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Re: Evolutionstheorie und 1. Buch Mose - Ein Widerspruch?
von Hyperion am 10.04.2017 11:23Hallo Thomas,
Zunächst einmal bin ich der Überzeugung, dass sich die Bibel jedweder Form der Auslegung und Interpretation grundsätzlich nicht verschließt. Diesbezüglich also starre Regeln aufstellen zu wollen, erscheint mir nicht sinnvoll. Genausowenig sinnvoll ist es meiner persönlichen Meinung nach aber auch, das wörtliche Verständnis der Bibel, gegenüber anderen Formen der Exegese, zu bevorzugen und quasi als "Königsweg" zu betrachten. Andersrum kann man allerdings "auch vom Pferd fallen", sollte man sich dem wörtlichen Verständnis in Gänze verschließen wollen.
Deshalb kann ich dir leider keine, aus meiner Sicht verbindliche Empfehlung geben, wie die Bibel "am besten" auszulegen sei. Ich denke sie spricht auch durchaus sehr persönlich und individuell zu dem Leser bzw. der Leserin und ich habe auch schon die Erfahrung machen dürfen, dass sich ein bestimmter Bibeltext, den man schon viele Male über Jahre hinweg immer wieder gelesen hatte, urplötzlich auf einer bis dato unbekannten Bedeutungsebene und völlig neu erschließt.
Wenn du mich also fragst, ob sich immer dann, wenn man mit dem wortwörtlichen Verständnis der Genesis nicht mehr weiter weiß, eine allegorische Auslegung empfiehlt, kann ich das, wenn du es so grundsätzlich und ausschließlich formulierst, eigentlich nur verneinen. Denn wenn man sich mit Allegorien nicht wohlfühlt, also nicht wirklich mit dieser Form der Auslegung vertraut ist und zudem vielleicht auch hinsichtlich seines Gottes- und Weltbildes, noch nicht in dem Maße klar sieht, dass man einen fest gegründeten Ausgangspunkt für seine Überlegungen hat, tappt man eventuell doch allzu sehr im dunkeln, weil einem dann die Orientierung fehlt.
Denn allegorische Auslegung lebt ja im hohen Maße von Orientierung, da sie ansonsten sehr leicht in wilde Spekulation verfallen kann. Deshalb empfehle ich ja auch hinsichtlich des Genesistextes, ihn mit dem Johannesprolog und der Kolosserstelle in Verbindung zu setzten, da man dann die Vorstellungsbilder der einen Textstelle, mit den Vorstelllungsbildern der anderen beiden Textstellen vergleichen kann und auf diese Weise eine sehr gute Orientierung bekommt.
Aber auch die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben über die Bibel hinaus, seine historische Entwicklung in den letzten rund 2000 Jahren und die dabei maßgeblichen theologischen Fragestellungen und Autoritäten, habe ich persönlich, als für meinen Glauben und meine persönliche Entwicklung, ausgesprochen hilfreich, nützlich und immer wieder auch erhellend erlebt, weshalb ich dies, auch Bezug nehmend auf die Frage nach der Orientierung, sehr empfehlen kann. Auch mit den sogenannten apokryphen Schriften beschäftige ich mich diesbezüglich ganz gerne und ich verfolge mit Interesse die Themengebiete der Religion im Allgemeinen, wobei die Texte, die mich neben der Bibel am entscheidensten geprägt haben, ganz klar philosophischer Natur sind.
Wenn du mich also fragst, ob man nicht auch andere Auslegungen auf ihre Nachvollziehbarkeit hin überprüfen sollte, um sie dann ausschließen oder nicht ausschließen zu können, kann ich das für mich ganz klar bejahen. In uns formt sich im Laufe des Lebens durch zahllose Einflüsse ein ganz bestimmtes Weltbild und wir haben daraus resultierend auch einen ganz bestimmten Blick auf das Leben im Allgemeinen. Ich denke es ist deshalb unbedingt sinnvoll, dieses Weltbild immer wieder kritisch zu hinterfragen, damit man nicht Gefahr läuft, quasi dogmatisch zu erstarren. Maßstab kann dabei sehr gut die Überprüfung der Nachvollziehbarkeit, der Schlüssigkeit und der intellektuellen Redlichkeit hinsichtlich des Inhalts von Textauslegungen sein.
Bei all dem darf man aber vielleicht nicht vergessen, dass Gott sich auch auf ganz individuelle Weise dem Gläubigen, bzw der Gläubigen offenbaren kann/mag und man deshalb seine persönlich erworbenen Erkenntnisse, nicht zwangsläufig allgemein verbindlich formulieren sollte.
Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)
LG
Daniel
Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Mathäus 8,5-10 und Mathäus 15,21,27
von nennmichdu am 10.04.2017 10:37Hallo Burgen,
Möchtest du in deinem letzten Beitrag zum Ausdruck bringen, das in den biblischen Geschichten jeder verstehen möge, was er wolle, oder wolltest du einfach nur unterstreichen, dass der Text sehr vielschichtig ist?
