Suche nach Beiträgen von nusskeks

1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  76  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 757 Ergebnisse:


nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: 5. Mose 31,24-27

von nusskeks am 28.06.2026 06:23

Burgen: Habe mal gelesen, dass die fünf Bücher Mose nicht nur durch Mose geschrieben wurde. Ähnlich wie bei Jesaje und Johannes. Denke, der eigentliche Autor ist ja Gott selbst ...

Dabei handelt es sich meist um Aussagen von liberalen Theologen, also von Menschen, die weit davon entfernt sich der Bibel irgendeinene besondere Vertrauenswürdigkeit oder gar göttliche Inspiration zuzumessen. Es kann jeder Theologie studieren, egal ob er Jesus lieb hat oder Atheist ist. Daher würde ich immer schauen, wer solche Aussagen macht.

Die Theologie die an deutschen Universitäten gelehrt wird, baut auf atheistischen Grundannahmen auf. Das bedeutet, dass man keinen Gott braucht, um diese Theologie zu betreiben. Dieser Punkt ist wichtig, da Theologie schon lange darum kämpft, von anderen Studiengängen überhaupt als "Wissenschaft" anerkannt zu werden und damit eine Berechtigung zu haben, an allgemeinen Hochschulen einen Platz haben zu dürfen. Hinzu kommt natürlich, dass es sehr einflussreiche Theologen gegeben hat, die der Bibel jeglichen übernatürlichen Mehrwert absprechen.

Wer als bekennender Jesusnachfolger an einer deutschen Uni Theologie studiert muss also eher aufpassen, sein Vertrauen in Gott und Bibel nicht zu verlieren als er darin gestärkt und weiterentwickelt wird.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: 5. Mose 31,24-27

von nusskeks am 27.06.2026 19:42

Mir gefallen solche Überlegungen auch immer sehr. Wenn man sich mit solchen Themen befasst, finde ich es wichtig im Hinterkopf zu haben, dass weder Jesus noch die Apostel irgendeinen Zweifel daran erkennen lassen, dass die Tora göttlichen Ursprung und mosaische Autorität besitzt.

Sie sprechen selbstverständlich von „Mose", vom „Gesetz des Mose", von dem, was „Mose geschrieben" oder „gesagt" hat, und behandeln diese Schriften zugleich als verbindliches Wort Gottes.

Mögliche Fragen nach Rahmung, Überlieferung oder Abschlussnotizen ändern daran nichts. Nach dem biblischen Selbstzeugnis ist der Pentateuch seinem Ursprung, seiner Autorität und seinem Zeugnis nach Gottes Wort durch Mose.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Studienbibeln

von nusskeks am 23.06.2026 07:46

Auch wenn ich digitale Bibeln derzeit bevorzuge, geschieht dies nicht unkritisch. Nicht nur wegen des Stroms sondern auch wegen der Veränderbarkeit. Menschen die in die Bibel nicht "zuhause" sind, merken Verändeungen am Text vielleicht gar nicht, oder nicht so schnell. Bei einer gedruckten oder geschriebenen Bibel kommt dies nicht vor.

Dann stört mich die Beliebigkeit oder die Profanität. Die Bibel ist das Wort Gottes. Ja, es ist praktisch sie auf jedem Smartphone zu haben. Irgendwie habe ich jedoch den Eindruck, das Wort Gottes sollte eine würdigere Darreichungsform haben, als ein Telefon. Dabei geht es mir garnicht darum, die Bibel möglichst prozig und kostspielig zu drucken. Es geht mir um einen angemessenen Rahmen. Schließlich spricht Gott durch sein Wort. Aber vielleicht bin ich da zu nostaligisch oder irgendwo falsch abgebogen. Das Wort Gottes entfaltet seine Würde ja nicht aus seinem äußeren Erscheinungsbild, sondern von innen heraus. Denke ich an die Schriftrollen die in den Synagogen geschützt gelagert werden erkenne ich jedoch, dass es nicht nur mir so ergeht.

