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Re: Impulse
von nusskeks am 06.01.2026 08:23"Siehe, ich mache alles neu."
Offenbarung 21,5 ist kein sanfter Renovierungssatz. Er ist Gottes eigene Ansage vom Thron: „Siehe, neu mache ich alles." Im Grundtext steht kainá „neu" nicht im Sinn von „frisch gereinigt", sondern „neu der Qualität nach". Eine neue Daseinsweise. Eine Wirklichkeit, die nicht mehr im Takt des Alten schlägt.
Denn was ist „das Alte"? Johannes erklärt es unmittelbar: „Der Tod wird nicht mehr sein" und mit ihm Trauer, Geschrei, Schmerz (Offb 21,4). Hier geht es nicht um eine hübschere Oberfläche. Es geht um das Ende eines Prinzips, das seit dem Sündenfall alles Leben durchdringt: Sterblichkeit.
Wir unterschätzen oft, wie tief der Tod in uns sitzt. Tod ist nicht nur „das Ereignis am Ende". Er ist eine Macht, die den ganzen Weg dahin prägt. Er steckt in der Vergänglichkeit unseres Körpers: Altern, Schwäche, Krankheit, Zerfall. Aber er sitzt auch in der inneren Struktur unseres Daseins: in der ständigen Erfahrung, dass alles zerbrechlich ist; dass Beziehungen abbrechen können; dass Freude einen Schatten trägt; dass wir planen und doch nicht in der Hand haben, ob wir morgen überhaupt noch da sind. Selbst das Beste in dieser Welt trägt einen leisen Riss: die Angst, es zu verlieren. So arbeitet der Tod in die Seele hinein. Er macht uns misstrauisch, klammernd oder abgestumpft. Er nährt die Versuchung, jetzt alles aus dem Leben herauszupressen, weil wir spüren: Es rinnt uns durch die Finger.
Der Tod ist dabei nicht etwas Neutrales. Er ist die Konsequenz der Sünde, die den Menschen von Gott getrennt hat. Schuld ist nicht nur ein moralisches Problem, sondern eine Realität, die Beziehung zerstört und Leben zerbrechen lässt, zu Gott, zu anderen und zu uns selbst. Darum reicht es nicht, dass Gott uns nur tröstet oder repariert. Wo Sünde und Schuld herrschen, dort greift der Tod um sich, sichtbar im Sterben, und oft schon vorher im inneren Zerfall. Gerade deshalb muss Gottes Rettung tiefer gehen: Er nimmt nicht nur den Schmerz weg, er nimmt der Ursache die Macht.
Und genau hier setzt Gottes „neu" an. Es ist nicht bloß „schmerzfrei", sondern todesfrei. Nicht nur „bessere Umstände", sondern eine neue Ordnung: kein Sterben mehr, kein Zerbrechen mehr, keine Vergänglichkeit mehr, die alles langsam frisst. Offb 22,3 formuliert es noch tiefer: „Und kein Fluch wird mehr sein." Also nicht nur die Symptome sind weg, sondern die Ursache, die ganze verkehrte Grundprägung der Welt.
Das bedeutet auch: Die Erlösung ist nicht nur innerlich. Wenn der Tod als Prinzip verschwindet, verändert sich das Leben bis in seine sichtbare Gestalt hinein. Paulus nennt es „Unvergänglichkeit" und „Herrlichkeit". Ein Leib, der nicht mehr dem Verfall unterworfen ist, ist nicht einfach derselbe alte Leib mit weniger Schmerzen, sondern ein Leib, der nicht mehr vom Ende her definiert wird. Und eine Seele, die nicht mehr unter dem Schatten des Verlustes lebt, wird frei: frei zu lieben ohne Angst, frei zu hoffen ohne Misstrauen, frei zu dienen ohne Selbstschutz.
Darum ist Offenbarung 21,5 keine Vertröstung, sondern eine Verheißung, die Gott selbst bekräftigt: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr." Wenn du heute spürst, wie tief Vergänglichkeit in dir arbeitet, in deinem Körper, in deinem Denken, in deiner Müdigkeit, in deinem Ringen dann ist das nicht das letzte Wort über dich. Gottes letztes Wort lautet nicht „Ende", sondern „neu". Nicht, weil er die Schöpfung wegwirft, sondern weil er den Tod austilgt. Und wo der Tod verschwindet, beginnt Leben, das endlich ganz Leben ist.
