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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung?
von Burgen am 02.03.2017 12:17Es ist in Kolosser 3, 12 -17 sehr gut beschrieben.
Eingebettet in die Aufforderung, sich als Auserwählte Gottes zu sehen, zu wissen, als die Heiligen und Geliebten.
Die Anforderung ist, sich täglich "richtig und umfassend" anzuziehen.
Wir kennen die Aufzählung: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.
Dazu die Forderung: ertragt einander und vergebt euch untereinander ...
Über alles aber sollen Christen die Liebe anziehen.
Sie ist das Band der Vollkommenheit. Hält uns also zusammen.
Der Friede soll in unseren Herzen regieren und Dankbarkeit Gott und den Menschen gegenüber.
Gut gefällt mir V 16, weil es unser Herz und Sinnen schützen kann.
Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen:
Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. ...
......
Einmal die Menschen der Welt um uns mit denen wir in wechselseitigem Kontakt sind.
Dann Familie, Verwandtschaft, Freunde
Und an allererste Stelle sind wir Gott verpflichtet und der Gemeinde.
Der Ort ist unsere "Übungswiese", bis wir heimgerufen werden.
Gruß
Burgen
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung?
von geli am 02.03.2017 12:16Liebe Cleo, Du hast hier einen sehr wichtigen Punkt angesprochen: Sünde muss auch ausgesprochen werden (dürfen).
Ich war jahrelang in einer Gemeinde, wo das nicht zugelassen wurde. Sünde ansprechen - da hieß es sofort: "Du musst vergeben, du darfst nicht richten, du darfst nicht negativ reden, du hast Bitterkeit... usw."
So blieb es bei mir dann beim willentlichen Vergeben - aber die Sache, die passiert war, konnte nicht be- und verarbeitet werden und blieb im "Untergrund" immer als ungutes Gefühl bestehen. Echte Heilung und Befreiung war also nicht möglich.
In der Seelsorge finde ich es deshalb enorm wichtig, dass man dem Menschen, dem Unrecht getan wurde, auch zugesteht, dies auszusprechen, und auch, dass er zu den Gefühlen, die das Unrecht bei ihm auslöst, stehen darf, indem er ihnen Ausdruck verleiht.
Meiner Erfahrung nach muss man "anschauen" (dürfen), was passiert ist, um wirklich echte Vergebung üben zu können.
Ein ganz wichtiger Punkt, den ich vorher nicht erwähnt habe, ist der:
Meistens ist es ja so, dass man selbst auch auf Unrecht reagiert - und hier ist es wichtig, sich ehrlich einzugestehen, wenn man mit Mitteln reagiert hat, die ebenfalls Sünde vor Gott sind.
Besonders trifft das zu, wenn die Dinge passiert sind, bevor man gläubig war. Ich kann von mir sagen, dass ich in allen Fällen, wo mir Unrecht geschehen ist, auch wieder mit "Unrecht" reagiert habe. Eben weil man "automatisch" so reagiert.
Hier muss man also einerseits anschauen, was man selbst als Unrecht erlebt hat, und vergeben - andererseits aber muss man genauso auch anschauen, wo man mit Unrecht geantwortet hat - und hier selbst um Vergebung bitten.
Es sind also immer zwei Seiten einer Medaille...
Lg, geli
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 02.03.2017 10:54Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich; lehre mich deine Gebote.
(Psalm 119, 26; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Vergebung?
von Merciful am 02.03.2017 10:45Einige Überlegungen.
Vergebung setzt Reue voraus. Reue setzt Schuld voraus.
Ohne Schuld keine Reue. Ohne Reue keine Vergebung.
Wo aber Schuld vorhanden ist, jedoch nicht bereut und bekannt wird, kann es keine Vergebung geben.
Ohne Vergebung gibt es dann aber auch keine Gemeinschaft.
Schuld aber, die bereut und bekannt wird, ist vor Gott vergeben.
Da ist dann ein Weg, zerbrochene Gemeinschaft wiederherzustellen.
Ich denke jedoch nicht, dass ein jeder Mensch mit einem jeden Menschen intensive und extensive Gemeinschaft haben kann.
Dies ist schon aus räumlichen und zeitlichen Gründen nicht möglich.
Merciful
Re: Vergebung?
von chestnut am 02.03.2017 10:39Für mich besteht Vergebung wie auch zwei Teilen.
Der erste hat Geli angesprochen: Die Entscheidung, vergeben zu wollen. Die Entscheidung loszulassen ist ein wesentlicher Schritt. Indem wir jemandem erstmals vielleicht nur mit dem Kopf vergeben, haben wir die Entscheidung getroffen, aus der Opferrolle auszusteigen. Denn dann ist die Macht des "es ist einfach geschehen" über uns gebrochen. Das mal einfach aus menschlicher Sicht.
Natürlich kommt da noch die geistliche Dimension dazu: Gott möchte, dass wir anderen vergeben.
Das zweite ist der Heilungsprozess:
Mit dem Aussprechen der Vergebung ist die Verletzung noch nicht geheilt. Da braucht es oft länger. Für wirklich grob verletzende Erlebnisse braucht es manchmal auch räumlich Zeit.
Mir hat es sehr geholfen, als meine Ärztin mir in Bezug auf ein sehr schwieriges Erlebnis sagte, 2 Jahre sind zu wenig, um sich innerlich abzugrenzen von dem Geschehenen. Mich hat das sehr entlastet und die "Schuld" von mir genommen, dass ich mich jetzt auch gedanklich vom Geschehenen trennen kann.
