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Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Merciful am 28.05.2017 13:12Ich möchte gern noch einmal auf das ursprüngliche Thema dieses Threads zurückkommen.
Wie gehen wir damit um, wenn wir als wiedergeborene Christen dennoch das Böse in uns wahrnehmen?
Paulus schrieb an die Korinther, der Mensch in Christus sei eine neue Kreatur, das Alte sei vergangen.
Was aber nun, wenn die neue Kreatur in Christus die Erfahrung macht, dass das Böse noch immer da und vorhanden ist?
Ich persönlich habe rund 2 Jahrzehnte gebraucht, um zu lernen, das Böse zu ignorieren.
Vielleicht trifft es die Sache, wenn ich schreibe, dass ich das Böse dulde; aber ich schenke ihm keine Beachtung.
Über Jahre hinweg irritierte es mich sehr, das Böse in mir wahrzunehmen.
Ich untersuchte es, setzte mich damit auseinander, dadurch aber wurde es nur noch schlimmer.
Es war zum Verzweifeln.
Dann lernte ich, das Böse zu ignorieren.
Bei der kleinsten Wahrnehmung blendete ich es aus, gab ihm keine Nahrung.
Vielmehr lernte ich, auf Jesus zu sehen und mich an sein Gebot zu halten.
Mehr und mehr machte ich die Erfahrung, dass der Friede in mein Herz einzog.
Das Böse in mir nehme ich nach wie vor wahr, aber eher so, wie aus der Ferne.
Ich gestatte ihm nicht mehr, mein Denken, Wollen und Fühlen zu vereinnahmen.
So achte ich darauf, in Christus zu bleiben.
Ich bin mir aber stets der lauernden Gefahr bewusst, dass ich falle, dem Bösen verfalle.
Daher wird mir momentan das Wort Jesu bedeutsam, wenn er mahnt, wachsam zu sein und im Gebet nicht nachzulassen.
Im Glauben zu bleiben, verankert und gegründet im Gebot Jesu und seiner Kraft.
Merciful
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von solana am 28.05.2017 11:30Noch eine Nachtrag, abgetrennt, damit's nicht wieder so lang wird:
Wir Menschen haben ja nicht sehr viele Möglichkeiten, Gott auf seine Liebe zu antworten und unseren Dank iauszudrücken, die über Worte hinausgehen.
Die wichtigste Möglichkeit sehe ich darin, dass wir ihm vertrauen und dieses Vertrauen zeigen, indem wir uns von Sorgen, Ängsten und Zweifeln distanzieren.
So wie es im AT immer wieder heisst: Ps 27,14 Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Oder im NT: 1Thess 5,16 Seid allezeit fröhlich,
17 betet ohne Unterlass,
18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
Nicht dass wir das aus unserer eigenen Kraft schaffen würden - aber indem wir wenigstens nicht noch die Handbremse anziehen und uns von Zweifel, Unsicherheit und Ängsten gar nicht wirklich distanzieren wollen ....
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 28.05.2017 11:30Sonntagsbedeutungsvers
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,3
Wochenvers
Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. / Johannes 12, 32
(Wer ist gemeint mit "alle"? - Die, die Gott-Jesus lieb haben, zu ihm rufen?)
Losung
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. / Psalm 10,14
Jesus ließ die Menge zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes
und machte gesund, die der Heilung bedurften. / Lukas 9,11
Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und einem jeden als Freund begegnen ist deine Lust. / BG: Christian Gregor/
Evangelium Johannes 15, 26-16,4
Epistel Epheser 3, 14 -21
Predigt Johannes 7, 37 -39 Psalm 27
**********************************************************************************
Gestern fand ich für Seele, Körper und Geist die Tageslese hochinteressant.
Offebbarung 4, 1-11
Es wird alles so wunderschön beschrieben wie es ist und einmal sein wird.
Besonders ansprechend war die Beschreibung der Wesen mit Gottes Augen, selbst die Flügel waren voll von Gottes Augen.
Die Augen Gottes waren ständig in Bewegung, voller Energie, wie wir heute oft sagen.
Im Gegensatz zu einem blinden Menschen, deren Augen leblos erscheinen.
