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chestnut
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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von chestnut am 23.09.2018 20:36

Liebe Burgen
Kannst du mir auf die Sprünge helfen?
Das Wort erstrebenswert kommt doch gar nicht vor? oder übersehe ich etwas?
Chestnut

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von Burgen am 23.09.2018 20:24

Liebe Chestnut, bitte lies dir noch einmal deinen obigen ersten Satz durch. Vertrauen in Gott ist erstrebenswert ....

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chestnut
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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von chestnut am 23.09.2018 20:18

Ja, genau genommen ist Nicht-Vertrauen in Gott Sünde, auch wenn uns das im Alltag wenig bewusst ist. Er möchte ja, dass wir in jeder Situation mit ihm rechnen. Aber Vertrauen (Glaube) ist auch eine Geistesfrucht (Gal. 5.22).

 

Vertrauen wächst also durch das praktizieren, Vertrauen wächst, wenn wir in unserem Alltag Gott erleben wie er eingegriffen hat in schwierige Situationen oder ähnliches.

Vertrauen ist aber gerade in Zeiten der geistlichen Durststrecken, wo wir Gott nicht "spüren" wichtig. Da helfen uns die Gefühle nicht weiter. Da können vielleicht Erlebnisse herbeigezogen werden, eigene oder auch solche von Menschen aus der Bibel, der Kirchengeschichte oder von Menschen, die wir kennen. Diese Erlebnisse, wie sie Gott in unmöglichen Situationen vertraut und auf ihn gehofft haben, können uns ermutigen und wir können sie selbst als Beispiele nehmen: So wie du Abraham durchgetragen hast, oder David dann und dann, so kannst du auch mich durchtragen.

Da genügt das Gefühl eines Erlebnisses nicht mehr, da wird Glaube geprüft. Trotzdem denke ich, dass die Erinnerung z.B. an den Frieden von damals, als alles drunter und drüber ging, hilfreich sein kann, im Sinn von "... du bist der Gott meiner Väter, du änderst dich nicht; und dir vertraue ich jetzt, egal wie es grad um mich herum tobt."

Das letzte ist dann die Umsetzung im Alltag, zugegeben nicht immer nur einfach.

Liebe Grüsse
Chestnut

 

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.09.2018 20:59.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von Burgen am 23.09.2018 20:17

V23 ist eingebunden in v16 bis 23
Und besonders geht es doch auch einerseits um das Gewissen. Hier bezüglich der Speise und das Richten.

V22 Du hast Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott ! Glückselig, wer sich nicht selbst verurteilt in dem, was er gutheißt !
V23 Wer aber zweifelt, der ist verurteilt, wenn er doch isst, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber. Was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.

V20 Zerstöre nicht wegen einer Speise das Werk Gottes ! Es ist zwar alles rein, aber es ist demjenigen schädlich, der es mit Anstoß isst. ...

Ist denn hier gemeint, dass das, was man isst, also Fleisch, evtl. Götzenfleisch, austauschbar mit dem Erleben Gottes sowie begleitende oder auftretende Gefühle im Alltag. ?
So wie ich das verstehe, eher nicht.

Gruß
Burgen

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Pal

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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von Pal am 23.09.2018 17:49

Chestnut: Wenn ich Pals Text nochmals lese, denke ich, es geht nicht um das "besondere Erlebnis" an sich, sondern um die Wirkung dessen auf unseren Alltag.

Ja, so kann man es gedanklich auch weiterführen.
Denn jedes Gotterleben, ob großartig oder "alltäglich" ist schlußendlich irgendwo absolut besonders, eben göttlichen Ursprungs.
===========
Solana: Das muss nicht immer Sünde sein. Manchmal ist es bspw auch fehlendes Vertrauen, das die Sorgen stärker und drückender werden lässt als den Frieden und die Freude. ...

Ja, aber ist fehlendes Vertrauen / Glaube nicht gerade auch Sünde-pur?
Röm 14:23 ... Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.


