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Re: Bibel wörtlich nehmen, oder buchstäblich?
von Adam am 11.03.2022 18:09Und Adam nannte seine Frau Eva -
Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger
Ich bin z.B. manchmal auch ein Freund von "Auslegern" zur Bibel, wenn ich was nicht verstehe, prüfe aber, aus welcher Glaubensrichtund die Auslegung kommt. Wie oft habe ich erst durch den Ausleger im Bibeltext(!) etwas entdeckt was ich sonst übersehen hätte.
Genau davon spreche ich. Du prüfst es anhand deiner Bibel. In deiner Bibel steht es so - weil diese Übersetzung zu deiner Glaubensrichtung passt, oder sogar aus dieser hervorgegangen ist. Vermutlich bist du Protestant.
Und Adam nannte seine Frau Eva - Luther 2017, 1984
Adam nannte seine Frau Eva - Einheitsübersetzung 1980
Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva - Einheitsübersetzung 2016
Und der Mensch nannte seine Frau Eva - Zürcher
Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva - Elberfelder 2006
Und Adam gab seiner Frau den Namen Eva - Schlachter 2000
Adam gab dann seinem Weibe den Namen Eva - Menge
Der Mensch rief den Namen seines Weibes: Chawwa - Buber
Da kommt doch zu allererst die Frage auf, was wörtlich in der Bibel steht - noch bevor man sich darüber Gedanken macht, ob man es wörtlich oder anders versteht. Ist da jetzt vom Mensch oder von Adam die Rede? Geht es hier um Adam und Eva oder den Menschen und seine Frau? Siebenmal ist in Gen 2 und 3 vom Menschen und seiner Frau die Rede, nie vom Mann und seiner Frau, was logischer wäre und nie von Adam und Eva. Ist das belanglos, unwichtig, nicht heilsentscheidend? Habe ich die Erzählung verstanden, wenn ich sie schon anders wiedergebe, als sie da steht? Suche ich die Antwort auf solche Fragen bei meinem Pastor, in Kommentaren meiner Glaubensgemeinschaft, auch in Kommentaren von anderen Christen, vielleicht sogar in Kommentaren von Orthodoxen Christen, in jüdischen Kommentaren oder in "der Bibel" selbst - aber in welcher?
Um es kurz zu machen: Bei deinem zweiten Zitat ist es auch so, dass manchmal mit Adam, manchmal mit Mensch, manchmal mit Eva, manchmal mit Chawwa übersetzt wird.
Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.(1. Kor. 2,13)
"einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein"
"nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden"
Diesen kleinen aber feinen Unterschied kann man mit dem einen Wort Paradies gar nicht ausdrücken - dazu braucht man zwei Wörter. In den Garten in Eden ist nicht dasselbe wie in den Garten Eden. Der Mensch wird aus dem Garten in Eden herausgenommen und dann in den Garten Eden gesetzt. Aus dem Paradies nehmen und in das Paradies setzen ergibt keinen vernünftigen Sinn. Solche Kleinigkeiten scheinen unwichtig, sind aber möglicherweise sehr wichtig für das Verständnis - und nein, dass ist auch keine Wiederholung um den Erzählfaden wieder aufzunehmen.
Ich könnte jetzt allein in der Urgeschichte wirklich massenweise solche Beispiele aufzählen. Worum es mir dabei geht: Jeder versteht natürlich, was er liest - so, wie er es versteht, aber wenn er dann über das Gelesene spricht, kann man oft feststellen, dass er etwas sagt, das so nicht in der Bibel steht. Ich schließe mich da gar nicht aus. Ich bereue vieles von dem was ich mal gesagt habe, zum Beispiel über Adam und Eva im Paradies. Die Frage ist: woran kann man erkennen, dass man einen Text der Bibel verstanden und nicht missverstanden hat?
Re: Bibel wörtlich nehmen, oder buchstäblich?
von pray am 11.03.2022 16:09Hallo Adam ( jetzt ist dein Username hier auch noch so )
ja, stimmt, da steht nicht Paradies, sondern "Garten Eden".
Und es soll - wie du es wünscht , auch nicht zum Thema werden, aber ich verstehe anhand des Beispiels nicht, was du meinst. Willst du sagen, dass der Begriff "Adam und Eva" nicht in der Bibel vorkommt? Aber zusammengestellt sind sie ja doch sehr stark wenn man liest:
- Und Adam nannte seine Frau Eva
- Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger
Ich bin z.B. manchmal auch ein Freund von "Auslegern" zur Bibel, wenn ich was nicht verstehe, prüfe aber, aus welcher Glaubensrichtund die Auslegung kommt. Wie oft habe ich erst durch den Ausleger im Bibeltext(!) etwas entdeckt was ich sonst übersehen hätte.
Ich würde das hinzuziehen von "Auslegern" durch folgende Bibeltext für i.O. halten:
Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.(1. Kor. 2,13)
Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken
von Andreas am 11.03.2022 15:508 Die Leute aßen und wurden satt. Und sie hoben die Überreste der Brotstücke auf, sieben Körbe voll.
Sein Segen reicht nicht nur für uns, sondern für alle. Alles was wir Gott schenken, schenken wir auch unseren Mitmenschen.
Danke Herr, dass Du an uns alle denkst.
Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Bibel wörtlich nehmen, oder buchstäblich?
von Leah am 11.03.2022 14:37Hallo Adam,
es war eines der ersten Dinge, die mir der heilige Geist gezeigt hat: Das ist Gottes Wort.
