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Re: Gottes neue Welt
von pray am 07.11.2020 21:10Hallo zusammen,
kann man es vielleicht auch so sehen?:
Ein Reich hat ja immer einen König bzw. Herrscher. Wenn ich das für mich bete, denke ich eher so, dass Gott in meinem Herzen Seine Herrschaft aufrichtet. Aber natürlich auch auf der Erde und im Himmel Sein Wille geschieht. Ich habe da noch nicht so das Friedensreich oder die Ewigkeit im Sinn.
Jesus sagte, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und mitten unter euch ist. Andere übersetzen "inwändig in euch" (Lukas17,21) .
Lt Römer 14,17 ist das Reich Gottes Friede und Freude im Heiigen Geist, ja, so ist das, wenn Jesus durch seinen Geist in unsern Herzen wohnt.
Lieber Steffen, schön, dass du dich hier angemeldet hast und herzlich willkommen,
du fragst, wie du dich verhalten musst. Dazu könnte man nun gaaaaanz weit ausholen, daher würde ich dich gern fragen, was Jesus für dich bedeutet.
Re: Gottes neue Welt
von Merciful am 07.11.2020 17:53Sternenreit...
Gelöschter Benutzer
Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?
von Sternenreiterin am 07.11.2020 15:17....
Sternenreit...
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von Sternenreiterin am 07.11.2020 15:13danke an Jonas für seine ausführlichen Erläuterungen!
Daher möchte ich nur ergänzen, was mir ebenfalls wichtig wurde bei dem "Völkermord":
Es wurden Menschen gerichtet, die dem Moloch dienten - Brandopfer von Kindern und Babys waren an der Tagesordnung.
Massenhaft Kinder und Babys dem Vok Israel zuordnen, die selber Kinder und Kindeskinder hatten?
Grausamer, sie mit dem Schwert schnell zu töten als sie dem Opferkult auszusetzen, bei dem sie elendig schreiend in furchtbaren Todesqualen
getötet wurden? Oder miterleben "durften" und mussten, also aushalten mussten, wie es an ihren Geschwistern geschah?
Mir gruselt es bei dem Gedanken, was dieses Volk getan hat ehe Gott "die Nase voll hatte" und es beendet hat - das grausame Tun.
Ein Volk hat die Israeliten reingelegt und ist deshalb verschont worden, und was war das Ergebnis?
Sie haben die Israelis Gott abtrünnig gemacht, ihren Heiden - und Götzenkult eingeführt, usw. .....
Mit diesen Menschen wird immer wieder Mitleid gezeigt ob des kompletten Völkermordes an ihnen aufgrund ihrer grausamen Sünden ohne Umkehr (siehe oben) und gesagt, das kann Gott nicht gewollt haben.
Ja meinen denn diese Menschen, dass er den grausamen Brandopferkult an kleinen Kindern und Babys gewollt hat oder noch länger hätte erdulden sollen?
Rhetorische Frage, denn ich kann mir nicht vorstellen dass jemand sie mit "ja" beantworten würde .....
Dass nun Gnadenzeit herrscht und die "Weizenhalme" und die "Spreu" zusammen aufwachsen bis zum Gericht, das ist ja auch wiederum vielen nicht Recht die über die menschengemachte Ungerechtigkeit in der Welt klagen die Gott zulässt .....
Liebe Grüße
Sternenreiterin
Re: Gottes neue Welt
von BibleDictionary am 07.11.2020 14:27Hallo, Steffen!
Tja, wann richtet Gott seine Herrschaft auf?
Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, weil zunächst erst einmal geklärt werden muss, um welche Herrschaft es konkret geht – denn Gott herrscht in verschiedener Hinsicht.
Zum einen ist Gott der Schöpfer und Erhalter der Welt, die er erschaffen hat, und herrscht über die Schöpfung: Sie folgt beständig den Gesetzmäßigkeiten, die er ihr auferlegt hat.