Mir fällt zu diesem Thema auch ein, dass Jesus teils in Gleichnissen zum Volk gesprochen hat, zu seinen Jüngern dann aber "Klartext" und ihnen gesagt hat: Euch aber ist es gegeben die Geheimnisse vom Reich Gottes zu verstehen....
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Mathäus 8,5-10 und Mathäus 15,21,27
von Burgen am 10.04.2017 09:02
Hallöchen
gerade habe ich die letzten beiden Beiträge gelesen.
Im Nachhinein denke ich im Fragesatz:
Was will Jesus, der Herr, Bruder, König usw., mit diesem Text sagen?
Wie lese ich den Text?
Überfliege ich ihn? Lese ich ihn laut, vielieicht dreimal hintereinander, betend?
Oder versuche ich, in ihm eine gedankliche Logik darin zu finden?
Was ist die Aussage, in welchem Kontext, Zusammenhang steht der Text an dieser Stelle?
Gibt es einen ähnlichen Text an einer anderen Stelle?
Wenn ja, vor oder nach diesem gerade bedachten Bibelabschnitt?
Wie sah die Welt damals bezüglich Text und Umwelt aus?
Und manchmal reicht es, den Vers einfach zu zitieren. Ist das so?
Vor wenigen Tagen setzten sich einige Menschen mit folgendem Satz auseinander:
Wer nicht (hand)schreiben lernt, bleibt dumm. / So ähnlich lautet ein Buchtitel.
Es gab mal eine heftige Fernsehdebatte zum Thema wo sich die Männer fast an die Gurgel gingen,
weil sie so gegensächliche Erfahrungen und Ansichten hatten.
Ich jedenfalls denke, dass durch Schrift - und Lesenlernen, es zu anderen Ergebnissen im Herzen kommt.
Allerdings bin ich mir bewusst, dass das Tippen auch Vorteile hat. Es ist lesbarer. Aber ehrlicher?
Von daher, was sagt uns, mir selbst der Text,?
Naja
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott
von Burgen am 10.04.2017 08:42Guten Morgen alla,
Gretel, adi, und die anderen Mädels
, geht es euch gut?
Gestern war im TV Ibizza zu sehen. Die Gastfreundschaft, das Essen, und viele Aus- oder Einwanderer aus De.
Einfach waaahnsinn, so schön. Der Friede, die Langsamkeit ..., die Uhren schlagen dort ganz anders.
Ein Stück Paradies für ganz gewöhnliche Menschen.
Mit macht es persönlich zu schaffen, dass hier überall jeglich frei gemachte Grundstücke in Wohnhäusergebiete umgewandelt werden.
Doch wenn man das Land mal von oben betrachtet, gibt es immer noch freie Flächen. Meist Felder, die dann irgendwann nicht mehr bestellt werden und dazu dienen, Dörfer und Städte zu vergrößern.
Früher konnte ich nicht so recht nachvollziehen, wenn es immer hieß, dass dass eine Landflucht stattfindet.
Ich persönlich finde das sehr schade, denn man könnte, auch in unserer Zeit noch so schön die Dörfer gestalten, nicht nur die fernen Inseln lieben und genießen.
Vielleicht liegt es aber auch mit daran, dass in den anderen Ländern nicht alles so durchorganisiert ist, auch bezüglich Steuern, Einnahmen und Ausgaben. Es scheint, dass die anderen mehr Gestaltungsfreiheiten und Möglichkeiten haben.
Das ist zumindest mein Eindruck. Unabähngig der ursächlichen Armut der Länder mit ihren Menschen.
Die Hilfsorganisationen beleuchten gerade diesen Armutflecken, wo nicht das Nötogste an die Menschen gelangt.
Und Jesus sagte ja, dass wir immer arme Menschen unter uns haben werden. Überall.
Manche Kooperationen haben zT eigenes Geld im Umlauf. Das klappt augenscheinlich recht gut.
Das Geld versickert dann nicht so sehr, weil alle mitbeteiligt sind und den sogenannten Überblick haben und besser lernen können, mit Geld umzugehen.
An manchen Kassen staune ich, wieviel Karten die Menschen in ihrer Geldbörse mit sich herumtragen.
Losung
Jesaja 25,8
Er wird den Tod verschlingen auf ewig.
1. Korinther 15,57
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
Martin Luther sagte:
Jesus Christus, Gottes Sohn, an unserer Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachel hat er verloren.
Halleluja
Matthäus 26, 6-13
Lukas 22, 63-71
Re: Frauen in der Gemeinde
von Cleopatra am 10.04.2017 07:56Grins danke liebe Burgen für deine Gedanken dazu.
Wie ich das Wort "predigen" interpretiere, habe ich ja schon geschrieben.
Deine Begründung kann ich auch nachvollziehen und ganz bestimmt benutzt Gott Frauen ja eben auch.
Nur wiederspricht er nicht seiner eigenen Ordnung heißt- wenn er anordnet, in der Gemeinde sollen nur Männer predigen, bedeutet das nicht, dass die Frau ansonsten nirgendwo etwas sagen darf.
Das versuche ich ja, zu erklären.
Es gibt sehr viele Bücher, die auch von Frauen geschrieben sind zum Beispiel.
