein für allemal) ein Leben ohne Leid, Schmerz und Geschrei (wie es die Offenbarung uns wörtlich sagt) erwartet.
Offenbarung 21,4: "Und er wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Pein; denn das erste ist vergangen."
Das ist wunderbar.

Wie Paulus uns sagt in Römer 8,18: "Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden."

Es ermuntert und tröstet für alle Leidenszeiten in dieser Welt, egal ob Krankheit (und Paulus mit seinem "Pfahl im Fleisch" wusste ja wovon er sprach) oder Tod eines lieben Verwandten oder Freundes, oder eine unglückliche Ehe oder was auch immer.
Weil diese Zeit auf Erden wirklich kurz ist gegen die Ewigkeit bei Gott die uns erwartet.

Und auch für diese - Erden - Zeit finde ich das wichtig, diese Zusage.
Weil Gott mir zuspricht und ich habe es auch so erlebt in meinem Leben öfter, dass ER auch Inneres Heil - und Freude - geben kann mitten in auszuhaltenden "eigentlich menschlich gesehen" unguten Verhältnissen die Leid bedeuten können - aber ER verwandelt es in Liebe, Hingabe und Freude.W

Weil ER - wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb - statt dem Geist der Verzagtheit uns den "Geist der Liebe, Kraft und der Besonnenheit" gegeben hat.

Wunderbare Zusagen, die wir auch schon in unserem Leben erleben dürfen.

Und das andere, was Du schreibst, ja das kann es natürlich auch gebben. Also dass eine Frau oder ein Mann geheiratet hat ohne Gott zu fragen, ohne in ihrer Liebe zu erkennen in was sie hineinläuft.
Hat ER es dann zugelassen oder ist es sogar ihr von Gott gegebenes Sein in dem sie wachsen und SEIN (Gottes, Jesus) Heil und Liebe erfahren darf, die größer sind als alles menschliche Unvermögen?
Sicher immer schwer zu sagen.

Aber es kann auch sein, eine (andere) schrieb es an ganz anderer Stelle hier im Forum so über ihre Ehe, dass der Mann wohl im Laufe seines Lebens "Gott losgelassen" oder sich von ihm entfernt hatte.

Es gibt viele Beispiel im Leben der Menschen unterschiedlichster Art. Das ist wahr.

Was Dein Beispiel angeht, so kam mir eben ein Gedanke: Eva hat für ihre "eigenmächtige" - wie von Dir genannt durch die Schlange verführte - Tat eine bleibende Strafe erhalten, ein Folgeweg. Und sie kam nie mehr zurück in das Paradies, sie musste zeitlebens mit den Folgen leben.

Das wirkt hart, aber es ist in der Bibel so beschrieben. Dass auf die Ehe umzusetzen .....

Aber ja, genau wie Du es am Schluß sagst, es geht am Ende gut aus.
Das hat ER uns versprochen für alle Ewigkeit.

Halleluja!

Liebe Grüße
Sternenreiterin

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.10.2020 09:42.

Doerte
Gelöschter Benutzer

Re: Sklaverei - warum wurde sie abgeschafft | Sollen Frauen in der Gemeinde schweigen?

von Doerte am 17.10.2020 02:07


Aber man leidet in dieser Welt immer wieder an irgend etwas.

Jeremia 29,11 Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich geben euch Zukunft und Hoffnung.

Vielleicht hat man den Mann gehreiratet ohne Gott zu fragen, wenn sie jetzt unter ihm leidet ? Gott hatte eventuell einen anderen Plan für sie. Kann ja sein !
Eva hat auch von der Frucht genommen, ohne Gott zu fragen, ob es wahr ist, was die Schlange da sagt.
Schade das sie so sehr auf die Schlange vertraut hat und der Schlange Worte, ihren Glaube geschenkt hat. Das war auch nicht Gottes Plan. Er wollte etewas anderes für sie und hatte sie deshalb gewarnt.

Aber mach dir nicht's daraus. Rotkäppchen ging es auch so, als sie auf den Wolf traf und trotz dem ging es gut aus. 

 


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Doerte
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von Doerte am 17.10.2020 01:39

Hallo liebe Burgen, in Bezug auf dein Gefühl. 

