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solana

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Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von solana am 14.11.2014 10:55

Ja, Cipher, da stimme ich dir ganz zu.
Aber gibt es dieses "Wedeln" und "Nasereiben" nicht bereits?
Bzw habe ich den Eindruck, dass es beide Positionen eher als "Extreme" gibt - entweder ständig erhobener Zeigefinger oder "alles ist easy" man darf ja nur nichts "Allgemeingültiges" sagen, jeder soll nach seiner Facon leben, solange wir uns alle lieb haben .
Das ist ja das eigentliche "Dilemma". Die richtige Ausgewogenheit zwischen diesen Extremen zu finden und auch zu wissen und zu begründen, warum man was tut und sagt.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von cipher am 14.11.2014 10:44

Solana schrieb: Inwiefern verpflichtet uns die Wahrheit, uns zu "distanzieren" bzw dem anderen ständig unter die Nase zu reiben und somit bewusst halten, dass er in unseren Augen nicht richtig handelt?
Na, das wird ein gar fröhliches Wedeln & Nasereiben in den Gemeinden geben, findest Du nicht? Was gibt es da nicht alles, wo wir nicht richtig handeln?

Mir persönlich verursacht das Wort "Toleranz" inzwischen zuweilen kaum überspielbare Nausea, so dass ich es vorzöge, das deutsche Wort "dulden" oder auch "erdulden" zu benutzen. "Toleranz" hat sich nach meinem Verständnis auf üble Weie "abgenutzt". (Aber das ist nur meine persönliche "Macke")

"Vorbehaltlos begegnen" fände ich besser. vorausgesetzt, die betroffene Person kennt die Position der Gemeinde zur Homosexualität. Das allerdings halte ich für wichtig.

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solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: ...dann kann der Herr dein Leben nicht segnen!

von solana am 14.11.2014 10:43

Vielen Dank für den Bericht, Cipher.
Ja, ich staune auch immer wieder darüber, wie Gott an uns handelt - nicht so, wie wir es "verdienen", sondern nach seiner Liebe und Gnade.
Gerade diese Verbindung: gute Tat bringt Segen und schlechte Tat bringt unweigerlich Fluch, wir müssen auslöffeln, was wir uns eingebrockt haben - diese Verbindung ist ausser Kraft gesetzt worden dadurch, dass Jesus für uns den Fluch ans Kreuz getragen hat. 

Und der Segen Abrahams, den wir "erben", geht noch weiter: " Ich will dich segnen  - und du sollst ein segen sein." 
Wir sollen diesen Segen weitergeben.
(auch wenn wir manchmal meinen, einander den Fluch unter die Nase zu reiben, sei unsere eigentliche Aufgabe ...  )
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Mein Alltag...

von Rapp am 14.11.2014 10:21

Ach, ja, das muss noch schnell raus!!

Alle Versuche mein Fell zu bleichen blieben bisher zwecklos: mein SCHWARZ strahlt immer schöner, da dunkler gar nicht geht...

Willy, Schaf im schwarzen Wolfspelz

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von solana am 14.11.2014 10:21

Micha schrieb:

damit würde mn ihm signalisieren, dass das ok ist

Guten Morgen
Vielleicht sollten wir uns mal mit diesem Punkt näher befassen - entweder hier, direkt aufs Thema bezogen (gehört ja mit zum "Dilemma") oder in einem allgemeinen Thread über "richtige und falsche Toleranz".

Inwiefern verpflichtet uns die Wahrheit, uns zu "distanzieren" bzw dem anderen ständig unter die Nase zu reiben und somit bewusst halten, dass er in unseren Augen nicht richtig handelt? 
Oder sollte die Liebe uns dazu anleiten, dem anderen "vorbehaltslos" zu begegnen,  ihn annehmen "ohne Vorbedingung" bzw auch dann, wenn er sein Verhalten nicht als "falsch" sieht und auch nicht ändern will?
Wann bestärkt man Irrtümer und Fehlverhalten durch "stillschweigende Akzeptanz" (gerade bei Suchtverhalten bspw eine sehr heikle Sache) und wann richten Distanzierung und ein erhobener Zeigefinger mehr Schaden als Nutzen an und stehen uns auch gar nicht zu?

