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Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 13.06.2017 10:11Daher liegt es an uns mit der Liebe zu Gott, den Tag bewusst zu durchleben.
Ja darum geht es mir, liebe Burgen, um dieses bewusste Leben aus dem Geist, in dieser Liebe, die der Geist "in unser Herz ausgiesst".
Dass es diese Liebe ist, von der wir uns in unserem Handeln motivieren lassen.
Und dass wir auch in dem, was wir erleben, die Hand des liebenden Vatergottes wahrnehmen können - uns nicht als sehen und fühlen als: "den Umständen und dem Mutwllen unserer Mitmenschen ausgeliefert".
Das ist eine ganz andere Perspektive als die Sicht "der Welt".
Und diese Perspektive bringt es mit sich, dass sich Denken, Handeln und Fühlen total verändern, dass Prioritäten ganz neu und bewusst gesetzt werden - auch und gerade in den ganz kleinen Dingen des Alltags. Denn gerade hier - im ganz Kleinen - fängt das "Wandeln im Geist" an; nicht in den grossen Taten, die wir für Gott tun können. Je mehr wir im Kleinen treu sind, um so mehr wird uns dann auch Grosses anvertraut werden. ....
Um diese Perspektive zu haben, ist es wichtig, dass wir uns der Fülle dessen bewusst sind, die uns durch den Geist geschenkt ist. Um dann aus dieser Fülle schöpfen zu können - gegen alle Widerstände und alle "Dürre" um uns herum.
Das ganze Kapitel Röm 8 zielt darauf ab, unseren Blick auf diese Fülle zu lenken und uns bewusst zu machen, dass uns alles schon geschenkt ist und dass wir es nur ergreifen und daraus leben müssen:
zB: Röm 8, 1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. 2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
...
9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt.
...
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
...
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
Und dann noch die wunderbare Schlusspassage .....
Von daher verstehe ich auch die - auf den ersten Blick etwas widersprüchlich klingende Formulierung in V 9, die sagt: Es ist euch bereits alles geschenkt, was zum geistlichen Leben nötig ist, ihr seid nicht mehr "fleischlich", ihr seid dem Fleisch "abgestorben" und habt ein neues geistliches Leben in seiner ganzen Fülle.
Je mehr wir den Blick auf diese Fülle gerichtet haben und daraus schöpfen, um so mehr weicht der "Mangel" von ganz allein.
Je mehr wir uns vom Heiligen Geist leiten, bestimme und beherrschen lassen, um so weniger Chance hat das Fleisch und die Sünde, in uns etwas zu bewirken.
Wenn wir bewusst aus der Fülle leben und immer mehr die Frucht des Heiligen Geistes, insbesondere Liebe, Freude und Friede, in uns haben, um so weniger reizen uns die "leeren Versprechen der Welt" zur Sünde, weil unser "Mangel" ausgefüllt und unsere Sehnsucht gestillt wird.
Und versuchbar sind vor allem diejenigen, die unzufrieden sind und die in ihrem Erleben einen "Mangel" verspüren, der sie in die Spirale "immer weiter, immer höher, immer mehr" treibt, auf der Suche nach dem Glück und dem ultimativen Kick, der ein bisschen länger zufrieden macht ....
Von dieser Fülle her ist auch die "Freiheit vom Gesetz" zu verstehen.
Getrieben von der Liebe des Heiligen Geistes das zu tun, was der liebende Vater sagt, weil man ihm vertraut und weiss, dass es nichts Besseres für unser Leben gibt als seinen Willen - das ist eine ganz andere Art des Umgangs mit dem Gesetz als das Kleben an den Buchstaben, um ja keinen Fehler zu machen, der einem vorgeworfen werden könnte und einen Makel auf die eigene weisse Weste legen könnte.
Die Galater, die so sehr um die Befolgung der Gesetze bemüht waren, hatten in diesem Punkt Grundlegendes nicht verstanden und der ganze Brief zeugt davon.
Auch und besonders die Aufforderung: Gal 5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Auch der Gehorsam und die Gesetzesbefolgung stehen in einer neuen, befreienden Perspektive, wenn wir im Geist wandeln.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 13.06.2017 08:00Das "Problem" scheint mir zu sein,
dass wir schon morgens hin und wieder *vergessen* den bewussten Kontakt mit Jesus herzustellen.
Die Gründe sind vielfältig.
Z.B. hat der Mensch (noch) nicht die Grundlagen des Glaubens verinnerlicht.
Auch das kann unterschiedliche Gründe haben, die nicht unbedingt mit falsch oder richtig zu bewerten sind.
Jedenfalls wird schon in den Morgenstunden oder eben dann, beim Schichtdienst, wenn wir zur Arbeit gehen,
der Kompass für den Tag eingestellt.
