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Re: Der schmale Weg
von nusskeks am 25.04.2026 07:06Das ist richtig, und zugleich noch zu wenig gesagt. Die Bibel ist nicht einfach ein „starres" religiöses Dokument, dem Christus erst nachträglich Lebendigkeit geben müsste. Sie ist Gottes geschriebenes Wort, durch den Geist gegeben, und gerade der lebendige Christus hat sich immer wieder auf die Schriften berufen. Wer die Bibel als „starr" abwertet und demgegenüber die eigene unmittelbare Verbindung mit Christus betont, stellt einen Gegensatz her, den Jesus selbst nie hergestellt hat. Jesus hat das Alte Testament als Gottes Wort behandelt, auch dort, wo er nicht nur direkte Gottesrede zitiert. Er hat aus den Schriften gelehrt, aus ihnen seine Sendung erklärt, aus ihnen seine Messianität bezeugt und seine Jünger zu ihrem Verständnis geführt.
Auch die Apostel haben nach Pfingsten nicht so gesprochen, als seien die Schriften nun zweitrangig oder bloß äußerlich. Ihre Verkündigung gründete auf den Schriften des Alten Testaments, auf der Lehre Jesu und auf dem Wirken des Heiligen Geistes. Der Geist führte sie nicht von der Schrift weg, sondern tiefer in Gottes offenbarte Wahrheit hinein.
Darum halte ich diese Sicht für geistlich gefährlich: Wenn die Bibel als „starr" gilt, während eigene innere Eindrücke als lebendige Führung Christi erscheinen, ist der Maßstab verschoben. Dann prüft nicht mehr Gottes Wort unsere Gedanken, sondern unsere Gedanken beginnen, Gottes Wort zu relativieren.
Man kann darüber reden, aber irgendwann stellt sich auch die Frage, ob noch ein echtes Hören auf die Schrift vorhanden ist. Denn wenn jemand die Schrift fortwährend niedriger stellt als seine eigenen geistlichen Eindrücke, dann wird Erklärung allein kaum helfen. Die biblische Antwort darauf ist jedenfalls klar: Christus und die Schrift stehen nicht gegeneinander. Wer Christus wirklich hören will, wird sein geschriebenes Wort nicht als starr abtun.
Die Frage „Was ist mehr: das geschriebene Wort oder der Lebendige?" stellt bereits einen Gegensatz auf, den Jesus selbst nicht aufgestellt hat. Im Gegenteil: Jesus hat sich immer wieder auf die Schriften berufen, wenn es um seine Sendung, seine Lehre und seine Messianität ging. Natürlich ist Jesus mehr als ein geschriebenes Buch. Aber der lebendige Christus steht nicht gegen Gottes geschriebenes Wort. Er erfüllt es, bestätigt es und führt seine Jünger gerade in Gottes Wahrheit hinein.
Auch die Behauptung, Christus gebe uns „unentwegt augenblicklich" die richtige Antwort oder den richtigen Gedanken, halte ich biblisch nicht für tragfähig. Dann bräuchten Christen keine Belehrung, keine Korrektur, kein Prüfen und kein Wachsen in Erkenntnis. Das Neue Testament zeigt aber genau das Gegenteil.
Der Geist Gottes ersetzt die Schrift nicht, sondern öffnet sie und richtet unser Denken an ihr aus. Wer innere Eindrücke über das geschriebene Wort stellt, verliert den Maßstab, an dem diese Eindrücke geprüft werden müssen. Darum ist es kein geistlicher Fortschritt, die Bibel weniger ernst zu nehmen, sondern ein gefährlicher Irrweg.
Ich halte diese Gleichung für geistlich gefährlich und biblisch nicht tragfähig. Dass Christus durch den Geist in einem Gläubigen wohnt, bedeutet nicht, dass dieser Mensch nun automatisch biblisch denkt, biblisch urteilt oder biblisch redet. Wäre das so, bräuchten Christen keine Belehrung, keine Ermahnung, keine Korrektur und kein beständiges Prüfen an der Schrift. Genau das Neue Testament zeigt aber das Gegenteil.
Der Heilige Geist ersetzt die Bibel nicht. Er führt nicht an der Schrift vorbei, sondern in Gottes offenbartes Wort hinein. Darum ist es ein schwerer Fehler, aus der inneren Verbindung mit Christus abzuleiten, man habe damit gewissermaßen den Inhalt der Bibel schon in sich. Christus wohnt im Gläubigen; aber unsere Gedanken, Deutungen und inneren Eindrücke sind deshalb nicht automatisch Gottes Wort.