Gruss
Solana 

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von cipher am 14.11.2014 10:15

Einmal mehr bleibt mir nur, Dir voll und ganz zuzustimmen, Willy.

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Plueschmors
Gelöschter Benutzer

Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von Plueschmors am 14.11.2014 10:15

Hallo marjo,

Jeder sollte die von Dir beschriebene Erfahrungen machen dürfen, da kann ich nur zustimmen, nur eben nicht mit dem gleichen Geschlecht, egal wie nett man das formuliert. Gottes Position ist da eindeutig.

so eindeutig sehen die meisten Christen das nicht, sonst wären die Foren nicht so voll von dem Thema. Das fängt schon mit dem "gleichen Geschlecht" an: Ein feminisiertes Gehirn, wie es homosexuelle Männer nun einmal haben, fühlt sich natürlich zu Männern hingezogen. Eine maskulinisiertes Gehirn, wie es homosexuelle Frauen haben, fühlt sich eben zu Frauen hingezogen. Wäre es darum nicht eher unnatürlich, dem sowieso schon feminisierten Mann eine Frau beizugesellen, damit es zumindest "untenrum" paßt? Ich bin froh, nicht in dieser Situation zu stecken. Könntest Du denn so einfach mit einem Mann zusammenleben? Ich will jetzt gar nicht weiter die Wissenschaft bemühen, das kann jeder selbst allenthalben nachlesen, wie schwer es ist, offiziell sogar unmöglich, seine Sexualpräferenz zu ändern. Natürlich gibt es in der Kirche aber auch die sog. "Ex-Gay-Bewegung", allerdings auch die "Ex-Ex-Gay-Bewegung", dabei dürfte es sich um ganz wenige Ausnahmen handeln. Sogar die Partei Bibeltreuer Christen hat bis vor kurzem noch die "Heilung" der Homosexualität mit einem einzigen Beispiel aus dem Jahr 1975 (!) "belegt".

Ich für mich persönlich habe jedenfalls beschlossen, die Menschen nicht zu verurteilen. Jesus kam für die Sünder und nahm sich dieser an, aber gerade die Kirchen verursachen mit ihrer Ausgrenzung viel Leid, dabei ist es gerade für verwirrte junge Homosexuelle wichtig, in ihren Ängsten angenommen zu werden. Unter Homosexuellen und Transsexuellen ist die Suizidrate leider immer noch sehr hoch, was vor allem auch mit immer noch fehlender Akzeptanz zusammenhängt.  
   
Mich persönlich erschreckt jedenfalls immer das voyeuristische Interesse vieler Christen an dieser Sache, als hätte man nicht genug vor der eigenen Haustür zu kehren. Von den anderen 612 Ge- und Verboten liest man nur wenig, immer geht es um die Homosexualität. Warum wird nicht mal diskutiert, ob man Männer aus der Gemeinde werfen soll, die sich bewußt den Bart rasieren? Oder Frauen ausschließt, die Mischgewebe tragen und sich nicht bedecken wollen? Soll man eine Gemeinde meiden, die zum Sommerfest Bratwurst aus Schweinefleisch anbietet? Warum belehren Frauen hier im Forum die Männer? Und immer so fort... Aber es gibt nur ein Thema: Sex in Form der Homosexualität... Darüber wird Tag und Nacht geredet: "Kuckt mal, die ekligen Schwulen da! Zum Glück weiß ich, daß Gott das haßt, wie widerlich! Die haben doch bestimmt auch alle AIDS als Gottes Strafe" usw.

Wenn es nach unsern Werken geht, haben wir alle ausnahmslos den Tod verdient, denn nichts können wir vorbringen. Auch nicht den Einwand, als Mann ausschließlich Geschlechtsverkehr mit Frauen gehabt zu haben. Wir müssen uns allein an Gottes Gnade und Jesu Gerechtigkeit hängen, sonst haben wir nichts - gar nichts. Sola fide, solus Christus, sola gratia!