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chestnut
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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von chestnut am 23.09.2018 17:19

Wenn ich Pals Text nochmals lese, denke ich, es geht nicht um das "besondere Erlebnis" an sich, sondern um die Wirkung dessen auf unseren Alltag.

Das kann ein ganz normaler Gottesdienst sein, wo mir ein Gotteswort neu aufgegangen ist und es mich über die kommenden Monate hindurchträgt. Es sind doch die Augenblicke der Begegnung mit Gott, die uns berühren. Für die einen sind sie "spektakulär" für die anderen "völlig gewöhnlich" und doch speziell, weil wir von Gott berührt worden sind.

Oder wie Burgold mal schrieb, ein Regenbogen als Zeichen des Bundes Gottes, z.B. gerade dann gesehen, wenn wir irgendwo "im Keller" sind und uns der Regenbogen daran erinnert: Ich lasse dich nicht fallen, ich bin bei dir. So ein Erlebnis kann doch auch unsere Gottesbeziehung auf eine besondere Art prägen, weil Gott uns in dieser Situation besonders gross geworden ist.


Liebe Grüsse
Chestnut

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solana

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Re: Große Kredite - als Christ verwerflich?

von solana am 23.09.2018 17:17

Hallo Toasti

Ich würde in dem Fall abwägen und zusehen, dass die Kreditrückzahlungen nicht das überschreiten, was du bisher an Kaltmiete zahlst. Es sei denn, du hast am Monatsende immer mehrere Hundert Euro übrig und das bleibt voraussichtlich weiterhin so, dann kannst du natürlich etwas höher gehen.
Aber das, was du normalerweise an Kaltmiete zahlst, ist ja sowieso fällig, ob du es nun an den Vermieter bezahlst oder als Rate an die Bank.
Wenn du also ein Haus findest, das so finanzierbar ist, würde ich zuschlagen.
Allerdings können auch die fixen Nebenkosten in einem Haus höher sein, wenn du bisher in einer Wohnung gewohnt hast. Das musst du dann auch mit berücksichtigen.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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chestnut
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Re: Große Kredite - als Christ verwerflich?

von chestnut am 23.09.2018 17:00

Hallo Toasti


Die Frage einfach pauschal zu beantworten, denke ich, wird den einzelnen Situationen nicht gerecht.
Wenn ich an ein Eigenheim denke, so denke ich an eine Familie mit sechs Kindern, das war vor rund 20 Jahren. Klar, soviele Kinder in einer Familie ist wohl eine Seltenheit. Aber schon nur eine Wohnung finden, wäre echt schwierig. Deshalb haben sie sich für einen Hauskauf entschieden. Das finde ich in diesem Fall vernünftig.

Bei einer Hypothek gibt es ja ziemlich strickte Vorgaben, d.h. die Bank schaut genauer hin, ob die Rückzahlungsmöglichkeit gegeben ist. Und als Rücklage für den Zins hat sie das Haus.

Anders ist es bei den Kleinkrediten, die ja auch grössere Summen ausmachen können. Da ist die Garantie der Rückzahlung nicht so "eindeutig" gegeben wie bei einem Haus, deshalb sind die Zinsen auch um einiges höher. Die Bank gleicht also das Risiko durch einen verhältnismässig grossen Zinssatz aus.

Wenn ein Kredit nur zur Befriedigung von irgendwelchen "unbegründeten" Bedürfnissen wie z.B. beim Kauf eines Neuwagens um vor anderen gut dazustehen aufgenommen wird, ist meiner Meinung nach die Sache "verwerflich", um dein Wort wieder aufzunehmen.
Angenommen eine grosse Familie kauft sich aber einen Kleinbus auf Pump (Kredit), vielleicht sogar noch einen Gebrauchtwagen, dann sieht die Sache für mich doch noch etwas anders aus.

