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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von geli am 08.11.2020 19:53

pausenclown: Auge um Auge, für uns Juden geht es nicht darum Rache auszuüben, wir sind eigentlich Zivilierst. Schaut man sich diese Gebote an, merkt man es geht um Wiedergutmachung.

Ja, genau - so habe ich es in meinem Beitrag auch gemeint! Der Rache und der unverhältnismäßigen "Strafe" sollte gewehrt werden.

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BibleDictio...

37, Männlich

  Neuling

Beiträge: 53

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von BibleDictionary am 08.11.2020 18:15

@JeanS und Jonas:

 

Eieieieiei ...

Was ihr beschreibt, ist kirchengeschichtlich als nomineller Gnostizismus vom Feinsten einzuordnen – als der Versuch, den Gott, der sich in Jesus offenbart, als vom Gott Israels verschieden zu betrachten.

Der Bezug zu Gott, der durch die alttestamentlichen Propheten gesprochen hat (Hebr 1,1), wird (wie bereits weiter oben ausgeführt) jedoch bereits im Namen »Jesus« offenbar – der bedeutet nämlich nichts anderes als »Jahwe rettet«. Wer ist Jahwe? Bekanntlich der Gott Israels – der Gott, der sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten geführt und seinem Volk durch Mose in Verbindung mit dem Bund vom Sinai eine Reihe von Gesetzen gegeben hat. Jahwe ist der Gott, den ihr ablehnt – der Gott, den Jesus seinen Vater nennt (Joh 8,54-55).

Den vermeintlichen Gegensatz, den ihr zwischen Altem und Neuem Testament zu sehen meint, gibt es gar nicht. Zum einen wurden bereits Belege dafür angeführt, dass das Neue Testament nicht weniger harte Gerichtsbotschaften enthält als das Alte, zum anderen wurden Belege dafür angeführt, dass die Lehre der Nächstenliebe, wie sie im Neuen Testament dargelegt wird, sich grundsätzlich bereits im Alten findet.

Zwischen Altem und Neuem Testament besteht ein Unterschied im Grad der Gottesoffenbarung: Wird die Umsetzung des Ratschlusses Gottes im Alten Testament vorbereitet, wird der Ratschluss Gottes im Neuen Testament als im Werk Jesu Christi ausgeführt vorgestellt. Dass Gott während unterschiedlicher Etappen der Heilsgeschichte auch unterschiedlich mit dem Menschengeschlecht verfuhr, ist kein Indiz für Widersprüche zwischen Altem und Neuem Testament; auch hat Gott sich nicht geändert. Sein grundsätzlicher Wunsch – dass der Mensch, der gesündigt hat, nicht sterben, sondern umkehren und leben solle – ist im Alten wie im Neuen Testament klar erkennbar (Hes 33,11; 1Tim 2,4). Dass es Zeiten für göttliche Gerichte und sogar ein unumkehrbares Ende für Gottlose gibt, welche sich fortwährend weigern, ihre Sündhaftigkeit und Schuldigkeit vor Gott anzuerkennen und sich zu bekehren, ist ebenfalls im Alten wie im Neuen Testament verankert. Auch dafür wurden bereits Texte als Belege angeführt. Altes und Neues Testament widersprechen sich nicht, sie ergänzen einander.

Ihr habt Stellen zitiert, die euch – wenn man sie für sich allein nimmt – vielleicht sehr angenehm erscheinen, übergeht dabei aber die heilsgeschichtliche Entwicklung und die Entfaltung des Ratschlusses Gottes, wie in der Bibel dargelegt. Ihr stellt als gegensätzlich dar, was zusammengehört. Während ihr einen Text lest und sagt: »Der passt nicht zu dem anderen Text!«, beachtet ihr nicht die Einheit der Schrift. Der richtige Weg lautet: »Die Schrift kann sich nicht widersprechen, also muss ich sehen, wie sich die einzelnen Aussagen heilsgeschichtlich einordnen lassen.« Ihr lest, mit Verlaub, die Schrift nicht mit Glauben, sondern versucht, über das Wort Gottes zu Gericht zu sitzen. Das ist erfahrungsgemäß noch nie gut gegangen ...

So, das war's für heute, gleich findet noch eine wichtige Besprechung im gemeindlichen Kontext statt ...

Bye-bye!

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Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von Jonas am 08.11.2020 17:36

Hallo Pausenclown!

