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geli
Gelöschter Benutzer
Re: WER sollte bereuen?
von geli am 25.04.2017 08:08Ja, das seh ich auch so - Gott in seiner "Ganzheit" können wir uns nicht vorstellen. Aber diese Absicht hatte ich eigentlich auch nicht - vielleicht kam mein Text anders an, als ich ihn meinte.
Mir ging es nur um unser Thema: "Bereuen" - und damit um die Traurigkeit, das Bekümmertsein, was in dieserm Bereuen mit drin steckt - eben, dass Gott ein Gott ist, der mit uns mitleidet und der traurig ist über jeden Menschen, der verlorengeht.
Lg, geli
Re: Mein Weg zu Jesus (die Wege des Herrn sind unergründlich!)
von evmaios am 25.04.2017 07:56Hallo Kowalski,
Entschuldige bitte die späte Antwort. Ich hatte mir während der Fastenzeit eine Auszeit vom Internet verordnet, und das hat mir gut getan.
In der Tat glaube ich, daß Menschen aus Ländern, in denen weniger Wohlstand herrscht als in West-Europa, oft großartige Lehrmeister sein können. Für besagte Sprachpartnerin war es das natürlichste auf der Welt, von Gott zu erzählen. Wahrscheinlich ist es gerade diese Selbstverständlichkeit, die viele von uns in Zeiten materiellen Wohlstands verlernt haben. Dieses selbstversändliche "über Gott reden" ist vielen Europäern in den letzten Jahrzehnten abhanden gekommen.
Unsere Gemeinde etwa liegt inmitten eines der am meisten sekularisierten Gebiete dieser Welt, in Skandinavien, wo der materielle Wohlstand entsprechend hoch ist. Die Mehrzahl der Katholiken in der Gemeinde sind Einwanderer aus Osteuropa, Asien, Afrika und Südamerika. Manchmal empfinde ich: Diese Menschen kommen jetzt nach Europa und zeigen uns wieder, wie Glaube geht. Und hier nimmt die Zahl der Gläubigen, auch "Einheimischen", auch ständig zu: Die Kirche ist hier meist proppevoll. Eine sehr bunte und lebendige Insel des Glaubens inmitten einer Stadt, die in ihrem Wohlstand geistig zu ertrinken droht. Der Kontrast ist fast greifbar.
Ich hoffe, Du hattest ein schönes Osterfest!
Gruß, evmaios
Re: WER sollte bereuen?
von Kowalski am 25.04.2017 00:12Ok, ich denke auch ich habe zu schnell geurteilt. Und ich finde es schön, wenn Gott auch menschliche Gefühle hat. Als seine Kinder wünschen wir uns, dass wir mit ihm eine Beziehung eingehen können, und dazu muss er sich uns mit Eigenschaften zeigen, die wir kennen. Würde er sich uns als ein Alien zeigen, oder als ein anderes uns unbekanntes Wesen, so fiele es uns schwer zu Ihm eine Beziehung aufzubauen. Daher achtet er aus Liebe zu uns darauf, es uns so einfach wie möglich zu machen. Ich denke soweit ist es klar.
Aber, Gott ist eben viel mehr als das, was er von sich zu erkennen gibt. Und dieses "viel mehr" können wir nicht begreifen. Ich denke, dass daher vorsicht geboten sein sollte, sich Gott in seiner Ganzheit vorzustellen. Denn wir kennen nur einen kleinen Aspekt von ihm, nämlich, den Er uns erlaubt zu kennen. Wenn man aber die oberen Texte leist, bekommt man schnell einen umfänglichen Eindruck von Gott, wie er ist. Und übersieht, Er ist noch sehr viel mehr als das.
Ich glaube das ist es, was ich eigentlich sagen wollte.
PS,
sorry an nennmichdu, wenn ich auf deine Texte so selten eingehe, aber das ist mir meistens echt zu lang..
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 24.04.2017 23:47Er hat zu mir gesagt:
»Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum.
Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.«
(Psalm 2, 7-9; Lutherbibel 2017)
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
(Evangelium nach Matthäus 5, 5; Lutherbibel 2017)
Herr, du regierst mit Macht.
Und doch begegnest und behandelst du uns mit Geduld, Güte und Sanftmut.
Wie lange noch?
Wie lange noch sollen Unrecht, Bosheit und Leid auf Erden herrschen?
Erbarme dich der geschundenen Kreaturen.
Herr, dein Reich komme, es komme bald.
Du bist König und Herr.
Erbarme dich auch unser und bereite die Bahn.
Gedenke nicht unsrer Missetaten.
Das Werk unserer Hände wollest du segnen.
Wasser fließe durch unser Land.
Lass die Felder grünen und Frucht hervorbringen an allen Orten.
Merciful
geli
Gelöschter Benutzer
Re: WER sollte bereuen?
von geli am 24.04.2017 20:02Ich glaube, Gott hat in seiner Traurigkeit den Vorteil, dass er nicht, wie wir, in Zeit und Raum "gefangen" ist. Er sieht nicht nur die Not, sondern er sieht gleichzeitig auch die Vollendung, die Wiederherstellung von allem.
Dadurch kann er natürlich mit seiner Trauer auch anders umgehen wie wir. Zwar läßt er uns wissen, wie alles ausgehen wird - aber wir können es nur im Glauben erfassen, während er schon alles fertig vor Augen hat.
Lg, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von geli am 24.04.2017 19:56Deshalb habe ich ja auch weiter oben geschrieben:
Nicht mehr ich - also meine alte, fleischliche Person - lebt in mir, sondern es ist nun Christus, der in mir lebt und der mit mir eine unlösbare Verbindung eingegangen ist.
Mit mir - damit meinte ich, genau wie Du auch schreibst - meine Persönlichkeit, die durch die Wiedergeburt nicht ausgelöscht wird. Meine Persönlichkeit ist eins geworden mit Christus - eigentlich unglaublich...

Natürlich bleibe ich verantwortlich dafür, wie ich mich entscheide - ob für das, was der Heilige Geist mir sagt, oder ob ich anderen Stimmen folge.
Noch leben wir ja im Glauben und noch nicht im Schauen - noch sind wir auf dem Weg und noch nicht am Ziel. Noch sind wir nicht vollkommen, aber unser Ziel ist es, ihm gleich zu sein. Nochhaben wir einen "guten Kampf zu kämpfen". Johannes 3,2 beschreibt es gut, finde ich:
"Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist."
Gott sei Dank dafür...

Lg, geli
Re: WER sollte bereuen?
von Pal am 24.04.2017 19:51Ja, Geli, ich sehe es auch so wie du! Gott empfindet zutiefsten Schmerz, wenn Menschen böses tun.
Aber dann ist es keinesfalls ein solches Gefühl, wie bei uns Menschen, wo Gott dann frustriert ist und am liebsten den Kopf hängen lassen möchte.
Nein! - Gott ist eben GOTT!
Und in seinen Gefühlen hat er die Trumpfkarte von Allwissenheit, Allvermögen und Allgerechtigkeit!
Und damit hilft ihm seine Plan und Wille, das am Ende etwas dabei herauskommt, wo alle Welt staunen wird:
DIE VERHERRLICHUNG SEINER SELBST!!!
Nichts ist Gott so wichtig, wie dies! Und das nicht aus egoistischen Gründen, sondern eben weil ER GOTT ist und weil alles zu seiner Verherrlichung dienen muß, sogar die Hölle! Am Ende werden wir alle IHN nur bewundern! Über die Maßen!
geli
Gelöschter Benutzer
Re: WER sollte bereuen?
von geli am 24.04.2017 19:39Doch, ich glaube genau das, was ich schreibe. (Nur zur Kenntnis: Mein Text war zitiert aus der Lutherbibel erklärt - also noch nicht mal mein eigenes
)Wir Menschen können traurig sein - und wir sind doch nach Gottes Bild geschaffen, oder?
Und Jesus sagte: "Wer mich sieht, der sieht den Vater".
Und nun lies mal Lukas 19,41:
"Und als er nahe hinzukam (nach Jerusalem), sah er die Stadt und weinte über sie und sprach:...."
Wer weint, ist normalerweise auch traurig, oder?
Auch in Jer. 14,17 heißt es in einer Anweisung, die Gott Jeremia gibt:
"Und du sollst zu ihnen dies Wort sagen:
Meine Augen fließen über von Tränen, unaufhörlich Tag und Nacht; denn..."
Nach meinem Verständnis spricht hier Gott von sich selbst - er ist traurig über den Zustand, in dem er sein erwähltes und geliebtes Volk vorfindet.
Und ich glaube, er ist auch traurig darüber, dass ihm gar keine andere Wahl bleibt, als sie zu betrafen. Denn ich glaube nicht, dass es Gott Freude macht, zu strafen oder Gericht zu halten. Viel lieber will er, dass alle Menschen gerettet werden - bzw. sich retten lassen würden.
Bei der Auferweckung des Lazarus heißt es von Jesus in Joh. 11,35:
"Und Jesus gingen die Augen über."
Also ich denke sehr wohl, dass Gott traurig sein kann über den Zustand der Welt und wenn er sieht, dass Menschen leiden müssen. Auch Jesus hat die Not der Menschen nicht unberührt gelassen.