Und was können die weltlichen Augen alles sehen? In der TV-Zeitung wurden Satelliten beschrieben,
die derart hochauflösende Bilder liefern, dass das Wachstumder Bäume zu sehen ist, oder bei den Wolkenkratzern (welch ein Ausdruck!) die Bewegungen, Risse, Schieflagen usw. festzustellen sind.
Es wurde so beschrieben, dass festgestellt werden kann, wo und ob irgendetwas, mit menschlichen Augen unsichtbar, repariert werden sollte.
Dabei war letztendlich eine ähnliche Bilderfolge wie bei einer Aufnahme des Gefäßsystems des Menschen oder Tiere zu sehen.
Wenn ich soetwas lese und höre, kommt mir immer in den Sinn das 'Vater unser' :
wie im Himmel - so auf Erden
Lob Dank, Preis und Ehre sei unserem Gott, Herrn und Heiland Jesus Christus !!!
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von solana am 28.05.2017 11:26Ja, ich verstehe die Gefahr! Thanx!
Hallo Pal
Ich möchte noch ein bisschen genauer erklären, warum ich es so schlecht finde, Zweifel als "gut" zu bezeichnen.
Was wir als gut empfinden, davon distanzieren wir uns nicht, das akzeptieren wir und dem geben wir Raum in uns, so dass es wachsen und unsere Gefühle beherrschen kann und unsere Gedanken steuern .....
Paulus hat ja auch die "Bedrängnisse" gerühmt, die ihm seine Schwachheit vor Augen geführt haben und die ihn ganz auf Gottes Kraft zurückgeworfen haben (Röm 5,3 ff).
Aber, was er daran rühmt, ist nicht, dass sie ihn an Gott zweifeln lassen, sondern dass sie Geduld, Bewährung und Hoffnung bringen - denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Und diese Liebe wird in den Bedrängnissen und der eigenen Schwachheit erfahren.
Deshalb sind sie gut und "rühmenswert".
Aber Paulus rühmt nicht die Zweifel, die dabei aufkommen können. Sondern die Beständigkeit und den um so mehr gefestigten Glauben, der aus dieser Erfahrung (dass Gottes Kraft gerade in unserer Schwachheit besonders mächtig wirkt) entsteht.
Um dahin zu kommen, müssen wir die Zweifel und die Unsicherheit loslassen. Was wir aber gutheissen, bei dem tun wir uns schwer, loszulassen (s.o.) ....
Du hast diese Stelle angesprochen: Mk 9,24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Ja, so hat der Vater des Kindes gebeten. Aber Gott kann nur dem "Unglauben" helfen, wenn jemand auch bereit ist, die Zweifel loszulassen.
Wir können nicht bitten: "Gott, bitte bring mich vorwärts" - und gleichzeitig die Handbremse anziehen und sie nicht lösen wollen ....
Wir schaffen es von uns auch nicht, Ängste, Zweifel und Unsicherheit zum schweigen zu bringen.
Aber wenn wir uns mit der Bitte an Gott wenden, dass er unserem Glauben helfen soll - gegen alle Zweifel und Unsicherheit - dann müssen wir auch innerlich bereit sein, sie wirklich loszulassen und die "Bremse" nicht umklammern.
Und dafür müssen wir uns innerlich distanzieren, was bedeutet: sie nicht gutheissen.
So sehe ich das.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Burgen am 28.05.2017 11:00Die klugen und törichten sind ein 2000 jähriges Beispiel des Glaubens und der Gnade Gottes aufgrund der Vergebung der Sünden.
Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Frieden.
Sich ständig zu sorgen ist demnach nicht förderlich und schenkt keine Freiheit in Gottes Reich.
Das Gebet des Franz von Assisi istsehr hilfreich.
Darin heisst es u.a.'hilf mir, das eine vom anderen zu unterscheiden'
Der Glaube, Jesus in uns, zeigt sich oft, dass die Emotionen zu bestimmten Wahrheiten fehlen. Wir also einen Schritt des Glaubens tun, ohne fühlen ob richtig oder falsch. Dabei hängen wir wie am roten Wollknäuel an Jesus.
Das sind so Bilder die mir oft hilfreich zur Seite stehen.
