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Re: Religiöse Heuchler
von solana am 09.06.2014 21:22Ja, mir scheint hier auch sehr viel durcheinander zu gehen und ich wenn du meinen Beitrag so interpretierst, verstehe ich gar nicht mehr, worauf du hinaus wolltest.
Ich habe gedacht, es ging hier um Heuchler und ob man Heuchler "verurteilen" darf, ohne selbst frei von Heuchelei zu sein.
Sorry, wenn du auf etwas ganz anderes hinaus wolltest.
Oder wenn du unter Heuchler etwas anderes verstehst als ich - oder unter "verurteilen" ... oder...oder...
Du hast recht, man hätte vielleicht erst einmal grundlegend alle Begriffe definieren sollen, die hier involviert sind - so versteht keiner den andern.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von cipher am 09.06.2014 21:11Wenn diese Deine Sätze von Dir als "zurückhaltend" betrachtet werden - was verstehst Du dann unter "offensiv" oder gar "agressiv"? Auf diesem Niveau mag ich mit Dir nicht weiter diskutieren. Ich gelange aufgrund Deiner Aussagen allerdings zu dem Schluss, dass in Bezug auf dieses Thema eine große Menge an Ungereimtheiten besteht.
Edit:
Mit "Darum O Mensch", Solana, spricht Paulus zuerst einmal den Leser des Briefes an. Hier Mitglieder der Gemeinde / Kirche in Rom. In Röm. 1 ging es darum, dass die außerhalb der Kirche stehenden Menschen sich nicht gegenseitig richteten und maßregelten, sondern dass sie ihre Schandtaten sogar zu legalisieren suchten. Aus "Geiz" wurde so "auf sein Hab und Gut bedacht" beispielsweise. Bei den Adressaten in Röm 2 kann es sich nur um Juden gehandelt haben, welche andere auch für Vergegen richteten, welche sie selbst begingen. Die Griechen hatten Sünde legalisiert - nur wer das Gesetz kannte, konnte richten - die Juden. Wer dem gesetz wieder Gültigkeit verschaffen wollte, wurde von Paulus wieder für einen Juden erachtet.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von Burgen am 09.06.2014 20:58Mir scheint, dass es um die Frage mit geht, wie macht man das, dass
Seele und Geist sich scheiden, damit Freude herauskommt, die als Frucht des Geistes gilt?
Ich habe festgestellt, dass oft Angst verhindert, dass Freude sich entfalten kann.
Wir wissen nicht, inwieweit die Briefe des Paulus theoretische Abhandlungen und Gebete waren.
Worte druecken oft aus, was als Bild und auf der Gefuehlsebene im Menschen
vorhanden ist. Und da kommt es auch darauf an, welche Erfahrungen jemand schon hat.
Ein Beispiel:
Vor einigen Tagen erhielt ich ein Angebot fuer ein Tablet.
Da ich eines benutze legte ich das Angebot zum Altpapier.
Gestern nun kamen mir die Gedanken, dass das Angebot vielleicht
mehr Moeglichkeiten usw. bieten koennte.
Das alles geschah in mir ganz leise.
Ich hoffe , dass dies nachzuvollziehen ist und es nicht so anstrengend zu lesen ist.
Gruß
Burgen
Die Gedanken spielten 'sehr vernuenftig' Karussell .
Also holte ich das Angebot vom Altpapier heraus und schaute mir alles einmal
genau an. Und dann passierte es, dass es mich gar nicht mehr interessierte
und es wieder im Altpapier landete.
Und das ganze hinterließ in mir Frieden und Freude und ich weiß
mich von Jesus geliebt.
Re: Religiöse Heuchler
von solana am 09.06.2014 20:57Vieeleicht solltest Du bis zum Schluss lesen?
Hab ich
.Ich schreibe dir ja auch gar nichts vor, welche Bibelstelle du auf dich beziehst und welche nur heuchlerischen Juden gelten sollen.
Aber die Mt-Stelle mit dem Splitter und den Balken hast du ja offensichtlich auf dich bezogen (obwohl Jesus hier auch zu Juden sprach
).Und bist zu dem Schluss gekommen, dass du getrost andere Heuchler verurteilen darfst, nachem du dich selbst von jeglicher Heuchelei befreit hat - also bei dir "Anspruch und Wirklichkeit" nicht mehr auseinanderklaffen und die "Vollkommenheit" erreicht hast, die Jesus von seinen Jüngern fordert:
Mt 5,48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Jesus selbst hat ja von sich gesagt, dass er nicht gekommen ist, um die Welt zu richten, sonder zu retten. (Joh 12, 47) Und das, obwohl er diese Vollkommenheit hatte.
Und auch noch irgendetwas vom Grössenverhältnis Jünger Meister ...
Das alles lässt mich da doch sehr zurückhaltend sein.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von Merciful am 09.06.2014 20:52Danke dir, Stefan, für diese Fragen.