Natürlich kann auch nach einer innigen Gemeinschaft am Morgen anschließend,
vermeintlich die 'Welt' über uns hereinbrechen und wir meinen zu ertrinken ob all dem Stress, der Angst usw.
Jedoch, wer sich über Tag fortwährend Hilfe bei Jesus holt, wird den Geist Christi, Gottes in ihm, nicht mutwillig betrüben.
Gottes Gnade mit der er uns unverbrüchlich liebt, wird uns nicht im Stich lassen.
Denn er hat Liebe 'für drei' für jeden von uns.
Daher liegt es an uns mit der Liebe zu Gott, den Tag bewusst zu durchleben.
Das denke ich kann uns dabei helfen im Geist Gottes, Christi, zu bleiben.
"Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von wo mir Hilfe kommt"
"Es ist Gottes Liebe, die ich nicht betrüben möchte", daher behüten wir vor allem unser Herz, samt Augen.
So stelle ich mir den Anfang des geistlichen Lebens vor.
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 13.06.2017 07:38
Losung
Elifas sprach:
Ich würde mich zu Gott wenden
und meine Sache vor ihn bringen, der große Dinge tut,
die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind. / Hiob 5, 8-9
Der Kranke antwortete Jesus:
Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt;
wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
Jesus spricht zu ihm:
Steh auf,
nimm dein Bett und geh hin! / Johannes 5, 7-8
Jesaja 43, 8-13
Apostelgeschichte 7, 54 - 8,3
O heilger Gottesgeist, wir trauen deiner Kraft, die uns den Weg zum Leben führt und Neues in uns schafft.
Wenn Liebe uns erfüllt, verliert sich sich Sorg und Leid, von unermessnem Trost umhüllt bestehen wir die Zeit.
(BG: Charles Wesley/Annegret Klaiber)
Re: Gott spüren
von Jesuslovesyou am 12.06.2017 22:27Hallo ihr lieben,
ich bin eben auf dieses Thema gestoßen und es hat mich sehr bewegt - vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilt!
Gottes Segen euch allen!!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 12.06.2017 21:56@angel,
der Brief an die Römer ist an Christen gerichtet.
Röm 1, 7
An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott,
unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Röm 8,1
So gibt es nun keine Veŕdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Röm 8,5
Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; aber die geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.
Röm 8,9
Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt.
Ihr aber werdet nicht mehr von eurer sündigen Natur, sondern vom Geist Gottes beherrscht, wenn Gottes Geist in euch lebt.
(Neues Leben Bibel)
*******
Ist es nicht so, für den der das Geschenk erfahren hat, aus der Gnade jeden Tag neu zu leben,
wandelt aus dem Geist, ist geistlich.
Wer aus dem Glauben lebt, ist geistlich, er kommt zu Jesus, denn dafür hat Jesus den Erdenkörper bekommen.
Naja, das wisst ihr ja auch.
Gruß
Burgen
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 12.06.2017 21:40Diese Passage aber für alle Christen verwenden finde ich etwas heikel.
Hallo Angel
Meinst du damit diese Anmerkung von mir:
Wer nicht Christus gehört, und seinen Geist nicht hat, der ist ja - nach dieser Aussage - eigentlich kein "fleischlicher Christ", sondern gar kein Christ (nicht sein, gehört Christus nicht), sondern gehört in die Kategorie der Menschen, zu denen Jesus sagt: "Ich kenne euch nicht".
Wie würdest du denn die 2. Hälfte des Verses verstehen?:
Röm 8,9 9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
"Der ist nicht sein" heisst doch mit anderen Worten: der gehört Christus nicht an, ist also gar kein Christ.
Also gibt es doch - streng genommen - nur entweder solche Menschen, die Christi Geist haben (= "geistlich") und ihm gehören (= "Christen") oder aber Menschen, die seinen Geist nicht haben (= "fleischlich"), und die sind dann "nicht sein", gehören ihm nicht, sind also gar keine Christen......
Also wäre nach diesem Vers die Bezeichnung "fleischlicher Christ" eigentlich ein Widerspruch in sich.

Natürlich weiss ich, was man landläufig unter der Bezeichnung "fleischlicher Christ" versteht, kenne auch die netten Bildchen mit den Kreisen, in denen das Ego auf dem Thron sitzt und das Kreuz neben dem Stuhlbein am Boden .... zB:

Quelle: https://fr.pinterest.com/pin/400961173048515443/
Ich wollte nur mal drauf hinweisen, weil ich beim Nachdenken über diese Passage im Römerbrief vor längerer Zeit mal drüber gestolpert bin.