Und diese neue Existenz bleibt keine abstrakte Hoffnung. Sie hat einen Zugang. Jesus selbst ist diese Tür. Denn dort, wo der Tod überwunden wird, geschieht das nicht durch ein Prinzip, sondern durch eine Person. Der Tod ist durch einen Menschen in die Welt gekommen, und durch einen Menschen wird er auch aus ihr hinausgetragen. Aber Jesus trägt nicht nur die Konsequenz, er nimmt die Ursache auf sich: Er nimmt Schuld weg, indem er sie stellvertretend trägt, und er bricht die Macht des Todes, indem er aufersteht. In seiner Auferstehung ist sichtbar geworden, was Gott mit der ganzen Schöpfung vorhat: Leben ohne Verfall, Leib ohne Sterblichkeit, Gemeinschaft ohne Trennung.
Wer ihm vertraut, steht schon jetzt auf der Seite dieser kommenden Welt. Noch leben wir im Alten, aber wir gehören nicht mehr dazu. Die Tür ist offen. Und hinter ihr liegt nicht bloß Trost, sondern Freiheit: Freiheit von Schuld, Freiheit von Sünde und am Ende Freiheit vom Tod selbst.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 05.01.2026 16:55Jetzt kommen wir vermutlich tatsächlich vom Thema ab.
Puh. Wenn man die historischen Angaben der Bibel – Personen, Genealogien, Landverheißungen – im Wesentlichen als nicht wirklich historisch, sondern eher logisch-symbolisch versteht, könnte man sich allerdings fragen, warum bis heute ein solches Gewicht auf Land, Jerusalem und tatsächliche Abstammung gelegt wird. Für viele Juden – und nicht nur für sie – scheint das ja gerade keine rein geistige oder zeitlose Größe zu sein. Im Gegenteil, sie sind identitätsstiftend.
Was mir an solchen Sichtweisen ebenfalls fremd ist: Jesus selbst geht mit dem Alten Testament ganz anders um. Er setzt die dortigen Ereignisse als real geschehen voraus, leitet aus ihnen theologische Wahrheiten ab und zeigt damit, dass Geschichte und Theologie untrennbar zusammengehören. Zugleich zitiert er die Schrift als Wort Gottes – selbst an Stellen, an denen Gott im Text nicht direkt spricht. Eine Lesart, die historische Aussagen weitgehend relativiert und die Bibel primär als zeitlos-geistige Orientierung versteht, passt für mich nicht zu Jesu eigenem Schriftverständnis. Daher ist das auch nichts für mich.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 04.01.2026 21:54Hallo Merciful,
Danke für die Klarstellung. Ich denke, wir sind uns in vielem näher, als es vielleicht zunächst wirkte. Auch ich gehe davon aus, dass Gott in der Geschichte durch Menschen geredet hat und dass es mündliche wie auch schriftliche Überlieferung gab. Mein Einwand zielte weniger auf den Prozess der Weitergabe als auf bestimmte Formulierungen: Begriffe wie „möglich" oder „nachgerechnet" vermeide ich bewusst, weil sie implizieren können, dass historische Angaben erst auf Plausibilität geprüft werden müssten. Ich verstehe die Lebensdaten – etwa die 777 Jahre Lamechs – nicht als Ergebnis menschlicher Prüfung, sondern als reale Geschichte, die Gott zuverlässig überliefern ließ. Dass sich daraus zeitliche Überschneidungen ergeben, beobachte ich gerne mit, ohne daraus eine Unsicherheit der Quelle abzuleiten.
Ich glaube, da reden wir ein Stück aneinander vorbei. Für mich ist das Anliegen dieses Threads genauso: Beobachtungen am Text festhalten und zwar so, dass sie dem entsprechen, was Genesis tatsächlich sagt. Wenn du am Ende schreibst, du seist „vom eigentlichen Anliegen abgekommen", kann ich das nachvollziehen, weil du zwischendurch auf Fragen wie Entstehung/Autorschaft/Überlieferungsweg eingegangen bist. Das ist interessant, aber es ist eben eine andere Ebene als der reine Textbefund.
