Das Buch 1. Samuel

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Merciful

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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 17.07.2024 22:18

Wir lesen heute, am 17. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 28,11 - 28,15.
 
Da fragte das Weib:
 
Wen soll ich dir heraufbringen?
 
Er antwortete:
 
Laß mir Samuel erscheinen!
 
Als nun die Frau Samuel anblickte, schrie sie laut auf und sagte zu Saul:
 
Warum hast du mich betrogen? Du bist ja Saul!
 
Der König erwiderte ihr:
 
Fürchte dich nicht! Sondern sage: Was siehst du?
 
Die Frau antwortete ihm:
 
Ein übermenschliches Wesen sehe ich aus der Erde aufsteigen.
 
Da fragte er sie:
 
Wie sieht es aus?
 
Sie antwortete:
 
Ein alter Mann steigt herauf, in einen Mantel eingehüllt.
 
Da erkannte Saul, daß es Samuel war.
Er neigte sich also mit dem Antlitz zur Erde und bezeugte ihm seine Ehrfurcht.
 
Samuel aber sprach zu Saul:
 
Warum störst du mich in meiner Ruhe, daß du mich heraufkommen läßt?
 
(1. Samuel 28,11-15; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 16.07.2024 17:52

Wir lesen heute, am 16. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 28,01 - 28,10.
 
Als nun die Philister in jener Zeit ihre Heere zu einem Kriegszuge gegen die Israeliten sammelten, sagte Achis zu David:
 
Du sollst bestimmt wissen, daß du samt deinen Leuten mit mir im Heerbann ausziehen mußt.
 
David antwortete ihm:
 
Gut! Du wirst nun sehen, was dein Knecht zu leisten vermag.
 
Achis erwiderte dem David:
 
Gut! Ich ernenne dich auf Lebenszeit zu meinem Leibwächter.
 
Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte die Totenklage um ihn gehalten und ihn in seiner Vaterstadt Rama begraben.
Saul aber hatte die Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Lande vertrieben.
 
Nachdem sich nun die Philister gesammelt hatten und ins Land eingefallen waren, lagerten sie sich bei Sunem,
während Saul, der ganz Israel aufgeboten hatte, sein Lager auf dem Gebirge Gilboa aufschlug.
 
Als nun Saul das Heerlager der Philister erblickte, geriet er in Angst und erschrak im innersten Herzen.
Er befragte daher den HERRN, aber der HERR gab ihm keine Antwort.
Weder durch Träume, noch durch das Priester-Orakel, noch durch die Propheten.
 
Da gab Saul seinen Dienern den Befehl:
 
Macht mir eine Frau ausfindig, die sich auf Totenbeschwörung versteht: Ich will zu ihr gehen und sie befragen.
 
Seine Diener antworteten ihm:
 
In Endor wohnt eine Frau, die Tote zu beschwören vermag.
 
Da machte sich Saul unkenntlich, legte andere Kleider an und begab sich mit zwei Begleitern auf den Weg.
 
Als sie nachts bei der Frau angekommen waren, sagte er zu ihr:
 
Wahrsage mir durch Totenbeschwörung und laß mir aus der Unterwelt den erscheinen, den ich dir nennen werde.
 
Aber die Frau antwortete ihm:
 
Du weißt doch selbst, was Saul getan hat: Daß er die Totenbeschwörer und Wahrsager im Lande ausgerottet hat.
Warum stellst du mir also eine Falle, um mich ums Leben zu bringen?
 
Da schwur ihr Saul beim HERRN:
 
So wahr der HERR lebt, es soll dich in diesem Falle keine Schuld treffen!
 
(1. Samuel 28,1-10; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 15.07.2024 20:33

Wir lesen heute, am 15. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 27,01 - 27,12.
 
David aber sagte zu sich selbst:
 
Eines Tages werde ich doch noch durch Sauls Hand den Tod finden.
Es bleibt mir nichts Besseres übrig, als daß ich mich eilends im Lande der Philister in Sicherheit bringe.
Dann wird Saul davon abstehen, auf mich noch länger in allen Teilen Israels zu fahnden,
und ich bin seinen Händen entronnen.
 
