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Merciful

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 03.10.2016 12:08

Interessant finde ich gerade auch folgenden Vergleich, der war mir bisher so nicht aufgefallen:

Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert,
so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.

Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert,
zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt.

(Brief des Paulus an die Römer 2, 14-15; Luther '84)

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;

sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.

Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.


(Buch des Propheten Jeremia 31, 31-34; Luther '84)

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.10.2016 12:12.

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 03.10.2016 11:26

solana schrieb: Aus dem Gesetz kommt die Erkenntnis der Sünde, ohne das Gessetz würden wir das ja gar nicht erkennen.

Dies stimmt wohl nicht so ganz, vergleiche:

Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert,
so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.

Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert,
zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt.


(Brief des Paulus an die Römer 2, 14-15; Luther '84)

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Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 03.10.2016 08:20

Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.

Mein Herz ist bereit, dein Gesetz zu erfüllen bis ans Ende und ewig.

(Psalm 119, 111-112; Einheitsübersetzung)

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 01.10.2016 18:12

Pal schrieb: Mich ermüdet die Bibel eben nicht.

Pal, ich denke, die Bibel ermüdet wohl kaum einen jener Menschen, die in diesem Forum lesen und schreiben.

Aber die Diskussionen empfinde ich schon zuweilen als ermüdend.

Für mich, für mein Leben, für mein Leben mit Gott, wäre es wohl besser, ich würde nur die Bibel lesen und meine Arbeit tun.

Dann hätte ich Frieden im Herzen und Kraft für meinen Alltag.

Dennoch gelingt es mir nicht immer, mich den Diskussionen zu entziehen.

Selbst dann, wenn sie mir schaden, kann ich mich nicht gut entfernen.

Dies liegt vielleicht daran, weil auch ich ein Mensch bin, der Gemeinschaft sucht.

Oder daran, dass ich das Gefühl habe, Missverständnisse klarstellen zu müssen.

Oder daran, dass ich eine Aufgabe sehe, den einen oder anderen Beitrag zu leisten.

Die Bibel ermüdet mich also nicht. Aber dieser Thread hat dazu beigetragen, dass ich heute sehr müde bin.

Daher schreibe ich hier heute nun nicht mehr. Und auch morgen nicht.

Ich wünsche allen Lesern ein schönes und friedliches Wochenende!

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 01.10.2016 10:18

Cleopatra schrieb: Alles (was er hat) zu verlieren bedeutet nicht sofort das Ego, das Selbst und so weiter. Sondern es bedeutet, dass Jesus das Wichtigste sein soll, und wir an nichts anderes festhalten sollen.

Ja, Cleopatra, da stimme ich dir zu.

Selbstverleugnung kann nur so geschehen, indem man sich Jesus zuwendet und anvertraut.

Selbstverleugnung geschieht gerade nicht dadurch, dass man versucht sein Ego irgendwie zu vernichten.

Dies ist nur ein Drehen um die eigene Achse.

Selbstverleugnung heißt, dass Jesus in die Mitte des eigenen Lebens kommt und dort das Denken und den Willen regiert.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.10.2016 17:51.

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 01.10.2016 10:12

Pal schrieb: Nur meine ich, das von dem Gesetz alleine, nur der Zwang und Druck ausgeht (der Tod) und nicht das vollbringende Leben.

Deswegen schrieb ich, dass man Gesetz und Gnade nicht auseinanderreißen darf.

Daher betrachte ich das Gesetz immer von der Gnade her.

Schon in der Geschichte Israels war die Gabe des Gesetzes von Anfang an eingebettet in die Gnade Gottes.

Deswegen konstruiere ich nicht dauernd ein Gesetz ohne Gnade.

Ein Gesetz ohne Gnade ist für mich überhaupt nicht von Interesse.

Daher bin ich nicht sonderlich empfänglich für deine Aussagen.

Jene Problematik, die du permanent ansprichst, existiert für mich nicht.

Du könntest mir freilich entgegen halten, dann solle ich doch schweigen.

Aber die Sache ist doch die:

Wenn du immerzu ein Gesetz ohne Gnade konstruierst, das es aber nie gegeben hat, wie soll der Mensch dann zur Gnade gelangen?

Ein Mensch gelangt zur Gnade durch Verkündigung des Evangeliums, nicht durch permanentes Problematisieren eines 'Gesetzes ohne Gnade'.

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Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 01.10.2016 08:52

Herr, nimm mein Lobopfer gnädig an, und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist ständig in Gefahr, doch ich vergesse nie deine Weisung.
Frevler legen mir Schlingen, aber ich irre nicht ab von deinen Befehlen.