 

Das in Deinem letzten Beitrag von Geli angesprochene "Auge um Auge" sehe ich auch so wie Du es erläutert hast.
Auch Jesus geht es darum den entstandenen Schaden durch den Schuldner nach Möglichkeit wiedergutzumachen.
Im Grunde steht hinter diesem Gesetz das Prinzip der dauerhaften Versöhnung zweier zerstrittener Parteien.
Jesus wandte sich aber öfters gegen die oftmals rigide und unbarmherzige Auslegung bzw Anwendung der Gesetze.

Mich würde aber auch Deine Meinung zu dem hier oben aufgetretenen Widerspruch interessieren, über den einige hier problemlos hinwegsehen können!

Mit besten Grüßen

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2020 17:55.

Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von Jonas am 08.11.2020 16:40

Hallo Geli,Cleopatra und Burgen!

 

Es geht hierbei um einen klassischen Widerspruch.
Und in weiterer Folge, kann Gott sich selbst widersprechen?

Ich glaube auch nicht das die Israeliten zB dieses Urteil an die Kanaaniter seinerzeit wirklich, also in der Realität vollstreckt haben, bzw ich glaube, dass dieser Text im AT etwas gänzlich anderes bedeutet als wir hier vermuten.
Die Israeliten waren keine Barbaren und ihren Nachbarvölkern geistig weit überlegen.
Die Texte sind m.M.n. geistig zu verstehen und entsprechen nur rudimentär der Realität.

Ihre geistige Überlegenheit bezeugt auch schon der Glaube bzw das Zeugnis des einen Gottes gegenüber der Vielgötterei und Götzenkulte ihrer Nachbarvölker.
Das AT sind Texte voller Weisheit und die Verfasser waren geniale Denker.
Das Problem scheint mir eher zu sein, wie wir diese Texte heute deuten. 

Mit besten Grüßen

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2020 17:48.

pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von pausenclown am 08.11.2020 16:25

OT.

 

Und kurz.

Auge um Auge, für uns Juden geht es nicht darum Rache auszuüben, wir sind eigentlich Zivilierst.
Schaut man sich diese Gebote an, merkt man es geht um Wiedergutmachung.

Zurzeit Jesu hat man das Gebot folgendermaßen verstanden und ausgeführt:
„Wer seinen Mitmenschen körperlich verletzt, ist in Hinsicht auf fünf Dinge zur
Zahlung verpflichtet: im Blick auf den Schaden, den Schmerz, die Heilung, den
Arbeitsausfall und die Beschämung".
Mischna Bawa Qamma 8,1

Jesus widerspricht der Tora nicht, er macht das Prinzip der Wiedergutmachung nicht
ungültig, wenn es um Schadensersatz geht, sondern er bestätigt selbst dieses
Prinzip.

Shalom.

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von geli am 08.11.2020 15:04

Doerte Gelöschter Benutzer

Vielleicht liest Du ja trotzdem noch mit?
Ich finde es nämlich schade, dass Du Dich abgemeldet hat - vielleicht überlegst Du es Dir nochmal?
Hoffentlich ging es dabei nicht um mich - habe ich etwas geschrieben, was Dich dazu veranlaßt hat?

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von geli am 08.11.2020 15:01

Burgen: Das ist nämlich gar nicht so einfach, denn es geht keinesfalls darum, sich alles gefallen zu lassen.

Da sprichtst Du ein wichtiges Thema an. 
Leider wird es oft so "gepredigt": "Vergib, du mußt vergeben..." - und dann so tun, als wäre nichts gewesen... 
Ich habe es erlebt und für mich genannt: "Man darf einander ständig "über die Füße fahren" - aber "Aua" schreien darf man nicht...  
Selbst wenn die Füße schon ganz "platt" gemacht wurden - immer freundlich lächeln und vergeben... 

Aber so steht es gar nicht in der Bibel. Da steht etwas von: "Sprich mit dem Betreffenden unter 4 Augen... wenn das nichts bringt, nimm einen oder zwei Zeugen dazu... wenn das auch nichts bringt, dann geh vor die Gemeinde. Hört er auf die Gemeinde nicht, dann sei der dir wie ein Heide oder Zöllner"  Matth. 18,15 ff.

Man hat also das Recht, die Sache zu klären.

Was bedeutet dann aber "Vergeben"?

Ich denke, es ist eine Haltung, eine Einstellung dem Schuldigen gegenüber. 
Geht es mir nur darum, "Recht" zu behalten, oder geht es mir darum, den Anderen wieder als "Bruder" zu gewinnen? 

