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pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Sensible Menschen
von pausenclown am 19.07.2016 16:00Sehr geehrte Solna. Nun es liegt mir fern ihre Erfahrungen und Sichtweisen zu zerpflücken. Doch es sie sind ihre Erfahrungen. Fachlich sieht es anderst aus. Diese zu bewerten liegt mir ebenso fern. Jeder darf es bewerten wie er möchte, als Gabe oder Fluch.
Damit belasse ich es.
Flower55
Gelöschter Benutzer
Meine Last ist zu schwer
von Flower55 am 19.07.2016 15:18
Meine Last ist zu schwer
Ein Mann war mit seinem Los unzufrieden und fand seine Lebenslast zu schwer. Er ging zu Gott und beklagte sich darüber, dass sein Kreuz nicht zu bewältigen sei. Gott schenkte ihm einen Traum.
Der Mann kam in einen großen Raum, wo die verschiedensten Kreuze lagen. Eine Stimme befahl ihm, er möge sich das Kreuz aussuchen, das seiner Meinung nach passend und erträglich wäre. Der Mann ging suchend und prüfend umher. Er versuchte ein Kreuz nach dem anderen. Einige waren zu schwer, andere zu kantig oder unbequem, ein goldenes leuchtete zwar, aber es war untragbar. Er hob dieses und probierte jenes Kreuz. Keines wollte ihm passen. Schließlich untersuchte er noch einmal alle Kreuze und fand eines, das ihm passend und von allen das erträglichste schien. Er nahm es und ging damit zu Gott. Da erkannte er, dass es genau sein Lebenskreuz war, das er bisher so unzufrieden abgelehnt hatte. Als er wieder erwachte, nahm er dankbar seine Lebenslast auf sich und klagte nie mehr darüber, dass sein Kreuz zu schwer für ihn sei.
Verfasser unbekannt
Re: Sensible Menschen
von solana am 19.07.2016 15:04Der Punkt ist, was wenn eine übersteigerte Empfindlichkeit, längst schon eine Depression ist?
Wir waren ja schon so weit, dass wie "Empfindsamkeit" und "Empfindlichkei" unterschieden haben.
Und stark ausgeprägte Sensibiltät an sich hat erst mal nichts mit Depression zu tun - sie kann aber in eine Depression führen, wenn man sich selbst durch alles angegriffen und in Frage gestellt sieht.
Zur (neutralen) Sensibilität eine Geschiche aus meiner Kinheit, die mir meine Mutter später erzählt hat:
Ich habe als kleines Kind einie Zeit bei meiner Grossmutter gelebt, als mein Grossvater gestorben war. Sie mochte sehr gern saure Milch und ich bekam die bei ihr auch - und trank sie ganz selbstverständlich auch. Meine Mutter hat sich immer vor saurer Milch richtiggehend geekelt, konnte die nicht runterkriegen. Sie wollte mich aber nicht beeinflussen, als ich einmal vor ihr eine Tasse saure Milch trank. Sie hat also gut darauf geachtet, ihren Ekel zu verbergen und meint, dass ich sie auch nicht angesehen habe, als ich trank. Dennoch war das meine letzte Tasse Sauermilch als Kind - ich wollte von dem Moment an keine mehr anrühren, muss also ihren Ekel trotz aller Verbergungsversuche herausgespürt haben.
So eine Wahrnehmung passiert unbewusst, verändert aber trotzdem etwas im Menschen - in diesem Fall wurde in mir Abneigung und Ekel gegenüber saurer Milch hervorgerufen.
Wenn ein sehr sensibles Kind die Abneigung seiner Eltern stark wahrnimmt oder auch die Verachtung, weil es in ihren Augen nichts taugt, dann entsteht in diesem Kind unbemerkt und unewusst ein Gefühl der Wertlosigkeit, das nur sehr schwer wieder abzustreifen ist. Nur dadurch, dass so ein Mensch später erfährt und erkennt, dass der eigene Wert nicht von der Wertschätzung durch andere Menschen abhängt.
Jemand der selbst nicht so feine Antennen hat oder ein dickeres Fell und genügend Selbstbewusstsein, kann so etwas nicht nachempfinden und wird solchen Menschen ihre "Schwäche" eher noch vorwerfen - "selbst schuld, sei doch nicht immer so empfindlich ...."
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Flower55
Gelöschter Benutzer
Durch die Augen eines Kindes schauen
von Flower55 am 19.07.2016 15:01Durch die Augen eines Kindes schauen !