So machte David sich denn auf und zog mit den sechshundert Mann, die er bei sich hatte,
zu Achis, dem Sohne Maochs, dem König von Gath, hinüber.
Er nahm bei diesem seinen Wohnsitz in Gath mit seinen Leuten, ein jeder mit seiner Familie,
David selbst mit seinen beiden Frauen, Ahinoam aus Jesreel und Abigail, der Witwe Nabals, aus Karmel.
 
Als nun Saul die Nachricht erhielt, daß David nach Gath entwichen sei, gab er es auf, noch länger nach ihm zu suchen.
 
David aber sagte zu Achis:
 
Wenn du mir eine Gnade erweisen willst, so laß mir einen Platz in einer der Ortschaften des offenen Landes zum Wohnsitz anweisen.
Denn warum soll dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen?
 
Da wies ihm Achis noch an demselben Tage Ziklag an.
Infolgedessen hat Ziklag den Königen von Juda bis auf den heutigen Tag gehört.
Die ganze Zeit aber, die David im Lande der Philister zubrachte, betrug ein Jahr und vier Monate.
 
David unternahm nun mit seinen Leuten Raubzüge und machte Einfälle in das Gebiet der Gesuriter, der Girsiter und der Amalekiter.
Denn das sind die Bewohner des Landes von alters her bis nach Sur hin und bis nach Ägypten.
 
Sooft er aber in ihr Land einfiel, ließ er weder Männer noch Frauen am Leben
und raubte Kleinvieh, Rinder, Esel, Kamele und Kleidungsstücke.
Darauf kehrte er wieder zu Achis zurück.
 
Wenn Achis ihn dann fragte:
 
Wo habt ihr diesmal einen Einfall gemacht?
 
So antwortete David:
 
Im Südland von Juda oder im Südland der Jerahmeeliter oder im Südland der Keniter.
 
Männer und Frauen aber ließ David deshalb nicht am Leben, um sie nicht nach Gath mitnehmen zu müssen.
 
Denn er dachte:
 
Sie könnten gegen uns aussagen und berichten: "So und so ist David zu Werke gegangen."
 
Dieses Verfahren beobachtete David während der ganzen Zeit, die er im Lande der Philister zubrachte.
 
Achis aber schenkte dem David Vertrauen, weil er dachte:
 
Er hat sich bei seinem Volk, bei Israel, tödlich verhaßt gemacht. Darum wird er für immer mein Dienstmann bleiben.
 
(1. Samuel 27,1-12; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 14.07.2024 15:06

Wir lesen heute, am 14. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 26,13 - 26,25.
 
Als dann David auf die gegenüberliegende Seite des Tales gekommen
und in einiger Entfernung auf die Spitze des Berges getreten war,
so daß ein großer Zwischenraum zwischen ihnen lag,
 
rief David dem Kriegsvolk und Abner, dem Sohne Ners, die Worte zu:
 
Gibst du keine Antwort, Abner?
 
Da erwiderte Abner:
 
Wer bist du, daß du dem Könige so zurufst?
 
David antwortete dem Abner:
 
Du bist mir fürwahr ein rechter Mann, und deinesgleichen gibt es nicht in ganz Israel!
Warum hast du auf deinen Herrn, den König, nicht achtgegeben?
 
Es ist ja einer von den Leuten eingedrungen, um deinen Herrn, den König, zu ermorden!
Das bringt dir keine Ehre, was du da getan hast.
 
So wahr der HERR lebt:
Den Tod habt ihr verdient, weil ihr auf euren Herrn, den Gesalbten Gottes, nicht achtgegeben habt!
 
Und nun sieh doch mal nach, wo der Speer des Königs geblieben ist
und wo der Wasserkrug, der zu seinen Häupten gestanden hat!
 
Da erkannte Saul die Stimme Davids und rief aus:
 
Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David?
 
David erwiderte:
 
Jawohl, mein Herr und König!
 
Dann fuhr er fort:
 
Warum verfolgt mein Herr seinen Knecht?
Was habe ich denn verbrochen, und was für Böses klebt an meiner Hand?
 
Möchte doch mein Herr, der König, jetzt den Worten seines Knechtes Gehör schenken!
Wenn Gott es ist, der dich gegen mich erbittert hat, so möge er den Duft einer Opfergabe zu riechen bekommen.
 