Meinem Vorredner Rapp schließe ich mich an, in seinen Worten lese ich die echte Liebe Christi. Ich will auch kein Verkläger der Brüder sein, kein Satan mit der Bibel im Arm, der den Menschen ihren Schuldschein vorhält und versichert, Gott könne darum nicht vergeben. Oh doch, lieber Satan, Gott vergibt um seines Sohnes willen, der deinen Schuldschein mit ans Kreuz genommen, getilgt und zerrissen hat! So sieht es aus, für alle Menschen, die an diesen Christus glauben. Halleluja!
 
Liebe Grüße, Plueschmors.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.11.2014 10:25.

cipher
Gelöschter Benutzer

...dann kann der Herr dein Leben nicht segnen!

von cipher am 14.11.2014 10:10

...sagte mir einer der Gemeindeältesten der Gemeinde, in welcher ich mich seinerzeit bekehrt hatte.

Die Vorgeschichte war, dass nach dem Gottesdienst noch so ein wenig Kaffeetrinken stattfand und weil ich noch ziemlich frisch in der Runde war, erhoffte ich mir etwas Wissenszuwachs und vielleicht ein paar neue Bekanntschaften. Es kam auch bald einer von der Gemeinde, einer der Ältesten, wie ich später erfuhr, und fragte mich so allerlei, nach meinem Woher und Wohin, nach Familie, Beruf und Hobby. Nun, eines meiner Hobbies war damals ein Auto, ein "aufgemotzter" Golf GTI, ein "richtig" getunter mit allem Drum und Dran, sehr schnell. Mit dem war ich gerne und viel unterwegs und bastelte auch öfter daran herum.

Wir unterhielten uns eine Weile und bevor er sich jemandem zuwandte, der ihn angesprochen hatte, sagte er mir noch einen Satz: "Wenn dir dein Auto so wichtig ist, dann kann der Herr dein Leben nicht segnen!"

Rrrums - das hatte gesessen. Sollte mein "Renner" eine Barriere zwischen Gott und mir sein?

Immer wieder gingen mir diese Worte in den folgenden Tagen und Wochen im Kopf herum. Ich forschte, soweit ich das konnte, in der Bibel, nahm mir Konkordanzen zur Hilfe und betete, doch eine Antwort bekam ich nicht.

Eines Tages war ich mit meinem Vater und einem Verwandten unterwegs, als mir jemand die Vorfahrt nahm und meinen rasanten GTI in einen Schrotthaufen verwandelte. Ohne den eingebauten Schutzkäfig, so urteilte später ein Gutachter, hätte den Unfalls wohl niemand oder nur sehr schwer verletzt überlebt.

Da stand ich nun, kurz nachdem es gekracht hatte, an der Straße, sah dem Geschehen, das sich dort entwickelte, mehr oder minder teilnahmslos zu und hatte nur einen Gedanken im Kopf: "Gott hat dir die Karre gründlich zerlegt - das haste nun davon."

So kaufte ich mir vom Restwert meines GTI einen anderen Golf, nun sehr zivilisiert, verkaufte sogar dessen Leichtmetallfelgen, um Gott auch ja zu demonstrieren: "Ich brauch' das Ding wirklich nur zum Fahren, zu sonst nix!" und ich putzte den Wagen auch nicht mehr, nur noch dort, wo es manchmal unumgänglich nötig war.

Nun, so war meine Überlegung, könnte Gott doch nix mehr dagegen haben, dass ich überhaupt ein Auto fuhr, nun müsste er mich doch segnen können.

Es kam ein Vormittag, an dem ich in der Stadt unterwegs war und eine junge Frau krachte mir in meinen "neuen" Wagen. Kein Totalschaden, aber hoher Sachschaden. Zähneknirschend brachte ich die "Karre" in die Werkstatt und ließ den Schaden reparieren. Irgendwie hatten Gott und ich ein Kommunikationsproblem, schien es mir.

