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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von Burgen am 30.05.2017 22:41

Hallo ihr Lieben

die Beiträge von euch sind sehr inspirierend, interessant nachdenkenswert. Danke.

Lauter kleine Edelsteine die da aufleuchten ...

Henoch erinnert immer mal wieder an die seite 'bibelkommentar' und so landete ich hier:
http://www.twr360.org/
Durch die Bibel

Die Ergebnisse für "bekehrung" zeigten 14 Bibelabschnitte, die das Thema behandeln.
Für den Fall, dass sich jemand weiter und tiefer mit dem Thema befassen möchte, schreibe ich die Stellen
als Gang durch die Schrift hier mal auf.

1.Mose 34 (keine leichte Kost,...)
1. Thessalonicher 1, 7-10
Apostelgeschichte 10, 28 - 11,30  :: 13  ::  15, 40 - 16,40  ::  17, 22 - 18,8  ::  18, 9 - 19,7  ::  19, 8 - 20,6  ::  3  ::  8, 26 - 9,12  ::  9, 13 - 38
Johannes (Einführung)
Lukas 19
Matthäus 19, 1-15

Es ist doch spannend, wie die Schrift selbst dieses emotionale Thema darstellt und betrachtet.

LG
Burgen


 

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von solana am 30.05.2017 13:38

Beides hängt schon sehr stark zusammen.
Ohne "Bekehrung" kann es keine "Wiedergeburt" geben.

Wenn man jetzt nur mal nach dem Wortsinn geht, dann ist es logisch, dass vor der Wiedergeburt ja der Tod  des Alten kommen muss., bevor ein neues Leben anfangen kann.
Dh, Voraussetzung ist, dass man sich vom alten Leben unter der Herrschaft der Sünde und des Todes abwendet, sich "abkehrt" und zu Gott hinwendet und fortan ein Leben leben will, wie es der Schöpfer für uns vorgesehen hat - sich also "bekehrt".
Und zwar so umfassend, dass man sich dem alten Leben gegenüber als "abgestorben" versteht.

Röm 6, 2 Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?

Kol 3, 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.

Wenn im NT zu den Wiedergeborenen" gesprochen wird, dann wird dieser "Tod" vorausgesetzt.

Allerdings bedeutet das nicht, dass ein wiedergeborener Christ nun schon mit allem "fertig" wäre und gar nicht mehr sündigen oder sich von Gott abwenden kann.

Gerade die Kapitel, aus denen die oben zitierten Verse entnommen sind, beschreiben das deutlich (Röm 6 und Kol 3).
Die Wiedergeburt ist nicht das Ende des Weges, sondern eigetlich der Anfang. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir Zugang haben zu allem, was Gott für uns vorgesehen hat. Nun geht es daran, das, was uns zugesprochen ist, auch umzusetzen in unserem Leben, das Alte wirklich hinter uns zu lassen und das Neue immer mehr auszuleben.

Wie - bspw - ein Bettler, der ein Schloss erbt.
Er ist "Schlossbesitzer", auch wenn er noch nicht eingezogen ist und auch wenn er noch seine zerrissenen Lumpen anhat.
Aber, wenn er wirklich in den Genuss all dessen kommen will, was ihm sein Erbe geschenkt hat, dann muss er in das Schloss einziehen, die Lumpen ausziehen und die königlichen Gewänder anziehen ....

Davon spricht Kol 3: Kol 3, 8 Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; 9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. ....

Eigentlich ist alles schon da mit der Neugeburt, aber wir müssen es noch umsetzen, wir müssen auch unserer neuen Identität gemäss unser Leben neu gestalten.

Das bedeutet "Abkehr" von dem, was dem neuen Leben im Weg steht; in vielen Dingen.
Und mit diesem Umgestaltungsprozess sind wir unser ganzes restliches Leben hier auf Erden beschäftigt - Rückschläge eingeschlossen ....

Also ist die "Bekehrung" mit der Wiedergeburt nicht abgeschlossen.

Einerseits ist die Bekehrung Voraussetzung für die Wiedergeburt.
Und dann, wenn es darum geht, das neue Leben umzusetzen und das Alte abzulegen, dann ist wiederum die Wiedergeburt und das Neue, zu dem wir dadurch Zugang bekommen haben, die Voraussetzung dafür, dass wir uns nach und nach von allem Alten in unserem Leben abwenden und es ablegen wie alte Kleider und das Neue ergreifen und unser Leben davon bestimmen lassen. So dass wir immer mehr in Christi gestalt "hineinverwandelt" werden.

Das neue Leben ist schon voll da, aber noch "verborgen" (Kol 3, 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.).
Indem wir von diesem verborgenen neuen Leben her leben, wird es immer mehr konkret sichtbar, wie ein Licht, das immer mehr aus dem Verborgenen heraus strahlt.

Gruss
Solana
 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von nennmichdu am 30.05.2017 12:03

Hallo liebe Leser,

Bekehrung ist nach meinem Verständnis die Hinwendung des Menschens zu Gott. Die nun geöffneten Augen, die einen erkennen lassen, das man bislang ohne Gott gelebt hat und sich nun aufmacht zu Gott.