Gott herrscht sogar über das Böse – in dem Sinne, dass sich jeder Widerstand gegen Gott nur innerhalb der von Gott gewährten Grenzen abspielen kann. Niemals hat das Böse einen Wirkungsraum, der so weitreichend wäre, dass Gottes Beschlüsse durchkreuzt werden könnten. Martin Luther hat den Satan zu Recht als Gottes »Kettenhund« bezeichnet: Ja, der Hund kann beißen, aber er ist an einer starken Kette, die nur so weit reicht, wie der Herr des Hauses es zulässt.
Ferner herrscht Gott in einer besonderen Weise im Leben derer, die an Jesus Christus glauben: Alle, die an ihn glauben, sind »Gottes Kinder« (Joh 1,12), was nichts anderes bedeutet als dass in ihnen der Heilige Geist lebt (Röm 8,14.16-17). Sie sind »von neuem geboren« (Joh 3,3.7) oder »wiedergeboren« (1Petr 1,3.23). Sie sind nicht mehr geistlich tot und in Feindschaft gegen Gott, sondern Gott hat sie mit sich durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz auf Golgatha versöhnt (Eph 2,1.4-6). Darum können sie nun »Abba, lieber Vater«, zu Gott sagen (Röm 8,15; Gal 4,6) und werden bei der Wiederkunft Jesu, da sie ja im Geist bereits lebendig gemacht sind, auch leiblich auferstehen bzw. verwandelt werden, um auch leiblich ins ewige Leben einzugehen (Röm 8,11; 1. Kor 15,51-52; 1. Thess 4,15-17).
Dann ist von einer tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi mit seinen Heiligen die Rede (Offb 20,1-6). Dieses Millennium platziert die Offenbarung (insofern man sie chronologisch versteht) zwischen die Wiederkunft Jesu Christi (19,11-21) und das Endgericht (20,7-15).
Dem schließt sich die ewige Herrschaft Gottes, der neue Himmel und die neue Erde, an (Jes 65,17.21-23.25; Offb 21,1-7).
Unsere Bitte: »Dein Reich komme!« (Mt 6,10), betrifft in letzter Konsequenz die ewige Herrschaft Gottes, welche die Welt erneuern und für immer verwandeln wird. Wichtig ist, zu verstehen, dass diese Herrschaft Gottes bereits begonnen hat, und zwar mit der Auferstehung und Erhöhung Jesu Christi, was auch zum Hinauswurf des Satans aus der Himmelswelt geführt hat (Joh 12,31; Offb 12,5.7-11). Dieses Reich ist noch nicht vollendet, aber die Herrschaft Jesu Christi ist bereits angebrochen.
Liebe Grüße
Christian 
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von BibleDictionary am 07.11.2020 13:58@Jonas:
Der Versuch, den Sender gegen den Boten auszuspielen, kann nicht gelingen. Was Mose niederschrieb, entsprang ja eben gerade nicht seinem eigenen Gutdünken, sondern er schrieb nieder, was Gott als Anweisung gegeben hatte. Du nennst es eine »vermeintliche Anordnung Gottes«, meine Wenigkeit hingegen glaubt, dass Gott höchstpersönlich die von Dir aus Dtn 20,16–17 zitierte Anweisung gegeben hat.
Die Botschaft Jesu von der alttestamentlichen Gottesoffenbarung als getrennt zu betrachten, das haben zum Ende der apostolischen Ära und besonders in den zwei Jahrhunderten danach bereits die »Gnostiker« versucht, vor denen der Apostel Paulus den von ihm eingesetzten Hirten Timotheus mit den Worten gewarnt hat:
»O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, und gehe den heillosen, nichtigen Geschwätzen und Streitsätzen der fälschlich sogenannten ›Erkenntnis‹ aus dem Weg« (1Tim 6,20).
Der Apostel Johannes bezeichnete besagte Irrlehrer gar als »Antichristen« (1Joh 2,18.22; 2Joh 7).