Wenn ich einen Haufen Löwenzahn sehe, ist es für mich eine Menge Unkraut, das meinen Garten überwuchert. Meine Kinder sehen Blumen für Mama und weiße Fallschirmchen, die man lustig in die Luft pusten kann.
Wenn ich einen alten Landstreicher sehe, der mich anlächelt, dann ist es für mich eine übel riechende, schmutzige Person, die wahrscheinlich Geld von mir will, weshalb ich gleich in eine andere Richtung schaue. Meine Kinder sehen jemand, der sie anlächelt und lächeln zurück.
Wenn ich Musik höre, die mir gefällt, dann fällt mir ein, dass ich kein Taktgefühl habe und keine Töne treffe, also sitze ich still da und lausche. Meine Kinder fühlen den Rhythmus und bewegen sich dazu. Sie singen die Worte. Wenn sie sie nicht kennen oder verstehen, denken sie sich ihre eigenen aus.
Wenn ich heftigen Wind auf meinem Gesicht spüre, schütze ich mich dagegen. Ich denke daran, dass der Wind meine Frisur durcheinander bringt und mich beim Vorwärtskommen behindert. Meine Kinder schließen ihre Augen, breiten ihre Arme aus und lassen sich von dem Wind schieben bis sie lachend zu Boden fallen.
Wenn ich bete sage ich "Herr" und "Allmächtiger" und "Gib' mir dies" und "Schenke mir das". Meine Kinder sagen: "Hallo Gott! Das war ein cooler Tag heute. Ich hab' so viel Spaß gehabt."
Wenn ich eine Matschgrube sehe, gehe ich um sie herum. Ich sehe verdreckte Schuhe und Kleider und schmutzige Teppiche. Meine Kinder setzen sich hinein. Sie sehen Dämme, die man bauen könnte, Flüsse, die man überqueren könnte und Würmer, mit denen man spielen kann.
Ich frage mich, ob uns die Kinder geschenkt sind, damit wir sie lehren – oder damit wir von ihnen lernen? 
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Sensible Menschen
von pausenclown am 19.07.2016 14:29Der Punkt ist, was wenn eine übersteigerte Empfindlichkeit, längst schon eine Depression ist?
@ Lia ich denke das ich das verstanden habe was du schreibst.
Pausenclown
Re: Sensible Menschen
von Lila am 19.07.2016 13:55Leider kann eine übersteigerte Empfindlichkeit zu Depressionen führen. Das ist dann, wie eine „Teufelskreis". Es kann natürlich schwere Ursachen haben, aber da ist der einziger Weg herauszukommen: Jesus! Wir Menschen können verständnisvoll sein, aber wenn wir nicht zu Jesus führen den Betroffenen, kann man mit nur Verständnis noch mehr Schaden anrichten.
Alles andere ist so, als hätten wir gehofft eine schwer eiternde Wunde mit Streicheleinheiten heilen zu können. Nein, da muss man schon zum Arzt.
Jesus ruft: Kommt her zu mir, Ihr alle die beladen seid...
Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.
Jeremia 17.14
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Sensible Menschen
von solana am 19.07.2016 11:20Mag sein, dass diese Perspektive auch in christlichen Kreisen verbreitet ist.
Und ich will auch niemandem seine Sichtweise absprechen.
Meine Sichtweise ändert sich dadrch trotzdem nicht, ich sehe mich nicht als "von Gott mangelhaft oder defizitär" geschaffen. Und ich denke auch nicht, dass Schwächen ein Hindernis sind für Gottes Wirken in einem Menschen, selbst wenn er selbst daran schuld sein sollte, dass er sich Dinge zu sehr zu Herzen nimmt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Sensible Menschen
von pausenclown am 19.07.2016 11:07Nun, ich schreibe nicht über die Gesellschaft, sonder über christliche Kreise Ansichten., die einen Mangel usw. Als Gabe darstellen.
Mehr nicht.
Re: Sensible Menschen
von solana am 19.07.2016 10:56Ja, so kann man es natürlich auch sehen - als Defizit und Mangel.
Und genau so wird es ja auch in der heutigen Gesellschaft in der Regel angesehen. Kein Durchsetzungsvermögen, nimmt sich alles viel zu sehr zu Herzen .....
Und ja, natürlich kommt es darauf an, wie man damit umgeht, wie das Selbstwertgefühl ist.
Und das wiederum hängt doch sehr stark davon ab, was ein Mensch erlebt hat, insbesondere in seiner Kindheit und Jugend.
