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nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von nennmichdu am 25.08.2017 06:51Guten Morgen liebe Leser,
ich möchte versuchen dieses Thema noch ein wenig tiefer zu beleuchten. Um halt zu vermeiden - wie es mir oft passiert ist - nicht vorschnell eine vermeintliche Erkenntnis festzuhalten, die sich dann später als nicht brauchbar und stichfest erweist.
Beim Thema Gewissen, dem was ich wissen kann inwieweit mein Handeln gut oder böse zu nennen ist, stoße ich in der Bibel unweigerlich zuerst auf die Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden.
Und mir fiel zu diesem Thema ein, das Jesus, als ganzer (vollkommener) Mensch und ganzer (vollkommener) Gott auch in seinem Wandel als Mensch auf der Erde Gehorsam lernte, an dem was er litt. Und in Jesaja wird propethisch von Jesus gesprochen, das der Knabe erste lernen musste Gutes von Bösem zu unterscheiden (Jesaja 7,14-16)
Von Adam und Eva hieß es anfangs, das sie nackt waren und sich nicht schämten. Nach dem ersten Akt des Ungehorsames im Essen vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösens schämten sie sich zuerst Angesichts ihrer Nacktheit (flochten sich Feigerblätter) und fürchteten sich dann, als sie die Stimme Gottes hörten.
Die Erkenntnis von Gut und Böse fängt also damit an, das ich mich als "nacktes" blosses Individum begreife, was nun - im Wunsch,selbst so zu sein wie Gott - sich als hilfloses nacktes Wesen begreift - welches Schutz und Deckung (Bedeckung) bedarf.
Sich dann zu fürchten vor der Stimme Gottes zeigt mir, das eine Entfremdung zu Gott hier nun eingetreten ist. Adam und Eva wollten selbst so sein wie Gott, erkannten aber das sie hilfsbedürftig und nackt sind und sehen sich jetzt der Vorstellung ausgesetzt, Gott gegenüber zu treten, der eigentlich ihr Schirm und Schutz bislang war. Sie wussten um den Gedanken des unweigerlichen sterbens und des Todes, den Gott ihnen in der Verbindung mit dieser Situation warnend angekündigt hatte.
Diesem wollten sie nun aus dem Wege gehen. Und hier löste die Nähe und das Suchen Gottes (Adam - wo bist du?) Furcht aus.
Ich möchte allerdings nicht in Edenn (die Bibel tut dies übrigens auch nicht) von Schuld sprechen (dieser Begriff fällt erst bei Kain). Sondern von einem sich von Gott entfernen und abwenden - aus dem heraus dann (bei Kain) Schuld erwächst (gegenüber seinem Bruder Abel).
Vielleicht soweit hier meine Gedanken zu diesem Thema. Wobei es mich natürlich interessiert, inwieweit ihr sie teilt und mir folgen würdet.
liebe Grüße
Thomas
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Rapp am 24.08.2017 20:23Ihr Lieben,
eben habe ich mich durch diesen Thread durchgeboxt. Ja, so kommt es mir vor. Vor mir stehen einige Fragen:
Was ist die Autorität in meinem Leben? Gilt für mich Gottes Wort als die Instanz, nach der ich mich richte? Oder gelten für mich menschliche und meine eigenen Vorstellungen als Maßstab? Mit dieser Frage unterstelle ich niemandem irgendetwas. Ich wage schlicht zu fragen, wie das einmal Elia tat: Ist der Herr Gott dann folgt ihm nach, ist es aber Baal, dann folgt doch ihm... Behauptet mir nun nicht, dass ich euch Götzendienst unterstelle. Ich will euch nur zeigen wie rechthaberisch euer Schreiben bei mir ankommt.
Ich habe nun eine ganz dringende Bitte: bleibt sachlich und bleibt beim Wort der Bibel. Das verlangt Gottes Wort klar von uns.