Der Versuch, Gott Jahwe im Alten Testament und Jesus Christus im Neuen Testament als gegensätzlich zu betrachten (wie dies bereits die »Gnostiker« versucht haben), geht nicht auf, denn Jesus bezieht sich, wenn er von seinem Vater spricht, ausdrücklich auf den Gott, den die Juden verehrt haben (Joh 8,42.54–55). Nicht zuletzt ist die Brücke zwischen dem Alten Testament und dem Messias, dem Christus, in seinem Namen erkennbar, heißt doch »Jesus« (hebr. Jeschua) nichts anderes als »Jahwe rettet«. Und wie bereits aufgezeigt, ist das Neue Testament nicht weniger zimperlich als das Alte. Und die von Jesus proklamierte Nächstenliebe war ebenfalls nichts Neues, auch diese wurzelt im Alten Testament (Lev 19,18; vgl. Gal 5,14; Jak 2,8).
Was Du als »Völkermord« bezeichnest, wäre nur dann ein Mord gewesen, wenn es sich dabei um eine Handlung gehandelt hätte, die menschlichen Ursprungs gewesen wäre. Den Menschen untereinander hat Gott ausdrücklich das Gebot gegeben: »Du sollst nicht töten« (Ex 20,13; Dtn 5,17). Wenn Gott selbst aber dergestalt Gericht ausgeübt hat, dass es den Gerichteten das Leben gekostet hat – und wenn sein Werkzeug dazu die Kriegsführung Israels gewesen ist –, dann handelt es sich eben nicht um Mord. Gott kann überhaupt niemanden ermorden, weil er jederzeit das Recht hat, das Leben, das er einem Menschen gegeben hat, wieder zurückzufordern. Wenn Gott tötet, kann es also per se kein Mord sein, weil Gott es ist, der tötet. Begriffe wie »Sünde«, »Schuld«, »Schuldigkeit« (i. S. v. Verantwortung ggü. jemandem) oder »Buße« sind allein schon durch das Gottsein Gottes auf ihn nicht anwendbar. »Recht« ist auch nicht eine autonome Größe, an der sich alles (auch Gottes Handeln) messen lassen kann; sondern was Recht ist, das ist deshalb Recht, weil Gott es ist, der festgelegt hat, dass es Recht ist.
Wenn Gott daher den Israeliten in einem bestimmten heilsgeschichtlich relevanten Kontext die Anweisung gegeben hat, die heidnischen Völker aus Kanaan zu vertreiben und (so sie sich nicht haben vertreiben lassen wollen) zu töten, dann habe ich damit ebenso wenig Probleme wie mit der Tatsache, dass Gott die gefallenen Engel ohne Option auf Buße und Versöhnung ein für allemal aus der Himmelswelt verbannt hat (2Petr 2,4; Jud 6–7; Offb 12,7–9). Auch ist es für mich ebenso problemlos wie der Umstand, dass Gott die Generation Noahs mit Ausnahme von acht Menschen in einer globalen Flut ertränkt hat (Mt 24,38–39; 2Petr 2,5). Und auch die Einäscherung von Sodom und Gomorra (Lk 17,28–30.32.34) bereitet mir keinerlei Probleme. Gott ist Gott, und er weiß, was er tut und warum er es tut. Mir ist er keine Antwort schuldig, und er muss sein Handeln niemandem gegenüber rechtfertigen.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem alttestamentlichen Bundesvolk Israel und der neutestamentlichen Gemeinde besteht darin, dass dem alttestamentlichen Bundesvolk gewisse Landverheißungen galten. Israel war ethnisch gesehen ein einziges Volk, und dieses Volk hatte von Gott ein Moral-, ein Sitten- und ein Zeremonialgesetz erhalten. Aufgrund dieser Tatsachen war es notwendig, gewisse Anweisungen zu bekommen, die wir als neutestamentliche Gemeinde heute nicht bekommen könnten: Wir sind ein Volk bestehend aus Gliedern vieler Völker. Wir verhalten uns entsprechend den Gesetzen der jeweiligen Länder, in denen wir leben – es sei denn, dass gewisse Gesetze dem moralischen Willen Gottes widersprechen, dann setzen wir die jeweiligen Anordnungen des Staates, die davon betroffen sind, natürlich nicht um. Zudem leben wir heute in einer Gnadenzeit, in der Gott normalerweise kein unmittelbares Gericht ausübt. Das nächste große und konkrete Gericht, bei dem Menschen für ihre Sünden zur Rechenschaft gezogen werden, wird sich bei der Wiederkunft Jesu ereignen (2Thess 1,6–10).