Wenn es aber Menschen sind, so seien sie verflucht vor Gott,
weil sie mich jetzt von der Teilnahme am Erbbesitz des HERRN ausgeschlossen haben,
als wollten sie zu mir sagen: "Hinweg mit dir! Diene anderen Göttern!"
 
So möge nun mein Blut nicht fern vom Angesicht Gottes zur Erde fallen!
Denn der König von Israel ist ausgezogen, um mein Leben zu erjagen,
wie der Habicht auf ein Rebhuhn in den Bergen Jagd macht.
 
Da antwortete Saul:
 
Ich habe unrecht getan: Kehre zurück, mein Sohn David!
Denn ich will dir fortan nichts mehr zuleide tun zum Lohn dafür,
daß du mein Leben heute verschont hast.
Ja, ich habe töricht gehandelt und mich schwer vergangen!
 
Darauf antwortete David:
 
Siehe, hier ist der Speer des Königs: So komme denn einer von den Leuten herüber und hole ihn!
Der HERR aber vergilt einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue.
 
Denn der HERR hatte dich heute in meine Hand gegeben,
ich aber habe mich nicht an dem Gesalbten des HERRN vergreifen wollen.
 
So wertvoll aber dein Leben heute mir gewesen ist, ebenso wertvoll möge mein Leben dem HERRN sein,
daß er mich aus aller Bedrängnis errette!
 
Da rief Saul dem David zu:
 
Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst deine Sache sicherlich durchführen und glücklich ans Ziel gelangen!
 
Hierauf ging David seines Weges, Saul aber kehrte nach Hause zurück.
 
(1. Samuel 26,13-25; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 13.07.2024 11:51

Wir lesen heute, am 13. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 26,01 - 26,12.
 
Da kamen die Siphiter zu Saul nach Gibea und meldeten:
 
Wisse, David hält sich auf dem Höhenzuge Hachila am Saume der Einöde verborgen.
 
Da machte sich Saul mit dreitausend Mann auserlesener Israeliten auf den Weg
und zog in die Wüste Siph hinab, um David in der Wüste Siph zu suchen.
 
Saul lagerte sich dann auf dem Höhenzuge Hachila, der am Saum der Einöde an der Straße liegt,
während David sich in der Wüste aufhielt.
 
Als dieser nun erfuhr, daß Saul zu seiner Verfolgung in die Wüste gekommen war,
sandte er Kundschafter aus und erhielt so die sichere Nachricht von der Ankunft Sauls.
 
Er machte sich also auf und kam an den Ort, wo Saul sich gelagert hatte.
 
Als aber David den Platz sah, wo Saul mit seinem Heerführer Abner, dem Sohne Ners, lag –
Saul lag nämlich innerhalb der Wagenburg, während das Kriegsvolk rings um ihn her gelagert war –,
 
da wandte sich David an den Hethiter Ahimelech und an Abisai,
den Sohn der Zeruja, den Bruder Joabs, mit der Frage:
 
Wer geht mit mir zu Saul in das Lager hinab?
 
Abisai antwortete:
 
Ich gehe mit dir hinab!
 
Als nun David und Abisai nachts zu den Leuten gekommen waren,
da fanden sie Saul schlafend innerhalb der Wagenburg liegen,
und sein Speer steckte zu seinen Häupten im Boden.
Abner aber und das Kriegsvolk lagen um ihn her.
 
Da sagte Abisai zu David:
 
Heute hat Gott deinen Feind dir in die Hände geliefert.
Und nun laß mich ihn doch mit seinem Speer an den Boden spießen mit einem Stoß:
Es soll kein zweiter Stoß für ihn nötig sein!
 
Aber David erwiderte dem Abisai:
 
Tu ihm nichts zuleide! Denn wer könnte Hand an den Gesalbten des HERRN legen und bliebe ungestraft?
 
Dann fuhr David fort:
 
So wahr der HERR lebt, nein!
Sicherlich wird die Hand des HERRN ihn treffen, sei es, daß der Tag eines natürlichen Todes für ihn kommt
oder daß er in den Krieg zieht und hinweggerafft wird.
 
Aber der HERR behüte mich davor, die Hand an den Gesalbten des HERRN zu legen!
Nein, nimm jetzt den Speer, der zu seinen Häupten steht, und den Wasserkrug. Dann wollen wir gehen!
 
