Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 18.08.2026 11:35Ich sehe in den Menschen Deines Glaubens Verwandte aus meiner eigenen Famile. Wie den Nachkommen eines Urgroßonkels in der alten Heimat, die mein Familienzweig irgenwann verlassen hat um eine andere Richtung einzuschlagen. Die gemeinsame Wurzel der Familie habe ich weder die Absicht zu beleidigen noch zu erniedrigen. Ich bemühe mich nicht zu heucheln und zu sündigen, aber ich bin unvollkommen und fehlerbeladen.
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Burgen am 18.08.2026 14:20
Hallöchen,
unsere Sprache geht es ja sowieso schon seit langen Jahren an den Kragen.
Meine eine Autfahrerin sagt immer, unsere alten Dichter und Bücherschreiber würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüssten, erleben müssten, wie zerstückelt und verleugnet die Sprache inzwischen geworden ist.
Nicht nur die Aussprache, sondern schon die Schriftsprache.
Selbst im Bus oder auch im Café, Eisdiele usw. überall sind fast nur fremde Sprachen zu hören.
Und wir selbst, wer kann denn noch das ehrwürdige Lutherdeutsch seiner Zeit flüssig hören, schreiben und bildlich verstehen?
Viele normale Kinderbücher vergangener Jahrzehnte, glaube auch Karl Mayist davon betroffen, werden von Schreibtischtätern unter die Lupe genommen und geändert.
Wurde mir mal bewusst, als Günther Gras protestierte gegen die eine Rechtschreibreform unserer deutschen Schrifsprache, in der die Kommata , meine, abgeschafft wurden meistenteils. Und somit die Betonung der Aussprache nicht mehr richtig gegeben ist.
Das sehen und hören wir zB heutzutage in den Videoübersetzungen vieler YouTube Beiträge. Manchmal ist das nervlich fast nicht auszuhalten. Komischerweise sind die Frauenübersetzungen in ihrer Aussprache viel besser als die der Männer.
Dafür sind die menschlichen Männergehirne wohl oftmals besser bezüglich Zahlen. Vielleicht wurden in der Bibel von Gott eben deshalb die Männer aufgefordert für Bau der Tempel, Bundeslade und Gottes Thron sehr genau zu sein.
:)
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 18.08.2026 15:38Ich habe, wie alle in meiner Familie, eine multilinguale (polylinguale?) Sozialisation erfahren. Am elterlichen Tisch saßen immer auch Gäste die nicht deutschprachig waren und es wurden beim Essen immer Tischgespräche geführt. Ein Stillschweigen gab es bei Tisch prinzipiell nicht. Von trivial über spirituell bis intellektuell … wie beim Turmbau zu Babel.
Aber eines war immer selbstverständlich … und hier schlage ich wieder den Bogen zum ursprünglichen Thema des »Fadens« hier … es wurde erwartet, dass ein hohes zivilisatorisches Niveau im Sprachgebrauch gewahrt wurde … heute auch an ›meinem Tisch‹ (bin ich doch der gegenwärtig Älteste und Pater Familias) … also keine Profanitäten, keine Fäkal- oder Gossensprache *und* der Anspruch, dass die Sprache, die gerade gesprochen wird, auch ›richtig‹ gesprochen wird.
Ich führe seit langer Zeit altersbedingt kein eigenes Kraftfahrzeug mehr, nutze viel öffentiche Verkehrsmittel, und schließe gern auf meinem Sitzplatz die Augen, lausche … erfreue mich an den Sprachen, die ich verstehe, und rätsele woher einzelne Dialekte und Mundarten wohl stammen mögen.
Schwer tue ich mir mit Menschen, alt wie jung, die über einen geringen Wortschatz verfügen, nur Profanwörter benutzen oder ständig Anglizismen nutzen müssen, weil sie das Äquivalent in ihrer Muttersprache nicht kennen. Oder sie sprechen eine Fremsprache mit ständig eingesprenkelten deutschen Wörtern. Ich nenne das ‹Denglisch› oder ›Germanistanisch‹.
Du sprichst mir aus der Seele.
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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Burgen am 22.08.2026 08:54
Habe ein Buch mit Ausdrücken der Bibel, die ins tägliche Leben "geschafft" haben.
Oft sind es Worte oder Sätze, die aus dem Judentum bis in unsere Zeit "geschafft" haben.
Vermutlich sind sie über Mittelhochdeutsch der Lutherzeit einfache Sprachausdrücke übernommen worden und in den Dialekten eingeflossen.
Leider habe das Buch verlegt - es ist Hardcover, im blauen Einband.
Im normalen Sprachgebrauch ist es nicht mehr zu bemerken.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 22.08.2026 10:05Es ist sehr schade, dass Du das Buch gerade nicht greifbar hast, es würde mich sehr interessieren. Ich kenne das Problem mit verlegten Büchern, es geht mir häufig selbst so.
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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von pausenclown am 22.08.2026 10:34Hallo.
Vermutlich handelt es sich um jiddische Begriffe, die ihren Ursprung in Hebräisch haben und in die deutsche Sprache Eingang gefunden haben.
ZB:
jiddischen hazlacha u bracha, was schlicht „Erfolg und Segen" bedeutet und daraus wurde Hals und Beinbruch.
Aus dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Ha Shana wurde ein guter Rutsch.
Tachels Reden , Schlammelsen von Massel ( Glück), Kaff von Kapher (Dorf), Usw usw.
Shabbat Shalom
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 22.08.2026 12:03Meine Großmutter väterlicherseits hat noch vor dem 1. Weltkrieg im Habsburger Reich das Handwerk der Schneiderin bei einem jüdischen Schneidermeister erlernt, dessen Alltagssprache Jiddisch war. Durch diese Erfahrung flossen einige jiddische Worte in ihren Wortschatz ein, die ich als Kind häufiger hörte und die mir völlig alltäglich und auch sehr schön in Erinnerung geblieben sind.
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Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Burgen am 22.08.2026 16:48
Habe es bei Blick-Änderung gefunden, ;)
Biblische Redensarten und Sprichwörter :
Deutsche Bibelgesellschaft
ISBN 3-438-06212-7
(c) 1998 DBG Stuttgart
Einführung 7
Alphabetisches Verzeichnis der biblischen Bücher
und ihre Abkürzungen 16
1. Die Bibelzitate in der Reihenfolge der biblischen Bücher 19
2. Suchregister von A bis Z 399
:::
Auf dem Deckblatt:
"Liebe ist stark wie der Tod"
"Wer andern eine Grube gräbt ..."
"Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss"
"Hochmut kommt vor dem Fall"
Letztes Deckblatt
Das umfassende Nachschlagewerk für biblische Bezüge in der deutschen Gegenwartssprache.
Es verzeichnet rund 3000 geflügelte Worte und Anspielungen aus der Lutherbibel, die bis heute in Gebrauch sind.
Die entsprechenden Bibelverse werden im Wortlaut abgedruckt, sprachlich und sprachgeschichtlich erläutert und durch ein ausführliches Suchregister erschlossen.
6212
:::
zB 5.Mose 8,3
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn geht. Mt 4,4
die erste Hälfte ist ein allgemein bekanntes Zitat, meist bezogen auf geistige Werte, die der Mensch neben der leiblichen Nahrung ebenfalls benötigt. (Vgl Joh 6,35)
Markus 1,27
Sie entsetzten sich alle ... und sprachen: Was ist das? Was ist das für eine neue Lehre? (alt) Apg 17, 19
Steht für bedeutsame neue Theorien in allen Wissensbereichen
1.Timotheus 6,5
... Schulgezänk solcher Menschen, ... die meinen, Frömmigkeit sei ein Gewerbe. Weisheit 13,19 ; 2.Makkk 11,29
Tätigkeit (in Handwerk und Handel) mit dem Ziel des Gelderwerbs (B); selbständige, dem Erwerb dienende berufliche Tätigkeit (H)
Hebr 13,21
(Der Gott des Friedens) mache euch fertig in allem guten Werk (alt)
Fertigmachen = zubereiten (B); Vollenden; in schärfsten Ton zurechtweisen, abkanzeln, zermürben (H)
Hiob 19,23.24
Hiob zu Bildad: Ach dass meine Reden ... aufgezeichnet würden als Inschrift, mit einem eisernen Griffel in Blei geschrieben, zu ewigem Gedächtnis in einen Fels gehauen! jer 17,3
Davon wohl: mit ehernem Griffel (eingravieren) = unlöschbar (festhalten)
Zu ewigem Gedächtnis = Wunsch, jmd. oder etwas möge für alle Zeiten unvergesslich sein.
Judas 12
Diese Unfläter prassen von eurem Almosen ohne Scheu. (alt)
Der griechische Urtext bringt hier das Wort agapai (bei euren Liebesmählern).
Davon: Agape = abendliches Liebesmahl der christlichen Gemeinde des 1.Jahrhunderts;
heute da und dort in verschiedenen Formen wieder aufgenommen.
Jesaja 42,18.20
Gott: Hört, ihr Tauben ... Deine Ohren waren offen, aber du hast nicht gehört.
Davon vielleicht, da im Zusammenhang mit der Prophetenpredigt stehend:
Tauben Ohren predigen = jmdm etw. sagen, was er nicht zur Kenntnis nehmen will
1.Mose 3,1
Die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde.
Davon: listig wie eine Schlange. OFfb 12,9
usf
schöne, reichliche Einleitung zum Gebrauch des Buches
ua Sprichwörter ; Zitate ; Redensarten ; Begriffe ; Merkverse (dicke Schrift / teilweise unterstrichene Worte, Sätze
Suchregister, ähnlich wie Konkordanz
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 22.08.2026 18:57Pausenclown schrieb:
›Git Schabbes‹ mein Freund! 👋🏻🧔🏼♂️
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von Katechon am 22.08.2026 19:07Burgen schrieb …
Danke ! Genau danach habe ich gesucht!
»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]


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