Natürlich heilt Zeit Wunden nicht automatisch. Es braucht auch unsere aktive Mitarbeit. Es braucht das Loslassen von Wut. Es braucht ein Akzeptieren, dass uns dies passiert ist und ein ja zu den Auswirkungen des Passierten.
Innerhalb des Prozesses braucht es vielleicht auch das nochmalige Ansehen von Einzelheiten. Dabei ist es gut möglich, dass wir auch eigene Fehler entdecken und dafür Gottes Vergebung brauchen.
Vergebung ist vielschichtig und sicher macht jeder damit seine eigenen Erfahrungen.
Aber Vergebung ist immer befreiend.
Liebe Grüsse
Chestnut
geli
Gelöschter Benutzer
Re: AT - Eine Frage habe ich noch..
von geli am 02.03.2017 10:38Ich glaube, dass die Menschen überhaupt so einen Turm bauten, zeigt, dass sie schon lange arrogant und grössenwahnsinnig waren - das mussten sie nicht erst werden.
Vergleichsweise ist es ja auch heute nicht anders - wir bauen zwar keine "Türme" mehr, um in den Himmel zu kommen, aber viele Menschen versuchen, mit "bravsein" und "Gutes Tun" gut genug für Gott zu sein.
Das ist, wenn man es genau überlegt, auch "arrogant und grösssenwahnsinnig": Meinen wir wirklich, dass wir mit ein paar "guten Taten" so heilig und rein werden, um damit vor Gott bestehen zu können? Denn Gott ist heilig, und nur wer selbst auch vollkommen heilig ist, der kann vor Gott treten.
Auch nur der kleinste Teil von "Unheiligkeit" würde bewirken, dass wir vor Gott vergehen müssen.
Ich stell mir das immer so ähnlich vor, als wenn ich mir einbilde, ich könnte einfach so eine Starkstromleitung anfassen... da würde von mir auch nicht allzu viel übrig bleiben.
Genauso wäre es, wenn wir größenwahnsinnig meinen, Gott mit ein paar armseligen guten Taten vors Angesicht treten zu können.
Lg, geli
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott
von Burgen am 02.03.2017 09:43Guten Morgen ihr Lieben
gestern war dein 'besonderer' Tag, nicht wahr, liebe Cleo.
Ist ja gut, dass du den späteren Tag verschafen konntest.
!x die Woche ist meine Aufgabe Vitamin D3 einzunehmem. Erstaunlich was so eine kleine Kps für Wirkung haben soll.
Und dann, weil ich schon mal da war, sollte, werde ich alle 10 Jahre die Grundimmunisierung, wie Tetanus, Diphterie und Polio, durchführen lassen. Geszern sollte ich mich nicht anstrengen und keinen Sport machen.
MAm Abend tat mir der Arm dann weh und heute auch noch. Habe ich gar nicht mehr in Erinnerung, dass Impfen weh tut.
Tja, die alten, längst vergangen geglaubten Krankheiten kommen wieder.
Aber da die meisten in der Bahn mit ihren Smartphones beschäftigt sind, gibt es wohl nicht soviele Ansteckungsmöglichkeiten.
Hoffentlich. Für unterwegs werde ich mich mal mit Sagrotantüchern bestücken.
Und für zuhause beginne ich damit, mir Weizengras und Samen zu ziehen.
Das hatte mir vor vielen jahren schon mal Freude bereitet. Und jetzt geht es richtig los.
Von dem Mandeltrester kann man herrliche Cracker für zwischendurch dörren und backen.
Aber auch mit Paprika oder so, wer nicht so für harmonisch süsse Leckereien ist.
*******
Losung
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
/ Psalm 42,3
Auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. / Römer 8, 23-24
Kolosser 3, (5-7) 8-11
Lukas 12, 13-21
Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott
von Cleopatra am 02.03.2017 07:56Guten Morgen, ihr lieben,
ich hoffe, euch geht es gut?
Bei uns spielt gerade das Wetter verrückt.
Vorgestern nachmittag began es so stark zu schneien, dass noch am nächsten Tag alles weiß war.
Gestern dann kam starker Hagel auf.
Heute Nacht bin ich aufgewacht vom Lärm des Windes. Hagel ist heute auch wieder dabei.
Puh, dann wird der Spaziergang draußen aber windig ;-D
Wie geht es euch allen?
Bei uns war Karneval. Puh, bin ich immer froh, wenn diese Zeit vorbei ist.
Ich mag Karneval nicht wegen der Musik und den "Witzen" und so.
Bin immer froh, wenn ich nicht viel davon mitbekomme.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: AT - Eine Frage habe ich noch..
von Cleopatra am 02.03.2017 07:53Ich denke, dass wir eben zu allererst gehorsam sein sollen und zweitens uns nicht einbilden brauchen, dass wir aus eigener Kraft mit Werken in den Himmel kommen können.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Vergebung?
von Cleopatra am 02.03.2017 07:51Ein kleiner Nachtrag noch von mir:
Vergebung ist Gott ja sehr wichtig.
Er wiederholt immerwieder, dass wir vergeben sollen.
Es ist also unsere Pflicht.
Und Gott erwartet ja nichts von uns, was wir nicht tun können, oder?
Also sind wir grundsätzlich dazu in der Lage.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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