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Re: Gott spüren
von Jesuslovesyou am 12.06.2017 22:27Hallo ihr lieben,
ich bin eben auf dieses Thema gestoßen und es hat mich sehr bewegt - vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilt!
Gottes Segen euch allen!!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 12.06.2017 21:56@angel,
der Brief an die Römer ist an Christen gerichtet.
Röm 1, 7
An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott,
unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Röm 8,1
So gibt es nun keine Veŕdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Röm 8,5
Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; aber die geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.
Röm 8,9
Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt.
Ihr aber werdet nicht mehr von eurer sündigen Natur, sondern vom Geist Gottes beherrscht, wenn Gottes Geist in euch lebt.
(Neues Leben Bibel)
*******
Ist es nicht so, für den der das Geschenk erfahren hat, aus der Gnade jeden Tag neu zu leben,
wandelt aus dem Geist, ist geistlich.
Wer aus dem Glauben lebt, ist geistlich, er kommt zu Jesus, denn dafür hat Jesus den Erdenkörper bekommen.
Naja, das wisst ihr ja auch.
Gruß
Burgen
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 12.06.2017 21:40Diese Passage aber für alle Christen verwenden finde ich etwas heikel.
Hallo Angel
Meinst du damit diese Anmerkung von mir:
Wer nicht Christus gehört, und seinen Geist nicht hat, der ist ja - nach dieser Aussage - eigentlich kein "fleischlicher Christ", sondern gar kein Christ (nicht sein, gehört Christus nicht), sondern gehört in die Kategorie der Menschen, zu denen Jesus sagt: "Ich kenne euch nicht".
Wie würdest du denn die 2. Hälfte des Verses verstehen?:
Röm 8,9 9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
"Der ist nicht sein" heisst doch mit anderen Worten: der gehört Christus nicht an, ist also gar kein Christ.
Also gibt es doch - streng genommen - nur entweder solche Menschen, die Christi Geist haben (= "geistlich") und ihm gehören (= "Christen") oder aber Menschen, die seinen Geist nicht haben (= "fleischlich"), und die sind dann "nicht sein", gehören ihm nicht, sind also gar keine Christen......
Also wäre nach diesem Vers die Bezeichnung "fleischlicher Christ" eigentlich ein Widerspruch in sich.

Natürlich weiss ich, was man landläufig unter der Bezeichnung "fleischlicher Christ" versteht, kenne auch die netten Bildchen mit den Kreisen, in denen das Ego auf dem Thron sitzt und das Kreuz neben dem Stuhlbein am Boden .... zB:

Quelle: https://fr.pinterest.com/pin/400961173048515443/
Ich wollte nur mal drauf hinweisen, weil ich beim Nachdenken über diese Passage im Römerbrief vor längerer Zeit mal drüber gestolpert bin.

Aber schon allein diese Wortschöpfung "fleischlicher Christ" und die Beschäftigung damit zB mit den Bildchen zeigen doch deutlich, dass es in diesem Bereich Überlegungsbedarf gibt.
Dass es eben eine Erfahrungstatsache ist, dass nicht alle Christen immer "geistlich" leben.
Und auch solche Aufforderungen wie die zitierte: Gal 5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. zeigen, dass dieses Problem nicht so neu ist ....
Und dazu wollte ich gerne in dem Thread einen Austausch anregen.
Darüber, wie man das im alltäglichen Leben "umsetzt" - dieses "Wandeln im Geist".
Wie man das macht, dass man nicht nur weiss, dass man den Heiligen Geist hat, sondern dass er uns auch wirklich "regiert" und wir im Geist wandeln, er uns "treibt" usw wie Paulus es in immer wieder neuen Ausdrücken beschreibt.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von angel121 am 12.06.2017 20:11@solana, ganz am Anfang hast du Römer 8,9 anders zitiert, als er in all meinen Bibeln steht. In älteren Übersetzungen heisst es nämlich einleuchtend: Ihr seid nicht mehr fleischlich, so anders Gottes Geist in euch wohnt und nicht, da Gottes Geist in euch wohnt. Sicher kommt es hierbei drauf an, ob er zu solchen spricht, die wirklich im Geiste wandeln. Diese Passage aber für alle Christen verwenden finde ich etwas heikel.
Bezüglich letztem Bericht kann ich bestätigen, dass es unter sogenannt "natürlichen" Menschen solche gibt, die Gott sicher mehr gefallen, weil sie sich mitunter eher wie Kinder Gottes verhalten statt so manch sich als so oder so Kinder Gottes nennende Christen, die durch ihr noch oft vorkommende fleischliche Gesinnung eigentlich mehr oder weniger noch immer in der Finsternis wandeln.
Was zählt biblisch gesehen wohl mehr bei Gott? ich tippe klar auf das Wandeln im Geist, weil der Heilige Geist ja von ihm ausgeht und dort weht, wo dessen Früchte erkennbar sind, überwiegen. Was meinst du?
Re: Gott spüren
von angel121 am 12.06.2017 10:30@Lighty, ich spüre Gott vorallem in der Gelassenheit, im Gottvertrauen. Da nehme ich seine Hilfe wahr, auch seine geniale Wegleitung und Wegbegleitung, Hinweise durch Menschen, Lieder geschriebenen Worten, in der Bibel oder auch auf Zuckersäckchen
.
Wenn ich jeweils früher hektisch war, eine Situation mich aus der Ruhe brachte, dann wurde ich wie gesagt hektisch, statt Gott zu fragen, zu bitten mir zu helfen, ruhig zu werden und in aller Ruhe zu überlegen,den Geist walten zu lassen, wo der Schlüssel oder eine Adresse sein könnten, wo ich sie hingetan habe.
Tja, wenn ich dann jeweils ruhiger geworden bin, dann ging mir sozusagen ein Licht auf, wo ich den Gegenstand zuletzt gehabt habe. Und voilà da ist er dann schon gefunden. Mir war dann schon öfters so, als würde jemand schmunzeln und sagen: Warum denn nicht gleich einfach ruhig hinsetzen und überlegen als hektisch hin und her zu irren, hier suchen, da nachsehen.
Und der Spruch meiner Grossmutter kam mir dann in den Sinn....jedes Ding an seinen Ort, erspart langes Suchen und manch böses Wort. Den habe ich jetzt fest gespeichert, seither fällt diese, von möglichen Blockaden weg.
gby angel121
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 12.06.2017 10:01 zur fortlaufenden Lesung Apostelgeschichte 7, 44-53
Parallelstelle zu V 53 (54) - Galater 3, 19 (20)
19 Aber warum wurde das Gesetz dann überhaupt gegeben?
- Es wurde gegeben, um den Menschen zu zeigen, dass sie schuldig sind.
- Doch es sollte nur bis zum Kommen des Christus bestehen bleiben,
- an den Gott sein Versprechen gebunden hatte.
dem Mittler zwischen Gott und dem Volk
(20) Aber
als Gott Abraham seine Verheißung gab, ging das Handeln allein von seiner Seite aus und er brauchte keinen Mittler.
(Neues Leben Bibel)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 12.06.2017 09:41
Losung
Ich, ich bin euer Tröster!
Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? / Jesaja 51,12
Lasst euch nicht irremachen!
Den Herrn aber, Christus, haltet heilig in euren Herzen. / 1. Petrus3, 14-15
2. Mose 3, 13-20
Apostelgeschichte 7, 44-53
O du, den unser größter Regent uns zugesagt:
Komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharfgeschliffnen Waffen der ersten Christenzeit.
(Philipp Spitta)
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 12.06.2017 08:45Du tust Gutes deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort.
Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.
(Psalm 119, 65.66; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Gottes "timing"
von angel121 am 12.06.2017 08:44@geli, solche göttliche Fügungen in vermeintlich auswegslosen Situationen lassen Gottes allgegenwärtiges Wirken auch solche Menschen nachdenklich stimmen, die nicht an Gott glauben, an seinen väterlichen Schutz.
