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Re: Clownis Welt
von pausenclown am 01.11.2026 08:01Hallo Sterntaler.
Beim darüber nachdenken, was und wie ich schreibe, ist mir aufgefallen, gar nicht so einfach.
In meiner Zeit in der Gedenkstätte bin ich der Frage nachgegangen: Haben die jüdischen Häftlinge die biblischen Feste gefeiert und war das überhaupt möglich?
Tatsächlich wurden diese Feste gefeiert und von Wundern wurde berichtet.
Das Wunder zu Pessach.
Um die Geschichte etwas besser zu verstehen. Das Lager wurde im Sommer 1944 gegründet. Dazu wurden über 2000 männliche Juden aus dem Ghetto Radom zur Zwangsarbeit deponiert. Nachdem im Herbst die Arbeiten an der Baustelle aufhörten, wurde das Lager, das Zentrale Krankenlager für die umliegenden Lager.
Natürlich war es kein Erholungslager, sondern ein Sterbelager, die Häftlinge starben an Unterernährung, Krankheiten wie Typhus.
Ende März, kurz vor der Befreiung, stand Pessach vor der Tür. Pessach das Gedenken an Ende des ägyptischen Sklaverei und wie Gott sein Volk aus Ägypten befreit hat.
Und im all diesen Wahnsinn die Frage: Wie können wir Pessach feiern, wie das Gebot einhalten, keinen Sauerteig zu essen und Mehl für das Matzenbrot zu bekommen?
Einer der jüdischen Häftlinge erhielt aus einem Dienst für einen Wachsoldaten 5 Kilo Mehl und der nächste aus der Wachmannschaft machte daraus 5 Kilo Mehl und am Ende haben sie 15 Kilo Mehl bekommen.
Zitate:
Die erloschenen Seelen wurden wieder entzündet. Wir haben unsere Arbeit übernommen, zusammen haben wir Holzstücke „organisiert“. Das Holz lieferte ein Zimmermann aus Radom. Ich fand ein Rad in meiner Werkstatt und die Heilige Aufgabe begann.
Mit einem Glasscherben aus einer Flasche bereiteten wir uns darauf vor, die Tischoberfläche zu reinigen. Wir legen den vorbereiteten Teig auf den Tisch und in den kleinen Werkstattofen habe ich Ziegelsteine gelegt und so haben wir unsere Matza gebacken…
Am ersten Seder-Abend versammelten sich in meiner Werkstatt die oben genannten sowie Hamia'la Milstein, Leibel Krel aus Warschau, Leibel Richtman, Ezriel Warchivker und Motele Gritzer, und in großer Angst, wie die Anusim von Spanien vor Jahren, wir saßen ehrfurchtsvoll um zwei große tische und führten unseren „seder“.
Wir waren Sklaven !...
Jeder beim Seder erhielt 3 Matzen. Anstelle von Wein servierten wir gesüßtes Wasser. Statt maror-weiße Rüben. Als karpas -kartoffeln. Salz und Wasser hatten wir reichlich ….
Wir sagten die Haggada aus einem Siddur, den wir die ganze Zeit verstecken konnten. Nach der ersten Hälfte der Haggada verfiel Ezriel Warchivker in Ekstase und führte eine ganze Predigt, um nicht zu verzweifeln, unseren Glauben zu bewahren, die Ungerechtigkeit zu ertragen, weil unsere Erlösung nahe ist…
Später wurden wir informiert, andere Juden standen draußen auf der Hut. Die Nacht war wirklich ein Segen….
Ca 2 Wochen später wurde das Lager befreit…
Vielen gab Pessach die Kraft und die Hoffnung zum Überleben.
Shalom Pausenclown.
Re: Wachstum in der Gegenwart Gottes
von pausenclown am 30.10.2026 09:24Hallo Matthias.
In der täglichen Nachfolge Jesu, da hin gehen wo er auch hingegangen ist. Zu den Armen, Kranken, Sündern und Bedürftigen, quasi im Dienst am nächsten und jetzt weniger beim Musik hören.
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 30.10.2026 07:10Hallo Sterntaler.
Ja, ich kann das gut verstehen und der Blick darauf, was Menschen alles tun können.
Wir beide kennen einen, der es ebenfalls durchlitten hat, wie grausam Menschen sind, Jesus.
Gerne schreibe ich die Tage über Situationen aus der Zeit, die Mut machen.
Shalom Pausenclown
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 28.10.2026 17:58Hallo Sterntaler.
Was würdest du bei einem Besuch verlieren, vermutlich nichts, aber genauso wenig etwas gewinnen.
Diese Orte sind der Inbegriff des Bösen, Täter und Opfer.
