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Re: Studienbibeln
von nusskeks am 22.06.2026 19:24Obwohl ich zu dieser Studienbibel bislang nur wenig negative Stimmen ausfindig machen konnte und selber bereits ein Exemplar verschenkt habe frage ich mich, ob die Zeit großer und schwerer Studienbibeln vorbei sein könnte.
Ich selbst habe mich schon einige Male gefragt, ob ich mir diese Bibel kaufen sollte. Bisher habe ich es nicht getan. Zu groß, zu schwer und mit für mich nicht genug Mehrwert. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich kein Neuling unter den Jesusnachfolgern bin. Kein "Jüngling" und keiner von den "Unreifen" von denen Gott in seinem Wort spricht. Bislang sehe ich lediglich pragmatische Gründe, mir diese Bibel zu kaufen. Strom.
Vor einigen Jahren habe ich angefangen auf elektronische Bibel umzuschwenken. Die Vorteile sind gewaltig. Einige Nachteile gibt es auch. Für meine Augen sind digitale Bibel sehr hilfreich. Kein gedrucktes Buch kann die Schrift vergrößern. Gedruckte Bücher benötigen allerdings keinen Strom. Kein gedrucktes Buch hilft mir dabei, Bibelstellung schnell zu finden. Gedruckte Bücher helfen mir jedoch, mein Gedächtnis aktiv zu halten. Bibelverse auswendig lernen ist ein großer Vorteil für schwere Zeiten, in denen weder gedruckte noch digitale Bibel im schnellen Zugriff sind. Mit dem fortschreitenen Alter lässt das Gedächtnis jedoch nach, besonders wenn man neue Bibelverse lernen will. Da kommt wieder die digitale Bibel ins Rennen. Bei gedruckten Büchern habe ich eine Bibelübersetzung im Zugriff. Bei den digitalen Bibel habe ich alle Übersetzungen im Zugriff. Krass. Kenntnisse in den Grundtexten sind vorhanden, aber versucht mal die Kittel-Wörterbuchreihe zum Hauskreis mitzunehmen. Das geht nicht.
Vorteile, Nachteile.
Studienbibeln haben noch immer ihren Platz. Ihr Nutzen ist jedoch unterschiedlich. Da kommt es auf den Leser an und natürlich auf die Autoren.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Studienbibeln
von nusskeks am 22.06.2026 12:27Ergänzung:
1. "Das Jüdische Neue Testament", David H. Stern
zusammen mit:
"Kommentar zum jüdischen Neuen Testament (früher 3 Bände, heute 1 Band ), David H. Stern
Zwar handelt es sich nicht um eine komplette Bibel und es ist auch nicht ein einzelnes Buch (Sondern zwei), aber es bietet wertvolle Informationen
2. "Studienbibel zur biblischen Prophetie" Mit dem Text der Elberfelder Bibel 1.774 Seiten, R. Brockhaus Verlag
Eine wenig bekannte Studiebibel die sich mit einer speziellen Perspektive befasst.
achja, da war ja noch die
3. Lutherbibel erklärt, 2048 Seiten, DBG:
Wird nicht mehr angeboten, ist aber antiquarisch zu bekommen.
Auch hier müssen die Erläuterungen immerhintefragt werden, denn in und für die DGB arbeiten nicht nur Leute, welche die Bibel als das Wort Gottes ansehen.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Studienbibeln
von nusskeks am 22.06.2026 08:38Gedruckte Studienbibeln haben den Nachteil, dass ihre Kommentare meist sehr kompakt sein müssen. Dadurch werden sie oft ziemlich oberflächlich. In unserem Hauskreis arbeiten manche Teilnehmer mit Studienbibeln. In der Liste ganz oben sind auch Bibeln, die leicht erweiterte Erklärungen haben. Ob man sie schon als "Studienbibeln" bezeichnen kann, weiß ich nicht. Gibt für diesen Begriff überhaupt eine klare Definition?
Gedruckte Studienbibeln haben den Vorteil, dass sie gerade unbelesenen Menschen zumindest Anhaltspunkte für mögliche Bedeutungen oder Rahmenbedingungen für einzelnen biblische Aussagen gibt. Da kaum eine (oder gar keine) Studienbibel zu jedem Vers einen Kommentar bietet, ist die Auswahl bereits teil dessen, was die Autoren also wichtig oder unwichtig betrachten.
Gerade am Anfang würde ich daher nur Studienbibeln von frommen Autoren empfehlen. Zwar können auch solche Autoren irren, aber bei ihnen hat man zumindest eine gemeinsame geistliche Basis.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Studienbibeln
von nusskeks am 21.06.2026 12:15Hierzu der Hinweis, dass die DBG kein frommer Verlag ist. Entsprechend wechseln die Zusatzinformationen, also der Studienteil, in ihrem Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Schrift teilweise deutlich. Meine Ausgabe ist aus 1992, also schon alt. Allerdings hat sich die DBG seitdem nicht stark in die fromme Richtung entwickelt.
