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marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von marjo am 07.07.2014 14:03Hallo Stefan,
der Paulus sieht sich als Dienter Gott, gar als Knecht Gottes. Darin sieht der Apostel die größte Freiheit, die ein Mensch je wird haben können. Diese Knechtschaft ist für Paulus also nicht das, was wir darunter verstehen. Paulus versah seinen Dienst aus vollem Herzen, innerer Überzeugung, großer Leidenschaft und Liebe für seinen Gott. Kind und Sklave ist für Paulus daher unterschiedliche Begriffe seiner Beziehung zu Gott. Dienst wird als das begriffen, als großen Wunsch Gott zu dienen, den Menschen mit der Liebe bekannt zu machen, die der Ewige für uns hegt.
Deshalb konnte Paulus Aussagen wie in 2Kor. 3,17 und Römer 8,15 schreiben und trotzdem ohne Probleme Aussagen wie in Rö 1,1; 6,22 anfügen.
Paulus schreibt weiter: Ephese 6,5+6 "5 Ihr Sklaven, seid gehorsam euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens als dem Herrn Christus; 6 nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Knechte Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen."
Zwar bezieht sich Paulus hier auf rechtliche Sklaven. Seine Aussage endet in Vers 6 jedoch in einer sehr wichtigen Erkenntnis für alle Christen... "den Willen Gottes tun von Herzen."
gruß, marjo
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Merciful am 07.07.2014 13:54Ich habe es so geschrieben, wie ich es gelernt habe. Und so ist es richtig.
'Sünder' werden im Neuen Testament jene genannt, die nicht, wie die 'Gerechten', streng nach dem Gesetz lebten. Jene kamen eher zu Jesus und taten Buße. Auch viele Kranke kamen zu Jesus und wurden gesund. Der jüngere Sohn steht insofern für die Gläubigen, weil er es ist, der in der Ferne erkennt, dass er vom Vater getrennt ist, dass er auf dessen Gnade angewiesen ist. Dies ist aber nichts anderes als das, was ich auch schon schrieb. Ich habe mich lediglich auf einen einzelnen Aspekt beschränkt, weil ich diesen hervorheben wollte. Es ging mir darum zu sagen, dass der ältere Sohn nicht für das ganze jüdische Volk steht. Und dies tut er ja auch nicht. Es gab derer etliche im jüdischen Volk, die, wie der jüngere Sohn, sich versündigt hatten, dann aber Buße taten und gläubig wurden an den Sohn Gottes.
Natürlich aber waren auch die 'Gerechten' auf eine andere Art und Weise Sünder, das ist ja klar. Aber deren Sünde war nicht so offensichtlich. Sie waren ihrem Selbstverständnis nach und auch im Urteil des Volkes eben eher Gerechte, weshalb es für sie schwieriger war, einzusehen, dass auch sie der Gnade Gottes bedurften.
Merciful
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von StefanS am 07.07.2014 13:47Ich möchte euch allen nochmal herzlich danken für die vielen guten Beiträge.
Mir ist einiges klarer geworden und meine anfängliche Verwirrung ist auf der einen Seite durch euch und auf der anderen Seite durch mein Stille-sein aufgelöst worden.
Nun möchte ich aber noch auf einige Beiträge näher eingehen:
Röm 11,6 Ist's aber aus Gnade, so ist's nicht aus Verdienst der Werke; sonst wäre Gnade nicht Gnade.
In dieser Geschichte sieht man auch, dass einen knechtische Gesinnung nicht ins Vaterhaus führt
Im Übrigen fand ich die Geschichte vom 2.Sohn, der immer beim Vater blieb, sehr wohl treffend.
Ich war anfänglich ein Knecht, weil ich mir das Himmelreich verdienen wollte.
Diese Aussagen haben mich geknechtet.
Freiheit in Christus habe ich nicht wirklich gekannt.
Freiheit bedeutet für mich heute Kindschaft.
Ich darf Jesus von ganzem Herzen dienen, weil es mein allergrößtes Bedürfnis ist - aber eben auch, weil ich es will!
Mir ist klar, dass mein Problem nicht jedermann geläufig ist.