Vielleicht gehört auch die Frage: Wo war eigentlich Gott dazu?
Und man kommt zu der Erkenntnis, wie soll man dem Ganzen irgendwie gerecht werden?
Man kann vor lauter Dunkelheit irre werden, oder man hebt den Kopf und schaut nach oben ins Licht.
Was lässt sich jetzt finden?
Ein Richter und Tröster, ein Messias und Gott, dem niemand fern war, meine persönliche Überzeugung und Antwort, wo Gott war, ist: Er war mitten im Lager, in den Baracken, Gaskammern, im Leid und Hunger.
Viele haben im Schmerz und Leid diesen Blick verloren und anderen hat der Blick nach oben geholfen und gerettet.
Falls du magst und es dir hilft, kann ich dir von Überlebenden schreiben, die nicht den Blick nach oben verloren haben.
Shalom Pausenclown.
P.S. Auf keinen Fall würdest du alleine hingehen, der, der dir versprochen hat, dich nie zu verlassen wird mit dir gehen. Er kennt diesen Ort schon, er war schon dort.
P.S. Auf keinen Fall würdest du alleine hingehen, der, der dir versprochen hat, dich nie zu verlassen wird mit dir gehen. Er kennt diesen Ort schon, er war schon dort.
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 28.10.2026 09:54Hallo Nusskeks.
Dazu kann ich dich nur ermuntern.
In Deutschland gab es 24 Stammlager und dazu kamen etwa 1700 Außenlager, je nach Zählweise.
Die meisten kennen Auschwitz, Dachau und Bergen Belsen, aber wer kennt z.B. das KZ Neckarelz?
Viele dieser KZ tragen die Überschrift: Das KZ vor der Haustür, oder wie im Fall Neckarelz mitten im Ort.
Die große Anzahl der Lager in Deutschland hängt mit der Untertageverlagerung der Rüstungsindustrie zusammen und dem enormen Bedarf an Arbeiter.
1944/45 befanden sich gleichzeitig rund 8 Millionen ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge im Deutschen Reich.
Ca 200.000 Juden die ab 1944 wieder nach Deutschland deportiert wurden. Die letzten Ghettos im Osten wurden geräumt und arbeitsfähige Juden kamen in KZ nach Deutschland.
Die Kriegsgefangenen lebten in STALAG, kennt ihr den Begriff?
Das Konzept ist schnell erklärt, Vernichtung durch… warten und sterben lassen.
Eines dieser Beispiele ist ein kleine Ortschaft in Norddeutschland, Wietzendorf.
Rund 16000 russische Kriegsgefangene sind allein in einem Winter gestorben.
Du findest in jeder Ecke Deutschlands Gedenkstätten, viele sind Vereine und die Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich.
Shalom Pausenclown.
Re: Clownis Welt
von pausenclown am 27.10.2026 18:44Hallo.
Heute war ich mit der jüdischen Familie in der KZ Gedenkstätte. Zusammen mit einem Mitarbeiter der Gedenkstätte haben wir den Mittag verbracht.
Für alle Beteiligten war es stellenweise sehr emotional, vor allem für Suzanne. Ihr Vater und zwei Onkels waren im selben Lager und haben überlebt. Einmal sehen, was ihr Vater gesehen hat…. Das war ihr Wunsch. Suzanne hat zu Lebzeiten ihres Vaters nie mit ihm darüber gesprochen.
Später bekam ich die Nachricht von ihr:
Vielen Dank. Der heutige Besuch war viel emotionaler und bedeutungsvoller, als ich erwartet hatte. Vielen Dank für Ihre Hilfe und dafür, dass Sie ihn zu einem so unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Dankeschön für die, die dafür gebetet haben.
Shalom Pausenclown
Re: Israel braucht unser Gebet. Terror, Gazastreifen, Jerusalem 2. Versuch
von pausenclown am 25.10.2026 08:16Hallo.
In unzähligen Diskussionen bekomme ich Einwand zu hören: Na, in Israel läuft auch nicht alles richtig.
Meine reflexartige Reaktion ist immer, wie kommt man darauf, dass es so ist?
Vermutlich sind damit die radikalen Siedler gemeint. In Israel gibt es wie in vielen Ländern eine erstarkte Rechte und Nationalistische Bewegung/en z.B. die Hügeljugend.
Weshalb werden Täter oft nicht verurteilt oder gefasst?
Zitat:
Im Westjordanland gelten zwei völlig unterschiedliche Rechtssysteme. Palästinenser unterstehen dem israelischen Militärrecht, was bei Vergehen zu schnellen Festnahmen und langen Haftstrafen führt. Jüdische Siedler hingegen unterliegen dem zivilen israelischen Strafrecht. Das macht Ermittlungen und Festnahmen durch die Militärpolizei extrem kompliziert, da diese formell kaum Befugnisse über israelische Staatsbürger hat.
