Neueste Beiträge

Erste Seite  |  «  |  1  ...  2115  |  2116  |  2117  |  2118  |  2119  ...  6951  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 69509 Ergebnisse:


Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Burgen am 10.04.2019 09:59



Heute ist ein Brief des Paulus an die Kolosser, der, meine ich, Antwort gibt auf das Thema des Johannes oben. 
Denn die Menschen, damals wie heute, beschäftigt vielfach dasselbe. 

Und in Kolosser beschreibt Paulus sein Verhältnis zu den Menschen, nachdem er von Gott/Jesus berufen worden war. 
Das ist das sogenannte "Damaskuserlebnis", nachzulesen in der Apostelgeschichte, als er die damaligen Christen umbrachte. 

Und der Johannesbrief zeigt ebenfalls auf, wie ein Christ im Alltag bestenfalls leben könnte, wenn er mit sich, mit Jesus 
und seinen Mitmenschen versöhnt ist. 

Kol 1,27 29 (Schl 2T) 
27 Ihnen (dem altt. Bundesvolk) wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. 
28 Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen. 
29 Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht. 

Kol 2,1-3
2,1 Ich will aber, dass ihr wisst, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in ... und um alle, die mich nicht von Angesicht zu Angesicht gesehen haben, 
2 damit ihre Herzen ermahnt, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters (Abba, Vater), und des Christus, 
3 in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. 

*** 
ist es nicht so,  wenn wir uns diese Verse beim Lesen verinnerlichen, wird der Heilige Geist uns durchaus den Unterschied zwischen uns und Paulus mit den Seinen aufzeigen. 
Für mich stellt sich dann die Frage, wie können wir heute diesen Reichtum heute, nach 2000 Jahren leben? Trotz all der Ablenkung unserer Zeit, und immer die Gefahr der Selbstbespiegelung unserer Person? 
Die ganze Werbung ist darauf angelegt uns samt der wechselhaften Gefühle unsererseits zu vereinnahmen, zu manipulieren und zum Kaufen anzuregen. Wer da nicht in das Gefühlsschema passt wird "gehasst".
Die Gefühle sollen glatt und schön, freudig und "wohlschmeckend" wie ein frisch gebackener Kuchenteig sein.
Aber so geht es nicht.
Nicht unsere Gefühle, Animosen und Augenwischungen sollten uns führen und leiten.

Sondern Jesus, durch sein Wort, allein.  
Er allein ist derjenige, der die inneren roten Ampeln, unsere Herzen auf "Grün" stellen kann. 
Was bedeutet das? 
Das tägliche Wort der Bibel ist die Straße des Lebens und hält uns, verändert und manchmal muss eben auf dieser Autobahn des Lebens nur Schritt gefahren werden, inklusive an manch einem Parkplatz oder am Straßenrand gewartet werden. Die Landkarte, das Gebet und Wort Gottes neu "justiert" werden. Und dann kann es weitergehen. 
In der Zwischenzeit läuft das Leben weiter, und wir sitzen wie Zuschauer manchmal weiterhin und warten, dass Gott/Jesus die Lebensampel auf "Grün" stellt. 

Auf diese Weise hat Hass, Ablehnung, zwischenmenschlicher und seelischer Kampf seine Macht über uns verloren. 

*** 
Was noch so besonders ist, finde ich, dass Paulus eine totale Kehrtwende zu seinem früheren Leben tun konnte. 
Auch konnte er durchaus seine echten Feinde erkennen und sie anheim geben. 

Antworten

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslesung (4) Der HERR richtet auf, die niedergeschagen sind __ Psalm 146,8

von Burgen am 10.04.2019 09:11



Ich bin's, dessen Hände den Himmel ausgebreitet haben und der seinem ganzen Heer geboten hat. __ Jesaja 45,12 


In Christus ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, 

das Sichtbare und das Unsichtbare, 
es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; 

es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. __ Kolosser 1,16 


Hebräer 9,11-15 
Matthäus 26,31-35 


Gott, heilger Schöpfer aller Stern, erleucht uns, die wir sind so fern, dass wir erkennen Jesus Christ, der für uns Mensch geworden ist. 
(Thomas Müntzer) 

Antworten

geli
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von geli am 09.04.2019 21:58

Volki: Denn wie oft hab ich Gebote nicht gehalten, hab ein Problem mit einem Bruder gehabt.

Ich denke, es ist noch keine Sünde, Probleme mit jemandem zu haben.
Denn es kommt darauf an, wie man mit dem Problem umgeht.

Wenn ich selbst das Problem verursacht habe, ist es am Einfachsten - finde ich jedenfalls: Dann kann ich zu der Person hingehen und um Vergebung bitten.
Wenn der andere das Problem verursacht, ist es schwieriger. 
Da würde ich zuerst einmal wegen der Sache mit Gott reden, schon mal meine Vergebung im Gebet aussprechen, und um Gottes Führung bitten.
Vielleicht ergibt sich ein klärendes Gespräch? 
Meistens sind bei Problemen ja beide Seiten beteiligt - es ist dann immer gut, wenn man sich überlegt, was man selbst zum Problem beigetragen hat. Dann kann man den Anfang machen und schon mal für seinen Teil um Vergebung bitten.