Hört er auf dich... so hast du einen Bruder gewonnen.

Dazu Gal. 6,1:
"Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf die selbst, dass du nicht auch versucht wirst."

Es geht also nicht ums "Recht behalten" sondern darum, dass man dem Schuldigen wieder "zurecht hilft" - dass man ihm hilft, seine Verfehlung zu erkennen und einzusehen. 
Wenn das erreicht ist, dann gilt: "Wenn dein Bruder sündigt, dann weise ihn zurecht, und wenn er bereut, vergib ihm".
Selbst wenn das "siebenmal siebzig" mal passieren würde... 

Leider steht das "wenn er bereut" nur bei Lukas - bei Matthäus fehlt dieser Zusatz.
Aber wenn man die anderen Bibelstellen über dieses Thema mit einbezieht, sieht man, dass dieses "bereuen" dazu gehört.

"sieh auf die selbst, dass du nicht auch versucht wirst."  - hier frage ich mich, wo die "Versuchung" liegen kann?

Eventuell darin, dass man die Geduld verliert - wenn eine Sache z.B. immer wieder vorkommt, und immer wieder "bereut" wird?
Oder darin, dass man aus der Liebe zum Bruder herausfällt und man in eine negative Haltung ihm gegenüber gerät?
Oder auch, dass man versucht ist, mit anderen über den Bruder negativ zu reden?

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Gottes neue Welt

von geli am 08.11.2020 14:31

pray: in Reich hat ja immer einen König bzw. Herrscher. Wenn ich das für mich bete, denke ich eher so, dass Gott in meinem Herzen Seine Herrschaft aufrichtet. Aber natürlich auch auf der Erde und im Himmel Sein Wille geschieht. Ich habe da noch nicht so das Friedensreich oder die Ewigkeit im Sinn.

Ich denke, das Beides zutrifft.
Einmal gilt es ganz persönlich für mich: Indem ich umkehre und neu geboren werde, wird das Reich Gottes in mir aufgerichtet.

Aber es gilt auch im Großen für die ganze Schöpfung: Wenn Jesus auf diese Erde zurückkommt, wird er sein Reich hier ganz sichtbar und konkret aufrichten.

Und es gilt natürlich auch für die Ewigkeit: Dann ist Gottes Wille vollkommen umgesetzt - es wird nichts mehr geben, was seinem Willen entgegensteht.

Vielleicht könnte man sagen: "Das Reich Gottes ist dort, wo sein Wille geachtet wird"?

Jetzt im "Kleinen" schon in einzelnen Menschen, dann in Gottes Friedensreich (aber noch unvollkommen, denn am Ende wird es ja wieder viele Menschen geben, denen seine Regierung wohl nicht gepasst hat und die wieder gegen Jesus Christus aufstehen werden), und dann - ganz am Ende - im neuen Himmel und in der neuen Erde.

Also "schrittweise" - Jesus vergleicht das Reich Gottes ja auch an einer Stelle mit einem "Senfkorn". Es fängt "klein" an und wächst bis in den Himmel, bis es schließlich vollendet ist.

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von geli am 08.11.2020 14:20

Und da Jesus ausdrücklich Verzicht bezüglich Vergelten von Bösem mit Bösem lehrte und Mose aber von seinem HERRN weitergabm man solle jemanden so verletzen wie dieser verletzte also Augo um Auge. dann kann ja unmöglich der Gesetzgeber von Aug eum Auge der Sender von Jesus sein.

Warum lehrte Jesus den Verzicht auf Vergeltung, auf Strafe, auf Rache? 
Und warum scheint es im AT so ganz anders zu sein?

Ich schreibe bewußt: "Scheint", denn Gott ist ja derselbe Heute, Gestern und auch in Zukunft, er verändert sich nie und er ändert auch nicht seine Meinung über die Dinge.

Ja, warum also diese scheinbare "Änderung" seiner Gesinnung?

Jesus ist ja bekanntlich für alle Sünden, für die Sünden der ganzen Welt, gestorben - 1. Joh. 2,2.
Das bedeutet, dass Strafe/Gericht nicht mehr nötig ist - zumindest wurde das erst mal "ausgesetzt". Während dieser Zeit hat jeder Mensch Gelegenheit, umzukehren und Gott um Vergebung seiner Sünden zu bitten.

Diese Zeit ist allerdings begrenzt - wir wissen nicht, wann sie zu Ende geht.