Eines ist ganz sicher: Wenn ich seine Stimme nicht deutlich vernehmen kann liegt das sicher nie an Gottes Aussprache sondern an meinen Ohren: die sind dann wohl auf vieles, nur nicht auf Vater und seine Meinung ausgerichtet... Vater spricht aber in jedem Fall Klartext, den ich so nehmen kann wie er es sagt.
Willy
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von nennmichdu am 24.08.2017 19:55Hallo Burgen,
ich hätte mich ja mehr gefreut, wenn du auf meine letzten Gedanken zu diesem Thema eingegangen wärest.
Wie kommst du dazu, das unser Gewissen mit der Gerechtigkeit Gottes zu tun hat?
Und ab wann und woran können wir denn wissen, was Recht oder Unrecht ist - wenn es uns nicht zunächst jemand mitteilt oder erkennbar werden lässt?
Eine Definition zum Begriff Gewissen fand ich in Wikipedia:
Das Alte Testament kennt kein eigenes Wort für Gewissen. Vielmehr werden die Funktionen des Gewissens dem „Herzen" oder manchmal den „Nieren" als dem Inneren des Menschen zugeordnet. Dabei bezeichnen das Herz als der Ausgangspunkt guter wie böser Taten mehr die verstandesmäßige, die Nieren mehr die gefühlsmäßige Komponente des Gewissens. Bsp: 2.Sam 24,10: „nachdem David das Volk gezählt hatte, schlug ihm das Herz (= das Gewissen)". In Jeremia 12,2 werden die Gottlosen beschrieben: „Du bist nur ihrem Munde nahe, aber fern von ihren Nieren", d. h., sie reden zwar von Gott, aber ihre innersten Entscheidungen und Gefühle wollen sie nicht von ihm beeinflussen lassen. Im Neuen Testament werden die Bezeichnung Herz und parallel dazu der griechische Begriff syneidēsis = Mitwisser, Gewissen (ca. 30 *) verwendet. In Röm 2,15 wird anschaulich beschrieben, was im Gewissen vor sich geht: „Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es in ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen."
Kannst du mir diesbezügliche Stellen in der Bibel vor Augen führen? Sie sind mir nämlich nicht bekannt....
Das wäre schade. Denn so ein großes wichtiges Thema lässt sich doch viel besser im Dialog eroieren, als bei einem einsamen Spaziergang. Nicht das hier Gott auch Dir Erkenntnis schenken könnte. Doch sollte dann eine Erkenntnis auch der kritischen Betrachtungen anderer Menschen standhalten können.
Gruß
Thomas
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von Burgen am 24.08.2017 19:27Vorhin während des Spaziergangs dachte ich über dies Thema nach.
Und kam zu dem Schluss, dass das Gewissen mit der Gerechtigkeit Gottes zu tun haben könnte.
Denn vom AT wissen wir, dass Gott ein sehr, ausserordentlich gerechter Gott ist.
Und er ist äusserst gnädig.
Und so hat er uns einen Seismographen eingearbeitet, sodass wir wissen und spüren können, was recht oder unrecht gehandelt ist.
Das schlägt sich meist im Gefühl und körperlich mit.
Bei Adam war später die Angst, dass er umgebracht werden könnte und so bat er Gott um Hilfe, die bekam er.
Aber ich verlasse das Thema jetzt.
Gruss
Burgen
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von nennmichdu am 24.08.2017 16:32Hallo Burgen,
ich versuchte darzustellen, das die Identifikation Adams und Evas mit den Gedanken der Schlange (des Satans) das Erkennen des Bösen beinhaltet, welches Gott dann damit feststellt ( siehe, sie sind geworden...). Also nicht die Kenntnis des Gebotes allein, die allein den Weg dahin vor Augen stellt (wenn..., dann wirst du sterben).
Für uns gefallene Menschen außerhalb Edens, die wir von unserer alter Adamsnatur von Grund auf Böse sind, gilt es dann - am Vorbild, und nicht anhand von Verboten) zu lernen das Gute zu erwählen und das Böse zu verwerfen.
Da ich aber von Natur aus dieses Gute dann zwar allenfalls noch tun möchte, aber wie Paulus in Römer 7 schließt nicht vollbringen kann, bedarf ich hier einer Wiedergeburt (eines Fleischern es Herzens und eines neuen. Eständigen Geistes).
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von Burgen am 24.08.2017 15:41Mein Beitrag ist leider verschwunden.
Gott hat uns, bzw. A u. E selbst geschaffen. Nach seinem Bilde. Gott ist meiner Meinung nicht ein 2D Gott.
So auch nicht der Mensch.
Die Seele der Menschen sowie der Tiere können gebrochen werdeñ.
Macht, Gewalt, Missbrauch brechen die Seele und können verhindern, dass jemand sein Gewissen noch spüren kann.
Ein Mensch muss nicht erst seine Hände in eine Schlangengrube strecken, um zu erfahren und zu wissen,
das es eine böse Überraschung geben wird.
Manche Menschen, die nach unseren Maßstäben, nicht gebildet sind, haben durchaus ein sehr feines Gewissen für gut und böse, richtig und falsch.
Das Gewissen hängt eng mit der Seele und den Gefühlen, sowie Organen zusammen.
Und mit der Charakterbildung.
Je mehr wir aus Glauben leben, desto feiner wird der Heilige Geist das Gewissen schulen.
Gruss
Burgen
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Henoch am 24.08.2017 14:40Hallo Solana,
ja, da hast Du recht. Wir sollen uns kein schlechtes Gewissen machen, wenn wir sicher sind, gemäß Gottes Willen zu handeln. Was ich meine, "Ein jeder sei seiner Meinung gewiss" gilt im Zusammenhang mit Essen, Feiertagen und Festzeiten. Und es wird gerne "übergreifend benutzt", so als Totschlagargument.
Aber wir sind OT.
Ich sehe es wie Lila, als Christ ist man bei Korrektur nicht beleidigt, auch wenn mal das "wie" verbessert werden kann.
Aber dennoch hast Du recht, dass man darf Motive und Herzensangelegenheiten nicht beurteilen oder gar richten darf.
So meine ich, es ist wichtig zurechtzuweisen, also zu sagen, wo man denkt, es wäre so nicht schriftgemäß, und zugleich darf man nichts unterstellen.
Aber ich krieg das auch nicht immer hin.
Henoch
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Ein reines Gewissen
von nennmichdu am 24.08.2017 13:25Hallo Beroeer,
An einem Gebot - was ich nicht tun sollte - allein, kann ich noch nicht erkennen/erfahren, was eine Übertretung tatsächlich beinhaltet und zur Folge hat.
Auch Gott stellte erst nach der Übertretung Adams und Evas fest, das sie nun eine Erfahrung gemacht haben:
zu etwas geworden sind...
geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses.
Um etwas zu erkennen: Gutes - im Vergleich zu dem Bösen - mit dem sie sich identifiziert hatten, indem sie der Schlange folgten...
Vor der Übertretung hatten sie zwar das Gebot - was sie durch die Schlange erweckten Begierden dann reizte, dieses zu übertreten (die innewohnende Sünde, die sich am Gebot reibt - und die ohne Gebot als solche gar keine Angriffsfläche hat, keine Möglichkeit sich zu zeigen... - wenn alles erlaubt ist...- es kein Gebot gibt...) -
aber dieses Gebot von Gott allein versetzte sie noch nicht in die Lage, Gutes von Bösem zu unterscheiden.
Aus welchen Bibelstellen willst du dies ableiten? Wenn erst nach dem Sündenfall überhaupt von einem Gewissen -- sie schämten sich --- gesprochen wird?
Und zuvor berichtet wird, sie schämten sich nicht....
Aber dieses sich nicht schämen vor dem Sündenfall zeigt noch nicht, das sie auch in der Lage waren zu ermessen, was Gut und Böse überhaupt bedeutet. Gut kann für mich nur eine Bedeutung und einen bestimmten Wert haben im Vergleich mit dem was nicht gut ist. Was Böse ist.
Auch verstehe unter demWort Erkennen - so wie es in der Bibel auch in der Vereinigung von Frau und Mann verwendet wird --- er erkannte seine Frau und sie wurde schwanger.... -- mehr als nur ein theoretisches Wissen um etwas. Um ein Gebot.