Erneut: Mein Einhaken bezog sich deshalb nicht darauf, dass du „beobachten" willst, das will ich ausdrücklich auch, sondern auf einzelne Formulierungen wie „möglich" oder „nachgerechnet". Bei mir klingt das schnell so, als müsste der Text erst auf Plausibilität geprüft werden oder als stünde die Zuverlässigkeit der Angaben im Raum. Ich gehe aber davon aus, dass Genesis als Wort Gottes zuverlässige, historisch gemeinte Angaben macht also z. B. dass Lamech tatsächlich 777 Jahre alt wurde, weil es so war, nicht „damit es passt".
Wenn wir uns darauf verständigen: Text beobachten, aber unter der Voraussetzung der Zuverlässigkeit der Schrift, dann bin ich sehr gerne dabei und sehe deine Beobachtungen (zeitliche Überschneidungen, Traditionsnähe usw.) als wirklich hilfreich an.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 04.01.2026 12:07Hallo Maerciful,
in Ordnung. Dann am Anfang ein Einstieg.
Hm. Dass Lamech 777 Jahre alt wurde, hat aus meiner Sicht nichts damit zu tun, ob sich der menschliche Autor der Genesis der zeitlichen Überschneidungen bewusst war. Die letztendliche Quelle der Information ist Gott selbst. Auch falls der Schreiber kein Zeitzeuge gewesen sein sollte, stammt die Angabe aus zuverlässiger göttlicher Offenbarung. Darum gehe ich davon aus, dass Lamechs Alter nicht „passend gewählt", sondern schlicht so überliefert ist, weil Lamech tatsächlich 777 Jahre alt wurde.
Also ja:
Und auch hier: Ja
Soweit, am Anfang, ganz kurz.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Adam - Noah - Abraham
von nusskeks am 03.01.2026 19:02Hi Merciful,
interessante Gedanken. Danke dafür. Sind Anmerkungen erlaubt?
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Impulse
von nusskeks am 28.12.2025 17:46Gedanken zu Titus 3, 1-11. Diese Verse waren heute Inhalt der Predigt in unserer Gemeinde. Sie gingen mir nach.
Christlicher Glaube bewährt sich nicht zuerst im Außergewöhnlichen, sondern im Unauffälligen. Dort, wo Alltag, Reibung und Ermüdung zusammenkommen, zeigt sich, wovon ein Mensch innerlich lebt. Titus 3 richtet den Blick genau auf diesen Punkt: Nicht auf spektakuläre Frömmigkeit, sondern auf die stille Prägung des Herzens.
Ein Mensch, der aus Christus lebt, muss sein Leben nicht mehr absichern. Er ist nicht gezwungen, sich über Abgrenzung, Streit oder Überlegenheit zu definieren. Daraus erwächst eine Haltung, die ruhig bleibt, auch wenn sie nicht verstanden wird. Milde und Rücksicht sind hier keine Charaktereigenschaften, sondern Frucht innerer Entlastung. Wer nicht mehr um seinen Wert kämpfen muss, kann anderen Raum lassen.
Diese Haltung entsteht jedoch nicht durch Erziehung oder Disziplin. Sie wächst aus Wahrheit – und zwar aus einer unbequemen: Niemand beginnt auf der richtigen Seite. Die Schrift beschönigt unsere Vergangenheit nicht. Sie spricht von innerer Verirrung, von Bindungen, die wir selbst nicht lösen konnten. Wer das ernst nimmt, verliert die Illusion moralischer Überlegenheit. Und genau darin liegt der Anfang echter Barmherzigkeit.
Der entscheidende Bruch liegt nicht im Menschen, sondern in Gott. Er begegnet uns nicht, weil wir uns entwickelt haben, sondern weil er sich zuwendet. Erlösung bedeutet nicht Nachbesserung, sondern Neuanfang. Gott schafft Leben, wo zuvor innere Unfreiheit war. Diese Erneuerung ist kein äußerer Akt, sondern ein tiefes Eingreifen: Ein neues Sein, gewirkt durch den Heiligen Geist. Daraus entsteht Hoffnung, nicht als Gefühl, sondern als feste Perspektive, die über das Sichtbare hinausreicht.