Die digitale Verfügbarkeit sollte ebenfalls nicht darüber hinweg täuschen, dass es gerade die Verfügbarkeit ist, die einen falschen Eindruck hinterlassen könnte. Die Bibel steht uns zur Verfügung? Das mag äußerlich so sein, aber in Wahrheit handelt es sich dabei um das Wort Gottes, welches sich überhaupt nicht in unserer Verfügbarkeit befindet. Es ist immer noch der Herr selbst, der sich uns offenbart. Es ist der Herr der spricht und es ist sein Geist, der weht wo er will. Er ist Gott. Wir sind es nicht. Damit will ich keiner "Vergötzung" der Bibel das Wort reden sondern einfach noch mal klarstellen, wo und wie unsere Position und unsere Haltung zur Bibel eingeordnet ist. Unabhängig davon, welche Art oder Form von Bibel wir vor uns haben.


Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Studienbibeln

von nusskeks am 22.06.2026 19:24

Merciful: 1) Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe, R.Brockhaus 2025, ca. 2700 Seiten, Kunstleder oder Leder

Obwohl ich zu dieser Studienbibel bislang nur wenig negative Stimmen ausfindig machen konnte und selber bereits ein Exemplar verschenkt habe frage ich mich, ob die Zeit großer und schwerer Studienbibeln vorbei sein könnte.

Ich selbst habe mich schon einige Male gefragt, ob ich mir diese Bibel kaufen sollte. Bisher habe ich es nicht getan. Zu groß, zu schwer und mit für mich nicht genug Mehrwert. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich kein Neuling unter den Jesusnachfolgern bin. Kein "Jüngling" und keiner von den "Unreifen" von denen Gott in seinem Wort spricht. Bislang sehe ich lediglich pragmatische Gründe, mir diese Bibel zu kaufen. Strom.

Vor einigen Jahren habe ich angefangen auf elektronische Bibel umzuschwenken. Die Vorteile sind gewaltig. Einige Nachteile gibt es auch. Für meine Augen sind digitale Bibel sehr hilfreich. Kein gedrucktes Buch kann die Schrift vergrößern. Gedruckte Bücher benötigen allerdings keinen Strom. Kein gedrucktes Buch hilft mir dabei, Bibelstellung schnell zu finden. Gedruckte Bücher helfen mir jedoch, mein Gedächtnis aktiv zu halten. Bibelverse auswendig lernen ist ein großer Vorteil für schwere Zeiten, in denen weder gedruckte noch digitale Bibel im schnellen Zugriff sind. Mit dem fortschreitenen Alter lässt das Gedächtnis jedoch nach, besonders wenn man neue Bibelverse lernen will. Da kommt wieder die digitale Bibel ins Rennen. Bei gedruckten Büchern habe ich eine Bibelübersetzung im Zugriff. Bei den digitalen Bibel habe ich alle Übersetzungen im Zugriff. Krass. Kenntnisse in den Grundtexten sind vorhanden, aber versucht mal die Kittel-Wörterbuchreihe zum Hauskreis mitzunehmen. Das geht nicht.

Vorteile, Nachteile.

Studienbibeln haben noch immer ihren Platz. Ihr Nutzen ist jedoch unterschiedlich. Da kommt es auf den Leser an und natürlich auf die Autoren.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Studienbibeln

von nusskeks am 22.06.2026 12:27

Ergänzung:

1. "Das Jüdische Neue Testament", David H. Stern
zusammen mit:
"Kommentar zum jüdischen Neuen Testament (früher 3 Bände, heute 1 Band ), David H. Stern

Zwar handelt es sich nicht um eine komplette Bibel und es ist auch nicht ein einzelnes Buch (Sondern zwei), aber es bietet wertvolle Informationen 

2. "Studienbibel zur biblischen Prophetie" Mit dem Text der Elberfelder Bibel 1.774 Seiten, R. Brockhaus Verlag
Eine wenig bekannte Studiebibel die sich mit einer speziellen Perspektive befasst.

achja, da war ja noch die

3. Lutherbibel erklärt, 2048 Seiten, DBG:
Wird nicht mehr angeboten, ist aber antiquarisch zu bekommen. 
Auch hier müssen die Erläuterungen immerhintefragt werden, denn in und für die DGB arbeiten nicht nur Leute, welche die Bibel als das Wort Gottes ansehen.



Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.06.2026 12:37.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Studienbibeln

von nusskeks am 22.06.2026 08:38

Gedruckte Studienbibeln haben den Nachteil, dass ihre Kommentare meist sehr kompakt sein müssen. Dadurch werden sie oft ziemlich oberflächlich. In unserem Hauskreis arbeiten manche Teilnehmer mit Studienbibeln. In der Liste ganz oben sind auch Bibeln, die leicht erweiterte Erklärungen haben. Ob man sie schon als "Studienbibeln" bezeichnen kann, weiß ich nicht. Gibt für diesen Begriff überhaupt eine klare Definition?

Gedruckte Studienbibeln haben den Vorteil, dass sie gerade unbelesenen Menschen zumindest Anhaltspunkte für mögliche Bedeutungen oder Rahmenbedingungen für einzelnen biblische Aussagen gibt. Da kaum eine (oder gar keine) Studienbibel zu jedem Vers einen Kommentar bietet, ist die Auswahl bereits teil dessen, was die Autoren also wichtig oder unwichtig betrachten.

Gerade am Anfang würde ich daher nur Studienbibeln von frommen Autoren empfehlen. Zwar können auch solche Autoren irren, aber bei ihnen hat man zumindest eine gemeinsame geistliche Basis. 

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Studienbibeln

von nusskeks am 21.06.2026 12:15

9) Stuttgarter Erklärungsbibel, Lutherbibel 2017, Deutsche Bibelgesellschaft 2023, ca. 2200 Seiten, gebunden

Hierzu der Hinweis, dass die DBG kein frommer Verlag ist. Entsprechend wechseln die Zusatzinformationen, also der Studienteil, in ihrem Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Schrift teilweise deutlich. Meine Ausgabe ist aus 1992, also schon alt. Allerdings hat sich die DBG seitdem nicht stark in die fromme Richtung entwickelt.

Merciful: Zudem müssen Erläuterungen durchaus kritisch geprüft werden

Dieser Hinweis trifft also bei 9) in besonderer Weise zu. Aufgrund der liberalen Theologie in diesem Buch, kommt es zu den genannten Unterschieden in der Qualität. Als Richtschnur würde ich empfehlen zu schauen, wo in dem Studienteil Aussagen der Bibel angezweifelt werden. Wo wird Vertrauen nicht gestärkt, sondern eher in Richtung Unsicherheit argumentiert? Wo wird die Heilige Schrift als das Wort Gottes dargestellt, aller Kritik zum Trotz? Das gilt für jeden Kommentar zur Bibel. Immer wenn der Autor sich über die Bibel stellt, er einen vermeintlichen Fehler also nicht eher auf die Menschen als Ursache schiebt, sondern die Bibel selbst als unzuverlässig annimmt, ist großes Misstrauen dem Kommentator gegenüber angebracht.


Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.06.2026 12:16.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Impulse

von nusskeks am 16.06.2026 18:56

Jesus groß machen, ohne Israel klein zu machen

Manchmal meinen wir, Jesus werde größer, wenn der Hintergrund möglichst dunkel ist. Dann wird aus der jüdischen Welt Jesu eine Welt der Kälte, der Gesetzlichkeit, der Ausgrenzung. Und vor diesem Hintergrund erscheint Jesus dann hell: barmherzig statt gesetzlich, menschlich statt religiös, frei statt jüdisch.

Aber die Bibel braucht diese Gegenüberstellung nicht.

Jesus selbst sagt: „Das Heil ist aus den Juden" (Joh 4,22). Er sagt nicht: Das Heil kommt gegen Israel. Auch nicht: Das Heil kommt trotz Israel. Sondern: aus den Juden. Der Sohn Gottes kam nicht in einen zufälligen religiösen Raum hinein, sondern in die Geschichte Gottes mit Abraham, Isaak und Jakob. Er kam unter das Gesetz, zu den Verheißungen, in das Volk, dem Gott sein Wort anvertraut hatte. Und gerade dort wird offenbar, wer er ist.

Darum sagt Jesus auch: „Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Mt 5,17). Das ist wichtig. Jesus ist nicht der Korrekturstift Gottes, der endlich die peinlichen Stellen des Alten Testaments verbessert. Er ist die Erfüllung dessen, was Gott zuvor geredet hat. Wenn wir also Gottes Gesetz als menschenfeindlich zeichnen, damit Jesus barmherzig wirken kann, haben wir nicht Jesus erhöht, sondern Gottes eigenes Wort erniedrigt.