Gerade wer die Bibel lesen könnte, sie aber kaum liest oder nicht ernsthaft an ihr prüft, sollte sehr vorsichtig sein, seine eigenen Gedanken geistlich aufzuwerten. Ohne die Schrift fehlt der Maßstab, an dem man unterscheiden kann, was wirklich aus Gottes Wort kommt und was nur eigene Vorstellung, religiöse Sprache oder persönliche Deutung ist.
Deshalb widerspreche ich hier deutlich: Christus in uns macht die Bibel nicht überflüssig und macht unsere Aussagen nicht automatisch biblisch. Im Gegenteil: Wer wirklich in Christus leben will, wird sich vom geschriebenen Wort Gottes prüfen, korrigieren und formen lassen müssen.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von nusskeks am 25.04.2026 06:30Ich habe mich gerade gefragt, welche Unterstützung dieser Thread und die darin geschilderten Träume, bieten können, um die Stimme Gottes (des Gottes der Bibel) aus all den eigenen Gedanken, Phantasien und Stimmen, von einander zu unterscheiden.
Man muss, einmal mehr, die Bibel schon recht gut kennen. Sie ist unsere einzige normative Richtschnur, unsere Thora.
Mittlerweile wäre es wohl sinnvoll, diesen Thread hier in einen Bereich zu verschieben, den man mit "Esoterik", "Außerbiblische Erfahrungen" oder ähnlichem betitelt.
gruß
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 23.04.2026 14:55Das ergibt Sinn, auch für mich.
@Burgen, sorry für Beiträge meinerseits, die nicht dem Thema dienen.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 23.04.2026 13:33Hallo Argo,
Du zitierst diese Bibelstelle und beziehst es auf die Identität oder den gelebten Glaubensweg derer, die aus den Juden zum Messias Jesus Christus gefunden haben? Die Frage ist rhetorisch und Dein Bezug ziemlich eigentümlich.
Jeder der die von Dir zitierte Bibelstelle und deren Zusammenhang liest wird sofort verstehen, dass sie in keinem Bezug zu der Frage nach jüdischer bzw. messianisch-jüdischer Identität steht. Denn was sagt die biologische oder historische Herkunft eines Menschen über dessen Liebe zu Jesus aus? Richtig, gar nichts.
Also lass doch die messianischen Juden bitte messianische Juden sein. Sie wollen einfach nur dem Messias Jesus Christus dienen. Mehr nicht. Mehr will ich auch nicht. Darin bin ich mit den messianischen Juden also eins. Und genau darum geht es. Eins zu sein, in Jesus dem Messias.
Das scheint Dir schwer zu fallen zu verstehen oder zu akzeptieren. Ich hoffe, es ist ein Verständnisproblem, denn das kann man durch etwas Bibelstudium beheben. Vielleicht ist es auch ein geistliches Problem, dann kann ich nur für Dich beten, was ich gerne mache. Denn bei fehlendem Heiligen Geist sind die Möglichkeiten menschlicher Unterstützung ansonsten sehr begrenzt
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Apostelgeschichte 21
von nusskeks am 22.04.2026 15:44Ich finde Gottesdienst und Predigt gut.
Gerade der Grundgedanke, dass man sowohl jüdische als auch heidnische Identität als legitim ansieht, finde ich wichtig.
Ein paar Anfragen hätte ich, da ich denke, dass ein paar Schlussfolgerungen etwas zu kurz greifen, oder biblische Aussagen übersehen. Aber das tut der Gesamtqualität der Predigt keinen Abbruch. Daher kann ich es auch einfach dabei belassen.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 22.04.2026 11:00Sprichwörtlich haben alle Jesusnachfolger das große Los gezogen. Eindeutig. Denke ich weiter, dann gibt gar keinen Lostopf. Es gibt Erwählung, Liebe, Gnade und Vorsehung.
Wir haben einen Messias. Jesus Christus. Wenn er sagt, es gibt ein einziges Volk, eine einzige Herde, welches aus den Hebräern (Juden) und den Nicht-Juden (Heiden) besteht, dann nehme ich es so an. Er selbst, der Messias, hat den Zaun durchbrochen, der die Völker trennte, so sagt es Paulus. Ich will das gerne annehmen.
Es ist jedoch so wundersam, dass ich weiter erforschen muss, worin mein Erbe genau besteht. Denn Paulus nennt mich einen Erben, gleichwie Isaak. Das hätte ich mir selbst nicht zugeschrieben. Ich nehme es an, weil es in der Bibel so steht.
Das Heil kommt aus den Juden. Auch das nehme ich an. Mein Messias hat es gesagt und der muss es wissen.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 22.04.2026 09:38Da bin ich mir nicht sicher. Muss ich drüber nachdenken.
