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Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 11.04.2026 08:31Ja, weil sie das NT missverstehen. Denn die Konsequenzen, schon bei den Beispielen die ich genannt habe, sind wesentlich ernster als das, was man im Alten Testament findet.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 11.04.2026 07:59Hm. Was könntest Du meinen?
Vielleicht Hesekiel 3,18–21 "18 Wenn ich dem Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben!, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Wege zu warnen, damit er am Leben bleibe, – so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. (Hes 14,10) 19 Wenn du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet."
Oder vielleicht: Matthäus 25,31–46 wo ist um ganz schlichtes Handeln tätiger Nächstenliebe geht und die Konsequenzen daraus enorm sind?
Passend wäre auch: Jakobus 4,17 "Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde."
Oder Sprüche 24,11-12 "11 Errette, die man zum Tode schleppt, und entzieh dich nicht denen, die zur Schlachtbank wanken. (Ps 82,4) 12 Sprichst du: »Siehe, wir haben's nicht gewusst!«, fürwahr, der die Herzen prüft, merkt es, und der auf deine Seele achthat, weiß es und vergilt dem Menschen nach seinem Tun."
Du kannst auch alle Aussagen aus den Briefen nehmen, die Jesusnachfolger zur gegenseitigen Ermahnung, Ermutigung und Auferbauung aufrufen und sie in den Rahmen dessen stellen, was Gott durch Johannes sagt: 1Joh 4,20 "Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht." Denn das, was Gott unter Liebe verstehe sind nicht nur romantische oder verwandschaftliche Gefühle, sondern immer auf Tat. Gott selbst ist dafür das größte Vorbild.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 11.04.2026 07:38Diesen Rat kann ich nur zurückgeben. Bitte, lass Dich einladen!
Welcher?
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 10.04.2026 16:55Das halte ich für einen weisen Gedanken. Denn unser Gewissen, so hilfreich es im Einzelfall auch ist, kann uns auch ziemtlich kräftig in die Irre führen. Wie alles an uns, ist auch das Gewissen von der Sünde beschädigt. Daher tun wir gut daran, unser Gewissen nicht als Maßstab für unser Tun zu nehmen. Die Schrift, das Wort Gottes, ist unser normativer Maßstab, und der Heilige Geist erschließt sie uns. Aus der Schrift wissen wir, das dort das Gewissen so eingestuft wird, wie ich es beschrieben habe.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 10.04.2026 07:32Wir wissen aus der Schrift, durch wen wir in Versuchung geführt werden. Gott führt nicht auf die Weise in Versuchung, um uns zu schaden. Was die Drogensucht (Nikotin, Alkohol, schwere Suchtdrogen usw.) selbst angeht, so ist der Weg daraus sehr unterschiedlich. Mir persöhnlich sind da bislang alle möglichen Beispiele begegnet. Das reicht von jahrelanger Therapie bis hin zur sehr kurzfristigen Heilung. Es entspricht genau dem, was wir in der Schrift an Beschreibungen vorfinden. Sehr individiuell also.
Das stimmt. Allerdings hat er seine Jünger die Fische fangen lassen und ihnen gezeigt wo sie fischen sollen. Er hätte die Fische auch anweisen können, direkt in das Boot zu springen. Die Hilfe bestant also nicht darin, dass Jesus alles alleine tut, was für ihn kein Problem gewesen wäre. Die Jünger werden miteinbezogen und sie lernen bzw. zeigen dabei gleichzeitig, das und ob sie Jesus vertrauen. Für alle Anwesenden sind also nicht allein Jesu Worte und Taten sehr aufschlussreich. Auch was die Jünger tun ist lehrreich und zeugnishaft, bis zum heutigen Tag.