Daher ergab sich für mich nicht die Frage, ob "buchstäblich, wörtlich oder bildlich". Ich bete um das richtige Verständnis. Der Rest kommt ganz von allein.
Und so erkennt man mit der Zeit, wie man erkennen soll und wie nicht. ( 1 Kor. 8.2)
Leah
Re: Projekt Bibel 2022
von Merciful am 11.03.2022 14:25Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 11.03.2022 14:22Re: Bibel wörtlich nehmen, oder buchstäblich?
von Adam am 11.03.2022 11:02Warum ich diesen Vortrag gepostet habe ist, vielleicht ist es erstmal wichtig Begriffe zu klären, weil diese unterschiedlich besetzt sein können und es daraus zu Missverständnissen führen kann.
"Bibel wörtlich nehmen, oder buchstäblich?"
"Die Bibel wörtlich nehmen, aber nicht Buchstäblich?"
"Die Bibel ist Bildlich zu verstehen..."
Ich habe mir das ganze Video angeschaut und bin mit vielem darin einverstanden. Was mir aber gefehlt hat, ist auf die manipulative Absicht solcher Fragen, Sätze und Diskussionen einzugehen, denn es geht in ihnen überhaupt nicht um die Bibel, sondern um die Gemeinde desjenigen, der solches fragt, oder sagt, mit der Absicht, denjenigen zu dem solches gesprochen wird, die Theologie dieser Gemeinde zu vermitteln, und gleichzeitig sich selbst "biblische Autorität" zu verschaffen.
Wer solches fragt oder sagt, redet im Grunde nur von seiner Gemeinde-Bibel im Gegensatz zu allen anderen Bibeln, die er ablehnt: jüdische Bibel gegen christliche Bibel oder umgekehrt, katholische Bibel gegen protestantische Bibel oder umgekehrt usw. Es gibt so viele Bibeln, und das soll verschleiert werden, damit die eigene Bibel zu der Bibel wird. Man soll, seine Bibel die er einem gibt, eben so "nehmen", wie er sie von jemandem angenommen hat. Es geht gar nicht darum, die Bibel zu verstehen, sondern darum mit seiner Sichtweise einverstanden zu sein. Langer Rede kurzer Sinn: es geht um die eigene Tradition, für die man wirbt. "Die Bibel" ist Mittel zum Zweck geworden. Man macht so aus der Bibel einen Mythos.
Darum scheitern Diskussionen über Bibeltexte in Foren so häufig, weil es in erster Linie um unterschiedliche traditionelle Interpretationen, Glaubensrichtungen und ihre jeweiligen Dogmen geht, statt um den Bibeltext, der nach wenigen Beiträgen gar nicht mehr Thema ist. Dann geht es nur noch um solche Metadiskussionen, wie eben diese oben genannten Fragen, und darum wer selbst ein wahrer Christ sei, d.h. alle die anderer Meinung sind seien falsche bzw. gar keine Christen, darum wer in den Himmel käme und wer nicht. Wir missionieren und gegenseitig, alos längst von Jesus Missionierte, weil sie nicht Jünger unserer eigenen Gemeinde sind.
Jeder weiß, dass die Bibel eine Bibliothek ist. Soll man eine Bibliothek wörtlich oder buchstäblich oder bildlich oder oder oder usw. nehmen? Warum versucht man so etwas im Vorfeld zu "klären", statt die Leute in den doch so unterschiedlichen Büchern in Ruhe lesen zu lassen. Manchmal scheint es mir so, als hätten wir das Vertrauen in die Bibel und die Leser komplett verloren, als könnten die Texte in den Büchern nichts mitteilen und kein Leser etwas verstehen.
Meine Erfahrung war: erst als ich mir nichts mehr über die Bibel, über die Texte einreden ließ, begann ich wirklich in der Bibel zu lesen, und musste mir sehr bald selbst eingestehen, dass ich gar nicht lesen konnte. Das war ein heilsamer Schock für mich. Das Lesen lernte ich erst durch das Lesen in der Bibel zwar von der Bibel. Weil sie oft so schwer verständlich ist, zwingt sie einen dazu immer genauer zu lesen. So lernte ich beispielsweise, dass Adam und Eva im Paradies gar nicht in der Bibel vorkommen. Ich wagte kaum meinen Augen zu trauen: es gibt tatsächlich keine Stelle in der Urgeschichte, an der Adam und Eva zusammen genannt, oder namentlich miteinander in Beziehung gebracht werden, und vom Paradies steht da auch kein Wort. Prüft es selbst. Das Gerede über Adam und Eva im Paradies ist reine Tradition, die mit dem eigentlichen Bibeltext nichts mehr zu tun hat. Soll jetzt nur ein konkretes Beispiel sein und nicht zum Thema werden.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslese (16) Ich will dem HERRN Singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin
von Burgen am 11.03.2022 09:08
Der Mensch hat keine Macht über den Tag des Todes. Prediger 8,8
Wer von euch vermag durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine Elle hinzuzufügen? Matthäus 6,27
Hebräer 2,11-18
Johannes 12,27-33
Herr, lehre uns, dass wir sterben müssen, dass Brücken brechen, denen wir vertraut;
und weise uns, eh wir gehen müssen, zum Leben die Brücke, dir du uns gebaut.
(Lothar Petzold)
Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken
von Andreas am 10.03.2022 21:167 Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.
Alles was wir Gott schenken, segnet Er, sodass wir viel mehr zurückerhalten, als wir gegeben haben. Seine Liebe vermehrt unsere Gabe.
Danke Herr, dass Du unser liebender uns segnender Begleiter bist.
Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.


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