Hierauf nahm David den Speer und den Wasserkrug, der zu Sauls Häupten stand, und sie entfernten sich,
ohne daß jemand sie gesehen oder etwas gemerkt hätte, und niemand wachte auf.
Vielmehr schliefen sie allesamt, weil ein tiefer, vom HERRN gesandter Schlaf auf sie gefallen war.
 
(1. Samuel 26,1-12; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 12.07.2024 14:27

Wir lesen heute, am 12. Juli 2024, im Buch 1. Samuel 25,32 - 25,44.
 
Da antwortete David der Abigail:
 
Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der dich mir heute hat entgegenkommen lassen!
Und gepriesen sei deine Klugheit und gepriesen du selbst, daß du mich heute davon abgehalten hast,
in Blutschuld zu geraten und mir mit eigener Hand Genugtuung zu verschaffen!
 
Denn so wahr der HERR lebt, der Gott Israels, der mich davor behütet hat, dir ein Leid anzutun:
Wärst du mir nicht so schnell entgegengekommen, so wäre dem Nabal bis morgen früh kein einziges Mannesbild übriggeblieben!
 
Darauf nahm David von ihr an, was sie ihm mitgebracht hatte.
 
Zu ihr selbst aber sagte er:
 
Kehre in Frieden in dein Haus zurück! Wisse wohl: Ich habe dir Gehör geschenkt und Rücksicht auf dich genommen!
 
Als dann Abigail zu Nabal zurückkehrte, hielt er gerade ein Gastmahl in seinem Hause, ein geradezu königliches Festgelage,
und er befand sich in der fröhlichsten Stimmung. Da er schwer betrunken war, teilte sie ihm nicht das Geringste mit,
bis der Morgen anbrach. Als er aber am folgenden Morgen seinen Rausch ausgeschlafen hatte,
machte seine Frau ihm Mitteilung von allem, was vorgegangen war.
Da erlitt er einen Schlaganfall und wurde wie ein Stein. Und nach etwa zehn Tagen traf ihn die Hand des HERRN, daß er starb.
 
Als nun David die Nachricht vom Tode Nabals erhielt, rief er aus:
 
Gepriesen sei der HERR, der die mir von Nabal zugefügte Schmach gerächt und mich, seinen Knecht,
vom Bösestun zurückgehalten, die Bosheit Nabals aber auf ihn selbst hat zurückfallen lassen!
 
Darauf sandte David hin und warb um Abigail, um sie sich zum Weibe zu nehmen.
 
Als nun Davids Boten nach Karmel zu Abigail kamen und die Werbung anbrachten mit den Worten:
 
David hat uns zu dir gesandt: Er wünscht dich als sein Weib heimzuführen.
 
Da erhob sie sich, verneigte sich mit dem Antlitz bis zur Erde und sagte:
 
Ja, deine Magd ist bereit, als Dienerin den Knechten meines Herrn die Füße zu waschen!
 
Sodann machte Abigail sich schleunigst auf und setzte sich auf ihren Esel.
Ebenso ihre fünf Dienerinnen, die ihre Begleitung bildeten. So folgte sie den Boten Davids und wurde sein Weib.
David hatte sich aber auch Ahinoam aus Jesreel geholt. So wurden beide zumal seine Frauen.
 
Saul dagegen hatte seine Tochter Michal, die mit David verheiratet war, Palti, dem Sohne des Lais aus Gallim, zur Frau gegeben.
 
(1. Samuel 25,32-44; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 31.12.2023 18:22

Wir lesen heute, am 31. Dezember 2023, im Buch 1. Samuel 25,18 - 25,31.
 
Da nahm Abigail in aller Eile zweihundert Brote und zwei Schläuche Wein, fünf zubereitete Schafe,
fünf Scheffel geröstetes Getreide, hundert Traubenkuchen und zweihundert Feigenkuchen,
lud alles auf Esel und befahl ihren Knechten:
 
Zieht mir voraus, ich komme sogleich hinter euch her!
 
Ihrem Manne Nabal aber sagte sie nichts davon.
 
Während sie nun an einer durch den Berg verdeckten Stelle auf ihrem Esel abwärts ritt,
kam gerade auch David mit seinen Leuten von der entgegengesetzten Seite herab,
und sie traf mit ihnen zusammen.
 