Es gibt keine Hinweise in der Bibel und keine logisch nachvollziehbaren Gründe, das sie überhaupt hätten gewarnt werden können.
Und die Frau sah das von dem Baum gut zu essen wäre -- und sie aß....
Da steht nichts von einem inneren Zögern in Verletzung eines Gewissens - im Blick auf das Gebot Gottes....
Wie kommst du darauf? Festlegen, was für den Menchen nicht gut ist, tut Gott doch durch das Gebot: Du sollst nicht davon essen...
Aber dieses dann auch persönlich erkannt zu haben, stellt Gott bei Adam und Eva erst nach der Übertretung fest.
Thomas
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von solana am 24.08.2017 13:25Röm 14,5 Ein jeder sei seiner Meinung gewiss.
Oh, das höre ich oft...ich denke aber, es bedeutet nicht, dass wir uns gegen andere Meinungen verschließen dürfen. Denn es heißt auch, dass ein jeder alles prüfen und das Gute behalten soll.
Hallo Henoch
Ich verstehe diesen Vers so, dass wir uns nicht die Meinung anderer verunsichern lassen sollen und uns ein schlechtes Gewissen einreden lassen sollen, wenn wir - nach der Erkenntnis, die Gott uns geschenkt hat - richtig handeln.
Und dass wir im Zweifel die Sache vor IHN bringen sollen und nicht denken: ich muss so leben, dass ich allem genüge, was irgendwelche Geschwister als Massstab ansehen - auch wenn es mir nicht einleuchtet und auch wenn ich von Gott in dem Punkt eigentlich die Bestätigung habe, dass das so richtig ist, wie ich das mache.
Ich bin überzeugt, die kritisierenden Geschwister meinen es gut.
Aber nicht sie und ihre Meinung sind meine letzte Instanz, sondern Gott selbst.
Und wenn ich offen und bereit bin für seine Korrektur, dann brauche ich mich nicht verunsichern zu lassen dadurch, dass ein anderer vielleicht eine Bibelstelle anders versteht und mein Interpretation und mein Verhalten falsch findet.
Kol 2,16 So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats.
Diejenigen, von denen hier die Rede ist (die "ein schlechtes Gewissen" zu machen versuchen) haben es bestimmt in bester Absicht getan und es gut gemeint.
Und ich finde es auch gut, wenn wir uns darüber austauschen und jeder seine Sicht der Dinge darlegt und begründet.
Wenn aber der andere "seiner Meinung gewiss ist" und dabei bleibt, dann sollten wir nicht die Brechstange zücken und ihm ein schlechtes Gewissen einreden, ihm Ungehorsam und unlautere Absichten unterstellen.
Sondern die Fragestellung Gott übergeben und ihm vertrauen, dass er jeden richtig führen wird, der sich mit der Bitte um Erkenntnis und Weisheit in einem bestimmten Problem an ihn wendet .....

Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Dürfen Christen Blut essen ?
von Henoch am 24.08.2017 12:54Hallo Solana,
Röm 14,5 Ein jeder sei seiner Meinung gewiss.
Oh, das höre ich oft...ich denke aber, es bedeutet nicht, dass wir uns gegen andere Meinungen verschließen dürfen. Denn es heißt auch, dass ein jeder alles prüfen und das Gute behalten soll.
Erst nachdem ich geprüft und geprüft und geprüft habe, kann ich sagen, ich bin meiner Meinung gewiss, ohne zugleich gleichgültig zu sein gegenüber dem Wort Gottes.
Deshalb bin ich nicht empfindlich, wenn einer seiner Meinung gewiss schreibt,.... und leider auch eine von denen, die so schreibt, als wüsste sie alles, zumindest dann, wenn ich geprüft und geprüft und geprüft habe. Denn dann soll ich es ja auch, mir gewiss sein, und das darf auch zum Ausdruck kommen, nicht zuletzt durch biblische Nachweise...
Henoch

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