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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 12.07.2026 10:21Hallo, Burgen,
ja, die Verheißungen Gottes bilden einen gewichtigen Teil des Wortes Gottes.
Gottes Gebote und Gottes Verheißungen verbinden die Tora mit dem Evangelium.
Ein ebenfalls noch erhältliches Büchelchen ist das Folgende von Spurgeon:
Kleinode göttlicher Verheißungen (R.Brockhaus, 33. Auflage, 384 Seiten)
Merciful
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 12.07.2026 10:03Man kann das Thema nochmal etwas pragmatischer angehen.
Spurgeon wird das Zitat zugeschrieben:
Ein kräftiger Schluck Seeluft oder ein tüchtiger Spaziergang im Wind füllt zwar nicht die Seele mit Gnade,
aber doch den Körper mit Sauerstoff, was das Nächstbeste ist.
Regelmäßiger und ausreichender Schlaf hellt die Gefühlslage auf.
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung trägt zum Wohlbefinden bei.
Gute Gespräche unterstützen ein Verhalten, welches die Dinge, die jetzt dran sind, anpackt.
Die Erfahrung, dass das Leben eine Besserung erfährt, dass es vorangeht, motiviert die nächsten Schritte.
Merciful
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 12.07.2026 09:07Ich meine, man kann Hoffnung durchaus auch als eine innere Haltung beschreiben.
Hoffnung beruht meines Erachtens auf Entscheidung, Erfahrung und Verheißung.
1) Entscheidung
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
(Evangelium nach Matthäus 6,33; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
2) Erfahrung
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden;
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
(Römerbrief 5,5; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
3) Verheißung
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Evangelium nach Johannes 3,16; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
Paulus zählt im Brief an die Galater die Hoffnung nicht zu den Früchten eines Lebens im Heiligen Geist.
Aber der Zusammenhang mit dem Glauben und der Liebe wird in anderen Bibelversen deutlich.
Hoffnung mag mehr sein als nur ein Gefühl, sie ist eher eine innere Zuversicht.
Die innere Zuversicht entsteht als Zeugnis des Geistes, der in uns wohnt.
Indem wir dieses Zeugnis bewahren, werden wir uns unseres Heils gewiss.
Diese innere Gewissheit als Zuversicht mag angefochten sein.
Wir berufen uns aber auf unsere Entscheidung für Gott und sein Reich.
Wir halten die Erfahrung des Glaubens und der Liebe fest.
Diese haben die Verheißung des Lebens.
Merciful
Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?
von Merciful am 11.07.2026 17:48Die Hoffnung gehört in der Bibel zur Trias aus Glaube, Hoffnung und Liebe.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1. Korintherbrief 13,13; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
Wenn wir an Jesus glauben und in der Liebe leben, können wir hoffnungsvoll sein und bleiben.
Denn der Glaube und die Liebe haben die Verheißung eines von Gott erfüllten Lebens.
Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
(Psalm 23,1-6; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
Merciful
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 10.07.2026 20:14Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
(Evangelium nach Johannes 1,14; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
(Johannes Nitsch, Christoph Zehendner, SCM Hänssler, YouTube)
Merciful
Re: 5. Mose 31,24-27
von Merciful am 30.06.2026 08:36nusskeks schrieb:
Jesus und die Apostel lassen keinen Zweifel daran, dass die Schrift verbindliche göttliche Autorität besitzt. In Allem.
Jesus und die Apostel lassen keinen Zweifel daran, dass die Schrift verbindliche göttliche Autorität besitzt. In Allem.
So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
Sie sprachen zu ihm: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden?
Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen;
von Anfang an aber ist's nicht so gewesen.
(Evangelium nach Matthäus 19,6-8; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
Jesus wusste sehr wohl zu differenzieren.
Als damals Juden zu Jesus kamen und ihn fragten, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau.
Da antwortete Jesus, dass der Mensch nicht solle scheiden, was Gott zusammenfügte.
Daraufhin brachten jene Juden die Möglichkeit des Scheidebriefes zur Sprache, die ihnen doch Mose eingeräumt hatte.
Jesus korrigierte dann die Gedanken jener Juden, indem er darauf verwies, dass es von Anfang an nicht so gewesen sei.
Jesus unterscheidet hier ausdrücklich den ursprünglichen und noch immer bestehenden Willen Gottes einerseits.
Und jene Regelung, die Mose den Israeliten eingeräumt hatte ihres Herzens Härte wegen, andererseits.
Merciful
Re: Studienbibeln
von Merciful am 29.06.2026 16:09Befinden sich die Karten allesamt im Anhang der Bibel?
Oder über die Bibel verteilt an passender Stelle?
Soweit ich weiß, arbeitet die Thompson Studienbibel insbesondere mit einem Verweissystem.
Also einzelne Themen betreffend gelangt man von Bibelstelle zu Bibelstelle.
Diesbezüglich wäre zu fragen, ob die gewählten Themen die biblische Botschaft ausgewogen repräsentieren!?