Es wird eine Zeit kommen, wo diese Zeit zu Ende ist. Das bedeutet, dass nun jeder, der diese Zeit nicht genutzt hat und zu Gott umgekehrt ist, bestraft werden wird. Gott wird Gericht halten - genauso, wie er es schon im AT angekündigt hat, und wie es auch schon zu den Zeiten den AT ausgeübt wurde.

Jesus ist gekommen, um diese Zeit der Gnade und des Abwartens, wer diese Gnade in Anspruch nehmen wird, einzusetzen, und er wird sie mit seiner Wiederkunft beenden.
Es steht uns Menschen des NT nicht zu, aus eigenem Ermessen Menschen während dieser Gnadenzeit zu verurteilen - das müssen wir Gott selbst überlassen.

Im Hebräerbrief heißt es dazu:
"Denn wir kennen den, der gesagt hat: Die Rache ist mein, ich will vergelten; und wiederum: Der Herr wird sein Volk richten. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen." - Hebr. 10,30

Strafe und Gericht, wie es im Gesetz des Mose gefordert wird, wurde von Jesus also nicht außer Kraft gesetzt, sondern nur für eine Zeitlang "ausgesetzt".
Übrigens wird Jesus Christus dann selbst der Richter sein - Joh. 5,22:
"Denn der Vater richtet niemanden, sondern er hat alles Gericht dem Sohn übergeben".

In Bezug auf "Auge um Auge"... - für unsere heutigen "Ohren" klingt das furchtbar barbarisch. Aber zu den Zeiten, wo Gott das so angeordnet hatte, waren bei den umliegenden Völkern  wesentlich drastischere Strafen üblich. Man denke euch heute noch an die "Ehrenmorde", oder an die Rache, die über Generationen an die Familien weitergegeben wird. 
"Auge um Auge" war demnach kein grausames Gesetz, sondern Gott wollte damit erreichen, dass die Strafe für ein Vergehen über ein bestimmtes Mass nicht hinausgehen durfte. Es war also - im Vergleich zu dem, was üblich war - ein "mildes" Strafmaß.
Es war ja auch nicht so, dass man dann unbedingt dem anderen ein Auge ausstechen mußte - das Strafmaß konnte vor Gericht auch anders ausgehandelt werden - und wurde es wohl auch in den meisten Fällen.

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Cleopatra
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Beiträge: 5461

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von Cleopatra am 08.11.2020 12:53

JeanS: Ich würde nie etwas schreiben, ohne es belegen zu können: TRAGÖDIEN : „Ich musste es tun“ - DER SPIEGEL 9/2007www.spiegel.de › spiegel › print 26.02.2007 — ... Gottes erstach ein Vater von zwölf Kindern seinen ältesten Sohn. ... Sohn Thomas, durchaus auch gläubig, hält solche Dogmen zwar für ...

 
Danke dafür.
Echt schlimm, ja, und ich kann es nur wiederholen- wirklich schlimm, wenn auchnoch zur Sünde Rechtfertigungen in der Bibel gesucht werden und Gott somit Worte in den Mund gelegt werden- ganz, ganz schlimm!
 
JeanS: Du solltest hier meines Erachtens schon zwischen dem durch Jesus wohl am kompetentesten offenbarten Gottesglauben und dem was in den Büchern Mose als göttliche Anwordnungen/Taten geschrieben steht unterscheiden können.
 
Hier werde ich hellhörig: Machst du einen Unterschied zwischen dem Gott des neuen, und dem Gott des alten Testamentes?
Wenn ja, können wir das Gespräch eigentlich frühzeitig beenden, nicht, weil ich eine Diskussion scheue, sondern einfach, weil ich im Moment die Zeit und Energie nicht dafür habe, einen "Schlagabtausch"  zu führen.
Wir haben ja bewusst in den AGBs die gemeinsamen Werte definiert, weil es einfach viel zu weit geht, wenn wir diese Grundlage immer wieder neu diskutieren müssen.
Einfach nur als Vergleich: In einem Katzenforum fange ich selbst nicht immerwieder an, über Hundehaltung zu sprechen.
Das weiß ich aber, bevor ich mich in einem Katzenforum anmelde.
 
Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass es müßig und unzufriedenstellend ist, wenn man auf unterschiedlichen Grundlagen diskutiert.
 
Mit der Gesinnung aus Philipper 2, 1- 11 sollten doch Gespräche geführt werden:
 
"1 Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen,
2 so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid,
3 nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst;
4 ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!
5 Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war,
6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.
7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestal an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden,
8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist,
10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen,
11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters."
 