Nun hatte David bei sich überlegt:
 
Rein umsonst habe ich diesem Menschen seine gesamte Habe in der Wüste beschützt,
so daß ihm nie das Geringste von seinem gesamten Besitz verlorengegangen ist.
Er aber hat mir Gutes mit Bösem vergolten.
 
Gott möge es den Feinden Davids jetzt und künftig gut ergehen lassen,
wenn ich von allem, was ihm gehört, bis morgen früh ein einziges Mannesbild übriglasse!
 
Als nun Abigail Davids ansichtig wurde, stieg sie schleunigst von ihrem Esel herab,
warf sich vor David auf ihr Angesicht nieder, verneigte sich dann zur Erde und rief kniefällig aus:
 
Auf mir allein, mein Herr, liegt die Schuld!
Laß doch deine Magd vor dir reden und schenke den Worten deiner Magd Gehör!
 
Mein Herr gebe doch nichts auf diesen nichtswürdigen Menschen, auf Nabal!
Denn er ist wirklich so, wie sein Name besagt: Er heißt Tor und verübt nur Torheiten.
 
Ich aber, deine Magd, habe die Leute, die du, mein Herr, gesandt hast, nicht zu Gesicht bekommen.
 
Und nun, mein Herr, so wahr Gott lebt und so wahr du selbst lebst:
Gott hat dich davor behütet, in Blutschuld zu geraten und dich mit eigener Hand zu rächen.
So mögen nun deine Feinde und alle, die Böses gegen meinen Herrn sinnen, dem Nabal gleich werden!
 
Und nun, dieses Geschenk hier, das deine Magd für meinen Herrn mitgebracht hat,
ist für die Leute bestimmt, die meinem Herrn auf seinen Zügen folgen.
 
Vergib deiner Magd ihr Vergehen! Denn sicherlich wird Gott meinem Herrn ein Haus bauen, das Bestand hat,
weil mein Herr im Dienste Gottes streitet und kein Unrecht sich an dir finden wird, solange du lebst.
 
Und wenn ein Mensch sich erheben sollte, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten,
so möge das Leben meines Herrn wohl verwahrt sein im Bündel der Lebenden beim HERRN, deinem Gott!
 
Das Leben deiner Feinde aber möge er wegschleudern in der Schleuderpfanne!
 
Wenn Gott dann meinem Herrn all das Glück verleihen wird, das er dir verheißen hat,
und dich zum Fürsten über Israel bestellt, so wirst du dich frei in deinem Inneren fühlen, und
mein Herr braucht sich keine Vorwürfe zu machen, daß du, mein Herr, unschuldiges Blut vergossen
und dir mit eigener Hand Recht geschafft habest.
 
Wenn aber Gott meinem Herrn Glück verleihen wird, so gedenke deiner Magd!
 
(1. Samuel 25,18-31; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 09.12.2023 18:52

Wir lesen heute, am 09. Dezember 2023, im Buch 1. Samuel 25,12 - 25,17.
 
Darauf wandten sich Davids Leute um und zogen ihres Weges zurück
und erstatteten David nach ihrer Rückkehr genauen Bericht über den Vorfall.
 
Da befahl David seinen Leuten:
 
Jeder gürte sein Schwert um!
 
Nachdem nun alle dem Befehle nachgekommen waren und auch David sich sein Schwert umgegürtet hatte,
zogen sie unter Davids Führung hinauf, etwa vierhundert Mann, während zweihundert beim Gepäck zurückblieben.
 
Inzwischen hatte aber einer von den Knechten der Abigail, der Frau Nabals, berichtet:
 
David hat soeben Boten aus der Wüste hergeschickt, um unsern Herrn begrüßen zu lassen, der aber hat sie grob angefahren.
Und doch sind die Männer sehr gut gegen uns gewesen. Es ist uns von ihnen nichts zuleide geschehen,
und wir haben nicht das Geringste vermißt während der ganzen Zeit, die wir bei ihnen auf dem Felde umhergezogen sind.
Nein, sie sind eine Mauer um uns bei Tag und bei Nacht gewesen, solange wir das Kleinvieh in ihrer Nähe gehütet haben.
 
Überlege jetzt also und sieh zu, was du tun willst!
Denn unserm Herrn und seinem ganzen Hause steht sicherlich ein Unglück bevor.
Er selbst aber ist ein zu bösartiger Mann, als daß man mit ihm reden könnte.
 