Genau darauf hatte ich oben bereits angesprochen. Es ist sehr spannend, sich die vielen Heilungen in der Bibel mal anzuschauen. Manchmal hat der Glaube geholfen. Manchmal war gar kein Glaube vorhanden. Manchmal ist eine Handlung erforderlich, machmal genügt ein Wort und der Kranke hört es nicht einmal selbst. Eine große Dunkelziffer an Menschen wird zu menschlichen Ärzten gegangen und auch auf diesem Weg Gott für Heilung dankbar gewesen sein. Egal welches Beispiel man nimmt, ist keines von ihnen in der Position allein aus sich heraus eine andere Gesetzmäßigkeit abzuleiten als die, Gott sind alle Dinge möglich.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Impulse
von nusskeks am 09.04.2026 13:58Sollen wir nicht viel und ständig beten?
Prediger 5,1:"Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun. Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein."
Prediger 5 steht nicht gegen ein beständiges Leben vor Gott. Der Abschnitt warnt vor etwas anderem: vor unbedachtem, leichtfertigem, religiös geschwätzigem Reden vor Gott. Der Zusammenhang ist wichtig. In Prediger 5,1–6 geht es um den Weg zum Haus Gottes, um Opfer, um das Hören, um unüberlegte Worte und um vorschnelle Gelübde. Der Punkt ist also nicht: „Rede nur selten mit Gott." Der Punkt ist: „Wenn du vor Gott trittst, vergiss nicht, wer Gott ist und wer du bist."
Das merkt man besonders an der Aussage, man solle mehr bereit sein zu hören als Opfer der Toren darzubringen, und dann: „Sei nicht schnell mit deinem Munde." Das ist keine Verurteilung inniger Zwiesprache, sondern eine Mahnung gegen oberflächliche Frömmigkeit. Menschen können sehr viel von Gott reden und sehr wenig wirklich vor ihm leben. Sie können Worte machen, ohne Ehrfurcht, ohne Wahrheit, ohne inneres Hören. Genau davor warnt Prediger.
Wenn unser Reden mit Gott aus Vertrauen, Dank, Abhängigkeit und echter Gemeinschaft kommt, dann ist das nicht das Gegenteil von Prediger 5, sondern kann gerade in seinem Sinn geschehen. Denn Prediger 5 verbietet nicht Nähe, sondern Gedankenlosigkeit. Es verbietet nicht Gebet, sondern fromme Wortfülle ohne Herz und ohne Ehrfurcht.
Man könnte es so sagen: Die Bibel kritisiert nicht das häufige Reden mit Gott, sondern das leere Reden vor Gott. Das passt auch zu anderen biblischen Aussagen. Die Psalmen sind voller beständiger Anrede Gottes. David redet immer wieder spontan mit dem Herrn. Im Neuen Testament heißt es, man solle „ohne Unterlass beten". Das kann kaum bedeuten, dass man möglichst wenig mit Gott reden soll. Es bedeutet vielmehr: ein Leben in dauernder Ausrichtung auf Gott.
Worauf Prediger 5 aufmerksam machen will, ist: Auch ein reiches Gebetsleben braucht nicht nur Reden, sondern auch Hören. Nicht nur Bitten, sondern auch Stillwerden. Nicht nur spontane Worte, sondern auch ehrfürchtiges Verweilen vor Gott. Nicht nur „Herr, ich sage dir etwas", sondern auch: „Herr, lehre mich. Herr, prüfe mich. Herr, ich will hören."
Wenn du dich fragst, woran man merkt, ob das eigene Gebetsleben gesund ist, dann wären wohl solche Fragen hilfreich: Rede ich mit Gott nur aus Gewohnheit oder wirklich zu ihm? Werden meine Worte achtlos, mechanisch oder fromm-routiniert? Höre ich auch auf sein Wort? Bin ich ehrlich vor ihm? Will ich ihn wirklich suchen oder nur meine Gedanken loswerden? Führt mein Reden mit Gott auch zu Gehorsam?
Wenn das Herz sagt: „Herr, ich will mit dir leben, ich will dir danken, ich will dich in allem suchen", dann ist das kein Missstand, sondern etwas Schönes. Prediger 5 ruft dich dann nicht weg von der Zwiesprache, sondern hinein in eine tiefere Ehrfurcht innerhalb dieser Zwiesprache.