 
JeanS: All Deine weiteren Ausführungen zeigen mir persönlich, dass Du Jesus nicht zu glauben scheinst. dass niemand Gott je gesehen hat, somit auch nicht Mose und seine Frau Zippora, die Israeliten.
 
Ich weiß jetzt nicht so ganz, was diese Ausführungen mit dem Threadthema zu tun haben, deswegen gehe ich jetzt auch nicht so genau drauf ein, denn mir kommt dein Beitrag schon mitlerweile vor wie ein "ich zeig dir mal, wie falsch du liegst, du glaubst ja garnicht richtig!" und das habe ich so nicht nötig- bitte nicht falsch verstehen.
Konstruktive Kritik und gegenseitige Hilfe zu einem richtigen Gottesverständnis ist immer gut, aber dieses Gepolter und Gepöbel (so kommt es bei mir an) muss nicht sein und passt gerade nicht in meine momentane Gefühlslage.

Nur eines kurz: Mose hat Gott auf dem Berg gesehen. Jesus selbst sagt "wer mich sieht, hat den Vater gesehen". Grundsätzlich denke ich, dass wir in Gottes Heiligkeit garnicht bestehen können, wir würden schlicht sterben, würden wir ihn sehen- deshalb hat Gott da "Schutzbrillen" mit eingebaut, zB in Form von einer Feuersäule und so weiter. Aber dies nur am Rande, wie gesagt, es geht hier um etwas anderes in diesem Thread.
 
JeanS: Auch dass man entgegen der Forderung von Moses HERRN auf Vergeltung von Bösem mit Bösem verzichten soll, zeigt Abkehr von solchen mosaischen Gesetzen, die mit gelebter Liebe und Barmherzigkeit unvereinbar sind.
 
Nein, nämlich nicht, und das wird uns auch im neuen Testament erklärt (ich glaube, im Römerbrief). So wie ich dich verstehe, akzeptierst du ja nur das neue Testament und nicht das alte, richtig? Oder was genau akzeptierst du? Einzelne Bibelabschnitte, andere nicht?
Oder meinst du nur, eben alles als Einziger richtig verstanden zu haben und wir liegen total falsch und glauben falsch, wie du mir spiegelst?
 
Ich nehme ein ganz bekanntes Beispiel: In den 10 Geboten (und auch in den weiteren mosaischen Gesetzen) wird ja klargestellt, dass Töten Böse=Sünde ist.
Der große König David ließ einen Mann töten, nur, weil er die Ehefrau dieses Mannes haben wollte.
Und hier sieht man ganz klar die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu David, denn zuerst schickt er einen Propheten, der durch Umwege David dazu bringt, Buße zu tun (nicht mal direkt der Schock in der "Du-Botschaft", sondern erst die Erkenntnis von Schuld und dann die Erkenntnis "Du warst es") und diese dann sogar auch anzunehmen, indem David nicht sterben muss sondern noch heute als "der Freund Gottes" bekannt ist und ein Vorfahre Jesu sein durfte.

Die Hure Rahab ist uns allen bekannt als Sünderin. Hallo...? Mit wievielen Männern mag sie wohl geschlafen haben...? Wie oft wird sie in Anwesenheit der Ehefrauen gelogen haben?
Und Gott schützt ausgerehnet diese Frau vor dem Untergrund der Stadt.
 
Das sind nur zwei Beispiele.
 
JeanS: Also stimmt es mich immer traurig, wenn man behauptet, Jesus sei der Sohn von Jahwe, weil dies schlicht eine schnell wiederlegbare infame Lüge ist.
 
Ja, also, was soll ich sagen. Da du ja die Bibel sehr gut zu kennen scheinst, wirst du die Bibelstellen selbst kennen, aus denen klar hervorgeht, dass Jesus Gottes Sohn ist, oder?
Hier wiederhole ich meine oben genannnte Aussage, einfach, weil ich dem nicht zu viel Aufmerksamkeit geben möchte, nichts gegen dich als Person, aber die Gründe habe ich ja schon genannt.
 
JeanS: Natürlich begegnen wir auch wahrer Göttlichkeit nach Vorgaben Jesus Christus auch im AT. Psalmen, Sprüche beispielsweise. Dort wird aber vom Höchsten geredet, wenn es um Schutz und Weisheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit geht. nicht von der der sagte er sei der er sein werde.
 