Dieser Hinweis trifft also bei 9) in besonderer Weise zu. Aufgrund der liberalen Theologie in diesem Buch, kommt es zu den genannten Unterschieden in der Qualität. Als Richtschnur würde ich empfehlen zu schauen, wo in dem Studienteil Aussagen der Bibel angezweifelt werden. Wo wird Vertrauen nicht gestärkt, sondern eher in Richtung Unsicherheit argumentiert? Wo wird die Heilige Schrift als das Wort Gottes dargestellt, aller Kritik zum Trotz? Das gilt für jeden Kommentar zur Bibel. Immer wenn der Autor sich über die Bibel stellt, er einen vermeintlichen Fehler also nicht eher auf die Menschen als Ursache schiebt, sondern die Bibel selbst als unzuverlässig annimmt, ist großes Misstrauen dem Kommentator gegenüber angebracht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Impulse
von nusskeks am 16.06.2026 18:56Jesus groß machen, ohne Israel klein zu machen
Manchmal meinen wir, Jesus werde größer, wenn der Hintergrund möglichst dunkel ist. Dann wird aus der jüdischen Welt Jesu eine Welt der Kälte, der Gesetzlichkeit, der Ausgrenzung. Und vor diesem Hintergrund erscheint Jesus dann hell: barmherzig statt gesetzlich, menschlich statt religiös, frei statt jüdisch.
Aber die Bibel braucht diese Gegenüberstellung nicht.
Jesus selbst sagt: „Das Heil ist aus den Juden" (Joh 4,22). Er sagt nicht: Das Heil kommt gegen Israel. Auch nicht: Das Heil kommt trotz Israel. Sondern: aus den Juden. Der Sohn Gottes kam nicht in einen zufälligen religiösen Raum hinein, sondern in die Geschichte Gottes mit Abraham, Isaak und Jakob. Er kam unter das Gesetz, zu den Verheißungen, in das Volk, dem Gott sein Wort anvertraut hatte. Und gerade dort wird offenbar, wer er ist.
Darum sagt Jesus auch: „Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Mt 5,17). Das ist wichtig. Jesus ist nicht der Korrekturstift Gottes, der endlich die peinlichen Stellen des Alten Testaments verbessert. Er ist die Erfüllung dessen, was Gott zuvor geredet hat. Wenn wir also Gottes Gesetz als menschenfeindlich zeichnen, damit Jesus barmherzig wirken kann, haben wir nicht Jesus erhöht, sondern Gottes eigenes Wort erniedrigt.
Die Frau in Markus 5 war krank. Sie litt. Zwölf Jahre. Ihr Leben war von Schwäche, Enttäuschung und vergeblicher Hoffnung geprägt. Die Schrift sagt, dass ihr Blutfluss kultische Unreinheit bedeutete. Aber Unreinheit ist in der Bibel nicht dasselbe wie Sünde. Sie ist nicht moralische Schuld, nicht Gottes Verachtung, nicht Wertlosigkeit. Wer das verwechselt, macht aus einer leidenden Frau eine Verstoßene, wo der Text das gar nicht sagt.
Und dann kommt diese Frau zu Jesus. Nicht als Symbol gegen das Judentum. Nicht als Beweis, dass Gottes Gesetz grausam sei. Sondern als leidender Mensch, der Heil bei dem sucht, in dem Gottes Kraft gegenwärtig ist. Sie berührt sein Gewand. Und Jesus lässt diese heimliche Berührung nicht im Verborgenen verschwinden. Er sieht sie. Er ruft sie heraus, nicht um sie zu beschämen, sondern um ihr öffentlich Frieden zuzusprechen: „Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden" (Mk 5,34).
Das ist der eigentliche Glanz dieser Geschichte: Jesus sieht den Einzelnen in der Menge. Er erkennt den Glauben, der zitternd zu ihm kommt. Er heilt nicht nur den Körper, sondern stellt den Menschen vor Gott aufrecht hin.
Wir müssen Israel nicht verdunkeln, um Christus leuchten zu lassen. Sein Licht ist groß genug. Er ist der Messias Israels, der Retter der Welt, der Sohn Gottes. Und wer mit seiner Not zu ihm kommt, kommt nicht zu einem Gegner der Schrift, sondern zu dem, in dem Gottes Wort Fleisch geworden ist.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Die Freiheit eines Christen ? anhand des Dekalog?
von nusskeks am 02.06.2026 09:43Freiheit und Dekalog. Passt das überhaupt zusammen? Schließlich findet man in den 10 Geboten lauter Dinge die von uns gefordert werden. Dinge die wir tun, oder lassen sollen. Der Dekalog selbst ist Teil eines Bundes, an den sich die Menschen halten sollen, um daraus Fluch und Segen zu erlangen. Wo ist denn da die Freiheit? Und... überhaupt... die 10 Gebote sind doch Teil des Alten Bundes. Gelten sie überhaupt für Menschen des Neuen Bundes?