Denn, wer Jesus liebt, befindet sich im Reich Gottes, obwohl oder auch, weil, er ein Fremdling in der Welt ist.
Daran heißt es m.M. nach ohne wenn und aber festzuhalten und die Gedanken darauf auszurichten, auch wenn die Gefühle, Emotionen, eine andere, mir bekannte Sprache zu sprechen scheinen.
Gruß
Burgen
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Pal am 28.05.2017 09:51Dazu ist mir noch aufgefallen- vielleicht hilft dir das ja auch- selbst wenn du die Jungfrauen ansprichst- sie sind es. Kluge oder Törrichte. Sie sind es, sie verändern sich nicht ständig in die jeweilige Gegenseite.
Liebe Cleo, wie meinst du das? Was sind sie? -
Die Törichten sind und bleiben die "Raupen", auch wenn sie sich denken, Schmetterlinge zu sein.
Die Klugen sind einfach Schmetterlinge. -
Oder nicht? -
Von echter Veränderung kann bei den Törichten ja gar keine Rede sein. Oder?
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Cleopatra am 28.05.2017 08:31Hm, also mir kommen die Beiträge auch sehr nach Angst machen vor.
Vielleicht eben wegen der extremen Vormulierung. Hatte ich dir ja schonmal gesagt.
Aufmerksamkeit ist immer gut, aber Zweifel sähen und Angst- nein, das hat nennmichdu schön geschrieben- das brauchen wir als Kinder Gottes nicht. Wir dürfen uns nämlich freuen.
Dazu ist mir noch aufgefallen- vielleicht hilft dir das ja auch- selbst wenn du die Jungfrauen ansprichst- sie sind es. Kluge oder Törrichte. Sie sind es, sie verändern sich nicht ständig in die jeweilige Gegenseite.
Und ich fände es schade, wenn wir uns ansehen und nur als schlecht böse und so sehen.
Nein, Gott hat uns doch da raus geholfen.
Dann dürfen wir uns doch freuen und Gott danken.
Wie eben der Schmetterling, der nun fliegen und Nektar sammeln kann.
Es bringt nichts, immer nur sich dann als damalige Raupe zu sehen und dann nur rumzukriechen und dementsprechend nur Blätter zu essen.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 28.05.2017 08:03Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen; sei mir gnädig nach deinem Wort.
Ich bedenke meine Wege und lenke meine Füße zu deinen Zeugnissen.
Ich eile und säume nicht, zu halten deine Gebote.
(Psalm 119, 58-60; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Pal am 28.05.2017 06:51Muß ich also ängstlich darauf bedacht sein, nicht aus der Gemeinschaft mit Gott zu fallen, da ich sonst verloren gehen könnte?
Nein, ich darf vielmehr ermutigt sein, in der Gemeinschaft mit unserem Herrn freiwillig zu bleiben, weil es mir dort gut gehen wird. Diese stets neu zu suchen. Nicht aus Angst sonst verloren gehen zu können. Diese Angst brauche ich nicht haben als Kind Gottes.
Ich möchte diese Ausssage auf die bevorstehende, spannende Entrückung umdichten: (jetzte nur so nebenbei)
Muß ich also ängstlich darauf bedacht sein, nicht mit Gott bei der Entrückung zu sein, da ich sonst verloren gehen könnte?
Nein, ich darf vielmehr ermutigt sein, wegen der Gemeinschaft mit unserem Herrn freiwillig mitzugehen. Diese Gewißheit stets neu zu suchen. Nicht aus Angst sonst verloren gehen zu können. Diese Angst brauche ich nicht haben als Kind Gottes.
Ja - und Nein.
Die "gute Befürchtung" (keine "Angst" nur so etwas "Sichsorgen") treibt zu guter Wachseinkeit und der Eifer zum sich bereiten wird aktiviert.
Ja!
Ja, ich verstehe die Gefahr! Thanx!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Verse, die Heilsgewissheit geben
von Burgen am 28.05.2017 01:17Was Gott dir versprochen hat ...
Römer 4,11 / Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
Was Gott verheißt, tut er. Gott hält sein Versprechen.
... für dein geistliches Leben
Reinigung von Sünde:
Und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde. / 1. Johannes 1,7 RELB
In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. / Kolosser 1,14


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