Das Idealbild eines Mannes

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nennmichdu

53, Männlich

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Re: Das Idealbild eines Mannes

von nennmichdu am 13.03.2018 06:13

Die Unterordnung lernte sie mit Hilfe des Heiligen Geistes.



Ich denke, das mit dieser Vorstellung, sich als Frau dem Manne unterordnen zu MÜSSEN, viele verkrampfte Ehefrauen hervorgegangen sind, die dann nur noch um des lieben (Burg)Frieden willens keine Entgegnungen auf die vielleicht falschen Vorstellungen und Forderungen ihrer Ehemänner äußern.

Vielleicht dann noch - wie es in einigen Brüdergemeinden geläufig ist - im Gottesdienst entsprechend der Vorstellung : die Frau schweige in der Gemeinde - sich gar nicht mehr äußern. Sich auch nicht äußern dürfen. Nur noch stille Zuhörer in den Versammlungen sind.

Und das alles nur deswegen, weil hier der Bibeltext rein wörtlich nur vom Buchstaben her verstanden werden will, ohne den geistlichen Zusammenhang zu sehen.


Ich habe diese Form der "Unterordnung" jetzt mal negativ und überspitzt dargestellt.

Wenn der (Ehe)Mann das Haupt der (Ehe)Frau sein soll, wie Christus das Haupt der Gemeinde und auch das Haupt des Mannes ist, dann geht es nicht um blinden schweigenden Gehorsam, der nichts zu hinterfragen hat. Der pariert und springt, wenn ein Befehl des Mannes ertönt.

Ich denke es geht mehr in die Richtung, das der Mann hier in erster Linie gefordert ist, seiner Frau zu dienen - wie Christus der Gemeinde dient. Als derjenige, der das stärkere Geschlecht darstellt und dem schwächeren Geschlecht, der Frau, die Ehre nun zu erweisen hat. 

Der als Haupt sie behütet und bewahrt - in ihren Stärken und Neigungen, sie zu fördern weiß. 

Beide - Mann und Frau - wissen sich in ihren Aufgaben und Stärken vom anderen getragen und unterstützt. Ordnen sich auch einander dann unter, unter die Führung des heiligen Geistes, unter die Führung ihres Herrn Jesus. Der in ihrer Mitte ist.


Wie das dann ganz praktisch in den Ehen aussieht, bei uns doch arg immer wieder vom alten Adam gepeinigten unvollkommenen Menschen, ist dann ein anderes Thema.

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Burgen

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Re: Das Idealbild eines Mannes

von Burgen am 13.03.2018 08:08


Ja, obiges Beispiel zeigt auf, wenn wir unser Leben von Jesus führen lassen, der Heilige Geist die Führung übernehmen will.

Wir also in die Schule des Heiligen Geistes gehen.

Was bedeutet dies nun? 

Wir werden lernen, dieser kleinen Stimme in uns zu gehorchen und auch aufmerksamer zu werden. 

Oft geschieht eine Wiederherstellung in das Ebenbild Gottes, wir entwickeln Früchte des Heiligen Geistes, nicht nur zum Selbstzweck.
Wohl dem, dessen Früchte von Respekt, Nächstenliebe, Achtung durchzogen sind. 
Galaterbrief zeigt die Früchte sehr schön auf.

Der Baum, der wir werden, isst seine Früchte nicht selbst. Andere werden sie verspeisen. 
Liebe, Frieden, Sanftmut, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit Gottes. 
Das bedeutet aber auch, dass der Charakter ausgebildet wird und festigt wird in Jesus Verantwortung zu übernehmen. 
Jeder in dem, wie sein Wachstum ist. 

Und wir, jeder, der diesen Weg mit Jesus gehen wird, wird tiefen Frieden erfahren. 
Das ist ein Heilungsweg, ein Heiligungsweg. Je wie kaputt der Mensch bis dato war, wird er in Jesus ruhen. 
Und lernen, Jesus in allem den ersten Platz einzuräumen.

 

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offb 2,10 b
Ich will, HERR hilf!  

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2018 08:31.

solana

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Re: Das Idealbild eines Mannes

von solana am 13.03.2018 10:53

Ja, ich finde es auch sehr schade, dass Angie sich gelöscht hat.
Vielleicht liest du ja noch mit, Angie? Hast du dich missverstanden gefühlt? Vielleicht verraucht dein Ärger ja wieder; dann würde ich mich freuen, wenn du wieder zu uns kommst .

Ich denke, diese Idealbilder, wie sich ein chrichtlicher Mann und eine christliche Frau verhalten sollen, kann man nur zusammen sehen.
Unterordnug und Liebe gehören zusammen.
Wenn die Liebe fehlt, wird aus Unterornung Unterdrückung.
Und das beides, Unterordnung und Liebe, wird von einem jeden Christen gefordert - nicht das eine nur von Frauen und das andere nur von Männern.
Es wird sogar gesagt, dass derjenige, der der Grösste sein will, sich erniedrigen und aller Diener sein soll (zB Mt 18,4 und 23,11).

Vielleicht mussten ja die Männer mehr daran erinnert werden, ihre Frauen zu lieben, weil  sie die Tendenz hatten, das mit der Zeit zu vernachlässigen und die Frau als eine Art "dienendes Anhängsel" zu betrachten und entsprechend zu behandeln?
So wie es der Frau nach dem Sündenfall angekündigt wurde:

1Mo 3,16  Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.