Aber schon allein diese Wortschöpfung "fleischlicher Christ" und die Beschäftigung damit zB mit den Bildchen zeigen doch deutlich, dass es in diesem Bereich Überlegungsbedarf gibt.
Dass es eben eine Erfahrungstatsache ist, dass nicht alle Christen immer "geistlich" leben.
Und auch solche Aufforderungen wie die zitierte: Gal 5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. zeigen, dass dieses Problem nicht so neu ist ....
Und dazu wollte ich gerne in dem Thread einen Austausch anregen.
Darüber, wie man das im alltäglichen Leben "umsetzt" - dieses "Wandeln im Geist".
Wie man das macht, dass man nicht nur weiss, dass man den Heiligen Geist hat, sondern dass er uns auch wirklich "regiert" und wir im Geist wandeln, er uns "treibt" usw wie Paulus es in immer wieder neuen Ausdrücken beschreibt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von angel121 am 12.06.2017 20:11@solana, ganz am Anfang hast du Römer 8,9 anders zitiert, als er in all meinen Bibeln steht. In älteren Übersetzungen heisst es nämlich einleuchtend: Ihr seid nicht mehr fleischlich, so anders Gottes Geist in euch wohnt und nicht, da Gottes Geist in euch wohnt. Sicher kommt es hierbei drauf an, ob er zu solchen spricht, die wirklich im Geiste wandeln. Diese Passage aber für alle Christen verwenden finde ich etwas heikel.
Bezüglich letztem Bericht kann ich bestätigen, dass es unter sogenannt "natürlichen" Menschen solche gibt, die Gott sicher mehr gefallen, weil sie sich mitunter eher wie Kinder Gottes verhalten statt so manch sich als so oder so Kinder Gottes nennende Christen, die durch ihr noch oft vorkommende fleischliche Gesinnung eigentlich mehr oder weniger noch immer in der Finsternis wandeln.
Was zählt biblisch gesehen wohl mehr bei Gott? ich tippe klar auf das Wandeln im Geist, weil der Heilige Geist ja von ihm ausgeht und dort weht, wo dessen Früchte erkennbar sind, überwiegen. Was meinst du?
Re: Gott spüren
von angel121 am 12.06.2017 10:30@Lighty, ich spüre Gott vorallem in der Gelassenheit, im Gottvertrauen. Da nehme ich seine Hilfe wahr, auch seine geniale Wegleitung und Wegbegleitung, Hinweise durch Menschen, Lieder geschriebenen Worten, in der Bibel oder auch auf Zuckersäckchen
.
Wenn ich jeweils früher hektisch war, eine Situation mich aus der Ruhe brachte, dann wurde ich wie gesagt hektisch, statt Gott zu fragen, zu bitten mir zu helfen, ruhig zu werden und in aller Ruhe zu überlegen,den Geist walten zu lassen, wo der Schlüssel oder eine Adresse sein könnten, wo ich sie hingetan habe.
Tja, wenn ich dann jeweils ruhiger geworden bin, dann ging mir sozusagen ein Licht auf, wo ich den Gegenstand zuletzt gehabt habe. Und voilà da ist er dann schon gefunden. Mir war dann schon öfters so, als würde jemand schmunzeln und sagen: Warum denn nicht gleich einfach ruhig hinsetzen und überlegen als hektisch hin und her zu irren, hier suchen, da nachsehen.
Und der Spruch meiner Grossmutter kam mir dann in den Sinn....jedes Ding an seinen Ort, erspart langes Suchen und manch böses Wort. Den habe ich jetzt fest gespeichert, seither fällt diese, von möglichen Blockaden weg.
gby angel121
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 12.06.2017 10:01 zur fortlaufenden Lesung Apostelgeschichte 7, 44-53
Parallelstelle zu V 53 (54) - Galater 3, 19 (20)
19 Aber warum wurde das Gesetz dann überhaupt gegeben?
- Es wurde gegeben, um den Menschen zu zeigen, dass sie schuldig sind.
- Doch es sollte nur bis zum Kommen des Christus bestehen bleiben,
- an den Gott sein Versprechen gebunden hatte.
dem Mittler zwischen Gott und dem Volk
(20) Aber
als Gott Abraham seine Verheißung gab, ging das Handeln allein von seiner Seite aus und er brauchte keinen Mittler.
(Neues Leben Bibel)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 12.06.2017 09:41
Losung
Ich, ich bin euer Tröster!
Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? / Jesaja 51,12
Lasst euch nicht irremachen!
Den Herrn aber, Christus, haltet heilig in euren Herzen. / 1. Petrus3, 14-15
2. Mose 3, 13-20
Apostelgeschichte 7, 44-53
O du, den unser größter Regent uns zugesagt:
Komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharfgeschliffnen Waffen der ersten Christenzeit.
(Philipp Spitta)


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