Was den Verweis auf die Barmherzigkeit ggü. der Ehebrecherin angeht, schließt sich meine Wenigkeit vollumfänglich dem Beitrag von geli an.
So weit erst einmal ...
Gottes neue Welt
von Steffen am 07.11.2020 10:56eigentlich denke ich schon immer darüber nach, wie ungerecht es in unserer Welt zugeht und darüber ob das immer so weitergehen kann und wird. Mir geht es glücklicherweise ganz gut, aber nach den Erfahrungen in den letzten Monaten - die vermutlich jeden betroffen haben - habe ich über die Bibelverse aus Matthäus 6:9,10 (Gute Nachricht Bibel - 9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel! [...] 10 Komm und richte deine Herrschaft auf. Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel.) nachdenken müssen und mich gefragt, wann Gotte Herrschaft aufgerichtet wird.
In der Guten Nachricht heißt es in Lukas 21:10,11 zu den Vorzeichen des Weltendes: 10 Dann sagte er zu ihnen: »Ein Volk wird gegen das andere kämpfen, ein Staat den andern angreifen. 11 Schwere Erdbeben wird es geben und in vielen Ländern Hungersnöte und Seuchen. Noch Schrecklicheres wird geschehen, und am Himmel werden gewaltige Zeichen zu sehen sein.«
Ich denke das beschreibt unsere Zeit irgendwie ganz treffend.
Habt ihr eine Vorstellung wann das Reich Gottes aufgerichtet wird und was es bewirken wird?
Was mich aber noch beschäftigt ist die Frage, wie ich mich verhalten muss, um diese Herrschaft auch zu erleben? In Matthäus 7:21 heißt es ja sehr deutlich: 21 »Nicht alle, die zu mir sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will.
Ich würde mich über Eure Ansichten und Hinweise hierzu freuen, insbesondere wie ihr über die letzte Frage denkt.
Gruß, Steffen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslesung (11) Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht -- Ps 59,7
von Burgen am 07.11.2020 09:00
Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir. __ Jona 2,8
Tut es denen gleich, die durch Glauben und Geduld die Verheißung erben. __ Hebräer 6,12
Kl: 2.Timotheus 2,1-5(6)
Bl: Jeremia 38,14-28
Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen;
ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen;
denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet,
ist sicher allerwegen. (Philipp Spitta)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Gesetze und Gebote Gottes - ein Unterschied? Sirach 35,1 + Mt 23.13-33
von Burgen am 07.11.2020 00:00
Sirach 35,1-14
1 Gottes Gebote halten, das ist ein reiches Opfer. 2 Gottes Gebote ehren, das ist das rechte Dankopfer. 3 Gott danken, das ist das rechte Speisopfer. 4 Barmherzigkeit üben, das ist das rechte Lobopfer. 5 Von Sünden lassen, das ist ein Gottesdienst, der dem Herrn gefällt; und aaufhören, Unrecht zu tun, das ist ein rechtes Sühnopfer.
6 Im Haus des Herrn aber sollst du nicht mit leeren Händen erscheinen; 7 denn das alles muss man tun um des Gebotes willen. 8 Des Gerechten Opfer macht den Altar reich, und Opfergeruch ist dem Höchsten wohlgefällig. 9 Des Gerechten Opfer ist angenehm und wird nicht mehr vergessen. 10 Ehre Gott mit deinen Opfern gern und reichlich, und gib deine Erstlingsgaben, ohne zu geizen. 11 Was du gibst, das gib gern, und bringe den Zehnten fröhlich dar. 12 Gib dem Höchsten, wie er dir gegeben hat, und gib gern und reichlich nach deinem Vermögen. 13 Denn der Herr, der vergilt, wird dir's siebenfach vergelten.
14 Bring deine Gabe nicht, um Gott zu bestechen; denn eine solche wird er nicht annehmen. 15 Verlass dich nicht auf ein ungerechtes Opfer; denn der Herr ist ein Richter, und vor ihm gilt kein Ansehen der Person.
((Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984); Bible. German. Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984). (Sir 35,1–15). Deutsche Bibelgesellschaft.))
