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ignats
Gelöschter Benutzer
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von ignats am 08.07.2020 11:04NACHKLAPP
Cleopatra schrieb: "Naja, aber wenn man den Satz im Anschluss liest ,hört es sich (für mich jedenfalls) schon verurteilend an, wenn man diese Ansicht von dir eben nicht teilt, oder?"
Eine Bitte, Cleopatra: Bitte überlege genau, ob ich mit meinen Worten wirklich jemanden "verurteile". Ich urteile über eine Sache - ich verurteile (richte) niemanden, davor warnt uns ja auch der Apostel ausdrücklich. Zwischen Urteilen und BE-Urteilen besteht ein sehr großer Unterschied.
ignats
Gelöschter Benutzer
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von ignats am 08.07.2020 08:32Cleopatra schreibt: "Naja, aber wenn man den Satz im Anschluss liest ,hört es sich (für mich jedenfalls) schon verurteilend an, wenn man diese Ansicht von dir eben nicht teilt, oder?"
Nun - für mich ist das einfach die Feststellung einer Tatsache, die ich zum Abschluss treffe..
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von Cleopatra am 08.07.2020 07:32
Äußerlichkeiten machen mir selbst da garkeinen Unterschied, ich denke, dass die wenigsten kommen werden mit dem Hintergedanken, Heidnisches in eine Gemeinde zu bringen, sondern einfach, dass sie ihren eigenen Geschmack an Schönheit mit einbringen, so wie der Nachbar auch.
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslosung (9) Jauchzet Gott, alle Lande ! __ Psalm 66,1
von Burgen am 08.07.2020 07:14
Ich will auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen,
aufs Wunderlichste und Seltsamste,
dass die Weisheit seiner Weisen vergehe. __ Jesaja 29,14
Viele, die Jesus zuhörten,
verwunderten sich und sprachen:
Woher hat er dies?
Und was ist das für eine Weisheit,
die ihm gegeben ist?
Und solche Taten geschehen durch seine Hände? __ Markus 6,2
Kl: Markus 11,(20.21) 22-26
Bl: 1.Könige 17,7-16
Herr, wie oft täuschen wir uns selbst mit unseren Ideen
und Plänen. Manche Hoffnung zerrinnt, aber auch manche
Befürchtung erweist sich als unbegründet. Wir erfahren dich
als Gott, der anders ist als wir denken. Du überraschst uns
immer wieder, vielleicht auch heute. Wir vertrauen uns dir an.
(Gebet der Losungsredaktion)
ignats
Gelöschter Benutzer
Re: Glaube und Tod
von ignats am 07.07.2020 22:44Da sitzt er nun auf seiner Terasse auf der Bank, die er selbst gezimmert hat so festgefügt und stabil, als solle sie ewig halten. Aber das war eigentlich unnötig, denn jetzt rundet sich sein Leben. Er habe, so sagte man ihm, noch wenige, vielleicht einige Monate zu leben. Leber und Nieren seien am Ende ihrer Möglichkeiten, das Herz habe keine Kraft mehr. Der Krebs hat ihn ausgezehrt, ein paar Herzoperationen verhalfen ihm zu einigen zusätzlichen Jahren. Doch nun, da er da so sitzt in der trockenen Mittagswärme und von unten, aus der Stadt her, das Rauschen und Brummen des Verkehrs hört, hat er sich damit abgefunden, dass er vielleicht auch die 82 nicht mehr auf seinem Geburtstagskalender stehen haben wird. Eine Ruhe und Gelassenheit und ein Friede hat ihn erfasst, die ihm Zeit seines Lebens selten anzumerken war. Immer sprühend vor Lebenslust, immer den Kopf voller Ideen (und Blödeleien), die Muskeln voller Kraft und das Herz voller unbändiger Sehnsucht - so kenne ich ihn, so kennen ihn seine Kinder und vor allem seine Frau.
Zwölf Jahre war er, als er mit einem Teil seiner Familie aus Pommern fliehen musste. Der älteste Bruder irgendwo in den Gefangenenlagern der Russen, der jüngere Bruder schon weit weg im Westfälischen, die zweite Schwester - ach mein Gott, was sie ihr nur angetan hatten - und nun alle auf der Flucht, Flucht, bis sie in Holstein ankamen. Der Vater überstand die Strapazen nicht lange und ließ die Mutter mit den Kindern allein zurück. Das Leben war hundsgemein schwer - aber der Glaube der Mutter hielt eisern am Herrn fest, die Geschwister nicht weniger. Gott der Herr war in aller Schwere, allem Leid der zentrale Halt der Familie geblieben.
Die Nachkriegszeit wirbelte sie hin und her durch Deutschland und schließlich, kurz nachdem seine älteste Schwester und ihre Familie nach Canada gingen, und er alt genug war, hielt ihn nichts mehr in diesem zerstörten Land. Er packte seine wenigen Habseligkeiten und dampfte ab, seine junge Frau folgte ihm wenig später. Canada - das große, große Land.