Die Frau in Markus 5 war krank. Sie litt. Zwölf Jahre. Ihr Leben war von Schwäche, Enttäuschung und vergeblicher Hoffnung geprägt. Die Schrift sagt, dass ihr Blutfluss kultische Unreinheit bedeutete. Aber Unreinheit ist in der Bibel nicht dasselbe wie Sünde. Sie ist nicht moralische Schuld, nicht Gottes Verachtung, nicht Wertlosigkeit. Wer das verwechselt, macht aus einer leidenden Frau eine Verstoßene, wo der Text das gar nicht sagt.

Und dann kommt diese Frau zu Jesus. Nicht als Symbol gegen das Judentum. Nicht als Beweis, dass Gottes Gesetz grausam sei. Sondern als leidender Mensch, der Heil bei dem sucht, in dem Gottes Kraft gegenwärtig ist. Sie berührt sein Gewand. Und Jesus lässt diese heimliche Berührung nicht im Verborgenen verschwinden. Er sieht sie. Er ruft sie heraus, nicht um sie zu beschämen, sondern um ihr öffentlich Frieden zuzusprechen: „Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden" (Mk 5,34).

Das ist der eigentliche Glanz dieser Geschichte: Jesus sieht den Einzelnen in der Menge. Er erkennt den Glauben, der zitternd zu ihm kommt. Er heilt nicht nur den Körper, sondern stellt den Menschen vor Gott aufrecht hin.

Wir müssen Israel nicht verdunkeln, um Christus leuchten zu lassen. Sein Licht ist groß genug. Er ist der Messias Israels, der Retter der Welt, der Sohn Gottes. Und wer mit seiner Not zu ihm kommt, kommt nicht zu einem Gegner der Schrift, sondern zu dem, in dem Gottes Wort Fleisch geworden ist.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: Die Freiheit eines Christen ? anhand des Dekalog?

von nusskeks am 02.06.2026 09:43

Freiheit und Dekalog. Passt das überhaupt zusammen? Schließlich findet man in den 10 Geboten lauter Dinge die von uns gefordert werden. Dinge die wir tun, oder lassen sollen. Der Dekalog selbst ist Teil eines Bundes, an den sich die Menschen halten sollen, um daraus Fluch und Segen zu erlangen. Wo ist denn da die Freiheit? Und... überhaupt... die 10 Gebote sind doch Teil des Alten Bundes. Gelten sie überhaupt für Menschen des Neuen Bundes?

Solche und weitere Gedanken habe ich im Laufe der Jahre schon alle gehört oder gelesen. Sogar von Menschen, die sich selbst seit vielen Jahren als Christen betrachten.

Vermutlich hängt das an der Prägung. Denn ein Begriff wie "Freiheit" kommt ja nicht nur in der Bibel vor. Sehr viele Menschen finden Freiheit toll und sehnen sich nach wirklicher Freiheit. Was Freiheit genau ist, wird jedoch selten durchdacht. Ist Freiheit ein Synonym für Anarchie, also für grenzenlose Selbstbestimmung? Oder muss Freiheit schon aus ihrem Wesen heraus Begrenzungen haben, damit sie sich nicht in etwas anderes "verwandelt"? Schließlich gibt es nicht nur einen Menschen auf dieser Welt. Sobald es einen Zweiten gibt, hat die persönliche Freiheit ihre Grenzen, nämlich bei der Freiheit des anderen Menschen.

Oder ist Freiheit ansich schon eine Abgrenzung? Ist die entscheidene Frage eigentlich immer: Freiheit, wovon, also in Abgrenzung? Oder, Freiheit, wozu, also zielgerichtet als eine Beschreibung der Möglichkeiten meines eigenen Handelns und Denkens?

Ja, die 10 Gebote sind Freiheit. Sie sind Freiheit aber noch so vieles mehr. Sie sind auch ein Schutzraum, der von niemandem anderes eingerichtet wurde als dem Erschaffer der Welt.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 757

Re: sündigt ein Christ nicht mehr?

von nusskeks am 28.05.2026 09:37

Gehorsam Christi? Meinst Du seinen Gehorsam oder unseren Gehorsam ihm gegenüber?

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten
1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  76  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite