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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von Burgen am 29.05.2019 23:22

Vorhin habe ich mich etwas belesen über Borderline.
Ins Auge gesprungen ist mir da „die innere Leere, also das Gefühl der inneren Leere“.

Das kann ich sehr gut nachempfinden. Habe ich auch damals erlebt. Dieses Gefühl ist schrecklich.
Es sind vielfache unschöne Folgen, die dieses Gefühl haben kann.

Wie kann man nun damit umgehen?
Als Christ haben wir die wunderbare Möglichkeit, diese Leere nachhaltig von Jesus ausfüllen zu lassen.
Wie?
Seine Zeit mit der Bibel“Arbeit“ zu verbringen.
Wie?
Mir hat mal jemand beigebracht, von einem gelesenen Bibeltext die Parallelstellen herauszuschreiben.
Oder die Verse zu einem Begriff, wie zB „glauben“ auf einem riesengroßen Blatt Tapete aufzuschreiben.

Also auf solche Art tief in die Schrift hineinzutauchen.
Es lohnt auf jeden Fall. Vielleicht gibt es ja noch andere erprobte Tipps, die jemand mit uns teilen möchte.

Gruß
Burgen

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chestnut
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Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von chestnut am 29.05.2019 21:37

Was ich mich häufiger frage ist, wie wirkt Therapie eigentlich oder was wirkt dort? Wie funktioniert das? Man redet über das Problem und dann? Bekommt man Übungen? Bekommt man Anleitungen, die man trainieren muß? Oder wird nur geredet, quasi sich die belastenden Dinge von der Seele reden, wie man so sagt?

Das kommt sehr auf den Therapeuten draufan, und auch, wie weit man sich selbst auf etwas einlässt.

Über etwas Belastendes sprechen kann manchmal schon sehr befreiend wirken. Deshalb ist "über etwas reden", das einem Mühe macht, oft schon heilsam.
Ein guter Therapeut hört zu, fragt zurück wo er etwas nicht verstanden hat, gibt Impulse zur Bewältigung.

Meist geht ja jemand zu einer Therapie, weil irgend etwas zu viel geworden ist. Das kann eine akutelle Situation sein, wo es darum geht, damit besser klar zu kommen; vielleicht um eine andere Sichtweise erhalten zu bekommen - oder es geht darum, mit seinen eigenen Kräften besser klar zu kommen.
Natürlich geht es oft auch um Vergangenheitsbewältigung, wenn jemand selbst nicht klar kommt damit.


Therapie ist aber vor allem eins: Arbeit an sich selbst. Wer dazu nicht bereit ist, muss gar keine Therapie anfangen.
Ein Therapeut kann nie für einen selbst Lebensmuster verändern, denn darum geht es im Prinzip. Machmal haben wir Dinge antrainiert, mit denen wir anecken. Vielleicht sind wir uns dessen bewusst oder auch nicht. Oder wir müssen lernen, mit unserem Ärger besser klar zu kommen, Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen, usw.
All  das können echte Krafträuber sein, nicht nur für unsere Nerven sondern auch für unseren Körper. Wer ständig mehr Energie braucht für irgend etwas, das nicht nötig wäre, der ist viel schneller müde; ja und dann gibt es ja noch einen Rattenschwanz von Dingen in unserem Körper, die mit der Seele direkt oder indirekt zusammenhängen.

Eins aber muss vor allem gegeben sein: Die "Chemie" zwischen Therapeuten und Hilfesuchendem muss stimmen. Manchmal findet man das nicht in der ersten Stunde heraus. Die Faustregel ist, wenn man innerhalb von 5 Stunden nicht "warm wird" mit dem Therapeuten, ist es besser jemanden anderen zu suchen.
Liebe Grüsse
Chestnut

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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von Micro am 29.05.2019 19:52

Ehrlich gesagt, christliche Elemente hätte ich mit ihm auch nie besprechen wollen, da waren auch schon unser christlicher Hintergrund und damit das Verständnis sehr verschieden.

Das ist natürlich ein Punkt, der unbedingt eine Rolle spielt. Sind die Glaubensansichten sehr weit auseinander hat dies ja etwas Trennendes und Vertrauen wird wohl weniger entstehen.  
Was ich mich häufiger frage ist, wie wirkt Therapie eigentlich oder was wirkt dort? Wie funktioniert das? Man redet über das Problem und dann?
Bekommt man Übungen? Bekommt man Anleitungen, die man trainieren muß? Oder wird nur geredet, quasi sich die belastenden Dinge von der Seele reden, wie man so sagt?

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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von Micro am 29.05.2019 19:44

Aber ich habe nun den Glauben und die Hoffnung, dass ich auch da Gott erleben werde, da für Gott NICHTS unmöglich ist.

Guter Gedanke, Bonito, gerade unter den Leidgeprüften gibt es sicherlich Menschen die Gott suchen, brauchen und sich nach Hoffnung sehnen!

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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Rechtsanspruch - Gerechtigkeit Gottes in Jesus - ...

von Micro am 29.05.2019 19:40

Ich würde dazu ein biblisches Bild anführen: Die Herde gehört dem Hirten und niemand kann auch nur ein Schaf aus dieser Herde rauben.
Diese Herdenzugehörigkeit enthält also einen Anspruch, nämlich das, was Jesus rechtmäßig zusteht und gleichzeitig eine Zusage oder Verheißung an diejenigen, die dieser Herde angehören. Das Schaf befindet sich unter dem Schutz dieses Versprechens, welches dem Besitzer als auch dem Eigentum einen Rechtsanspruch verschafft.

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chestnut
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Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von chestnut am 29.05.2019 19:22

Micro frägt: "Und wie würdest du dies für dich bewerten? Existiert eher die Tendenz zu einem christlichen Therapeuten zu gehen, weil hier möglicherweise die Verständigungsebene besser ist? Was würdest du aus deiner Erfahrung raten?"

Wichtig ist mir bei einer Therapie, dass mich der Therapeut (Mann oder Frau) ernst nimmt, auch meinen Glauben ernst nimmt.

Ich war mehrere Jahre in therapeutischer Begleitung, bei einer Person mit christlichem Fundament. Auch wenn für ihn der Glaube ein zentrales Element war, ging es bei den ganzen Gesprächen nie um den Glauben oder um Elemente des Glaubens. Es ging um Lebenshilfe, um Bewältigung von erlebten und von aktuellen Lebenssituationen.
Ehrlich gesagt, christliche Elemente hätte ich mit ihm auch nie besprechen wollen, da waren auch schon unser christlicher Hintergrund und damit das Verständnis sehr verschieden.

Die Basis mag sicher eine Rolle spielen, aber in erster Linie ist es wichtig, dass ich verstanden und ernst genommen werde, dazu gehören auch meine christlichen Werte.

Wenn ich in einer Therapie christliche Elemente wünschen würde, dann würde ich dies eher trennen und mir für diesen Bereich einen kompetenten Seelsorger suchen, der mich versteht und ernst nimmt. Auch da ist mir das Geschlecht wiederum egal.

Liebe Grüsse
Chestnut

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Rechtsanspruch - Gerechtigkeit Gottes in Jesus - ...

von Burgen am 29.05.2019 19:09

Hallo LittleC

das ist so, wie du die Überschrift interpretierst durchaus nicht so gemeint.

Das Gegenteil trifft zu. Wie du schreibst, jeder Mensch wurde nach seinem Willen geschaffen. ...

Jedoch findet ein geistlicher Kampf statt, eigentlich um jeden Menschen.

Satan ist der Verkläger. Man könnte auch sagen „Staatsanwalt“. In dem Buch Hiob wird dies recht deutlich.

Im AT ist geschrieben, jedes Gebot sollte gehalten werden. Und dazu ist kein Mensch in der Lage.

Jedoch allein in/durch Jesus sind sind wir vor Gott gerecht gesprochen. Er hat uns in umfassender Weise freigekauft.

Und dieses Bekenntnis tut seine lebenspendende Wirkung, das gibt es vertrauensvoll zu erfahren.

Also Gott hat den Rechtsanspruch auf den Menschen, nicht Satan.

Gruß
Burgen

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chestnut
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Re: Rechtsanspruch - Gerechtigkeit Gottes in Jesus - ...

von chestnut am 29.05.2019 19:07

So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben 1.Johannes 1.12 (Elberfelder)


Wenn ich diesen Vers so lese wie er hier steht, hat Satan wirklich kein Recht (juristisch) mir die Kindschaft Gottes abzuanerkennen.
Wir sind von Rechts wegen Gottes Kinder geworden, wenn wir so wie die Schrift es uns lehrt, Gottes Kinder geworden sind, insofern stimmt der Titel, der Burgen gewählt hat.

Liebe Grüsse
Chestnut

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.05.2019 19:07.

Bonito
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit schweren psychischen Erkrankungen als gläubiger Christ

von Bonito am 29.05.2019 19:05

Micro frägt: "Und wie würdest du dies für dich bewerten? Existiert eher die Tendenz zu einem christlichen Therapeuten zu gehen, weil hier möglicherweise die Verständigungsebene besser ist? Was würdest du aus deiner Erfahrung raten?"

Generell würde ich eine christliche Therapie bevorzugen. Wenn in meinem Fall mit meinen massiven Borderlinestörungen aber keine christlichen Borderlinestationen gibt, würde ich dann auf eine christliche Therapie verzichten. Denn auf einer Borderlinestation wird dann richtig gezielt auf Borderline therapiert. Mir wäre es auch lieber, wenn eine Borderlinestation christlich geführt wäre. Seit Ende 2018/Anfang 2019 stehe ich nun auf der Warteliste von einer nicht christlichen Borderlinestation, wo ich dann hoffentlich Ende Juli/Anfang August 2019 stationär aufgenommen werden könnte. Aber ich habe nun den Glauben und die Hoffnung, dass ich auch da Gott erleben werde, da für Gott NICHTS unmöglich ist.

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LittleC

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Re: Rechtsanspruch - Gerechtigkeit Gottes in Jesus - ...

von LittleC am 29.05.2019 17:01

... was ist das eigentlich für ein sonderbarer Gedanke in der Überschrift?
 
Was verstehen wir Menschen denn eigentlich unter "Rechtsanspruch?"

Welcher Mensch hat denn überhaupt gerade gegenüber Gott irgend einen Anspruch?
Ich ganz persönlich empfinde solche Denkweise geradezu hoffärtig!

Ausnahmslos jeder Mensch wurde von Gott nach SEINEM Willen erschaffen.
Welches Geschöpf will sich anmaßen, gegenüber seinem Schöpfer ein Recht zu beanspruchen?

Der Sinn unseres Lebens besteht einzig darin, nach dem Willen und im Sinn unseres Gottes, des Vaters, zu leben und an unserem Ende wieder in IHN zurück zu kehren, in die Wohnung, die er für uns bereitet hat.

Was soll das sein? Ein "verklagender Rechtsanspruch" des Satans?
Alles Böse, alles satanische kommt alleine aus den Menschen selbst.
Wenn also Menschen irgend einen RechtsANSPRUCH gegenüber Gott erheben, dann ist das in meinen Augen "satanisches Denken".

So sehe ich das...
LG von LC

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