Hier hat Jesus mich im Laufe der Jahre zurecht gebracht.
Wohl dem, dem Werksgerechtigkeit nicht in die Wiege gelegt und tagtäglich eingebläut wurde.
Ich hoffe, Du verstehst ...
Mir ist im Übrigen klar, dass mich manche Aussagen leider immer noch "triggern".
Predigten, die mit bestimmten Begrifflichkeiten beginnen und sie auch nicht auflösen, machen mich heute noch wütend.
So eine Predigt habe ich gestern als Gast in einer fremden Gemeinde gehört.
"Aussonderung zum Dienst ist Knechtschaft" - da läuft es mir kalt den Rücken runter.
Mir ist Angst und Bange geworden um die Gemeindemitglieder.
StefanS
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Henoch am 07.07.2014 13:18Hallo Merciful,
ich denke, es ist anders gemeint.
Der Jüngere Sohn steht für die, die wissen, dass sie Sünder sind und Gnade brauchen, also für die Gläubigen.
Der ältere Sohn steht für die, die sich für gerecht halten und daher keine Gnade brauchen, sondern von Gott Lohn fordern, also für die Ungläubigen.
Ist nicht gerade die Haltung des älteren Söhnes Sünde? Er fordert von seinem Vater und bittet nicht um Vergebung. Dabei hätte er Grund, denn er reagiert sehr neidisch, bitter und lieblos auf die Rettung seines Bruders und er weist den Vater mit seiner Bitte, doch ins Haus zu kommen, schroff ab.
Er steht für den religiösen Menschen, der sehr ernstlich im Fleisch dient, aber in der falschen Haltung und nicht im Geist.
Henoch
Re: Nächstenliebe!
von Ilonka am 07.07.2014 13:14Hallo Jaco,
vielen Dank für das praktische Beispiel. Gell es prägt sich immer besser ein, wenn ich Dinge dirket erlebt.
Liebe Grüße
Ilonka
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Merciful am 07.07.2014 12:43In der Erzählung Jesu steht der ältere Sohn aber nicht für das ganze jüdische Volk, sondern für jenen Teil des Volkes, den die 'Gerechten' bildeten. Der jüngere Sohn hingegen steht für den anderen Teil des Volkes, den die 'Sünder' bildeten.
Merciful
WhiteEagle
Gelöschter Benutzer
Re: 10 Christen - 12 Meinungen | Eine Christenheit - Hunderte Denominationen
von WhiteEagle am 07.07.2014 12:33Genau so ist es. Überall nur unreife Christen.
LG,
WE
WhiteEagle
Gelöschter Benutzer
Re: Geistliche Krieger
von WhiteEagle am 07.07.2014 12:28Hallo Ilonka,
danke für das Reinstellen dieses Zuegnisses. Es ist ermutigend, und ich denke doch, dass es eine gewisse Allgemeingültigkeit beansprucht, nämlich in Bezug, was zu Glauben wirklich heißt: Nämlich die Gedanken der Krankheit, des Zweifels, der Niederlage durch die Gedanken der Wahrheit (wir sind durch Jesus gesung gemacht) zu ersetzen. Das ist natürlich ein innerer Kampf. Viele Christen nehmen diesen leider erst gar nicht auf oder beenden ihn zu schnell. Viele sind schon so sehr geschwächt, dass der Glaube keinen Sieg mehr davon trägt.
Nein, es ist nicht so, dass Christen immer Glauben hätten. Wenn es um die Praxis geht - und nicht nur um den Glauben an ein jenseits, das nichts kostet - hat man keinen. Deshalb befürchtete auch Jesus, dass er möglicherweise keinen Glauben finde, wenn er wiederkommt!...
Glauben muss man tagtäglich, nicht nur wenn man krank ist, d.h. Gedanken der Lüge durch Gedanken der Wahrheit ersetzen.
Liebe Grüße,
White Eagle
Henoch
Gelöschter Benutzer
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?
von Henoch am 07.07.2014 12:10Hallo tefila,
ja, der ältere Sohn steht auch für das jüdische Volk, das weiterhin nach dem Gesetz Gott dienen wollte.
Stimmt.
Henoch

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