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Re: Wie Versuchungen zum Allerbesten dienen
von solana am 31.12.2014 15:20Hallo Pal
Ich verstehe diese Bitte so, dass wir natürlich Angst vor der Versuchung haben, auch wenn wir eigentlich wissen, dass sie uns zum Besten dient und wir uns sogar darüber freuen sollten:
Jak 1, 2 Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt,
3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
...
Aber wer schafft es schon, sich darauf zu freuen, dass sein Glaube in Anfechtung geprüft wird?
Daher sehe ich diese Bitte so ähnlich an, wie die Bitte um unser täglich Brot.
Die dürfen wir ja auch aussprechen, obwohl wir ja eigentlich wissen sollten, dass Gott weiss, was wir brauchen und wir ihm eigentlich nur vertrauen müssten, ohne ihn extra noch "daran zu erinnern". Denn so heisst es ja in der Einleitung zum Vaterunser:
Mt 6, 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Das wissen wir eigentlich.
Dennoch machen wir uns Sorgen um unsere "Versorgung". Und diese Sorgen dürfen wir auf ihn werfen im Gebet.
Diese Bitte ist eigentlich eher für uns, um unsere Vertrauen auf unseren Versorger zu stärken, nicht um Gott daran zu erinnern, dass er uns nicht verhungern lässt.
Ebenso sehe ich das mit der Anfechtung.
Davor haben wir Angst und wollen nicht da hinein - wir wollen näher zu Gott und weg von der Sünde - und genau das wird ja durch Anfechtyung auch bewirkt, dass unser Glaube und unsere Ausrichtung auf Gott gestärkt werden.
Eigentlich sollte das ja durch alles geschehen, was uns begegnet - dass wir uns durch alles näher zu Gott hinführen lassen. Und je mehr wir das "im Guten" tun, um so weniger müssen wir in unangenehme Anfechtungen geführt werden, um uns von falschen Wegen abzubringen.
Das sind ein paar Gedanken, die mir dazu dazu einfallen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Der Unterschied zwischen Ökumene und überkonfessionell
von StefanS am 31.12.2014 15:00Nein solana, nichts ist so unrealistisch, dass man es nicht anstreben sollte.
Dann würden wir auch auf unserem Glaubensweg verzweifeln, weil wir nie so sein können wie Jesus.
Ich stelle für mich persönlich fest, dass mein Bestreben und meine Mühe, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, endlich ist.
Sei es in meinem Glaubensleben, oder in den kleinen Dingen des Lebens wie der Kommunikation mit anderen Christen im Forum.
Dann hilft mir oftmals, mich darauf zu besinnen, dass wir alle nur aus Gottes Gnade leben. Selbst unsere Fähigkeit, Gedanken auszudrücken, unser Intellekt, Sätze zu formen, zu schreiben, alles ist einfach nur Gnade und ein Geschenk.
Diese Besinnung drückt sich zumindest bei mir u.a. im Schweigen aus.
Gruß StefanS
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Der Unterschied zwischen Ökumene und überkonfessionell
von solana am 31.12.2014 14:20Hallo Stefan
Findest du meine Gedanken dazu so unrealistisch, dass wir gar nicht erst versuchen sollten, etwas davon anzustreben?
Also ich strebe schon danach und ich werde dadurch in Gesprächen sehr bereichert .... 
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Der Unterschied zwischen Ökumene und überkonfessionell
von StefanS am 31.12.2014 13:41Das ist natürlich der perfekte Zustand, den man kaum erreichen kann.
Wir werden wohl Zeit unseres Lebens mit unserer eigenen und der Unzulänglichkeit des Gegenübers zu tun haben.
Und manchmal hilft dann nur noch schweigen ...
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Der Unterschied zwischen Ökumene und überkonfessionell
von StefanS am 31.12.2014 13:21Ja Cleo, das ist ein wirklich weises, verbindliches Vorgehen, was du da beschreibst!