Lg, geli
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
wenn ich sündige, sündigt nur mein alter Adam... - ?
von nennmichdu am 24.04.2017 19:20Hallo Geli, hallo Pal, hallo alle anderen Leser,
Als Christ geht es darum den alten Adam im Tode zu halten. Durch den heiligen Geist zu leben und dort wo ich im heiligen Geist wandle, dann die Werke des Fleisches nicht zu vollbringen. Und dieses im Tode halten --- so wird auch die Aufgabe der Jünger Jesu beschrieben, als Jesus ihnen den "Missionsbefehl" gab:
hier heißt es nämlich wörtlich: Machet zu Jüngern (Nachfolgern Jesu) alle Völker, (indem ihr) sie taufed - oder taufend (Verlaufsform im Griechischem - im Tode haltet) und lehret (Verlaufsform- die Gemeinde blieb in der Lehre der Apostel...)
Das Ich kennzeichnet den Willen oder die Persönlichkeit des einzelnen Menschens. Und der Mensch als Individuum bleibt ja auch als Christ in seinen speziellen Eigenarten und Temperamenten erhalten. Nur das er jetzt eine Erneuerung erhalten hat (ein fleischernes Herz, einen neuen beständigen Geist). Und das jetzt der heilige Geist durch uns lebt, uns Jesus ähnlicher macht. Und da der heiliger Geist mit Jesu Geist und mit Jesus selbst "deckungsgleich" ist, lebt also auch Jesus selbst in uns. Aber unsere Persönlichkeit, unser Wille unser Ego, bleibt schon noch erhalten. Und wir haben ja auch die Aufgabe unseren Willen in den Willen Jesu, in den Willen des Vaters zu legen. Hier Gehorsam zu üben.
Gott sieht schon den ganzen Menschen in seinem ganzen Handeln, Denken und tun. Nicht nur Jesus in uns. Er beurteilt letztendlich alles was uns ausmacht. Nur das er uns gnädig ansieht und uns zur Umkehr leitet, dort wo wir auf Abwegen geraten. Wo wir in Schuld fallen. Er hilft uns wieder auf. So wie Jesus unser guter Hirte ist, der sich um uns kümmert.
Aber letztendlich bleiben wir schon noch verantwortlich was wir tun. Und Gott wird nicht sagen, nun gut, da hast du gesündigt oder bist in Sünden gestorben - aber Schwamm drüber. Deswegen heist es ja, das wir nach der Heiligung trachten sollen, ohne die niemand Gott sehen wird. Wir haben keine Rolltreppe zum Himmel. Wir sind gefragt und gefordert Schritte zu gehen, das Gute zu suchen, danach zu trachten, und das Böse zu meiden.
Wenn ich sündige, in Schuld falle, dann bin ich aus dieser Beziehung zu Gott hinausgetreten, gefallen und habe dem alten Adam Raum gegeben. Das ist richtig und das kommt immer wieder vor. Und hier können wir dann wissen, das wir immer wieder neu mit unserem Versagen zu Gott kommen können und er uns immer wieder vergibt, aufhilft. Auch dort wo wir untereinander schuldig geworden sind. Wo wir dann aufgefordert sind einander zu vergeben, die Schuld nicht nachzutragen oder heimzusuchen. Sich zu rächen.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus verstehen
von geli am 24.04.2017 18:54Ich gehe schon auf Positionen von anderen ein - allerdings nicht so wie Du es oft rust und vielleicht auch von anderen erwartest, dass ich jeden einzelnen Satz "unter die Lupe" nehme und ihn bewerte. Das ist mir in der Tat zu zeitaufwändig; erst recht dann, wenn ich nun verschiedene Aussagen von Dir, die ich als Behauptungen empfunden habe, zeitraubend heraussuchen muss.
Ich habe ja schon mal vorgeschlagen, dass wir die ganze Sache so stehen lassen, wie es nun steht, weil ich nicht die Erwartung habe, dass wir in allen Dingen übereinstimmen. Als ich damals die Beiträge gelesen habe, bin ich nicht weiter auf bestimmte Aussagen, die ich als Behauptung empfunden habe, eingegangen - ich hab es einfach so stehen lassen, weil es mir nicht unbedingt darum geht, alles und jedes explizit zu widerlegen und Satz für Satz aufzusplitten.
Ich hoffe, Du kannst damit leben, dass ich nun einfach keine Lust und Zeit mehr habe, genau auf diese Aussagen einzugehen und nun diese ganze Diskussion beenden will? Ich finde, irgendwann muss es mal gut sein...
Lg, geli

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