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nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 18.03.2018 18:55Hallo Nobse,
Die Bibel kennt keine mehr oder weniger große Nähe zu Christus. Entweder wir sind "In Christus" - und damit Christ, oder wir sind noch kein Christ, sind noch nicht in Christus. Können noch nicht sagen, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
So wie es auch nicht darum geht einen mehr oder weniger großen Abstand zu Gott zu haben. Ein wenig Sünde trennt hier genauso stark von Gott wie sehr große und viele Sünden. Nach dem Motto, knapp vorbei ist auch daneben.
Das klingt nach einer rein geistigen intellektuellen Anstrengung, die dann zu einer "geistigen Verbundenheit" führt.
In der Bibel wird aber nun von einem Erkennen, von einem Eins Werden berichtet. Und dies geschieht dort, wo ein Mensch sein selbstbestimmtes altes Leben loslässt und ganz von Gott ergriffen wird. Von seinem Geist erfüllt wird. Ein neues Herz und einen neuen beständigen Geist erhält - in der Wiedergeburt.
Aber genau hier sagt uns doch Gottes Wort, das wir als Kinder Gottes dann keine Knechte der Sünde mehr sind.
Die Sünde uns nicht mehr (zwanghaft) bestimmen tut, auf das wir durch den heiligen Geist, im Wandeln durch den Geist Gottes, die Möglichkeit haben, die Werke des Fleisches (die Sünde) im Tode zu halten - nicht mehr zu vollbringen.
Die Freiheit unsere Gedanken - unsere Ziele und Wünsche - selbst zu bestimmen, hat natürlich jeder Mensch. Auch der Mensch, der noch von seinen Sünden geknechtet ist, der vom alten Adam regiert wird. Und über den Paulus sagt:
Römer 7
15 denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist.
17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist.
einen lieben Gruss
Thomas
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von SMart am 18.03.2018 18:38Gott war sauer, würd ich meinen, drum wollte er nicht von Hiobs Freunden, sondern von seinem Knecht gebeten sein, den Freunden zu vergeben. "Hiob, mein Knecht, soll für euch Fürbitte tun. Nur ihn will ich annehmen, damit ich euch nicht Schimpfliches antue." (Hiob42,8)
Menschlich sogar nachvollziehbar, dass er jetzt lieber tun will, was sein treuer Knecht ihn bittet, als dass er jetzt grade denen dienen möchte, die ihn 1. verletzten und 2. dann noch für sich selbst bitten.
Ich für meinen Teil sah in den Reden der Freunde, wo sie nicht direkt auf Schuldsuche gehen, durchaus Lehrreiches. Aber vielleicht war das eben auch an Gott vorbei geredet, weil sie ihn halt auch nicht besser kannten.
Das bringt mich doch dahin, zurückhaltender darin zu sein, über Gott zu reden. Insofern haben die großen Redner allesamt eine große Verantwortung zu tragen, wenn sie über Gott reden, predigen und lehren. Dass wir Gottes Handeln so wenig erfahren, zeigt schon auch, dass ihn die wenigsten Menschen wirklich kennen. Vielleicht ahnen wir nur und sollten das dann auch so sagen.
Hiob lehrt mich, vorsichtig zu sein! Gott ist Gott! Ich bin nur ein Hauch.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von geli am 18.03.2018 18:38Ja, das ist wirklich eine bemerkenswerte Sache, mir ist das auch schön öfters beim Lesen aufgefallen.
Klar, die Freunde sollten opfern, weil sie an Hiob schuldig geworden waren - soweit wäre das eigentlich "normal".
Meine Gedanken sind die: Ich könnte mir gut vorstellen, dass Hiob tief im Herzen einen Groll gegen seine Freunde hegte - wenn man die Diskussion verfolgt, sieht man, dass sie an manchen Stellen schon sehr hitzig verlaufen ist.
Und das Gerede und die Anschuldigungen der "Freunde" waren ja auch nicht gerade taktvoll und hilfreich - einmal sagt Hiob: "Ja, ihr seid Leute, mit euch wird die Weisheit sterben! ...und dann: "Dem Unglück geführt Verachtung, so meint der Sichere; ein Stoß denen, dessen Fuß schon wankt!"
Ich kann mir schon vorstellen, dass diese ganzen Unterhaltungen an Hiobs Herzen "genagt" haben - es ist ja auch heute bei uns so, dass Verletzungen, die uns andere zugefügt haben, Dinge, durch die andere an uns schuldig geworden sind, erst dann heilen können, wenn wir bereit sind, zu vergeben.
