Suche nach Beiträgen von nusskeks
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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt
von nusskeks am 28.08.2026 07:00Mit Sicherheit gibt es Leute, deren Predigt auch im TV ausgestrahlt werden, die jedoch nicht reich geworden sind. Es gibt da eine größere Gemeinde in Hamburg, deren Livestreams und Predigten schon auf etlichen Kanälen laufen, auch abseits von rein christlichen Sendern. Mir ist gar nicht bekannt, ob sie damit überhaupt Geld verdienen. Die Gemeinde ist missionarisch ausgerichtet und genau diesem Zweck dienen deren Übertragungen.
Nun kann man das vermutlich nicht mit den USA und generell der englischsprachigen Welt vergleichen. Deren Zielgruppe ist viel größer und deren Mentalität ist je nach Nationalität eine andere. Wenn man wirklich nur das Ziel hat, das Evangelium zu verbreiten, und dafür auch Insta, Youtube, TikTok und eben Standard- TV Kanäle nutzt, kann die Monetatisierung vielleicht sogar zum Problem werden.
Ok, anfangs nimmt man das Geld, spendet es oder nutzt es, um die Kosten der Übertragung und Ausrüstung zu bezahlen. Hat man jedoch einen immer größer werdenden Zuschauerkreis, der dann auch noch dazu bereit sind zu spenden oder sonst wie finanziell zu unterstützen, tut sich ein weiteres Verantwortungsfeld auf. Wie bleibt man dauerhaft transparent, nutzt das Geld zur Ehre des Herrn und verfällt nicht darin einen Lebensstil zu entwickeln, der weit über die Erfüllung von grundbedürfnissen hinausgeht? Leicht ist das in jedem Fall nicht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt
von nusskeks am 27.08.2026 13:38Das würde mich interessieren.
p.s.: @Cleo, besteht die Möglichkeit die komplette Löschung von Beiträgen zu verhindern? Ist vermutlich nur selten nötig. Hier im Thread ist durch die umfangreiche Löschung jedoch das ganze Thema in Schieflage geraten, was ich schade finde.
p.p.s: Wenn ich darüber nachdenke.... lasse ich meine Frage zwar stehen, sehe sie jedoch nicht mehr als Anliegen an. Ein gewisses Maß an Kooperation ist in dem Forum wichtig. Einschränkung von Rechten würde dem entgegenlaufen.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.
von nusskeks am 27.08.2026 08:07Weshalb auch nicht? Wenn euer Verhältnis zu dem Prediger in Ordnung ist, kann er auch Geld von euch annehmen. Muss ja nicht bei jeder Gemeinde so sein, wie bei Paulus und Korinth. Von den Korinthern wollte Paulus nichts annehmen, weil einige Gemeindemitglieder sich bereits von irgendwelchen "Super-Aposteln" hatten auf eine falsche Vorstellung bringen lassen. 1Korinther 9 berichtet da ausführlich drüber.
Es gibt zwar die Ansicht, für das Evangelium dürfe mein kein Geld verlangen, dabei wirft man jedoch oft verschiedene Dinge zusammen. Denn natürlich ist die Botschaft selbst nicht durch eine Art von "Bezahlschranke" zu blockieren. Der Bruder, dessen Berufung die Verkündigung ist, muss jedoch trotzdem von irgendwas Essen und Kleidung kaufen können.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 26.08.2026 11:32Da geringe Beteiligung angesprochen wurde: Mir fällt es schwer mich bei Themen zu beteiligen, wenn thematisch wild hin- und hergesprungen wird. Worum geht es gleich noch?
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Gott hilft durch Übung?
von nusskeks am 26.08.2026 08:43Gott ist souverän. Gleichzeitig fordert er uns auf, ihn zu bitten, ihn zu loben, ihm die Ehre zu erweisen, ihm zu danken und ihn anzuflehen. Alles richtig und wichtig und kein Garant, Gottes Handeln zu erwirken.
Für mich bleibt Gott in dem Punkt ein Stück distanziert, fremd oder unberechenbar. Das sind negativ besetzte Begriffe und Gefühle. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass es so sein muss. Denn die Alternative wäre ein Gott, der nach meiner Pfeiffe tanzt, oder den ich lenken kann, egal wie edel meine Absichten im Einzelnen auch sein mögen. Das ist für mich ein weitaus erschreckenderer Gedanke.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von nusskeks am 20.08.2026 11:08Da die Bibel Wort Gottes ist, konntest Du mir kein schöneres Kompliment machen. Danke.
Mit der Aussage betritst Du für Dich unbekanntes Terrain. Daher sehe ich es Dir nach.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Impulse
von nusskeks am 18.08.2026 09:19Stimmen prüfen.
1Könige 13 berichtet aus einer geistlich unruhigen Zeit. Nach der Teilung des Reiches hat König Jerobeam im Norden Israels einen eigenen Gottesdienst aufgebaut. Bethel, nur wenige Kilometer nördlich der Grenze Judas, wird zu einem religiösen Zentrum. Alles sieht nach Gottesdienst aus – Altar, Opfer, Priester –, und doch entspricht es nicht dem, was Gott seinem Volk gegeben hat. Jerobeam schafft einen neuen Ort der Anbetung, um seine Macht zu erhalten. Gerade in diese religiöse Verwirrung hinein sendet Gott einen namenlosen Propheten aus Juda.
