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Deine Antwort
von sandraausbasel am 30.03.2026 23:31Heute lief eine Taube eine ganze Weile vor uns her.
Ich glaube, du hast dich in ihr bemerkbar gemacht.
Du bist da.
Ich weiss es.
Danke, Jesus.
Re: Sünden heute
von sandraausbasel am 30.03.2026 23:24Hallo Burgen
vielen herzlichen Dank für die schöne und ausführliche Antwort.
Darüber muss ich jetzt lange nachdenken.
Herzliche Grüsse
Sandra
Sünden heute
von sandraausbasel am 30.03.2026 12:34Ein neuer Tag hat begonnen und hier ist, was mich heute von dir trennt:
- Traurigkeit
- Mutlosigkeit
- Kraftlosigkeit
- Groll
- Genervtheit
- Unzufriedenheit
Und der Wunsch, das alles durch Fingerschnipsen in Luft aufzulösen. Damit ich dir (wieder) gleich sein kann.
Ich gebe dir alle meine Seelengifte ab und habe dafür auch ein schlechtes Gewissen.
Denn ich möchte dich nicht damit beschmutzen.
Du siehst und verstehst meine Müdigkeit.
Und meine Sehnsucht, anders sein zu wollen,
alles rückgängig zu machen.
Alles auszuradieren.
Das Leben, das du mir geschenkt hast,
auszuradieren.
Weil ich es verunstaltet habe.
Ich bitte dich um Vergebung,
auch wenn ich nicht genau weiss,
was das für dich bedeutet.
Was du dann mit meinen Sünden anstellst.
Verbrennst du sie in einem reinigenden Feuer?
Unser Müll gelangt ins Abwasser.
Wohin gelangen unsere Sünden?
Warum Leute deinen Namen ändern
von sandraausbasel am 30.03.2026 10:10Der implizite Leser -
darüber schrieb Iser ein Buch.
Lang und breit erklärt er den
angeblich von ihm erfundenen Begriff,
um die Instanz in einem Text zu beschreiben,
an die wir uns beim Schreiben wenden.
Daneben gibt es noch den idealen Leser.
Und natürlich den tatsächlichen Adressaten des Geschriebenen.
Warum nicht gleich Gott sagen?
Warum diese ganzen Begriffe, die nur um den heissen Brei herumreden?
Ich wende mich an dich, Gott, mit allem, was ich denke,
tue,
schreibe.
Du
bist
mein einziger Lebenspartner.
Niemand sonst
liest,
was ich schreibe.
Und an niemanden sonst
soll es
gerichtet sein.
Warum es keiner versteht
von sandraausbasel am 30.03.2026 10:01Glauben ist naiv.
Vertrauen ist Komplexitätsreduktion - also letztlich Dummheit.
Ideologie,
Ausgrenzung,
Hetze gegen Andersdenkende.
Wilde Theorien darüber, wie die Welt entstanden ist,
was zu tun und was zu lassen ist.
Gebote, Verbote und Besserwisserei.
Kaum einer begreift, dass es der Glaube ist, welcher Menschen unsägliche Lasten auf sich nehmen lässt.
Lasten, von denen sie nichts haben.
Eine Frau in meiner Stadt floh aus Syrien nach Deutschland.
Heiratete einen Mann, der sie misshandelte.
Ihre zwei Söhne taten es dem Vater gleich.
Sie starb vierzigjährig und völlig vereinsamt in einem deutschen Krankenhaus.
Für uns Menschen ein sinnloses Leben.
Aber für Gott?
Für DICH, Gott?
Wir sprechen zu viel über dich, aber kaum mit dir.
Zutiefst unhöflich.
Würde man keinem Menschen antun - über einen Anwesenden in der dritten Person sprechen.
Und du bist ja da, also gibt es keinen Grund, dich zu übergehen.
Dich, der du uns geschaffen hast, erst recht nicht.
Für dich ist nichts zufällig.
Du kennst den Sinn hinter allem,
hast das Leid dieser Frau gesehen,
warst immer da.
Hast auch ins Innere von Mann und Söhnen geguckt
und auch dafür Liebe und Verständnis gehabt.