Manchmal gibt es auch Menschen, die mir schwierig sind - auch ohne, dass etwas Besonderes vorgefallen ist. 
Da kommt es schon mal vor, dass ich negative Gedanken habe. Dabei ist es meiner Meinung nach wichtig, dass man sich dessen bewußt ist und diese Gedanken zu Gott bringt und ihn um Vergebung bittet.
Auch wenn ich für diesen Menschen vielleicht nicht gerade die große (gefühlsmäßige) Liebe empfinde, so kann ich dennoch respektvoll und höflich mit ihm umgehen und ihm, wenn sich Gelegenheit bietet, Gutes tun.
Ich muss also diese negativen Gefühle nicht zum Ausdruck bringen, sondern kann mit Gottes Hilfe mit diesem Menschen genauso umgehen, als hätte ich Liebe für ihn.

LG, geli

Antworten

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Burgen am 09.04.2019 17:04

Hallo Micro,

Gefühle kommen und gehen.

Gerade in Kriegsgebieten wird uns per TV vorgeführt, wie es ist, wenn etliche Nachbarn mit denen sie in der Dorfgemeinschaft befreundet waren, plötzlich Männer, Frauen und Kinder vertreiben, töten, quälen usw.
(In unserer eigenen Geschichte war es genauso, das wird nur zu leicht in Friedenszeiten vergessen)

Wenn dann Krieg nicht mehr gespielt wird, weil Friedensvertrag ausgehandelt worden ist, die Männer wieder in ihre Häuser kommen und plötzlich leben wie zuvor, als alles in Ordnung zu sein schien.

Eine afrikanische Frau sprach über ihren Hass. Und ja, nur mit tatsächlicher Hilfe durch Gott/Jesus brachte sie es fertig, dem Nachbarn zu vergeben, der dann sogar Christ wurde. Das war für alle eine äußerst schwierige Zeit, Situation.

Sie konnten nicht einfach so tun als sei alles ein kleiner Unglücksfall und nun geht man zur Tagesordnung über.
In solchen Fällen wird gerungen mit Gott und an der Hand Jesu. Er hat ja versprochen uns nicht allein zu lassen.

König David gibt ein gutes Beispiel, auch noch bevor er sein Königtum als junger Mann antreten konnte.
König Saul wollte ihn mehr als einmal umbringen.
Und von David können wir durchaus lernen wie man sich in solchen Situationen besser verhält um nicht selbst schuldig zu werden.

Allerdings war er später ein Kriegsherr und durfte deswegen, weil er Blut an den Händen hatte, Gott keinen Tempel bauen.

Antworten

Micro
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Micro am 09.04.2019 14:16

Hallo Burgen,
man 'scannt' natürlich sein eigenen Verhalten oder tastet seine Motive ab, um vielleicht die Schwachstelle 'Liebe' oder 'Hass' zu entdecken.
Es ist natürlich schwierig, denn mit manchen kann man nicht warm werden und die haben es erfahrungsgemäß dann immer schwerer als die uns sympathischen Menschen.
Ganz besonders fällt mir dieses 'hassen' im Gebrauch der Sprache auf. Die Sprache ist quasi der Indikator für das was im Verstand und im Herz vor sich geht. Erstaunlicherweise erfährt man selbst von Brüdern, die einen unbiblischen Gebrauch der Sprache pflegen, immer wieder Rechtfertigungen für ihr Verhalten. Keine Demut, keine Einsicht, es wird die 'lockere' Zunge nicht im Zaum gehalten und Diskutierkunst über biblische Anforderungen gestellt.
Solche Brüder machen es einem schwer, sie auch nur als Brüder anzusehen. Nur wie geht man damit um? Würde man Brüder, die andere durch ihre Zunge verletzten und herabsetzen, meiden, wäre man dann nicht auch lieblos, also ohne Liebe für diesen Bruder? Oder kann man ausschließen, dass dieser Bruder überhaupt gewillt ist, christliche Grundsätze anzuwenden und somit gar kein echter Bruder ist? Befindet er sich durch seine unbeherrschte Zunge nicht schon in der Finsternis? Alles schwer zu beurteilen.

Antworten

Micro
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Micro am 09.04.2019 14:00

Hallo Volki,
umso mehr stellt sich die Frage, was der Begriff 'hassen' umfasst. Etwas weiter im Text wird schon auf die gravierende Bedeutung hingewiesen, indem gesagt wird, dass wer seinen Bruder hasst ein Totschläger sei. Außerdem ist die Assoziation mit der Finsternis ein ebenso deutlicher Hinweis auf die Schwere einer solchen Angelegenheit. Hassen im Sinne eines 'weniger lieben' würde so nicht passen, denn weniger lieben ist immer noch Zuneigung, hassen aber stets Abneigung. Wie auch immer, wichtig zu verstehen oder zu entdecken wäre, inwieweit man sich schuldig machen kann und vielleicht sogar unabsichtlich und unbewußt der Finsternis nahesteht, indem man seinen Bruder 'hasst'.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2019 14:01.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslesung (4) Der HERR richtet auf, die niedergeschagen sind __ Psalm 146,8

von Burgen am 09.04.2019 08:35



So spricht der Herr: Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern. __ Sacharja 9,8 