Darüber beschlich mich auch schon öfter ein "komisches" Gefühl.

Mir geht es ähnlich, bei diesem Satz.  Ich finde es genjal. Denn da fallen mir alle Namen ein, denen ich nicht vergeben habe, so Art schlechtes Gewissen. Das ist gut so, denn dann setzt man sich damit auseinander und holt es nach. Es geht einiges so unter, im Alltag. 
Ich warte nach dem Satz ein wenig und dann, wenn da so eine Leere ist, ( ich beschreibe das jetzt mal so ) bin ich froh.

Ansonsten lese ich gerne deine Beiträge auch wenn ich dazu nicht immer Feedback gebe. 



Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.10.2020 01:40.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von Burgen am 17.10.2020 00:27



Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben" - das ist eine riskante Bitte!

Darüber beschlich mich auch schon öfter ein "komisches" Gefühl. 

Jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Jesus allein mein Helfer ist.
Ich selbst kann nichts 'machen', er wird das, was mir fehlt in dieser Hinsicht,
ausgleichen oder ergänzen, je, wie man dieses Worte in seinem Leben nutzt. 

Natürlich muss mein Herz aufrichtig sein. Das ist ja klar. 
Und dadurch, dass dieses Gebet ja oft täglich gebetet wird, 
bekommt unsere menschliche Seele langfristig, hoffentlich, 
eine vergebenwollende Einstellung, Haltung. 

Das ist ähnlich wie mit der Dankbarkeit. Die Einübung ist vielleicht zunächst 
irgendwie mechanisch. Langfristig wird sie uns jedoch prägen. 


Gruß 
Burgen 



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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslesung (10) Denn Gott hat den Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nich

von Burgen am 17.10.2020 00:16



Nun, Israel, was fordert der hERR, dein Gott, noch von dir, als dass du in allen seinen Wegen wandelst 
und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele ? __ 5.Mose 10,12 

Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein. __ Jakobus 1,22 


Kl: Matthäus 5,17-24  // Über das Gesetz und vom Zorn // 
Bl: Jeremia  16,1-13  //  Jeremia darf nicht heiraten und Judas (Stamm Juda) Strafe  // 


Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; 
wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; 
wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesus recht erkennen und Gott Vater nennen. 
(Benjamin Schmolck)  



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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von geli am 16.10.2020 21:53

Burgen: Um dann ganz neue, manchmal auch ähnliche, Erfahrungen machen, leben zu können.

... leben zu können - ich lese gerade das Buch: "Die Bergpredigt aus jüdischer Sicht" von Anatoli Uschomirski. Da geht es um das Vaterunser, genauer gesagt um den Satz: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

So, wie er darüber schreibt, hat es mich sehr angesprochen.
Ich zitiere es mal aus dem Buch:

"In dieser Bitte des Vaterunsers steckt eine ungeheure Anforderung an uns, und zwar, dass wir den Menschen vergeben  müssen. Sowohl die Tora als auch das NT lehren uns, dass diese Worte mit unserer Existenz zu tun haben. Die Sünde bedeutet Tod und de Vergebung der Sünde bedeutet Leben.
Wenn wir beten: "Vergib uns unsere Sünden", dann beten wir: "Stelle bitte unser Leben wieder her!", genau so, wie ich durch die Vergebung das Leben eines anderen Menschen wieder herstelle. Das zu begreifen, bringt eine große Befreiung."

"Die Vergebung der Sünde bedeutet Leben" - dabei sagt Jesus uns, wenn wir nicht bereit sind, zu vergeben, dann kann auch unser himmlischer Vater uns nicht vergeben. Matth. 18,21-25

Manchmal ist Vergeben wirklich schwer - und manchmal ist es ein langer Prozess, bis man wirklich von Herzen vergeben kann. Aber wenn wir vergeben, bedeutet das Leben und Befreiung für uns. Und ja, es steckt auch ein "muss" dahinter - denn Jesus sagt uns ja ganz klar in dem Gleichnis: Wenn wir nicht vergeben, dann kann auch Gott uns nicht vergeben. Mit dem Maß, mit dem wir messen, wird auch uns zugemessen werden.