Du kennst unsere menschlichen Unzulänglichkeiten
und liebst und trotzdem.
Bedingungslos.
Wir aber tun so, als wären wir perfekt.
Als wüssten wir es besser.
Wir verdrängen gern.
Wir machen uns was vor.
Manchmal schaue ich zurück und denke mir: Zu viel gesündigt,
alles den Bach runtergegangen.
Warum jetzt die Wende vollziehen.
Ich trete kleinlaut vor dein Angesicht,
schäme mich natürlich.
Du liebst mich dennoch,
hast mich die ganze Zeit geliebt,
meinen Unsinn gesehen
und wahrscheinlich nur noch
den Kopf geschüttelt.
Warum tun Menschen sich das an,
hast du dich wohl gefragt?
Sie hätten es nicht nötig.
Sie haben ja mich.
Menschen sind keine da, aber du bist da.
Kein Grund zur Sorge.
Ich darf atmen und glauben,
dass dich das freut.
Dass es dich gibt und warum
von sandraausbasel am 30.03.2026 00:13Heute erreichte mich Peters Nachricht.
Er fühle sich "verdammt einsam", so sein Wortlaut.
Ich fand es unpassend, dass ein angesehener Chirurg, ein Mann seiner Grösse, sich so ausdrückte, traute mich aber auch nicht, ihn zurechtzuweisen.
Der Inhalt seiner Nachricht hingegen gab mir zu denken.
Diese Einsamkeit, von der er spricht.
Er stelle die Fragen, sagt er und gebe gleichzeitig die Antwort.
Ob es denn nicht Gott sein könnte, der die Antwort gibt?, will ich wissen.
Er winkt ab.
Welcher Gott denn?
Na derjenige, der die Gehirne schuf, für die du so schwärmst, entgegne ich.
Peter meint, Gott sei nichts als eine Metapher.
Ja, die haargenaue Feinabstimmung der Naturkonstanten im Universum sei schon beeindruckend, gibt er zu.
Aber die Wissenschaft werde irgendwann auch dieses Geheimnis lüften.
Ich spüre ein Unbehagen.
Wie kann es sein, dass Peter, ein kluger Mann, nicht einfach seiner Einsamkeit ins Auge sieht.
Dass er zugibt, ihm fehle Gott - der Partner unserer intimsten Selbstgespräche, wie Frankl ihn nannte.
Peter zögert, das zuzugeben, aus Angst vor Arbeitsplatzverlust.
Die verbleibende Vertragslaufzeit beträgt gut und gerne zehn Jahre und jetzt, da er zwei Drittel davon immerhin schon hinter sich gebracht hat, will er's sich nicht verscherzen.
Was für Schlagzeilen das gäbe, wenn der Chef höchstpersönlich, der er ja ist, sich plötzlich als Christ outen würde!
Partneruniversitäten würden die Abkommen kündigen, Patienten würden auf andere Kliniken ausweichen.
Eine Katastrophe.
Nicht auszudenken.
Vorsichtshalber gibt sich Peter deshalb als Agnostiker oder gar Atheist aus und katalogisiert seinen "Glauben" als Aberglauben, dabei mit den Augen zwinkernd, so als wäre jegliche Form von Glauben nichts Ernstzunehmendes, eine Laune oder ein Zeitvertreib.
Ich finde das schade.
Gerne hätte ich mich mit Peter über Gott unterhalten.
Und nicht nur das:
Ich war bereit, mit ihm zusammen zu beten.
Leider war das nicht möglich.
Ein Rest an Ungesagtem bleibt.
Gott ist irgendwie in der Luft.
Aber in Peters Gegenwart darf ich nicht davon reden.
Diese Anekdote habe ich aufgeschrieben, im Wissen, dass du, mein Gott, sie siehst und verstehst.
Du bist da und kennst alles.
In deinem Angesicht dürfen wir sein,
mit unseren Höhen, Tiefen und Unzulänglichkeiten.
Mein Leben soll Dank und Lobpreis an dich sein.
Gerne mit Peter an meiner Seite.
Sonst auch ohne ihn.
Ich bin sicher, auch er findet seinen Weg zu dir.
Danke, Jesus.
Amen.


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