Du darfst viel mit Gott reden. Aber du sollst nie vergessen, dass du mit Gott redest. Gerade beides zusammen macht ein reifes Gebetsleben aus: kindliche Nähe und heilige Ehrfurcht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Woher kommt wahrer Friede?
von nusskeks am 09.04.2026 12:23Da der Glaube aus der Predigt kommt, alles Sein aus dem Wort Gottes entsteht und Jesus selbst das Wort Gottes ist, würde ich dezent anmerken, dass unser Bekenntnis zu Jesus schon noch wichtig ist. Den Auftrag, den Jesus uns für die Welt gab, völlig ohne Worte ausführen zu wollen, halte ich für wenig praktikabel.
Das fängt schon bei Kolosser 3,12-14 die uns klar machen, dass Paulus nicht ohne Worte in der Stadt gelebt hat und rein durch sein Verhalten das Evangelium hatte predigen wollen.
Auch sonst legt Gott in der Schrift ausgesprochen viel Wert auf das Wort und wie sich Jesusnachfolger danach in ihrem Tun richten. Natürlich sollte unser Bekenntnis zu unserem Tun und zu unseren Worten passen. Weder sollte die Jesusnachfolge nur durch Worte noch nur durch Taten bezeugt werden. Das ist dieses Pferd, von dessen beide Seiten man herunterfallen kann.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 09.04.2026 09:24Wann man sich anschaut, wie Gott in der Schrift Gebete erhört und dann die eigene und die Erfahrung anderer Jesusnachfolger hinzunimmt, bekommt man schon eine gute Vorstellung davon, wie Gott handelt. Da ist die Bandbreite sehr weit, eben von der akuten fast spontan wirkenden Reaktion bis hin zur Verweigerung und letzteres nicht nur aus Gründen des Gerichts. Paulus bekam beispielsweise die Rückmeldung, er solle sein Leiden tragen und sich an der Gnade genügen lassen und das völlig ohne weitergehende Kritik an ihn.
Als Grundlage gilt: Gott will das Beste für uns, gerade für seine Kinder, also die Jesusnachfolger. Was das Beste genau ist, müssen und dürfen wir Gott überlassen. Dazu gehört sowohl die Art seiner Reaktion als auch das Timing.
In der von Dir angeführten Pauschalität nicht, nein. Sowohl Geduld, Höhenangst als auch die Versorgung können von Gott auch spontan angegangen werden. Die Versorgung ist zum Beispiel etwas, was er den Jesusnachfolgern explizit und grundsätzlich zugesagt hat. Mir sind einige Fälle bekannt, wo das "tägliche Brot" sehr kurzfristig auf dem Tisch stand, frisch gebacken. Und nicht nur Brot. Auch weitere Gegenstände die notwendig sind, können von Gott sehr kurzfristig besorgt werden. Alles schon erlebt und bestaunen dürfen. Er ist der HERR über alle Schöpfung, über alles Sein.
Daher auch meine Frage weiter oben:
Weshalb bist Du denn stutzig geworden? Denn die Fragestellung ist sehr weit und man kann leicht am eigentlich Anliegen vorbeireden.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 09.04.2026 07:18Hallo Weateyd,
einen Gedanken solltest Du bei Deinem Faktencheck ausschließen und zwar den, dass Gott etwas nicht könne. Zumindest wenn Du vom Gott der Bibel sprichst, geht es nie und zu keinem Zeitpunkt darum, Gott wäre etwas nicht möglich. So steht es in der Schrift und so habe ich es in meinem Leben erfahren und erlebt.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 08.04.2026 11:22Hallo Weateyd,
spontan würde ich sagen, Gott reagiert bei und beantwortet unsere(n) Anliegen immer so, dass es seinem Wesen nach ist und wir in seinem Sinne (nach seinem Willen) den größten Nutzen / Segen / Gewinn daraus ziehen können. Das reicht dann von der direkten Erfüllung der Bitte bis hin zu seinem Schweigen und der Nichterfüllung unserer Bitte. Für den konkreten Einzellfall kann man da also keine pauschale Antwort geben. Gott reagiert nicht statisch, sondern dynamisch.
Weshalb bist Du denn stutzig geworden?
Gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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