Die Schuld der anderen, die wir auf unseren Schultern mit uns herumschleppen, anstatt sie am Kreuz abzuladen, zu "ver"geben, sie wegzugeben, die belastet uns, nicht den anderen. Und wenn wir aufgrund dieser Schuld Groll mit uns herumtragen, kann Gottes Segen, den er für uns hat, verhindert werden, oder zumindest behindert, so dass er uns nicht so segnen kann, wie er das vielleicht gerne tun würde.
"Segnet, die euch fluchen, bittet für die, die euch verfolgen" - das ist ein Prinzip im Reich Gottes, das wir eigentlich so richtig erst aus dem NT kennen - aber Gottes Prinzipien ändern sich nie, deshalb leuchten sie in dieser Sache schon aus dem AT heraus.
Erst als Hiob dieses Prinzip anwendete - im Gehorsam auf Gottes Anweisung - erst, als er vergeben hatte und für seine Freunde, die sich ja eher als Feinde erwiesen hatten, Fürbitte tun konnte, erst dann konnte sich Gottes Segen für Hiob so richtig auswirken.
So verstehe ich es...
LG, geli
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von nennmichdu am 18.03.2018 18:37Hallo Hans,
- ja ...Foris=Forenteilnehmer ... das habe ich nicht sofort erkannt.... -- dachte es wäre ein (Frauen) Name...
Ansonsten zielen meine Gedanken zu deinen Ausführungen wohl in die Richtung, die zuletzt auch Pray ansprach. Wo die Fragestellung an Dich dann auch war, was du genau an welchen Evangelistationsveranstaltungen denn nun bemängelst und warum in Verbindung mit der frohmachenden Botschaft, das Jesus Dir Deine Sünden vergibt nun gleich der mahnende Zeigefinger erhoben werden müsste, das es darum geht nun auch "sündlos" zu bleiben.
Wenn ich mir hier mal anschaue, was im Johannesbrief vom Apostel Johannes zu den Kindern im Glauben, zu den jungen Männern/Frauen im Glauben und zu den Vätern/Müttern im Glauben mit auf den Weg gegeben wird, dann wird von den Kindern im Glauben - den Neubekehrten, die gerade frisch das Evangelium angenommen haben und noch die Milch des Evangeliums benötigen - feste Nahrung noch gar nicht fassen können - gesagt:
1. Johannes 2
1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten.
2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.
Damit ihr nicht sündigt - zeigt auf, das die Macht der Sünde - sündigen zu MÜSSEN - dort gebrochen ist, wo Vergebung für Sünde da ist. Sodass wir nun, wenn wir sündigen - und das kommt auch als Christ vor - nun in zuversichtlicher Haltung vor den Thron Gottes treten können und unsere Sünden Gott bekennen können - weil wir wissen, das Vergebung durch Jesus Christus erwirkt worden ist.
Und als Kind im Glauben ist die Milch des Evangeliums dann auch das Grundlegende, was Johannes hier frisch begehrten Seelen mit auf den Weg gibt:
1. Johannes 2
12 Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.
Desweiteren schreibst du bezüglich des Werbens für das Evangelium vom "schmackhaft" machen. Das sehe ich in sofern als wichtig an, als das durch unser authentisches Leben als Christ hier Menschen entweder positiv angesprochen werden können, oder halt auch abgeschreckt werden können, wenn wir nicht in unserem Leben das verkörpern, was wir predigen.
Aber das dann ein Mensch zum Glauben an Gott findet, liegt dann nicht an unseren klugen Worten, die wir es geschickt darzustellen wissen, wie denn nun ein Mensch am ehesten sich würde überzeugen lassen. Nein, es liegt allein an Gott selbst, der durch seinen Geist und durch unsere von ihm inspirierten Worte dann nur Glaube (durch die Predigt, die Verkündigung von Gottes Wort) entstehen lassen kann.
Also ich Frage mich ob du der Ansicht bist, das ein Christ nun gar nicht mehr sündigt zu Lebzeiten? Dann wären wir ja schon vollkommen auf Erden. Selbst Paulus schreibt von sich:
Phil 3,12 Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin.