Matthäus 23,13-33
13 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen.
15 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Meer durchzieht, damit ihr einen Judengenossen gewinnt; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.
16 Weh euch, ihr verblendeten Führer, die ihr sagt: Wenn einer schwört bei dem Tempel, das gilt nicht; wenn aber einer schwört bei dem Gold des Tempels, der ist gebunden. 17 Ihr Narren und Blinden! Was ist mehr: das Gold oder der Tempel, der das Gold heilig macht? 18 Oder: Wenn einer schwört bei dem Altar, das gilt nicht; wenn aber einer schwört bei dem Opfer, das darauf liegt, der ist gebunden. 19 Ihr Blinden! Was ist mehr: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heilig macht? 20 Darum, wer schwört bei dem Altar, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. 21 Und wer schwört bei dem Tempel, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. 22 Und wer schwört bei dem Himmel, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
23 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen. 24 Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!
25 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! 26 Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!
27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! 28 So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.
29 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt 30 und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten! 31 Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben. 32 Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! 33 Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?
((Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984). (Mt 23,13–33). Deutsche Bibelgesellschaft.))
***
Als Christ lesen wir diese Worte vielleicht oder sehr wahrscheinlich im Licht von Jesus durch den Heiligen Geist in uns.
Vielleicht empfinden wir den Text von Sirach irgendwie nicht so bedrohlich, eher lieblich, fast schon prosaisch.
Den Matthäustext hingegen nicken wir vielleicht ab und stimmen zu, dass die Pharisäer Strafe verdient haben.
Oder bei näherer Betrachtung empfinden wir Angst, denn wir wollen nicht so sein.
Jedoch, wir wissen auch, dass niemand die Gesetze aus eigenem Willen halten kann. Das unterstreicht auch die Aufgabe des Gesetzes. Denn wer nur ein einziges Gesetz übertritt, ist schuldig vor Gott. - Zum Glück für jeden Christen brauchen wir diese Angst nicht mit uns rumschleppen.
Jesus hat die ganze Schuld der menschlichen Welt auf sich genommen, an seinem eigenen Leib gebüßt. Selbst jede Krankheit, jede Verdammnis, alles saugte er in sich hinein wie ein trockner Schwamm sich voll Wasser saugt.
Das ist passiert.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von geli am 06.11.2020 19:39Es ist vielleicht nicht ganz direkt unser Thema, nur indirekt.
Das ist ja ein Gleichnis, das oft diskutiert wird. Dazu schreibt Fruchtenbaum in dem Buch: "Das Leben des Messias" Folgendes:
"Das Gesetz sagte, wenn jemand des Ehebruchs schuldig wäre, dann mußte er gesteinigt werden. Aber das ist nicht alles, was Mose geschrieben hatte.Mose schrieb ebenfalls, dass jemand nur auf das Zeugnis von zwei oder drei Zeugen hin gerichtet werden durfte. ... Aber das ist immer noch nicht alles, was Mose schrieb. Die zwei oder drei Zeugen, auf deren Zeugnis hin jemand zum Tode verurteilt werden konnte, waren verantwortlich, den ersten Stein zu werfen....und durften nicht der gleichen Sünde schuldig sein, derer sie den Angeklagten beschuldigten.
Jesus sagte also in Bezug auf das Gesetz des Mose, wenn die zwei oder drei Zeugen nicht der gleichen Sünde schuldig wären, sollten sie den ersten Stein werfen. Einder nach dem anderen ging weg, was bedeutet, dass sie diesbezüglich nicht unschuldig waren."
Als Jesus also sprach: "So verdamme ich dich auch nicht", entschuldigte er hier nicht iher Sünde, denn er sagte ja: "Gehe hin uns sündige nicht mehr".
Da aber die zwei oder drei Zeugen nicht bereit waren, den ersten Stein zu werfen, gab es keine legale Grundlage für eine Verdammung.
Jesus hat nie irgendwo gegen das mosaische Gesetz verstoßen, sondern er wendete sich immer nur gegen die Überlieferungen, die den Pharisäern teilweise mehr Gewicht beilegten als dem unsprünglichen Gesetz.


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