Erst auf diesem Boden gewinnen gute Werke ihren Platz. Sie sind nicht Mittel zum Ziel, sondern Ausdruck eines veränderten Inneren. Sie sind Frucht. Wo Gnade verstanden wird, entsteht kein Leistungsdruck, sondern Bereitschaft. Gutes wird nicht getan, um gesehen zu werden, sondern weil das Herz neu ausgerichtet ist. Solche Werke sind unspektakulär, aber tragfähig.
Darum sind leere Streitigkeiten so gefährlich. Sie wirken geistlich, führen aber zurück zur Selbstzentrierung. Wo Rechthaberei wichtiger wird als Wahrheit in Liebe, verliert das Evangelium seine Klarheit. Titus 3 macht deutlich: Geistliche Reife zeigt sich nicht in Schärfe, sondern in Standfestigkeit ohne Härte.
Der Text lädt ein (fordert auf, ermahnt), ehrlich zu prüfen, aus welcher Quelle das eigene Handeln fließt. Aus innerem Druck, oder aus empfangener Gnade. Denn dort, wo Gottes Güte wirklich das Herz prägt, entsteht ein Leben, das nicht laut sein muss, um glaubwürdig zu sein.
Was wünschte ich, ich würde diesen Gedanken bereits entsprechen. So sind es Gedanken, die zuerst an mich gerichtet sind.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Impulse
von nusskeks am 22.12.2025 20:07Die Taufe
Taufe ist im Neuen Testament keine diffuse „Segenshandlung", sondern eine von Jesus Christus eingesetzte, öffentliche Zeichenhandlung, die an das Evangelium gebunden ist. Sie steht nicht am Anfang eines unbestimmten Weges, sondern an einem klaren Punkt: Dort, wo ein Mensch das Wort Gottes hört, Christus glaubt und sich bewusst zu ihm stellt.
Die biblische Taufe kommt nicht aus einem religionsgeschichtlichen Vakuum. Israel kannte rituelle Waschungen. Johannes der Täufer greift dieses Bild auf, aber er lädt es mit prophetischer Schärfe: „Taufe der Buße" (Mk 1,4), eine bewusste Umkehr hin zu Gott, ein öffentliches Bekenntnis: Ich kehre um, ich stelle mich unter Gottes Anspruch. Menschen kamen, bekannten ihre Sünden und ließen sich taufen. Johannes' Taufe war vorbereitend; sie wies auf den Kommenden, den Messias, hin
Dann tritt Jesus in den Jordan. Nicht weil er Buße nötig hätte, sondern weil er „alle Gerechtigkeit erfüllen" will (Mt 3,15): Er stellt sich sichtbar in Gottes Heilsweg. Der Vater bezeugt ihn, der Geist kommt auf ihn. Die Taufe Jesu ist keine Reinigung, sondern göttliche Bestätigung und Auftakt seines öffentlichen Dienstes.
Nach Kreuz und Auferstehung setzt der Auferstandene die Taufe als Ordnung der Jüngerschaft ein: „Macht zu Jüngern ... und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt 28,19). Diese „Taufe in den Namen" ist Zugehörigkeit: Wer getauft wird, wird öffentlich dem Namen Gottes zugeordnet. Darum beschreibt die Apostelgeschichte den Normalfall so: Das Evangelium wird verkündigt, Menschen glauben und kehren um, dann werden sie getauft (Apg 2,38–41). Taufe ist die geordnete, sichtbare Antwort auf das gehörte Wort.
Paulus erklärt, was Taufe bezeugt: „Wir sind mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod ... so auch wir in einem neuen Leben wandeln." (Röm 6,4). Taufe ist nicht bloß Symbolsprache, aber sie ist auch keine Wasser-Magie. Sie ist das öffentliche Zeichen: Gott hat mich aus dem alten Leben herausgerissen, ich gehöre Christus, ich stehe auf seiner Seite. Petrus schneidet jede mechanische Deutung ab: Taufe rettet „nicht als Ablegen von Schmutz vom Leib, sondern als Antwort eines guten Gewissens an Gott, durch die Auferstehung Jesu Christi" (1Petr 3,21). Damit ist klar: Taufe ist kein „Heilbad", das unabhängig vom Herzen wirkt. Sie ist Gewissenssache vor Gott – gebunden an Christus.