Natürlich befreit Jesus zum wahren Leben. Wo wir halt nicht mehr unter dem ZWANGhaften Joch der Sünde stehen. Sondern Sein - Jesu - Joch auf uns nehmen, was sanft und leicht ist und uns in seiner Spur zu halten vermag. Uns Spuren hinterlassen tut. Uns ihm in seinem Wege nachfolgen lassen tut. In der Selbstverleugnung. Im Aufnehmen unseren Kreuzes. Um auch an seinen Leiden Anteil zu haben.
Hier steht und fällt wohl alles mit dem Worte "angeordnet". Denn streng genommen ist es keine Anordnung, sondern eine Gesetzmäßigkeit. Wenn wir im Geiste wandeln, dann werden wir auch nicht die Werke des Fleisches vollbringen. Das wollte ich nur herausstellen.
Gruss
Thomas
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von pray am 18.03.2018 17:48Dieser Vers hat mich erstaunt:
Und der Herr wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat. ... (Hiob 42,10)
Wieso musste Hiob Fürbitte tun für die Freunde? Das bezieht sich wohl auf Kap. 42,7, wo Gott zu den 3 Freunden sprach, dass Sein Zorn über sie entbrannt ist, weil sie nicht Recht von Gott geredet hatten.
Ich habe mit zwar von einem Ausleger in die Bibel abgekupfert, dass Hiobs Geschick sich wandte, als er von sich selber wegsah und eben für die Freunde betete.
Aber eigentlich hätte ich den Bibelvers besser verstanden, wann es hieße, dass Gott das Geschick der Freunde(!) wandte, weil Hiob für sie Fürbitte tat. Aber wieso wandte Gott denn das Geschick Hiobs, wenn er für seine Freunde bat?
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von pray am 18.03.2018 17:38In der Bibel steht zwar, man soll die Kosten überschlagen, bevor man das Haus baut....das stimmt schon.
Aber zäumt man das Pferd dann nicht von hinten auf, wenn man den Gottsuchenden ERST klar macht, was sie alles zu lassen haben, wenn sie zu Gott finden? Sie kennen diese wundersame Neuorientierung durch Gottes Geist ja noch gar nicht, die es leicht macht, dass man die "Freiheit" und Lust zum Sündigen verliert.
Vorher können sie sich das vielleicht nicht so vorstellen und kriegen nur Angst, was sie alles (in eigener Anstrengung) "aufgeben" müssten und sehen sich dann vor einer unlösbaren Aufgabe und fangen erst gar nicht an Gott zu suchen.... ???
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes
von nennmichdu am 18.03.2018 17:32Offenbarung 3
14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt, der "Amen" heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest!
16 Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
17 Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts!, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist,
18 rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst.
19 Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!
20 Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.
21 Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
22 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Laodizea (bedeutet entweder das Volk herrscht oder das Gericht über das Volk), von Antiochus II. gegründet udn zu Ehren seiner Gemahlin Laodike benannt, war die Hauptstadt Phrygiens. Die Gemeinde war von der Lehre von Paulus geprägt. Wenn wohl auch nicht durch Paulus gegründet worden - eher von Epaphras - verg. Kol 2,1).
Die Stadt hat keinen eigenen natürlichen Wasserzugang. Noch heute sieht man Ruinen von Wasserleitungen (Äquadukten und Steinröhren), mit denen die Stadt versorgt wurde. Durch den langen Transportweg wurde das Wasser in heißer Jahreszeit, bis es in die Stadt kam, lauwarm (vergl. Vers 16). Die Wasserleitungen zeigen heute Spuren von Verkalkung, die auf mindere Wasserqualität deuten.
Laodizea war weiterhin bekannt für seine Wollindustrie (von einer speziellen Schafrasse mit schwarzer, weicher Wolle - vergl. Vers 18) und einer medizinischen Schule (Arzneiproduktion: Ohrensalbe, Pulver gegen Augenerkrankungen, das mit Öl vermischt ebenfalls eine Salbe ergab (Vers 18). Ausserdem fungierte die Stadt als Finanzzentrum, was ihren Reichtum mit begründete.
Christus stellt sich hier vor als Ursprung und Anfang aller Schöpfung. Alles materiellen Seins.
Die Gemeinde selbst war von Stolz (auf ihren materiellen Reichtum), Unwissenheit und Selbstzufriedenheit bestimmt. Sie lehnte weder Gottes Wort entschieden ab (kalt) noch zeigte sie einen extremen (Über)Eifer für das Reich Gottes. Sie wähnten sich also dort für "gute" Kirchenchristen, die regelmäßig die Versammlungen wohl besuchten, aber ansonsten Gott einen guten Mann sein ließen, der im Alltag dann nur "unter ferner liefen" fungierte.