Solche und weitere Gedanken habe ich im Laufe der Jahre schon alle gehört oder gelesen. Sogar von Menschen, die sich selbst seit vielen Jahren als Christen betrachten.
Vermutlich hängt das an der Prägung. Denn ein Begriff wie "Freiheit" kommt ja nicht nur in der Bibel vor. Sehr viele Menschen finden Freiheit toll und sehnen sich nach wirklicher Freiheit. Was Freiheit genau ist, wird jedoch selten durchdacht. Ist Freiheit ein Synonym für Anarchie, also für grenzenlose Selbstbestimmung? Oder muss Freiheit schon aus ihrem Wesen heraus Begrenzungen haben, damit sie sich nicht in etwas anderes "verwandelt"? Schließlich gibt es nicht nur einen Menschen auf dieser Welt. Sobald es einen Zweiten gibt, hat die persönliche Freiheit ihre Grenzen, nämlich bei der Freiheit des anderen Menschen.
Oder ist Freiheit ansich schon eine Abgrenzung? Ist die entscheidene Frage eigentlich immer: Freiheit, wovon, also in Abgrenzung? Oder, Freiheit, wozu, also zielgerichtet als eine Beschreibung der Möglichkeiten meines eigenen Handelns und Denkens?
Ja, die 10 Gebote sind Freiheit. Sie sind Freiheit aber noch so vieles mehr. Sie sind auch ein Schutzraum, der von niemandem anderes eingerichtet wurde als dem Erschaffer der Welt.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: sündigt ein Christ nicht mehr?
von nusskeks am 28.05.2026 09:37Gehorsam Christi? Meinst Du seinen Gehorsam oder unseren Gehorsam ihm gegenüber?
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von nusskeks am 27.05.2026 09:06Würden hier einfache Träume beschrieben, wäre es vermutlich nicht so problematisch. Denn wir träumen alle viel. Manchmal erinnern wir uns daran, manchmal nicht. Was mich in diesem Fall dazu bringt mich zu melden ist, dass hier Träume derart beschrieben werden, als bestünde eine mehr oder weniger direkte Verbindung zum Gott der Bibel. Das lehne ich nicht grundsätzlich ab. Der Gott der Bibel spricht durch Träume, was wir aus seinem Wort wissen.
Das Problem entsteht da, wo die beschriebenen Träume dem widersprechen, was man in der Bibel vorfindet. Denn der Gott in der Bibel widerspricht sich nicht. Da man bei den Lesern dieses Forums nicht davon ausgehen kann, dass alle auf dem gleichen Stand sind, besteht eine gewisse Verpflichtung auf die widersprüchlichen Aussagen hinzuweisen. Verpflichtung? Ja.
Denn wenn Gott spricht ist das keine Kleinigkeit. Immerhin spricht Gott, der Schöpfer der Welt und allen Seins. Die höchste Majestät und König aller Könige. Spricht Gott, entgegen dessen was behauptet wird, jedoch nicht, so ist das ebenfalls keine Kleinigkeit. Gott ist da sehr empfindlich. Schließlich geht es um seinen Namen, also um seine Ehre und seinen Ruhm. Da kennt er keinen Spaß und genau deshalb muss man auf Probleme hinweisen.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von nusskeks am 24.05.2026 16:54Hm. Wie soll man darauf antworten? Falls der Text "24.05.2026 13:13 - Geist-Licht" einen Traum beschreibt, so ist dieser mit Sicherheit nicht vom Gott der Bibel. Er enthält falsche Grundannahmen und falschen Gebrauch biblischer Begriffe.
In der Bibel beschreibt Gott Freiheit nicht generell als ein Losgelöstsein von Bindungen, schon gar nicht einer Bindung von ihm selbst. Und was ist ein "Gefangener Gottes"? Die Kategorie ist erfunden da sie suggeriert, bei Gott gäbe es Menschen, die als sein Eigentum von Leid und Schmerz gepeinigt wären.
Der Text verwendet viele große christliche Begriffe: Freiheit, Geist, Licht, Liebe, Gott, Christus, Pfingsten. Das Problem ist aber, dass diese Begriffe nicht wirklich biblisch gefüllt werden.