Genau hier wird die Grundlage für Säuglingstaufe dünn. Die Schrift kennt zwar „Haustaufen", aber sie erklärt nicht, dass Säuglinge darin eingeschlossen waren, und sie erhebt das auch nirgends zur Norm. Apg 11,14 spricht von „Worten", durch die Cornelius gerettet wird; Taufe steht dort nicht. Apg 16 berichtet, dass Lydia „mit ihrem Haus" getauft wurde (Apg 16,15) und der Kerkermeister „er und alle die Seinen" (Apg 16,33). Doch der Text nennt keine Altersgruppen oder das Taufe ohne Bekenntnis und Glaube möglich wäre; er betont im Kontext, dass das Wort im Haus verkündigt wurde. Aus „Haus" lässt sich daher nicht sauber „Säuglinge" beweisen. Und aus dem Schweigen der Schrift darf man keine Lehre mit Gewissheit bauen. Denn auf welcher biblischen Grundlage sollte die Taufe Ausdruck eines erst zukünftigen Glaubens oder einer bloßen Hoffnung auf kommendes Heil sein, statt – wie im Neuen Testament – Zeugnis eines bereits vollzogenen Heilshandelns Gottes?
Darum bleibt die christliche Taufe nach biblischem Zeugnis dies: die von Jesus eingesetzte, öffentliche Handlung, in der ein Mensch, der das Evangelium gehört und Christus glaubt, bekennt: Ich bin mit Christus gestorben und lebe mit ihm. Alles andere – jede Umkehrung von Zeugnis des geschehenen Heils zur bloßen Hoffnung auf zukünftigen Glauben – ist nicht klar aus dem Neuen Testament abgeleitet, sondern braucht zusätzliche Voraussetzungen.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von nusskeks am 20.12.2025 10:43Hallo Argo,
Wenn du das so verstehst, solltest du die Tauffrage noch einmal konsequent am biblischen Text prüfen. Das NT beschreibt Taufe nicht primär als religiöse Erfahrung oder innere Überzeugung, sondern als Bekenntnis zu einem bereits vollzogenen Heilshandeln Gottes – darin sehe ich deine Argumentation nicht textlich gedeckt.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von nusskeks am 20.12.2025 08:43Hallo Argo,
danke für Deine Antwort. Nehme ich sie zu dem, was Du bisher über Taufe gesagt hast hinzu, so kann ich mich pausenclown nur anschließen. Mein Verständnis von Taufe ist das, was Du beschreibst, nicht. Da spricht so viel dagegen. Hier nur ganz kurz:
Apg 11,14 spricht von der Rettung durch die Verkündigung des Wortes; dass die Bibel dieses Heil zugleich mit Waschungsbildern beschreibt (z. B. Eph 5,26; Tit 3,5), ist richtig, aber das ist nicht identisch mit der konkreten Taufhandlung. Das NT unterscheidet sauber zwischen Wortverkündigung (die Glauben weckt), Waschungssprache (die das geschehene Heil beschreibt) und Taufe als von Christus eingesetztem, sichtbarem Bekenntnis und Zeugnis dieses Heils.
Die Haustaufen (Apg 16,15.33) nennen keine Altersgruppen, sodass man daraus keine Säuglingstaufe ableiten kann. Das biblisch belegte Wesen der Taufe ist Bekenntnis und Verkündigung eines bereits geschehenen Heilshandelns Gottes am Täufling (vgl. Röm 6; Kol 2,12; 1Petr 3,21); bei der Säuglingstaufe wird diese Richtung jedoch umgedreht von Zeugnis des Erlebten zu Hoffnung auf Zukünftiges. Damit verschiebt sich die neutestamentliche Bedeutung der Taufe grundlegend.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von nusskeks am 19.12.2025 17:41Hallo Argo,
findet sich Deine Perspektive auf die Taufe in der Bibel? Falls ja, wäre ich dankbar für konkrete Bibelverse.
Dankeschön.
gruß
nk
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