Diesen Menschen wird nun geraten, vom Herrn im Feuer geläutertes Gold zu kaufen. Sich um die Gerechtigkeit Gottes, um die Liebe Gottes zu bemühen, die nicht für Geld zu haben ist .
Was zum einen verweist auf:
Jes 55,1 Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch!
Zum anderen darauf hin abzielt, das echter Glaube im Feuer (von Anfechtungen) bewährt und geläutert wie Gold dann erst dort erscheint, wo man seine Hoffnung allein auf Gott und nicht auf den Reichtum dieser Welt setzt.
Weiße Kleider zu kaufen meint hier die Gerechtigkeit in Christus anzunehmen - die nicht sich an sich selbst erfreut, sondern an dem was Christus für einen getan hat und daraus lebt.
Augen mit Augensalbe zu salben heißt dann sich um geistliches Sehvermögen zu bemühen, durch die Erleuchtung durch den heiligen Geist. In der Aufnahme und dem Sinnen über dem Worte Gottes. Sich hier erfüllen zu lassen mit geistlichen Dingen. Voll Geistes zu werden.
Die Liebe des Herrn zeigt sich nun aber auch darin, das er die Gemeinde überhaupt ermahnt und züchtigt. Wäre sie ihm gleichgültig, würde er sich nicht bemühen um sie.
Wenn wir im Neuen Testament über die letzte Zeit vor Jesu Wiederkunft lesen:
2. Tim. 3,
1 Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden;
2 denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,
3 lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend,
4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott,
5 die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg!
Dann sehen wir in dieser zunehmenden Ungerechtigkeit auch die Liebe in vielen Christen erkalten, die dann ein Bild beschreiben, wie es uns hier in der Gemeinde von Laodizaer wiedergespiegelt wird. Immer mit dem Aufruf zur Hinwendung zur Quelle. Zum Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Zu Jesus Christus selbst.
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von solana am 18.03.2018 17:02Wovon loszukommen meinst Du?
Hallo Hans
Ich meinte, von diesem falschen Denken loszukommen.
Das steckt so tief in uns drin, und ebenso der falsch Freiheitsbegriff - die Illusion, der Mensch wäre nur dann frei, wenn er niemandem verpflichtet ist, niemandem dienen muss, ausser sich selbst und seinem eigenen Wohl.
Dass die wahre Freiheit für den Menschen nur darin liegen kann, sein Leben in Übereinstimmung mit dem Plan seines Schöpfers zu leben, dass er nur so ein erfülltes, reiches und wirklich freies Leben haben kann, das muss man erst einmal verstehen und sich trauen, ganz auf dieser Grundlage zu leben.
Ohne Kompromisse mit dem Denken "der Welt" und ohne zwischen beiden Lebensanschauungen hin und her zu schwanken, je nachdem ob man sich in christlicher Gemeinschaft befindet und sich gegenseitig bestärkt und ansteckt oder ob man sich bspw am Arbeitsplatz in einem nichtchristlichen Umfeld befindet und da sein Denken und Reden den anderen anpasst und deren Werte "regieren" lässt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM
von JeanS am 18.03.2018 16:54Hallo lieber Thomas, unter Foris sind natürlich alle ForumsteilnehmerInnen damit angesprochen. Und ich bin dankbar für alle Gedanken betreffend das aus meiner Sicht teils stiefmütterlich behandelten aber enorm wichtigen Thema.
Ich sehe es schon auch als Werben für das Evangelium vom Reich Gottes. Man kann ja niemanden zum Glück zwingen nur schmackhaft machen, durch Bekanntmachung des positiven Effekts für jedermann, also den Nutzen, so man sich künftig vom Sündigen fernhelt und sich Gott vollkommen hinwendet, er dadurch seinen Widersacher immer mehr und mehr entmachten hätte können, so man dem Evangelium Jesus allseits geglaubt und vertraut und sich bekehrt hätte, also auch die Schriftgelehrten und Pharisäer wohlbemerkt.
Empfindest Du den Weg mit Jesus Christus zu künftig sündlosem Leben als Joch? Ich als Befreiung, als Weg zu wahrem Leben.
solana hat doch sehr passend dazu Römer ab 6.16 aufgeführt. Da sprach Paulus solche an, die aufhörten der Sünde Knecht zu sein und nurmehr Gott dienten.