(1. Samuel 25,12-17; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 05.12.2023 04:18

Wir lesen heute, am 05. Dezember 2023, im Buch 1. Samuel 25,01 - 25,11.
 
Da starb Samuel, und ganz Israel versammelte sich und hielt um ihn die Totenklage.
Man begrub ihn dann in seinem Hause zu Rama.
 
David aber machte sich auf und zog in die Wüste Paran hinab.
 
Nun lebte da in Maon ein Mann, der sein Anwesen in Karmel hatte,
ein sehr begüterter Mann, der dreitausend Schafe und tausend Ziegen besaß.
Und er war gerade mit der Schur seiner Schafe in Karmel beschäftigt.
Der Mann hieß Nabal und seine Frau Abigail. Die Frau war klug und von großer Schönheit.
Der Mann dagegen roh und bösartig in all seinem Tun, ein echter Kalebiter.
 
Als nun David in der Wüste hörte, daß Nabal eben Schafschur hielt,
schickte er zehn von seinen Leuten ab mit dem Auftrage:
 
Geht nach Karmel hinauf, kehrt bei Nabal ein, grüßt ihn von mir und sagt zu meinem Bruder:
 
Heil dir und Heil deiner Familie und Heil allem, was du besitzest!
Ich habe jetzt eben vernommen, daß die Schafschur bei dir stattfindet.
Da nun deine Hirten sich bei uns hier aufgehalten haben, ohne daß wir ihnen etwas zuleide getan
und ohne daß sie während der ganzen Zeit ihres Aufenthalts in Karmel das Geringste vermißt haben –
frage nur deine Leute, sie werden es dir bestätigen! –, so erweise dich nun freundlich gegen die Leute,
zumal da wir an einem Festtage zu dir kommen.
 
Gib also deinen Knechten und deinem Sohne David, was dir gerade vor die Hand kommt!
 
Als nun Davids Leute hinkamen, richteten sie den Auftrag im Namen Davids bei Nabal genau aus
und warteten dann schweigend.
 
Nabal aber gab den Leuten Davids zur Antwort:
 
Wer ist David, und wer ist der Sohn Isais?
Heutzutage gibt es Knechte genug, die ihren Herren entlaufen!
Soll ich etwa mein Brot, mein Wasser und mein Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet habe,
nehmen und es Leuten geben, von denen ich nicht einmal weiß, woher sie sind?
 
(1. Samuel 25,1-11; Menge Bibel 1939)
 
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Re: Das Buch 1. Samuel

von Merciful am 12.11.2023 06:16

Wir lesen heute, am 12. November 2023, im Buch 1. Samuel 24,14 - 24,23.
 
Schon das alte Sprichwort sagt:
Von den Gottlosen mag Gottlosigkeit ausgehen!
 
Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein!
 
Hinter wem zieht denn der König von Israel her? Wen verfolgst du?
Einen toten Hund! Einen einzelnen Floh!
 
So sei denn der HERR Richter und entscheide zwischen mir und dir!
Er möge die Untersuchung in meiner Sache führen und mich vertreten und mir Recht gegen dich schaffen!
 
Als David diese Worte an Saul gerichtet hatte, antwortete dieser:
 
Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David?
 
Hierauf fing Saul an, laut zu weinen, und rief dem David zu:
 
Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erwiesen, während ich böse an dir gehandelt habe.
Und heute hast du mir deine Liebe in besonderem Maße dadurch bewiesen, daß du mich nicht getötet hast,
als der HERR mich in deine Hand gegeben hatte.
 
Denn wenn jemand seinen Feind antrifft, läßt er ihn da wohl friedlich seines Weges ziehen?
So möge denn der HERR dir mit Gutem vergelten, was du heute an mir getan hast!
 
Und nun, siehe, ich weiß gewiß, daß du König werden wirst und daß in deiner Hand das Königtum über Israel Bestand haben wird.
So schwöre mir denn jetzt beim HERRN, daß du meine Nachkommen nach meinem Tode nicht ausrotten
und meinen Namen aus meinem Geschlecht nicht austilgen willst!
 
Da schwur David es dem Saul.
 
Dann zog Saul heim, während David sich mit seinen Leuten auf die Bergfeste begab.
 
(1. Samuel 24,14-23; Menge Bibel 1939)
 
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