(Psalm 119, 108-110; Einheitsübersetzung)

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 01.10.2016 07:11

Pal schrieb: So einfach ist das!

Es ist sehr einfach. Deswegen wunderte ich mich ja, weshalb hier eine so ausgedehnte Diskussion entstand über solch einfache Dinge.

Für mich persönlich bestehen hier keine offenen Fragen.

Auch die Erzählung von jenem Mann, der viele Güter hatte, bestätigt nur, was ich auch von Anfang an schrieb.

Aber du verstehst es, Menschen in Gespräche zu verwickeln, die für diese keine Notwendigkeit besitzen.

Denn du suchst diese zu belehren über solch einfache Dinge, die sie längst wissen.

So einfach ist das!

Wenn wir Gott lieben, so ist auch das Halten der Gebote einfach, wie Johannes schrieb.

An dieser Liebe zu Gott festzuhalten und in ihr zu bleiben, darin besteht allerdings eine Lebensaufgabe.

Letztlich geht es nicht um ein 'Gesetz versus Gnade'.

Sondern vielmehr darum, Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst.

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 01.10.2016 00:20

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:
Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?


Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.

Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen,
du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!


Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.

Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch:
Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben;
dann komm und folge mir nach!


Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

(Evangelium nach Markus 10, 17-22; Einheitsübersetzung)


Jener begehrte das Leben. Und Jesus verwies ihn auf die Gebote.

Dies ist zunächst festzuhalten.

Es besteht ein fester Zusammenhang zwischen den Geboten und dem Leben.

Dies bestätigt meine Aussage, dass das Gesetz als eine dem Leben dienende, gute Gabe Gottes zu sehen ist.

Jener gab zu erkennen, dass er die Gebote von Jugend auf gehalten hatte.

Und ich sehe keinen Grund, an der Wahrheit seiner Aussage zu zweifeln.

Es war keine selbstgerechte Täuschung, sondern ein ehrliches Bekenntnis.

Jesus gewann ihn lieb.

Aber eines fehlte jenem. Was fehlte ihm? Güter waren es nicht, die ihm fehlten.

Jesus benennt zweierlei, den Reichtum, den jener aufgeben und die Nachfolge, die jener aufnehmen sollte.

Wenn Jesus aber sagte: eines - dann würde ich meinen, es war die persönliche Beziehung zu Jesus, die jenem fehlte.

Der Reichtum hinderte jenen daran, sein altes Leben hinter sich zu lassen und verbindlich die Gemeinschaft mit Jesus zu suchen.

Er liebte seine Güter mehr als Gott.

Eine andere Deutung könnte so aussehen:

Jener dachte, er könne oder müsse sich das Leben durch das Tun des Guten verdienen.

Darum führte ihn Jesus an dessen Grenzen, die er nicht zu überschreiten vermochte.

Das eigene Scheitern hätte jenen zu der Erkenntnis gelangen lassen können,
dass er das Leben nur als Geschenk aufgrund der unverdienten Gnade erhalten konnte.

Er hätte, nach dieser Deutung, seine Güter durchaus behalten können.

Vielleicht aber hätte er aus Dankbarkeit für das Geschenk der unverdienten Gnade jene und diese den Armen gegeben.

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Re: Gesetz versu Gnade

von Merciful am 30.09.2016 12:12

Pal schrieb: Nun wenn das keine "VERSUS" sind, dann sage mir, was du dazu meinst!

Dies habe ich bereits! Z.B. mit folgender Aussage:

Merciful schrieb: Der Buchstabe tötet dann und nur dann, wenn Gesetz Gottes und Gnade Gottes auseinandergerissen werden.

Meines Erachtens geht es dir eher um ein 'Gesetzlichkeit versus Gnade'.

Gesetzlichkeit ist eine menschliche Haltung, eine menschliche Einstellung dem Gesetz und dem Leben gegenüber.

Menschen, die sich der Gesetzlichkeit verschrieben haben, suchen (zuweilen) ihre eigene Ehre.

Indem sie sich durch religiöse Leistungen Anerkennung zu verdienen suchen.

'Gesetzlichkeit' ist aber nicht 'Gesetz'.

Gesetz sehe ich als eine gute, dem Leben dienende Gabe Gottes.

Gesetz sehe ich ähnlich positiv, wie der Psalmist des Psalms 119.

Seine ganze Liebe galt dem Gesetz Gottes.

Deswegen war er aber nicht 'gesetzlich', sondern er lebte ganz aus der Gnade Gottes.

Er war sich dessen bewusst, dass er auf die Hilfe und Barmherzigkeit Gottes angewiesen ist.

Deswegen formuliere ich persönlich kein 'Gesetz versus Gnade'.

Für mich besteht da eine tiefe Einheit.

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