In unserer Gemeinde ist eine Frau, die regelmäßig Themenabende für Frauen vorbereitet.
Es gibt sicher auch viele Artikel in Zeitschriften, die von Frauen geschrieben wurden.
Gott benutzt Frauen genauso oft wie Männer.
Aber der einnzige Ausnahmepunkt ist eben die Gemeinde und ich finde das garnicht schlimm.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus verstehen
von nennmichdu am 10.04.2017 07:56Hallo Geli,
Der erste (alte)Adam (in Eden) zeichnete sich dadurch aus, das er die Gebote Gottes nicht erlüllen/halten konnte. Weil das "Fleisch " nicht in der Lage ist Gottes Willen zu tun/ zu vollbringen. Von daher hatten Adam und Eva in Eden nicht die Möglichkeit/Freiheit, der Versuchung vom Baum der Erkenntnis zu essen, zu widerstehen.
Dies ist erst im neuen Adam, in Christus, möglich. So wie Christus als Mensch ( Jesus - von einer Frau geboren) ins Fleisch gekommen ist - im "Gewand " des alten Adams, jedoch Dank seiner göttlichen Christus Natur ohne Sünde/Schuld blieb, wodurch nun wir Christen auch die Möglichkeit und Freiheit erst erhalten, die Werke des Fleisches nicht mehr zu tun, nicht mehr tun zu müssen.
LG,
Thomas
Re: Mathäus 8,5-10 und Mathäus 15,21,27
von Cleopatra am 10.04.2017 07:51Hm lieber Palve,
meinst du wirklich, Jesus hätte die Reaktion der anderen interessiert?
Schau dir mal die Bergpredigt an.
Dort schon spricht er sehr sehr deutlich und achtet nicht darauf, dass es bitte möglichst vorsichtig beschrieben wird, damit genügend Zuhörer da bleiben.
Jesus hat sicher niemand zu sagen, wem er helfen "soll". Wenn andere es so sehen, war es ihm doch egal, schließlich ging er auch einfach zu den Zöllnern, um bei ihnen zu essen.
Ich denke, dies waren nicht wirklich die Gründe.
Lg Cleo
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Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott
von Cleopatra am 10.04.2017 07:48Guten Morgen, ihr lieben,
ach, was hatten wir gestern für ein schönes Wetter ;-D
Die Sonne schien, wir hatten 20 Grad, sehr sehr schön.
Wir haben abends gegrillt und mein Hund war überglücklich im Garten ;-D
Nun lühen schon sehr viele Blumen, es wird wieder bunt ;-D
Auch in der Gemeinde wurde uns gestern nochmal Gottes riesige Gedanken klar.
Wie wenig können wir erkennen. Wenn wir schon mit Kleingkeiten überfordert sind- was für ein Wissen und ein riesigen Plan hat doch Gott dabei.
Er hat alles im Blick.
Mich tröstet das sehr, vor allem in unruhigen Zeiten.
Ich muss es nicht immer verstehen, ich kann mich ganz auf Gott verlassen und weiß, dass er alles im Griff hat.
Das ist doch sehr tröstend, oder?
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche.
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus verstehen
von geli am 09.04.2017 19:09einleuchtender und im Kontext stimmiger.
Hallo Beröer, ich hoffe, ich nerve Dich nicht, wenn ich nochmal auf Deinen Beitrag eingehe?
Ja, Du hast recht - wenn man es so sieht, dann ist es wirklich einleuchtender (zumindest für das Denken von uns Menschen).
Allerdings stimmiger?
Denkst Du, dass Jesus also ein Mensch war (von einer Frau geboren), der wie Adam die Chance hatte, vollkommen sündlos zu leben?
Und es, anders wie Adam, geschafft hat?
Denn vorher hatten wir ja festgestellt, dass Adam es vor dem Sündenfall schaffen hätte können...
Versteh ich Dich richtig: Du denkst, dass Jesus quasi ein "Adam" war, der es nun geschafft hat?
Wenn es so wäre - hätte er uns dann erlösen können?
Allerdings spricht dagegen, dass Jesus von einer Frau geboren wurde - er also die "Adams-Natur" mitbekommen hat. Hätte er wirklich diese Natur als "Mensch/zweiter Adam) überwinden können?
Aber vielleicht sind das auch Dinge, die für unser Denken zu hoch sind...

Das macht ja nix - unsere Rettung kommt zum Glück nicht davon, dass wir alles vollkommen "richtig" verstehen können
und wir uns in allen Dingen komplett einig sind...Lg, geli
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Schöpfung- von der wörtlichen Auslegung zur sinnbildlichen Auslegung
von nennmichdu am 09.04.2017 12:30Du meinst Also, immer dann wenn du im wortwörtlichen verständis der Genesis nicht mehr weiter weißt empfiehlt sich eine allegorische Auslegung? Wie entscheide ich denn darüber wie ich einen Text auszulegen habe? Und muss ich nicht auch andere Auslegungen auf ihre nachvollziehbarkeit überprüfen um sie dann ausschließen oder nicht ausschlieSsen zu können?


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