Zu zweit packten sie das Leben an. Eine angenehm warme Wohnung: "Endlich muss ich nicht mehr frieren", schrieb er bei 30°C Frost an seine Familie in immer noch zerstörten Deutschland. Er fand Arbeit, Freunde, sie kauften ein Haus, drei Kinder wurden ihnen geboren. Über allem und allen wachte der Herr, dem sie immer wieder lobten und priesen über seinen Segen. Und er segnete sie reich. Sie hatten eine Farm gekauft, weiter im Westen, dann waren sie ins Okanagan Tal gezogen mit einem Klima, wie im Süden Italiens und milden Wintern. Die drei Kinder gediehen prächtig, studierten und lernten, gründeten eigene Familien und nun sagen sechs Enkel, die selbst kein Wort Deutsch mehr sprechen, dennoch "Opa" zu ihm.
Der Vater, sagt er, habe ihm schon gefehlt. Er habe ihm manches nicht vermitteln können, was er gebraucht hätte, deswegen sei sein Weg manchmal holperiger gewesen, als nötig. Aber treu auch in den dunklen Stunden hielt Gott an seiner Seite und seine Frau mit ihm.
Er war ein Dickschädel, mein Onkel. Er nahm kein Blatt vor den Mund, er konnte verletzend sein, oft ungewollt. So war er. Und strotzte vor Kraft, die ihn in den letzten Jahren mehr und mehr verließ. Bei immer mehr Verrichtungen war er auf Hilfe angewiesen. Er war ein Künstler - was er an Holz in die Hand nahm, verwandelte er in ein handwerkliches oder bildliches Kunstwerk. Bilder schnitzte er und Häuser baute er und ein riesiges, hölzernes Portal für das Haus seiner Gemeinde.
Nun sitzt er auf seiner Terasse, die er noch vor wenigen Jahren erneuern musste, weil der Hagel das Dach zerschlagen hatte, und genießt, wie der Fühling im Okanagan alles zum Grünen und Blühen bringt. Und sagt, dass die mehr als achtzig Jahre dann auch genug sind, wenn es nun einmal so sein solle. Den Ärzten habe er das Nötige geschrieben, "dass sie mich in Frieden gehen lassen sollen", wenn es so weit sei.
Er hat seinen Frieden, das weiß ich. Mir ist weh, weil ich weiß, dass ich ihn hier nicht mehr wiedersehe. Aber ich gönne es ihm, dass er die Seinen wiedersehen wird, den so früh gestorbenen Vater, die Mutter, die sich allein mit den Kindern durch die Nachkriegsjahre schlagen musste und seine sämtlichen Geschwister. Er sagt es nicht, weil er darüber selten spricht. Aber ich bin sicher, er freut sich darauf, weil er weiß, wohin er geht. Und ich beneide ihn, weil er seine Mutter wohl eher wiedersieht, als ich die "Oma", die ich nie kennengelernt habe. Aber ich habe viele ihrer Briefe gelesen, die sie in den Nachkriegsjahren ihren Kinder schrieb. Vor allem von der größen Sehnsucht, ihren Ältesten - meinen Vater - noch sehen zu dürfen. Was ihr auch gegönnt war.
Ich freue mich darauf, diese unglaublich tapfere, starke Frau endlich kennen zu lernen. Auch wenn es noch ein bisschen dauern mag. Dann warte ich eben.
Auf das Leben....
Nein! Angst habe ich keine. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und ich freue mich darauf, zu ihm zu dürfen. Ich freue mich darauf, mit meiner Frau endlich sorglos beisammen sein zu können. Endlich unsere beiden Söhne kennen zu lernen, die wir hier nie kennen lernen konnten. Den Großvater und seine Frau, die ich nur aus Erzählungen kenne. All die Menschen, die Gottes Wort uns vorstellt, in deren Leben die Schrift uns mitten eintauchen ließ. Was müssen sie erlebt haben in hunderten von Lebensjahren? Den ollen Paulus, der vom Gottestgegner zu einem der großen Apostel wurde, die Jünger Jesu ...
Doch, ich freue mich darauf, wenn es endlich losgeht - das Leben.
ignats
Gelöschter Benutzer
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von ignats am 07.07.2020 21:32Burgen schrieb: "Stellt sich also doch auch zwingend die Frage, wie wir als Christen mit tätowierten Menschen umgehen." Nicht so sehr, jedenfalls nicht für mich. Ich finde die Dinger zwar scheußlich - aber wenn einer frischen Knofel gefuttert hat, finde ich das schlimmer...