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Wie gerne "verkriechen" sich Christen in ihrer Gemeinde und schließen möglichst alle Türen und Fenster.
Ungläubige dürfen gern kommen, um sich zu bekehren, aber bitte fix, denn die eigene Glaubensüberzeugung darf nichts belasten.
In der Tat haben hier in der letzten Zeit einige wenige Hardliner den Ton geprägt.
Das war nicht gut, hat manchmal unausgewogen und lieblos gewirkt.
Mein Wunsch für das nächste Jahr ist, dass hier ein offenes und friedliches Miteinander der Konfessionen stattfindet.
Nicht indem man Konflikte scheut, sondern sie aushält, immer bereit, über den eigenen Standpunkt nachzudenken.
Ich hoffe, das ist nicht zu viel verlangt!?
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Bibel - Theorie und Praxis
von marjo am 31.12.2014 12:57So wie Willy die Bibel erlebt, erlebe ich sie auch.
gruß, marjo
Re: Der Unterschied zwischen Ökumene und überkonfessionell
von StefanS am 31.12.2014 12:56Ich denke, es sollte möglich sein, in einem christlich überkonfessionellen Forum alle Themen anzusprechen, ohne dass es Streit gibt.
Genau diesen Anspruch hat nämlich so ein Forum - hoffe ich doch zumindest.
Würden wir trennende Themen ausgrenzen, um Konflikte zu vermeiden, hätten wir uns den christlichen Streithähnen gebeugt, die so ein Forum für ihre Zwecke "missbrauchen". Dann sind wir bei der Ökumene und bei dem Ponyhof.
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Re: Bibel - Theorie und Praxis
von Pal am 31.12.2014 12:54Er vollbringt das Wollen und das Vollbringen. Das spüre ich sehr deutlich. Mein eigenes Wollen und gerade auch das Vollbringen sind da sehr kümmerlich.
Genau das bezeichne ich mit der "positiven Spannung" eines Christenlebens!
Oder, um es biblisch zu sagen: Gottes Kraft wird in (menschlicher) Schwachheit vollbracht!
Und auch hier, aus einem Nachbarthread:
....nichts ist so unrealistisch, dass man es nicht anstreben sollte. Dann würden wir auch auf unserem Glaubensweg verzweifeln, weil wir nie so sein können wie Jesus.
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Bibel - Theorie und Praxis
von Rapp am 31.12.2014 12:49Die Bibel kann ich eben nicht lesen wie irgend ein Buch oder ne Zeitschrift. Wenn ich aber Vater bitte durch sein Wort zu mir zu sprechen, erfahre ich immer wieder neues aus der Bibel. Sie ist nicht länger Pflichtlektüre, sie wird lebendig, passt genau in meine Umstände rein. Klar, sie kann recht unbequem und aufmüpfig sein. Sie reißt mir Masken vom Gesicht, beleuchtet Sachen, die ich ändern muss. Wozu sie aber bestimmt nie da ist: um anderen die Wahrheit um die Ohren zu knallen. Nein, Gott redet zu mir. Er tut das ganz persönlich, diskret und niemals bloßstellend, auch wenn er mir den Spiegel vorhält.
Das sind mal auf die Schnelle einige Gedanken.
Willy
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Bibel - Theorie und Praxis
von marjo am 31.12.2014 12:40Nein, das kenne ich nicht. Also die Scham schon und das ich mit der Umsetzung nicht weiterkomme. Aber ich lese deshalb nicht weniger in der Schrift und es wurde mir bislang auch nie rein theoretisch. Mir schneidet die Bibel durch Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Das hat mich nie kalt gelassen und ich bin getrieben durch den Geist Gottes in mir. Er vollbringt das Wollen und das Vollbringen. Das spüre ich sehr deutlich. Mein eigenes Wollen und gerade auch das Vollbringen sind da sehr kümmerlich.
gruß, marjo


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