Das Kapitel handelt wesentlich von einer Frage, die bis heute aktuell ist: Woran halte ich mich, wenn verschiedene Stimmen beanspruchen, im Namen Gottes zu reden?
Der Mann Gottes hatte einen eindeutigen Auftrag erhalten. Er sollte Gottes Gericht über den Altar in Bethel ankündigen und anschließend ohne Essen und Trinken wieder gehen. Zunächst lässt er sich selbst von König Jerobeam davon nicht abbringen. Später genügt jedoch ein anderer Prophet. Dieser behauptet, ein Engel habe ihm eine neue Botschaft Gottes gebracht. Der Mann aus Juda glaubt ihm und kehrt zurück.
Sein Problem war nicht, dass er die Lüge sofort hätte durchschauen müssen. Der Text verlangt von ihm keine Fähigkeit, in das Herz eines anderen Menschen zu sehen. Aber er besaß bereits ein klares Wort Gottes. Und genau dieses gab er zugunsten einer fremden Behauptung auf.
Darin liegt eine ernste und zugleich hilfreiche Lektion. Geistliche Offenheit bedeutet nicht, jeder geistlich klingenden Aussage offen gegenüberstehen zu müssen. „Gott hat mir gesagt" ist noch kein Beweis dafür, dass Gott gesprochen hat. Auch die Frömmigkeit, Erfahrung oder Stellung eines Menschen macht seine Worte nicht unfehlbar. Was Gott klar offenbart hat, darf nicht leichtfertig durch neue Eindrücke, vermeintliche Botschaften oder die Autorität anderer Menschen verdrängt werden.
Das kann sogar entlastend sein. Wir müssen nicht ständig befürchten, irgendeine verborgene Stimme Gottes übersehen zu haben. Gott hat uns sein Wort gegeben. Daran dürfen wir uns halten.
Das Kapitel zeigt allerdings noch etwas Unbequemeres. Ausgerechnet der alte Prophet, der gelogen hat, empfängt anschließend tatsächlich ein Wort Gottes. Daraus dürfen wir nicht schließen, Gott habe seine Lüge gebilligt. Vielmehr zeigt sich: Dass Gott einen Menschen gebraucht, bedeutet noch nicht, dass alles in dessen Leben richtig ist. Geistliche Begabung und geistliche Treue sind nicht dasselbe.
Und dann stehen am Ende des Kapitels drei Menschen vor uns. Der Mann Gottes hat gehorcht und ist doch an einem Punkt gefallen. Der alte Prophet hat schwer gesündigt; danach trauert er um den Toten, nennt ihn seinen Bruder und bindet sein eigenes Schicksal an dessen Grab. Der Text nennt das nicht ausdrücklich Buße, aber er zeigt zumindest einen Menschen, den das Geschehen nicht unberührt lässt.
Jerobeam dagegen erlebt Gottes Zeichen, Gottes Gericht und sogar Gottes heilende Güte. Und dann heißt es: „Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg."
Vielleicht ist das die bedrängendste Warnung des ganzen Kapitels. Das größte geistliche Problem ist nicht, dass wir niemals irren oder fallen dürfen. Gefährlich wird es dort, wo Gottes Reden uns nicht mehr verändert.
1Könige 13 ruft deshalb nicht zu ängstlicher Selbstbeobachtung auf, sondern zu einer nüchternen Treue: Gottes Wort ernst nehmen, geistliche Stimmen prüfen – und wenn Gott uns unseren falschen Weg zeigt, nicht wie Jerobeam einfach weitergehen. Treue zeigt sich nicht darin, niemals zu fallen, sondern darin, dass Gottes Wort auch dann noch das Recht behält, uns zu korrigieren.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von nusskeks am 17.08.2026 14:27Außerhalb der Bibel ist mir "Pharisäer" als ein Kaffeespezialität und als ein veraltetes Schimpfwort bekannt. Ich selbst nutze dieses Wort nicht ebenso wie ich die anderen von Dir genannten und die mit noch bekannten Redewendungen nicht nutze. Also auch kein "ToiToiToi" kein "Herrje!" oder ähnliches mit nahem oder fernen religiösem Bezug.
Ich nutze den Begriff "Pharisäer" halt, wenn er in einem Gespräch vorkommt. Beispielsweise im Hauskreis oder wenn ich mit anderen Menschen über Pharisäer rede, wie ich es hier gerade mache. Meiden tu ich also nur den negativen Kontext, der in wenigen Kreisen noch dazu vorhanden ist. Die Jugend kenne "Pharisäer" gar nicht mehr. Spreche ich also mit meinen inzwischen erwachsenen Kindern, so kennen (kannten) sie den historisch negativen Gebrauch des Wortes gar nicht.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Seid gegrüßt!
von nusskeks am 16.08.2026 19:20Willkommen!
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von nusskeks am 16.08.2026 17:09Ich bin nicht einmal sicher, ob die Texte von Geist-Licht überhaupt Diskussionsbeiträge sind. Da ist nicht einmal echtes Interesse am Gott der Bibel erkennbar. Weshalb sonst sollte man so viele vermeintliche Aussagen Gottes anbringen, die außerhalb ihrer Träume nirgendwo zu finden sind?
Hoditai, Mensch des Weges
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