Auch ich erlebe oft, dass Hilfe in der Not von oben kommen. Mein Mann und ich sind ein wanderlustiges Paar. In einem winterlichen Monat waren wir im Kanton Glarus vom Parkplatz Braunwald aus gestartet und genossen die Natur. Wir glaubten, die letzte Talfahrt sei um 17.00 Uhr und freuten uns, als wir um 16.55 Uhr ohne Eile oben ankamen. Doch die Gondeln standen still
. Wir sahen dann, dass 16.45 die letzte Fahrt war. Uns war bewusst, dass der Abstieg länger als 1,5 Std. dauern würde, also wir im Dunkeln den Weg finden müssten. Da kam ein Mann auf uns zu, vom Restaurant und fragte uns, ob wir mit den MitarbeiterInnen nach unten fahren wollten, es dauert nur noch 10 Minuten. Und wir dankten Gott, dass uns der sicher nicht einfache Abstieg erspart blieb.
Ein anderes Mal,mein Patenkind, eine junge Dame und ich verliefen uns auf der Glattalp, weil der Wegweiser von irgendjemand verdreht wurde, Luftlinie zeigte statt auf den Weg nach Braunwald. Wir suchten in der Wiese nach dem Bergwanderweg. Es wechselte von Schönem Wetter urplötzlich in einen der berüchtigten Bergnebel. Wir sahen kaum noch mehr als 5 Meter. Somit sagte ich zu ihr, es wäre wohl besser zur Glattalp zurückzugehen, wie, wo, müssten wir einfach aufpassen. Immer wieder sahen wir den Abgrund. Ich war sicher, dass Gott uns helfen würde und meine innere Ruhe, beruhigte auch mein Patenkind. Plötzlich hörten wir Kindergelächter.....das konnte nur vom Gasthaus kommen. Somit steuerten wir auf die Stimmen los und hörten plötzlich, wir sollten gleich in die Gondel steigen. Es blitzte und donnerte, so dass die Gondel anhalten musste. Doch wir kamen rechtzeitig unten in Bisistal an, wo schon das Postauto wartete. Mein Patenkind sagte, sie sei so froh gewesen, dass ich dabei gewesen sei, und gelassen blieb, statt verzweifelt noch mehr Ängste zu schüren. Ich klärte sie auf, dass ich voll Gottvertrauen war und betete, dass wir heil wieder zurückkämen. Da gestand sie mir, dass sie, wenn sie allein irgendwo sei, auch stets betete, dass Gott ihr beisteht. Vorher hatten wir nie ein Glaubensgespräch, doch seither verstehen wir uns noch besser, können frei und offen über unsere Glaubenserfahrungen mit dem Himmlischen Vater reden und sie hat oft wirklich Glück im Unglück, göttliche Bewahrung erleben dürfen. Sie ist ein besonderer charaktervoller Mensch.
Eine kleine Begebenheit liess meinen Mann und ich schmunzeln und dankbar gegen den Himmel schauen. Beim Schneeschuhlaufen etwas abseits tropfte ihm die Nase. Die Papiertaschentücher lagen im Handschuhfach, er hatte auch keine Papierserviette dabei. Mir begann die Nase auch zu laufen und ich schniefte einfach. Doch da sah ich unmittelbar vor uns ein vollkommen intaktes, geschlossenes Papiertaschentuchpäckchen, dass jemand wohl verloren hatte. Für uns war es ein kleines aber hilfreiches Geschenklein vom Himmel und der Tag wurde für uns noch schöner, als er schon war. Wir schauten zum Himmel und dankten Gott.
Tja, mein 121 beim Nickname kommt nicht von ungefähr, weil ich Gottes Hilfe, sein perfektes Timing, für dieses und jenes immer wieder mit Dank und Ehrfurcht erfahren darf. Sei es in grossen oder kleinen Begebenheiten.
gby angel121 (ich bitte auch Gott täglich, mein Zeitmanagement zu übernehmen und mir zu zeigen, wo er mich wofür einsetzen will. Na, ob ich dann wirklich stets erkenne, was er will, oder was übersehen habe, weiss nur er. Er weiss aber auch sicherlich, dass es nicht Absicht war, wenn ich was übersehen habe.
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Cleopatra am 12.06.2017 07:50Nun, lieber Pal,
es tut mir leid, wenn ich dich missverstehe. Deshalb habe ich extra nochmal in deinen anderen Beiträgen nachgeschaut.
Den Eindruck vermittelst du (mir jedenfalls) eben, weil fast alle deine Beiträge auf das Schlechte im Menschen zeigen.
Auf Schwäche, Sünde, Ego und eben Zerbrochenheit.
Deshalb komme ich zu diesem Eindruck.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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