Was meinst Du damit, dass Paulus nicht angeordnet habe nun im Geiste zu wandeln? Klar hat er empfohlen -oder ermahnt sogar- nurmehr im Geiste zu wandeln, um nicht wieder ins Fleischliche zu verfallen, verstehe ich folgenden Text. Denn fleischlich gesinnt sein, heisst Feindschaft gegen Gott und das ist ja keineswegs das Ziel, sondern das Gegenteil.
Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Römer 8.6
Gruss Hans
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Auslegung/Austausch zur Offenbarung des Johannes
von nennmichdu am 18.03.2018 16:53Offenbarung 3
7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand wird schließen, und schließt, und niemand wird öffnen:
8 Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben, die niemand schließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.
9 Siehe, ich gebe Leute aus der Synagoge des Satans, von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen; siehe, ich werde sie dahin bringen, dass sie kommen und sich niederwerfen vor deinen Füßen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.
10 Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.
11 Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!
12 Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.
13 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Philadelphia (bedeutet Bruderliebe), Handels- und Grenzstadt als Ausgangspunkt für die Ausbreitung der griechischen Sprache, Literatur und Wissenschaft mit Öffnung zum unkultivierten Phygien auch als "Tor des Ostens" bekannt. War für den Dionysoskult prägend, so das hier noch erwähnenswert ist, das es die Sitte gab, auch für die anderen Tempel der Stadt, verdienten Bürgern eine Tempelsäule zu widmen, auf der der Name des Geehrten stand (siehe von daher den Hinweis in Vers 12 die Überwinder mit neuen Namen zu einer Säule im Tempel Gottes im neuen Jerusalem zu machen).
Wie auch Sardes wurde Philadelphia 17 n. Chr. durch ein Erdbeben zerstört und mit finanzieller Hilfe des Kaisers Tiberius wieder aufgebaut. Die Bewohner der weiterhin stark erdbebengefährdeten Stadt lebten daher in ständiger Anspannung und zogen teilweise auf das umliegende Land (vergl. in Vers 12: er wird nie mehr hinausgehen)
Christus wird dargestellt mit der Macht zu öffnen und niemand wird schließen und zu schließen und niemand wird öffnen. Was auch eine Parallele findet in den Worten Jesu zu seinen Jüngern (Aposteln). Petrus mit dem Schlüssel....
Mt 18,18 Wahrlich, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein.
Die geöffnete Tür, die die jüdische Synagoge und die heidnischen Kulte nicht schließen können, ist die von Gott geschenkte Gelegenheit, Christus allen zu predigen, die hören möchten. Der Schlüssel Davids ist eine Alttestamentliche Anspielung auf die absolute Souveränität Gottes beim Öffnen von Türen und Verschließen von Mündern (vgl. Jesaja 22,22).
Die Gemeinde in Ephesus empfing nun ausschließlich Lob. Bei ihr wurden (gute) Werke (Früchte) gefunden, die in Christus gewirkt waren. Sie war treu, hatte Jesu Namen nicht verleugnet. Erwies darin eine (Gottes)Kraft (das Salz, das Kraft hat zu bewahren/salzen), welches Gelegenheiten bewahrte und schuf, das Menschen vom Evangelium erreicht wurden. Die selbsternannten "Juden", die vorgaben das Gesetz Gottes zu kennen und zu halten - und es nicht hielten - und den Christen dort so bitter widerstanden hatten, sollen von diesen einfachen Gläubigen schon bald beschämt werden, auf das sie gezwungen sein zuzugeben, das die verachteten Christen in Wirklichkeit die auserwählte Herde waren.
Weil die Christen dort in Philadelphia Gottes Wahrheit festgehalten hatten und den Menschen vorlebten, will Gott sie auch bewahren vor all den Anfechtungen und all der Trübsal, an der die Halbherzigen und Lauen und Gottlosen zu Grunde gehen werden.
Die Gemeinde in Philadelphia wird oft als Symbol für die großen evangelistischen Erweckungen des 18. und 19. Jahrhunderts gesehen, der Wiederentdeckung der Wahrheit über die Gemeinde und das Kommen Christi und den weltweiten missionarischen Einsatz. Während die evangelikalen Christen eine echte Wiedererweckung in dieser Zeit erlebten, strengte sich Satan an, die Gemeinde mit Gesetzlichkeit, Ritualen und Rationalismus zu verseuchen.

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