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Die richtige Entscheidung
von geli am 07.07.2020 21:18Gerade versuche ich mich zuerinnern, wie das bei mir bei meiner Bekehrung war. Ich meine, dass ich keine bis sehr wenig Sündenbewußtsein hatte - jedoch war ich damals mit meinem Leben "am Ende" und wollte dem auch ein Ende setzen. Ich habe mit einer Frau ein Übergabegebet gesprochen, wie das lautete, weiß ich heute nicht mehr.
Das, was ich aber wußte: Ich brauche Hilfe, und die kann nur von Gott kommen. Deshalb habe ich dann mein Leben Jesus übergeben. Für mich passierte etwas ganz Besonderes: Ich hatte schon viele Jahre in meinem Leben nicht geweint - vielleicht das letzte Mal als Kind. Nach diesem Gebet mußte ich dann so richtig weinen.
Die Erkenntnis, dass ich Sünder bin, kam aber erst danach Stück um Stück, als ich mich mit der Bibel beschäftigte und mein Leben mit dem verglich, wie es abgelaufen war.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von geli am 07.07.2020 21:10Ja, oft wird ja gesagt, dass wir heute im NT leben und das AT mit seinen Geboten nicht mehr gilt. Natürlich stimmt es, dass wir uns nicht mehr an jede Vorschrift halten müssen. Aber ich denke, wir können im AT sehr gut erkennen, wie Gott über die Dinge denkt und wie er darüber urteilt. Daraus kann man Prinzipien erkennen, die uns helfen, unser Leben zu gestalten.
.Also ich würde zuerst einmal mit solch einem Menschen ganz normal umgehen, wie mit jedem anderen auch, der zu uns in die Gemeinde kommt.

Auch tätowierte Menschen sollen ja zum Glauben finden
- und wenn das geschehen ist, dann haben wir halt einen tätowierten Christen
Re: Gottes Geist
von Andreas am 07.07.2020 20:56Der Hl. Geist kann uns überall erreichen.
Auch wenn wir Seinem Aufruf erst mal nicht folgen.
Wenn uns der Hl. Geist erfasst, dann können wir nicht mehr schweigen.
Bin ich offen für den Hl. Geist?
Übertönt mein Alltag den Hl. Geist?
Wo hat Er mich schon überall erreicht?
Habe ich schon einmal in Zungen geredet, oder eine Verzückung erlebt?
Bin ich begeistert vom Hl. Geist?
Gott Hl. Geist hilf mir, dass ich ganz offen für Dich bin. Hilf mir, dass ich mich immer wieder an Dich erinnere. Hilf mir, dass ich immer wieder Stille und Zeit für Dich finde. Bitte lass mich Dich ganz intensiv erleben.
Hilf mir mich auf das Abenteuer mit Dir einzulassen.
Danke für alles was Du für mich tust. Amen.
Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tatoos - nur eine Modeerscheinung? Oder steckt mehr dahinter?
von Burgen am 07.07.2020 16:22
Gesehen habe ich auch schon, dass es etliche Menschen gibt, die die Tattoos wieder entfernen lassen oder zumindest darüber nachdenken.
Junge Menschen, die in Israel ein Freiwilliges Jahr unter Holokausüberlebenden leben, lassen sich hin und wieder ebenfalls die Nummern der Lager am Unterarm tätowieren.
Ich denke, wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass Gott durchgängig im AT (s)ein Volk Gottes zusammenstellte. Und ohne Gesetze kann nichtmal ein unsichtbarer Gott regieren.
Das ganze dritte Mosebuch ist ein Gesetzesbuch mit Anleitungen zum Leben mit Gott und miteinander der Menschen.
Im AT galt darüber hinaus, wer nur eine einzige Sünde bezogen auf die Zusammenfassung in den 10 Geboten, der hat das ganze Gesetz gebrochen und musste bestraft werden.
Ich glaube, Gott hat am allermeisten darunter gelitten.
Das ist so ähnlich wie im Buch Daniel als er in die Löwengrube geworfen wurde. Der Grund war, dass er die Anordnung des menschlichen Königs mißachtete und trotzdem Gott anbetete, obwohl es bei Todesstrafe verboten war.
Und Gott stand zu ihm, schützte ihn.
Und genauso deshalb hat Jesus geboren werden müssen. Denn Gott ist ein Gott der Liebe und Lösungen.
Stellt sich also doch auch zwingend die Frage, wie wir als Christen mit tätowierten Menschen umgehen.
Besonders auch dann, wenn sie zu uns in die Gemeinde kommen oder auch an einem Open Air GD teilnehmen usw.
Dies könnte in unserer Zeit für ganz viele Mitmenschen ein Problem darstellen.
Damals während der Zeit des Pietismus, als man unverheiratet nicht Tanzen gehen durfte, nicht ins Kino gehen usw. war es ja ähnlich.
Gottes Wort also auf der einen Seite - und die menschliche Moral daraus auf der anderen Seite.
Das ist nicht immer einfach ...

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