Hat er da viel Ablehnung erfahren, dann, dann hat er sich das auch sehr tief zu Herzen genommen und dann ist da nun mal nicht viel Selbstwertgefühl und vielleicht sogar ein ganz negatives Selbstbild.
Das ist die Sichtweise der "Starken" in der Gesellschaft, die vielleicht einen besseren Start hatten oder vielleicht auch einfach nur weniger Spegelneuronen oder welche, die weniger aktiv sind.
Und von diesen "Starken" erleben die Schwachen dann zusätzliche Ablehnung, ihnen wird gesagt, dass sie "Mängel" und "Defizite" haben, selbst schuld sind, wenn sie sich nicht durchsetzen können und wenn sie durch die "ruppige" Art von anderen verletzt werden, die sich nicht in sie hinein versetzen können oder die keinerlei Skrupel dabei haben, einen anderen Menschen bewusst zu verletzen, der ja selbst schuld ist, wenn er sich das so zu Herzen nimmt .....
Und die "Lösung" aus der Sicht der Starken in der heutigen Gesellschaft: Selbstbewusstsein und ein dickes Fell aufbauen durch psychologisches Training. Trainieren, seine eigenen Wünsche und Interessen stärker wahrnehmen und über die anderer stellen, sie durchboxen, Skrupel und Bedenken beiseite schieben, eine "lmA"-Haltung entwickeln gegenüber dem, was andere denken, sich einreden: "ich bin stark und schaffe alles, was ich mir vornehme, niemand darf mich in Frage stellen und ich brauche mir von niemandem etwas sagen zu lassen ....usw
Ich habe eine andere Perspektive.
Ich sehe alles, was ich habe, als Gabe Gottes, das mir zum allerbesten dient. Und mit dem ich auch anderen Menschen dienen kann.
Auch wenn in meiner Kindheit vielleicht nicht alles optimal verlaufen ist und ich "Schwächen" habe, die andere als "Defizite" bezeichnen.
Ich weiss aber - und habe es auch hautnah erlebt - dass Gottes Kraft gerade in diesen Schwächen besonders stark sein kann und mir dadurch schon sehr viel geschenkt wurde. So kann ich bspw nicht nur Negatives und Ablehnung sehr tief empfinden über meine Spiegelneuronen, sondern auch Gottes Wirken und Reden, seine Liebe und Herrlichkeit, wie er sie in den vielen kleinen Dingen um uns herum offenbart und die um so mehr wahrgenommen werden können, je sensibler man dafür ist und je mehr Gott selbst einem die Augen und Ohren dafür öffnet.
Je mehr ich davon erlebe, um so mehr ändert sich der Forkus der Blickrichtung in meinem Leben (wie oben beschrieben) und die Sicht auf die anderen Menschen und die "Umstände" usw wird "geordnet" und richtig ausgerichtet. So ähnlich wie diffuse Lichtstrahlen in einem "Brennpunkt" gebündelt und in eine Ordnung gebracht werden - alle auf diesen Brennpunkt hin ausgerichtet.
In diese Perspektive können Verletzungen heilen - weil Heilung nicht von anderen Menschen oder den Umständen abhängt, sondern direkt und allein von Gott.
In dieser Perspektive erlebe ich tiefen Frieden und übersprudelnde Freude - auch wenn mein Umfeld ganz anders aussieht und mich alles runterziehen will - auch direkt von Gott. Vor dem "dunklen Hintergrund", der sie noch heller strahlen lässt (wie oben beschrieben).
Ich empfinde das als ein grosses Geschenk und freue mich darüber.
Auch wenn andere darin einen Mangel oder Defizit sehen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (33) Lebt als Kinder des Lichts; ... Epheser 5, 8-9 (10)
von Burgen am 19.07.2016 10:41
Losung: Jesaja 55,8 ; Markus 9, 38 - 39a.40
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine, spricht der HERR
Johannes sprach zu Jesus:
Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister aus in deinem Namen,
und wir verboten's ihm, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus aber sprach:
Ihr sollt'S ihm nicht verbieten.
Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
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Tageslese
Lukas 6, 27 - 35
fortlaufende Lese
Markus 3, 20 - 30
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Du großzügiger Herr, wir sind oft engherzig.
Dann ärgern wir uns über andere Christen.
Ihre Lieder, ihre Gebete, ihre Sprache und ihre Aktionen sind uns fremd.
Ach, Herr,
weite uns den Blick für den Reichtum deiner Gedanken und Wege.
Gebet aus der Redaktion

Antworten