Ich meine gelesen zu haben, dass Thompson selbst Methodist gewesen ist.
John Wesley beherzigte bekanntlich das Prinzip, dass unterschiedliche Bibelverse sich gegenseitig ergänzen oder erklären.
Dies mag vielleicht erklären, weshalb Thompson sein Verweissystem so akribisch ausgearbeitet hat.
Merciful
Re: Studienbibeln
von Merciful am 29.06.2026 12:25Kann jemand etwas aus eigener Erfahrung zur Thompson Studienbibel sagen?
Diese Bibel gibt es ja schon seit einigen Jahrzehnten.
Gebunden ist sie zu einem relativ niedrigen Preis (29 Euro) erhältlich.
Merciful
Re: Studienbibeln
von Merciful am 28.06.2026 19:18Einen Vorteil haben die online gestellten Bibelübersetzungen.
Rechtschreibfehler können relativ leicht korrigiert werden.
So habe ich vorhin in der BasisBibel in 5. Mose 2,3 einen Fehler gefunden.
In der online verfügbaren Übersetzung auf www.die-bibel.de ist der Fehler aber korrigiert worden.
Merciful
Re: 5. Mose 31,24-27
von Merciful am 28.06.2026 12:21Ich halte die Bibel für vertrauenswürdig.
Vertrauen als Einstellung oder Haltung oder Verhalten bezieht sich auf ein personales Gegenüber.
Wir vertrauen als Christen auf Jesus Christus und durch ihn auf Gott, den Schöpfer und Herrn des Himmels und der Erde.
Vertrauen bedeutet, dass wir daran festhalten, dass Gott es gut mit uns meint.
Wir vertrauen ferner darauf, dass die biblischen Autoren ihrerseits mit Gott unterwegs waren.
Sie vertrauten ihrerseits auf Gott und ließen sich leiten durch Gottes Weisung und Werk.
Sie wurden durch Gottes Geist inwendig bewegt, geführt, inspiriert.
Bedeutet dies, dass wir die Allmacht, Allwissenheit, Vollkommenheit Gottes auf die Bibel übertragen dürfen?
Dürfen wir von vornherein proklamieren, dass die Bibel frei von Fehlern, Irrtümern, Ungenauigkeiten, Widersprüchen sein muss?
Ich persönlich nehme hier die Schrift so, wie sie sich mir zeigt, eben weil ich ihr vertraue.
Ich sage nicht: "So und so muss die Bibel sein und so und so darf sie nicht sein."
Vertrauen auf Gott und die Schrift bedeutet gerade, sie so zu lesen und anzunehmen, wie sie ist.
Es hat Gott gefallen, durch Menschen zu uns zu sprechen.
Er hat in der Geschichte seines Volkes gehandelt und Propheten haben Gottes Wort verkündigt.
Die Worte der Propheten haben Gottes Werke angekündigt, gedeutet, offenbart.
Wir dürfen uns das Wirken der Propheten nicht im Widerspruch zur Bibel so denken, als ob sie willenlos agierten.
Sie waren als auf Gott vertrauende Menschen durch die bewusste Bildung ihrer Gedanken an der Botschaft, die sie verkündigten, beteiligt.
Dabei wurden deren Einsichten, Erfahrungen, Erkenntnisse wirksam, die sich in deren Leben mit Gott in ihrem Inneren ausgebildet hatten.
Als Menschen in Raum und Zeit, als Angehörige des Altertums hatten sie ihren jeweiligen kulturellen Hintergrund.
Als Menschen waren sie nicht allmächtig, nicht allwissend, ihre Erkenntnisse waren begrenzt, wie auch Paulus feststellte.
Und doch hat es Gott gefallen, durch Menschen zu uns zu sprechen.
Daher können wir verstehen, was Gott uns sagt und was er uns zeigt.
Er spricht unsere Sprache, indem er durch Menschen sich uns mitteilt.
Eines habe ich erkannt: Unsere Erlösung von Sünden beruht auf Gottes Werk, Christus starb für uns.
Unsere Erlösung, unser Handeln und Leben, beruhen nicht darauf, dass Gottes Wort sich frei von jeder menschlichen Begrenztheit zeigt.
Wir glauben, dass Gott, der Herr, die 10 Gebote damals mit seinem Finger in die beiden Steintafeln eingegraben hat.
So hätte er auch die Bücher der Bibel selbst, also eigenhändig, ohne Mitwirkung durch die Propheten, verfassen können.
Aber hätten wir dadurch irgendwie irgendeinen Vorteil gegenüber der Bibel, die uns nun durch Propheten und Apostel übergeben ist?
Ich denke nein. Denn wir selbst sind begrenzt, unser Denken und Erkennen bleiben Stückwerk.
Eine perfekte Bibel, die keinerlei Ungenauigkeiten oder gar Irrtümer enthielte, würde uns keine tiefere Erkenntnis bescheren.
Ich danke Gott für seine Gabe, der durch Propheten und Apostel in der Geschichte seines Volkes zu uns Sterblichen gesprochen hat.
Merciful


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