Die erste falsche Grundannahme ist: Freiheit bedeute letztlich Freiheit von jeder Bindung. Die Bibel sieht das anders. Der Mensch ist nicht dadurch frei, dass er niemandem gehört. Er ist entweder der Sünde unterworfen oder Gott zu eigen. Jesus sagt nicht: „Entdecke deine innere Freiheit", sondern: „Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein" (Joh 8,36). Freiheit ist also nicht autonome Selbstentfaltung, sondern Befreiung durch Christus.
Darum ist auch die Frage falsch gestellt, ob jemand, der vom Teufel frei ist, dann ein „Gefangener Gottes" sei. Wer aus der Lüge in die Wahrheit kommt, wird nicht von der Wahrheit versklavt. Wer aus der Finsternis ins Licht gerettet wird, verliert nicht seine Freiheit. Er kommt zu dem zurück, wofür er geschaffen wurde. Die Bindung an Gott ist nicht das Gegenteil von Freiheit, sondern ihre Voraussetzung.
Die zweite falsche Grundannahme betrifft den Menschen selbst. Der Text klingt so, als liege im Menschen ein göttlicher Geist oder ein göttliches Licht, das nur von Bewusstseinsfesseln befreit werden müsse. Das ist nicht die Botschaft der Bibel. Der Mensch braucht nicht nur Bewusstseinserweiterung, sondern Erlösung. Sein Hauptproblem ist nicht ein verdunkeltes Bewusstsein, sondern Sünde, Schuld, Tod und Trennung von Gott.
Auch der Begriff „Geist" wird dadurch verschoben. Pfingsten bedeutet nicht, dass der Mensch mit einem göttlichen Innersten eins wird. Pfingsten bedeutet: Der auferstandene Christus sendet den Heiligen Geist. Dieser Geist verherrlicht nicht das göttliche Selbst im Menschen, sondern Christus. Er führt zu Buße, Glauben, Wiedergeburt und Heiligung.
So werden auch „Licht" und „Liebe" unscharf. Biblisch ist Licht nicht einfach inneres Bewusstsein, sondern Gottes Wahrheit, die in Christus offenbar wird. Liebe ist nicht eine diffuse göttliche Energie im Menschen, sondern Gottes heilige, rettende Liebe, die am Kreuz sichtbar geworden ist.
Deshalb klingt der Text zwar geistlich, aber seine Richtung ist eine andere: Er führt den Menschen in sich selbst hinein. Die Bibel führt den Menschen aus sich selbst heraus — zu Christus. Wahre Freiheit heißt nicht: Ich werde ein Bewusstsein Gottes. Wahre Freiheit heißt: Christus befreit mich von Sünde, Lüge und Tod, damit ich Gott gehöre und endlich der Mensch werde, als den Gott mich geschaffen hat.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: sündigt ein Christ nicht mehr?
von nusskeks am 24.05.2026 08:48Sündigt ein Christ nicht mehr?
Oder, anders ausgedrückt: Ein Mensch darf sich Christus zuwenden. Der Heilige Geist nimmt Wohnung in diesen Menschen, versiegelt ihn und macht ihn dadurch zum Eigentum Gottes. Was geschieht mit dem Menschen, der er vorher war? Wird sofort alles beseitigt, was in und an diesem Menschen durch die Sünde beschädigt war? Was meint überhaupt "sündigt" ein Christ nicht mehr?
Sünde ist mehr als die einzelne falsche Tat. Sie ist nicht nur ein moralisches Problem, sondern hat durch den Sündenfall die ganze geschaffene Wirklichkeit betroffen. Die Trennung vom Schöpfer hat den Menschen nicht nur innerlich und ethisch beschädigt, sondern auch seine leibliche Existenz in den Bereich von Tod, Krankheit und Verfall hineingezogen. Mein Körper wird nicht deshalb krank und alt, weil jede Krankheit eine direkte Folge meines konkreten Fehlverhaltens wäre, sondern weil der Tod durch die Sünde in die Welt gekommen ist. Die Schöpfung ist noch Gottes gute Schöpfung, aber sie ist der Vergänglichkeit unterworfen und wartet auf Befreiung.
Sünde ist also in weiten Teilen schlicht beschädigte Materie. Das ich verfalle, mein Körper also alt wird, ist Teil der Sünde. Der gesamte biologische Kreislauf, Geburt, Leben und Tod, ist Teil der Sünde.
DIe Frage dieses Threads betrifft also nur einen kleinen Teilaspekt dessen, was man in der Bibel als "Sünde" und deren Folgen. Sie fokussiert sich auf den ethischen oder moralischen Teil. Auf die im Sinne des Willen Gottes falsche Tat. Macht ein Jesusnachfolger immer alles richtig? Stellt er sich nie wieder gegen den Willen Gottes? Was geschieht überhaupt, wenn ein Mensch den Heiligen Geist innewohnend hat und von ihm versiegelt wurde?
Hoditai, Mensch des Weges
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