Wenn es da Unterschiede gibt stellt sich mir die Frage, woher die kämen, denn Jesus und die Apostel haben zum Thema Nächstenliebe und Gerechtigkeit eine Menge gelehrt das dem, das Du schreibst, entspricht. Was kein Wunder ist, da sie Juden waren. Der neue Weg ist von seinem jüdisch-hebräischen Ursprung ja nicht abgeschnitten, wie Paulus im Römerbrief auch formuliert. Im Gegenteil, er trägt auch uns Jesusnachfolger die nicht aus den Juden sondern aus den Heiden sind.
Da stellt sich mir auch die Frage, wenn Jesusnachfolger Teil der einen Herde sind, wie Jesus es sagt, und sie wie Isaak ebenfalls als Erben eingesetzt sind, wie Paulus schreibt, was bedeutet das konkret? Da werde ich schauen, was Herr Fruchtenbaum dazu sagt. Obwohl er bisher kein Buch zum Römerbrief geschrieben hat. Ich hoffe, er bekommt das trotz seines hohen Alters noch hin. Ich kenne kaum andere messianische Juden die so ausführliche Schriften verfasst haben.
Leider kann ich für mich nicht herausfinden, ob ich jüdische Wurzeln habe. Ich habe in meiner Verwandtschaft niemanden den ich noch fragen könnte. Alle Bemühungen endeteten sehr schnell, da sich niemand besonders weit erinnern kann.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 22.04.2026 08:13Eine gute Frage.
-> Nachdem ich die Bücher von Herrn Fruchtenbaum gelesen hatte, stieg mein Vertrauen in die Schrift. Sowohl in das Alte als auch in das Neue Testament.
-> Das gesteigerte Vertrauen in das Wort Gottes wiederum hatte zur Folge, dass auch mein generelles Vertrauen in den Vater und in Jesus gesteigert wurde. Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit, Fürsorge in seine Liebe und in seine Barmherzigkeit.
-> Das wiederum hat Einfluss auf meinen Alltag, auf Entscheidungen die ich treffen muss in Bezug auf Beruf und Familie. Ich werfe meine Sorgen mit größerem Vertrauen auf Gott, kann besser Dinge loslassen, die ich nicht ändern kann und mache dadurch auch Menschen Mut, die dieses veränderte Vertrauen an mir sehen.
-> Dann machen mir solche Erklärungen wie die von Herrn Fruchtenbaum einfach Freude. Mit einer größere Begeisterung lese ich die Schrift, blicke hinter die vielen Details, die mir bisher verschlossen blieben und bin quasi "ansteckend" darin, diese Freude auch anderen Menschen zu vermitteln. Ihnen Mut zu machen, der Schrift mehr zu vertrauen als sie es bisher taten und vielleicht auch mit einer größeren Liebe darin zu lesen und zu forschen.
-> Durch das erhöhte Verständnis der hebräischen-jüdischen und messianisch-jüdischen Lebens- und Denkweise steigert sich mein Verständnis für Israel und die Juden. Vorurteile die ich vielleicht noch hatte, werden und wurden reduziert. Mein Interesse am Land Israel, also das Land in dem das Alte und das Neue testament angesiedelt ist, steigerte sich noch mehr. Damit auch mein Wunsch, es persönlich zu erleben. Dies alles hat wiederum zur Folge, dass ich Nachrichten aus und über Israel besser einordnen kann und meine Solidarität mit und zu Israel gesteigert wurde.
Mehr fällt mir spontan nicht ein.
Hoditai, Mensch des Weges
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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...
von nusskeks am 22.04.2026 07:28Zum Titel dieses Threads:
will vermutlich die jüdische Lehre mit der christlichen Lehre vergleichen. So wie der erste Beitrag von Burgen geschrieben wurde, wird das Thema etwas eingegrenzt, was auch notwendig ist. Es soll um die Unterschiede in den Lehren zur Zeit des Neuen Testaments gehen. Soweit ich weißm waren damals die Mishna und die Thora Grundlage für lehrmäßige Aussagen, jedenfalls lese ich das bei Herrn Fruchtenbaum so.
Neben den Büchern von Herrn Fruchtenbaum ist mir da noch das Buch
"Die jüdische Mischna und das jüdische Neue Testament: Parallelen und Unterschiede" von Jacob Thiessen
aufgefallen. Ich habe bereits angefangen es zu lesen. Es ist sehr ausführlich und mit vielen Quellenangaben.
Jacob Thiessen ist Rektor an der STH-Basel und dort auch Professor für Neues Testament. Die STH Basel ist eine unabhängige aber staatlich anerkannte Hochschule für Theologie. Was ich gut finde ist, dass dort regelmäßig Studienreisen nach Israel unternommen werden und bereits viele Kontakte dorthin geknüpft wurden.
Hoditai, Mensch des Weges
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