Viele Frauen sehnen sich nach der Liebe ihres Mannes und die Sehnsucht bleibt unerfüllt ....
Stattdessen - vor allem in der damaligen Zeit - Beherrschung und Unterdrückung. Besonders dann, wenn der Mann in der Gesellschaft zurück stecken muss und Demütigungen einstecken, dann sammelt sich das über den Tag an und er lässt es zu Hause raus, wo er der Stärkere ist .....
So ein Druck /Unterdrückung führt natürlich dann zu Gegendruck, Aufbegehren, sein (ihr) Recht einfordern und einer Verweigerung des Dienens und Unterordnens.
Und so entsteht ein Machtkampf der Geschlechter.
Der Mann als der körperlich meist Stärkere (und damals sozial ganz anders gestellte als die Frau) hatte seine Mittel, und die Frau, die ihren Mann gut genug kannte mit seinen Schwächen, hatte dann auch ihre eigenen Mittel ....

Und dieses Gegeneineinander, das sich immer weiter hochschaukelt, muss irgendwie durchbrochen werden.
Einer muss den ersten Schritt machen - oder im Idealfall beide - aufeinander zu.
Die Frau muss ihr Aufbegehren und Ankämpfen aufgeben, auch da, wo sie sich ungerecht behandelt fühlt. Denn nur sein Recht einfordern und darum kämpfen führt nicht dazu, dass der Partner ihr die Liebe gibt, nach der sie sich so sehnt und die sie vermisst ....
Und der Mann muss den Druck und die Unterdrückung aufgeben und die Frau lieben und ihr das zeigen. Dann hat sie auch keinen Grund mehr zu Aufbegehren und für Gegendruck ....

In unserer heutigen Gesellschaft sind die äusseren Strukturen ein bisschen anders, vieles hat sich geändert, nicht alles nur zum Guten. ZB finde ich es schlecht, dass solche Konflikte kaum noch ausgehalten und nach einer Lösung gesucht wiird .... wenn's schwierig wird, dann trennt man sich halt.

Und eine weitere "Beziehung" kommt natürlich auch zum Rollenbild dazu: Die Eheleute stehen ja nicht isoliert im leeren Raum, sondern im gesellschaftlichen Umfeld.
Für die Stellung des Mannes war es damals bestimmt noch erniedrigender als heute, wenn er den Ruf hatte, unter dem Pantoffel seiner Frau zu stehen, die zu Hause die Hosen an hat. Er wurde nicht für voll genommen und musste Spott ertragen

Petrus begründet sein Idealbild der Frau:

1Petr 3,1 Desgleichen sollt ihr Frauen euch euren Männern unterordnen, damit auch die, die nicht an das Wort glauben, durch den Wandel ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden,

Auch das gehört dazu: Unser Verhalten als Eheleute in der Gesellschaft ist ein wichtiger Teil unseres Lebenszeugnisses.
Und hier sind nun manche Dinge ein wenig anders als vor 2000 Jahren.
So würde sich heute wohl kaum einer dadurch "gewinnen" lassen, wenn christliche Frauen sich gesellschaftlich so geben, wie es vor 2000 Jahren üblich war und wenn ihnen das von den Männern so auferlegt würde.
Hier geht nicht um eine buchstabengetreue Umsetzung von Einzelvorschriften, die in der damaligen Zeit angemessen waren.
Sondern um ein Verstehen der Hauptsache  - Liebe und gegenseitiges Dienen - und das in unseren heutigen Lebensbedingungen so gut umzusetzen wie möglich.

Gruss
Solana



angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Cleopatra
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Re: Das Idealbild eines Mannes

von Cleopatra am 14.03.2018 07:47

Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht.

Klar- ich bin eine Frau, dann sollte mich auch mehr interessieren, wie Gott mich als Frau haben will und nicht, wie andere sein sollten.

Ich finde auch schade, dass sich Angie gelöscht hat, wieso eigentlich? Es wurde doch auf deine Fragen eingegangen...?
Ja, vielleicht kommst du ja wieder, würde mich freuen, einfach löschen, so ohne Aussprache ist doch doof, oder nicht?

Mir fällt spontan ein, dass Gott eben Adam gesagt hat, dass er von nun an schwer abeiten muss und eben auch die Verse, wo Älteste (eben auch Männer) beschrieben werden.

Ich glaube, dem Mann wird viel Verantwortung übertragen für die Familie, das ist garnicht so wenig.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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solana

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Re: Das Idealbild eines Mannes

von solana am 14.03.2018 11:07

Ich finde das Thema eine gute Idee von Angie, denn sie hat recht: Es wird so oft darüber diskutiert, wie sich die christliche Frau zu verhalten habe und was von den den Anweisungen im NT zB bezüglich der Kopfbedckung oder Haarlänge heute noch angemessen ist, was eine Frau im Gemeindeleben tun dar oder nicht usw.
Dabei wir die Rolle des Mannes meistens völlig ausgeblendet.
Aber diese Rollenbilder sind ja keine statischen Bilder, sondern stehen in direkter Beziehung miteinander und funktionieren auch nur dann wirklich, wenn beide, Mann und Frau, ihre Rolle annehmen und ausfüllen. Eine Rolle bedeutet immer ein Verhalten im "Miteinander", im Zusammenspiel mit andern Rollen.
Das wird spätestens dann offensichtlich, wenn nur eine(r) der beden seine Rolle am Idealbild ausrichtet und sein Möglchstes gibt - der andere aber gar nicht daran denkt, auch seinen Part zu übernehmen und das, was ihm vom Partner geboten wird, nicht wetrschätzt, vielleicht nur ausnutzt und missbraucht ....
Dann funktioniert das Miteinander nicht.

Spätestens dann muss man anfangen, sich Gedanken darüber zu machen.
Aber besser wäre es doch, sich vorher damit zu beschäftigen und es gar nicht so weit kommen zu lassen  

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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