Allversöhnung ? - zB Joh 12,32
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Re: Allversöhnung ? - zB Joh 12,32
von Argo am 23.03.2026 14:10Guten Tag.
Der Begriff Allversöhnung ist theologisch (nicht christlich) stark umstritten und wird oft missverstanden. Nimmt man das griechische als Original in Betracht bedeutet die Wiederherstellung vom Ganzen. Lebewesen, Natur, Sterne.
In der christlichen Theologie beschreibt die Allversöhnung (griechisch: Apokatastasis panton) die Hoffnung oder Überzeugung, dass am Ende der Zeiten Gott alle Menschen und die gesamte Schöpfung mit sich versöhnen wird. Bis dorthin bleibt Jesus im Himmel. Dieses steht in Apostelgeschichte 3, 21: Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.
Im Joh. 12,32 geht es um ganz was anderes, dort steht: und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.
Das bedeutet, dass Jesus Christus durch seine Kreuzigung zum zentralen Bezugspunkt wird, der die gesamte Menschheit zur Erlösung führen und so die Macht Satans besiegen wird.
Es bezieht sich auf die Kreuzigung, die von Johannes nicht als Niederlage, sondern als die Art und Weise gesehen wird, wie Jesus erhöht und verherrlicht wird und damit Gottes Plan erfüllt.
Christus starb nicht nur für ein Volk, sondern um allen Menschen das Heil zu schenken. Das Wort ziehen (anziehen) verweist auf die göttliche Liebe und Gnade, die Herzen anzieht, ohne den freien Willen aufzuheben.
Der Vers verkündet, dass das Kreuz zur Kraft wird, die die ganze Welt vereint und erlöst und die Menschen Gott näherbringt.


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