Also nimst du demnach dann doch nur einzelne Bibelabschnitte als "wahr" an und die anderen nicht.
Das kannst du natürlich machen, wie du möchtest, aber das hat nicht unbedingt auszusagen, dass man tatsächlich recht hat.
Sei nur bitte so lieb, und toleriere auch die, die sich entscheiden, die ganze Bibel als wahr anzuerkennen, ja?
Das wäre ganz lieb von dir.
 
Gespräche über Bibelinhalte sehe ich da auch als sehr schwer an, wenn man sich nicht im Klaren ist, welche Teile mein Gegenüber nun eben auch als Bibel akzeptiert und welche nicht.
 
 
JeanS: Der Vater im Himmel ist kein eifersüchtiger Gott, er bestraft niemandem bis in die 3. 4. Generation für Verfehlungen, die jemand zuvor aus der Verwandtschaft gemacht hat.
 
Also schlussfolgere ich hier auch, dass du zumindest die Bücher Mose nicht anerkennst.
Wie gesagt- ok, aber dann erübrigt sich mir das Gespräch einfach, weil wir keine gleiche Grundlage haben zu diesem Thema.
 
JeanS: Wer behauptet ein Christ müsse sich für seinen Glauben und Lebensführung an der gesamten Bibel halten, also AT und NT lehrt gegen die Lehren Christ. Und wer über die Lehren Christi hinausgeht, hat weder den Vater noch den Sohn, doch wer sich Jesus Version von Erfüllung der Gesetze und Propheten hält, nicht darüber hinausgeht, zeigt Gott und Jesus dadurch, dass er begriffen hat warum und wozu Gott seinen Sohn Jesus in Wahrheit sandte.
 
Ich wünsche dir von Herzen- und das ist ernst gemeint-, dass du erkennst, dass Jesus niemals die Worte und Einstellung seines eigenen Vaters inFrage stellt.
Jesus hat das Gesetz erfüllt- nicht dagegen rebelliert.
 
Gott und Jesus und der heilige Geist sind sooo viel mehr, als wir uns vielleicht in unserem begrenzten Denken vorstellen können.
Doch Gott ist auch so barmherzig und so liebevoll, dass er uns kleinen Menschen die Möglichkeit gibt, ihn kennenzulernen.
Hierfür müssen wir kein Studium absolviert haben, keine Anzahl an Bibelversen auswendig kennen und nicht besonders großen IQ haben- nein, wir müssen nur so sein, wie wir sind und Gott als den großen barmherzigen Vater anerkennen, Jesu große Liebe und Sündenvergebung anerkennen und auch, dass er der Sohn Gottes ist (dies steht übrigens auch im neue Testament) und er für unsere Sünden gestorben ist.

Gott selbst tastet uns immer weiter an Themen und Erkenntnisse heran.
Die Erkenntnis schenkt Gott, hierfür hat niemand das Recht, sich irgendwie besser oder intelektueller oder so zu sehen.
Nein, Gott schenkt jedem so viel Erkenntnis und Wissen, wie er es braucht.
Ich selbst liiiiebe es, mehr zu erfahren über Hintergründe und so, es hilft auch enorm weiter, ist aber nicht heilsnotwendig, sondern ein großes geschenk der Antworten auf meine vielen Fragen).
 
Wie geschrieben: Du kannst natülich glauben, was du willst lieber JeanS, und du kannst natürlich auch gerne schreiben, wieso du was glaubst.
Aber niemand hat das Recht, einem anderen den Glauben abzusprechen oder so.
 
Und wir haben hier eben gewisse Richtlinien, so wie es ganz normal auch überall gewisse Richtlinien gibt.
Unter anderem eben nehmen wir die Bibel als Gottes Wort an.
Wie Gespräche erschwert und verändert werden können, wenn man einfach auf zwei unterschiedlichen Maßstäben diskutiert, sehen wir ja hier.
Anstatt und über die Fragen des Threads zu unterhalten, wird plötzlich das Gespräch geändert in "welche Teile der Bibel glaube ich und welche sind ja total absurt" und so.
Ne, das ist schwierig, da wird es echt schwierig, fruchtbaren Austausch zu haben.
 
Und wenn ich da in Zukunft nicht mit Gegenargumenten komme und konter, dann bedeutet dies nicht, dass ich damit ausdrücke, du hättest Recht oder so, sondern einfach, weil ich ja jetzt meinen Standpunkt klargemacht habe und meine Energie anderweitig investieren möchte.
 
Liebe Grüße, Cleo
 

 

edit: Rechtschreibung und Absätze

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2020 13:01.
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