Oswald Chambers schreibt in seinem Andachtsbuch "Mein Äußerstes für sein Höchstes" das die Hinwendung von der Dunkelheit zum Licht jedoch noch nicht Erlösung/Wiedergeburt ist, sondern Bekehrung: die Bemühung eines auferweckten menschlichen Wesens - mit geöffneten Augen, jedoch ohne etwas empfangen zu haben. Erlösung bedeutet nach seiner Auffassung, dass wir an jene Stelle geführt werden (bei Bunyan in der Pilgerreise ist es hier die enge Pforte), wo wir etwas von Gott empfangen können (Sündenvergebung).

Dann folge die zweite machtvolle Wirkung der Gnade (nach Apg 26,18) :"und Anteil bei den Geheiligten". In der Heiligung gibt die wiedergeborene Seele ihr Recht an sich selbst mit voller Entschiedenheit Jesus Christus hin und identifziziert sich vollständig mit Gottes Interessen an anderen Menschen.

Ich denke darüber hinaus - wie Henoch auch schon geschrieben hat - das wir dann auch immer wieder neu von Gott dort zur Umkehr/Buße - auch als wiedergeborene Christen - geleitet werden, wo wir uns in Sünden oder auf Irrwegen verfangen haben. Und wir immer stets gefordert sind, Gott in dem gehorsam zu sein, was wir als richtig erkannt haben, es zu tun.

Bei den Menschen die Jesus zu Lebzeiten folgten war das auch erkenntlich. Das hier viele (Berufene) einen Anfang machten, ihn ab einen gewissen Punkt dann aber wieder verließen - mit Ausnahme der (Auserwählten) - die dann zu Pfingsten auch den heiligen Geist empfingen, der ihn fortan ein ganz anderes Auftreten ermöglichte - wenn ich an Petrus denke - vom Verleugner hin zum vollmächtigen Zeugen Jesu. Oder als Negativbeispiel einen Demas, der sich wohl auch einmal "bekehrt" hatte, dann aber wieder die Welt liebgewonnen hatte  (2. Tim. 4,10).

Wie es auch heißt, viele sind berufen, wenige sind auserwählt. 


lg,
Thomas

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 30.05.2017 09:47

Losung

Ich, der HERR, habe dich gerufen,
dass du die Augen der Blinden öffnen sollst
und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und,
die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.
(Jesaja 42, 6.7)

Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten,
weil ihr auch noch im Leibe lebt.
(Hebräer 13,3)

Darum kommen wir und bitten: Rette, was im Kerker weint, bis am Kreuz da du gelitten, alle Welt hat sich vereint. Sieh  der Völker Elend an; brich dem Wort des Lichts die Bahn! / BG: Johann Christoph Blumhardt

1. Johannes 4, 1-6
Apostelgeschichte 4, 32-37



 

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angel121

60, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 154

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von angel121 am 30.05.2017 07:11

Petrus lehrte Bekehrung als Abkehr von aller Bosheit/Teufelei/Untugend in Worten und Taten.

Apg. 3.26 Euch zuvörderst hat Gott auferweckt seinen Knecht Jesus und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, daß ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.

Bekehrung sehe ich als Verlobung, das Geloben, sich ändern, dem Bräutigam Jesus immer ähnlicher werden zu wollen. Dies mit ganzem Herzen, ganzer Kraft.

Hesekiel 18.21 Wo sich aber der Gottlose bekehrt von allen seine Sünden, die er getan hat, und hält alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er leben und nicht sterben.

Der Lohn der Bekehrung, des Bekehrungswillen wird hier als Vertilgung/Vergebung der Sünden gelehrt.?

So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden; Apostelgeschichte 3.19


gby angel121

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.05.2017 07:12.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von Burgen am 30.05.2017 00:39

Danke auch dir, liebe Henoch.

Es ist wunderbar zu lesen was die Menschen über ihre eigene Bekehrung zu Jesus Christus berichten. Oft ist damit ein Drama verbunden.
Und jeder erfährt die Rettung und Erlösung durch Jesus anders.

Doch immer ist damit Vertrauen in Gott verbunden. Und nach der Bekehrung ist er Bürger des Reiches Gottes.
Die Liebe Gottes und das Kennenlernen Jesu wird folgen.

Aus manchen Lebensgeschichten der Christen ist bekannt, dass sie im weiteren Lebensverlauf öfter in Situationen kommen,
in denen sie umkehren, erneut sich nach Jesus und seiner Erlösung ausstrecken.

Das sind sehr oft Wüstenerfahrungen in denen der Kompass neu ausgerichtet wird.
Es ist unendlich wichtig, sich selbst in solchen Situationen bewusst zu sein, dass Gott ihn liebt und er Teil des Reiches Gottes ist.

Soweit
LG
Burgen



 

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von Henoch am 29.05.2017 20:13

Hallo Ihr Lieben,

bei mir war Bekehrung und Wiedergeburt nicht nur zwei Dinge, sondern es lagen auch 3,0 Jahre dazwischen. Das lag im Rückblick daran, dass eine vollständige Bekehrung mich komplett überfordert hätte. Von " Jesus ist wichtig, ich will wissen warum" über "Ich versuche, seinen Willen zu erforschen und zu tun" bis zur Erkenntnis "Das schaffe ich niemals" über "Du, Gott,  sollst Liebe sein, nein, das bist Du nicht, weil Du etwas verlangt, was ich nicht kann und deshalb hasse ich Dich" und zuletzt eine Kapitulation "Ja Herr, Du musst mich verdammen und ich liebe Dich gerade deshalb, weil Du so heilig bist, dass Du mich nicht in Deiner Nähe ertragen kannst". Danach war ich reif für eine echte Buße und Bekehrung:, denn ich wusste: "Nur Jesus, und Jesus allein...und nur Er kann mich retten. Da geschah dann die Wiedergeburt. Ich hatte sofort Heilsgewissheit.

Trotzdem bekehre ich mich auch heute noch immer von meinen toten Werken und meinen Fleischlichen Begierden hin zu IHM, wissend, ohne ihn kann ich nichts tun.

Wunderbarer Heiland.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.05.2017 20:15.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2499

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von Merciful am 29.05.2017 12:28

Zwei Anmerkungen möchte ich ergänzen.

Bekehrung und Wiedergeburt sind wie zwei Seiten einer Medaille.

Bekehrung bezieht sich mehr auf die menschliche Seite, die Hinwendung zu Gott.

Wiedergeburt bezieht sich mehr auf die göttliche Seite, Gottes erneuerndes Wirken im Menschen.

Neben und nach dieser einmaligen Bekehrung zu Gott und der Neugeburt aus dem Geist Gottes, gibt es aber dennoch auch die Notwendigkeit der 'Fußwaschung'.

Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.
Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!
Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein.


(Evangelium nach Johannes 13, 8-10; Lutherbibel 2017)

In diesem Sinne gibt es auch die tägliche Buße, die tägliche Hinwendung zu Jesus.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.05.2017 12:30.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 29.05.2017 09:39

Losung

Du, HERR, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde. / Psalm 5,13 

Lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade,
auf dass wir Barmherzigkeit empfangen
und Gnade finden
und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit. / Hebräer 4,16

Hesekiel 11, 14-20
Apostelgeschichte 4, 23-31

Gewiss ist, dass wir nichts zu beanspruchen haben und doch alles erbitten dürfen. (Dietrich Bonhoeffer)

Wünsche uns allen einen wunderbaren Tag, bei der Arbeit, bei besinnlicher Minute oder Stunde, allein oder gemeinsam.
Gott segne, behüte und bewahre uns vor Krankheit, Unfall und Gefahr.
Sein Heiliger Geist führe und leite uns durch diese Zeit.


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?

von Burgen am 29.05.2017 09:21

Hallo ihr Lieben

danke euch sehr für eure Gedanken, Antworten.

Der Grund meiner Überlegungen war eine Verwirrung.
Ein anderer Christ berichtete, dass er tief in die Sünde hineinschauen muss, sie quasie mit einer scharfen Kelle in sich solange umrühren muss, bis er bereit sein würde, sich wieder (mal) zu bekehren.

Und da fragte ich mich, habe ich die Wiedergeburt und alles was damit ursächlich zusammengehört, denn bisher immer falsch verstanden?
Es ist ja immer auch die ganze Struktur, oder fehlende Struktur eines Menschen in Betracht zu ziehen. Ich meine, jede Zelle des Körpers ist ein Speicher der Gedanken und Erfahrungen eines Menschen. Und damit ist die Verwirrung komplett gewesen.

Jedoch hilft es zu wissen, dass das Wort Gottes reinigende Kraft hat, auch die Zellspeicherung zu reinigen und ein Denken zu erneuern. Dazu helfen die biblischen menschlichen Beispiele.
Mose, David. Beiden wurde vergeben, jedoch mussten beide Männer die Konsequenzen tragen.
Mose durfte das gelobte Land nicht betreten und David durfte das Haus Gottes, den Tempel nicht bauen und seine Familie hatte keinen Bestand.

Und doch sind beide demütige Männer und reich beschenkt durch Gott.
Sie überwanden die Emotionen und richteten sich völlig auf Gott aus.
Die Psalmgesänge Davids nehmen uns mit hinein in seine inneren Fragen und Kämpfe.

Ja, es ist die Gefahr Wiedergeburt, Bekehrung, Neugeburt, Umkehr, Abkehr usw. als fromme Schlagwörter zu gebrauchen.
Tut man dies, tut man sich selbst damit keinen Gefallen, weil auch so eine Umgestaltung durch Gottes Geist verhindert werden kann.
So sehe ich das gerade.
Doch zum Glück für uns Menschen schreibt Gott auf unsere krummen Wege durchaus gerade.
Wenn auch oft anders als wir selbst es denken und erwarten.
Gott , Jesus , ist treu und lässt uns nicht allein.

Gruss
Burgen


 

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