Jesus spricht: Die Pforten der Hölle sollen meine Gemeinde nicht überwältigen. __ Matthäus 16,18 

Hiob 19,21-27 
Matthäus 26,17-30 

Ach Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und machen, wo nicht dein Augen wachen. 
Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; 
Lob sei den starken Händen, 
die alles Herzeleid wenden. 
(Paul Gerhardt) 


Antworten

osmin

69, Männlich

  Neuling

Beiträge: 12

Re: Hallo aus der Pfalz

von osmin am 08.04.2019 21:23

Herzlich willkommen und viele Grüße aus Südhessen

Habe ich dir nicht geboten, daß du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! (Jos1,9)

Antworten

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Burgen am 08.04.2019 20:17

Ursprünglich gab es in den Schriftrollen, die die Bibel genannt wird, keine Absätze mit Überschriften.
Und so gehören Vers 1 und 2 bündig zu V 3 ff.

Das bedeutet doch, dass fehlende Liebe, Agape, zu Sünde gehört. V 1-2.
Und so nimmt Johannes diesen Gedanken auf und erklärt den Gegensatz von Liebe zu Haß.

Haß kann viele „Gesichter“ haben. Von Ablehnung, Gleichgültigkeit bis hin zu verletzenden Worten oder Gedanken.
Oftmals fühlt der andere Mensch sich abgelehnt, auch innerhalb einer Gemeinde, auf einer Gemeindefeier usw.

Was ist zu tun?

Ich denke, wenn es möglich ist, kann man für sich selbst herausfinden wollen, woran es liegen könnte,
den Bruder, die Schwester - nicht zu mögen, abzulehnen, also zu hassen, wie die Bibel es nennt.

Manchmal liegt es daran, dass man sich so ähnlich ist. Oder Neid eine Ursache sein kann.
Auch der Kleidungsstil kann dazu beitragen. Oder fehlende Zähne im Mund.

Was kann die Lösung sein?

Auf jedenfall für sich selbst bei Gott/Jesus vorstellig werden. Um Vergebung bitten.
Sich ändern lassen. Seine Gedanken bezüglich des anderen Menschen ändern lassen.

Die dazu aufkommenden Gefühle nicht unterdrücken. Sie aber auch nicht immer wieder herholen.
Für sich selbst und für den anderen um Vergebung bitten.
Die Wahrheit schenkt Freiheit. Und das bringt Freiheit. Auch im Umgang mit anderen Menschen.

Jesus selbst sagt im Evangelium: Wer Vater, Mutter, Schwester, Bruder nicht hasst, kann nicht mein Jünger sein.
Da geht es darum, dass Jesus die allererste Stelle im Leben haben will.

Antworten

Volki

63, Männlich

  Neuling

Beiträge: 20

Re: 1.Johannes 2,3-11

von Volki am 08.04.2019 20:01

Hallo Mirco,
ich hab mal gelesen, dass hassen in der Bibel nicht so zu verstehen ist, so wie es in unserer Zeit definiert wird.
Lukas14,26
Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter... dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.
Eine Antwort, die wir leicht nachvollziehen können ist die, dass übertreibende Sprache anschaulich und ein Mittel der Alltagsrhetorik (z.B. Als der Lehrer den Vokabeltest ankündigte, wäre ich vor Angst beinahe gestorben) ist.
Weil wir Jesus kennen, wissen wir, dass er „hassen" nicht wörtlich meinen kann.
Für einen Orientalen ist die Antwort aber nicht ausreichend, denn seine Sprache ist prinzipiell auf Extreme hin ausgerichtet .
Sein Denken ist stark dogmatisch und lässt wenig Raum für Graubereiche. Etwas ist entweder weiß oder schwarz.
In diesem Sinn deckt der Begriff „hassen" in der Bibel den Bereich von „etwas weniger lieben" bis „verabscheuen" ab.
Der Kontext entscheidet über die tatsächliche Bedeutung. Wenn in 1Mose 29,31 davon gesprochen wird, dass Jakob Lea „hasste" (so im Grundtext), dann ist das eine andere Bezeichnung für den Sachverhalt, der einen Satz vorher so beschrieben wird: ... er liebte auch Rahel, mehr als Lea.
Wenn ich jemanden weniger liebe, dann würde ein Orientale sagen: Ich hasse ihn. In diesem Sinn fordert Jesus in Lukas 14 zu der Entscheidung auf, wen ich am meisten lieben will. Und Nachfolge ist ein so ernstes Unterfangen, dass nur der ein Jünger sein kann,
der alle Menschen weniger liebt (= hasst) als Jesus.  (von Jürgen Fischer Berlin)

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  2115  |  2116  |  2117  |  2118  |  2119  ...  6951  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite