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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Leah am 12.09.2018 08:04

Hallo Cleo,

ja, bei einer allgemeinen Evangelisation ist es meistens so sinnvoll, wie Du sagst. Allerdings nicht pauschal, wie man sieht, wenn man die Reden der Apostel in der Apostelgeschichte liest. 

Wenn ich aber eine einzelnen Person evangelisiere, kann ich nicht sagen, was sie braucht. da muss ich warten, was der Herr wirkt zu sagen. Und da kommt es nun mal vor, dass konfrontativer Klartext nötig ist. Herabwürdigen darf man freilich nicht.

Leah

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5495

Re: Auftrag der Heilung

von Cleopatra am 12.09.2018 07:31

Das Buch scheint mir charesmatisch zu sein, denn genau diese Bibelstellen wurden in dem Zusammenhang auch genannt.
Ich denke, die Punkte, die du auffühst, haben nichts mit einem "dann werdet ihr geheilt werden" zu tun.
Denn dann könnten wir ja selbst beeinflussen, ob wir von einer Krankheit geheilt werden.
Dies würde im Umkehrschluss bedeuten, dass, wenn wir nicht geheilt wurden, eben noch Sünde da ist oder so.
Das, was hier beschrieben wird, hat eben meiner Meinung nach nichts mit Heilung zu tun, sondern mit eigener innerer Ruhe.
Eigene Sünde klar sollte die weg.
Auch Vergebung- wir sollen schließlich vergeben- ist gut für uns selbst, um Dinge zu verarbeiten.
Demnach geht es uns natürlich danach besser.
„Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wie, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden s e i d. ihr Heil geworden.“ 1.Petrus 2,24

Wenn wir diesen Vers so nehmen, wie er steht, dann dürften wir garnicht erst krank geworden sein, denn wir sind ja schon Heil geworden.
Der Vers bezieht sich auf das innere Heil, die Errettung.
Der Heilige Geist überbringt uns Gottes Heilungskraft und seine Heilungsgnade. Wenn wir den Heiligen Geist bitten und vorbehaltlos für Ihn offen sind, beschenkt Er uns mit der Gabe der Heilungen, das heißt mit der Kraft und mit der Salbung, Kranke zu heilen. 1.Korinther 12,9

In 1.Korinther 12 steht genau das nämlich nicht.
Dort steht nicht, dass wir um eine bestimmte Kraft beten sollen und diese dann bekommen.
Dort steht im Zusammenhang, dass eben jeder unterschiedliche Gaben bekommt.
Die Gabe der Heilung ist eine von vielen und wer sie bekommt, bestimmt Gott.
Schon alleine diese Behauptung und falsche Wiedergabe von 1. Korinther 12 würde mich persönlich dazu bringen, das Buch wegzulegen und nicht weiterzulesen, denn ich würde mich fragen, ob anschließend auch Bibelverse falsch wiedergegeben werden.
Als Beispiel folgt die Arthrites, schmerzhafte Entzündungen in den Gelenken. Wenn Betroffene ihre eigene Schuld bekennen (des Anklagens und des Nicht-Vergebens) und dann für sie um Heilung gebetet wird, verschwinden die Schmerzen in der Regel ...

Leider gibt es keine Statistik, die aufzeigt, dass Heilungen geschehen nach einer Buße. Das "in der Regel" ist daher seeeehr relativ und subjektiv und wird in solchen Artikeln natürlich in diesem Zusammenhang gerne genannt, ohne eine Quelle hierfür zu haben.
Krank sein ist vooooll doof.

Aber wir Menschen leben nicht hier auf der Erde, um ein Lotterleben zu haben.
Wenn Gott uns heilt, so ist es seine Gnade, kein eigener Hinzuverdienst durch "Leistungen" wir Buße oder Vergebung.
So meine Meinung
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.09.2018 07:33.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 5495

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Cleopatra am 12.09.2018 07:18

Ich bin gestern "fremdgegangen".
Ich war in einer anderen Suppenküche, weil ich mal gerne sehen wollte, wie es dort ist.
Nach einer genialen Führung und tollen Gesprächen wurde es Zeit, nach dem Essen für die Andacht.
Und hier war es so, wie in unserer Suppenküche: Ein ganz klares Evangelium.

Klare Worte, aber- und das finde ich eben wichtig- mit Taktgefühl.
Der Mann sprach von sich, wie er sich bekehrt hat, sagte auch, dass Jesus der Weg ist zu Gott, dass wir Sünder sind und er nur eben helfen kann dass unsere Sünden vergeben werden.
In dieser Suppenküche haben sich wohl schon mehrere bekehrt.
Ich finde, wenn wir mit Menschen umgehen, brauchen wir Taktgefühl.
Wir können nicht mit dem Holzhammer kommen und dann die Verantwortung einer Entscheidung den Leuten überlassen.
Das wäre wirklich unfaier diesen Menschen gegenüber.

Aber wir müssen eben auch die ganze Wahrheit sagen.
Taktgefühl und Ehrlichkeit finde ich hierbei sehr wichtig.
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Pal am 12.09.2018 05:44

Burgen: Je länger man Jesus liebt, desto sensibler wird das Herz des Menschen. Hoffentlich!

Ja, so sollte es sein! Die Liebe sollte immer intensiver werden.
Doch leider sehe ich, in der Praxis, ganz andere Neigungen. Nämlich geistlichen Ehebruch gerade bei zuvor Bekehrten.
Da wundert es mich manchmal, ob die "Holzhammer-methode" gerade für die Bibelkenner und Laodicea-Selbstbetrüger notwendig ist?
Denn sie kennen Gott und ihre Bibel, ähnlich den Pharisäeren, aber sie stehen in Wirklichkeit vor einem Abgrund.
Sollten sie dann mit Liebesgesäusel am Schlafen gelassen werden?
Oder müßte man da nicht eher einmal auf den Tisch "schlagen" wie es die Bibel auch hergibt, zB=>
Jak 4:4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes!

In aller LIEBE aber auch in aller Härte! - Ach, nein Liebe sollte doch nur streicheln! -

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Auftrag der Heilung

von Burgen am 12.09.2018 00:07

Aus meinem neuen älteren Buch Zitat:

Petrus sagt über Jesus:
„Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wie, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen;
durch seine Wunden s e i d. ihr Heil geworden.“ 1.Petrus 2,24

Der Heilige Geist überbringt uns Gottes Heilungskraft und seine Heilungsgnade. Wenn wir den Heiligen Geist bitten und vorbehaltlos für Ihn offen sind, beschenkt Er uns mit der Gabe der Heilungen, das heißt mit der Kraft und mit der Salbung, Kranke zu heilen. 1.Korinther 12,9

Über das Wort Gottes heißt es:
„Er sandte sein Wort und machte sie gesund“ Psalm 107,20

Es ist wichtig, Heilungsworte zu verinnerlichen (also sie auswendig zu lernen und im Herzen zu tragen) und wie Medizin mehrmals täglich einzunehmen - das tut man, indem man sie laut ausspricht und proklamiert.
Denn wir bekommen, was wir sagen, wie es auch das Wort Gottes bestätigt. Markus 11 23b

Sünde bekennen öffnet den Weg für Heilung
Der Auslöser für sehr viele Krankheiten ist Sünde. Aber was ist Sünde? ... Sünde, der Begriff, zielt zunächst einmal nicht auf die Ebene des Tuns ab, sondern geht tiefer. Eigentlich beschreibt Sünde so etwas wie eine „Zielverfehlung“; im Grunde genommen steckt dahinter eine falsche Ausrichtung unserer Herzen. Wir alle haben „unsere“ Götter. Der Gegenstand oder die Person jedoch, auf den bzw. die wir unser Herz ausgerichtet haben, gewinnt Einfluss auf uns und prägt uns und unser Verhalten. ...

Entscheidend ist vielmehr, dass wir umkehren und uns ganz auf Gott ausrichten, auf Sein Wesen. Wenn ich mich Ihm zuwende und von ganzem Herzen Ihn anbete, dann wird Er mich und mein Verhalten mehr und mehr prägen - und „Sünde“ wird nach und nach aus meinem Leben verschwinden. Gott und Sein Wesen in mir verändern mich „von innen heraus“.

„Wenn wir allerdings unsere Sünden bekennen, so ist er (Gott) treu und gerecht ... und reinigt uns von j e d e r Sünde, auch von der Sünde unserer Gottferne. 1.Johannes 1,9
... Zunächst selbst Vergebung praktizieren ist eine Art „Türöffner“ für Heilung!Die Bibel nennt das „Buße tun“ - umkehren, Schuld bekennen, um Vergebung bitten und anderen Menschen vergeben, die an uns schuldig würden . Dies öffnet die Tür für den Strom der Heilungsgnade Gottes.

In Jakobus 5,16 heißt es:
„Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander - zB in der Familie oder im Hauskreis -, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“

Als Beispiel folgt die Arthrites, schmerzhafte Entzündungen in den Gelenken. Wenn Betroffene ihre eigene Schuld bekennen (des Anklagens und des Nicht-Vergebens) und dann für sie um Heilung gebetet wird, verschwinden die Schmerzen in der Regel ...


Soweit.
Hier in diesem Buch scheint es ja echt zur Sache zu gehen.

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Leah am 11.09.2018 22:31

Hallo Jonas,

irgendwie haben wir ein Verständigungsproblem.

Gott ist nicht der Auslöser und auch nicht der Urheber des Bösen. Aber er tut Dinge, die wir als Bedrängnis empfinden, als Leid oder Not, um zu retten oder zu heiligen.

Genau das macht er in der Drangsalszeit.

Ich denke oft darüber nach, wie es dem Herrn wohl dabei geht, empfindsam, heilig und mitfühlend wie er ist, wenn er solch brachiale Maßnahmen ergreifen muss, um Menschen zum Glauben zu bringen. Dass die Maßnahmen hart sind, spricht nicht gegen Gott, sondern gegen uns Menschen.

Leah

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. - Philipper 4,13

von solana am 11.09.2018 22:09

Liebe Burgen

Ich denke, bei diesem Satz ist es gut, den Kontext mit zu beachten.

Phil 4, 11 Ich sage das nicht, weil ich Mangel leide; denn ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie's mir auch geht. 12 Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden; 13 ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.

Sagt ja:  Paulus hat gelernt, sich genügen zu lassen mit dem, was Gott ihm schenkt.
Er hat erfahren, dass, wenn Gott ihm eine Aufgabe gibt, dann sorgt er auch dafür, dass er all das hat, was er braucht, um diese Aufgabe zu erfüllen.
Er weiss, dass er sich nicht sorgen muss, denn Gott wird ihm die Kraft geben, mit allem fertig zu werden, was er ihm zumutet, auch an Beschwernissen und Mangel.

Wir machen uns auch so oft Sorgen, ob wir dieses oder jenes schaffen können, ob unsere Kraft dazu reicht und was ist, wenn dieses oder jenes Unvorhergesehene passiert?

Als ich mich neulich mal wieder bei solchen Überlegungen ertappte, kam gleich dieser Gedanke dazu: Wenn es Gottes Wille ist und er das so fügt, dann schenkt er auch die Kraft, richtig damit umzugehen - worüber mir Sorgen machen?
"Sorgen" sollten wir uns eher darum immer auf Gott hin ausgerichtet zu sein und alles von ihm zu erwarten.
Aus seiner Hand dankbar als Geschenk annehmen, was er uns gibt und auch die Kraft dazu, richtig damit umzugehen.
Das befreit zum Leben, gibt Frieden und Freude und Zuversicht.

Und wenn du das "Dienen" ansprichst: es braucht auch viel Kraft und auch die bekommen wir von ihm.
Derjenige, der dient - freiwillig, obwohl er es nicht muss - und sich unterordnet, zeigt dadurch eigentlich wahre Grösse.

Es ist viel leichter, sich über andere zu stellen als sich zu erniedrigen und zu dienen.
Deshalb sagt Jesus ja auch: Mt 23,11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Das mit Freude zu tun aus Liebe - auch dafür braucht es Gottes Kraft und nur so kann es wirklich gelingen ohne Krampf.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Jonas am 11.09.2018 22:00

Die Not, die der Herr in der Drangsal auf die Erde bringt, ist gewaltig und geht DIREKT von Gott aus, wie wir in der Offenbarung lesen können.


Und werte Leah, ich gehe stark davon aus, dass du dir das so vorstellst, wie im Vielgötterglauben der heidnicshen Kulturen, das Gott gleich des Zeus "Blitze "auf die Erde schleudert.
Das wäre ja wohl eine Vermenschlichung Gottes, ein Göttchen bzw ein Götze.

Wer ist den der Auslöser von Bedrängnis?

Sagte nicht der Herr selbst , nachdem der Adam in Sünde gefallen war und auf die Nachfrage Gottes, was er getan habe, Gott noch ins Angesicht log,
"...um deiner, des Adams willen, sei der Acker verflucht und mit Kummer sollte er sich darauf nähren sein Leben lang..."

Also der Herr ist demnach wohl nicht der Auslöser von Drangsal und Kummer.
Sondern sie ergibt sich wohl vielmehr aus einen falschen Betragen der Menschen heraus.
Sicher wacht Gott nur darüber, dass alles der Ordnung gemäß abläuft, das nicht auch noch der, der wieder aller Logik handelt, dafür auch noch belohnt wird.

Mit besten Grüßen

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. - Philipper 4,13

von Leah am 11.09.2018 21:28

Liebe Burgen,

diese Ausage gilt jedermann. Sie ist synonym mit: Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Was Paulus sagt ist, dass er alles nur durch den Herrn kann und im Fleisch völlig unwirksam und kraftlos ist. Durch ihn bewäligt er auch schwierige Situationen. Er sagt allerdings nicht, dass er alles kann, was er will. Sondern nur, dass er das, was er kann, alleine Gott verdankt.

Leah

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Leah am 11.09.2018 21:23

Hallo Jonas,

Du verdrehst schon wieder meine Auzssage. Ich habe nie gesagt, dass Gott lieblos ist. Alles seine Eigenschaften sind vollkommen und keine kann wegen einer anderen zurückgestellt oder eingeschränkt werden. Selbst wenn Gott hasst, ändert das nichts an seiner vollkommenen Liebe.

Er hat aber eben mehr als nur die eine Eigenschaft, Liebe zu sein.

Nun wirst Du sicher sagen, Gott hasst nicht. Doch, er hasst das Böse und die, die das Böse lieben. Auch das ist Liebe.

Leah

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.09.2018 21:28.
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