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Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 11.01.2026 13:41Hallo Merciful.
Erstmal muss ich mich entschuldigen, mir ist ein Fehler unterlaufen, zb ist diese Sicht eine Sucht von Rashi ( Shlomo) ist eine Sicht. Die Art der Auslegung nennt sich Midrash
Entschuldige bitte gleich nochmal, ich bin eine Katastrophe, um mich schriftlich auszudrücken, ich bemühe mich.
Erlaube mir bitte einen Schritt zurück, um jüdische Theologie und Perspektiven zu verstehen.
Bei uns gibt es nicht die Wahrheit, sondern viele Sichtweisen.
Grundprinzip der Auslegung ist das Akronym PaRDeS
1.Pshat die wörtliche Bedeutung. Sagt Abraham, Sara sei seine
Halbschwester. Der Pshat akzeptiert dies als die biologische Realität der Erzählung, ohne sie zu hinterfragen.
2. Remez die Anspielung. Remez sucht nach versteckten Hinweisen, die über den Wortlaut hinausgehen. Die Namensänderung von Sarai zu Sara: Hinzufügen des Buchstabens He. Der Remez deutet darauf hin, dass das He für den Namen Gottes steht und Sara nun eine neue, göttliche Bestimmung als Mutter von Völkern hat.
3. Drash die Auslegung (Drash von Midrash)
Drash nutzt Interpretationen, um moralische Lehren zu ziehen oder Textlücken zu füllen. Es ist die Ebene der Erzählungen und Gleichnisse.
Hier findet die Identifizierung von Sara mit Jiska statt. Um Abraham moralisch zu schützen, also kein Inzest, erklärt der Drash, dass Schwester eigentlich Nichte bedeutete.
4. Sod das Geheimnis. Sod ist die mystische oder kabbalistische Ebene.
In der Kabbala werden Abraham und Sara nicht nur als Menschen gesehen, sondern als Verkörperungen göttlicher Eigenschaften.
So wurde mir das PaRDeS beigebracht, bestimmt gibt es Gelehrte, die mir widersprechen.
Shlomo Jizchaki (Rabbi Rashi), seine Midrash, ist im Talmud Sanhedrin 69b; Megilla 14a zu finden.
Zusammengefasst, wie ich es verstanden habe.
Da Milka als Tochter Harans erwähnt wird, Jiska aber ohne weitere Erwähnung im Text bleibt, folgern die Rabbiner, dass Sara diese zweite Tochter Harans sein muss. Andernfalls bliebe Saras Herkunft im Gegensatz zu allen anderen Familienmitgliedern im Dunkeln.
Ein weiterer Punkt ist, Sarah zählt zu Prophetien. Ein kleiner Sprung zur Bedeutung des Namens Jiska:
Der Name wird von der hebräischen Wurzel sachah, sehen abgeleitet. Sara wurde Jiska genannt, sie war eine Prophetin oder weil alle ihre Schönheit ansahen.
Tut mir leid, dass mein erstes Posting verwirrt hat und um der Midrash gedanklich zu folgen, muss man schon öfter um die Ecke denken.
Abschließend habe ich für mich keine endgültige Meinung. Nichte oder Halbschwester.
Shalom Pausenclown.
Sorry für die Schreibfehler usw.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 10.01.2026 08:10Hallo Merciful.
Sowohl in der christlichen und jüdischen Theologie geht man davon aus, dass Abraham der jüngste Sohn ist.
Die Erwähnung an erster Stelle bezieht sich vermutlich auf die geistliche Stellung.
Abraham soll etwa 60 Jahre jünger sein als Haran.
Shabbat Shalom
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 09.01.2026 07:30Hallo.
Ich schreibe hier aus einer jüdischen Perspektive und Theologie.
Also, was Ist Sara, Abrahams
Halbschwester oder Schwiegertochter, wie jetzt ?
1. Mose 11.31
Da nahm Terach seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort.
Gegenüber
1 Mose 20,12
1 Mose 20,12
Und sie ist auch wirklich meine Schwester; die Tochter meines Vaters ist sie, nur nicht die Tochter meiner Mutter; so ist sie meine Frau geworden.
Damit es hier nicht den Rahmen sprengt, schreibe ich nur in Überschriften und hoffe, es ist verständlich.
Kurzum, unsere Weisen gehen davon, Sara ist Abrahams Nichte. Die Ausführungen, weshalb sie davon ausgehen, sind nur Stichworte.
Nach rabbinischer Überlieferung und Auslegung wird Sara als Abrahams Nichte identifiziert, indem sie mit einer Person namens Jiska gleichgesetzt wird.
Das beruht auf einer Auslegung von, 1 Mose 11, 29. Die Tochter von Haran, Abrahams Bruder.
Die Rabbinische Auslegungsregel:
Bnei banim ha-rei hem ke-banim, die übersetzt bedeutet: Enkelkinder sind wie Kinder zu betrachten.