Liebe Grüsse
Chestnut

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chestnut
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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von chestnut am 23.09.2018 16:32

Liebe Cleo


Es geht doch überhaupt nicht um eine Bewertung des Christseins, sowas wäre doch in sich schon falsch und anmassend. Niemand hat hier auch je behauptet, weil er ein besonderes Erlebnis mit Jesus hatte, sei er ein besonderer Christ, oder besser als jemand anders, oder ähnlich. Das wäre dann wirklich Hochmut pur und hätte nichts mehr mit Demut zu tun. Das wäre über andere richten, *ich bin besserer Christ als du*. Und sowas darf sich ein Christ nicht anmassen, das ist Sünde.


Ich nehme mal als Beispiel dieses Erlebnis der Emmausjünger und versuche, das "besondere Erlebnis" da zu finden:
Da ist auf der einen Seite das rein menschliche Erlebnis: Sie sind traurig, niedergeschlagen, verstehen die Welt und Gott nicht mehr. Sie sind unterwegs und da gesellt sich ein Unbekannter zu ihnen. Es zeigt sich, dass er sich bestens auskennt in den Schriften der Bibel.

Im Nachhinein stellen sie fest, dass "ihr Herz gebrannt hat", als Jesus ihnen (da noch unbekannt) die Schriften über die Auferstehung erklärt hatte. Vielleicht könnte man dies als "tiefes inneres berührt sein" bezeichnen, weil sich Jesus gerade ihnen beiden, die nicht mal zu den Zwölfen gehört haben, angenommen hat und ihnen dies erklärt hat - nicht Petrus und Johannes, sondern ihnen, zwei völlig unbedeutenden Personen.

Sie hatten überhaupt nicht mit einer Begegnung gerechnet mit Jesus, wie auch. Er war ja tot.
Sie spürten, er liebt sie so sehr, dass er ihnen persönlich nachgeht, ihnen ihre ganz persönlichen Fragen beantwortet. Schon nur das ist ja überwältigend, wenn jemand erlebt, Jesus hat mir meine tiefsten, persönlichsten Fragen, auf die ich keine Antwort wusste, beantwortet. Das muss einfach überwältigend gewesen sein und ein tiefes Glücksgefühl ausgelöst haben.

Ich bin sicher, diese beiden Männer waren nicht nur auf einer seelischen Ebene berührt, sondern dieses Erlebnis hat ihren Glauben auch in einer besonderen Weise geprägt. Wenn sie später an dieses Erlebnis zurückdenken, dann ist und bleibt es ein Erlebnis, wo sie Gottes Liebe für sie persönlich in ganz besonderen Art erlebt haben.

Liebe Grüsse
Chestnut

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Pal

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Re: Glaube und Gefühl - Gott spüren und erleben im Alltag

von Pal am 23.09.2018 16:15

Cleo: Wenn man also solche Gefühle nicht hat- bedeutet das dann automatisch, dass man eine schlechte Beziehung zu Gott hat? Also im Umkehrschluss. Ich selbst denke das nicht.

Ich denke das auch nicht!
Cleo: Lieber Pal, ich interpretiere die Geschichte aus Lukas 24 anders.

Das dachte ich mir!
====
Salona: Oder ob wir auch vollauf zufrieden und in derselben Gewissheit und Zuversicht in Frieden und Freude im Alltag leben können, wenn das Besondere ausbleibt?

Das ist tatsächlich eine sehr schwere Frage! -
Ich denke schon, das es beim Ausbleiben, irgendwie von Gott selbst kompensiert wird, das der Mensch dann trotzdem, mit Freude seinen Lebensweg gehen kann, obwohl das Besondere (hier ein im Nichts verschwindender Phillipus) wieder weg war und nie wieder kam:
Apg 8:39 Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des HERRN Philippus hinweg, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich.
Also nur so ev. vergleichbar...
Auf der anderen Seite, erzeugt Gott doch nie etwas überaus menschlich, unfaßbar Besonderes ohne damit eine Absicht und ein Ziel zu verfolgen? -Oder?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.09.2018 16:15.
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