Uschomirski schreibt dazu noch:

""Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben" - das ist eine riskante Bitte! Denn eigentlich sagen wir Gott, dass er uns nicht vergeben soll, wenn wir den anderen nicht vergeben. Was passiert, wenn Gott uns nach dem Maß richtet, nachdem wir andere Menschen richten?"

Ja, so habe ich es bisher noch nie gesehen, aber es stimmt: "Wie auch wir"... das bedeutet, dass Gott uns so vergibt, wie auch wir anderen vergeben haben.
Bzw. in dem Gleichnis ist es ja so, dass dem ersten Knecht zuerst von Gott vergeben wurde - aber weil der Knecht seinerseits nicht bereit war, auch dem anderen seine Schuld zu erlassen, nahm Gott seine Vergebung wieder zurück. 


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Sternenreit...
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von Sternenreiterin am 16.10.2020 17:43

Bei der Überschrift muss ich immer daran denken, dass das "Muss" so eigenartig klingt.
Muss wofür? Um errettet zu sein oder zu bleiben? Um Jesus zu gefallen? Um Gottes Willen zu gefallen.?

Und was bedeutet "nicht reuen"? Dass er es nicht einsieht, dass er (oder halt sie) es gar nicht bemerkt hat? Oder dass derjenige es nicht mal als Sünde oder falsch empfindet?

Und das Dritte was mir eigentlich als "Erstes" dazu einfiel, das ist dass ich in Jesus alles darf und alles kann, nicht "muss".

Es ist doch unsere Freiheit in Jesus Christus, jedem aber auch wirklich jedem vergeben zu dürfen und zu können.
Aber ist doch auch unser Willen. Wenn wir Gottes Willen tun wollen, auch vergeben zu wollen.
Nicht Wollen im Sinne von "ja dann muss ich halt", sondern von einem Herzensbedürfnis ausgehend.
Und es ist doch auch Inhalt des Vater Unser "vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern".
Dann bete ich ja, wenn ich jemandem nicht vergebe, bei dem Vater Unser letztlich ja "wie auch wir (ich) nicht vergebe" und damit bitte ich dann darum mir NICHT zu vergeben.
Das wurde mir so wichtig bei dem Gebet des Vater Unser, dass ich sogar manchmal stocken musste, wenn ich es betete, und mir klar gemacht habe, dass ich in dem Moment wirklich JEDEM und ALLES vergebe, ohne Ausnahme.
Da heißt es nirgends "den Schuldigern die auch ihre Schuld einsehen und um Vergebung bitten bei mir".

Und zuletzt dachte ich eben daran, dass es ist wie :
"Muss ich meinen Ehepartner küssen, wenn ich verheiratet bin?"
"Muss ich meine Kinder lieben, wenn ich an Jesus glaube?"

Es ist doch ein Herzenbedrüfnis des Neuen Lebens im Herrn Jesus, anderen wirklich vergeben zu wollen.
Er ist am Kreuz gestorben, als alle noch Sünder waren ....
Das war ein "Vorschuss".

Und den geben wir daher auch an alle anderen weiter, von denen wir meinen dass sie an uns gesündigt haben.

Das ist nicht immer einfach, das kann manchmal schwer wirken für uns wie bei Corrie Ten Boom "so einfach soll das sein? Mein Vater, meine Schwester Betsie, grausam umgekommen durch Aufseher wie auch dieser, und nun soll das einfach vergeben sein?". 
Und dann wurde ihr klar, so einfach IST die eigene Vergebung bei Gott, so einfach ist auch die Vergebung der Anderen an Jesus gläubig Gewordenen und damit auch die Vergebung von Corrie gegenüber der ehemaligen Aufseherin des KZs in dem sie gequält wurde und ihre Verwandten sogar zu Tode kamen ....  und dann strömte eine Kraft in sie und hob ihren Arm .......die Kraft ist der Heilige Geist, der da wo wir zu versagen drohen aber Gottes Willen um Jesu Willen tun möchten dann unsere Kraft wird und ist.

liebe Grüße
Sternenreiterin

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.10.2020 17:49.
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