Zwei Wochen später in der Gemeinde. Ich stand mit einigen jüngeren Mitgliedern vor der Kapelle und rauchte eine Zigarette - damals war ich ziemlich starker Raucher. Da kommt ein anderes Gemeindemitglied an mir vorbei und lässt mir fast genau diese Worte wieder ins Innenohr gleiten: "Wenn Dir Zigaretten so wichtig sind, dass du rauchen musst, kann Gott dein Leben nicht segnen!" - und schwebte vorüber.

Schon wieder so ein Boxhieb! Ich war starker Raucher, sprich "Suchtraucher" - einfach so aufhören konnte ich erst Jahrzente später.

Aber in den Folgejahren bemerkte ich durchaus Segen in meinem Leben - viel und reichen Segen. Obschon ich den Zigaretten nicht den Laufpass gegeben hatte. Ich lernte die wundervollste Frau der Welt kennen, wir bekamen vier herrliche Töchter und wuchsen zu einer gesegneten Familie heran. Nicht ohne einige ernste Zerreißproben, das sei zugegeben.

Was ich allerdings heute weiß ist, dass 1. kein Mensch weiß, wann und warum Gott mein Leben segnet oder nicht segnet und dass 2. Gottes Kriterien ganz offensichtlich andere sind, an denen er Segen festmacht, als die, die mir Menschen "unterjubeln" wollten.

Diese an mich gerichteten Worte mögen "gut gemeint" gewesen sein. Doch sie hatten mein Glaubensleben durchaus behindert, denn ich hatte ernsthaft Mühe, diese gewisse "Magie" zwischen meinem Wohlverhalten und dem Segen Gottes wieder los zu werden. Es dauerte Jahre, bis diese Vorstellungen aus meinem Kopf endgültig verschwanden.

Ich fand heraus, dass mir der Heilige Geist notwendige Zusammenhänge auf ganz und gar andere Weise deutlich werden ließ, auf eine Weise, die mich vorwärts brachte und nicht hemmte.

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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe

von Rapp am 14.11.2014 10:09

Hallo MichaR,

da stehen wir wohl dem hinduistischen Kastensystem sehr nahe... Wir schubladisieren die Menschen in Heilige, weniger heilige und unheilige, sprich Unberührbare. Das hat wohl wenig mit der Botschaft des Evangeliums zu tun. Wer vernahm die Worte: "Hat dich keiner verdammt?" "Dann verdamme ich dich auch nicht! Gehe und sündige nicht mehr!" Ich denke, dass jene Ehebrecherin (wo steckte wohl der beteiligte Mann??) sehr oft an die Worte Jesu dachte. Schließlich hatte er sie vor der Steinigung gerettet...

Was aber vielerorts mit Homosexuellen Menschen gemacht wird gleicht wohl der Steinigung ... Das nenne ich völlig falsch verstandenes Gotteswort. In der Geschichte von der erwischten Ehebrecherin stellte Jesus nur fest: "Wer unter euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein!!" Das wagte dann doch keiner.

...und heute?? Ich kenne eine Gemeinde die öffentlich in Zeitungen das Angebot machte, Homosexuellen zu helfen. Sie bot Gebet an, damit sie von ihrer Sünde lassen können. Das gab damals Rebellion, vor allem bei Kirchen und Freikirchen in der Region, was ich nun wirklich nicht verstehe. Jesus kam doch um gerade solchen Menschen zu helfen, nicht für die (Selbst)gerechten.

Willy

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.11.2014 10:14.

Michael-A

68, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 282

Fünf weise Männer...

von Michael-A am 14.11.2014 09:42

Okay.
Dann nimm dir einen Kaffee zum Munter werden!

Friede sei  mit Dir und deinem Haus (auch Familie gemeint...)!
Michael   smilie_krank_153.gif
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Israel, Deutschland, Polen! Für diese Länder bete ich!

"Nur wer sich geliebt weiß von Jesus, kann echt Liebe weitergeben."

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