Und: Radikale Vertreter der Siedlerbewegung bekleiden Schlüsselpositionen in der israelischen Regierung. Minister wie Itamar Ben-Gvir (Sicherheitsminister) kontrollieren die israelische Polizei direkt.
So und jetzt aber, diese radikalen Siedler sind die Minderheit in Israel und sind meist Anti-israelisch und lehnen den Staat Israel ab
Ihr Ziel ist ein jüdischer Gottesstaat, der auf biblischem Recht basiert und von religiösen Führern regiert wird. Sie sehen die Institutionen des israelischen Staates wie die Gerichte, das Parlament und die liberale Gesellschaft oft als ungläubig oder korrupt.
Das verwirrende :
Obwohl diese Gruppen den Staat und seine Gesetze ablehnen, sind sie heute enger mit der staatlichen Macht verflochten als je zuvor. Ultra-nationalistische Minister in der aktuellen israelischen Regierung teilen Teile ihrer Vision. Das führt zu der paradoxen Situation, dass der Staat Israel über Ministerien manche Gruppen finanziert und schützt, die die Autorität ebendieses Staates und seiner Armee im Westjordanland offen bekämpfen und sabotieren.
Und deshalb mein Gebetsanliegen:
Am Ende ist es der Versuch, den Rechtsstaat von innen heraus zu untergraben. Es reicht ihnen, Schlüsselpositionen zu besetzen, um den Staatsapparat zu kontrollieren, es muss nicht mehr der ganze Staat gestürzt werden.
Shalom Pausenclown
PS Solche Übergriffe sind zu verurteilen.
PS Solche Übergriffe sind zu verurteilen.
Re: Israel braucht unser Gebet. Terror, Gazastreifen, Jerusalem 2. Versuch
von pausenclown am 19.10.2026 16:26Hallo.
Ich ergänze: Frankreich braucht Gebet.
Bestimmt habt ihr von den Schülerprotesten in Frankreich gehört und das die Gewalt eskaliert.
Aber seit heute gibt es immer mehr Meldungen in diese Richtung.
Zitat:
Nach den Ausschreitungen in Frankreich stehen eine verwüstete Synagoge in Paris und beschädigte Geschäfte jüdischer Eigentümer in Marseille im Mittelpunkt. Der französische Journalist Paul Amar spricht von gezielten Angriffen. Doch bislang fehlen unabhängige Belege für seine Behauptung.
Shalom Pausenclown und gute Nacht Frankreich.
Re: Das Vollkommene ist da!
von pausenclown am 18.10.2026 18:20Hallo Steve.
Ist das nicht bisschen zu hoch gegriffen?
Für mich ist das nicht deine biblische Erkenntnis, für mich liest du und interpretierst vieles in den Text hinein, was da nicht steht und wozu? Um an dein Ziel zu kommen….
Dir viel Spaß im Kampf gegen Pfingstler und Charismatiker, da bin ich raus.
Shalömle Pausenclown.
Re: Das Vollkommene ist da!
von pausenclown am 17.10.2026 08:23Hallo Steve.
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Ich habe keine Ahnung, worum es dir im Grunde geht und das liegt an mir. Kannst du mir bitte schreiben, was das Ziel von Thread ist?
Ich habe keine Ahnung, worum es dir im Grunde geht und das liegt an mir. Kannst du mir bitte schreiben, was das Ziel von Thread ist?
Für mich ist Paulus kein christlicher Theologe, sondern ein jüdischer Rabbiner mit den dazugehörigen Konzepten und Bildern.
Z.B. jetzt - dann, oder Kind sein und Mündigkeit usw.
Olam Ha-Zeh. Die jetzige Zeit, das "Jetzt", beschreibt das gegenwärtige Zeitalter.
Olam Ha-Ba, die kommende Welt. Das „Dann“ beschreibt das messianische Zeitalter und die daran anschließende ewige Vollendung.
Einen Schritt zurück zum Kontext: Der falsche Gebrauch oder richtige Gebrauch von Geistesgaben, oder?
Schon das Wort “ Nun” auf griechisch zeigt es doch deutlich wo Paulus hin will:
Im Griechischen gibt es zwei Arten von „Nun“: Das zeitliche „Nun“ (arti) und das logische „Nun“ (nyni de).
Paulus benutzt nyni de hier als eine logische Schlussfolgerung im Sinne von: „Wie dem auch sei...“ oder „Unterm Strich bleibt also.... Er schließt damit die Argumentation ab.
Shabbat Shalom Pausenclown


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