Sie wären es wohl wert gewesen, darüber intensiv nachzudenken und Antworten darauf zu suchen.
Stattdessen wird mal eben ein Beitrag aus einem anderen Thread kopiert, der schon dort nicht zum Thema passte.
So möchte ich nicht über das Thema Freude sprechen.
Entweder ein jeder hier gibt sich die Mühe, den Dingen auf den Grund zu gehen und Antworten zu finden, die wirklich dazu beitragen, weiterzukommen, oder wir lassen es eben.
Merciful
tefila
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von tefila am 09.06.2014 20:43Oh sorry, ich krieg das jetzt nicht mehr hin mit den Zitaten. Also was Zitat ist, ist jetzt FETT und der Rest ist meins.
Huhu liebe Henoch,
du schriebst:
Ich bin oft gleicher Meinung mit dem, was du schreibst, aber das habe ich noch nieee so gesehen, dass das Umkehren von Bibelstellen irreführend ist.
Hmmm, jetzt fallen mir nicht mal welche ein, aber das würde wohl auch wieder voll aus dem Rahmen des Themas fallen,
Bei mir ist das jedenfalls so, dass wenn ich mich drauf besinne, was wir alles mit Jesus schon haben, (.z.B. eine Lieblingsstelle Philemon 6), dass ich sowas von froh durch den Tag gehe und diesen Glauben, Gnade und Glück und Rettung dann auch gern weiter geben möchte.
Wehe aber, wenn was zwischen mir und Gott steht - dann weiß ich zwar noch um alles, aber die Freude ist total getrübt....die Stärke jedenfalls bei mir dann eingeschränkter als mit Freude.
Aber egal, wenn wir bei sowas nicht einer Meinung sind, stimmts? Vielleicht schreiben wir auch nur aneinander bisschen vorbei. Alles nicht schlimm.
Lieber merciful,
du schriebst zu Neh. 8.10:
Oh, eine gute Frage, wusste ich nicht.
Die Israeliten hatten gerade nicht ohne Anfeindungen den Mauerbau um Jerusalem vollendet, da las ihnen Esra die Gesetze des Mose vor. Ich glaube, die waren eine lange Zeit unbeachtet gewesen. Jedenfalls weinte das Volk in diesen heiligen Momenten der Schriftlesung...sie beteten und weinten....aber dann sagte ihnen Esra, dass sie nicht weinen sollten, denn dieser Tag sei ein froher und heiliger Tag vor Gott, sie sollten mit gutem Essen feiern. Und dann kam das: Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.
Vielleicht ist es schon so gewesen, dass man in dieser Gottesfreude die Heilige Schrift mitsamt den Geboten ganz anders aufnimmt und ausführt, als mit klagen und weinen.
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von solana am 09.06.2014 20:29Ich finde es immer ganz hilfreich, zu berücksichtigen, an wen diese Worte gerichtet sind, die wir da zitieren. Meines Wissens waren diese Worte nicht an Christen gerichtet, sondern vor allem an die Juden,
Ok, wenn du dich bei der Anrede "O Mensch" nicht eingeschlossen fühlst .... ich schon.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von cipher am 09.06.2014 20:25Freilich sind solche Worte auch immer Mahnung und Hinweis an uns, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber - wie erwähnt - dieses uns gleich in die selbe Reihe stellen wollen halte ich für falsch. An anderer Stelle hatte ich aber schon mal dazu etwas geschrieben, deswegen muss eine Wiederholung hier nicht sein.
Re: Freude als Frucht des Geistes
von solana am 09.06.2014 20:18Doch wie erkennen wir unsere Krafträuber?
Und wie schützen wir uns wirksam vor ihnen?
Dazu habe ich etwas im Nachbarthread (ermahnen/verurteilen geschrieben):
Die "Früchte des Geistes" stehen im "Konkurrenzkampf" mit der "Werken des Fleisches" um die Herrschaft in unserem Denken und Gefühlsleben.
Gal 5, 22 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit;
Und den "Begierden des Fleisches widerstehen, ihnen keinen "Raum" und keine "Nahrung", unser Gefühlsleben nicht ihnen überlassen, dass sie es beherrschen können und wir unsere Gedanken und Gefühle in ihren Dienst stellen:
19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, 21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.
...
Wir sind "versiegelt" durch den Heiligen Geist und dürfen diese "Siegel" in Anspruch nehmen, um uns dem "Negativen" zu entziehen, dass nach unseren Gedanken und Gefühlen greift und sie "erfüllen" will und "in den Dienst nehmen".
Sich nicht auf das Böse "fokussieren", sondern sich auf das Gute konzentrieren:
...
Wir können das Böse nicht "niederkämpfen" - wir können nur dem in uns Raum und Herrschaft geben, der es besiegt hat, sonst haben wir keine Chance.
Phil 4,6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
All das lähmt und beschwert, bindet Kraft und Energie, erstickt die Freude und auch die anderen Früchte des Geistes.
Gruss
Solana
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