Die Regel wenden sie bei Abraham an: Abraham sagt, Sara sei die „Tochter meines Vaters“ 1. Mose 20,12.
Da Enkelkinder wie Kinder gelten, konnte Abraham Sara rechtmäßig als „Tochter seines Vaters“ (Terach) bezeichnen, obwohl sie biologisch seine Nichte war, oder auch als Schwiegertochter.
Zusammengefasst nach jüdischer Überlieferung: Sara ist die Nichte Abrahams Tochter seines Bruders Haran und die Enkelin Terachs. Als Ehefrau von Abraham nimmt sie im Haus Terachs die rechtliche Stellung der Schwiegertochter ein.
Shalom Pausenclown.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 06.01.2026 06:32Hallo Merciful.
Ich hätte gerne deine Gedanken gelesen.
Tut mir leid, was daraus geworden ist, schade.
Shalom Pausenclown.
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 19.12.2025 15:35Hallo Argo.
Entschuldige bitte, dass ich vermutlich unhöflich und kurz angebunden rüber komme.
Aber, wer bin ich dass ich deine Babytaufe, Impfung und das daraus resultierende Gefühl: Von es tut gut zu beurteilen oder sonst was.
Falls du in mir einen Träger des Zeichens siehst, damit habe ich überhaupt kein Problem.
Dennoch, mein Verständnis von Taufe ist es nicht, die du beschreibst.
LG
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 19.12.2025 09:13Hallo Cleo.
Weshalb sich Jesus taufen ließ, gibt es mehrere Antworten.
Die Kurzversion:
Eine Antwort ist, Jesus identifiziert sich mit…
Etwas ausführlicher:
Ein Heide, der sich zum Judentum bekehrte, ging ein Prozess durch, am Ende stand die Taufe, (Tevilah) bzw. Untertauchen, als Zeichen, Symbol der neuen Identifikation mit dem Volk Gottes, Torah usw usw und einer Abkehr von fremden Göttern/Götzen.
Dazu kommt die Neugeburt: Das Wasser der Mikwe wird oft mit dem Fruchtwasser im Mutterleib verglichen; das Auftauchen symbolisiert eine geistige Neugeburt und die vollständige Zugehörigkeit zum jüdischen Volk.
In den Evangelien wird der Begriff Taufe, Untertauchen, Baptizo verwendet.
Der Begriff wurde auch im handwerklichen Kontext verwendet, etwa beim Färben von Stoffen, die vollständig in Farbe getaucht (baptizo) wurden, um ihre Farbe zu ändern.
Der Stoff verbindet sich mit der neuen Farbe.
So gibt es mehrere Aspekte mit denen sich Jesus identifizierte.
Du schreibst Jesus war sündlos, das stimmt, aber stets rein, das glaube ich nicht, da Unreinheit keine moralische Verfehlung ist, sondern Alltag eines jüdischen Mannes oder einer Frau.
Was aber hier nicht das Thema ist.
Shalom Pausenclown
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 19.12.2025 07:50Hallo Cleo.
Da haben wir aneinander vorbei geredet.
Jesus seine Taufe hat nichts mit Jom Kippur zu tun.
Was ich schreiben wollte, die Eckpunkte: Umgehr, Buße, Vergebung der Sünden und Untertauchen kommen prinzipiell am Jom Kippur zusammen.
Shalom Pausenclown
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 18.12.2025 15:14Hallo Argo.
Sorry, das klingt ziemlich esoterisch, was du schreibst, Taufe als Impfung usw…
Und das der heilige Geist einen Menschen von klein auf begleitet, naja
Für solch einen Austausch bin ich der falsche Argo, sorry.
LG
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 17.12.2025 12:08Hallo Cleo.
Abschließend von mir.
Umkehr/Buße und Vergebung der Sünden und Untertauchen kommen speziell an euch einen Tag im jüdischen Kalender zusammen, Jom Kippur, dem Versöhnungstag.
Am Vorabend ging man schon zur Zeit Jesu in die Mikwe.
So ganz neu wird die Idee von Johannes nicht gewesen sein.
Schon in der damaligen jüdischen Gruppierungen der Essener.
In ihren Gemeinderegeln wird deutlich, dass das Wasser allein keine Sünden tilgen konnte. Die Wirksamkeit der Reinigung war in Qumran untrennbar an die innere Einstellung.
Ihnen war die innere Haltung wichtiger als ein formloses Ritual.
Dazu kommt nicht das Wasser vergibt die Sünden, sondern der Geist Gottes.
Shalom Pausenclown
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 17.12.2025 08:16Hallo Cleo.
Soweit ich es richtig weiß, mussten Heiden, die zum Judentum konvertiert sind, am Ende untertauchen.
Die mündliche Überlieferung wurde ca. 200 nach Christus niedergeschrieben, später wurde alles zum Talmud zusammengestellt.
Shalom Pausenclown


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